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gehalten wurde. Eine sehr große Zahl von Rind­vieh gelangte zur Prämiierung, besonders ge­fiel allgemein die einheimische Vogelsberger Rasse. Ein sehr großer Fortschritt ist in den letzten Jahren in dieser Zuchtrichtung zu bemerken. Der Rachbarort Rudingshain hat besonders schöne Exemplare aufzuweisen. Etwa 1500 Mark gelangten als Preise bei der Prämiierung zur Verteilung. Zum ersten Male war mit dem Markt auch eine Prämiierung von Pferden verbunden. Das schöne, stattliche Pferdematerial, das besonders aus TI l f a aus dem Markt vor- geführt und preisgekrönt wurde, erregte all­gemein Bewunderung. Landstallmeister Hertel. Gutspächter Rausch und Rullmann bildeten das Preisgericht. Dor der Vorführung der prä­miierten Tiere hielt Bürgermeister Mengel hie Begrüßungsansprache und dankte allen Stel­len für die Unterstützung unserer Stadt bei dieser Veranstaltung. Oekonomierat Breidenbach, der Vorsitzende des Landwirtschaftskammeraus­schusses für die Provinz Oberhefsen, sprach ker­nige Worte auf Blühen und Gedeihen der ein­heimischen Landwirtschaft. Eine Verlosung war mit dem Markt verbunden. Der Schweine- markt war gut befahren, etwa 600 Schweine wurden flott abgeseht. Ein großes Volksfest schloß sich mittags an den Markt an.

1 Sellnrod, 22. Mai. Bei herrlichem Früh­lingewetter feierte unsere Gemeinde am Pfingst­montag ein Volksmissionsfest, das aus der Gemeinde und den umliegenden Dörfern sehr gut besucht war. Rach Eröffnung durch den unser Kirchspiel zur Zeit verwaltenden Pfarrer - n i g, Groß-Eichen, ergriff Missionar Walther auS Beuern das Wort. Er gab u. a. sehr inter­essante Berichte aus seiner früheren Tätigkeit als Missionar in Kamerun. Zum Schluß sprach noch Pfarrer König einiges über die Protesta­tio n )u Speyer, deren 400jähriges Jubiläum an den Pfingsttagen begangen wurde. Der Po- saunenchor der Gemeinschaft hatte in dankens­werter Weise die Begleitung der Gesänge über­nommen.

Kreis Alsfeld.

er. Homberg a. d. Ohm, 22. Mai. Die Hornberger Fünfundfünfziger, der Jahrgang, der vor 41 Jahren hier konfirmiert wurde, trafen sich hier während der Pfingst­leiertage. Von nah und fern hatten sie sich dazu eingefunden. Die Begrüßungsfeier fand am ersten Feiertagabend imFrankfurter Hof" statt. Ein gemeinsamer Kirchgang am zweiten Feiertagmor­gen folgte. Der Geistliche nahm in seiner Predigt Bezug auf die Anwesenheit der Gäste und wünschte ihnen für ihr ferneres Leben Gottes reichsten Segen. Rach dem Besuch des Gottesdienstes nahm man einen Rundgang durch den Geburtsort vor und begab sich anschließend zum Mittagessen im .Frankfurter Hof" Der Rachmittag vereinigte die alten Kameraden zu einem Spaziergang in die Hardtschlucht, abends fand dann das letzte Beisammensein statt. Gestern fand die 71. Ge­neralversammlung der Spar- und Dar - lehnskasse G. m. b. H. unter großer Beteili­gung statt. Der Reingewinn von über 1600 Mk. soll in der Weise Verwendung finden, daß 300 Mark zu Betriebsrücklagen verwandt, 50 Mk. der Höheren Bürgerschule überwiesen werden und der verbleibende Rest dem Reservefonds zufließt. Es wurden 3 Mk. Tagegelder und 9 Prozent vom Geschäftsanteil bar ausbezahlt.

Kunst und Wissenschaft.

400-3afjr-5eier

-er Königsberger Staats- und Universitätsbibliothek.

