Ausgabe 
23.2.1929
 
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Wirtschaft.

Der deuische Außenhandel im Januar.

Erhöhter Einfuhrüberschuß.

3m reinen Warenverkehr beträgt die Ein­fuhr im Januar 1929 1319 Millionen OHL, die Ausfuhr, einschließlich 63,9 Mill. Mk. Repa- rationssachllefcrungen, insgesamt 11C5 Mill. Mk. ES ergibt sich mithin ein E i n f u h r ü b e r - schuh von 214 Mill. Ml. einschließlich, von 233 Mill. Rlk. ausschließlich der Repara'.ionLsach- lieferungen.

Gegen Dezember 1923 ist die Einfuhr um 213,2 Mill. Mk. höher auSgetriesen. Liese Stei­gerung beruht zu einem erheblichen Teil auf der Zollabrechnung von früher i.n Riederlage­verkehr eingeführten Waren. Bei Ausschaltung der hierdurch bedingten Lleberhöhung ergibt sich eine tatsächliche Einfuhrzunahme von nur 70 biS 80 Mill. Mk., die auf Rohstoffe, halbser- tige Waren sowie ferlige Waren entfällt. Sie Einfuhr von ÖebenämiLteln und ©eiränlen, bei der die Zollabrechnungen von besonderer Bedeu­tung sind, hat in Wirtlichkeit gegenüber Dezem­ber etwaS abgenommen.

Sie Ausfuhr im reinen Warenverkehr ist gegenüber Dezember gestiegen, und zwar einschließlich der Repera.innlsachlieserurgeTt um 73,1 Mill. Mk. An dieser Zunahme sind Roh­stoffe und. halbfcrtige Waren, sowie Fertig­waren beteiligt.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

3n dieser Woche machte die Beruhigung der Börse im allgemeinen weitere Fort­schritte, doch b.ieb bei allen Törsen.reisen große Zurückhaltung bestehen. Die Almfalj- 1 ätigkeit bewegte sich in unverändert engem Rahmen, da Publikum und Ausland dem Geschäft weiterhin fast vollkommen fern- b.'.eben. Man war befriedigt darüber, daß eine Erhöhung des Reul'orker Diskontsatzes wiederum un.erbJieben ist, wenn auch die Kampfansage des Federal Reserve Vcard an die übersteigerte Börsenspelulalion und die daraus resultierende schwache Haltung der Reutzorker Börse eine ge­wiße LInficherheit hervorriesen. Die Entwicklung der Reparot onsvrrhanblung.n beurteilt? man an der Börse weiterhin nicht ungünstig. Ein starkes Mome.ck der Zurückhaltung war dagegen die weiier undurchsichtige Lage der internanor.alen Ce dmärkte. Am inländischen Geldmarkt Lar zum Medio vorübergehend eine merklichere Be.st.isung für Tagesgeld eingetreten, die man 1e..weise auf die Berinögenssteuerzahlungen zu- rückfüh'-en wollte. 3n der Hauptsache dürfte diese Verknappung aber durch die andauernd starken Devisenabziehungen verursacht worden sein. Aus dem letzten Reichsbankausweis, de.- trotz des Medio eine weitere Entlastung brachte, waren die großen Devisenabgaben der Reichsbank zur Verhütung eines weiteren An­steigens der Devisenkurse zu ersehen. Verstimmt war man darüber, daß zweimal kurz hinterein­ander der Berliner Prive^'skontsatz tun je 1/a Prozent auf 6 Prozent erhöht wurde. Später- hi.l fanj dies seine Erkräru .g m der Begebung von 125 Mick. Mk. Reichsschatzwechseln an ein Tanlenkonsortium: die zweimalige Erhöhung des Privatdislonles war anscheinend im wesentlichen eine Vorbereitung zur Unterbringung der Schatz­wechsel. Die augenblickliche Geldmarkt- situation in Deutschland bietet im all­gemeinen jedenfalls keinen Grund zur Be­sorgnis, da sich die konjunkturecke Abschwä­chung weiterhin entlastend auswirlen dürfte. Als Beweis für die meist günstigere Beurteilung kes deutschen Kavitalmark.es können die verschie­de. ?en bereits aufgelegten oder geplanten Sn» lanDan'eijen (des Hessischen S'aates, der 6labt München) angesehen werden. Die im allgemeinen zunächst behauptete Tendenz stützt sich im we­se etlichen auf die bessere Meinung für Montan­werke, die von verschiedenen Seiten gekauft wur­den. Anregung dazu bot zweifellos der infolge der anhaltenden Kälteperiode merklich gebesserte Kohlenabsatz. 3m Vordergründe standen wieder Traunkohlenaktien: vor allem waren Rheinische Braunkohlen gefragt. Kaliwerte waren dagegen Weiler angeboten und schwächer, auch nach dem Abzug der Dezugsrechte. 3m Lause der Woche mach e sich Wiele.- eine verstärkte Unfiöer- heil bemerkbar. Verstimmend wirkten die Rede des preußischen HandL.LministerS Dr. Schrei­ber und der weitere, wenn auch uertangfamte A st'eg der Arbeitslosigkeit. Enttäuscht war man jedoch besonders darüber, daß in der außer- v-deutlichen Generalversammlung der S.-G.- Fa.benindust.-ie, die den Dividendegarantiever­trag mit der schweizerischen Holdinggesellschaft

