Ausgabe 
24.4.1929
 
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ebenso die Musik von vornherein bestellt wurde. Dagegen glaubt sowohl Gastwirt wie Gast, ohne weiteres berechtigt zu sein, ohne besondere Er­laubnis zu tanzen, wenn sich vielleicht einer der Gäste an das Klavier seht und spielt. Diese Auffassung ist irrig und kann zur Bestrafung führen.

Das Kammergericht hat in einer Entscheidung (2. Str.S. II D 445/28) zum Ausdruck gebracht, daß eine genehmigungspflichtige öffentliche Tanz­veranstaltung selbst dann vorliegt, wenn die Gäste ohne Zutun des Wirtes tanzen, der Wirt davon Kenntnis nimmt und das Tanzen duldet.

3n keinem Falle ist dabei erforderlich, daß etwa alle Gäste oder die überwiegende Mehr­zahl tanzt. Es genügt auch schon, wenn dieses nur einige wenige Paare tun. Selbst dazu ist bereits eine Genehmigung erforderlich.

Wirtschaft.

Keine Belebung des Außenhandels,

Die Außenhandelsziffern für den Monat März zeigen gegenüber dem Februar nur geringe Ver­änderungen. Der P a s s i v s a l d o hat sich von . 44 Mill. Mark auf 38, wenn man die Repara­tionssachlieferungen mit unvermindert 52 Mill. Mark mit einrechnet, vermindert. Auffällig ist das niedrige Riveau, auf dem sich die Ein- und Ausfuhr bewegt und das mit der saisonmäßig zu erwartenden Zunahme des Außenhandelsvolu­mens im Monat März sowohl im Import, als auch im Export in Widerspruch steht. ®er (SrunZ) für die Stagnation des deutschen Au­ßenhandels liegt zwar in den Witterungs­verhältnissen und in der langen Ausdehnung des Frostes, aber hauptsächlich dürfte das Aus­bleiben der Belebung auf den Konjunkturrückgang und die unsichere wirtschaftliche Gegenwart zu- rückzuführen sein. Die R o h st o f f e i n f u h r ist nur um den unbedeutenden Betrag von 17 Mill. Mark gestiegen und liegt, abgesehen von dem bedeutend geringeren Stand gegenüber dem März des Vorjahres, um fast 40 Mill. Mk. unter dem Monatsdurchschnitt des Jahres 1 92 8. Die Einfuhr an Rohmaterialien der Tex­tilind u st rie ist besonders stark zurückgegan­gen. Auf Len hohen Produktionsstand der E i s e n- i n d u st r i e deutet die starke Einfuhrsteigerung von 7 auf 17 Millionen Mark bei Eisenerzen hin. Die Stagnation des Außenhandels tritt be­sonders in der Ausfuhrbilanz zutage. Die F e r t i g w a r e n a u s f u h r, die für die Ge­staltung unserer Devisenbilanz ausschlaggebend ist, weist einen Rückgang, wenn auch nur um einige Millionen Mark, auf. Dabei ist be­merkenswert, daß gerade die Exportindustrien, wie die Woll- und Daumwollindustrie, die Ma­schinenindustrie und auch die elektrotechnische In­dustrie, eine Verringerung ihrer Ausfuhr aufzu­weisen haben. Bei der Eisenindustrie ist im ganzen genommen auch ein Rückgang einge­treten. Wewn auch die Ausfuhrergebnisse noch durch die Folgen der Ungunst der Witterung der letzten Monate beeinflußt sind, so zeigen sie doch, daß dieser Einfluß der Witterung allein nicht als maßgebend betrachtet werden kann. Es zeigt sich also, wie eine nachlassende Inlandkonjunktur durchaus nicht von einer Steigerung des Exports begleitet zu sein braucht. Die Frage, ob in der Exportfähigkeit der deutschen Industrie eine Ver­minderung eingetreten ist, läßt sich allerdings nach dem Vorliegen des Märzergebnisses für den deutschen Außenhandel noch nicht beantworten.

Diskonterhöhung in Oesterreich und Ungarn.

Die Oesterreichische Rationalbank erhöhte den Diskont von 61/2 auf 7Vr Prozent. Die Ungari­sche Rationalbank hat den Wechseldiskontsatz mit Gültigkeit vom 24. April von 7 auf 8 Prozent erhöht, da infolge bedeutender Verschiebungen in den Zinssätzen des internationalen Geldmark­tes an die Rationalbank dauernd starke Devisen­anforderungen gestellt wurden.

