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9er KoloMgedanke in Schachts Memorandum

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Graf Zeppelin" ans der West-Mtelmeersahrl

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»Gras Zeppelin" passierte um 13.50 Uhr fton- slanz in Richtung Basel, wo er um 14.55 Uhr erschien und prachtvoll sichtbar war. Um 16.50 Uhr überflog das Luftschiff die französische Stadt L h a - lons-sur-Saüne, von wo es wegen des immer noch unfreundlichen Wetters im Mittelmeer Kurs über ViscayaLissabon nehmen wollte. Um 21 Uhr war es über Bordeaux, von wo es westlich in Richtung auf Kap Finisterre flog. Das Wetter ist dort schön, Heller Mondschein lag aus der leicht bewegten See. Um 22.55 Uhr befand sich das Luftschif

Seine sechs Maschinen entwickeln 90 000 Pferde- rräfte und verleihen ihm eine Geschwindigkeit von 33 Knoten. Seine Bestückung besteht aus acht Geschützen von 203 Millimeter, vier Dreh- türmen. 16 Luftangriff-Abwehrgeschützen, sechs Torpedolanzierrohren und zwei Flugzeugen, die mittels Katapults abgelassen werden. Die Be­satzung wird bestehen aus 30 Offizieren und 575 Mann.

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Friedrichshafen, 23. April. (WTB. Draht­bericht.) Nachdem das unfreundliche und regnerische Weller im westlichen Mittelmeer sich zu bessern be­gonnen hat, hat derGraf Zeppelin" heule mittag 12.32 Uhr unter Führung von Dr. Eckener seine Wesk-Mitkelmeerfahrt angetreten. Der Ausstieg erfolgte bei bedecktem Himmel und kühlem Wetter. Das Luftschiff erhob sich schnell und verlieh Friedrichshafen in west- lic^f Richtung. Heber die genaue Fahrtroute ist nichts bekannt. Die Schiffsleitung hat sich vor­behalten, ihre Entscheidungen erst unterwegs zu treffen.

nördlich von Bilbao mit Kurs auf Kap O r l e g a l. Das Wetter ist weiterhin schön, die See leicht bewegt.

Lieber La Coruna.

An Bord desGrafZeppeli n", 24. April.

3.45 Uhr früh. Funkspruch.) Das Luftschiff Graf Zeppelin" überflog um 3 Uhr früh £a (£o- r u n a. Das Wetter ist nach einigen Regenschauern fehl wieder klar und ruhig.

Nugzeugbegleiiung für den,(Straf Zeppelin" über Le Lreusoi.

Paris, 23.April (WTB.) wie aus Lyon ge- meldet wird, wurde das LuftschiffGraf Zeppelin" von L e L r e u s o k um 5.15 Uhr o o n d r e i F lu g- zeugen geleitet.

Querab von Porto.

S t u t l g a r t, 24. April. (9.20 Uhr vormittag«. DTB. Funkspruch.) Der Luftschiffbau Fried- richshafen hat von Bord desGraf Zeppelin­folgendes Telegramm erhalten:Querab von Porto. Wetter kla r."

Aus aller Welt.

Untergang eines japanischen Dampfers.

112 Passagiere ertrunken.

Tokio, 23. April. (WTB.) 3n der vergangenen Rocht flieh der j a p a n i s ch e D a m p f e rT o y o- k u n i M a r u" in der Nähe von Cap Crino (im Süden der Insel Hokkaido) im S ch n e e st u r m auf einen Felsen und sank bald darauf. Zwei in der Nähe befindliche Dampfer retteten 97 Passa­giere, während die übrigen 112 wahrschein- li ch um gekommen sind. Die Nachforschungen, die durch Kriegsschiffe an der Unglücksslclle vorge- nummen werden, sind bisher ergebnislos gewesen. Die Passagiere waren zum gröhten Teil Fischer, die sich nach Kamtschatka begeben wollten.

Ehrung des preuhischen Kultusministers.