genehmigte, feine Mitteilungen über die voraus­sichtliche Höhe der Dividende für 1928 gemacht wurden. Dazu kamen Rachrichten aus Paris, daß sich bei den Verhandlungen Schwierigkeiten ergeben hätten. Die Tendenz schwächte sich in­folgedessen allgemein etwas ab. Stärker an­geboten und gedrückt waren die internationa­len Werte, wie Svenska und Chadealtien. Auf die Annahme, daß die Dividende bei Aschaffen­burger Zeckstvff unverändert bleiben werde, konnte dieses Papier mehrere Prozent gewinnen. An den Rentenmärkten war das Geschäft meist be­langlos.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Auch in dieser Woche konnte feine rechte Geschäftsbelebung auskommen. 3n Aus­wirkung der anhaltenden Frostperiode und der damit verbundenen T .a. s^o.t.chwierigleiten zeigte sich wenig älnternehmungs.ust. Das Geschäft nahm von Tag zu Tag an Umfang ab. Die da­durch entstandene knappe Beschickung des Marktes bot keine Anregung, auch die zumeist höheren Aus.andnotierungen üblen keinen Einfluß aus. Die Pre sgestaltung erfuhr aus diesem Grunde kaum eine Veränderung. 3m Grund ton der Börse zeigte sich jedoch ein festes Gepräge. An den Haupt-.narktlagen konnte sich das Geschäft zeit­weise etwas reger gestalten. H ec schritten ver­schiedentlich die Mühlen und der Export zu Deckungen. An den übrigen Tagen wurden nur Kluse im Bedarfsfälle getät.gt. Die Provinz brachte auch nur verhältnismäßig wenig Ware an den Markt, die Forderungen wurden aber nicht immer bewilligt. Bei gut oehaupwlen Prei­sen halte Brotgetreide nur minimale Um« sähe zu verzeichnen. Etwas vermehrtes Sntereff-: machte sich in dieser Woche für inländischen Hafer Lemerfbar. Bei höherem Pre.S wurden hier zume.st 3nteressenkäufe von feitz;i des Ex­ports ro.genommen. Sa3 MehlgeschLft hatte nur schleppenden Absatz. Weizenmehl blieb in» fo.ge te.ein .eiter Raa,frage gut behauptet, wäh­rend Roggenmehl angeboren und vernachlässigt war. Am Futtermittelmarkt war im Gegensatz zur vergangenen Woche kaum Geschäft. Sas 3ntei.c,fe von feiten der Landwirtschaft für Mais war erheblich zurückgegangen, und größeres Angebot bie. Art.kels hatte eine Ermäßigung des Preises zur Fo.ge. Weizen- und Roggenkleie blieven bei ganz vereinzelter Rachfrage unver­ändert. Auch zum Wochenschluß blieb das Ge­schäft sehr minimal. Die erneut höheren Aus anbnotierungen und die weiter knappe Be­schickung des Marktes blieben ohne jede Anre­gung. Cs wurden nur im Bedarfsfälle Abschlüsse gelängt.

