Ausgabe 
24.6.1929
 
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Protos 1 (5); Stoewer 1 (4); Deneral-MotorS 1 (4); Minerva 2 (3); Paccard 2 (3); Adler 1 (3); Rolls Roys (2); Isotto Fraschini 1 (1); Gra­ham Paige 1 (3); Stutz 1 (1); Austro Daimler 1 ;(1); Mannesmann 1 (1); Steyr 1 (1); Pierre Arrow 1 (1).

Mrlsch-st.

Anhaltende Erleichterung am Geldmarkt.

Die Rückkehr normaler Verhältnisse am Geld­markt hat in der Derichtswoche weitere Fort- schritte gemacht. Vorübergehende Versteifungs- »erscheinungen, hervorgerufen durch die Abwick­lung des Medio und vor allem durch die An­forderungen des rheinischen Zahltages vom 20. d. M., können den Eindruck nicht verwischen, daß die Erleichterung de r G e l d Markt­lage weiter gewachsen ist. Die Vorbe­reitungen für den Ultimo, der diesmal gleich­zeitig Halbjahresultimo ist, werden mit größter Sorgfalt ohne besondere Schwierigkeiten fort­gesetzt. Das Geschäft am Privat diskont- martt war nur sehr gering; dies hängt Wohl damit zusammen, daß die Sätze des Geldmarktes infolge der hohen Bankzinsen trotz der offensicht­lichen Erleichterung auf einem hohen Stande bleiben. Solange die VankUnsen nicht dem Dis­kontsatz angepaßt werden, o. h. in ihre normale Relation zu diesem gebracht Werderi, wird hierin keine Aendcrung eintreten. Die Forderung nach Rückgängigmachung der Verte u e - rung der Vankzinsen ist daher eine selbst­verständliche, zumal da von Krcditrestriktionen der Reichsbank nicht mehr die Rede sein kann. Es ist anzunehmen, daß die Banken unmittelbar nach dem Ultimo einem entsprechenden Beschluß näher­treten werden. Denn nach der Ueberwindung des Ultimo wird auch die Politik der Reichsbank klar festgelegt werden können. Die Entwicklung am Devisenmarkt seit dem Medio läßt den Schluß zu, daß die Reichsbank auch weiterhin größere Devisenbeträge aufnehmen konnte, so daß sie durchaus für die Ansprüche des Halbjahrs- Ultimo gerüstet ist. Hinzu kommt die S ich er­st ellungdesKassenbedarfesdesRei- ch e s durch den Abschluß eines 50-Mill.-Dollar- Kredites mit einer deutschen Bankengruppe. In­folgedessen braucht das Reich den Geldmarkt zum Ultimo nicht in Anspruch zu nehmen, es käme nur die Ausgabe von Reichsschahwechseln in Betracht, deren Umfang aber, da das Kontingent bereits stark ausgenuht ist, nur gering sein kann. Da sonst die Ultimo-Vorbereitungen früh und um­fangreich begonnen haben, ist mit einer glatten Ueberwindung des Ultimo zu rechnen. Cs kann sogar, wie schon einmal, der Fall ein­treten, daß sich eine Ueberdispotion herausstellt. Befürchtungen hinsichtlich einer Diskonterhöhung der Dank von England haben sich als nicht be­rechtigt ergeben, da sie in der Lage ist, aus ihrem erheblichen Goldbestand auch größere Gold- abgaben vorzunehmen. Auslandgeld wird in letzter Zeit wieder verstärkt angeboten, allerdings zu Zinssätzen, die bei der wachsenden Erleichterung des deutschen Geldmarktes als zu hoch bezeichnet werden müssen.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 22. Juni. (Großhan­delspreise unverzollt und ohne Fracht.) Die allgemeine Tendenz war stetig. Nachstehende Preise waren zu hören: Bulgarische 9,25 bis 9,75, Holländische 9,5012,50, Jugoslawische 9,75 bis 9,90, Polnische 7,608,20, Russische 8.75 bis 10,00, Dänische 10,0012,75, Belgische 10,00 bis 10,50, Französische 10,00-11,00, Schlesische 9,50 bis 10,25, Bayerische 9,7510,00, Norddeutsche 9,7510,50, und Rumänische 9,759,00, alles pro Stück in Pfennigen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 24. Juni. Tendenz gedrückt. Auch zu Beginn der neuen Woche war keine w e - fentliehe Geschäftsbelebung festzuftellen, da Anregungen fast gar nicht vorlagen. Hinsichtlich des bevorstehenden Ultimos war man zurückhaltend und schritt eher zu Abgaben; es ergaben sich zu­meist Abschläge bis zu 2 v. H. Auch der wieder a n - gespannte Geldmarkt wirkte nachteilig, zu­mal gegen Monatsende eine fühlbare Anspannung eintreten dürfte. Man befürchtet, daß sich dies un­günstig auf die Ultimoentwicklung auswirken könnte. Die Abgabeneigung nahm aber nur in einigen Wer­ten größeres Ausmaß an. Am Elektromarkt waren Schuckert mit minus 2 v. H. etwas stärker angeboten. Siemens verloren 1,5 v. H. AEG. und Mansfelder blieben knapp behauptet. Licht 8t Kraft eröffneten kaum verändert. Am Chemiemarkt war das Ange­bot heute nicht sehr groß. Farben gaben 1,25 v. H. nach, Scheideanstalt aber gut behauptet. In Harpe- ner lag am Montanmarkt ziemlich Angebot vor, so