Drei ungarische Universitäten haben beschlossen, den preuhischen Kultusminister Dr Becker in Anerkennung seiner Verdienste um die sörderung und Vertiefung der deutsch-ungari­schen kulturellen Beziehungen zum Ehren- d o k t o r zu ernennen. Die Szegediner Uni- versltat promoviert Dr Becker zum Ehrendoktor der politischen Wissenschaften, die Pest er llni- versltat zum Ehrendoktor der Philosophie und die Debrecziner Universität zum Ehrendoktor der reformierten Theologie. Der Reichsverweser hat auf Vorschlag des Kultusministers Grat Klebelsberg der Promotion zugestimmt.

Eröffnung der AusstellungGas und Wasser".

Dor einem Parkett von mehr als 2000 Ghren- 'ten gus arten Kreisen des öffentlichen Lebens e^olgte die Eröffnung der Deutschen Ausstellung Gas und Wasser" Berlin 1929 in den Ausstel- lungshallen am Kaiserdamm. Wagnerklänge lei­teten die Feier der großen Schau ein. Als erster Aedner begrüßte namens der Stadt Berlin Ober- bürgermeister B ö ß die Vertreter von Deich, Gtaat und Stadt, insbesondere die Vertreter zahlreicher anderer deutscher Kommunen, der Stadt Wien, der Freien Stadt Danzig, die Ver-

erstattung der deutschen Delegierten Dr. S cha ch t und Dr. Vogler an die Reichsregierung nur noch die Fiktion der Unabhängigkeit der Sach­verständigen bestehe, glaubt nun dieEre No­vell e", heute der Reichsregierung Vor­würfe machen zu müssen, daß sie nicht in die Befugnisse der unabhängigen Sachverständigen eingegriffen hat.

England und die interalliierten Gchulden.

London, 23. April. (WB.) Im Unterhaus er­klärte Churchill auf eine Anfrage, daß für die englischen Kriegsschulden bisher 246 Mil­lionen Pfund Sterling an die Vereinigten Staaten gezahll wurden. Großbritannien habe bisher 33 Millionen von seinen alliierten Schuldnern er­halten.

Essen beim Prinzen von Wales

London, 24. April. (WTB. Funkspruch.) Der Prinz von Wales gab gestern abend im St. Iamespalast ein Essen, zu dem u. a. der deutsche Botschafter Dr. S t h a m e r und Gattin, der vor­malige amerikanische Staatssekretär Kellogg und Gattin und Lord d'Abernon geladen waren.

Die Abrüsiungskomödie in Genf.

Genf, 23. April. (WTB.) Die Entscheidung in der Frage des Verbotes des chemi­schen und bakteriologischen Krieges ist im Vorbereitungsausschuh für die A b - rüstungskonferenz auch heute vormittag noch nicht gefallen. Der Standpunkt Deutsch­lands wurd? vom C ra en Bernstorfs wieder eingehend erläutert. 'Abermals betonte er die Bereitschaft der deutschen Reichsregierung, in der Frage des Verbotes chemischer und bakteriologi­scher Kampfmittel so weit zu gehen, wie nur irgend möglich, einschließlich des Verbotes der Vorbereitung solcher Kampfmittel. Es wäre, so führte er hierzu aus, unvereinbar mit Treu und Glauben, wenn ein Staat sich zwar verpflichte, im Kriege keine chemi­schen Kampfmittel anzuwenden, diese aber im Frieden vorbereite. Der Vorbereitungs­ausschuß für die Abrüstungskonferenz hat ent­gegen der bisherigen Tradition auch gestern nach­mittag wieder unter Ausschluß der Des­sen t l i ch k e i t getagt. Dieser Umstand veran­laßte den Verband der Völkerbundsjour­nal i ft e n , hiergegen beim Präsidenten Lou­don schriftlich Einspruch zu erheben. Sn dem Einspruchsschreiben wird insbesondere auf die nachteiligen Wirkungen auf die öffentliche Meinung hingewiesen, wenn gerade die Beratung über das Verbot des chemischen und bakterio­logischen Krieges, dessen mögliche Schrecken die Oeffentlichkeit ohnehin beunruhigten, auch weiter­hin hinterverschlossenenTüren erfolge.

Severins über den Einheitsstaat.