Die Königsberger Staats- und Tlniversi- tätsbibliothek leitete am Mittwochvormittag die Feier ihres 400jährigen Bestehens mit einem akademischen Festakt in der neuen Aula der Albertus-Tlniversität ein, an dem der Lehrkörper der Tlniversität, zahlreiche Ehrengäste und Mit­glieder des Vereins Deutscher Bibliothekare teil« nahmen. Der Rektor der Albertina, Professor Dr. Juncker, wies auf die engen Beziehungen zwischen der Staats- und Tlniversitätsbibliothek und der Universität und unterstrich die dauernde Zusammengehörigkeit beider Institute auch für alle Zukunft. Den Festvortrag hielt der Direktor der Staats- und Universitätsbibliothek Dr. D i e s ch. Universitätskurator Dr. Hoff­mann überbrachte die Glückwünsche des preußi­schen Kultusministers Dr. Decker und machte die mit lebhaftem Beifall aufgenommene Mitteilung, daß der Minister der Staatsbibliothek anläßlich ihrer Jubelfeier einen besonderen einmaligen Zu­schuß von 10 000 Mark überwiesen habe. Sodann überbrachte Oberbürgermeister Dr. Lohmeher (Königsberg, mit seinen Glückwünschen eine Spende von 15 000 Mark für die Handbibliothek der Universität sowie die Monumentalausgabe

der Werke von Arno Holz für die Staats­bibliothek.

Wirtschaft.

Diskonterhöhung in Amerika?

Rach einer Reuhorker Meldung hat die bera­tende Körperschaft des Federal Reserve Board beschlossen, diesem die Erhöhung des Diskontsatzes auf 6 Prozent zu emp- fehlen. Dieser Beschluß ist, obgleich der Ausschuß nur eine beratende Funktion hat, von weittragen­der Bedeutung. Der Ausschuß, der sich mit der Lage des amerikanischen Geld- und Kapital­marktes beschäftigt hat, ist also zu der Ansicht gekommen, daß trotz der von dem Federal Reserve Board ergriffenen Maßnahmen gegen die Ueberspekulation an der Reuhorker Dorfe und auf Eindämmung der amerikanischen Bör­se n k r e d i t e die im Interesse der Wirtschaft und der allgemeinen Kreditverhältnisse notwen­dige Klärung des Geld- und Kapitalmarktes nicht cingctrcten ist. Der einzige Ausweg bleibt die Erhöhung der Diskontrate bzw. die B e r - tcuerung des Geldes. Auf ®'.noi?a, ins­besondere auf die Lage der Dank von England und der Reichsbank, würde sich eine amerikanische Diskonterhöhung natürlich stark bemerkbar machen. Eine erneute Diskonterhöhung in Deutsch­land ist dann durchaus wahrscheinlich.

* Reparationslieferungen de r Knorr A.-G. Die3oumee Industrielle" > richtet aus Brüssel, daß die deutsche Firma Knorr auf Reparationskonto eine Bestellung in Hohe von 80 Millionen Franken zum Einbau von Westinghouse-Bremsen in Güterwagen er­halten habe. Eine Fabrik in Charleroi habe eine gleiche Bestellung in Höhe von 120 Millionen Franken erhalten. Es handelt sich um die Aus­rüstung von 70 000 Güterwagen mit diesen Bremsen. Man nimmt an, daß die Arbeiten in fünf Jahren beendet sein werden.

* Auftrag der niederländischen Eisenbahnen für hie deutsche Wag- gonindustrie. Wie WTB.-Handelsdienst aus Amsterdam berichtet wird, haben die Riederlän­dischen Eisenbahnen kürzlich 2500 Güterwagen, die in der Hauptsache für Kohlentransporte be­stimmt sind, neu in Auftrag gegeben. Hiervon wurden 1100 Wagen bei van der Zypen in Köln, 600 Wagen bei der Hannoverschen Waggonfabrik und 800 Wag n bei der Amsterdamer §a r k Werk- spo'r bestellt. Weiterhin wurden in den lch.enTagen noch 100 Güterwagen, die für Gemüsetransporte Verwendung sinken sollen, ebenfalls bei der Han­noverschen Waggonfabrik in Auftrag gegeben.

