Ausgabe 
23.2.1929
 
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Kommandosprache onerfannt Es wird unter dem Kommando des toten Offiziers Scholz stehen, alle übrigen Offiziere sind Deutsche.

Oer Sturm gegen die Verfassung in Polen. Ein Aufruf dcö NegicrungHblockH gegen den schrankenlosen ParlamenlaridmuS.

Warschau. 22. Febr. (WB.) Die Blätter des P i l s u d s t i - Lagers veröffentlichen heute in Riesenlettern einen Aufruf deS Regie- r u n g s b l o cl s an die Bevölkerung, in de-.n es heißt: Am Heuti'en Lage beginnen wir im Sejm die Arbeit an dem von uns eingebrachten Ent­wurf einer Aenderung der polnischen Verfassung. Wir sind der Auffassung. daß die Verfassung vom 17. Dezember 1921 schlecht ist. daß sie in Stickluft geboren wurde. Siefe Verfassung machte den Sejm souve­rän. Jene Leute, die sich frei fühlten, waren in lächerlicher Minderheit. Deshalb spiegelt sich in dieser Verfassung auch noch allzuscharf d i e Stimmung der Knechtschaft wieder. Zwei Lager, die sich sonst zu dieser Zeit leedanschast- lich beläinpften. reichen sich die Hand, um d.e Verfassung so schlecht wie möglich zu ge­stalten. Vier Jahre die'er Derfafsunt genügten, um Polen an den Rand deS Avgrun- d e s zu bringen. Niemand kann auS seinem ©e- dächtnis diesen Abschnitt verbrecherischer An­archie im Staate löschen. Dieser ungeheuere Un­sinn kann sich ntch wiederholen. Wrr wollen auf rechtliche Weise ein gutes Recht für die Ver­fassung im Staate erkämvfen. Der legale Weg ist für uns nicht der Weg des Kompro­misses. da wir unseren Prinzip ellen Grund­sätzen nicht untreu werden dürfen. Einander widersprechende Gegensätze werden wir nicht au- lammenflicken. Wir wenden und an alle, die von staatlichem Instinkt erfüllt sind, mit der Aufforderung, und in dieser Arbeit zu unter­stützen. Wir haben die Pflicht, den kommenden Genevationcn eine Derfassunz zu schenken, die die besten Entwickelun?smöglichleiten und die Fähigkeit sichern soll, die Macht und die Stärke Polens zu verteidigen.

Dreizehn Schiffbrüchige von einem deutschen Dampfer gerettet

Der deutsche Dampfer »Admiral Ttrpttz" ist tn Volohama eingetraffen. Er hat 13 Schiffbrüchige eines aus der Provinz Kogashima stammenden Motorfischdampse.'s gerettet unö an Dord ge­nommen. T-ie Schiffbrüchigen befanden sich feit 17 Tagen auf ihrem lecken Schiff.

Oie Wetterlage.

TeilweiseAnfhebllngdesTransfersthutzes?

Teilung der Oawesannuitäten in solche mit und ohne Transferschuh.

Formulierung sie selbst nicht beteiligt ist. Es ist Weiler bei allen Besprechungen erkennbar gappr- ben. dah die Staatsregierung eine gleichzeitige Berück,ichtigung ter evangelischen Kirchen für ihre finanziellen Sicherungen ab lehnt." Scharfe Angriffe des Zentrums.

