Ausgabe 
23.11.1929
 
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vierte Frauen überwunden haben, erwacht, von Mißgunst oder Gefallsucht angestachelt, in un­kontrollierten Augenblicken und schadet ohne daß die Betreffende sich ihres bösen Tuns immer hinlänglich bewußt wird bei gegebener Ge­legenheit der Kollegin. Die Ausrede:Ich hab's nicht böse gemeint!" oder: ..Es kam zufällig so!" Hot dann die Frau für sich und andere immer noch merkwürdig leicht bei der Hand.

Daneben findet man selbstverständlich unter Kolleginnen auch viel ehrliche Anerkennung der fremden, guten Leistung, temperamentvolles Für- einandereintreten bei ungerechten, manchmal sogar bei gerechten Angriffen, und vor allem rührende Teilnahme und Mithilfe bei wirvichem Hnglüd.

Aber jene weibliche, allzu weibliche Schwäche der Eifersucht wird die Frau, die einen Beruf hat, verlernen müssen. Sie widerspricht zu sehr dem Grundsatz: Jedem das Recht auf die Arbeit, die er leisten kann! mit dem die Frauen sich neue Wirkungsgebiete erobert haben. Ob sie auch je die Empfindlichkeit und Erregbarkeit verlernen werden, die namentlich männliche Kollegen und Borgesehte an ihnen beklagen? Das ist eine Frage, die ich nicht zu beantworten wage. Denn eine zarte Haut wird nicht härter, wenn sie auch noch so oft verletzt wird und scheint sie viel­leicht schließlich verdickt, so ist es vielleicht nur, weil eine Aarbe neben der anderen sitzt.

Wirtschaft.

Heyligenstaedt & Comp. A.-G.

Der der 1 9. o-rdentlichen General- Versammlung am 22. November vorgelegte Geschäftsbericht mit Bilanz und Eewinn- und Verlust-Rechnung, und die Sanierungs- Bilanz wurden ohne Widerspruch genehmigt.

Der sich durch die Aktien-Zusammenlegung er­gebende Duchgewinn von 975 000 RM. wurde z. T. verwandt zur Deckung der Derlustvorträge. ferner sind damit erhebliche Abschrei­bungen durchgesührt worden, und außerdem konnte für den weiteren Ausbau eine Llmstel- lungs- und Betriebs-Reserve von 150 000 RM. geschaffen werden.

Wie aus dem Geschäftsbericht, den die Ver­waltung sehr ausführlich gehalten hat. ersichtlich, war das Iahr 1928 für die Gesellschaft noch ein 2ahr des Aufbaues und der Umstellung auf moderne Konstruktionen in Hochleistungs- Maschinen. Die Investierungen für diese neuen Modelle, die Schaffung der Vorrichtungen, Werkzeuge, Prospekt« und Katalog-Material, die Bearbeitung speziell des gesamten Auslandes für diese neuen Modelle erforderten sehr hohe Ausgaben, die über Gewinn- und Verlust-Konto sofort abgeschrieben worden sind. Man hat ferner das Fabrikations-Konto einer scharfen Abschrei­bung unterzogen, was schon damit bctoteren werden kann, daß Ende 1927 dieses Konto mit 517 075 RM. zu Buche stand und Ende 1928 nur noch mit 388 015,22 RM. Diese Summe enthält nur Maschinen und Halbfabrikate ein­schließlich fertiger Aggregate neuester Kon- st r u k t i o n..

In der General-Versammlung wurde von Ber- waltungSseite ausgeführt, daß die Ge'chäfts« entwicklung im Iahre 1929 weiterhin Fortschritte gezeitigt habe. Der Umsatz sei, trotz der Un­gunst der Verhältnisse, auf dem vorjährigen Stand gehalten worden, trotzdem das Vorjahr eine etwa 65prozentige Umsatzsteigerung zum Iahre 1927 ausgewie.en habe. Hervorgehoben wurde, daß die Selbstkosten im Iahre 1929 durch die Auswirkungen der Serienfabrikation usw. entsprechend reduziert werden konnten. Zur Zeit sei das Werk nicht voll beschäftigt, man habe Arbeiterentlassungen im kleineren Umfange vorgenommen, doch sei eine Anzahl größerer Objekte in der Schwebe, die in absehbarer Zeit hereinkommen. Das Auslandge'chäst würde sorgfältigst gepflegt und habe sich sehr gut ent­wickelt.

