Ausgabe 
24.7.1929
 
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btt große Künber internationaler modischer Neu­heit und Eleganz. Unb besonders Bei der von England und Amerika ausgehenden Herrenmode kann man genau beobachten, daß sie meistens durch den Film einige Monate früher zu uns gelangt sind, als wir sie in natura zu sehen bekommen: Ein Wink, der sicher für die ja auch nicht an mangelnder Eitelkeit leidenden Herren der Schöpfung nicht unwillkommen sein dürfte.

Oberheffen.

Kreis Büdingen.

-5- Nidda, 23. Juli. Die Kleinpflaster­arbeiten auf der Durchgangs st raße Ranstadt Nidda konnten in der abgelaufe­nen Woche fertiggestellt werden. Die über zwei Kilometer lange Strecke wurde am 15. 3uni in Angriff genommen und in der verhältnismäßig kurzen Seit von fünf Wochen gepflastert. Zuletzt waren 50 Pflasterer an der Arbeitsstelle. 3n die Materiallieferung teilten sich die verschie­densten oberhessischen Dasaltwerke, um jede Un- terbrechung der Arbeit infolge Matericümangels auszuschalten. War doch die Instandsetzung dieses Straßervteils ursprünglich von der Provinzial- straßenverwaltung nicht vorgesehen und erst spä­ter angeordnet worden, so 6oft die Material­lieferung nicht rechtzeitig sichergestellt werden konnte. Die Arbeiten an den beiden Fußsteigen sind noch etwas im Rückstand, was zur Folge hat, daß die Freigabe der Strecke für den Verkehr erst in nächster Woche erwartet wer­den darf. Damit ist der Straßenzug Frankfurt- Vilbel Ranstadt Schotten bis vor Nidda (Karlshof) mit Kleinpflaster versehen. Leider mußte die Depflasterung der hiesigen Ortsdurch­fahrt unterbleiben, da die Ka n a l i s a t i o n noch aussteht. Diese würde einen Kostenaufwand von 400 000 Mk. erfordern, was zur Zeit steuerlich untragbar für unser Städtchen wäre. Man be­dauert es sehr, daß die Kanalisation nicht schon vor dem Kriege in Angriff genommen und etappenweise durchgeführt wurde. Die großen Schwierigkeiten, die heute den Gemeinwesen auf dem Gebiete der Wohnungsbeschaffung erwachsen, müssen jedes andere Projekt, und fei es noch so dringlich und lebenswichtig, zurückorängen.

h. W a l l e r n h a u s e n, 22.3uli. Hier feierte der Landwirt und Altveteran von 1870/71 Aug. Koch seinen 80. Geburtstag. Unter den vielen Glückwünschen, die ihm zu seinem neuen Lebensjahr dargebracht wurden, befand sich auch ein Glückwunschschreiben vom Reichspräsidenten v.Hindenburg nebst Bild und eigenhändiger Widmung. Vom Kriegerverein, dessen Ehren­mitglied Koch ist, erhielt er einen Ruhesessel. Er ist der letzte Veteran aus jener Zeit in unserem Dorfe und erfreut sich noch einer so guten Gesundheit, daß er täglich von früh bis spät in der Landwirtschaft sich betätigt.

Kreis Schotten.

ld. Schotten, 23. 3uli. Die H i m be e r- ernte, die vielen geringen Leuten unserer Gegend reichlichen Verdienst gibt, seht ein. Der Fruchtansatz der Sträucher ist ungemein reich: die Beeren sind jedoch infolge der Trockenheit der letzten Zeit zu einer Art Notreife gezwungen worden und sind daher ziemlich klein und saft­los. Da die Landwirtschaft zwischen Heu- und Fruchternte eine Arbeitspause zu verzeichnen hat, ist die Zahl der Beerensammler sehr groß und die Ausbeute des einzelnen ziemlich gering. Gin ausgiebiger Regen konnte die Erträgnisse der Himbeerernte wesentlich steigern. Für das Pfund Beeren werden eben noch 60 Pfennig bezahlt. Obgleich nun die Heuernte nun­mehr im gesamten Vogelsberg abgeschlossen ist, hat sich der Heuhandel bis jetzt nur zu ganz vereinzelten Ankäufen entschließen können. Käu­fer sind meistens Wetterauer Landwirte. Der Preis bewegt sich zwischen 4 bis 6 Mark, je nach Güte. Wie sich die eigentlichen Heuhändler zurückhalten, so hat sich bis jetzt auch noch kein fester Preis herausgebildet. Angebot und Nach­frage sind äußerst gering. Der knappe Ausfall der Heuernte und der hohe Preis lassen vor­läufig noch nicht das flotte Geschäft der Vor­jahre aufkommen, das auch bis zur Einbringung der Frucht- und Grummeternte lahm bleiben wird.