Der Minister ohne Portefeuille. Die Konkordatsfrage

Berlin. 22. Febr. (Tel.) Aus Kreisen der Zentrums,raklion des preußischen Landtags wird eine Zuschrift vcröf.entlicht. in der erklärt wird, daß der ertolgversprechente Vorschlag des Ml- nifterpräsident.n. ter Deutschen Volcspartci zwei Minister in Preußen zu bewilligen, und zwar einen Ressortminister und e.nen Reichsminister ohne Portefeuille a'.s Staais.ninister. van der Deutschen Vv fSparlei glatt ausgeschlagen sei. Die weiter in Aussicht stehende Möglichkeit, dem einen ober anderen freien Posten in ein­zelnen Ministerien mit einem der ihrigen zu be­setzen, sei von der Volkspartei einfach igno­riert worden. Tie Ablehnung des Gegenvor­schlags, das Zentrum möge von seinen drei Res- sLrtministerposten einen rreten und dafür einen Re.chZmin ster als preuf isch n M ni, er ojr.e Por­te,euille annehmen, finjv schon darin i jre Be­gründung. daß das Zenlrum im Reichskabi­nett zur Zeit überhaupt nicht vertre- t e n sei. Hinzu komme, daß dieser Vorschlag, die Stellung des Zentrums in der preußischen Re- gicrung um einen Ressortminister zu schwächen völlig absurd sei, weil auch die Deutsche VolkSparlei wisse, daß der Liberalismus schon je! t im preußischen Kabinett über Gebühr, d.h. über seine parlamentarische Stärke hinaus vertreten sei. während sich das Zentrum mit seiner kulturpolitischen Einstellung im Kab'-ett o';-.-bin ein~r überwiegend anberdjeridjte e.i Melrhei. gegen­über f e i) e.

Die D.V.P. hatte die Möglichkeit gehabt, die von ihr s e l b st als notwendig bezeichnete For­derung durchzusetzen, eine engere Verbin­dung zwischen Preußen und dem Reich, und zwar gerade mit Rücksicht auf die jetzt fchwetenuen großen Fragen herzustellen. Wenn es ihr wahrhaft ernst gewesen wäre mit dieser Forderung, so Hütte sie nicht nur ihr Ver­langen, mit zwei Ministern in die preußische Regierung zu kommen, erfüllen, sondern damit auch gleichzeitig ganz wesentlich auf die Ord­nung der Regierungsverhältnisse im Reich er­folgreich einwirken können.

Man wird die Vermutung nicht los, daß die Voikspartei bei ihrem sonst ganz unverständ­lichen Vorgehen in Preußen versucht, die Frage des Konkordatsabschlusses auszunutzen und sie zu einem Handelsobjekt gegenüoer der Sentrumdbartei zu machen. Daß die Zen- Irumsfraktiou ihrerseits diese für sie und die ganze katholische Allgemeinheit überaus wichtige Angelegenheit nicht zum Gegenstand eines Kuh­handels herabwürdigen lassen will, zeigt ihre Ab­lehnung. So wie die Dinge jetzt bei ter unver- stendlichen Haltung ter preußischen Fraktion der D.V.P. liegen, bleibt nur noch abzuwarten, ob Reichsminister Dr. Stresemann als Partei­vorsitzender mit feinen Bemühungen, diese Wider­spenstigen in letzter Stunde noch zu zähmen, Erso.g haben wird oder nicht. 3n letzterem Fall find die auf das fortwährende Drängen ter D.V.P. geöffneten Türen zum preuhifchen Ka- birelt wieder einmal zugeschlagen. Auf wie lange, das weiß man nicht, wohl aber das eine, daß sich einsichtsvolle Leute nicht nur über die Politik dieser Fraktion in den letzten vier Jahren, sondern vor allem auch über ihr Verhalten in den letzten Tagen kaum noch einen Vxrs machen können. Die Fraktion scheint in ter Tat von allen guten Geistern verlassen zu sein."

Kritik der presse.

Geringe Aussichten für eine Lösung Der Krisis.