* Maschinenfabrik Hartmann A.-G., Offenbach a. M. Die Gesellschaft berichtet über volle Beschäftigung im Geschäftsjahre 1928. Der Gesamtumsatz sei weiter gestiegen. Die Rach­frage nach pneumatischen Förderanlagen war im In- und Ausland groß. Wesentlich erhöht wurde der Umsatz in der Abteilung Entstaubungsanla­gen. Es wurde einschließl. 26 054 (28124) Mk. Vortrag ein Bruttoüberschuh von 660 295 (524 375) Mk. erzielt. Rach Abzug der Abschrei­bungen von 68 179 (37 639) Mk. und Unkosten von 518 613 (406 441) Mk. verbleibt ein Reingewinn von 83 502 (80 294) Mk., woraus 6 (5) Prozent Dividende auf 1 Mill. Mk. A.-K. vorgeschlagen werden. 3000 Mk. sollen der Reserve zugewiesen werden, die damit auf 33 000 Mk. steigt. Zum Vortrag verbleiben 19 057 Mark. Bei der der­zeitigen Beschäftigung des Unternehmens wird toieber ein befriedigendes Ergebnis erwartet. (G.-V. 25. Mai.)

A. - G. für Zellstoff - und Papier- fabrifation, Aschaffenburg. Die Ge­sellschaft war im Jahre 1928 voll beschäftigt, aber durch weiter gesteigerte Lasten und Ver­teuerungen seien die durch die Rationalisierungs­maßnahmen der Vorjahre erzielten Vorteile ziem­lich ausgeglichen worden. Außerdem mußte Vor­sorge für den weiteren Ausbau und die tech­nische Vervollkommnung der Anlagen getroffen werden. Um bei den großen nordischen Holz­bezügen den Frachtenmarkt besser ausnützen zu können, wurde in Rotterdam eine Transport­gesellschaft, die R. V. Transport - Maatschappij Aschaffenburg, gegründet. Die Inangriffnahme der Zusammenlegung der bisher getrennten Zell- stoffabriken in Aschaffenburg, der Ausbau der Sulphit-Spritfabrik in Walsum und andere Um­bauten hätten erhebliche finanzielle Aufwendun­gen zur Folge gehabt. Detriebsgewinne und son­stige Einnahmen erbrachten einschl. 0,284 (0,255) Vortrag 7,760 (7,526) Millionen Mark. An­dererseits erforderten Unkosten und Steuern 3,717 (3,802), Zinsen und Provisionen 1,049 (0,817) und Abschreibungen 1,250 (1,150) Millionen Mark. Aus dem verbleibenden Reingewinn von

2,028 (2.012) Millionen Mark werden bekanntlich wieder 12 Prozent Dividende auf 14,4 Millionen Mark Aktienkapital vorgeschlagen. 0,301 (0,284) Millionen Mark werden vorgetragen. Nähere Angaben über die geplante Kapitolerhöhung von 14,4 auf 23 Millionen Mark werden in dem Be­richt nicht gemacht.

