Ausgabe 
23.9.1929
 
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fommiifton in deren Oluf trag mit einer Dani* anfp rache an die Sänger noch besonders wür­digte. Dann Warden die Meisterbriefe den jun* Sen Meistern überreicht. 3m übrigen musizierten ie Mitglieder der Kapelle Weller eifrig und mit Beifall reich bedacht, und spielten schließ­lich bei frohgestimmter Geselligkeit zum Tanze auf, der viele Festteilnehmer noch lang« gut unterhielt.

Wirtschaft.

Oie Lage am Geldmarkt.

Die Entspannung am Geldmarkt, die im all- gemeinen gegen Mitte des Monats einzutreten pflegt, hielt sich diesmal trotz einer unver- fimnbaren Entspannung der Grundtendenz am offenen Geldmärkte in engen Grenzen. Hierin dürften die ersten Anzeichen der für den Quar­talsultimo zu erwartenden, stärkeren, saison­mäßig bedingten Anspannung zu erblicken sein. Der Zinssatz für Tagesgeld, der sich am Don­nerstag noch zwischen 6 bis 8,5 Proz. bewegte, erhöhte sich am Freitag auf 7 bis 9,5 Proz.; er ging auch für erste Adressen stärker herauf. Wie in früheren Monaten ist dies darauf zurück- zufübren, daß infolge des Industriezahltages im Rheinland größere Beträge von Berlin ab­gezogen worden sind. Monatsgeld wurde da­von nicht berührt, sondern blieb auf dem Stand von 9 bis 10,5 Proz. Dabei ist aber zu be­rücksichtigen. daß dieser Sah fast nur nominell ist, da einerseits infolge der ungeklärten Geld- lage die Geldgeber von Monatsgeld Zurück­haltung üben, und anderseits die meisten Geld­nehmer bei der gegenwärtigen Spannung zwi­schen Monatsgeld und Tagesgeld ihren Bedarf lieber in Form von Tagesgeld decken. 3n Pri­vatdiskonten hielt sich das Geschäft weiter in engen Grenzen, so daß zu einer Aenderung des Satzes (7,13 Proz. für beide Sichten) keine Veranlassung bestand. Warenwechsel mit Dank­giro stellten sich auf etwa 7,75 Prozent.

Für den älltimoverlauf am deutschen Geld­markt ist wesentlich, ob das Reich ohne neue Beanspruchung durchkommt. Das dürfte aber der Fall fein, da man annimmt, daß die begebe­nen Schahwechsel jetzt voll untergebracht worden sind, älnd auch sonst bestehen gegenwärtig bei Post, Preußenkasse usw. keine Schulden. Zu­dem ist Oktober ein guter Einnahmemonat und dürfte den Reichskassen keine Sorgen bereiten. Dagegen hat der Geldbedarf der Kommunen noch nicht nachgelassen. Daß die Entspannung am offenen Geldmarkt unverkennbar ist, hat auch der letzte Reichsbankausweis bestätigt. An den internationalen Geldmärkten ist die Lage nach wie vor unsicher. Das Angebot von Aus­landgeldern ist jedoch unverändert reichlich. Kurzfristige Kredite gibt das Ausland immer noch gerne an Deutschland, trotz der Vorfälle bei der Frankfurter Allgemeinen, die im Aus­lande lediglich als Ginzelfall betrachtet werden. Trotz der befriedigenden Entwicklung des Reichs­bankstalus ist anzunehmen, daß die Reichsbank in ii>er Diskontfrage noch den Quartalsultimo abwarten wird, denn eine sofortige Herabset- Aung dürfte dem Quartalsultimo, an dem immer besonders starke Ansprüche auftreten, hindernd im Wege stehen. Rach äleberwindung desSep- tfcmber-llltimo dürfte die Frage der Diskonter- mäßigung in Anbetracht der erleichterten Situa­tion jedoch immer aktueller werden.

* D i e amtliche GrohhandelSindex- Ziffer. Die auf den Stichtag des 18. September berechnete Grobhandelsindexziffer des Statisti­schen Reichsamts ist mit 138,3 gegenüber der Vorwoche (138,2) nahezu unverändert. Von den Hauptgruppen sind die Indexziffern für Agrar­stoffe und für Kolonialwaren um je 0,4 Prozent auf 133,2 (132,7) und 131,4 (130 9) gestiegen. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halb­waren war mit 131,8 unverändert, während die­jenige für industrielle Fertigwaren mit 157,1 (157,3) leicht nachgegeben hat.

