Ausgabe 
24.1.1929
 
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| nastische Vorführungen, wobei den Gastturnern und der Schülerinnenriege wohlverdienter Beifall ge.

waren tätig Jean Kolter (99ob* ftou^ctm) IttÄ Otto Moy (Long'Äöns). Die Ausstellung erfreute sich an beiden Tagen eines starken Besuches. DM Prämiierung hatte sokgendes Ergebnis:

bei IVs Für höhere Spannungen lassen sich mehrere Gleichrichterzellen reihen oder, wie man auch sagt, hintereinander schallen, ähnlich wie die einzelnen Elemente einer Voltaschen Säule. Die Größe des durchgehenden Stromes ist von der Stärke des ousgeübten Druckes ab­hängig. Je größer der Druck ist. desto geringer ist der ^lebergangswiderstand zwischen Blei und Oxydschicht; desto stärker ist dementsprechend der übergehende Strom.

Die Herstellung solcher Gleichrichter ist in- zwischen auch in Deutschland ausgenommen wor­den. und zwar hat sie die Firma Siemens & Halske schon auf der letzten Technischen Früh­jahrsmesse in Leipzig gezeigt. Sie sind zu einem verhältnismäßig billigen Preis von der genann­ten Firma zu beziehen. Freilich sind sie durch die rastlos fortschreitende Funktechnik inzwisa)en schon insofern überholt worden, als eben Retz- anschlußgeräte gebaut werden, zu denen man überhaupt keine Sammler und leine Anodenbat- terie mehr braucht, so daß man keinen Lade­gleichrichter mehr nötig hat. Es ist zu erwarten, daß auf der diesjährigen Berliner Funkausstel­lung viele solche Retzanschlußgeräte zu sehen sein und daß auch die Preise dieser Geräte bis dahin sehr erheblich gesunken sein werden.

Geflügel-Ausstellung in Echzell.

H- Ech <zer1,21.Jan. DleBezirksgeflügel- ausstellung unter Mitwirkung der Landwirt­schaftskammer, verbunden mit der elften Lokalschau des Geflügelzuchtoereins Echzell, fand vom 18. bis 20. b-WL hier im SaaleZum Deutschen Haus" statt. Die Ausstellung war ungewöhnlich reichlich beschickt. Nach den Eröffnungsworten des Vor­sitzenden des Ortsvereins, Hch. M o g f III., beglück­wünscht« dec Vertreter der Landwirtschaftskammer Darmstadt, Oekonomierat Breidenbach (Dor­heim), die Ausstellungsleitung und die Züchter zu den erreichten Leistungen und forderte auf, weiter­hin nach dem bewährten GrundsatzDurch Rasse­zucht zur Leistung" zu arbeiten. 'Als Preisrichter

Hochschulnachrichten.

Dr. Phil. Egmont Zechlin, dem die venia legendi für neuere Geschichte an der Marburger Uni­versität erteilt wurde, ist ein geborener Danziger, Schüler von Hermann Oncken und Friedrich Meinecke. Seit 1914 machte er den Weltkrieg mit, war in beit letzten Kriegsmonaten Kriegsberichterstatter _ber Norddeutschen Allgemeinen Zeitung' im Großen Hauptquartier, später Redaktionsmitglied dieses Blattes. 1922 erwarb er in Heidelberg den Doktor­grad und war später Mitarbeiter an Hermann DuckensDie Rheinpolitik Napoleons III. und t>cr Ursprung des Krieges von 1870/71". Zechlins Ar­beiten betreffen besonders das 19. Jahrhundert, Bis­marck und Berfassungsgeschichte. Der Privatdozent Dr. jur. Ernst v. Hippel in Heidelberg hat einen Ruf als ordentlicher Professor für osfentliche« Recht an die Universität Rostock erhalten.

