Ausgabe 
24.5.1929
 
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Die Wetterlage.

chm zu Besuch weilenden Professor Pollat» sek nur durch eine sofortige Operation, die mit dem Federmesser vorgenommen wurde, gerettet werden. Seitdem hatte sich sein Zustand gebessert und man wollte Balint bereits in seine Billa bringen, als eine plötzlich« Herzschwäche auf- trat, infolge deren er das Bewußtsein verlor und nach wenigen Stunden starb.

der 5. Reichswehrdioision in Stuttgart die franzö­sischen Offiziere auf deutschem Boden herzlich will- kommen.

Löschen in den verschiedenen Stockwerken selbst außerordentlich erschwerte, so daß der Brand nur von der Erde und von den Bachbargebäuden auS schließlich bewältigt werden konnte.

Postautounglück bei Osnabrück.

Am Mittwochabend fuhr in der Bähe des Bahnhofes Teklenburg ein Osnabrücker Post- auto mit etwa 20 Personen infolge Versagens der Bremse gegen einenTelegraphenmast. Bach den bis letzt vorliegenden Meldungen sind zehn Personen schwer verletzt. Der christliche Arbeitersekretär Weißhaupt aus Datteln wurde getötet.

3m Barnen der französischen Fahrt - teilnehrner, die größtenteils in Uniform waren, sprach darauf der stellvertretende Marine- chef im französischen Luftfahrtministerium, Ma. rineingenieur Kahn, in herzlichen Worten sei. nen Dank aus dafür, daß ihnen Dr. Eckener diese prächtige Fahrt zukommen lieh. Die wäh­rend dieser Fahrt gewonnenen Eindrücke würden ihm und seinen Begleitern unvergeßlich bleiben. Auch d i e einzige an Bord befind, l i ch e Dame, die Amerikanerin Miß Mary P i e r g e kam mit den übrigen Fahrtteilneh­mern freudestrahlend und in glänzender Verfas­sung über die Schiffstreppe herunter. Als einer der letzten verlieh Dr. Eckener dentytu Zeppelin" und wurde von feiner Gattin in Emp- fang genommen. Bach dem kurzen Degrühungs- akt leerte sich die große Halle rasch. Die fron- . - , - -, ----

zösischen Fahrtteilnehmer fuhren, ebenso wie die k ü st e eingestellt werden, meisten anderen Passagiere, in Begleitung von Bremer Vulcan in Deg

Bombenanschlag auf das Landratsamt in Itzehoe.

Itzehoe, 23. Mai. (WB.) In der vergan­genen Bacht gegen 2 Uhr wurde gegen das hlesige Lanbratsamt ein Bombenattentat verübt. Die Wirkung war ungeheuer: nicht nur Landratsamt, sondern fast in der gesamten Straßenflucht wurden alle Fensterscheiben zer­trümmert. Im Landratsamt wurden außerdem kwe ganze Reihe von Türen zertrümmert. Man Nimmt an, daß es sich um einen großen Domben- schläger handelt, der offenbar mit einer hoch­gradigen Sprengladung geladen war. Der Land­rat. dem daS Attentat offenbar galt, war nicht anwesend. Der Anschlag ist. wie die Telegraphen- Unwn erfährt, mit Boburit, einem noch ge- fährlicheren Sprengstoff als Dynamit, ausgeführt worden. Wäre die Ladung mit etwas Sachver­stand angelegt, dann hätte die Wirkung eine noch weit furchtbarere werden müssen und das ganze Gebäude leicht in Trümmer gehen können. Der Luftdruck bei der Explosion war ungeheuer stark. Die Einwohnerschaft der benachbarten Straßen stürzten, aus dem Schlafe geweckt, entsetzt auf die Straße Die Zerstörungen im Landratsamt ha­ben sich als viel umfangreicher herausgestellt, als man im ersten Augenblick annehmen konnte. In den Bäumen des ersten Stockwerkes liegt alles wüst durcheinander. Die Inneneinrichtung ist starkdemoliert. In den benachbarten Häusern sind ebenfalls alle Fensterscheiben und die Schaufenster der Läden eingedrückt. Ein von der Ihehoer Polizeibehörde festgenommener Mann, der verdächtig war, dos Attentat auf das Landratsamt ausgesührt zu haben, mußte laut Vorwärts" inzwischen wieder freigelas- s e n werden, da er an der Tat vollkommen unbeteiligt ist.