Harriman in Oberschlefien.

Die von der W. A. H a r r i m a n & C o. Inc. vor Jahresfrist eingeleiteten Verhandlungen über eine Einflußnahme auf einen Teil der polnisch­oberschlesischen Eisenindustrie Harriman sind zu einem vorläufigen Abschluß gekommen. Die Firma W. A. Harriman & Co Inc. gründete vor kurzem unter Mitbeteiligung anderer Reu- yorker Banken dieConsolidated Sile - sian Steel Corporation", eine Gesell­schaft, welche mit. einem Kapital von 300 000 Stück Vorzugsaktien ohne Nennwert und 1 250 000 Stück common shares ausgerüstet ist. Diese Ge­sellschaft erwarb die Majorität der Ver­einigten Bismarckhütte und Katto- w i h e r QI.-®, und ebenfalls die Majorität der Vereinigten Königs- und Laura- Hütte. Wegen Erweiterung dieses Besitzes ver­handelt die Consolidated Silesian Steel Corpora­tion noch mit einer anderen Aktionärgruppe. > Die Auflegung einer Anleihe zugunsten der ober- I

schlesischen Werke ist bei Eintritt einer günstigen Lage des Neuyorker Marktes in Aussicht ge­nommen. Den Vorsitz in der Consolidated Sile­sian Steel Corporation führt W. QI. Harri­man persönlich. Ferner gehören dem Board of directors an: Percy Rockefeller, George S. Franklin in Firma Cotton & Franklin, F. QI. Goodhue, Präsident der International Accep- tanctz Bank, P. N. Paul, Vizepräsident der 2. Henry Schroeder Trust Company, G. H. Wal- kek, Präsident der W. QI. Harriman & Co. Inc., und Irving Rossi, Vizepräsident der W. QI. Harriman & Co. Inc. Der Eintritt der Harri­mangruppe bedeutet in keinem Falle die völlige Ausschaltung der bisherigen Interessenten, viel­mehr wir- die Harrimangruppe mit den bis­herigen Gruppen eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Erweiterung der Unternehmun­gen anstreben.

I.-G.-Farben-Tagung.

Am Samstag fand in Frankfurt a. M. die or­dentliche Generalversammlung der I. - G. - Farbenindustrie statt. Dabei wurde einlei­tend folgender

Bericht von Geheimrat Bosch erstattet: Innerhalb der I.-G. und des Leunawer- kes wurden im Geschäftsjahr 1928 rund 3 4 8 Millionen Mark an Löhnen und G e - hältern gezahlt. An sozialen Lasten, zu deren Tragung die Firma gesetzlich verpflichtet ist, wurden 18,5 Millionen Mark oder 5,32 v. H. der Brutto-Lohn- und Gehaltssumme gezahlt. Dazu kommen noch die übrigen freiwilligen Wohlfahrtsausgaben einschließlich Pen­sionskasse in Höh« von 28,7 Millionen Mark gleich 8,26 v. H. der Lohn- und Gehaltssumme Das er­gibt insgesamt Aufwendungen von 47,2 Millionen Mark, oder 13,58 v. H. der Lohn- und Gehalts­summe, oder 433,90 Mark auf den Kopf der Durch­schnittsbelegschaft.