L a u b a ch, 23. 3ult Dieser Tage unter­nahm der hiesige Zweigverein des Vogels - berger Höhenklubs eine zweitägige Wan­derung unter Führung von 3ustizsekretär Decker. Man verband damit einen Besuch des Mitglieds, Kammerdirektor Birnbaum in Birstein, der bis voriges 3ahr in Laubach tätig war. Von Merkenfrih ging es nach Wenings, wo man sich leiblich stärkte. Darauf zeigte der Führer die Sehenswürdigkeiten des Städtchens, das 1187 als Waeninges erscheint, den3sen-

burger Hof" mit seinen malerischen alten Wirt­schaftsgebäuden (erbaut 1537), daS Schloß, den sog.Moritzstein", einen schlichten Steinbau (etwa 1520 errichtet), zwischen dessen zwei rechtwinklig zusammentreffenden Flügeln ein runder Treppen­turm eingebaut ist, sowie die ileberrefte der alten Stadtbefestigung. 1336 erteilte König Ludwig dem Dorfe Stadtrechte. Darauf zeigte Pfarrer Köh­ler die Kirche, die schon 1351 urkundlich bezeugt ist. Beachtlich ist der im Grundriß quadratische Chor, der, wie die ganze Kirche, im Aeuhem die deutlichen Kennzeichen deS im 17. und an­fangs des 18. 3ahrhunderts ausgeführten Um« baues zeigt, jedoch im 3nnem die mittelalterliche Formbildung bewahrt hat. Von den drei Glocken geht die älteste bis etwa 1200 zurück. Sie enthält eine lateinische 3nschrift, die um Schutz gegen Hagelschlag bittet. 3n Hihkirchen machte der Führer auf die alte Kirche aufmerksam, deren ältester Teil dem Ende des 14. Jahrhunderts angehört und von einer 5 Meter hohen, ein Meter breiten Mauer mit Schießscharten um­schlossen ist. Gegen 8 Uhr kam man in Birstein an, das als Nachtquartier bestimmt war. Hier lud Kammerdirektor Birnbaum die 17 Mit­glieder des Klubs zu einem Fasse Bier, die Damen zu einer Bowle ein. Der reizvolle Gar­ten war mit zahlreichen Lampions geschmückt. Am Sonntagmorgen wurde das stattliche Fürsten- schloh unter Führung von Prof. R o e s ch e n besichtigt. Die Burg erscheint urkundlich 1279 als Birsinstein". Sie liegt auf einem steil aufsteigen­den Bergrücken in einer Höhe von 262 Meter. Don der alten Ringmauer ist nur noch die West­seite erhalten. 3n der Hauptsache gehört das gegenwärtige Schloß der Mitte des 18. 3ahr- hunderts an. Ungemein reizvoll ist der 3nnenhof. Um 7 Uhr fuhr man nach Wächtersbach. Hier zeigte Professor R o e s ch e n das stattliche Grafenschloß, das 1236 urkundlich auf tritt und mit vier Rundtürmen an den Ecken, ursprünglich als Wasserburg angelegt war. Darauf fuhr man nach Gelnhausen, wo Prof. Roeschen die Kaiserpfalz, die alte Stadtbefestigung, dasroma­nische Haus" und die Marienkirche zeigte. Um 1 Uhr fuhr man nach Büdingen. Hier zeigte der Ehrenvorsitzende des Zweigvereins, Prof. Weißbart, die großenteils noch wohlerhaltene Stadtbefestigung. Auch das prächtige fürstliche Schloß wurde besichtigt. Nach leiblicher Stärkung nahm man die Bahn bis Hungen, von wo der Abendzug die vom Ausflug trotz der ungewöhn­lichen Hitze hochbefriedigten Wanderer in das Heimatstädtchen zurückführte.