Berlin, 23. April. (WTB.) Sm Plenarsaal des Reichswirtschaftsrats sprach heute nachmittag Reichsinnenminister Severing auf Einladung des Vereins Berliner Kaufleute und Sndustrieller über das ThemaDeutscher Einheitsstaat, feine .weltpolitische und weltwirtschaftliche Rotwendig- keit und die Wege zu seiner Verwirklichung. Der Minister warnte zunächst davor, Sparsam- keitsmaßnohmen zu ergreifen, die in Wirklich­keit keine sind.

Die Verwirklichung des Einheitsstaates würde aber eine beträchtliche Verbilligung des verwal- tungsapparates bedeuten.

Der deutsche Staatsbürger von 1929, der schwer an Reparationslasten zu tragen habe, dürfe unter den enormen Kosten eines Verwaltungsapparates, wie er noch heute in kleinen und kleinsten Länd­chen des Deutschen Reiches besteht, nicht leiden. Sn der Hauptsache käme es darauf an, den Rorden und den Süden, Bayern, Württem­berg, Baden und Preußen zusammenzu- bringen. Das sei außerordentlich schwer, zumal Bayern in erster Linie aus Gründen der Stammeseigenart dem Gedanken erheblichen Widerstand entgegensetze Das sei töricht, denn die Bayern hätten auch ihre Stam­meseigenart noch immer und würden sie auch weiterhin bewahren. Der Minister schilderte dann die Schwierigkeiten der Verwirklichung des Gin- heitsgedankens. Von einer Länderkonfe­renz sei nicht allzuviel zu erhoffen. Ein Volksentscheid könnte nur dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn der Einheitsstaat so plastisch herausgestellt werden könnte, daß ihn auch der primitivste Wähler begriffe. Das Eigenleben der Länder lasse sich wegen der Reparationslasten durchaus nicht mehr auf­recht erhalten, auch wenn heute einzelne Länder Noch so verzweifelt um ihre Selbständigkeit kämpften, die sie in Wirklichkeit gar nicht mehr besitzen.

Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".

Berlin, 24. April. Das Memorandum Dr. Schachts für die Pariser Reparationskonfe­renz, dessen Snhalt im ganzen und in einigen besonderen Teilen zunächst in Paris einen solchen Entrüstungssturm hervorgerufen hatte, liegt nun vor. Es wird auch von einem Teil der deutschen Linkspresse beanstandet, weil man in der Bezug­nahme auf den Verlust der deutschen Kolo­nien in) die Abschnürung Ostpreußens durch oen Korridor politische Erwägungen erblickt, die an sich nicht zur Sachverständigenaufgabe ge­hört hätten. Das ist freilich eine Ansicht, die sich ohne genaue Kenntnis von dem Verlauf der fast dreimonatigen Verhandlungen und von dem Maß, in dem auch von den Sachverständigen der übrigen Mächte ersichtlich doch Politik ge­trieben worden ist, nicht rechtfertigen läßt; denn schließlich steht

das ganze Reparationsproblem so stark unter dem Druck politischer Erwägungen und Inter­essen,

daß es sophistisch wäre und ein Kleben am Buch­staben bedeutete, wenn man es gleichsam im luft­leeren Raum und ohne Bezugnahme auf die poli­tischen Grundbedingungen behandeln wollte.

Dies vorausgeschickt, kann man aber auch den springenden Punkt bei denpolitischen" Ausfüh­rungen des deutschen Memorandums nur dann richtig verstehen, wenn man die seit Sahr und Tag öfters auch in der Oeffentlichkeit vertretenen Ansichten des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht zur Kolonialfrage kennt. Denn dann ergibt sich ohne weiteres die eminent wirtschaftliche Bedeutung dieser Be­zugnahme auf den einen Punkt der beiden Moti­vierungen für die Begrenztheit der deutschen Leistungsfähigkeit. Der zweite, das Problem Ostpreußen, ist uns als wirtschaftlich-finan- zielles wahrhaftig geläufig genug, um ohne wei­teres aus dieser Diskussion ausscheiden zu kön­nen. Das Memorandum hat ausgeführt, daß die deutsche Wirtschaftskraft besonders geschwächt worden sei durch die Notwendigkeit, in weit höhe­rem Grade als andere europäische Blätter Roh­stoffe aus dem Ausland einzuführen. Es hat

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AmerikanischeGranaten gegen ein Kohlenschiff.