Schlichiungsverhan-lungen der Eisenbahner.

. U n -23. Mai. (D.D.Z.) In dem Lohn- konflckt der Eisenbahner werden am Freitagmit. tag im Beichsarbeitsministerium Schlichtungsverhandlungen stattfinden. In un­terrichteten Kreisen wird es jedoch als außer­ordentlich zweifelhaft bezeichnet, daß eine Einigung zustande kommen könnte. Es ist daher anzunehmen, daß unmittelbar im Anschluß an die Schlichtungsverhandlung eine Schlich­tungskammer eingesetzt wird, zu der beide Verhandlungsparteien je vier Vertreter zu ent­senden haben.

Ort der nächsten Tagung Frankfurt a. M. Die Frage der Amtsbezeichnung soll nach Einver­nehmen mit den Dezirksvereinen einer späteren Lösung Vorbehalten bleiben. Ernste Klagen wur­den über die Berufsüberfüllung geführt, obwohl anzuerkennen sei, daß der Bachwuchs numerisch nachgelassen habe. Eine Entschließung fand Annahme, die die ganz besondere Eig­nung der Aspiranten für den Chemikerberuf unterstreicht.

Jahresversammlung

der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht.

Die neunte Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht begann in Köln unter starker Beteiligung von Fachkreisen. Ueber die besondere Bedeutung engster persönlicher und sachlicher Beziehungen zwischen Diplomatie und Völkerrechtswissenschaft sprach Geheimrat Mar­tins, Referent für Völkerrecht im Auswärtigen Amt. Ministerialdirigent Mettgenberg, Re­ferent für Völkerrecht im Reichsjustizministerium, überbrachte die Grüße und Wünsche dieses Mini­steriums. Bamens der juristischen Fakultät der Universität Köln trat Professor S t i e r - S o m l o für das Heraustreten der Dölkerrechtswissen- schaft aus der bisherigen mehr internen wissen­schaftlichen Arbeit zugunsten einer Behandlungs- Weise ein, die mehr als bisher den aktuellen Be­dürfnissen der breiten Oeffentlichkeit dient. Rechts­anwalt Dr. Ernst Frankenstein hielt ein Referat über die Grundsätze des internationalen Privatrechts in beweglichen Sachen.

Das Berliner Gastspiel der Mailänder Scala beginnt

Mit der Aufführung von VerdisFalstaff" in der Staatsoper Unter den Linden leitete die Mailänder Scala ihr Gastspiel anläßlich der Ber­liner Festspielwochen ein. Das festlich gestimmte Publikum, unter dem man viele hervorragende An- gehörige der Reichs- und Staatsbehörden und der Diplomatie sowie Vertreter der Kunst und aller Kreise des gesellschaftlichen Lebens bemerkte, berei­tete dem Dirigenten, Maestro Arturo loscanini bereits beim Erscheinen einen herzlichen Empfang. Das vollendete Zusammenspiel der Gäste und die hinreißende Kunst ihres Dirigenten riefen immer wieder dankbaren Beifall der gespannt lauschenden Zuhörerschaft hervor, die am Schluß den Gästen laut zujubelte.

Ein deutscher Historiker in Portugal.

Der bekannte Berliner Historiker Professor Dr. Otto H o e h s ch , unser ständiger außenpoliti­scher Mitarbeiter, hielt auf Einladung der Uni­versität Coimbra einen Vortrag über den Wandel der Generationen in Deutschland feit 1888. Vorher hielt Professor Hoehsch auf Einla­dung des Gesandten von Baligand im Gesandt­schaftsgebäude in Lissabon vor der deutschen Kolonie einen Vortrag über Gegenwartsfragen deutscher Innen- und Außenpolitik. Professor Hoehsch reift nach Madrid weiter, um dort gleichfalls Vorträge vor spanischen und deutschen Kreisen zu halten.

Plötzlicher Tod

eines bekannten Budapester Mediziner».

Der Professor der Budapester medizinischen Fakultät und der bekannte Internist Rudolf D a - lint, ist im Alter von 55 Jahren gestorben. Mini litt seit Jahren an Schilddrüsen» krebs. Wie erinnerlich, hatte Professor Dalint vor zwei Monaten einen schweren Er­stickungsanfall und konnte von dem bei

Graf Zeppelin" in Friedrichshafen glaii gelandet.

wohlbehalten in seiner Halle.