* Laubach, 22.3uIL Am Freitag fand in Laubach eine Sitzung des Vorstandes des Kreisvereins Schotten der Deutsch­nationalen Volkspartei statt. Auf Vorschlag des bisherigen ersten Vorsitzenden, Pfarrer D. Fritsch, Ruppertsburg, wurde Oberpostsekretär a. D. Kühn, Wetterfeld, zum ersten Vorsitzenden gewählt. Pfarrer D. Fritsch bleibt jedoch auch weiterhin als Beisitzer im Vorstand, der im übrigen keine Veränderung erfährt. Nach Besprechung einer Reihe weiterer organisatorischer Fragen ergriff der erste Pro­vinz-Vorsitzende, Studienrat Dr. Lenz, Gießen, das Wort zu längeren Ausführungen über den Voung-Plan, dessen Nachteile, auch gegen­über dem Dawes-Plan, er erläuterte. Da große Teile des deutschen Volkes sich gegen diese neue langjährige Versklavung sträuben, von dem herr­schenden System aber kein Widerstand zu er­warten sei, bleibe als letzter Weg nur ein Volksentscheid übrig. Es wurde darauf be­schlossen, entsprechend den Maßnahmen des in Berlin gebildetenReichsausschusses für das deutsche Volksbegehren" auch im Kreise Schotten alle Vorbereitungen zu treffen, um das Volks­begehren zu organisieren und ihm zu einem vollen Erfolge zu verhelfen. Nach einer Aus­sprache über die herannahenden Kommunalwahlen wurde die Sitzung geschlossen.

Kreis Alsfelv.

WSN. Alsfeld, 23. Juli. Bei dem schweren Unwetter, das wie von uns gemeldet am Samstag in der Mittagszeit über dem nordöstlichen Vogelsberg niederging und in Alsfeld, sowie in Lauterbach und Umgegend erheblichen Schaden an­richtete, schlug, wie jetzt noch bekannt wird, der Blitz in das Grundstück des Landwirts Sauer in Strebendorf ein und zündete, wodurch das Wohnhaus mit Nebengebäuden in Asche gelegt wurde und eine Kuh und eine Ziege im Stalle durch den Blitz den Tod fanden. Ferner wurden durch Blitzschlag die S ch e u n e und Stallungen des Wagnermeisters Schrimpf in Storndorf eingeäschert.

'S' Homberg a.d.Ohm, 23.Juli. Den gestei- gerten wirtschaftlichen Verhältnissen Rechnung tra­gend, läßt die Reichsbahnverwaltung den Bahn- Hof Neuhaus wesentlich vergrößern. Die um­

fangreichen Erdarbeiten werden durch die Firma Ruckelshausen (Burg - Gemünden) durchge- führt.

V Otterbach, 23. Juli. Die Gemeinden Otter­bach und Hainbach lassen zur Zeit an der Straße OtterbachRülfenrod ein neues Schulhaus errichten.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

WSN. Wetzlar, 22. 3uli. Heute mittag um 14.40 Uhr wurde der Streckenläufer Heinrich Keiner aus Werdorf bei Wetzlar zwischen den Stationen Werdorf und Aßlar bei der Streckenbegehung von einem Personenzug, der ausnahmsweise auf dem falschen Gleis gefahren wurde, überfahren und getötet. Der Streckenläufer hat anscheinend das Näherkommen des Zuges übersehen.

Wirtschaft.