Die Geschäftslage des Unternehmens ist trotz der wenig befriedigenden allgemeinen wirt­schaftlichen Berhältnisse in Deutschland als durch­aus günstig zu bezeichnen.

Die Arbeiten über Hydrierung von Kohle und Teeren sind auch im Jahre 1928 plan­mäßig fortgeführt worden. Wir werden die bis­herige Produktion an Benzin im Laufe dieses Jah­res weiter steigern können.

Der Absatz des Leuna-Benzins vollzieht sich glatt, und das Produkt erfreut sich eines sehr guten Rufes auf dem Brennstoffmarkt.

Die von der Standard Oil Company of New Jersey errichtete Versuchsanlage zur Verarbeitung von Destillations - und Krackrückständen und asphalt- und schwefelreichen Oelen nach unserem Verfahren ist mit Erfolg in Betrieb genommen worden. Eine Großanlage der Standard Oil Com­pany soll bis Ende dieses Jahres in Betrieb kommen.

Die formellen Verhandlungen über ein Z u fammengehen mit der Standard O i l Company of NewJerfey find soweit durch­geführt worden, daß der Abschluß des Vertrages demnächst erfolgen kann.

Die Anwesenheit des chilenischen Finanzministers Don Pablo Ramirez in Berlin gab Veran­lassung, die Lage der S t i ck st o f f w i r t s ch a f t der Welt mit den chilenischen Herren zu besprechen. Die Besprechungen werden noch fortge­setzt mit der Absicht, in Zukunft die großen Ge­meinschaftsfragen zwischen der chilenischen Salpeterindustrie und der s y n t h e t i - sch en Stickstoffindustrie nicht mehr ge­trennt, sondern zusammen zu behandeln.

Oie Aussprache.

Nach den Ausführungen Geh.-Rat Boschs ver­langte Aktionär Dr. T e n h a e f s (Köln) nähere

Einzelheiten über die Vorräte der Gesellschaft, die Umsätze, namentlich auf dem Gebiete der Kunst­seide, die wahrscheinlich oorgenommenen Thesau­rierungen und über die Neugründungen in der Schweiz und in Amerika. Die Publizität im Ge­schäftsbericht sei gegen das Vorjahr zwar etwas gebessert, es bleibe aber noch viel zu wünschen übrig. Die Masse der Kleinaktionäre, die schätzungs- weise noch mit einem Drittel am Aktienkapital be­teiligt sei, hätte Anspruch auf eine klare Darlegung der schnellen und anscheinend günstigen Entwick­lung des Konzerns. Sodann forderte Dr. len« haeff eine Herabsetzung der A. R.-Tantieme; es müßten mindestens 6 v. H. Vordividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden, bevor die Tan­tieme vergütet werde.

Der Vorsitzende, Geheimrat D u i s b e r g , er­klärte in seiner Erwiderung, daß die Gesellschaft schon an die äußerste Grenze der Publizität ge­gangen sei. Eine Angabe weiterer Zahlen sei mit Rücksicht auf die Konkurrenz unmöglich, lieber die beiden ausländischen Neugründungen sei augen­blicklich nicht mehr zu sagen, als bereits in den Pro­spekten enthalten sei. Die Vorräte seien infolge des verspäteten Frühlings und der gesteigerten Produk­tion, namentlich des Stickstoffs, so hoch, im übrigen befleißige sich die Verwaltung, sie möglichst niedrig zu halten. Weder Aufsichtsrat, noch Vorstandsmit« glieder erhielten, im Gegensatz zu Dr. Tenhaeffs Vermutung, Tantiemen von ausländischen Gesell­schaften.