* Voigt & Haeffner A. -G., Frank­furt a. M. Die Generalversammlung, in der sieben Aktionäre 6695 Mill. Mark Stammaktien, 200 000 Mk. Vorzugsaktien Lit. U und 2,5 Mill. Mark Vorzugsaktien Lit V vertraten, genehmigte den Abschluß mit 9 (i. V. 8) Proz. Dividende auf die Stammaktien. Die Aussichten für einen dem Vorjahrsergebnis entsprechenden hohen Umsatz seien, wie vom Vorstand ausgeführt wurde, nicht sehr günstig, wenn auch der Auftragseingang im ersten Vierteljahr des neuen Geschäftsjahres entgegen den Befürchtungen dem des Vorjahres fast gleich geblieben sei.

* Einzelhandelsverband für das südliche Hessen-Rassau. In der letzten

Generalversammlung der Arbeitsgemeinschaft des Einzelhandels Groß-Frankfurt wurde beschlossen, die Arbeitsgemeinschaft Groß-Frankfurt in eine Einzelhandelsgemeinschaft Hessen-Rassau-Süd mit dem Sih in Frankfurt a. M. umzuwandeln. Ver­handlungen mit den Organisationen im Kreise Gelnhausen, Hanau, Wiesbaden, Bad Homburg usw. sind bereits ausgenommen worden. Das Ge­biet der Arbeitsgemeinschaft soll die Kreise Schlüchtern, Gelnhausen und Hanau, den größten Teil des Regierungsbezirks Wiesbaden und den Kreis Wetzlar umfassen. Die Gründung soll in einer Vertreterversammlung in der Handelskam­mer Frankfurt stattfinden.

* Fuchs WaggonSchöndorff. Zu den mehrfach genannten Verhandlungen zwischen Fuchs Waggon und Gebr. Schöndorff teilt die Verwaltung der Fuchs Waggonfabrik A. G. mit: Die Verhandlungen der Gebr. Schöndorff A. G., Düsseldorf, mit der Fuchs Waggonfabrik A. G., Heidelberg, haben in der Zwischenzeit zu dem Ergebnis geführt, daß die Sanierung von Fuchs Waggon nach Erledigung der for­malen Voraussetzungen, zu denen in erster Linie die Zustimmung der Verfahrensgläubiger zu dem letzten Vergleichsvorschlag gehört, zur Durch­führung gelangen wird. Die Aufrechterhaltung des Heidelberger Betriebes ist darnach sicher­gestellt. Die erforderlichen Kapitalbeträge sind seitens der Düsseldorfer Gesellschaft bereits sicher­gestellt.

Neue Kursrückgänge an der Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 24. April. Tendenz: un­sicher. Die heutige Börse eröffnete in unsiche­rer Haltung. Schon im vorbörslichen Verkehr machte sich ein erheblicher Kursrückschlag bemerkbar. Die Mutmaßungen der Börse, daß die Pariser R e p a r a t i 0 n s ve r h a n d l u n g e n so gut wie gescheitert seien, drückten auf die Stimmung. Auch die unvermeidbare Dis­konterhöhung der Reichsbank mahnte zur Zurückhaltung. Das Geschäft war sehr gering, und es wurden hinsichtlich dieser Lage Abgaben in größerem Umfange oorgenommen. Zur ersten No­tierung traten allgemein Kursrückgänge, die ein Ausmaß bis z u 5 0. S). annahmen, ein. Bei geringer Aufnahmelust verloren am Elektromarkt Siemens 8,5, Schuckert 4,5, Licht & Kraft 3,75 und AEG. 3,5 0. H. Von Nebenwerten dieses Marktes bestand für Lechwerke bei leicht anziehenden Kursen einiges Interesse. Am stärksten unter dem Druck der allgemeinen Lage hatten Vereinigte Glanzstoff mit minus 13, am Kalimarkt Salzdetfurth mit minus 7 und Westeregeln mit minus 6,25 v. H. zu leiden. Bei kleinsten Umsätzen gaben Montanwerte durchschnittlich bis zu 2 v. H. nach. Von Chemie- werten eröffneten H.-G.-Farben 4,5 und Deutsch« Erdöl 2,75 0. H. niedriger. Stärker angeboten waren noch Zellstoff Waldhof minus 5,5 v. H., Schiffahrtswerte 1,5 v. S). abgeschwächt. Don Bank­werten gaben Commerzbank 5, Danatbank 4,5 und Reichsbank 2 v. H. nach. Metallgesellschaft minus 2,5 v. S). Sonst war wesentliches nicht zu berichten, nur am Nebenmarkt waren Süddeutsche Zucker gut behauptet. Autowerte leicht gedrückt. Am Renten­markt waren kaum Umsätze zu verzeichnen. Deutsche Anleihen waren nach den bisher gehörten Kursen gut behauptet. Don Ausländern lagen Türken leicht nachgebend. Im Verlaufe blieb man hinsichtlich der Pariser Verhandlungen weiter sehr pessimistisch, und die Haltung blieb unsicher, doch waren die An­fangskurse zumeist behauptet, was aber in erster Linie auf die allgemein geübte Zurückhaltung der Spekulation und der sonst am Börsengeschäft be­teiligten Kreise zurückzuführen war. Arn Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 v. H. unverändert. Am De­visenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2184 abgeschwächt, gegen Vfund 20.466, London gegen Kabel 4 8534, gegen Paris 124,16, gegen Mailand 92,67, gegen Madrid 34,10 weiter schwach, Holland 12,09.