* 60 Millionen Mark A u s l a n d k r e d i t der Berliner Verkehrs- A.- G. Durch Ver­mittlung der Darmstädter und Nationalbank hat ein unter ihrer Führung stehendes internationales Bankenkonsortium, dem eine amerikanische Gruppe unter Führung von Kuhn, Loeb & Co., Neuyork, eine englische Gruppe unter Führung von I. Henry Schröder & Co., London, ferner die Schweizerische Kreditanstalt in Zürich und die Internationale Bank zu Amsterdam angehören, der Berliner Ver- kehrs-A.-G. einen einjährigen Kredit vop 60 Mil­lionen Mark eingeräumt. Es ist in Aussicht ge­nommen, daß das gleiche internationale Banken­konsortium bei geeigneten Marktoerhältnissen eine Anleihetransaktion für die Berliner Verkehrs-A.-G. durchführen wird.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 24. 3uli. Tendenz: freundlicher. Gegen Schluß der gestrigen Abendbörse konnte man schon eine leichte Besserung verzeichnen, die zu Beginn des -offiziellen Marktes eher noch Fortschritte machen konnte. Es bestand bei der Spekulation trotz des bevor­stehenden Ultimos Deckungsneigung, die sich aber nur auf einige Cpezialwerte erstreckte. Ueber die Besserung im Befinden des Reichskanzlers war man befriedigt und hiervon ging schon eine ge­wisse Beruhigung aus. Aber auch die festere gestrige Neuyorker Börse blieb nicht ohne Einfluß. Die Diskonterhöhungsbefürchtungen der Bank von England, die mit den starken Goldabflüssen in Zusammenhang gebracht werden, traten ziemlich in den Hintergrund. Das Ausland soll sich auch wieder verschiedentlich am Geschäft beteiligt haben, so daß die Umsahtätigkeit in einigen bevorzugten Werten etwas größeres Ausmaß annahm. Bei freundlicher Stimmung ergaben sich gegenüber der gestrigen Abendbörse überwiegend Erholun­gen von 1 bis 2 Prozent. Die in letzter Zeit stark vernachlässigten Elektrowerte traten etwas mehr in den Vordergrund. Führend waren Berg­mann mit plus 2 Prozent und Schuckert mit plus 2 5 Prozent. AEG. gewannen 0,5 Prozent, Licht & Kraft 1 Prozent. Siemens blieben ver­nachlässigt. Eine Erstnotiz kam nicht zustande. Auch 'Z.-G.-Farben konnten sich Inefer zuversichtlichen Stimmung anschließen, doch trat hier nur ein ganz geringer Ge­winn ein. Scheideanstalt gaben dagegen 0,75 Prozent nach. Montanwerte lagen vernach­lässigt. Mannesmann und Phönix eröffneten bis zu 1 Proz. fester. Rheinische Braunkohlen lagen dagegen angeboten und 1,5 Proz. schwächer. Danken und Schiffahrtswerte waren meist leicht gedrückt. Glanzstoffaktien konnten sich auf dem erhöhten Kursniveau von gestern nicht ganz behaupten und gaben 1 Proz. nach. Einiges 3nterefse bestand noch für Deutsche Linoleum, Metallgesellschaft, Zellstoff Aschaffenburg. Ren­ten gefchäftslos. 3m Verlaufe konnte sich der Geschäftsumfang weiter ausdehnen. Desonders den Elektrowerten wurde verstärktes 3ntereffe entgegengebracht, AEG. ge­wannen erneut 1,5 Proz. und Siemens konn­ten 1 Prvz. anziehen. Schuckert blieben auf dem höheren Stand behauptet. Nachfrage erstreckte sich jetzt auch auf einige andere Werte. 3m all­gemeinen traten Besserungen bis zu 1 Proz. ein. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 Proz. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1940, gegen Pfund 20,3250, London gegen Kabel 4,8538, gegen Paris 123,8450, gegen Mailand 92,76, gegen Madrid 33,30, gegen Holland 12,1060.

Berliner Börse.