Geheimrat Schmitz erklärte noch, daß die Ver­waltung bestrebt sei, hinsichtlich der beiden Aus- landgründungen, Den deutschen Aktionären genau so schnell Aufklärung zu geben, wie den Ameri­kanern und Schweizern.

Nach einer dann von Geheimrat Dulsberg abgegebenen Erklärung, daß die Beibehaltung der 12prozentigen Dividende aus allgemein wirtschaftlichen Gründen erfolgt sei und daß er auf seiner Weltreise die Ueberzeugung gewonnen habe, daß, besonders in verschiedenen amerikani- schen Kreisen, entgegen der in Deutschland herrschen­den Meinung, das Interesse für Deutschland nicht sehr rege sei, so daß auch schon aUs diesem Grunde eine vorsichtige Dividendenpolitik getrieben werden müsse, zog Dr. Tenhaeff seinen Antrag auf eine Erhöhung der Dividende auf 13 v. H. zurück.

Die Generalversammlung beschloß hierauf ein­stimmig die Verteilung einer Divi­dende von 12 v. H. (wie im Vorjahre).

Der Vorsitzende entzog nach Befragung der Versammlung Dr. Tenhaeff das Wort, der, wie bereits in der vorjährigen Generalversammlung, Angriffe gegen Verwaltungsmitglieder richten wollte. Er stimmte gegen die Entlastung von Vor­stand und Aufsichtsrat und gab Protest zu Protokoll.

daß hier ein Verlust von 2,5 v. H. eintrat. Die übri­gen Werte dieses Marktes gaben bis zu 2 v. H. nach. Nur für Mansfelder erhielt sich lebhaftes Inter­esse, bei einer Besserung von 2 v. H. Banken lagen meist bis 1,5 v. H. niedriger. Nur Commerz-Bank gaben etwas nach. Reichsbank waren nach der Ab- schwächungg an der Samstagsbörse rege gesucht und 1,25 o. H. fester. Am Automarkt eröffneten Daimler 1,5 v. H. höher. Adlerwerke bis 1,75 v. H. schwächer. Die höheren Absatzzifsern hatten am Kalimarkt keine Anregung zur Folg«. Es traten hier Rückgänge bis zu 2 v. H. ein. Am Glanzstoffmarkt schrumpfte das Angebot ein, doch traten infolge der allgemein

schwächeren Lage Rückgänge bis zu 2 v. H. ein. Ren­ten still. Deutsche Anleihen leicht gedrückt. Von Ausländern Anatolier etwas gesucht und höher. Im Verlaufe schrumpfte die Geschäftstätigkeit noch mehr zusammen, doch wurden auf der anderen Seite ver­schiedentlich Rückkäufe vorgenommen, so daß sich das Kursniveau um Bruchteile eines Prozentes bessern konnte. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6,5 v. H. erneut leidster und eher angeboten. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1910, gegen Pfund 20,321, London gegen Kabel 4,8480, gegen Paris 123,95, gegen Mailand 92,66, gegen Madrid 34,20, gegen Holland 12,0740.

Berliner Börse.