* Getreide-Ei n kaufs-A. -G-, Mainz. In der außerordentlichen Generalversammlung wurde Mitteilung gemäß § 240 HGB. (Verlust von mehr als der Hälfte des Aktienkapitals) gemacht. Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Eine Liquidation des Unternehmens kommt nicht in Frage. Eine eventuelle Zusammenlegung des Aktienkapitals bleibt den Beschlüssen einer spä­teren Generalversammlung Vorbehalten. Die Ge­schäfte werben unverändert weitergeführt.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 23. Sept. Tendenz: schwach. Zum Wochenbeginn wurde die Börse durch den Zusammenbruch von chartry (London) sehr stark beeinflußt. Die Lage scheint hier bedrohliche For-

Deutscher Ausfuhrüberschuß im August.

Die Einfuhr d«S deutschen AußerchandelS im August im reinen Warenverkehr be­trägt 1074 Mill. Mk.. die Ausfuhr ein­schließlich der Reparationssachlieferungen 1191 Millionen Mark. Die Handelsbilanz ergibt so­mit einen Ausfuhrüberschuß von 117 Mill. Mark, gegenüber einem Einfuhrüber­schuß von 130 Will. Mk. im Iuli. Die Repara­tionssachlieferungen belaufen sich auf 67 Mill. Mark gegen 69 Mill. Mk. im Vormonat.

Die Einfuhr ist gegenüber dem Iuli um 156 Mill. Mk. geringer ausgewiesen. Diese Ab­nahme beruht zu einem erheblichen Teil dar­auf, daß die Einfuhrzahlen im Iuli in beträcht­lichem Ümfang Zollabrechnungen im Riederlage­verkehr enthalten: zu einem weiteren Teil liegt ihr aber auch ein tatsächlicher Rückgang dev Einfuhr zugrunde. Abgenommen hat, wenn man von dem Einfluß der Zollabrechnungen absieht, nur die Einfuhr von Lebensmitteln und Fertigwaren: und zwar hat sich bet Le­bensmitteln insbesondere die Ausfuhr von Ge­treide, di« im Iuli infolge der Erhöhung der Zölle stark gestiegen war. bei Fertigwaren in der Hauptsache die Einfuhr von Pelzwaren, Kraftfahrzeugen und Leder vermindert. Die Ein­

fuhr von Rohstoffen und halbfer­tigen Waren ist um 37 Millionen Mark geringer ausgewiesen, als im Iuli. Schaltet man jedoch den Einfluß der Zollabrechnungen (Mineralöle) aus, so ist die Einfuhr von Roh­stoffen nahezu unverändert geblieben. Eine im wesentlichen saisonmähige Abnahme bet einzelnen Waren (Wolle, Oelsaaten) wird durch die Zu­nahme bei anderen Waren (Holz, Eisenerze) ausgeglichen.

Die Ausfuhr ist gegenüber dem Iuli um 91 Mill. Mk. gestiegen. Die Zunahme, die über­wiegend saisonmäßiger Ratur ist, entfällt auf Rohstoffe und halbfertige Waren, so­wie auf Fertigwaren. An der Steigerung der Ausfuhr von Rohstoffen und halbfertigen Waren sind hauptsächlich Düngemittel, sowie Steinkohlen beteiligt. Die Zunahme der Fertig­warenausfuhr verteilt sich auf eine große Zahl von Warengruppen. Besonders bemerkenswert ist die beträchtlich« Erhöhung der Ausfuhr von Textilfertigwaren (+ 30 Mill. Mk.). Stärker zu­genommen hat daneben auch die Ausfuhr von Wasserfahrzeugen, Maschinen, elektrotechnischen Erzeugnissen, Kinderspielzeug und chemischen Er­zeugnissen.