Berliner Börse.

Berlin, 24. April. Rach der ersten Freude über das Kommunique der Pariser Kon­ferenz von gestern kam heute die Ernüch­terung. Man sah ein, daß nach der Vertagung der Dollkonferenz auf unbestimmte Zeit und der Dildung eines neuen Unterausschusses kein Grund zum Optimismus vorhanden ist. Die Zeitungen beschäftigen sich mit der Haupt­frage, ob es sich bei dem durch diesen Unter« ausschuß abzufassenden Dericht um eine Zwi­schenbilanz, oder um eine Schluhbilanz handeln wird, und neigten in größerem Maße zur letzteren. Man beschäftigte sich im wesentlichen schon mit den wirtschaftlichen Folgen, die ein Abbruch der Verhandlungen nach sich ziehen könnte, und vor allem die Diskonter­höhungsbefürchtungen der letzten Zeit tauchten in verstärktem Maße auf, zumal Wien und Dudapest gestern bzw. heute eine Erhöhung

um ein volles Prozent vorgenommen haben. Man hörte vielfach die Ansicht vertreten, daß eine einprozcntige Diskonterhöhung nicht ausreichen würde. Die ersten offiziellen Kurse lagen, abge­sehen von wenigen Ausnahmen, wieder bedeutend niedriger als gestern abend. Von einer größeren Umsahtätigkeit konnte wieder micht die Rede sein, und die Publikumsbeteiligung war sehr gering. Ein Hemmnis war auch der Umstand, daß heute der erste Schiebungstag ist. Der Reportgeldsatz wird heute von den Danken festgesetzt werden. Ueber den Durchschnitt von 1 bis 3 Prozent hin­aus verloren Kali-, Sprit-, Kunstseiden- und Elektrowerte bis zu 5 Prozent und mehr. Deutsche Linoleum lagen 10 Prozent niedriger. Auf die Mitteilung von einer unveränderten Dividende von 5 Prozent konnten Chemische Heyden 4,25 Prozent gewinnen. Deutsche Anleihen und Aus­länder behauptet. Pfandbriefe weiter angeboten und meist schwächer. Der Geldmarkt war unver­ändert. Der Verlauf brachte zunächst allgemein weitere Abschwächungen bis zu 2 Prozent. Später setzte sich eine leichte Erholung durch, doch konnte das Anfangsniveau nur in den seltensten Fällen erreicht werden. Der Elektromarkt und Kaliaktien hatten lebhafteres Geschäft. Die anfangs 0,75 Prozent höheren Reichsbank lagen im Verlaufe 2,5 Prozent niedriger.

Frankfurter Getreidebörse.

F r a n k f u r t a. M., 24. April. Der Proöukten- markt verkehrte weiter in ruhiger Haltung. Die unveränderten Auslandnotierungen boten keine Anregung, so daß Geschäft nur wenig zustande kam. Das Angebot von Inlandware war jedoch sehr gering und nur für einzelne Getreidesorten machte sich etwas regere Rachfrage bemerkbar. Die Preise waren bei etwas freundlicherer Grund­stimmung unverändert. Es wurden notiert: Wei­zen 23,75 Mk., Roggen 22,75, Sommergerste (für Drauzwecke) 24, Hafer (int) 24 bis 24,25, Mais (gelb, für Futterzwecke) 22,50 bis 22,75, Weizen­mehl (süddeutsches, Spezial 0) 32,75 bis 33, Roggenmehl 30.25 bis 31,25, Weizenkleie 13,40, Roggenkleie 14 bis 14,25 Mk. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Eierpreife.