Zur Sanierungs - Bilanz wurde der Gencral- Vcrscunmlung aus Anfrage von der Verwaltung mitgeteilt, daß im neuen Iahre eine Verminde­rung der Schulden (Obligationen, Hypotheken und laufende Verbindlichkeiten) um rund 110 000 Reichsmark eintritt.

AuS dem Bericht geht noch hervor, daß es gelungen sei. unter vorläufiger Umgehung einer Kapitalscrhöhung f em Unternehmen weite e Mit­tel zuzuführen und auch neue Absatzgebiete für Hochleistungs-Maschinen zu erschließen.

Wochenbericht

vom Sronffurfer Effektenmarkt.

Die Diskontierung in Reuyork machte zum Wochenbeginn einen sehr günstigen Eindruck, und die Stimmung war zuversichtlicher und freund­licher, zumal auch an der Reuyorker Börse eine Beruhigung zu verzeichnen war. Das Geschäft konnte aber trotzdem keine lebhafteren Formen annehmen, da die Spekulation infolge des sich immer mehr bemerkbar machenden Auftrags­mangels auf sich selbst angewiesen war. Son­stige Anregungen fehlten fast vollkommen. Im Gegenteil, auf der anderen Seite waren wieder

mehr ungünstige Momente vorhanden, die als geschästshindernd und nachteilig empfunden wur­den. Die Kulisse zeigte daher wenig Reigung zu Deckungen in größerem Umfange. Rur Spe­zialwerte traten zeitweise etwas mehr in den Vordergrund. Auch mit den Geldmarkt­verhältnissen war man nicht voll­kommen zufrieden, da man doch ange­nommen hatte, es würde nach den Diskontsen­kungen eine fühlbare Erleichterung eintreten, was aber nur zum Teil geschehen ist. Eine Geldmarkt­entspannung war wohl zu bemerken, aber doch trat bald wieder eine Anspannung infolge des zunehmenden Bedarfes der Kommunen ein. Das Angebot in Bemberg und AKU hat nachgelas­sen, was schon eine Besserung der Tendenz vor­übergehend bewirkte, dafür machte sich aber bald wieder stärkeres Angebot in Svenska und Chade- aktien bemerkbar, die von 17 bis zu 21 Mark in der ganzen Wock^ verloren. Rur gegen Wochenschluh trat für diese Papiere, da das Angebot von Auslandsseite hierin nachgelassen hatte, eine Erholung ein, so daß der Verlust nur die Hälfte des oben erwähnten ausmachte. Auch trug die Besserung der Situation an den ausländischen Börsen hierzu bei. Im Laufe der Woche verschlechterte sich die Tendenz wieder merklich, da das Zahlungsverbot bei der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs- A.-G. einen nachhaltigen Eindruck hervorrtef. Auch das Endergebnis Der Stadtverordnetenwah­len stimmte pessimistisch. Hinzu kam noch die starke Zunahme der Arbeitslosig­keit im Reiche und die weitere Ver­schlechterung der Geldmarktver­hältnisse. Das Angebot war nie nennens­wert groß, und dies gab der Börse im Grund­ton eine gewisse Wioerstandskraft, so daß mit Ausnahme einiger Sonderbewegungen gegen­über der vergangenen Woche kaum Verluste eintraten. Doch machte sich größte Lustlosigkeit und Zurückhaltung bemerkbar, da die Insolvenz der Haldy-Bank in Saarbrücken nachteilig wirkte. Die Zahlungseinstellungen häuften sich mehr, so daß in dieser Woche eine Rekordhöhe erreicht wurde. Zeitweise trat ein Aufflackern der Stim­mung ein, da die kräftige Entlastung des Reichsbankinstituts nach dem Me­dioausweis und die aktive Handelsbi­lanz für Oktober angenehm empfunden wur­den. Die Festigkeit und Zuversicht nahm aber nie ein übergroßes Ausmaß an, da demgegenüber wieder ungünstige Rachrichten standen, die eine Schranke setzten. Dies waren die in Schwierig­keit geratene Frankfurter Bankfirma Rudolf R. Bauer und der Zusammenbruch des Freiburger Bankhauses Brückle. Die Stimmung war daher auf ihr unterstes Riveau angelangt, doch war die Allgemeintendenz freundlich, da zum Wochen- fchluß mit einer Diskontherabsetzung in London und Reuyork gerechnet" wurde, die in London auch eintrat, was zu einer Geschäfts- Belebung führte. Es ergaben sich Besserungen. Doch schritt die Kulisse bald wieder zu Reali­sationen, so daß die Gewinne des einen Tages fast wieder verloren gingen. Svenska und Chade waren bei beträchtlichen Erhöhungen führend. Bemberg hatten einen Wochenverlust von 5 Proz., Siemens 3 Proz., und Salzdetfurth 2 Prozent.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Der Frankfurter Produktenmarkt eröffnete den neuen Berichtsabschnitt in f e st e r Haltung. Die zum Ende der vergangenen Woche an den Ausland, markten eingetretene kräftige Erholung verfehlte ihren Eindruck nicht. Der Besuch des Marktes war ziemlich stark, da infolge des preußischen Buß. und