men annehmen zu wollen, denn man befürchtet, daß weitere Kreise stark in Mitleidenschaft ge­zogen werden könnten. Auch am hiesigen Platze konnte man sich bisher noch nicht ganz beruhigen. Die Nachwirkung der in der vergangenen Woche umlaufenden Gerüchte, obwohl deren Unhaltbar- feit schon wiederholt erörtert wurde, verstimmten immer noch. Als verstimmender Faktor kam ferner noch in Betracht die schwache Neuyorker Börse vom Samstag. Bei der bestehenden Unsicherheit schritt die Kulisse zu Abgaben, zumal auch das Ausland sowie das Publikum, soweit hier noch Engagements bestehen, mit Derkausorders an den Markt kamen. Bei der beftehenben Unternehmungsunlust und der schwachen Börsensituation ergaben sich gegen den Schluß von Samstag teilweise ganz er­hebliche Abschwächungen. Besonders zu leiden hatten Elektrowerte. Licht & Kraft verloren 5,5 v. Sy, Gessürel 3,25 v. Sy, Siemens 3,5 o. Sy und Schlickert 2,5 v. Sy Starker angeboten waren noch Deutsche Linoleum mit minus 4 o. Sy und am Kalimarkt, trotz höherer Kaliabschätzungen im September, Salzdetfurth mit minus 5 v. H. und Aschersleben mit minus 3 v. H. Bon Dankwerten lagen Berliner Handelsgesellschaft 5 v. H., Deut­sche Bank 2,5 o. H. und Reichsbank 3 v. H. schwächer. Bon Montanaktien hatten Rheinstahl einen Verlust von 4 v. Sy aufzuweisen. Die übri­gen Werte dieses Marktes verloren bis zu 2 v. H. Glanzstoff 2 v. H. schwächer. Farben lagen zur Erstnotiz 1 v. H. niedriger, gaben aber später, da auch hier das Angebot zunahm, weiter etwas nach. Deutsche Erdöl verloren 3 v. H. Renten ge­schäftslos. Schutzgebiete etwas höher. Nach den ersten Kursen wurde es auf weitere Exekutionen durchweg erneut schwächer. Siemens verloren 6,5 v. Sy die übrigen Märkte lagen durchschnittlich bis zu 2 ö. Sy niedriger. Später machte sich jedoch wieder etwas Deckungsbedürfnis geltend, und das Kursniveau konnte sich allgemein etwas heben. Farben gewannen wieder 1,5 v. Sy, Schlickert 1 v. Sy und Siemens 2,5 v. Sy zurück. Aber trotz­dem blieb das Anfangsniveau etwas unterschritten. Glanzstoff bildeten eine Ausnahme lind waren mit etwa 2 v. Sy über Anfang gesucht. Das Geschäft lag allgemein etwas lebhafter. Tagesgeld war mit 6 ö. Sy unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,20, gegen Pfund 20,358, gegen Paris 123,85, London gegen Kabel 4,8465, gegen Paris 123,85, gegen Mailand 92,65, gegen Madrid 32,885, gegen Holland 12,084.

Berliner Börse

Berlin, 23. Sept. Die erste Börse der neuen Woche brachte weitere Kursrückgänge. Die Schwäche vom Samstag ist nicht spurlos vor­übergegangen, sondern hat erneute Exekutionen am heutigen Markt zur Folge. Sicherlich ist manches Konto bei Nachrechnung schwach ge­worden, und bei der Provinz und Stadt machte sich eine gewisse Angst in stärkeren Verkäufen fühlbar. Es verstimmten die schwachen Ausland- börsen und die immer weitere Kreise ziehende Hatry-Affäre (London). Von einer Nachwirkung der aktiven Außenhandelsbilanz-Ziffern konnte nicht die Rede fein. Auch daß die Angelegenheit Sigmund Sternheim erledigt ist, nachdem die Gläubiger dieser Firma sich mit einem 25prozenti« gen Abschlag hei ihren Forderungen einverstan- den erklärt haben, machte keinen Eindruck. Die Gerüchte, daß die Großbanken eine Sitzung ein­berufen hätten, um über Interventionen zu be­