Frankfurt, a. M. 23. April. (Großhan­delspreise unverzollt und ohne Fracht.) Im Großhandel entwickelte sich etwas lebhaftere Rachfrage. Eier jeglicher Sorte sind von dieser Seite gesuchter, und es ist ein leichtes Anziehen festzustellen. Die jetzt beginnende Einlegezeit war der Anlaß hierzu. Der Konsum ist jedoch noch unverändert schwach, da die Verbraucher immer noch zurückhaltend sind. Rachstehende Preise waren zu hören: Italiener 9.5010, Bulgarische 88.25, Holländische 8.7511, Südslawische 8.50 bis 8.75, Polnische 6.507.25, Russische 7.25 bis 8.25, Dänische 911, Belgische 9.509.75, Fran­zösische 910, Rumänische 7.508, Schlesische 8.259.25, Bayerische 8.50-9, Norddeutsche 89, alles pro Stück in Pfennigen.

Kirche und Schule.

± Ridda, 20. April. Dieser Tage fand hier eine Konferenz derGeistlichen des De­kanats Ridda unter dem Vorsitz von Dekan S c r i b a statt. Als Gast wohnte der Konferenz Dekan V 0 l p (Laubach) bei. Racb Eröffnung der Tegung mit Schriftlesung und Gebet durch Pfar­rer Kornmann (Rodheim), gab der Vor­sitzende einen Bericht über die bisherige Tätigkeit des zweiten Landeskirchentages. Der Bericht löste eine sehr ergiebige Aussprache aus, insbesondere führte die bevorstehende erstmalige Erhebung eines Kirchennotgeldes zu einer längeren Be­sprechung, so daß das vorgesehene Referat von Pfarrer Kornmann (Der Weg der französi­schen Jugend seit 1900) auf die nächste Konferenz verlegt werden muhte.

Strafkammer Gießen.

* Gießen, 23. April. Im September 1927 bemerkten zwei Polizeibeamte in Dad-Rau- heim auf ihrem nächtlichen Patrouillengang, daß sich mehrere Personen an einem vor einem Laden angebrachten Schaukasten zu schaffen mach­ten. Einer der Verdächtigen wurde gestellt: er trug ein Brecheisen und einen Revolver mit Mu­nition bei sich und behauptete, als Kurgast in einer (nicht existierenden) Villa zu wohnen. Er wurde verhaftet, als der vielfach vorbestrafte Fr. Wilhelm Reinhardt von Dillen­burg festgestellt, und entwich später aus dem Krankenhaus unter Mitnahme der Anstaltsklei­der. In derselben Rächt waren in Bad-Rauheim zwei Schaukasten erbrochen worden; bei dem Schaukasten, an dem Reinhardt erwischt worden war, war es bei dem Versuch des Er­brechens geblieben. Das Schöffengericht hatte Reinhardt wegen eines versuchten Rückfalldieb­

stahls, unerlaubten Waffenbesitzes und Unter­schlagung der Kleider zu 1 Jahr, 2 Monate und 4 Tage Zuchthaus und 3 Jahren Ehr­verlust verurteilt. Wegen des Diebstahls aus den zwei Schaukasten war eine Verurteilung mangels Beweises nicht erfolgt. Die Strafkammer be­stätigte das Urteil und verwarf die Be­rufung des Reinhardt.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

H. W. in O. Das Krankengeld wird berechnet nach dem Einkommen, das Sie vor der Erkran­kung zuletzt bezogen haben, und zwar für die Zeit Ihrer Erkrankung vom vierten Tage der Krank­heit ab, wenn nicht die Satzung der betreffenden Krankenkasse eine frühere Zahlung des Kranken­geldes vorsieht.

Rundfunkprogramm.

Donnerstag, 25. April.