Berlin , 24. 3uli. Die Tendenz im heutigen Vormittagsverkehr hakte viel Ähnlichkeit mit der gestrigen. Wieder einmal war man im Grunde

freundlich gestimmt, zumal man aus bet vorliegenden Momenten eine Anregung festzu, stellen glaubte. Zu Beginn der Börse blieb aby die Orderlosigkeit vorherrschend und kleines An. gebot vermochte schon am Markte eine unein. herrliche Kursentwicklung herbeizuführen. Mai diskutierte viel über die Möglichkeit einer Dis. konterhöhung für London (auch gestern muht, die Dank von England 660 000 Pfund Sterling Gold abgeben), jedoch wird in gut informierte, Dankkreisen damit gerechnet, daß auch morgei eine Veränderung des Satzes nicht eintreten wich Ein zweiter Unsicherheitsfaktor war die Un, einigleit zwischen England und Frankreich hin. sichtlich der Reparationskonferenz. Für die Fest» setzung des Reportgeldsatzes, die heute durch die Danken vorgenommen wird, ist mit einet kleinen Erleichterung (etwa 0,25 Prozent) zi. rechnen, doch hatte auch das zunächst keinen Ein. fluh auf die Tendenz. Zu den ersten Kursen hat. len nur wenige Papiere größere Veränderungen auszuweilen. Durch schwache Haltung fielen RWE. mit Minus 3,75 Proz., Glanzstvff mit minui 4 Proz., und Salzdetfurth mit minus 2,5 Prvz. auf. Dagegen eröffneten Gesfürel plus 2,25 Proz., Calmon Asbest plus 1,5 Prozent und Schuckert plus 1 Prozent etwas fester. Deutsche Anleihen uneinheitlich. Ausländer gehalten. Pfandbrief. markt luftlos, doch eher weiter etwas gefragt Der Geldmarkt zeigte nur geringe Veränderun­gen. Die rechtzeitigen Ultimovorbereitungen lie­ßen den T a g e s g e l d s a h auf 6,5 bis 8,5 Pro. zent zurückgehen. Monatsgeld aber mit 9 bis 10,5 Prozent gesucht, und Warenwechsel tour- den mit 6,9 bis 8 Prozent genannt. Wenn baS Geschäft auch im weiteren Verlaufe nicht zu- nahm, so konnte sich doch eine etwas freund­lichere Stimmung durchsetzen. Die Spekulation nahm die erwarteten Deckungen zum Ultimo vor. Vor allem regte aber d i e fest, Haltung der Bergmann-Aktien an die auf Käufe einer Großbank um 4 Prozent anziehen konnten. Die alten Gerüchte von einer bevorstehenden Kapitalerhöhung (auch von einer höheren Dividende wollte man wissen) tauchten wieder auf. Glanzstoff konnten ihren Anfangs. Verlust wieder zuruckgewinnen. Auch die Schiff, fahrswerte waren etwas erhöht. 3m allgemeinen betrugen die Kursgewinne im Verlaufe aber nur 0,5 bis 1 Prozent etwa.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M, 24. 3uli. Der Produk. tenmarft verkehrte in ruhiger Haltung Die schwä. cheren Auslandnotierungen ixrftimmten, so daß sich das Geschäft in kleinem Rahmen betoegti und es traten bei verschiedenen Getreidesorten aus diesem Grunde Rückgänge ein. Das Angebot von 3nlandware war reichlich. Die Preise waren auch hier meist leicht nachgebend. Es wurden notiert: Roggen 22,50; Hafer, inländischer 22,75 bis 23; Mais (gelb) für andere Zwecke 22,75: Weizenmehl, süddeutsches. Spezial 0 38.75 bis 41,50; Roggenmehl 30,60 bis 32; Weizenkleie 11.251 bis 11,50; Roggenkleie 12,75 Mark. Tendenz ruhig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 23. 3uli. Die Hausse an den nord- amerikanischen Terminmärkten führte an der heu­tigen Produktenbörse zwar zu einer Befestigung der Weizenpreise, das Geschäft bewegte sich jedoch weiterhin in ruhigen Bahnen. Auf Basis bet zum Teil beträchtlich erhöhten Cifofferten für Auslandweizen kamen Umsätze kaum zustande Für 3nlandweizen waren im Vormittagsverkehi für Herbstlieferung etwa 4 Mk. höhere Preist genannt worden, während Roggen neuer ©mit nur leichte Preisbesserungen verzeichnen konnte Das Angebot auch in Roggen alter Ernte ho! sich etwas verringert, war jedoch, gemessen an der Nachfrage ausreichend. Am Lieferungsmarkt war Weizen in den Herbst sichten anfangs 4 Ml fester. Roggen konnte lediglich per Oktober 2,5' Mark höher eröffnen. Weizenmehl hatte in den Vormittagsstunden bei unveränderten Preisen, kleines Geschäft, an der Börse war die Stim-I nrung sehr ruhig. Hafer und Gerste bei aus- reichendem Angebot aber geringer, Kauflust ruhig.