Prof. Dr. Heinrich Bogt in Heidelberg ist zum persönlichen ordentlichen Professor unter der ilebettraguna einer planmäßigen, außer­ordentlichen Lehrstelle in der mathematisch-na- turwissenschaftlichen Fakultät der MniDerntnt Jena mit dem Lehrauftrag für Astronomie ernannt worden. Professor Dr. med. Weimer Hueck in Leipzig hak den ^uf auf den Lehrstuhl der Pathologie an der Anwersuat Berlin als Nachfolger von O. Lubarsch ab­gelebt: der Berliner Lehrstuhl ist nunmehr dem Ordinarius und Direktor des patyologstch" anatomischen Instituts an der Llniversität Ba^ sei. Dr. Robert Rößle, angeboten worden. Zur Wiederbesetzung des Lehrstuhls füt torrt* schaftliche Staatswisfenschaften in der kultur» wissenschaftlichen Abteilung der Technischen Hoch­schule zu D r e s d e n ist ein Ruf an den ordent« lichen Professor Dr. Robert Wil brande <x* der Universität Tübingen ergangen.

zollt wurde.

y. Echzell, 23. Jan. Maurermeister Wilhelm Mag kill., hier, wurde von einem Vertreter der Handwerkskammer der G h r e n Meister­brief feierlich überreicht. Der Ausgezeichnet: hat nicht nur sein eigenes Geschäft durch Fleiß und Tüchtigkeit zu grosser Blüte gebracht, sondern sich auch um den Ortsgewerbeverein Echzell als dessen Gründer und langjähriger Vorsitzender große Verdienste erworben.

Kreis Schotten.

Schotten, 23. Fan. Dem Kreisdirettor i. R, Geh. Regierung2rat Doeckmann wurde von der LandwirtschaftZkammer zu Darmstadt die silberne Medaille mit der Inschrift:Für hervorragende Leistungen auf dem Gebiete der Landwirtschaft" verlieben. Geheimrat Doeckmann war allzeit ein eifriger Förderer der Landwirtschaft und als Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins rastlos tätig, den Obstbau zu heben und ihm die Stellung zu verschaffen, die ihm seiner Bedeutung nach zu- kommt. Wenn heute in vielen Gemeinden unseres Kreises der rationell betriebene Obstbau im Vordergrund des Interesses steht, so ist es das Verdienst des Geheimrats Boeckmann, Helfer, Berater und Führer gewesen zu sein.

Laubach. 22. Ian. Am Sonntag führte der hiesige Zwcigverein des Vogels­berger Höhenclubs unter Führung von Kaufmann Diehl feine erste Monatswanderung in diesem Jahre aus. Vorerst wanderte man die Hungener Straße, bog sodann auf der Höhe zwischen Laubach und Ruppertsburg von« der Straße ab und nahm die .,G a l g e n h o h l" bis zumAlten Gericht". Prof. Roesch en teilte mit, daß im Wäldchen links von jenem Hohlweg der Galgen für das alte Amt Laubach gestanden habe und daß dieser nach der lieber= lieferung durch Konrektor Schaad (18091890; von den Franzosen im Jahre 1798 abgerissen worden sei. Prof. Roeschen führte aus. daß das alte Gericht" nicht ein altes .Gaugericht fei. wie man lesen könne, sondern die Erinnerung daran bilde, daß 1397 Kaiser Wenzel dem Hause Falkenstein (dessen Erbschaft 1418 das Haus Solms antrat) erlaubt habe, ..Halsgericht. Stöcke und Galgen zu haben". Hierauf führte der Weg durch das Ziehezahl und das Sträuches zumRod" zwischen Röthges und W e t t e r f e l d. Sodann hielt man Ein­kehr in Metterseld. Hier bot Prof. Roeschen einen lleberblick über die Geschichte dieses Dorfes. Mau hat dessen Ramen bisher in zwei Urkunden von 772 und 774 erkennen wollen, wo Schenkungen an das Kloster Lorsch genannt werden Der Vortragende wies nach, daß der Rame dervilla Wettera sich auf einen auä- gegangenen Ort bei Muschrnheim bezieht. Da- oegen kommt ,,in loco Weterefelt in fimbus Coupeche in den Verzeichnissen des fuldischen Mönchs Eberhard vor, die die Schenkungen an Fulda vom 8. bis 10. Jahrhundert enthalten. Wctterseld gehörte nicht dem Hause Falkenstein, sondern wurde erst 1456 durch Johann Grafen zu Solms von den Herren von Bellersheim gekauft.