* Ausdehnung des Leonh ar d°Tieh - Konzerns. Rachdem die Uebernahmeverhand- lungen zum Abschluß gekommen find, wird der Hebcrgang des Warenhauses I. Duklstein Rachf. A.-G., Offenbach a. M. an die Leonhard Tietz A.-G., Köln, am 1. Februar 1930 erfolgen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 23. Mai. Tendenz: un­sicher, später erholt. Im Dormittagsverkehr war die Tendenz sehr unsicher und schwach. Die Doisse an der gestrigen Reuhorker Börse und vor allem die ungeklärte Lage in Paris, sowie Mel­dungen, wonach der deutsche Delegierte D r. Bögler R ü ck t r i 11 s a b s i ch t e n äußerte, verstimmte zwar, und es traten erhebliche Rückschläge ein. Ms die Bestätigung dieser Rach richt eintraf, schritt die Spekulation ebenfalls in starkem Maße z u Abgaben, und bei der bestehenden Aufnahmeunlust erga­ben sich anfangs Rückgänge b i s z u 4 P r o- zent. Die Geldmarktverhältnisse waren unver­ändert schwach, doch wurden die unveränderten Diskontsätze des Auslandes mit Befriedigung ausgenommen, und es trat ein Tendenzum­schwung ein. Die Kulisse schritt wieder in stär­kerem Maße zu Rückkäufen, und die anfänglichen Verluste konnten gegenüber der gestrigen Abendbörse aufgeho11 und teilweise sogar bis zu 2 Prozent überschritten werden. Die Umsahtätigkeit blieb jedoch ziemlich eng begrenzt. Eine gewisse Zurückhaltung war unverkennbar. Rur in einzelnen Werten nahm die Umsahtätigkeit ein etwas größeres AuSmaß an, da hier verschiedene Ausland­aufträge den Anreiz boten. Am Kalimarkt konnten Salzdetfurth 9 Prozent, Aschersleben 5,5 Prozent und Westeregeln 5 Prozent gewinnen. Don Elektrowerten zogen AEG. 2,5 Pro­zent, Siemens 1,5 Prozent und Schuckert 1 Pro­zent an. Am Farbenmarkt lagen 2.-G.-Far- ben weiter unter Druck und eröffneten 1 Prozent niedriger, Holzverkohlung 1 Prozent niedriger. Etwas gefragt waren noch am Montanmarkt Harpener mit plus 3,5 Prozent und Zellstoff- to e r t e Aschaffenburg mit plus 2 Prozent. Banken zeitweise bis 2,5 Prozent niedriger. Glanzstoff minus 2,5 Prozent. Im übrigen waren nennenswerte Umsätze nicht zu verzeichnen, und die Kursgestaltung war eher unein­heitlich. Schutzgebiete leicht erholt. Die übrigen Renten lagen still. 3m Verlaufe blieb man zuversichtlich und ziemlich freundlich. Das Geschäft schrumpfte aber wieder ein, doch konnten sich die Gewinne zeit­weise erhalten. Für AEG. und Kaliwerke hielt sich das 3nteresse, da von feiten Amerikas und Frankreichs größere Posten aus den Märkten ge­nommen wurden. Rur Siemens und Schuckert waren auf Realisationen leicht gedrückt. Anfangs regte der Geschäftsbericht des Farbenkon^erns etwas an, doch hielt die hiervon ausgehende günstige Wirkung nicht lange stand, und man hörte einen leicht nachgebenden Kurs gegen An­fang. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8 Pro­zent unverändert. Am Devisenmarkt war die Mart leicht abgeschwächt. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2003; gegen Pfund 20,371; London gegen Kabel 4,8490, Paris 124,13, Mai­land 92,65, Madrid 34,05 und Holland 12,0665.

Berliner Börse.

Berlin, 23. Mai. Der heutige Dormittags­verkehr war außerordentlich schwach: Die Spe­kulation schritt in den Hauptwerken zu großen Abgaben, so daß sich Verluste bis zu 7 Proz. gegen Mittagsschluß ergaben. Zu den ersten Kursen war aber die Tendenz nicht so schwach wie vormittags, da in Kaliwerten und 2t @ ®. Kaufordcrs Vorlagen, die auch die Spe­kulation an den anderen Märkten zu Deckungen bewogen. Günstige Rachrichten lagen heute aus Paris und Reuyork nicht vor. Die auf Diskont­befürchtungen flaue gestrige Reuhorker Börse verstimmte zwar, auch heute lagen Rachrichten vor, nach denen mit der Möglichkeit einer Dis­konterhöhung zu rechnen ist. Rach der lieber« reichung des Glaubigermemorandums scheint die Situation in Paris nicht mehr so günstig zu sein. Der Rücktritt des deutschen Delegierten Dr. Bögler wurde mit großer Besorgnis auf­genommen. Man beruhigte sich jedoch, als.man hörte, daß Dr. Schacht mit Geheimrat K a st l weiter verhandeln wird. Heute vormittag lag die Mark international schwach, erholte sich aber zu Beginn der Börse wieder. Die Mitteilung, daß der Londoner Diskont unverändert belassen