Letzte Nachrichten.

Schwere Explosionskaiastrophe.

Berlin, 24. Iuli. (T.U.Drahlberichl.) heilt, mittag ereigneten sich in den Sauer ff offroer ken in Berlin - Borfigroalbe mehren schwere Explosionen. (Eine 100 Bieter hohl Stichflamme schlug aus dem Fabrikgebäude empor. Blan spricht von vielen Toten. Die Lxplofionen dauern an. Nähere Einzelheiten sind noch nicht be- fannt

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt

Telegraphische Auszahlung.

29,75

1,65

23

1,8

7,7

124,5

123,75

117,25

Banknoten.

160,25

314

314,25

314

184,6 276

116,5

125

128

184,6

277

170,25

155

160,5

117,9

126,5

128 212,5 184,75

278 170,5 155,5 160,75

23,25

20

123,75

191

165

117,9

126,4

128,25

213

184,75

274,75

170,75

155,13

160,75

8111g. Deutsche Eilenbahn Hamburg-Amerika Paket Hamb.-Südam. Dampssch. Hansa Dampsschiss . . . Norddeutscher Lloyd . . Slllg. Deutsche Eredilanst. Barmer Bankverein . .

Berliner Handelsgesellsch. . . Commerz, und Privat-Bank . Darmst. u. Nationalbank . . Deutsche Bank......

Diskonto-Gesellschast Ant.. . Dresdner Bank......

Mitteldeutsche Kreditbank . . Mclallbank........

Reichsbank........

7,9

7,65

7,65

7,65

23,25

22

1,8

io 10

12

11

12

10

10 10

. 9

. b

12

1,8

7,75

4% Schweiz. Bundesb.-Anl.. . .

4% Oesterreichische Goldrte.. . .

4,20% Lcslerr. Sllberrte.....

4% Oesterreich, einheitl. Rte. . .

4% Ungarische Goldrte......

4% Ungarische StaatSr. v. 1910 .

4l/i% beigl. 6on 1913.....

4% Ungarische Kronenrte.....

4% Türk. Zollanreihe v. 1911 . .

4% Türkische Bagdadbahn-Anl., Serie I...........

4% deLgl. Serie II.......

4% Rumänen convcrt. Rte. . . .

4/i% Rumänen Goldanl. von 1913

. *Yi . . 8 . . 8 . 10 . . 8

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

ter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschloffenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Brief

16,477 168,44

22,04 111,94

59,24

2,50 112,47

80,92 61,12 12,43 73,13

a. M.

Geld 16,417 167,76 21,96 111,50 59,00

2.48 112,03 80,60 60,88 12,37 72,83

&ranjöiif*e Noten.....

Holländische Noten......

(italienische Noten......

Norwegische Noten......

Deutsch-Oeslcrr, ä 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten.......

Frankfurt a M.

Betin

Schlug- finre

l-Ubr Rute

Schluß. flute

Anfang Kure

Datum

23.7.

24-7-

23.7.

24.7.

A.G.G........

. . . . «

197

197,25

nr

197

Bergmann.....

. . . . 9

222,75

224,75

223

224

Gicht. Liescrungen. .

. . . 10

155

154,25

Licht und ÜTQft . . .

. . . 10

209,5

210,5

209,5

209,75

Prellen & Guilleaume.

. . . . 6

137

136

135,4

Ges. s. Elektr. Untern..