I Ober-Lais. 23. Januar. Die Holz­hauerarbeiten in den Wäldern der Ober­försterei Ridda sind fast ganz beendet. Rur noch ganz wenige Leute sind tm Walde beschäf­tigt. 2luch die Holzhauer von hier, die in der Obersörsterei Langen bei Darmstadt arbeiten, sind zurückgekommen, da sie wegen des dort außerordentlich hohen Schnees die Arbeit ein­stellen muhten. Da ferner die Steinbrüche der Umgebung stllliegen, ist die Arbeits­losigkeit in unserem Dorse außerordent- . (ich hoch. Mit den aus Starkenburg zurück^e- kommenen Holzhauern sind hier augenblicklich 53 Hauptunterstützungsempsäncec vorhanden, eine bei "uns noch nie erreichte Zahl. Die h.eftge , Fortbildungsschule unternahm mit den männlichen Schillern einen Gang nach dem Hof - Zwiefalten, um die Viehzucht des Gutsve- , sihers F i f ch e r, der in der Züchtung des Dogels- . berget Viehes mit an erster Stelle steht, zu be-

Nobert Pfarrer (Weckesheim), gut- _ . _ . .,

B Tauben. Altdeutsche Kröpfer: Phi.

Ostheim (Echzell), drei Ehrenpreise; Th. Hmkel, PH. Ostheim, sehr gut; Th. Hmkel, gut; H. Scheuer­mann, befriedigend. Zwergkropfer: Heinrich Mogk lll. (Echzell), Ehrenpreis mW sehr gut. Kröpfer: W.Mau (Echzell», He,nr.Maul (Beien­heim), Rob. Pfarrer (Meckesheim) W. Gros (Ech­zells. je einen Ehrenpreis: Wilh. ^cm (Echzell), H. Leopold (Gettenau), Otto Emmel (Berstadt)' Karl Rau (Berstadt,. Hugo Noll, W. Gros, W. Rau, Ludw. Mogk (Echzell), sehrgut W. Rau, W. Weitzel (Echzell), Otto Emmel (Berstadt),

mals finden, Ihr Rasierwasser soll immer selbst mitten im harten Win'.er, kalt, und Ihr Rast«:- messer so stumpf wie eine Säge lern Ich wollte, daß Ihr Haar rot würde tote em gekochter Krebs und steif aufwärts stände, und daß Ihre Kragen immer schlapp herunierhängen. Ihre Scynurrbart- haare sollen so hart wie die Borsten eines Stachel­schweins. Ihr Kaffee soll immer schlecht und Ihre Suppe immer versalzen, Ihr Braten täglich zah. Ihre Kartoffeln immer kalt und Ihr Tee immer dünn und bitter fein. Zum Schluß wünsche ich Ihnen noch, baß Sie mit einem brennenden Durst nach Liebe, als ein einsamer, ruheloser, ver­spotteter, armer, alter Junggeselle Ihr gehässige« Leben wciterfchleppen."

Scan Paul und die Amerikanerin.

Jean Paul sagt in einem seiner Werke: Wenn die Frauen Offiziere werden tonnten uno den Soldaten ,ball' kommandieren mühten, dann würden sie dies nicht nur mit dem einen Wort ,halt' machen, fonbern in ihrer Redseligkeit gewiß auf folgende Weise: Ihr Soldaten alle, aufge- paht. Ich befehle euch, daß ihr. wenn ich ge­sprochen habe, jeder auf dem augenblicklichen Platz stillsteht. Habt ihr mich verstanden? Paßt auf!' 1. 2. 3 halt. Halt! sage ich euch." Als diese immerhin etwas unhöfliche Beurteilung der Frauen einmal von einer amerikanischen Dame gesehen wurde, erregte sich diese darüber so sehr, daß sie sofort einen Artikel folgenden In­halts an eine amerikanische Zeitung schrieb:

Mister Jean Paul, ich versichere Ihnen daß der Tag, an dem Sie das bewußte Frauenlaster (Redseligkeit) zu Papier brachten, für Sie ein Unglückstag- war. Ich wünsche Ihnen zur Strafe, daß Sie einsam, ohne jemals einen Gruß odtt Blick von einer liebenden Frau zu erhallen, durch das Leben gehen müssen. Mögen Ihre Hosen- tnöpfe niemals fest bleiben, Ihre Hosenträger immer zu kurz und Ihre Strümpfe immer voller Löcher fein. Ohren Stiefelknecht sollen Sie nie-

schästigt sehen.

KreiÄ Kricdberg.

4 Bad-Raubei m. 23. San. Die evan­gelische Gemeinde hat jetzt ihren Jahres­bericht für 1928 vorgelegt, dem folgende Zahlen entnommen sind: Getauft wurden 85 Kinder (64 im Vorjahre), konfirmiert 93 Kinder (80). An den Traualtar schritten 58 Paare, kirchlich be­erdigt wurden 58 Personen (34 Männer, 22 grauen und 2 Kinder). Der Kirchenbesuch betrug durchschnittlich jeden Sonntag 898 (282 Männer, 450 Frauen, 166 Kinder). Am Abendmahl nahmen 1412 Personen teil.

Bad - Aauheim, 21. Ian. Eine größere Beamtenfeier für unsere Stadt und Um­gebung veranstaltete das hiesige O r t s k a r - teil der Beamten (Deutscher Beamtenbund) aus Anlaß seines 10jährigen Bestehens gestern abend in der bis zum letzten Platz ge­füllten Turnhalle. Außer den Vertretern der übergeordneten Organisationen und der benach­barten Ortskartelle konnte der Vorsitzende. Steuerinspektor P l a a g , eine Anzahl Ehren- gäste begrüßen, darunter Kreisdirektor Rech- t h i e n von Friedberg. Vom Landeslartell Hessen des deutschen Beamtenbundes überbrachte Land­tagsabgeordneter und Rektor Winter (Mainz) dem Ortskartell Bad-Rauheim Glückwünsche, für das Kreiskartell Friedberg entbot dessen Vor­sitzender, Lehrer Maus (Vilbel) den Gruß. Lehrer Porth. der Gründer und langjährige Vorsitzende des Ortskartells Dad-Rauheim und einer der verdientesten Führer In der hessischen Beamtenbewegung, hielt die Festansprache, in der er die Bedeutung und Rotwendigkerk des Berufsbeamtentums schilderte und die Geschichte des Deutschen Veamtenbundes und des Ortskautells Dad-Rauheim seit der Gründung tm Januar 1919 einer Betrachtung unterzog. Das Ortskartell ehrte Lehrer Porth für ferne Ver­dienste um das Beamtentum durch lleberreichung einer kunstvollen Erinnerungsgabe. In dem der akademifchcn Feier folgenden unterhaltenden Teil des Abends fanden dankbare Aufnahme die von Frl. Luise Porth gesungenen Lieder von Brahms und Lehar, die Vorträge eines aus Mitgliedern des GesangvereinsFrohsinn" zu- fammengesetztenBeamtenchors", den Ehrenchor­meister Oberreallehrer Bechtholsheimer leitete, und die Mundartdichtungen des als Gast anwesenden Kollegen Georg Heß (Leihgestern), der mit feinen schönen Heimatdichtungen sich die Herzen der großen Festversammlung bald eroberte und immer wieder stürmtsch um Zu­gaben gebeten wurde.

Kreis Biidiugett.

nd. D i d d a, 23. Jan. Lehrer i.R. W- Küfer, der nach Erreichung der gesetzlichen Altersgrenze vor langer als einem Jahr pensioniert wurde, ist noch nachträglich jetzt zum Oberlehrer ernannt worden. Er hat fast 45 Jahre an der hiesigen Höheren Bürgerschule, der nunmehrigen Reanch'-le. mit großem Erfolge gewirkt.