Bettages am Mittwoch nur einmal in dieser Woche Markt stattfand. Die Umsatztätigkeit war ziemlich rege.

Weizen war weiter knapp angeboten. Hier be­kundeten namentlich rheinische Mühlen stärkere Nach­frage, so daß der Preis erheblich anziehen konnte. Roggen war gleichfalls nur wenig offeriert in Erwartung weiterer gesetzlicher Maßnahmen zur Hebung des Preisniveaus. Mehle verzeichneten im Einklang mit der besseren Lage am Brotgetreide- marft lebhafteres Geschäft, jedoch blieben die Ab­schlüsse nur auf Deckungen des notwendigsten Be­darfes beschränkt. Hafer und Gerste bei gerin­gerem Angebot und besserer Konsumnachfrage ruhig, aber ziemlich stetig. Mais und Kleie stärker er­holt, wobei sich für Mais größere Nachfrage geltend machte.

Zum Schluß des Marktes machte sich, angeblich auf wieder niedrigere Auslandmeldungen, im nicht­amtlichen Verkehr kleine Realifationsneigung be- merkbar, so daß die Preise geringfügig nachgaben. Im einzelnen betrugen die Besserungen gegenüber der Vorwoche bei Weizen 0,75, Roggen 0,60, Weizen­mehl und Weizenkleie je 0,50 und bei Roggenkleie 0,25 Mark. Mais und Roggenmehl konnten bis zu 1,25 Mark anziehen, während Hafer und Gerste be­hauptet blieben.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Die schwache Beschickung des Frankfurter Schlachtviehmarktes in dieser Woche lieh den Markt trotzdem in sehr ruhiger Haltung verkehren. In Schweinen war die Beschickung entgegen der vor einigen Wochen gehegten Er­wartungen besonders schwach, so daß am Reben- marft die Rotierungen ausgesetzt wurden. Trotz des geringen Auftriebs war der Handel fchlep- Pend, und die Preise blieben gegen die Vorwoche nur knapp behauptet. Auch am Rindermarkt war der Auftrieb erheblich geringer, genügte jedoch der Rachfrage. Die Beteiligung der aus­wärtigen Metzger war wieder sehr stark. Rach ruhigem Handel und etwas anziehenden Preisen wurde nahezu ausverkauft. Kälber und Schafe bei ruhigem Geschäft ausverkauft. Für Kälber zogen Die Preise geringfügig an, während Schafe weiter nachgaben. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1593 Rindern, darunter befanden sich 324 Ochsen, 70 Bullen, 652 Kühen und 405 Färsen, ferner aus 1273 Kälbern, 1015 Schafen und 4594 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der letzten Woche waren 709 Schweine, 279 Rinder. 231 Kälber und 163 Schafe weniger angetrieben.

Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen AI 58 bis 60, All 55 bis 57. B I 48 bis 54. Bullen A 57 bis 59, B 52 bis 56. Kühe A 48 bis 50. B 43 bis 47. C 34 bis 42,

D 28 bis 33. Färsen A 58 bis 61, B 55 bis 57,

C 48 bis 54. Kälber B 82 bis 86, C 76 bis 81,

D 70 bis 75. Schafe A 40 bis 44. B 34 bis 39,

C 27 bis 33. Schweine (Preise vom Hauptmarkt) A 83 bis 86, B 83 bis 86, C 84 bis 87, D 83 bis 86, E 80 bis 84. Im Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche zogen Ochsen 1 Mark. Bullen, Kühe und Färsen bis 2 Mark und Kälber bis zu 3 Mark an. während Schafe 2 Mark verloren. Schweine blieben behauptet.

*DiskontermäßigungderDankvon Danzig. Die Bank von Dapzig hat mit Wir­kung ab 23. Rovember den Diskontsatz von 6/j auf 6 v. H. und den Lombardzinsfuß von Z1/, auf 7 v. H. herabgesetzt.

* D ie Rotierung der DD-Bank- a 11 i c n. Dom 26. Rovember a b werden Deutsche Bankaktien unter der jetzigen Firma Deutsche ^Lank und Disconto-Ge'ellschaft an der Frank­furter Börse notiert. Dom gleichen Tage ao wer­den die zum Handel neu zuaelassenen 135 Mil­lionen Reichsmark neuen Aktien der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschast, die aus den Diskonto-Kommanditanteilen stammen, g'eich den alten Stücken lieferbar. Damit sind die gesamten 285 Mill. RM. Aktien der D. und D.-Bank zum Handel zugelas'en. Die bisherige Rotierung der Disconto-Kommanditanteile entfällt vom 23.Ro­vember.

v Rudolf R. Dauer, Frankfurt a. M. Bei der in Schwierigkeiten geratenen Banksirma A. Bauer in Frankfurt a. M. ist man damit be­schäftigt, mit Hilfe von Revisoren einen Status per 21. Rovember aufzustellen. Man hofft, daß in einigen Tagen ein genauer äleberblick möglich fein wird. Frankfurter und Berlin-er Stellen haben bereits, wenn es sich als notwendig er­weisen sollte, ihre Hilse zugesichert.

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Frankfurter Börse.

Frankfurt, 23. Noo. Tendenz: geschäst^os. Auch zum Wochenschluß blieb die Börse infolge mangelnder Anregungen fast ohne Geschäft. Orders waren kaum eingetroffen. Die Unterneh­mungslust beschränkte sich auf ein Minimum, und die Tendenz neigte zur Schwäche, obwohl Material kaum herauskam. Als verstimmender Faktor wurde die gestrige ungünstige Situation an der Neuyorker Börse empfunden. Die internationale Geldmarktlage besserte sich weiter. Doch wirkte sich dieser Umstand weniger aus, da die Spekulation die Auslassungen in der heutigen Aufsichtsratssitzung der I.-G.-Faroen abwartet. Stärker unter Druck lagen Deutsche Lino­leum minus 4 v. H., auch am Elektromarkt hatten Licht und Kraft unter den ungünstigen Verhältnissen zu leiden. Hier war das Angebot etwas größer, bei einem Verlust bis zu 3 o. H. Sonst gingen die Rück­gänge gegenüber der gestrigen Avendbörfe selten über 2 o. H. hinaus. AEG. eröffneten 2 v. H., Eha- deaktien 2,5 Mk., Schuckert 2 v. H. und Siemens 1 o. H. schwächer. Montanwerte waren fast geschäfls- los. Bei den wenigen zustande gekommenen (Erft­notierungen gingen die Abschläge bis zu 1 v. H. Banken und Schiffen eröffneten bis 113 v. H. niedri­ger. Am Kunftfeidenmarkt verloren Aku. 2 v. H. Don variablen Werten blieben Junghans gut behauptet. Renten lustlos. Türken etwas schwächer. N'eubesitz« anleihe etwas gebessert. Nach einer geringfügigen Besserung traten erneut Abschwächungen ein, so daß die Kurse weiter bis zu 1 v. H. unter Anfang langen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 o. H. etwas leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1805, gegen Pfund 20,3840, London gegen Kabel 4,8555, gegen Paris 123,88, gegen Holland 12,0875.