Neuhaven (Pennsylvania), 23. April. (WB.) Meuter. Nach einer Mitteilung des Kapitäns des Kohlendampfe rsT a d S o n e s" gab das st enwach schiffSeneca", das den Dampfer für ein Alkoholschmuggelschiff hielt, als Tad Sones' am 20. April 50 Meilen von der Küste von Neuyerseh entfernt war, Sirenensignale und beschoß darauf das Vorderschiff des Koh­lendampfers. Zwei Offiziere des Küstenwachschif- es stiegen bann an Bord des Dampfers und sollen dessen Deckoffiziere mehrfach beschimpft Habern Der Präsident der Dampfergesellschaft, der Tad ooned gehört, hat erklärt, er werde in Washington Protest einlegen.

Der endgültige Neichswirtschastsrat.

. De r! in, 24. April. (Priv.°Tel.) Gestern hat im Reichstag unter Vorsitz des Reichswirtschafts­ministers Dr. Curtius eine Besprechung mit den Fachreferenten der Regierungsfrak­tionen über die Gestaltung des Gesetzentwurfes über den endgültigen Reichswirt­schaf tsrat stattgefunden. Die Besprechung hatte das Ziel, eine Verständigung der Regie­rungsparteien untereinander über die Art der Zusammensetzung des Reichswirtschaftsrats her- beizuführen, wobei auch die Tendenz bemerkbar war, den Vorschlägen des vorläufigen Reichs- Wirtschaftsrats selbst in weitem Umfang Rech­nung zu tragen. Die Fraktionen werden sich am Donnerstag mit dem Gesetzentwurf und dem Er­gebnis der gestrigen Beratungen beschäftigen. Be­merkenswert ist, daß auch andereParteien, außer den Regierungsparteien, dem Gesetzent­wurf zustimmen müssen, das als verfas- sunasänderndes Gesetz eine Zweidrittel­mehrheit zur Annahme verlangt.

Stapellauf des KreuzersW-

$ aJ 7 23. April. (WTB, Morgen wird in ? ?aaaUI tarnenFoch" getaufte neue 1 0 0 0 0 Ton ne n - Kreuzer der IF u 3 v f l s ch e n Kriegsmarine, der Sorte, vom Stapel laufen. Ermißt 185 Meter in der Lange. 19.20 Meter in der CÖrcite und hat einen Tiefgang von 6,30 Meter.

darauf hingewiesen, daß eine Verbesserung der Handels- und Zahlungsbilanz, also der Voraus­setzungen für die Reparationsleistung und das Funktionieren des Dawesplans zu erzielen wäre, wenn man Deutschland wieder in die Lage ver­seht, sich ohne Verschuldung im Ausland i n Heb erf ee eine eigene Rohstoff re- ser v e zu schaffen und sie mit Hilfe seiner be­sonderen Produktionsmittel, seiner eigenen Wäh­rung hier hört man den Reichsbankpräsidenten sprechen! und unter seiner eigenen Verantwor­tung zu entwickeln. Das ist sein alter Lieblings- geöanle; und er hat nicht das geringste mit einer Rückübertragung der ehemals deutschen Kolonien zu tun. Vielmehr handelt es sich dabei um den Gedanken, etwa nach Analogie der Chartere!) Companies, die England und Holland ihre Kolo­nialreiche vor 100 bis 200 Sahren aufgeschlos. sen haben,

im Zusammenwirken und in finanzieller Gemein­schaft mit den großen Kolonialmächten ein oder mehrere ausreichend große und ertragfähige afrikanische Kolonialgebiete unbeschadet der fremden hoheitsrechte durch deutsche Arbeit zu entwickeln.