Berlin, 23. Febr. (Prlv.-Tel.) Die Blätter aller Parteirichtum e i berichten in gro .er Auf­machung über die einzelnen Phasen vrr gestri­gen Verhandlungen über die Regierungsumbil­dung in Preußen und im Reiche und nehmen teilweise sehr scharf kritisch dazu Stellung. Die Daz.", die die Taktik ter volrsparteilichen Landtagsfraktivnsehr unglücklich" nennt, berichtet, dah für d.e Haltung der Fraktion maßgebend waren der ziffernmäßig un­günstige Charakter Le3 Braunschen Kom- Hromißvarschlages, die Ce.ingschätzung des an- gcboter.en Handelsministeriums, die Erklärung Brauns, bei eine n Tausch deS Handelsmini­steriums, etwa ; e^,en das Kultusressort, das übrige Kompromißangebot nicht aufrechthalten zu können, die drohende Besetzung des Kultus- miristeriums mit cir.e n Soz aldemokraten und schließlich die Konkordatsfrage. Das Blatt spricht die Hoffnung aus. daß der Zen­tralvorstand der Voikspartei, der am Dienstag zusammentreten wird, die Bereit,chaft zur Gro­ßen Koalition im Reiche Don der bisherigen Bindung an die gleichzeitige ilmbilbung in Preußen trennen werte. Aehnliche Erwar­tungen hegen auch die .Voss. Ztg." und bad «D. T.". Beide Blätler sehen in dem Scheitern der Preuße.werhandlungen noch leine endgültige Gefährdung der Großen Koalition im Deiche. 2n politischen Krei en habe man den Eindruck, daß Dr. Stresemann seine ganze Autorität für eine positive Losung ter Krise einsetzen toeri e. Eine Cnt.Heidung des Zentralvorstandes der Boßspartei in te n angegebenen Sinne würde bedeuten, daß die Volkspartei der Ernen­nung von drei Zentrumsministern im Reiche ihre Zustimmung nicht versagen werde. Dadurch wäre auch ter Volkspartei die Verantwortung für das Scheitern ter Koa- litiondertDciterung genommen. Der .Vor­wärts", ter in Zweifel zieht, daß bei den Ver­handlungen In Preußen die Konkordatsfrage eine Rolle gespie t habe, seines Wissens habe sich in dieser Fra. e überhaupt noch nie­mand gebunden sch eibt: Gelänge es nun wirklich, im Reich die P-er.onalfragen zu lösen und auch in Preußen das elbe zu erreich.m, so wäre Entscheidendes noch immer nicht damit gewonnen. Entscheidend ist nicht die Befriedigung personeller Ansprüche, sondern die sachliche Zusammenarbeit.

IReue Llnruhen in China.

Schanghai. 22. Febr. (Deuter.) Hebet neue Unruhen in Schantung laufen Rachrichten ein, die di« Lage im Rordosten der Provinz in zu-

pari», 22.Febr. (IDIB.) lieber die heule vor- mittag oom Sachverstälidigeuausschuß geführten Verhandlungen, die sich, wie allgemein angenom­men wird, aus die Transserfahigkeit Deutschlands bezogen, berichtet havas: Der Reparationsaus­schuh ist gegenwärtig geneigt, den Transfer eines Teiles der deutschen Schuld unbedingt zu ge st alten. Diese Lösung würde den Vorteil haben, die Mobilisierung und Kommerzialisierung eines enlsprechenden Teiles der deulschen Obligationen sehr zu begünstigen. Der Transfer des zweiten Teiles der deutschen Annuitäten würde evtl, der Begutachtung eines beratenden Transfer - Ko m i- t c c 9 unterbreitet, das darüber zu wachen hätte, dah der Transfer allzu grober Summen der deut­schen wirtschaft nicht schade. Sache Deutschlands würde es fein, zu diesem Zweck das beratende ßo- ni'?e bam t =u acfafscn und Deutschland würde auf diese weise seine volle Verantwortung elbst tragen und keiner Kontrolle unterworfen ein.

wie man sich in parls den von den Sachver- tänbigen in Aussicht genommenen Beraiungsaus- chuh für den Transfer (Advisary Board oder Co­mite consuitatif des transfers) vorstellt, gehl am besten aus einet Darstellung des ./Journal des Dlbals" hervor. Danadj würde der Zweck eines old;en beratenden Ausschusses ein ganz an- derer sein als der des bisherigen Transfer­komitees. Voraussetzung für seine Gründung wäre, daß man den Betrag ter von Deutschland zu zah­lenden Jahresleistungen in zwei Teile trennt. Der erste Teil der Zahlung müßte voraus- ehungslos. d. h. ohne Transsetschuh geleistet werden, müßte in vollem Umfange vom Reich bezahlt werden und tonnte infolgedessen kommerzialisiert werden. Der zweite Teil wäre an die Voraussetzung der Zahlungs­fähigkeit Deutschlands gebunden. Sollte das Deutsche Reich seine wirtschaftliche und finanzielle Lage als nicht genügend befriedigend zur Ausschüt­tung des gesamten zweiten Teiles erachten, so müßte es vor den beratenden Ausschuß treten, und zwar unter seiner eigenen verantwor-