Oer (Start in Cuers.

GlalteStartmanövermitHilfe französischer Truppen.

Paris, 23. Mai. (WTB.) Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist um 20.25 Uhr in Euers-Pierreseu glatt gestartet. In Erwartung des Starts war be­reits am Mittwoch eine große Anzahl Neugieriger nach Euers-Pierrefeu gekommen und hat dort die Nacht über gewacht in der Erwartung, daß das Luftschiff bereits Donnerstag früh abfliegt. Der Zu­strom wurde im Laufe des Donnerstag noch stärker, zumal bekannt wurde, daß die Abreise endgültig heute abend erfolgen sollte. Um 18.30 Uhr trafen vor der halle mehrere hundert Mann Schützen in Khakiuniform, ferner Artillerie zu Pferde ein, sowie zahlreiche Abteilungen Gendarmen. Um 19 Uhr kam Dr. Eckener im Automobil auf dem Flugplatz an. Der Befehlshaber des Flugplatzes, Korvettenkapitän h a m o n , empfing Dr. Eckener und begleitete ihn zur Luftschiffhalle. Ein Mitglied der Besatzung des Zeppelins führte an einer Leine einen kleinen Affen mit, den der Direktor des Zoologischen Gar­tens von Eros-de-Eagnes der Besatzung des Zep­pelins als Mascotte zum Geschenk gemacht hatte. Dieser Affe wird die Gorillaäffin ersetzen, die vor acht Tagen ihre Amerikareise unterbrechen und in den Zoologischen Garten von Eros-de-Eagnes gebracht werden mußte. Dr. Eckener schüttelt den versammelten offiziellen Persönlichkeiten die Hand und nimmt mit einigen in deutscher Sprache ge­sprochenen Worten Abschied.

Die Startmanöver wurden mit der glei­chen Präzision ausgeführt, mit der in der vorigen Woche die Einbringung in die Halle erfolgt war. Roch in der Halle wurden die Motoren ange­worfen und wieder abgestoppt. Erft dann wurde das Hallentor geöffnet und von 40 bis 50 Mann Soldaten das Luftschiff anscheinend mühelos her­ausgezogen. Das Herausholen aus der Halle nahm etwa sieben bis acht Minuten in Anspruch. 200 Meter vor der Halle wurde Befehl erteilt, die Seile loszulassen, und Startmannschaft, etwa 100 bis 150 Mann, hielt das Luftschiff an der Gondel fest. Korvettenkapitän H a m o n , der die Startmanöver von der Erde aus leitete, stieg dar­aufhin an Bord. Alsdann wurde der Befehl erteilt, loszulassen. Sofort erhob sich das Luft­schiff Die deutschen Passagiere riefen:Auf Wie­dersehen! Danke!" Die französischen Offiziere leg­ten grüßend die Hand an die Mühe, und unter den Anwesenden, die dem Start beiwohnten, begann ein Beifallsklatschen. Es herrschte wirk­liche Begeisterung. Der Zeppelin ging darauf hoher. Ballast wurde abgeworfen und das Luft­schiff nahm bei Einbruch der Dunkelheit Kurs auf Toulon. In hellem Mondenschein ent­fernte sich das Luftschiff, so daß die Bevölkerung eS noch eine Zeitlang mit dem Auge verfolgen konnte. In der Bacht begann das Heimströmen

Qwoikenios. O neuer. ® halb Dtdecni ® wolkig, oedeckiRegen »Schnee a Graupeln. e Mebel K «Jewiiter.^Windstiiieo sei» I «unter Ost massiger Südsodwesu 7) stürmischer «ordwesl I Olt p,<llt tUegen mit dem Winde. Die oei den Stationen stellenden Zal> I len geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit gleichen!

uf Meeresniveau umgcremnelen Luftdruck

Wettervoraussage.

Das Wetterkartenbild zeigt keine wesentliche Aen- derung. Der hohe Druck lagert weiter im Nordosten und im Nordwesten, und über Frankreich lagern stoche Druckstörungen. Die Erwärmung nimmt wei­ter zu, so daß schwüles Wetter herrscht und später erneute Gewitterneigung eintritt.

Wettervoraussage für Samstag: heiter, zeitweise bewölkt, später lokale Gewitter­neigung.