# Echzell, 23. Jan. Der W e r b e a b e n d des hiesigen Turnvereins, der kürzlich vom Gau Wetterau zum Gau Hessen der D. T._ übergetreten ist, nahm einen vortrefflichen Verlauf. Der Saal 3um Deutschen Haus" war bis auf den letzten Platz besetzt, als der Vorsitzende, H. Binding, Worte der Begrüßung sprach und besonders die Niddaer Turner willkommen ksteß. In bunter Reihenfolge wechselten Hebungen am Barren, Reck, Pferd, Keulenschwingen, Reigentänze und gym-

Oer Trockengleichrichier.

Don Rolf Braun.

Nachdruck verboten.

Zmn Leidwesen zahlloser Funksreunde ist die heute vorherrschende Stromart der Wechselstrom; die Glsichstromnetze aus Vaters und Großvaters Zeiten verschwinden immer mehr; neue Rehe werden fast nur noch mit Wechselstrom gespeist. Wer als Funkfreund Gleichstrom zu Hause hat, darf sich glücklich schätzen, denn er kann seine Sammler mühelos selbst wieder aufladen, ja. wenn er geschickt ist. kann er auch die Anoden- spannung aus dem Retz nehmen.

Bei Wechselstrom liegen die Verhältnisse vtel ungünstiger. Zum Ausladen der Batterien oder zur Entiiahme von Anodenstrom muß der Wechse.ström erst gleichgerichtet werden. S-crfur gibt es zwar eine ganze Anzahl von Glrnch- richtern. die auch mit besonderen Retzanschiuß- geeäten zusammen geb aut auf dem Markt erschw- nen sind; eine vollkommene Lösung stellenie jedoch nicht dar. ,

Was heißt üie.haupt einen Wechselstrom gleich­richten? Der Wechselstrom ändert, tote schon fein Harne sagt, ständig seine Richtung: von Rull ansteigend bis zu einem höchsten positwen Wert, dann wieder abfallend und durch Rull hindurch- gehend bis zu dem größten negativen Wert, um von dort wieder über Rull positiv »u werden - und so fort. Der Strom beschreibt also Wellen­züge mit positiven Wellenbergen und negativen Wellentälern. In unseren Lichtnetzen wechselt her Strom auf diese Weife hundertmal m der Sekunde seine Richtung. Man kann nun den Strom durch geeignete Vorrichtungen schicken, die ihn nur in einer Richtung durch.asfen; dann gehen beispielsweise nur die positiven Wellen- berge durch den Gleichrichter, dazwischen sind Pausen; die negativen Wellentäler werden sozu­sagen weggeschnitten; es wird also immer nur die eine Halbwelle ausgenutzt, b% andere grht verloren. Run wäre eS sehr schön, wenn man die abwärts gerichtete negative Halbwelle ae- wiffermaßen hochklappen und sie in die Pausen zwischen die positiven Halbwellen legen konnte, man hätte dann auch einen viel gleichmäßigeren Gleichstrom. Dies läßt sich in der Tat durch' einen besonderen Kunstgriff erreichen, inDcnt man nämlich vier Gleichrichter so zu einem Quadrat zusammenschaltet, daß sämtliche vier Glechrichter den Strom nur in der Richtung von einer Ecke deS Quadrats nach der gegenüberliegenden Ecke durch lass en. An diesen beiden Ecken kann dann

die Hochbetagte noch Gänge und Besuche im Dorfe. Gleichfalls in erstaunlicher Rüstigkeit beging der Altbsirgermeister August Schneider kürzlich seinen 83. Geburts­tag. Er ist während drei aufeinanderfolgenden Wahlperioden Bürgermeister gewesen, bis zum Jahre 1919. Während seiner Amtszeit wurde die Feldbereinigung unserer Gemarkung durch­geführt. Schneider ist ferner langjähriges Mit­glied des Gefamtkirchenvorstandes des Kirchspiels Trais-Horloff, in welche Körperschaft er im Herbst wiedergewählt wurde. Da et über eine eiserne Gesundheit verfügt, kann man ihn tm Sommer noch fast täglich mit Feldarbeiten be-

vollkommeii gleichgerichteter Wechselstrom abge­nommen werden, wenn der Wechselstromkrets an die beiden anderen Ecken angeschlossen ist. Trotz der Umkehrung des Wechselstromes ist dann allo im Gleichstromkre.s die Stromrichtung dieselbe wie vor der Umkehrung des Wechsel­stromes: Vom Wechselstrom wird also hierbei nicht nur der negative, unerwünschte Teil ab* geschnitten, sondern der ganze Wechselstrom wird wirklich gleichgerichtet. .