Die Preise erfuhren gegenüber Len Dotierun­gen zum Wochenbeginn keine Veränderun­gen. Terglicheu mit den Preisen der vergange­nen Woche waren Weizeu, Roggen. Sommergerste, Wei eamehl und Weizen- und Roggenkleie gut behauptet. Hafer konnte 0,25 Mi. anziehen, während Roggenmehl 0,25 Mk. nachgeben mußte. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Wei e r 24 bis 24,25 Mk., Roggen 23,75, Haler (inL) 21.50 bis 24,75. Sommergerste 24,50. Mais (für Zu.lerzwecke) 24, Weizenmehl 34 bis 34,75, Riederrh. 33,75 bis 34,25, Roggenmehl 31 bis 31,75, Weizenkle.e 14,25. Roggenkleie 15 Mk.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schlack tviehmarkt.

Das Geschäft am Frankfurter Schl.ech'vichrnarkt war in dieser Woche sehr ruhig. Auf dem Rindermarkt war der Auftrieb etwaS größer, als in der Vorwoche, jedoch konnte der Handel etwas regere Formen annehnen und der Markt vollständig geräumt werden. Der niedrigere Auf­trieb am Schweinemarkt war wohl auf den starken Frost zurückzufiihren: es konnte sich aber fein großes Geschäft entwickeln, im Gegen­teil gaben Schweine im Preise erheblich nach. Kälber hatten anfangs der Woche regeres Geschäft aufzuwei'en, jedoch wurde die Stim­mung am Rebenma.kte, durch die große Zurück­haltung der Metzger, flau; Schafe rege und geräumt. Hier konnten die Preise etwas an» ziehen. Das angetrie&ne Vieh war in fast allen Gattungen mittlerer Qualität, was auch zu den teilweisen c<e'Itfzen Preisadsch ägen ge ührt haben dürfte. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1560 Rindern, darunter 342 Ochsen, 70 Bullen, CIO Kühe und 330 Färsen, ferner aus 1922 Käl­bern, 355 Schafen und 4768 Schweinen. Ver­glichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 121 Rinder, 254 Kälber mehr, dagegen 73 Schafe und 437 Schweine weniger angetrieben. Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen AI 53 bis 53, All 49 bis 52, BI 44 bis <*8; Bullen. A 49 bis 52, B 43 bis 48; Kühe: A 41 biS 46, B 33 bis 40, C 32 bis 35.

e Opposition in der Generalver­sammlung der AEG- 3n der Generalver­sammlung ter AEG. wa.e.i 118,4 M II o- e.. Ma.k Aktien mit 76 432 725 Stimmen ve.freien. Der Abschluß mit wieder 8 Prozent Dividende wurde gegen 22 606, die Ent a.tung von Vorstand und Au.sichis.at g:gen 7218 Stimmen genehmigt. Die Opposition gab Protest zu Protokoll. 3n einer lebhaften Debatte wankt: sie sich besonders gegen die hohen Abschreibungen und verlangte eine Erhöhung der Dividende. Ein diesbezüglicher Antrag auf Einlegung einer Pause, um eine Aenderung der Vorschläge bei der Gewinn- und Verlusteechnung vorzunehmen, wurde mit großer Mehrheit abge.ehnt. Die Verwaltung bemerkte, daß sie an Üjrer Abschreibungspolitik festhalten mäste; es sei noch ein Anleihedisagio von 8 Mil­lionen Mark abzuschreiben, und in zwei Fahren beginne d.e Amortisation. Die Gese.lschaft müsse ihren Besitzstand erhalten. Auf verschiedene An­fragen über die Auswirkung der Kupferpreis­steigerung auf die 3ntere,'sengemeinschaft mit Hirsch-Kupfer erk.ärte die Verwaltung, daß die Kupferpreise damit nichts zu tun hätien. Die Ge neinscha't sei abgesch.oslen worden, um einen roduktionsausgleich herbei.uführen, indem Hirsch verschiedene von der AEG. auf gegebene Produk­tionszweige aufgenommen habe. Zum Sauern- Projekt führte die Verwaltung aus, daß eine vor­bereitende Gesellscha't in Gründung begriffen fei, daß aber über die Aussichten und die Höhe des Kapitalbedarfs naturgemäß noch nichts gesagt werden könne. 3m neuen 3ahre sei der Geschäfts­gang zur Zeit noch befriedigend.