. . . 10

208

210

207,75

210

Hamb. Gleltt. Werke .

. . . 10

139,75

140

Rhein. Gleltt.....

. . . . 9

147,13

Schles. Gleltt.....

. . . 10

188,5

188

Schuckert......

. . . . 8

231

228,75

229,75

Siemen« & Halske . .

. . . 12

387,5

387

386,5

TranSradio.....

. . . . 8

_

Lahmeyer 4 Go.. . .

. . . 10

167,5

168

Buderu«......

. . . . 5

75

_

75

Deutsche Grdöl . . .

. . . . 6

115,65

116

Gssener Steinkohle . .

. . . . 8

135

136,25

Gelsenkirchener . . .

f- Y1 3 4

138

138,4

138,13

Harpenet......

. . . . 6

147

147

Hocjch Gisen.....

. . . . 8

133,25

133

Ilse Bergbau ....

. . . . 8

213

212

212,5

Rlödnerroerle ....

. . . . 7

111

110,9

111,5

Köln-Neuesten....

. . . . 9

129,5

129,25

Mannesmann....

. . . . 8

121,5

122,5

121,5

120,25

Mansselder.....

. ... 1

136,5

136,4

108,4

109

105.4

Lbersch'.es. Gisenb. Bedats . . . b

88

Oberschles. Kokswetke.

. ... 6

108

Phönix Bergbau. . .

- . 6Vi

105,25

105,5

105,13

Rheinische Braunkohlen

. . . 10

299

297,5

298,25

998

Rheinstahl . . . % Jahr 4N

Riebeck Montan......7,2

125,75

225,75

126

126

Bereinigte Stahlw. . Otavi Minen .... Kali Aschersleben . .

. . . . 6

. . . 2 sh

113,5

113,75

64,13

236,5

113,5

64,13

236,5

241,75

496,25

. . . 10

237

_

Kali Westeregeln. . . Kaliwerk Salzdetfurth

... 10

. . . 16

398

240,75

398,75

I. 0. Fatben-Industtie Dynamit Nobel . . . Scheideanstall....

. . . 12 . . . . 6

225,5

-

225,25

225

. . . . 9

158,75

153

Goldschmidt ....

. . . . b

76

75,25

85,5 125

76

95,5

127

Rütgerswerkc .... Metallgesellschast. . .

. . . . e . . . ii

85,5

124,5

85

126

.^ranksutt a M

Berlin

Schlub- Kur«

1 Uhr- Kur«

Schluß- Rure

Anfang Kure

Datum

23.7.

24-7.

23 7.

24 7.

5% Dt. Reichsanleihe o. 192 < .

Dt. Anl.-AbUst.-Schuld mit AuS-

87,25

87,5

los.-Rechlen.........

51

51

51,1

Desai, ohne Auölos.-Rechte . . . 7% Franks. Hyp.-Bk. Goldps. un-

9,65

9,5

9,6

kündbar bis 1932.......

*V*% Rheinische Hyp.-Bank Liqu.-

83,5

Goldps..........

A.G.G. abg. Borktiegi-Obligation.,

78,05

rückzahlkar 1932 .......

87,5

FtankfuNa.M.

Berlin

Schlub- Kuts

l-Ubr- Kurs

Schluß- Kurs

Anfang Rur»

Datum

23.7.

24-7.

23.7.

24 7.

Philipp ..............