raten, werden nicht bestätigt. Wir erfuhren, daß von einer gemeinsamen Stützung, wie bisher noch nie, keine Rede sein könne. Zu den ersten Kursen betrugen die Verluste gegen Samstag­schluß im Durchschnitt 1 bis 3 Prozent, bei Spezialwerten bis 5 Prozent und darüber hin­aus bei Schultheis 8 Prozent, bei Rheinischen Braunkohlen 6 Prozent und bei Polyphon 6,25 Prozent. Deutsche Anleihen weiter ruhig. Aus­länder lagen ebenfalls eher schwächer. Pfand­briefe überwiegend angeboten. Der Geldmarkt war leichter. Tagesgeld 6 bis 8,5 Prozent: Monatsgeld 9 bis 10,5 Prozent; Warenwechsel etwa 7,75 Prozent. Rach den ersten Kursen zu­nächst unbedeutend erhöht (nur Spritwerte etwas stärker befestigt), setzten sich später die Exekutio­nen fort, und die Stimmung wurde wieder aus­gesprochen schwach. Papiere wie Siemens und Polyphon gingen erneut um 6 Prozent zurück, während sonst mit wenigen Ausnahmen ein- bis dreiprozentige Verluste eintraten. Bezeichnend für die Nervosität der Börse ist, daß Gerüchte unglaubwürdigster Art von der Spekulation für bare Münze genommen werden. 11. a. wollte man sogar wissen, daß die Großbanken sich in einer heutigen Sitzung mit der Wiederabschaf- fung'öeS Terminverkehks beschäftigen würden.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 23. Sept. Am Produkten­markt war di« Haltung heute sehr ruhig. An­regungen lagen nicht vor. Don Aaslandseite trafen meist niedrigere Offerten ein. Die Unter­nehmungslust war wieder eng begrenzt. Beson­ders unter Druck lag Roggenmehl, das bis zu 0,50 Mk. verlor. Es wurden notiert: Weizen 24,50 Mk., Roggen 19,50. Sommergerste (für Drauzwecke) 20,75 bis 21, Hafer (inländischer) 19 bis 19,25, Mais (gelb) 19,75, Weizenmehl (süd­deutsches. Spezial 0) 37,50 bis 38,25, Roggen­mehl 27,75 bis 29,50, Weizenkleie 11,15 bis 11,25, Roggenkleie 11,25, Erbsen (je nach Qualität, für Speifezwecke) 35 bis 48, Linsen (je nach Qualität, für Speifezwecke) 45 bis 85, Heu (süddeutsches, gut. gesund, trocken) 11, Weizen-' und Roggen- stroh (drahtgepreßt) 6, Weizen- und Roggen- stroh (gebündelt) 5,75 bis 6, Treber (getrocknet) 17,25 bis 18,50 Mk. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 21. Sept. Das Geschäft am Frankfurter Eiermarkt war auch in der vori­gen Woche recht lebhaft, da namentlich vom Aus­lande wenig Ware an den Markt kam, so daß die Preise weiter etwas anziehen konnten. Da die Produktion in den Weststaaten stark nach­gelassen hat, ist mit einer weiteren Preissteige­rung zu rechnen. Es notierten in Pfennig per Stück (Auslandeier unverzollt ab Grenzstation, Inlandeier ab Station): bulgarische 10.75 bis 10.9, holländische 12 bis 14,5, südslawische 10,75 bis 11,25, polnische 9,5 bis 10, russische 10 bis 11, dänische 12 bis 14,75, belgisch-flandrische 14,5 bis 14,75, rumänische 10,25 bis 10,5.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 23. Sept. Auftrieb: 1450 Rinder, darunter 294 Ochsen, 96 Dullen, 694 Kühe, 380 Färsen: ferner 514 Kälber. 71 Schafe, 4439 Schweine. Rinder: Ochsen, vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 60 bis 62. ältere 55 bis 59, sonstige vollfleischige

jüngere 50 bis 54; Dullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts, 54 bis 57, sonstig« voll- fleischige oder ausgemastete 49 bis 53; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts, 46 bis 49, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 42 bis 45, fleischige 37 bis 41, gering genährte 30 bis 36; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): voll­fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 60 bis 62, vollfleischige 55 bis 59, fleischige 50 bis 54; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 78 bis 80; mittlere Mast- und Saugkälber 73 bis 77, geringe Kälber 66 bis 72; Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 89 bis 90, vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 2cberu>- gewicht 89 bis 90, von etwa 160 bis 240 Pfund Lebendgewicht 90 bis 91, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 86 bis 88. Marktverkauf: Rinder mäßig rege, geringer lieber« stand. Schweine rege, ausverkauft. Kälber und Schafe ruhig, geräumt.

Turnen, Syori und Spiel.