Berliner Börse.

Berlin, 23. Nov. Auch der heutige Samstag änderte nichts an dem luftlosen Gesamtein­druck der letzten Woche. Es fehlte an Anregungen und vor allem an Orders. Die Nervosität und Un­sicherheit ber Spekulation hat zwar etwas nach­gelassen, von einer stärkeren Unternehmungslust auch von dieser Seite konnte aber nicht die Rede sein- Bei stillem Geschäft lagen die ersten Kurse, wie schon vorbörslich tariert, meist wenig verändert. Teilweise waren auch kleine, wenn auch nicht sehr bedeutende Kursrückgänge fcstzustellen. Besonders in den Haupt- spekulationswerten bestand leichtes Angebot, das aber durch einige Interventionen der Banken ohne allzu großen Kursrückgängen aufgenommen werden konnte. 9m allgemeinen waren die ftursrütfgänae nur um Bruchteile eines Prozentes verändert: wäh­rend Siemens, AEG., Bergmann, Deutsche Lino­leum, Salzdetfurth, Rheinische Braunkohlen^ Ost­werke, Aku. und Berger, sowie Schubert & Salzer usw. 2 bis 3,75 Prozent verloren. Relativ wider­standsfähig lagen J.-G.-Farben in Erwartung gün­stiger Auslassungen in der heute nachmittag ftatt-- findenden Aufsichtsratssitzung. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer behauptet. Mexikaner weiter etwas gefragt. Lissaboner Stadtanleihe wieder schwächer. Pfandbriefe ruhig, ßiquibationspfanbbriefe waren gut behauptet. Der Geldmarkt erfuhr eine unbedeu­tende Erleichterung. Tagesgeld nannte man mit 7 bis 9 v. H., vereinzelt aber auch schon mit 6,75 v. H., Monatsgeld 8,5 bis 10 v. H., Warenwechsel zirka 7,40 v. H. Soweit nach den ersten Kursen überhaupt Umsätze zustande kamen, konnte man leichte Erho­lungen feftfteUen. Lebhaftes Geschäft hatten, aus dem bekannten Grunde, Deutsche Waffen, die nachdem sie schon am Anfang 1 v. H. höher lagen, im Verlaufe um weitere 2 v. H. gewinnen konnten.

(Singefanöt.

(Für Form und Inhall aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Mehr Rücksicht auf die Mitmenschen.

Es ist fast unglaublich, aber doch wahr, daß es in Gießen noch immer Leute gibt, die trotz polizeilichen Verbotes ihre Bettvorleger, Läufer usw. rücksichtslos aus den Fenstern nach der Straße zu ausschütteln. Wenn man zwischen 7 und V28 Llhr früh ahnungslos durch die G 0 ethestraße geht, kann es einem passieren, daß man plötzlich aus dem Hochparterre eines Hauses einen Bettvorleger mit Schmutz und Staub und allem Zubehör ins Gesicht geknallt bekommt. Warum schüttelt die Frau ihr Zeug nicht nach dem Hof aus? Muß es ausgerechnet die Straße sein? Es ist höchste Zeit, daß sich einmal die Polizei um diese Zustände kümmert, denn die Passanten möchten unbelästigt bleiben.

Hoffentlich tragen diese Zeilen dazu bei, daß die betreffende Frau ihre Säuberungstätigkeit nach der Hofseite verlegt.

Sin täglicher Passant.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt befchlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 v. H., Lombardzinsfuß 8 v. H.

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20,885

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112.48 10,516 81.905 20,403

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168.43 1.723 58,37

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21.85 20.358 4,1750

16.43 01.005

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112.03 112.07 112-44 10,513

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4 1830 16,47

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