W e ttervoraussage für Sonntag: Wenig Aenderung der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 23. Mai: mittags 16,7 Grad Celsius, abends 14,2 Grad: am 24. Mai: morgens 14,4 Grad. Maximum 20,5 Grad, Minimum 7,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 23. Mai: abends 18 Grad: am 24. Mai: morgens 14,2 Grad Celsius. Niederschlag 2,8 mm. Sonnenscheindauer 5K Stunden.

Amtlicher Reisewekterdienst der öffentlichen Wetterdienststelle Gießen.

Bayern (Garmisch-Partenkirchen): Gestern warm und heiter: heute Südwind, 14 Grad, heiter. (Berchtesgaden): gestern warm und heiter; heute Ostwind, 14 Grad, heiter.

®abcn (Baden-Baden): Gestern warm, teils heiter teils wolkig: l)eute Ostwind, 15 Grad, wolki- ges Wetter. (Freiburg): Gestern heiter und warm: heute Südostwind, 17 Grad, wolkiges Wetter.

Rheingebiet (Köln): Gestern warm und hei­ter, heute Südostwind, 18 Grad, heiter bis wolkig. (Bad Dürkheim): Gestern warmer Tag und hei­ter, heute Südostwind, 15 Grad, heiter.

Ä ü ft e (Westerland auf Sylt): Gestern warm, teils heiter, teils wolkig, heute Ostwind, 13 Grad, wolkig. (Swinemünde): Gestern kühl, wolkiges Wetter, heute Nordostwind, 9 Grad, wolkiges Wet- ter. (Borkum): Gestern kühl, teils heiter, teils wolkig, heute Südostwind, 15 Grad, wolkig.

bet unzähligen Autos, die die Personen zurück­beförderten, die der Abfahrt beigewohnt hatten. Der Weg desGras Zeppelin".

Bach dem glatten Start erschien das Luft­schiff bereits um 23.30 Uhr über Valence, das in einer Höhe von 400 Meter mit einer Stundengeschwindigkeit von 100 Kilometer über­flogen wurde. Am Freitag vormittag um 1.05 ilfjr befand es sich über Schweizer Boden. Die Stadt Genf wurde in etwa 200 Meter Höhe überflogen. Das prächtige Schauspiel lockte zahl­reiche Schaulustige auf die Straßen. Der über­wältigende Anblick des mit zahlreichen Positions­lichtern erkennbar gemachten Luftschiffes dauerte nur wenige Minuten. Schon um 1.35 Uhr früh befand sich derGraf Zeppelin" über Lau­sanne mit Kurs auf Freiburg. Um 2.19 ilfjr erschien das Luftschiff über Bern, überflog um 3 Uhr Luzern, um 3.25 Llhr Zürich, um 4 Uhr K o n st a n z und überquerte das Werft­gelände um 4.35 Uhr.

Die Landung.

"Graf Zeppelin" wieder in der Halle geborgen.

Friedrichshafen, 24. Mai. (W.T.D.- Funkspruch.) Gegen 5 Llhr kehrte derGraf Zeppelin" von einer Schleifenfahrt über dem Bodensee, während der die Funkstation rwch zahlreiche Telegramme absandte, wieder zu der Werft zurück und begann bann, von Westen kommend, das Landungsmanöver. 5.04 ülhr sielen bereits die ersten Haltetaue zur Erde. Langsam und vorsichsig senkte sich das Schiff weiter und war wie bereits gemeldet um 5.10 Hfjr glatt gelandet. Die an Bord befind­lichen sechs französischen Fahrgäste beobachteten von den Gondelfenstern aus mit großem Interesse die Landung sowie das Ein­bringen des Schiffes in die Halle, welches durch das westliche Tor erfolgte.

An Bord herrschte, wie man während der Lan- dungsmanöoer vielfach zu beobachten Gelegenheit hatte, eine ausgezeichnete Stimmung, was nach der herrlichen Fahrt im Mondschein über das Schwei- 3er Bergland nicht wundernehmen konnte. Die vier Motoren, mit denen das Schiff die Fahrt an- getreten hat die Heckmaschinengondeln waren leer haben während der Fahrt tadellos ge­arbeitet und es wurden teilweise Geschwindig­keiten bis zu 112 Kilometer pro Stunde erzielt. Kurz nach dem Eintreffen des Schiffes in der Halle verließen die Passagiere die Gondel. Zur Begrü- ßung der französischen Fahrtteilnehmer, die mit Kapitän Lehmann dem Schiffe entstiegen, hatten sich neben Mitgliedern der Werft u. a. auch die Ver­treter der Behörden eingefunden. Im Namen des Reichswehrministeriums hieß Major Gelte von

Kunst und Wissenschaft.