Kußball in Hessen-Hannover.

Die gestrigen Fußballspiele im Bezirk Hessen-Hannover endeten mit folgendem Ergebnis: Svg. Kassel Herrnannia Kassel 1:2. SC. 03 Kassel Göttingen 05 1:0. Borussia Fulda Kurhessen Marburg 2:4.

Kußball in Güddeutschland.

Bezirk Main-Hessen.

In der Gruppe Main gelangte Eintracht Frank furt in den alleinigen Besitz der Tabellenspitze. Sie holte sich bei der Sp. Agg. 02 Griesheim einen 4:0-Sieg. Rotweiß Frankfurt glitt auf den 3. Platz hinunter, denn er verlor auf eigenem Felde gegen Union Niederrad 1:2. F. Sp. V. Frankfurt kam gegen Kickers Offenbach zu einem sicheren 3:0, wäh rend der 1. F. C. 93 Hanau trotz Platzvorteil gegen Germania Bieber 0:2 das Nachsehen hatte.

Die Gruppe Hessen hatte ihr wichtigstes Spiel in Mainz. Dort brachte der F. Sp. V. 05 Mainz dem S. V. Wiesbaden mit 2:1 den ersten Punktverlust bei. Wormatia Worms tarn nicht ungerupft aus Neu-Isenburg nach Hause. Der V. f. L. bereitete den Wormsern ein 2:2. Auch Alemannia Worms gegen hassia Bingen endete 2:2, und S. V. <98 Darmstadt gegen den F. C. 03 Langen 3:3.

Bezirk Bayern.

Die Gruppe Nordbayern hatte gestern durch weg reguläre Ergebnisse. Der 1. F. C. Nürnberg gewann gegen den mäßigen V. f. R. Fürth mit 3:1 allerdings nicht allzu hoch, zeigte aber immerhin an­sprechendes Spiel. A. S. 23. Nürnberg ließ die Sp. Vgg. Hof auch in ihrem 6. Spiele nicht zu Punkten kommen und gewann 5:1. Bayern Hof mußte der Sp. Vgg. Fürth mit 0:4 die Punkte mit­geben.

In der Gruppe Südbayern war für die Platz- besitzer ein unglücklicher Tag. Teutonia München zog gegen den D. S. 23. München mit 2:6 Toren den Kürzeren. S. 23. 1860 unterlag Wacker München, einer Mannschaft, die seither noch gar nichts gezeigt hatte, sogar mit 1:6, und Schwaben Augsburg hatte gegen Bayern München di« unvermeidliche Nie­derlage von 2:4 Toren einzustecken. Nur Jahn Re­gensburg wahrte sein hausrecht und sandte den F. 23. 94 Ulm mit 5:0 nach Hause.

Walter Flinsch, Frankfurt a. M. gewinnt den Holland-Becher.

Bei den internationalen Ruderivettkämpfen um den Holland-Decher konnte gestern der Alt­meister Walter Flinsch, Frankfurt a. M. an dem neuen Deutschen Meister Boehelen, Berlin, Revanche nehmen und ihn mit einer hakDen Länge Vorsprung schlagen. Einen weiteren Sieg der Deutschen gab es im Doppelzweier, den die Meistermannschaft Buthz v. Düster- I o h vor Da re - - Devil, Rotterdam gewinnen konnte.

Süddeutsche Meisterschatten im Laufen und Gehen.

In M ü n ch e n wurden am geitrigem Sonn­tag bi'e Süddeutschen Meisterschaften im 25- Kiilometer-Laufen und im 50-Kllometer- Gehen ausgetragen. Bei den Läufern unter» nahm Kapp (München) einen Ausreißversuch kurz vor dem Ziel, der ihm auch glückte und die Meisterschaft brachte. Dagegen gab es bei den Gehern sogar einen neuen Weltrekord, da Reichl (München) für die Strecke die fa­mose Zeit von 4:33,10 Std. herausbrachte. Die Ergebnisse sind:

25-Älm. -ßaufen: 1. Kapp, Eisenbahn­sportverein (München) 1:26,57,8 Std. 2. Ronall (Saarbrücken) 1:28,42,6 Std. 3. Zeilnhofer (Mün­chen 1860) 1:29,14 Std.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.

Berlin, 21. September

Banknoten

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a.M.

Telegraphische Auszahlung.