* Dividend en loser Abschluß der Schneider & Hanau A.-G., Frankfurt a. M. 3m 3ahre 1927/23 konnte der älmfatz zwar vergrößert werden, bemgegenüber standen jedoch gedrückte Preise. Die in den allgemeinen Ver­hältnissen bez rundete Zurückhaltung hab: eine günstige geschäftliche Auswirkung der gestiegenen Rachfrace gehemmt. Es wurde ein Rohgewinn von 325 504 (332 495) Mk. erzielt. Anderseits beanspruchten älnlosten 292 432 (230 000) Mk. und Steuern 60 360 (90 000) Mk. Rach 10 206 Mk. Abfchreibunzen ergibt sich ein Verlust von 27 233 Mark, um den sich der Gewinnvortrag aus dem Vorjahre auf 20 871 Mk. vermindert. Heber das laufende 3ahr ließen sich noch feine Angaben machen. (@ener;.lre/ammlum am 8. z)

* 8 Prozent Dividende beim Nord­deutschen Lloyd. Der Aufsichtsrat des Nord­deutschen Lloyd, Bremen, beschloß, der Generalver­sammlung die Verteilung einer Dividende von wie­der 8 Prozent auf das erhöhte Aktienkapital bei Be­messung der Abschreibungen nach den bisherigen Grundsätzen vorzuschlagen. Die Globus Reederei A.-G. verteilt wieder 8 Prozent Dividende.

eyrauifutter B^. c.

Frankfurt a. M., 23. Febr. Tendenz: etwas freundlicher. Zum Wochenschluß zeigte die Börse nach der unsicheren und lustlosen Haltung der letz­ten Tage wieder ein etwas freundlicheres Aussehen. Nach den eingehenden Meldungen werden die Reparationsverhandlungen in Paris wieder optimistischer beurteilt, und eine allgemeine Beruhigung ging von die­ser Tatsache aus. Auch wird in Börscnlreisen die Hoffnung gehegt, daß die Krise in der Regierungs­bildung im Reich, sowie in Preußen bald über­wunden sein wird, was nicht ohne Einfluß auf die Stimmung blieb. Das Geschäft war immer noch sehr klein und beschräncke sich nur auf einzelne favorisierte Werte. Das Ausbleiben.von Kunden­orders und die geringe Beteiligung des Auslandes oft Börsengeschäft ließen keine Belebung aufkom­men. Auf der anderen Seite verstimmte der Ia- nuar-Auswels über den deutschen Außen­handel, der allgemein nicht befriedigte, doch zeigte in einigen Werten die Spekulation etwas vermehrte Aufnahmsluft. Zur ersten amtlichen Notiz kamen nur wenige Papiere zur Notierung. Gegenüber der gestrigen Abendbörse blieben die Veränderungen klein und gingen kaum über 15 v. H. hinaus. Im Vordergründe des Interesses standen Schuckert mit plus 1,5 v. H., Siemens mit plus 1,40 o. H. und vor allen Dingen Chade Aktien mit plus 5,50 Mark. Sonst bestand noch einiges Inter­esse für A. E. G. mit etwa plus 1 v. H. Hier boten die günstigen GeschästsauLsichten eine gewiße An­regung. Deutsche Linoleum plus I v.H. Am Chemie­markt waren I.-G.-Farben vernachlässigt, doch waren heute die Abgaben nickt mehr so dringend (minus 0,75 v.H.). Sckeideanstalt etwas gebessert. Kaliaktien um 1 v. H. fester. Banken durchweg bis 0 5 v H. schwächer. Montanaktien fast ohne Ge­schäft. Die Werte dieses Marltes waren meist gut vchauptet. Gelsenkirchen konnten bei weiterer Nach­frage bis fast Iv.H. anziehen. Autowerte etwas hrher. Die Rentenmärkte lagen still. Im Verlaufe konnte von einer Geschäftstätigkeit kaum noch die Rede sein. Kleinste Umsätze bewirk­ten jedoch ein Anziehen der Kurse um Bruchteile

eines Prozentes. Chadc-Aktien und Svenska waren weiter lebhaft gehandelt. Don Elektrowerten waren Schuckert angeboten und eher etwas niedriger. Am Geldmarkt blieb Tagesgeld mit 4,5 v. H. unverän­dert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4 2135, gegen Pfund 20,4490, London gegen Kabel 4 8530, gegen Paris 124 2750, gegen Mai­land 92,67, gegen Madrid 31,45, gegen Holland 12,1160.