Genf, 22. Febr. (WTD.) Unter dem Titel ^Verfahren zur Behandlung ter_ Mi.rterhciien- pelitionen" veröffentlicht das Volkerbundsselre- tariat ein den Ratsmitgliedern zugestelltes Me­morandum des kanadischen Ratsmiigiicdes Dan- durand, in dem dieser dem Rat vorschlägt, fol­gende Entschließung übet die künftige Be­handlung der Minderheitsbeschwerten zu fassen:

Individuelle oder kollektive Petitionen von Minderheiten, die einer ethnischen, religiösen oder sprachlichen Minderheit in einem Staate angehö­ren, der einen Minderheitenvertrag unterzeichnet hat, müssen an die inter­essierte Regierung gerichtet werben mit der Titte, sie an das Völkerbunds­sekretariat innerhalb 30 Tagen noch ihrem Eingang weiterzuleiten, falls die be« treffende Regierung es nicht für angezeigt hält, den Petitionären direkt zu antworten. Falls es ter Regierung nicht gelingt, den Beschwerde­führenden Genüge zu (eilten, so werden diese nach Erhalt ter Antwort ihre Gründe für die Auf­rechterhaltung ihrer Forderungen angeben und zu gleicher Zeit von ihrer Regierung verlangen, daß der ganze Briefwechsel dem Völker- bundssetretariat innerhalb der nächsten 30 Tage, die auf den Eingang ihrer letzten Re­plik folgen, zugestellt wird. Die Regierung wird sich dieser Forderung anpassen und die Pe- titionäre davon verständigen müssen. Sie wird ihnen gleichzeitig die ergänzenden Be­merkungen belanntgcbcn, die sie den Alten beizufügen für gut befinden wird. Wenn die Pe- tilionäre innerhalb von 40 Tagen nach Einrei­chung ihrer Bttte, ihre Beschwerden und das ganze Dosfier dem Völlerbundssekretarrat zuzu- ftcllen, keine Rachricht von der Wei­terleitung erhalten haben, so können selbst ein Duplikat des Dossiers an das Döl» kerbundösetretariat weiterleiten oder ihre Be- fchwerde allein, falls sie von ihrer Regierung keine Antwort erhalten haben sollten.

Für den Fall, daß die mte^ejierte Regierung aus irgente.nem Grunde Einwände gegen ic An­nehmbarkeit ter Petitionen erhebe.! sollte, wird ter Gene.a.fekretär die Frage der Anne.Mbar.-rck einemRatstomttee untetbrc.kn, das.wenn es dies für angeze.gt hält, ein Unterkomit:e mit ter Vorprüfung öle,er Frage be.rauen kann. Der Zeitpunkt für oefontece Zusammen.ün.te dieses Komitees wird von diesem se.oft festgesetzt. Bei ter Prüfung die,ec Petitionen wird das Rats- komitee. fa.Is es d.es für angezeigt erachtet, dem Rat über die Frage Bericht erstatten.

In der Begründung zu seinem E.ckschlie- ßungsentwurf führt Dandurand u. a. aus: Was man auch sagen mag, die Minderheiten werden da nie aufhören zu existieren, wo sie eine Gruppe von einiger Bedeutung darstcllcn. Die Probleme,