Fran)üsische Noten. . . . . Holländische Noten......

Italienische Noten ...... Norwegische Noten...... Deutsch Oestrrr., äioö Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten ...... Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten.....

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Deutsche Maschinen-Fabrik . .

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Ludw. Loewe..... . 1

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Franks. Maschinen......

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Tetgl. ohne AuLIof.-Rechte . . . 7% Franks. Hyp-Bk. Soldpf. um kündbar bis 1932.......

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Vl-E G- abg. BorkriegS-Obligation.. rüchahlbar 1932 ......

4% Schwel,. BundeSb.-Ani.. . .

4% Oelterreichifche Goldrte.. . .

4.60% Ceffen. Stlberrie.....

4% Oesterreich, ein hei tl. Sitr .

4% Ungarische Wolbrte......

4% Ungarische StaatSr. v. 1910 .

*¥i% belgl. von 1913.....

4% Ungarische Ätonentte.....

4% Türk. Hollanleihe v. 1911 . .

4% Türkische Bagdadbahn DnI.

(Serie I...........

4% desal. Serie 11.......

4% Rumänen conoett kitte . . . 4 V,% Rumänen Boldanl. von 1913

Mg Deutsche Eisenbahn . . 4%

Hamburg-Amerika Paket ... 7

Hamb.-SOdam. Dampssch. . . 6

H.msa Dampfschiff.....10

Norddeutscher Lloyd.....8

Deutsche Eredltanst. . . 10

Barmer Bankverein .... 10

Berliner HandelSgelellsck. . . 1$

Commerz, und Privat-Bank . 11

Darmst. u. Nationalbank . . 12

Deutsche Bank......JO

DiSkonto-Gesellschaft Dnt.. . 10

Mannesmann........ 7

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CbendileL KoUwerke.....7

Phönir Bergbau......6%

Rheinische Braunkohlen... 10

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Bereinigte Slahlw .....

Olavi Minen..... 16'/.

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Kall Westeregeln......1<

Salltv-'ri Salzdetfurth . . . V>

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Thnamli Nobel.......6

Scheide anstatt . ....... y

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Goldschmidt ........ 6

RülgerSwetts........6

Metal igelellichaft.......8

Geld

Brief

16,40

16,46

167,93

168,61

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111,92

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59,12

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61,74

61,98

12,38

12,44

73,05

73,35

2b September

23. September

Amtliche ss

Geld |

otierung Brief

Amtliche 9 Geld

iotieruna Brief

Amst-. Rott.

168,23

168,5-

168,22

168,56

Burn-.AtteS

1,759

1,763

1,75

1,76

Brss.Antw

58,28.i

58,405

58,29

58,41

111,89

Christiania.

111,66

111,88

111,6/

Kopenhagen

111,68

111,90

111,70

111,92

Stockholm

112,34

112,56

10,561

112,32

112,54

HelssngforS.

10,541

10,54

10,56

Italien - . .

21,945

21,965

21,94

21,98

London - . .

20,332

20,372

20,33

20,37

Neuyork . .

4,1855

4,2035

4,19

4,20

Pari«....

Schweiz ..

16,41

16,45

16,42

16,46

80,85

81,01

80.87

81,03

Spanten . .

61,94

62,06

61,93

62,05

Japan .. .

2,003

2,007

2,00

2,00

Wo de Jan-

J,4965

9,498

0,49

0,49

Wien in D-« Lest, abgest.

59,00

59,12

58,98

59,10

Prag Belgrad . .

12,423

12,443

12,42

12,44

7,39

7,380

7,394

7.38

Budapest. .

73,17

73,31

73,17

»3,31

SuUanen .

3,035

3,038

3,03

3,04

Lissabon

18,76

18080

18,73

18,77

Danzig. .

81,29

81,45

81,31

81,47

Konstantin-

2,017

2,021

2,03

2.03

Sitten. .

5,42

5,43

4,169

5,42

5,43

Canada

4,161

4,15

4.16

11 nt uav

4,096

4,104

4,09

4,10.

Carro

20,86

20,90

20,86

20,90

Berlin, 21- September

Held

Brief

Amerikanische Noten .....

4J81

4.201

58,10

58.34

Dänische Noten ...«*,

111,48

111,92

Enolikche Noten........

20.306

20.38^