Das ist so gedacht, daß eines der vielen rohstoff­haltigen, Kopra, Kautschuk, Sisal, Kaffee, Tabak usw. liefernden bisher vielfach unerschlossenen Ko­lonialgebiete einer finanziell international aufge­zogenen, aber technisch möglichst vollkommen in deutschen Händen befindlichen Gesellschaft durch eine besondere Charter gewissermaßen in Erbpacht gegeben werden soll, und daß innerhalb dieses großen Gebiets mit deutscher oder be­sonderer, von Deutschland ausgegebener Wäh­rung und nach deutschen Snteressen gewirtschaftet werden soll. Das ist ein durchaus gesunder Ge­danke, der mit Politik nur sehr entfernt zu tun hat und jedenfalls keine Vorwürfe rechtfertigt, wie sie aus diesem Anlaß erhoben wurden.

Denn schließlich ist die Frage, wie man den deutschen G i n f u h r b e d a r s und damit die deutsche Devisenausfuhr beschränkt, eines der Kernprobleme der ganzen Erörterungen über die deutsche Zahlungsfähigkeit und die Möglichkeit zu dauernden Reparationsleistungen.

ien geben die Temperatur an Pie Linien verbinden Orte mit gieicne» auf Meeresniveau umgereehneten LulldrucK

Wettervoraussage.

Da- Wetterkartenbild zeigt hinsichtlich der Luft- druckverteilung nur wenig Aenderung. Der hohe Luftdruck lagert weiter im Westen und Nordwesten und das Druckfallgebiet über Skandinavien. Die Störung flacht sich zwar langsam ab, läßt es aber immer noch zum Zusließen kühler Luftmassen kom­men. Das Wetter bleibt infolgedessen immer noch kühl, und die Temperaturen gehen nachts vielfach bis unter Null Grad zurück.' Gelegentlich leichte Regen- oder Schneefchauer sind dabei nicht ausge­schlossen.

Wettervoraussage für Donnerstag: Ammer noch kühles, wechselnd wolkiges Wetter mit Neigung zu vereinzelten Schauern, nachts Tempera- turen vielfach unter Null Grad.

Wettervoraussage für Freitag: Teils molkig, teils aufheiternd, Temperaturen nachts wei­terhin etwas unter Null Grad, tagsüber mild, meist trocken. '

Lufttemperaturen am 23. April: morgens 10 Grad Celsius, abends 5,4 Grad: am 24. April: morgens 3/3 ^rad Maximum 10,9 Grad, Minimum1,8 ®ra- Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2^ April: abends 9,4 Grad: am 24. April: mor­gens 4,8 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 5H stunden.

rungen in Hessen zusammenzustellen und dem­nächst dem Ausschuß oder dem Plenum mit Be­gründung und dem jeweiligen Ergebnis der Ver­handlungen mit der Reichsbahn vorzulegen.

Ein sozialdemokratischer Antrag wegen der Verkehrsverhältnisse im Bahnhof Friedberg wurde durch die Annahme eines Antrages Reuter (Soz.) für erledigt erklärt, in dem die Regierung ersucht wird, in Anbe­tracht der dringenden Notwendigkeit einer zweiten Treppe bei der Unterführung auf dem Bahnhof Friedberg mit der Reichsbahndirektion Frank- furt a. M. sich in Verbindung zu setzen.

petitionsausschuß des Hessischen Landtags.

WHP. Darmstadt, 23. April. Der P e - Ausschuß des Hessischen Landtags erledigte in seiner heutigen Nachmittagssihung zunächst eine Reihe von Eingaben, die meist entsprechend der Antwort der Regierung für erledigt erklärt wurden. Eine Eingabe der Brauerei Steinhäuser Windecken A.-G.. Friedberg, wegen Vergebung der Bierliefe- run^en für die Kantine der Bereitschaftspolizei in srieoberg wurde der Regierung zur nochma­ligen Untersuchung zurückgegeben.

Eine Eingabe des Hessischen Diplom- Handelslehrervereins, in der die Ver- leihung der Amtsbezeichnung Studienrat bzw. Handeisstudienrat an die Diplomhandelslehrer L-CJaufnni^n Berufsschulen verlangt wird, wird mit 5 gegen 3 Stimmen bei einer Enthal­tung angenommen.