Die Breslauer Lhemikertagung.

Im großen Saale des Breslauer Konzert- Hauses sand die Allgemeine Sitzung der deut­schen Chemiker statt. Llnter großem Beifall der ^rsammlung vollzog der Vorsitzende Duden (Frankfurt) die Ehrungen. Geheimrat Prof. Dr. ph,l. et med. $anö Fischer (München) wurde für ferne meisterhaften Forschungen über Blut» unft Gallenfarbstoffe die Liebig-Denkmünze Der» Itefren,, Dr. plul Adolf Grün, Direktor der Chemischen Werke Grenzach und ordentlicher Honorarprofessor an der Universität Freiburg t^strde die Adolf-Daher-Denkmünze ver­liehen. Die Mitgliederversammlung wählte als

Aus aller Wett.

Bettung einer Flugzeugbesahung durch einen Lloyddampfer.

Ber DampferLützo w" des Norddeutschen Lloyd hat unweit des Hoheweg-Leuchtturmes die beiden Insassen eines Wasserflugzeuges der Ver­kehrsfliegerschule Liszt, das aus bisher unbekannten örunben ab gestürzt war, gerettet. Als der Dampfer die genannte Stelle passiert hatte, wurde beobachtet, wie non zwei Flugzeugen, die in geringer Höhe oor dem Dampfer oorüberflogen und bann nord­wärts abgeschwenkt waren, das eine absackte und auf dem Wasser aufschlagend sich überschlug u nd o e r sa n k. Die Insassen konnten sich auf die abgebrochenen treibenden Schwimmer retten. Der DampferLützow" drehte bei und setzte während dieses Manövers ein M o t o r b o o t mit einer Ret- tungsmannschaft aus, das die Flieger aufnahm.

Stapellauf eines neuen Lloyddampfers.

Die Frachtdampferflotte bei Bordbeutfchen Llovd, die besonders im letzten Jahre durch zahlreiche Beubauten .Saale", .Havel", .Schwa­bens .Franken", .Isar" u. a. ergänzt wurde, hat durch den vom Stapel gelaufenen Dampfer Frankfurt" einen neuen Zuwachs erhalten Das auf dem Bremer Vulkan in Vegesack er­baute Schiff besitzt eine Länge von 133,72 Meter eine größte Breite von 17,07 Meter, mißt bei einer Wasserverdrängung von 13 450 Tonnen rund j 5600 Bruttoregistertonnen und ist nach der höch­sten Klasse des Germanischen Lloyd gebaut.

Friedhofsschändung in Köthen.

Auf dem Köthener israelitischen Friedhof sind nachts sämtliche Grabdenkmäler von unbekannten Tätern umgeworfen und zertrümmert worden. Selbst schwere Steine wurden aus der Erde gerissen und an ihre Stelle Tierkadaver gelegt.

3roölf-2Tliüionen-Bubget zur Insektenbekämpfung.

.Die französischen Behörden haben einen Betrag von 12 Millionen Franken zur Verfügung gestellt, um die Insektenbekämpfung 1 n Algier wirksam durchzuführen. Ein Heer von 60 000 Mann wird systematisch nach verschie­denen Methoden besonders den Heuschrecken zu Leibe gehen. Mit Flammenwerfern und Giftgasen soll vorerst ein Gelände von 9000 Hektar radikal von den Insekten befreit werden. I

Großfeuer in einet Mannheimer Mühle.

3n Mann^im entstand in der Feudenheimer Dampf müh le von Sprengel & Sohn Groß­tuer, das sich bis um 7,1 Uhr früh bis ins Erdgeschoß des großen dreistöckigen massiven Ge­bäudes durchgefressen hatte. Der Feuerwehr war es, begünstigt durch die Windstille, bald gelun­gen, die benachbarten Wohnhäuser, in denen die Bewohner, in ihrer Bachtruhe gestört, er­schreckt umherliefen, vor einem Uebergreifen der Flammen zu bewahren. In dem Gebäude lagerte Getreide, das beim Verbrennen e x - plofionsartig aufleuchtete unb daS

Acht neue hapagdampfer.