Merline Börse.

Berlin, 23. Febr. Die vielen ungünstigen Mo­mente, die in der letzten Zeit an die Börse heran- getreten sind, haben verhältnismäßig geringe Wir- tung gehabt. Im Moment ist es so, daß weder günstige, noch unaünftige Nachrichten eine direkte Wirkung Hervorrufen können, und nicht das Kurs­niveau, sondern nur die Stimmung beeinflussen. Heute vormittag sah es noch eher fester aiis, zumal einerseits in Neuyork Feiertag ist und von dieser Seite keine Störungen erwartet zu werden brauch­ten, anderseits die Nachrichten aus Paris etwas günstiger lauteten und man glaubt, mit einer Eini­gung rechnen zu dürfen. Allgemeine Lust- losigkeit und fehlende Orders ließen dann aber auch kaum größere Umsatztätigkeit zu Beginn der Börse aufkommen, und die Kurse lagen auf gestriger Abendbasis behauptet. Dis Spekula­tion zeigte xum Wochenschluß etwas Deckungsnei- gung, zumal auch heute die Ultimovorbereitungen glatt verliefen und auf der Börse kaum gemerkt wurde, daß Montag schon Liquidationstag ist. Nur wenige Papiere zeigten kleine Abweichungen gegen gestern. Svenska gewannen 3, Chadeaktien 4,50 Mk. und Sarotti 4,5 d. Sy Auch Schiffahrtsaktien auf die unveränderte, mit 8 v.H. vorgeschlagene Divi- dende beim Norddeutschen Lloyd gefragt. A. E. G. hatten lebhafteres Geschäft, dagegen verloren Pöge 2,40 d. Sy, Transradio 2,75 v. H. und Stöhr sogar 4,75 v.H. Hamburg-Süd und Vogel-Draht wurden heute exklusive Dividende gehandelt. Deutsche An- leihen ruhig. Ausländer geschäftslos. Geldmarkt unverändert. Im Verlause setzten sich meist kleine Kursbesserungen durch. Svenska fliegen um weitere 2 Mark, 21. E. G. waren, angeblich auf Ausland­käufe, lebhafter verlangt. Im allgemeinen blieb aber die Umsatztätigkeit gering. Polyphon verloren im Verlaufe 3 v. Sy

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Liebe Straßenbahn!

Vor einiger Zeit las ich zufällig, daß du dich auch bei anderen Fahrgästen zur strengen Winterszeit durch die fehlende Heizung sehr unbeliebt machst. Wie viele andere Leidtragende, denen das vorige Eingesandt aus dem Herzen gesprochen war, hatte auch ich gehofft, daß du in deinem Innern bald eine behagliche Wärme ausftrömen würdest. Aber vergebens! Wenn das so weiter geht,ver- schnupfst du dich und die meisten Fahrgäste noch dazu. Die schöne Anregung, die dir im vorigen Monat an dieser Stelle gegeben worden war, scheint bei dir keine Gegenliebe gefunden zu haben. Du hüllst dich einfach in tiefes Schweigen und glaubst damit die Sache abgetan.