6,30: Morgengymnastik. 12,30: Schallplatten- Konzert^ Amerikanische Unterhaltungsmusik. 15,05 bis 15,35: Stunde der Jugend. Lustige Schwänke und Geschichten, vorgetragen von Rektor K.Wehr- han, für Kinder vom 8. Jahre ab. 15,55 bis 16,05: Hausfrauendienst. 16,35 bis 18,05: Rach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters: Ope­rettenmusik. 18,10 bis 18,30: Lesestunde. 18,30 bis 18,55: Aus dem RomanDrei Frauen und ich" von Oskar Daum. 18,55 bis 19,15: Von Kassel.Stufen des sozialen Bewußtseins", Vor­trag von Professor Dr. Johannes Verwehen, Bonn. 19,15 bis 19,35:Indische Dramen", Vor­trag von Dr. Ludwig Harald Schütz. 19,35 bis 19,55: Vortragszyklus des Deutsch-Rationalen Handlungsgehilfenverbandes:Aus der Praxis der Arbeitsgerichte", Vortrag von Hugo Schu­mann. 20,15:Elga", Drama von Gerhart Haupt­mann. 21,45: Schallplatten-Konzert (nachgeholt): Carl Maria v. Weber:Der Freischütz" als Kurz­oper, Dichtung von Friedrich Kind.

Kunst und Wissenschaft.

Glänzende Aufnahme desRosenkavaliers" in London.

Die Eröffnung der Londoner Season durch die Aufführung desR 0 s e n k a v a l i e r s" im Con­vent Garden Theater bildet den Gegenstand langer kritischer Aufsätze in der Morgenpresse. Den Leistun­gen Bruno Walters und der Sängerinnen und Sänger wie Lotte Lehmann (Prinzessin), Delia Reinhardt (Oktavian) und Richard Mayr (Baron Ochs) wird von den Blättern einhelliges Lob gezollt. Unter der Zuhörerschaft befanden sich, wie ergänzend berichtet wird, auch der Prinz von Wales und die Tochter des Königspaares, Prinzes­sin Mary.

Berlin verhandelt mit Max b. Schillings.

Generalintendant T i e t j e n von der Berliner Staatsoper hat auf Wunsch und im Einvernehmen mit dem Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung Max v. S ch i l l i n g s eingeladen, die kürzlich neu einstudierteMona Lisa" persön­lich zu leiten. Es haben fernerhin, lautBörsen- Courier", zwischen den Herren Tietjen und Schil­lings Besprechungen stattgefunden, mit dem Ziele, Schillings für das Berliner Opernwesen als Di­rigent zurückzugewinnen.

Letzte Nachrichten.

Graf Zeppelin" über Lissabon.

L i s s a b 0 n , 24. April. (MTV. Funkspruch.) Das LuftschiffGraf Zeppelin" hat auf seiner Mitkelmeerfahrt um 10.30 Uhr Lissabon überflogen. Das Erscheinen desGraf Zeppe­lin" über Lissabon bedeutete für die Bewohner der Stadt, die noch nie ein lenkbares Luftschiff gesehen hatten, eine große Sensation, vier Militär­flugzeuge waren demGraf Zeppelin" en f- gegengeslogen und begleiteten ihn aus seinem Fluge über die Stadt.

Auflösung aniifaszistischer Komitees in Oesterreich.

Wien, 24. April. (WTB. Funkspruch.) Die Reichspost" meldet: Da sich in letzter Zeit in mehre- ren Industrieorten sowie in einzelnen größeren Be­trieben kommuni st lsche Vereinigungen zu antifaszistischen Komitees zusammen­geschlossen haben, ohne daß die erforderliche Anmel­dung erfolgt war, wurde ihre Auflösung verfügt und gegen die Mitglieder S tr afanzeige wegen Gehelmbündelel erstattet.

Lombardzinsfuß 7,5 Prozent.

Berlin 23. April

Geld / Brief

^ranjöfifche Violen.....

Holländische Noten......

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Deutsch Oesterr , ä 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten - .

Ungarische Noten......

Devisenmarkt Berlin

Telegraphische

16,465

169,13

22,11

112,15

59,04

2,51

112,33

81,20

62,22

12,449

73,24

-Frankfur

Ruszahl

16,525 169,81

22,19 112,59

59,28

2,53 112,77

81,52 62.48

12,509

73,54 t a. M.

ung.

23. April

24. April

Amtliche Notierung

<8eld 1 Briet

Amtliche Geld

iotteruttg

Briet

Amft.-Rolt. Luen.-Aires Brss.-Antw. Christiania. Kopenhagen Stockholm . Helsingfors. Italien. . . London. . . Neuyork . . Paris.... Schwei; . . Spanien.