Heidelberger Gement .... 10

Gement Karlstadt......8

Wayb 4 Freitag......10

Schultheis Pahenhoser ... 15

Ostwerke.........12

£3et. Glanzstosf......18

Bemberg.........14

ßellftofr Waldhof.....12

Zellstois Aschassenbuta ... 12

Chatlotlenburger Wasser ... 7

Dessauer Gas........8

Daimler Motoren......0

Deutsche Maschinen-Fabrik . . 0

Adlerwerte Kleoet......6

Ludw. Loewe.......10

Nat. Auto m obst.......0

Dtetirtein 4 Koppel.....6

Leonhard Tiey.......6

Bamag Meguin.......0

Franks. Maschinen......6

Gripner.........11

Heyliaenstaedt .......0

Iunghans..........4

Lechwetke..........8

Mainttastwerke.......8

Miag...........10

Nekars ulmer........8

Beters Union........8

Gebt. Roeder.......10

Boigl 4 Haeffner......8

Südd Zucker........8

11 1 S 1 f S? 1 1 S 1 in 1! 1 1 1 1 1 3 1 1 S 1 1 1 1 1 1 1 1

S - w - S 3

100

397

155,25

150

110

307

234,5

396

308,5 240,75

155,75

197,25

53,75 54 50

197

22 91

216

54

68,5

64,25

123,5

120

222 150

305,25

392

307

236,5

196,25

53,25

_

216,5

123,75

23. Juli

24. Juli

Ärmliche Notierung

Geld l <8 rief

Amtliche Geld

Notierung 6rteL

Amft.'Nott.

168,11

168.45

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168,44

Buen.-Aires

1,759

1,763

1,758

1,762

Brfl.-Antw-

58,23

58,35

58,24

58,36

Thristionia.

111,68

111,90

111,68

111,90

Kopenhagen

111,70

111,92

111,69

111,91

Stockholm . helsingforS. rttaHcn . . . London. . .

112,31

112,53

112,28

112,50

10,528

21,915

10,548

21,955

10,531

21,92

10,551

21,96

20,339

20,379

20,336

20,376

Neuhork . .

4,190

4,198

4,191

4,199

Paris. . . .

16,42

16,46

16,415

16,455

Schwei, . .

80,61

80,77

80,62

80,78 j

Spanien .

61,09

61,21

61,05

61,17

Japan . . . Mio de Jan.

1,936 0,497

1,940

0,499

1,931 0,496

1,935 0,491

Wien in D-«

Ceft. abgeft

59,015

59,135

59,01

59,13

Prag - -

12,40

12,42

12,399

12,419

B.-lrrad . .

7,355

7,359 .

7,360

7,374

Budapest - .

73,04

73,18

73,03

73,17

Bulgarien .

3,032

3,038

3,037

3,043

Lissabon . .

18,7«

18,82

18,75

18,79

Danzig. . . Konstantin.

81,33

81,49

81,32

81,48

2,018

2,022

2,015

2,019

Athen. . .

5,415

5,425

5,42

5,43

Tanada . .

4,174

4,182

4,176

4,189

Uru.uah. .

4,116

4,124

4,096

4,104

Cairo .

20,86

20,90

20,855

20,895

Berlin, 23. Juli

Ö)eld

Brief

Amerikanische Noten.....

4,168

4 1 RR

Belgische Noten........

58,23

58,47

Dänische Noten........

111,43

111 »7

Englische Noten........

20.305

20.385

!lr.^ SSg

Ti! 31«

Die5 lllonal^ 0 90 * lohn, auch Ichein-n "A infolge y «"K 51. *

Ansch<^ zronlst^

21m 27.Su sand in > KeU°gp° in Krall » Signatarmac ameritanW terlegt W pan begegn weil Aertra und nicht s können. Di aus dem - klärung der Zeichnung d (Übergabe wurde. Da, damit trat scheu sind I so daß es i aus Jnneha! haben. 6s i sache aufmei Rußland, Kompshähne stehen, gleili und sich ö Anwendung keinen Sebra eigentlichen ( Majtjetzunk eine schwere

Die amer den bamali dein Pali V Urheber un Deshalb ho len von ÖIi Unterzeichn übernomme sekretär 6 haben die Vertrages t r.utjt, zu bei Krcpö in W drdstdrni v v ßvvper < gesandt, da Tiresem lon getan, lönlich im zeichnuna Kellogg Berlin, 6< wirkungsvc von der l ihres Gedc jetzt wieder Zusammen^ Botschafter Zu einer auf &ei Lebergc We Heidelbi «rwähnung vereinigt hat

Man hat i Pötlelt. Und rneöfertige @ an. dem Tage Mtzi wurde nahen und je unserer (?rbe rung Hai in 'hr auf @ru rung jn JOina und

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