wurde, tief zu Beginn der Börse eine gewisse Beruhigung hervor. Die ersten Kurse waren mehrere Prozent gegen Vormittag gebessert, lagen aber überwiegend 1 bis 2 Proz., vereinzelt bis 4 Proz. unter gestern Schluß. Der Geschäftsbericht der 3.-G.-F arbenindustrie regte den Far- benmarkt etwas an, ohne den Kurs aber stützen zu können. Kaliwerte waren von guter Seite start gefragt. Salzdetfurth gewannen 6' 8 Prozent. Deutsche Anleihen waren etwas gedrückt. Ausländer uneinheitlich. Tagesgeld war etwas leichter, der Satz blieb aber unver­ändert. Monatsgeld 9'/2 bis 10'/8 Prozent. Rach den ersten Kursen wurde es von AEG. und Kaliwerten ausgehend allgemein lebhafter und 1 bis 2 Proz. fester. Später war es wieder uneinheitlich and zum Teil etwas schwächer.

Frankfurter Schlachtviehrnarkt.

Frankfurt a. M., 2 Mai. Auftrieb 10 Rin­der, 629 Kälber, 35 Schafe, 544 Schweine. Es wur­den notiert: Kälber: beste Mast- und Saug- kälber 83 bis 87 Mark; mittlere Mast- und Saug­kälber 76 bis 82; geringe Kälber 70 bis 75. Schweine: vollfleifchige Schweine van etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 70 bis 74; von etwa 200 bis 240 Pfund 70 bis 74; von etwa 160 bis 2Ö0 Pfund 72 bis 75; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 68 bis 72 Mark. Marktverlauf: Schweine ruhig, ausverkauft. Kälber lebhaft, ge­räumt.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a>M., 23. Mai. Auch heute ver­kehrte der Frankfurter Produktenmarkt in ruhiger Haltung. Die höheren Auslandnotierungen blieben ohne Eindruck, doch war die Grundstimmung etwas freundlicher. Eine regere Geschäftstätigkeit konnte sich aber nicht durchsetzen, da die Händler nach wie vor äußerst zurückhaltend blieben. Die Preise er­fuhren gegenüber den gestrigen keine Veränderung. Es wurden notiert: Weizen 24 Mark; Roggen 22,75; Sommergerste für Brauzwecke 23,50 bis 23,25; Hafer, inländischer, 23 bis 23,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 21; Weizenmehl, süddeutsches (Spe­zial 0) 32 bis 32,25; Roggenmehl 28,75 bis 29,75; Weizenkleie 12 bis 12,15; Roggenkleie 12,75. Ten­denz: ruhig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 22. Mai. Die Erholung an den überseeischen Terminmärkten hat nicht lange an­gehalten, und da auch Liverpool auf die er­neuten Preisrückgänge in Rord- und Südamerika scharf reagierte, war die Tendenz an der hiesigen Produktenbörse als recht schwach zu bezeichnen. Auf Basis der ziemlich beträchtlich ermäßigten Cifofferten für Auslandweizen kam es dann ver­einzelt zu Abschlüssen. Dom 3nlande wird Wei­zen und Roggen speziell für Rechnung der zwei­ten Hand zur Kahnverladung stärker angeboten, während sich Waggonmaterial weiter ziemlich spärlich macht. Das Preisniveau erfuhr für beide Drotgetreidearten, ebenso wie am Liese- rungsmarkt, eine Senkung um bis zu 2 Mark. Abschlüsse kamen jedoch nur wenig zustande, da Forderungen und Gebote zumeist schwer in Tlebereinstimmung zu bringen sind. Mehl ist in den Mühlenofferten um etwa 25 Pfennig er­mäßigt. Für Weizenmehl besteht auf dem niedri­geren Preisniveau etwas bessere Rachfrage zur prompten Lieferung. Roggenmehl liegt weiter still. Hafer wird weiter reichlich angeboten. Ge­bote sind schwer zu erhalten. Gerste sehr ruhig. Es wurden notiert (1000 Kilo): Weizen, märt., 217 bis 218, Mai 228 bis 227,75 Brief, Juli 232,25 bis 231,75 Brief, Sept. 237,75 bis 237,50 (matt); Roggen, märkischer, 193 bis 196, Mai 204 Brief, Juli 209,75 bis 209,50, Sept. 213,50 bis 213 (flau); Braugerste 215 bis 228; Futtergerste 185 bis 194 (flau); Hafer, märkischer, 190 bis 197, Juli 199,50 bis 198 (flau), Sept. 202,50 bis 201,50 Brief; (100 Kilo): Weizenmehl 24 bis 28,25 (matt); Roggenmehl 25,75 bis 27,50 (matt); Weizenkleie 13 bis 13,25 (ruhig).