Japan . . . wo de Jan Wien üi D-. Ceft. abgest Prag . . . . Belirad . . Budopesi. . Bulgarien Lissabon . Danzig. . . Konst intin- Athen. . . Canada Uni uay. . Kairo . . .

169,30

1,772

58,50

112,34

112,34

112,54

10,59

22,06

20,45

4,2135

16,46

81,185

60,54

1,88

0,50

59,18

12,46

7,41

73,38

3,047

18,85

81,73

2,06

5,45

4,17

4,11

20,98

169,64 1,776

58,62

112,56 112,55

112,76

10,61 22,10 20,49

4,2215

16,50 81,285

60,66 1,89 0,50

59,30 12,48

7,42 73,52 3,053 18,89 81,89

2,07 5,42

4,18 4,12

21,06

169,27 1,771

58,51

112,32

112,34

112,57 10,594

22,075

20,55

4,2135

16,47

81,105 60,09

1,883

0,5005

59,19

12,471

7,409

73,42

3,047 18,87

81,73 2,070 5,465 5,181

4,006 20,97

169,61 1,775 58,63

112,54

112,56

112,79

10,614

22,115

20,55

4,2215

16,51

81,265 60,21

1,887 0,5025

59,31 12,491

7,423

73,56 3,053 18,91

81,89 2,074

5,475 4,189 4,074

21,01

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6,5 Prozent,

Frankfurt a M.

Berlin

Schlutz-

l-Uhr-

Schluß-

Ansang

Kure

Kure

fiure

Kurs

Datum

23.4.

24.4.

23 4.

24 4.

6% Dl. Relchkanleihe 0. Iti27 .

87,2

_

87,5

AnI..AblöI..Echuld mit Ülub

los.-Reckiien

52,9

52,9

59 9

52,9

Desgl. ohne AuSIos.-Rechte .

ii

io;s

7% Franks. Hyp.-Bk Goldps. un

kündbar bis 1932

88,5

4/.% Rheinische Hnp.-Bank Liau.

Goldps.

Cl.ß.W. abg. B orkrtegs- Obligation

79

-

-

rückzahlbar 1932

87,75

4% Schweiz. Bunbeed.-Ani..

101

_

_

4% Oesterreichische Goldrte.. .

4,20% Oekierr. Stlberrte.....

30,75

_

2,75

2,75

4% Oesterreich, einheill. Rle. . -

w

4% Ungarische Goldrte.....

24,5

24,3

_

4% Ungarische StaotSr. v. 1910

21

4>/,% deSgl. von 1913 .

22

4% Ungarische Kronenrte.. .

2

2,05

2,05

4% Türk, stollonlethe v. 1911 . .

4% Türkische Bagdodbahn-Anl.,

9,75

9,7

Serie 1 4% deSgl. Serie II......

9,13

9

9,13

9,1

4% Rumänen eonvert. Rle. . . -

8,20

4'/i% Rumänen Goldanl. von 1913

17,75

17,75

flUg. $eutld)e <$t)enbai)n . . 4% Hamburg-Amerika Paket ... 8 Hamb.-Südam. Dampssch. . . 8 Hanta Dampfschiff ... 10

Norddeutscher Lloyd .... 8

Allg. Deutsche Creditansi. . . 10 Barmer Bankverein ... io

Berliner HandelSgesellsch. . 12

Lommcrz- und Prival-Bank 11 Darm st. u. Nattonaibcmk . . 12 Deutsche Bonk .... 10 Diskonto-Gesellschaft Ank.. . 10 Dresdner Bank ... io

Mitteldeutsche Lreditbaol... 9

Metallbank...... . . . 8

RetchSbank........12

120,25

118,75

119

118,25

190

»

151,25

149,9

113,5

112

113

112,4

130,5

130,25

130

131

130,4

130

220

219,75

216

189

184

187

185

264,75

260,25

263

260

164,5

-

164,75

164

155,5

155,75

155,25

161,25

160

160,75

160

_

_

303,5

301,5

302

303,75

Frankfurt 0. M

Berlin

Schluh- Kurs

l-U»c- Kurs

Schlutz- Kurs

Anfang Kurs

Datum

23-4.

24-4.

23.4.

24.4.

A.E.G. ......

Bergmann ..... .

Eletir. Lieserungea..... Licht und Kraft ..... Felten » Guilleaume. . . Ges. f. Glettc. Untern.. ... Hamb. Elektr. Werke .... Rhein. Elektr........