Berlin, 24. Juni. Nachdem es vormittags von Bureau zu Bureau noch eher freundlicher ausgefehen hatte, zeigten die ersten Notierungen der heutigen Mittagsbörfe wieder Neigung zur Schwäche. Der Grund hierfür waren Wohl weniger verstimmende Momente, als noch vorgenommene Positionslösungen und Prämienverkäufe zum morgigen Liquidationstage. Das Geschäft war wieder äußerst gering, da die Qlufträge seitens der Spekulation einen Tag vor der Schiebung nicht groß waren, zumal, wie man hört, die Verbilligung des Reportgeldsatzes um 0,5 Proz. mehr als ausgeglichen wird durch die Länge des nächsten Monats. Kaliaktien waren, obwohl der weiter steigende Kaliabsah mit 'Befriedigung festgestellt werden konnte, nicht erwähnenswert lebhaft. Bei Montanwerten konnte sich die Ab- lehnung des Ruhrschiedsspruches seitens der Qlr- beitnehmer nicht ungünstig auswirken, da er trotz­dem angenommen werden dürfte. Während die Rückgänge im allgemeinen nicht über 1 Prozent hinausgingen, verloren Rheinische Braunkohlen 3 Prozent, AEG. 3,75 Prozent, Löwe 3,5 Prozent, Glanzstoff 4 Prozent und Kautschuk 2 Prozent usw. Reichsbank-Aktien 3 Prozent fester. Auch Maris­felder lagen verhältnismäßig fest, ohne daß eine nennenswerte Kursveränderung eintrat. Man sprach wieder von Aufkäufen in diesem Pa­pier. Der Montanmarkt war im übrigen gut gehalten. Deutsche Anleihen uneinheit­lich. Neubesihanleihe schwächer. Ausländer ge­schäftslos. Pfandbriefmarkt eher zur Schwäche neigend. Geldmarkt wenig verändert. Tagesgeld 6,5 bis 9 Prozent, Monatsgeld 9,5 bis 10,5 Pro­zent. Warenwechsel 8,5 Prozent. Auch nach den ersten Notierungen neigte die Tendenz zunächst noch weiter zur Schwäche, da erneut Befürchtun­gen auftraten, daß Stresemann auch heute nicht im Reichstag sprechen würde. Dieses Mißver­ständnis wurde durch die Untersagung der Rund­funkübertragung seiner Rede hervorgerufen, und als bekannt wurde, daß er bereits gesprochen habe, traten allgemein Erholungen ein, die bei Spezialwerten über 1 Prozent hinausgingen. Reichsbank plus 1,75 Prozent, R.W.E. plus 2,5 Prozent, Salzdethfurt plus 2 Prozent. Nur Farben lagen unter Druck. Teilweise wirkten hier wohl noch die Ausführungen auf der Gene­ralversammlung nach, anderseits war man sich über das Zeichnungsergebnis auf die I.-G- Chemie nicht im klaren und weil man in der Presse lesen konnte, daß trotz der Ueberzeichnung die neuen Aktien außerbörslich bereits zum Emis­sionspreis cmgeboten seien. Auch im weiteren

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 24. Juni. Zum Wochen­beginn hatte die Tendenz ein festeres Aus­sehen, das durch erneut höhere Auslandsnotie­rungen hervorgerufen wurde. Eine nennens­werte Geschäftsbelebung trat jedoch nicht ein. Nur vereinzelte Getreidesorten konnten davon etwas profitieren. Die höheren Forderungen der Provinz wurden nur zögernd bewilligt. Wei­zen, Mais für Futterzwecke, Weizenmehl (nie­derrheinische Qualität) und Roggenkleie bei nachgebendem Preise im Vordergrund. Es wur­den notiert: Weizen 23,75; Roggen 21,75 bis 22; Sommergerste für Drauzwecke 23; Hafen- inländischer, 22, Mais (gelb) für Futterzwecb 20,25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 33 Roggenmehl 28,'529,25; Weizenkleie 10; Roo genfleie 11,25; Erbsen, je nach Qualität fv Speisezwecke 3350; Linsen, je nach Qualitc für Speisezwecke, 40110; Heu, süddeutsches, gul gesund, trocken, 1212,5; Weizen- und Roggen stroh, drahtgepreßt, 5,255,50; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt, 5; Treber, getrocknet, 16,5017. Tendenz: befestigt.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. QU., 24. Juni. Auftrieb: 1565 Rinder (darunter 396 Ochsen, 106 Bullen, 633 Kühe, 430 Färsen), 680 Kälber, 21 Schafe, 4315 Schweine. Es wurden notiert: Rinder (Ochsen): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 60 bis 62 Mk., (ältere) 57 bis 59; sonstige vollfleischige (jüngere) 50 bis 56; (Dullen): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 55 bis 59; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 50 bis 54; (Kühe): jüngere, vollfleischige oder ausgemästete 42 bis 47; flei­schige 35 bis 41; gering genährte 25 bis 34. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 76 bis 79; mittlere Mast- und Saugkälber 70 75; geringe Kälber 62 bis 69. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebend­gewicht 81 bis 83; von etwa 160 bis 240 Pfund 82 bis 84; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 78 bis 81 Mk. Marktverkauf: Rinder langsam, Ueberstand. Schweine ruhig, ausverkauft. Fettschweine schwer verkäuflich. Kälber ruhig, geräumt.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlvffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinssuh 8,5 Prozent.