Es gibt bereits eine große Anzahl von Gleich­richtern, die teils auf mechanischer, teils auf chemischer, teils auf thermoelektrischer, teils auf lichtelektrischer Grundlage arbeiten. Am bekann­testen sind der einfache Kristalldetektor und die Audionröhre. Wit beiden wird die untere Hälfte der den Sprechstrom tragenden Trägerwelle ab­geschnitten. so daß nur die oberen Dogen der Trägerwelle übrigbleiben, die sich freilich mit Lücken durch ihre infolge der Ausdrückung von Sprach» oder Musilwellen verschiedenen Höhe zu einem gewellten Gleichstrom zusammen- setzen. Die gewellte Oberfläche dieses Gleichstroms ist es. die man dann im Fernhörer hört; würde man die negativen Wellen nicht abschneiden, so würden sie die Wirkung der visitiven vollkom­men aufheben. Solche Gleichrichter wie der De­tektor und das Audion können jedoch nur eine äußerst geringe Stromstärke bei sehr hoher Spannung glcichrichten. sind aber für größere Stromstärken bei der üblichen Rehspannung un­geeignet Rach Gleichrichtern, die diese Aufgabe lösen, besteht aber ein sehr lebhaftes Bedürf­nis, nicht nur in der Funktechnik.

Bor etwa zwei 3obren ist es dem Physiker L. O. Grondahl gelungen, einen neuen Gleich­richter zu erfinden, dem eine große Zukunft blüht. Grondahl hat über feine Erfindung in b»r Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft be­richtet. Sein Gleichrichter besteht aus einer auf ihrer Oberfläche oxidierten Kupferscheibe und einer gegen die Oxhdschicht unter starkem Druck gepreßten Bleischeibe. Die Oxydschicht wird auf ber Kupferscheibe selbst erzeugt, indem diese un­ter Luftzutritt stark erhitzt wird. Der Belag wird auf der einen Seite, die zum Anschluß eines Stromlellers dient, wieder entfernt. Ium Zu­sammenpressen der Kupfer- und der Dleischeibe dient eine starke, von den beiden Scheiben iso­lierte Schraube. Die Kupserscheibe bildet den einen, die Bleischeibe den anderen Pol des Gleichrichters. Das Ganze hat im Vergleich zu seiner Leistung nur sehr geringe Abmessungen.

Mit dem neuen Gleichrichter können verhältnis­mäßig sehr starke Ströme bei niedriger Span­nung gleichgerichtet werden, ungefähr 3 Ampere

sichtigen. In liebenswürdiger Weife wurde den Jungen nicht nur der Rindviehstall, sondern auch alle übrigen Stallungen und die Einrichtungen des Gutshofes gezeigt.