Liebe Straßenbahn! Du bist doch mit der Elek­trizität so nahe verwandt, und immer lieft man, daß die Elektrowärme so billig und wohltuend sei. Selbst nach den Kochoorfüh- rungen im Einhornsaal wurde in der Zeitung darauf hingewiesen, daß die Heizung des Saaleseinzig und allein durch Elektrowärme erzielt worden fei". (?) Aber was man doch im großen Einhornsaal er­zielen kann, soll man eigentlich bei dir erst recht in dem viel kleineren Raum erreichen können! Oder sollen dir einmal deine lieben Fahrgäste folgenden Vortrag halten:W' e gestaltet die Elektri­zität ihre Straßenbahn gesünder sowie angenehmer''"

Also, jetzt auf zur Tat, wir armen Leidtragen­den haben jetzt schon lange genug in deinen kühlen Wänden gefroren, ober meinst du vielleicht, das nüchterne SvrüchleinHeize elektrisch", bas man auch bei dir mit schlotternden (Scheinen lesen kann, würde wärmen?

Aber einen guten Rat gebe ich dir noch: Baue eine richtige und vernünftige Heizung ein, keine ..Höhensonne", daß man meint, der Kopf steckt in Afckka. die Füße im Nordpol.

Liebe Straßenbahn! Jetzt ha st du dasWort. Nun erkläre bald, daß du deinen Fahrgästen auch im W nter d^s Leben angenehm machen willst. ober fane, bah es nickt geht, we'l bein elektrischer Verwandter, der als Kilowattstunde in sehr hohem Tone immer redet, dir nickt genug Wärme geben kann und z u teuer ist.

Eineunbehagliche" F a h r g ä st I n.

Kurszettel der Beniner und Frankfurier Börse.

Sie hinter den Papieren angeführten Ziffern neben die Höhr der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdislo u 6,5 Prozent, Lombardzinsfuh 7,5 Prozent.

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31

32

Ceenfteln 4 floppet ....

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Bamag-Meguin......

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Front!. Maschinen.....

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Venligenslaevt ......

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Lecknoeete.........

114.13

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Mainkrailweeke......

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9)!tag...........

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143

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Aelariulmer.......

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L'eler» Union.......

101

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Gebe, llioever.......

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Sübv. Zucker.......

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Berlin, 2.- rua

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belgische Noten........

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Dctnt'tbe Noten........

111.94

112,38

Englische Noten........

20,395

20,475

Devt.enmarkt Berlin - Frankfurt a. 22L

Berli.i, 21 iVbruar

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tf.aiiiOHiwe Viotut.....

16,453

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Noten ......

168,24

166,92

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22,09

22,17

'Knrmentirf)" Noten.....

111,95

112.39

D utsch-L.'slerr,3100Kronen

59,09

59,33

Nuniänische Noten......

2,495

2,515.

Schwedische Nofn.....

112,28

112,72

Lchwrirer Noten -.....

80.88

81,20

P nntitfrf) 'Junten.......

64,96

65 .24

Tsch'choiioivakische Noten . .

12,45

12,51

Ungarische Noten......

73,18

73,48

Telegraphische Auszahlung.

21 ffciruat

22 Februar

Äm liche Notierung

Nmt.tche Notierung

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Brie

Weib

Briet

«in r.» Non.

168,61

168,95

168,53

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Bu n-.Aire4

1,770

1.774

1,770

1.774

Br«, 'intro

58,45

58,57

58,45

58,57

Gtidfti.inia

112,25

112,47

112,24

112,46

Atop.-nfing.-n

112,25

112,27

112,23

112,45

112.66

Etocklivlm

112,47

112,69

112,44

Helüngfors.

10,59

10.61

10,583

10.603

.Ualien. -

22,065

22.105

22,045

22,085

London. . .

20,432

20,472

20,42)

20,465

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4,2109

4,2180

4.2090

4,217.

T rt-3. . .

16,435

16,485

16,43

16,47

Schweiz . .

80,96

81,18

80,935

81,195

Eva i.-n.

65,03

65,13

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1,903

1,907

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59,14

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Prag .

12,482

12,502

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12,48

12,50

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7,39 J

7,391

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73,33

73,52

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Bul arten

3,037

3,043

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3.043

r-'ssabon

18,68

18,72

18,63

18,67

Ton; a - . .

81,69

81,85

81,67

81,83

flonft ntia.

2,095

2.099

2,075

2,079

Allen. . .

5,435

5,445

5,435

5,450

Conada . .

4,191

4,199

4,301

4.309

Uni uay. .

4,501

4,309

4,301

4.309

Cairo . . -

20,93

21,97

20,419

20,420