Frankfurt o. M.

Berlin

granffutt a M.

Berlin

Schluß-

i-ntjp

Schlup

Anfang

Schluß-

1 Uhr-

Schluß-

Anfang-

Rur e

Rute

Kurs

Rute

Rute

Rure

Rute

Rurs

Datum

22.6.

24.6.

22 6.

24 6.

Datum

22.6.

24.6.

22-6.

24-6.

6% $L RekfjSanletlje o. 192 <

87,25

87,5

A.E.Ä........

. . . . 8

192

191,5

191,9

191,75

Dl. Anl^Adldi.-Schuld SU3-

Bergmann.....

. . . . 9

220,5

220,5

220,5

lo).-iHed)tcn

50,9

50,9

51

(äeftr. Lieferungen. .

. . . 10

159

157,9

DeSgl. ohne Auslos.-Rechte

1% granlf. Hyp.-Bk «olbps. un-

10,6

10,5

10,7

10,4

. . . 10

218

218

218

gelten 4 Guilleaume.

. . . . k

134

134,5

134

kündbar bis 1932

85,75

Ges. s. Elektt. Untern..

. . . 10

222

221,5

223,25

223,25

4V,% Rheinische Hyp.-Bank ßtqu.-

Hamb. Elektr. Werke .

. . . 10

139,25

«olbvi.

78,75

Rhein. Elektt.....

. . . . 9

162,5

160,5

6LC.®. ada. Bortrteßfl.Obligation., rückzahlbar 1932

Schief. Elektt. . . .

. . . 10

194

193,25

90

. . . . 8

342

240

240,5

240,25

4% Schwel,. BundeSb^ÄUU..

4% Oesterrelchllche Boldrle.. . .

2,5

30,13

2,6

Siemens & Halske . .

. . . 12

. . . . 8

. . . 10

399

169

397,5

398,5

144,5

170

397,5

145

4,20% Gelten, -silberne.....

4% Oesterreich, einheill. Rtr.

Buderus . . .

. . . . b

73,5

72,75

4% Ungariiche ©olbrte.

23,5

23,5

Deutsche Erdöl . . .

. . . . 6

116

116,4

116,13

4% Ungarische SlaatSr. v. 1910

20.5

Essener Steinkohle . .

. . . . 8

128.25

4ft% desgl. von 1913

22,13

Gelsenkirchener . . .

l. y, 1.4

138,5

137

137

137,25

4% Ungariiche Kronenrle.. .

1,9

1,9

, . . . 6

145,75

143,5

143,65

144,5

4% Türk. Zollanleche v. 1911 . -

8,13

8,15

8,3

Hoesch Eisen.....

. . . . 8

128,25

128,5

4% Türkische Bagdadt-ahu-Anl.,

8,5

. . .. 8

223

220,75

Serie 1

8,1

jusdnerroerte . .

. . . . T

106,75

106,13

105,5

4% desgl. Serie 11

-

8,13

Köln-Neuessen. . .

. . . . 9

126,5

126,25

4% Rumänen conoert Rte. .

Mannesmann . . . .

.... 8

120,5

120

119,9

120

4Vi% Rumänen «olbanL von 1918

17,5

Mansfelder.....

139

142

141,25

Oberschles. Eisend. Bedarf. . . b

84

«Up. Deutsche (SDenbabn 4J4

Hamburg-Amerika Paket . . . k Hamb.-Südam. Dampfsch. . - 6 Hansa Dampllchisj . . 10