G r o ß - V i ch e n, 23. Ian. Maser Tage fand in der Gastwirtschaft von E. Rahn die diesjährige Generalversammlung des Krieger- vereinS unter der Leitung des Präsidenten Gg. Z i m m c r statt. 62 Kameraden toaren an« wesend, eine Beteiligung, wie man sie aus den letzten Jahren nicht mehr gewohnt war. Zii Be­ginn der Verhandlungen wurde der Toten dos vergangenen Jahres und der im Weltkrieg ge­fallenen Kameraden in der üblichen Weife ge­dacht. Dann erfolgte die Rechnungsaolag e Dem Rechner K. S ch o m b e r t wurde Entlastung er­teilt. Hierauf stand das diesjährige Scheiben­schießen zur Beratung. Es toaren Anträge ge­stellt worden, die dahin gingen, daß das Schießen wieder am letzten Sonntag im Juli und am 1. August stattsinden. weiter, daß das Schießen an den beiden Sonntagen als ein Gmrzes ange- sehen werden solle, and daß die Preise (Gegen­stände) erst am 2. Sonntage verteilt werden soll- ten. In diesem Sinne wurde beschlossen. Weller wurde ein neuer Vereinsdiener gewählt. Tie Wahl fiel auf Peter Fuchs. Unter PunktVer- schiedenes" wurden verschiedene Anträge aus der Mitte der Versammlung gestellt. So wurde be­schlossen, uwglichst noch in diesem Winter einen Vortragsabend zu veranstalten; weiter, daß am Totensonntag der Verein geschlossen mit Fahne am Gottesdienste teilnehmen solle, den Gefallenen zur Ehre; daß allen Kameraden, die 25 Jahre lang dem Verein angeboren, das Hassiaehren- zeichen verliehen werden soll, und cnd.'ich. daß künftig bei eneraüx?rjanunlungen unter den drei am Orte oefiüblichen Gastwirtschaften abgewechselt werden soll. Der Vorstand wurde wiedergewählt (Vorsitzender: Gg. Z i m m c r; Stetldertre er: Aug. 3 immer; Rechner: K. Schombert; Schrift­führer: Hch. Krebs; außerdem O. Jung und O. I o st). Fahnenträger ist K. Paul, sein Stell­vertreter Herrn. Peter. Rach dein, offiziellen Schluß der Generalversantmlung blieb man noch gemütlich bei einem Glase Bier beisammen.

Kreis Lauterbach.

Schlth. 22. Jan. Die Tatsache, daß in diesem Winter mit seiner anhaltenden Schnee­decke allein in den gräflichen Revieren bis jetzt über 2 0 Wildschweine erlegt worden sind und dazu auch in den angrenzenden staatlichen und Riedeselschen Waldungen noch eine beträcht­liche Zahl Schwarzlittel zur Strecke gebracht wurde, wird von der Bevölkerung des Schlitzer- landes mit lebhafter Freude begrüßt. Man darf nach den erfolgreichen Treibjagden erwarten, daß der durch Schwarzwild verursachte Schaden in den Feldfluren und auf den Waldwiesen des Gebiets nunmehr nachläßt. Die kirchliche Statistik für das Jahr 1928 weist u. a. fol- aende Zahlen auf: Getauft wurden 45 Kinder, konfirmiert 54 Kinder, kirchlich getraut 20 Paare, kirchlich beerdigt 29 Personen. Das Heilige Abendmahl empfingen 1403 Personen. An mil­den Gaben gingen em: für äußere Mission 362 Mark, innere Mission 431 Ml, Gustav-Adolf» Verein 432 QEL, fürs Elisabethenstift in Darm­stadt ein Waggon Liebesgaben und 293 Mark. Die Kirchenkollekte um) Klingelbeutelgelder er­brachten zusammen die Summe von 1708 Mark.