©in kommunistischer Antrag wegen der rniß- 3 u g V e r b in b u n g e n auf der b«.r hnrr ® 5uI oa wurde auf Grund

der vorliegenden Antwort der Reichsbahndirek- di^ R-A- Cr9t fcrJIatL. ~ Gleichzeitig wurde &nrU^.9- ^ucht. eine Aufstellung der in OTnuS*1 v>-ajlrcn^,n9crei^ten und behan- Dclten Anträge über D e r k e h r s v e r b e s s e-

treter von Wissenschaft und Wirtschaft des und Wasserfaches, der Arbeitgeber- und Qlrbetfc nehmerorganisationen und der zahlreichen Mit­arbeiter der großen Schau. Staatssekretär Dr. Trendelenburg eröffnete dann die Ausstel­lung im Namen der Reichsregierung. Dr. Tren­delenburg erkannte an, daß unter sachverständiger Leitung die größte technische Gas- und Wasser- fachausstellung entstanden sei, die jemals abge- halten worden ist. Die Art der Durchführung des Zieles, das Wissen über ein höchst bedeut­sames Gebiet der Wirtschaft zu erweitern, sei mustergültig. Die Ausstellung hebe das Ansehen der vaterländischen Sndustrie. Sie bedeuteeinen Fortschritt für die Ausstellungspläne der "vtadt Berlin, die systematisch den Ausbau von Fachausstellungen im Gegensatz zu Aus­stellungen allgemeinen Art" förbere. Aus der Notwendigkeit, neue Absatzauellen für die deutsche Wirtschaft zu suchen, sei das Wer^ entstanden,

.Spchenleistungen zeige, wie sie bisher auf technischen Fachausstellungen noch niemals ge­zeigt worden sind.

Ein Lastauto unter einem Eisenbahnzuge.

Nach einer Mitteilung der Reichsbahndirektion Erfurt wurde gestern abend gegen 10 Uhr auf i! mit Schranken versehenen Bahnübergang

^^tejiborn und Osterhagen an der Nordhausen ein mit Papier- läden beladenes Lastauto eines Kaliwerkes von einem Guterzug erfaßt und zertrümmert. Der Kraftwagenführer Senft aus Seesen wurde ae- totet. She Ursache des Unfalls ist noch nicht aufgeklärt. Nach Berichten von anderer Seite soll der Schrankenwärter versäumt haben, die Schranken rechtzeitig zu schließen.

Zwei neue englische Ozeanriesen in Vorbereitung.

.Daily Telegraph" meldet, daß die Sngenteure der Eunard Line gegenwärtig damit beschäftigt seien, Pläne für zwei Ozeandampfer aufzustellen, die zum mindesten eine Verdrängung von 75 000 Tonnen haben sollen. Es werde erwartet, daß diese Schiffe allen anderen Ozeandampfern an

- Schnelligkeit überlegen fein würden.

Zwei Pockenfälle in Frankreich.

Tie Pariser Akademie für Medizin wurde ge­stern durch einen Bericht der Pariser Polizei­präfektur davon in Kenntnis gesetzt, daß ein Pockenfall in Paris festgestellt worden fei. ES soll sich um eine aus Bombay kommende Rei­sende handeln. Sn Marseille sind bei einem Reisenden ebenfalls Pocken festgeftertt worden.

Große Unterschlagungen bei einem französischen Flnanzinstitut.

Der Direktor und zwei Angestellte einer Filiale der Soci6t6 generale du crSdit industriel et commetcial in Paris sind wegen Unterschlagung von 10 Millionen Franks Kundengelder, die sie zu eigenen Spekulationen an der Börse benutzten, verhaftet worden.

Studentenschlacht in Lemberg.

In einem Restaurant in Lemberg kam es gestern zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen Mitgliedern zweier studentischer Verbin- d u n g e n , die mit Säbeln und Rapieren auf ein­ander losgingen. 36 Studenten wurden ver­wundet, darunter 17 schwer.

Eisenbahnunglück in Sibirien.

Bei einem Eisenbahnunglück auf der Strecke Ir- kutskTschita wurden sechs Personen getötet und neun schwer verletzt. Die Katastrophe war da­durch verursacht worden, daß Erdmassen infolge eines lokalen Erdbebens auf die Schienen gestürzt waren.

Oie Wetterlage.

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