..Die Hamburg-Amerika-Linie. die zu Beginn dieses Jahres acht schnellaufende Fracht- und Passagierdampfer bei verschiedenen Werften be- u^berte, gibt jetzt näheres über Barnen und spä- öere Verwendung dieser Schiffe bekannt. Vier Dampfer, von denen zwei bei Blohm & Voß und je einer bei den Howaldtswerken in Kiel und der Flensburger Schiffsbau-Gesellschaft in Oluf- trag gegeben wurden, sind für den Bieder- lanöifcbeu Indiendienst bestimmt und , werden die BamenHarz",Taunus", .Eifel" .®raf I stuo ..Spessart' erhalten. Zwei weitere Dampfer (Bauwerft: Deutsche Werft in Hamburg) sollen unter den BamenTacoma" undVancouver" in J>ie Fahrt ^nach Bordamerika-West-

.. u-xiL Die beiden an den

_ ._ -----o--------Jukan in Vegesack sowie die Ger»

Kapitan Lehmann in Kraftwagen zum Kurgarten- mania-Werft in Kiel vergebenen Schiffe endlich Hotel, um sich zunächst zur Ruhe zu begeben, werden auf die BarnenStaßfurt" undBitter» Vor den Toren der Werft hatten sich inzwischen getauft und nach ihrer Fertigstellung im zahlreiche Zuschauer versammelt, um die Ab- Australiendienst verkehren. Mit Aus­fahrt, namentlich der französischen Offiziere, zu nähme der DampferHarz" undTaunus" die beobachten. Jeettoa 10 000 Tonnen tragen, besitzen sämtliche

Or. Eckeners Dank C eine Tragfähigkeit von etwa 11 000 Tonnen.

für Frankreichs (Haftfreundschatt Reichstagung der technischen Angestellten. Varis 23 ®ai (OMM H-v-s mriJL. ÄÄSM." » K.ft.tfssa u.6em 0tart -h

»An den Herrn Luftfahrtmini st er mit der wirtschaftlichen und sozialen Lage

c in Paris. Der tcd)nif$en Angestellten und Werkmeister zu

In dem Augenblick, in dem das Luftschiff »Graf beschäftigen. In einer großen öffentlichen Kund» Zeppelin" die Flugzeugbasis Cuers-Pierrefeu gebung wird das Mitglied des Reichswirtschafts- verläßt, um nach Friedrichshafen zurückzukehren, rates, Ingenieur Emil Fromholz, Berlin, in lege ich Wert darauf, Eurer Exzellenz aufs neue einem ReferateWirtschaft und Technik" zu' den den aufrichtigsten Dank zum Ausdruck zu Erfolgen der deutschen Technik, der Anteilnahme bringen für die so gastliche Aufnahme, die wir der technischen Angestellten und Werkmeister in Frankreich gefunden haben, und für den so hieran und den Forderungen, die die technischen wirksamen Beistand, den alle Zivil- und Militär» Angestellten an die Wirtschaft haben, Stellung behörden uns während unseres Aufenthalts in nehmen.

Cuers-Pierrefeu geleistet haben. (< Beobachtung eines Meteoriten.

GWi» Off- o R r In Stofe on Trent (England) wurde ein Meteorit

ofr-C ®r!r Offizier Le hm a nn sowie andere beobachtet, der ungefähr 30 Meter über der Erde Offmere, Sngenieure und Mannschaften des Luft» mit einem schar en Knall zersprana Kleine sich.b-gl-it-t von Stück-, hart wi- Stein. sl°g°n durch di- Luit und bem Defehlshccher des Flugplatzes Cuers-Pierre- die Dächer waren im Anschluß an diese Natur- W a ? ° Hr/? &em erscheinung mit einem schneeweißen Pulver bedeckt.

Hof der Ortschaft Pierrefeu begeben und am 1 Denkmal für die bei dem Unfall des Zeppelin- Lufsichiffes »Dixmuiden" ums Leben ge­kommene Besatzung einen Kranz aus Rosen niedergelegt, dessen Band die Inschrift trägt: »Der Befehlshaber des »Graf Zeppelin" den Opfern der »Dixmuiden".

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Donnerstag, .Mai 1929,7' aDds.