A. Hühner. Orpington: Elisabeths Reitz (Echzell) und W. Schuchhardt (Öettctiau), Ehrenpr.: W. Schiichhardt (Gettenau) und E. Reitz (Echzell), sehr gut; Frau Bocher (Echzell), befriedigend. Ply- m o n t h - R o ck s : Wüh. Groth I. (Echzell), Ehren- prreis; derselbe noch sechs weitere Preise. Wyan- d o 11 e 5 : Wilh. Rau, Heinr. Mogk III.. W. Heß. W. Rau. Phil. Ostheim. Ad. Roos, W. Pipp. I. Treusch. (sämtlich von Echzell», Ehrenpre,se: W. Groth, W. Rau. Hch. Mögt III.. Wilh. Heß. Ph. Ostheiin, Hch. Christ. W. Pipp. I. Treusch, (alle in Echzell) und Ed. Bar (Nidda), sehr gut: Wilh. Pfnorr (Bingenheim), W. Rau und Heinrich Mogk III. (Echzell), Philipp Schäfer (Bingenheim). Richard Michel (Dauernheim), PH. Osthemi, Adolf Roos, I. Treulch (Echzell), St Schleicher (Dauern heim), Kari Vetter (Gnindschivalheim), Gg. Piee (Weckesheim) und Ed. Bär (Nidda) gut. Lang- s h a n : Heinr. Rühl III. (Echzell), sehr gut und gut. RhodelSndcr: Gustav Dillenburger. Ehrenpr.; Heinr. Maul (Ossenheim), sehr gut. Mi tio r t a : Heinrich Binding VII. (Echzell) und Robert Pfarrer (Weckesheim), Ehrenpreise: dieselben noch ,e sehr gut und gut. Barnefelder : Wilh. Mob-lll. (Echzell), gut; I. Gerlach (Düdelsheim), befriedigend. Lachshühner: PH. Kappes (Bingenbenn). sehr gut. Rebhuhnfarb. Italiener: W. Schuch- Hardt (Gettenau) und Ed. Bär (Nidda), Ehrenvre.se; Rob. Pfarrer (Weckesheim), sehr gut; Eduard Bar (Nidda), H. Leopold (Gettenau), gut. Schwarze Italiener: tomr. Holler (Echzell), Ehrenpreis. W. Wagner (Weckeshttm), sehr gut. (Beftr elfte Italiener : Heinrich Müller IV. (Echzell! und Otto Spengler (Grundschwalheiin), Ehrenpreise: W. Weis (Södel), Hch. Müller IV. (Echzell), sehr gut. Gelbe Italiener: Herrn. Noll (Echzell), gut. SiebenbürgerNackihälse: K.Bölbel (Ber­stadt), je einen Ehrenpreis; sehr gut und gut. LaFlesche: I. Feik (Echzell), sehr gut. Rh ein- länder, schwarz: W. Reitz II. (Echzelk), Ehren­preis; derselbe sehr gut und gut; N. Röper (Lad Salzhausen), befriedigend. Rheinländer, reb- bub »farbig: W. Mogl (Echzell), gut. Spa­nt e r : W. Weitzel (Echzell), Ehrenpreis derselbe ehr gut und gut. Silberbrakel : Fr. Schmidt II. (Berstadt). Ehrenpreis und sehr gut. .')amburgcr Silberlack: Heinrich Binding VII., sehr gut und gut. Weiße Leghorn: Bürgermeister schult heiß (Echzell), Ehrenpreis; A. Ries (Woisershenn. sehr gut; I- 'Treusch und W. Rau (Echzell», gut. Pc rlhühner: Heinr. Steffan XIV. (Gettenau), sehr gut. Zuch 1 sta m m e : Otto Spengler (Grund, schwalheim), gestreifte Italiener W. Mayer (Weckes- Heim), schwarze Italiener, Ludwig Mogk (Echzell), weiße Zwerg-Wyandottes, je einen Ehrenpre.s; Otto Heller (Echzell), fchwame Rhenrlander, W. Loh- finklll. (Bingenheim), w. Leghorn, und J.Treusch (Echzell), weiße Leghorn, je gut. iVaanen: Otto Wolf (Wohnbach), Ehrenpreis und lehr gut Zwerg-Wyandottes: Ludwig Mogk lll., I. Trcufch, H. Christ, Elisabeths Reitz (Echzell), je einen Ehrenpreis; W. Pipp, L. Mogk. 3. treusch, H. Christ und Elisabethe Reitz (Echzell) je Kbr gut und gut. Deutsche Zwerge ; PHMpP vsthe m (Echzell), Ehrenpreis; Ed. Bar (Nidda), sehr gut, Frau Bocher, gut; W. Moak (EchM). befried,gend. Kaulzwergs: PH. Oftyelm (Echzell), Ehrenpr. und sehr gut; W. ReitzU. (Echzell) gut. Lang- sbanzwerge: Hch. Mogk III.. Ehrenpre's, sehr gut und gut Goldsebright: K Rau (Ber- ! stadt). K. Bölbel (Berstadt), gut. M111 e 11 e u r s 3 ! Robert Pfarrer (Weckesheim), gut. ..