Letzte Nachrichten.

Unterschlagung bei der Frankfurter Städtischen Sparkasse.

Frankfurt tu 2H., 23. Mai. (MTV. Draht- bericht.) Bei einer Revision in der Frankfurter Städtischen Sparkasse ist festgestellt wor­den, daß der Stadtamlmann Klose einen Betrag von 30000 Marl unterschlagen hat, und zwar durch Urkundenfälschung und Ber- t rauensmißbrauch. Der Vorstand der Städt. Sparkasse hat beschlossen, die Verfolgung der An­gelegenheit der Staatsanwaltschaft zu übergeben und den Verlust aus dem Reservefonds der Kasse zu decken.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbanldislont 7,5 Prozent,

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155,75

I. ®. Färben-Industrie ... 12 Dynamit Nobel ....... b Ccheideanstalt. ....... 9

243,5

242,65

244

Berlin, 22- Mai

Geld

Brief

156

Amerikanische Noten.....

4,182

4,202

vritteideutsche Crediidatü ... 9

KeichobaiU .<» 12

_

Goldschmidt . ....... 5

Rütger-merke . ....... 6

81

87

80,75

87

81,5

86

Belgische Noten........

Dänische Noten........

38,19

111,56

58,43

112,00

303,25

303,75

Metallgesellschast. . . . 11

127

127,65

Englische Noten .......

20,34

20,42

Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a M.

Telegraphische Auszahlung.

Berlin 22- Mai

Geld

Brief

Französische Noten....

16.40

16,46

Holländische Noten......

168,41

169,09

ittalienische 9iotcn......

21,99

22,07

Norwegische Noten......

111,53

111,97

Deutsch Oesterr,5100 Kronen

58.84

59.08

Rumänische Noten......

2,545

2,565

Schwedische Noten......

111,87

112,31

Schwerter Noten.......

80,82

81.14

Svantsche Noten.......

59.60

59,84

Tschechoslowakische Noten . .

12,45

12,51

Ungarische Noten

72,90

73.20

22- Mai

23. Mai

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Vne>

Geld

Bries

Ämtt.-Ron-

168,90

169.24

168,63

168,97

Bu.n-AircS

1,750

1,762

1,759

1,763

Brsi.-Ankw.

58,23

58.35

58,265

58,385

C Kristiania.

111,74

111,96

111,78

112,00

Äopenbagen

111,73

111,95

111,80

112,02

CtockKolm .

112,08

112,30

112,13

112,35

Helsingfors.

10,543

10,563

10,547

10,567

Italien. . .

21,95

21,99

21.96

22,00

London. . .

20,34

20,36

20,348

20,388

Neuvort . .

4,1945

4,2025

4,1970

4,2050

Paris....

16,385

16,425

16,39

16,43

Schwei, . .

80,735

80,695

80,75

60,91

Spanien.

59,58

59,70

59,66

59,78

Japan . . .

1,873 0,497

1,877

1,868

1,872

Rio de Jan. Dien in D -

0,499

0,4985

0,5005

Ceft- abgest

58,915

59,035

58,95

59,07

Prag . . - - Bclirad . .

12,422

12,442

12,43

12,45

7,375

7,389

7,377

7,391

Budapest. .

73,19

73,43

73,11

73,25

Bulgarien.

3,032

3,038

3,027

3,033

Lissabon . .

18,78

18,82

18,77

18,81

Danzig. . .

81,30

81.46

61,31

81,47

Konstantin.

2,043

2,047

2,053

2,057

Athen. .

5,455

5,465

5,45

5.46

Canada .

4,171

4,179

4,170

4,178

Uru uay

4,116

4.124

4,126

4.134

Cairo . .

20,87

20,91

20,875

20,915