Schief. Elekir........

Schuckert .......

Siemens 4 Halske . TranSradio . . ...... Lahmeyer 4 To.. .....

Buderus...... .

Deutsche Erdäl......

Essener Steinkohle ..... Gelsenkirchener ... f- Yi Harpener. . ......

Hoesch Eisen. ....... Ilse Bergbau ....... Klöcknerwerke ....... Köln-Neuessen....... Mannesmann....... ManSselder........

Oberschles. Eilend. Bedaft . . Oberschles. Kokiwerke .... Phönix Bergbau......

Rheinische Braunkohlen. . . Rheinstahl f. % Jahr

Riebeck Montan......

Bereinigte Stahlw.....

Olavi Minen ......

Kali Aschersleben.....

KaN Westeregeln......

Kaliwerk Salzdetfurth . . .

3- ®- Farden-Industri, . . . Dynamit Robe!......

Scheideanslalt. ...... Goldschmidt ....... ROtgerSwerke . ...... Metallgeielllchast. . . . , ,

. 6 . 9

10 10

. f> 10 10

. 9 1<>

. 8 12

. 8 10

. 6 . 6 . 8 3-4

. 6 . k . 8 . 1 . 9 . k . 7 . 6 . 6 sy,

10 4 y, 7,2 . 6

8 sh 10 10 Id

12 . 6

. 6 . 6

11

168 222

164

210

137

222,5

235,5

377,75

164

72,5 120,25

131

136,5

211

102

115

132

93

280 117,75

90

234,25

239,25

370

243,25

86

88 132,5

164,75 218

206,25

231

369,25

164

72,5 118

129

135

209

116

91,4

Ä

363

238,75

163

87 130

166,65 220,25

164

208,5

136

222,5

144 160,5

201

234 375,5 143,4

165

72,75 119,25 116,25

130

136

117,5 210,75

101,5 116,75

115 131,75

84,5 102,25

93,5

277

116 139,5 91,75 66,5 230,4

236

367

240,13 113,5

86

87,9 132,5

164,6

217 162,25 205,5 135,5 218,13

143

159 196,75 231,5

370,75

163

72,25 118

116,25 128,75

135 117

211

101 115,5 113,5 130,5

100 92,13 273,5

115,75

91

66,5 228 232 362,9

239 112

85

130,5

Datum

tbhüipp Potzmann......7

Heidelberger Eement .... 10

Eement Karlstadt......8

Waytz 4 Freitag......10

Schultheis Potzenhofer ... 15

Osilvecke.........12

Bcr. Glan,stoss......18

Bemberg.........14

flcllfloll Waldhos.....12

Zellsiojs Slichassenburg ... 12

Charlottenburger Wasser ... 7

Dessauer GaS........8

Daimler Motoren......0

Deutsche Maschinen-Fabrik . . 0

Adlcrwerte Klever......5

Ludw. Locwe.......10

Rat. Automobil.......0

Ctcnfieln 4 Koppel ..... b

Leonhard Tietz.......6

Bamag-Meguin ....... 0

Franks. Maschinen ...... G

Griyner...... 11

Heyliaenstaedl ....... 0 flungnani. ....... 4

Lechwerke...... 8

Mainkroftwerke ....... 8

Miag. ..........10

Nekarsulmer ........ 8

PererS Union ........ 8

Gebr. Roeder ....... 10

Boigt 4 Haessner.......

Eüdd. stucker........ 8

Frankfurt a M.

Berlin

Schluß- Kuro

I Uhr- Kurs

Schluß. Kurs

Anfang Kurs

23.4.

24-4-

23-4.

24 4-

121

119,75

118,25

147

177

128,25

128

294 5

290

241,5

236

442

429

439

427

343

335

260,25

255,5

258,5

255

185

181

112,75

112,25

206

201,75

58,5

-

58

56,4

53

_

51,25

50,6

50,25

51

1-

207

206

630,75

93,5

91,12

279,5

278

V

59

60,5

85,25

84,13

12,5

64,75

65

112

112,5

-

105

125

126

125

17,8

120

117,5

114,5

213

213

153.25

153,25

152

Banknoten.

Berlin, 23- April

(Selb

Brief

Amerttaiit'che Noten.....

Belgische Noten ......

Dänische Noten........

Englische Noten........

4,219

58,41

112,10

20,459

4,239

58,65

112,54

20,539