Morbbcutfdjer Lloyd ... 9

Wg. Deutsche Cteditanft. . . 10

119,75

110,75

128,25

118,75

110

119,75

151,25

110,65

128,75

119,13

152,25

110,25

128,75

Obetschles. Rokswerke . . . . 6

Phönix Bergbau......5%

Rheinische Braunkohlen ... IO

Rheinstabl s. % Jahr 4%

Riebeck Montan......7,2

Bereinigte Stahl«......e

96

294

127,5

102

944

126

111,13

94,9

294,5

127,5

101

111,25 94,75 291,5

126

101,5

8armer Bankverein 10

Beniner HandelSgesellsch. . 12

Lommerz- uni Privat-Bank 11

Darmst. u. Nationalbank 12

131

224

186

276,5

130,5

224

186,5

131,25

223,5

186

275,25

131

223

186,5

275,5

Roll Aschersleben . . RaH Westeregeln. . . Kaliwerk Salzdetfurth

... 10

... 10 . . . 1b

70,5

243

409

249,5

407

70,5

242,5

250

406,5

241,75

250,5

405,75

Deutsche Bank 10

172,5

171,25

173

172

3. ® Farben.Znvustrtt

... 12

250,75

249,5

250,5

250

Diskonto-Gesellschast DU.. 10

157

157

156,5

Dynamii Nobel . . .

. . . . b

117

Dresdner Bank - - 10

163,5

163

163,5

163,5

Scheideonnalt . . . .

.... 9

160

160

_

Mitteldeutsche dtebitbanl ... 9

Goldschmidt . . . .

. . . . &

75,25

_

-

Rütgerswerke . . . .

. . . . 6

89,5

87,25

88,25

j 87

.................«

330

331,5

331

331,75

Metällgeiellichaft. . .

... 11

128

128

129

1 128,5

Frankfurt a M. |

Berlin

Berlin, 22- Juni

Geld

Brief

Französische Noten.....

- Holländische Noten......

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Deutsch-Oe sterr, i 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten ..

Ungarische Noten . ....

Devisenmarkt Berlin

Telegraphifche

16739?

167,76

21,935

111,33

58,86

2,50

111,98

80,57

58,93

12,40

72,80

- Frankfur Auszahli

16,455 168,44 22,015 111,77

59,10

2,52 112,42

80,89 59,17 12,46 73,10

t cu M.

Ling.

Schluß- l-Uhr Rute Rure

Schluß- Kurs

Anfang. Kurs

Datum

22.6. | 24-6.

22.6.

24 6.

Phllrpp Hvlzmann......<

Heidelberger Gement .... 10

Gement Karlstadt ...... 8

Wayß & Freitag......10

Schultheis Patzenhofer ... 15

Ostmerle.........12

Bet. Glanzstoff ...... 18

Bembetg.........14

Zellstoss Waldbos.....12

Sellftofi Aschaffenburg ... 12

Eharlottenburger Wasser ... 7

Dessauer Gas . . 8

Daimler Motoren......0

Deutsche Maschinen»Fabrik . . o

Adlerwerte Klever......6

Ludw. Loewe.......10

Not. Automobil.......0

Orenstetn & Koppel.....5

Leonhard Tiey.......6

Bamag-Meguin.......0

Franks. Maschinen......6

Grihner.........H

Heyligenstaedt.......0

Lechwerke...... 8

Mainkrastwerke.......8

Mag...........10

Nekarsulmer........8

Peters Union........8

Gebt. Roeder.......10

Voigt & Haesfner......8

Südd. Zucker........8

Dan

112 138

175

446

252,25

187

58

52,75

48,4 70

106

106,13

129

116

144

knoten

444

250,25

185,5

59,25

51

127

143,5

113,5

101,75

312

251

448

347,25

252

186

111,75

212

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50

51,5

205

27,5 91,25 277,5

122

22. Juni

24. Juni

Amtliche Notierung

Geld 1 Briet

Amtliche Geld

Dotierung

Briet

Amfl-» Rott- Bnen.-AtteS Brfl.-Antw. Chrrstiania. Kopenhagen Stockholm - Helsmgfors. Statten. London. . . Ncuyork . . Paris.... Schweiz .. Spanten Japan . . Rio de Ian. Wien in D-- Oest. abgeft Prag Belgrad Budapest. . Bulgarien Lissabon Danzig. . . Konstantin. Athen. . Tanada Uruguay. Tatro

168,11

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'>8,855 12,409

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4,034

20,857

Berlin, 22- Sunt

(Selb

«rief

Amerikanische Not« ..... Belgische Noten .......

Dänische Noten ........ Englische Noten........

4,17 58,04

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4,19

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20,359