nehmendem Maße als ernst erscheinen lassen. An ter Spitze des Aufstandes steht Marschall Tfchangtfchungtfchang, des en Anhänger bereits im Besitze einer ganzen Reihe wichtiger Städte, darunter auch K i a u t s ch a u, sind, und mit Ausnahme von Tschisu den ganzen nördlichen Bezirk bis an die Grenzen des Konzessions­gebietes von Waihaiwei besetzt halten. Aus gewissen Anzeichen läßt sich entnehmen, daß Tschangtschunst chang seinen Machtbez-rk in zu- nehmendem Maße nach Westen erweitert. Für die Truppen der Zentralreg.erang bietet ein Angriff auf Tschangtschungt chang große st ra­te g t s ch e Schwierigkeiten, da ter Mar­schall im Westen durch das Mündungsgebiet des Gelben glujed und im Süden durch die japanische militärische Zone geschützt ist, die sich längs der Schantung-Eisenbayn h.n'ieht und von chinesischen Truppen abmachungsgemäß nicht betreten werten

hing. (Eine Anrufung des beratenden Ausschusses, wenn die Jahresrate nicht bezahlt werden könnte, würde, nach Ansicht de»3ournal de» Debole, all- gemein befannimndjen, daß Deutschlands Finanzen und seine allgemeine Wirtschaftslage in schiech- t e m Z u st a n d sei und sofort würde ein derartige» Eingeständnis die Unterbringung kurzfristiger Be­träge erschweren, die ausländischen Kapitalien zur Zurückziehung veranlassen und die deutsche Währung bedrohen, die nur aus Ausland­anleihen aufgebaut sei. So müßte man denn nach einer Lösung suchen, die es ermögliche. Deutsch­land die alleinige Verantwortung für die etwaige Richterfüllung znzuschleben. wenn Deutschland bei dieser Lösung einmal überraschen­derweise erklären werde, daß e» nicht die Gesamt­jahresleistung zahlen könne, so werde es die $1- nanzkraft der Welt gegen sich auf den Plan rufen, die Ihm kein vertrauen mehr schenken würden.

Berliner Kritik.

Ein gefätzrlichcr Vorschlag.

Berlin, 23. Febr. (TU.) Einige Berliner Blätter nehmen zu tem.Kompromißvorfchlag des Sachverstär.digcnausschusfcs in ter Transferfrage Stellung. Der .Lokalanz." bezeichnet es für un­möglich, daß die deutsche Abordnung ihre Zu­stimmung zu einer teilweisen Aufhebung des TranSferschutzcs geben könne, da sie nicht den Lebcnsnetwcndigkeilen des deutschen Bo k sR.ch- nung trage. Die .Börsenztg." soricht die Hoff­nung aus. daß die deutschen Sachverständigen derartigen Plänen, die auf die deutsche Lei - stungsfähigkeit keine Rücksicht nähmen, ein entschiedenes Rein entg^gmstcl'en. Die'9.21. 3. sagt, man verlangt von Deutschland, dah es hin­fort die volle Verantwortung für die Reparationszahlungen übernehme. Eine solche Verantwortung zu übernehmen, sei aber bei der Höbe des Betrages, auf den man sch i ß'ich h nauslommen werte, bei der Unüber- sicht ichl-en Der deutschen Entwicklung und bei der Abhängigkeit ter deutschen Zahlungsfähig! it von irt rieften. len w rtscha t ichen Ve.hAtniffen für Deutschland untragbar. Deut ch and müf'e verlangen, daß ihm Sicherungen für den Fall gegeben würden, in dem seine Zahlungs­fähigkeit sich als überschätzt herausstelle.

die durch Ihr Dorhandenscin Innerhalb der Staa­ten entstehen, werden durch Wohlwollen und Großmut immer mehr abgeschwächt und gelöst werden können. Nur auf diese Weise wird die nationale Einheit bergcstellt werden können, nicht durch die Assimilierung, sondern auf dem Boden der Verschiedenheit der Ras­sen und Kulturen. Man habe dem Dreicrkomitee des Rates den Vorwurf gemacht, daß es für die Prüfung nicht die nötige Zeit aufroenten könne und daß es dabei nicht alle Bcweisclemente vor sich habe. Ueberdies wechsele die Zusammen- setzung dieser Dreierkomitces beständig. Ihre Mit­glieder erwerben nur eine summarische und bei­läufige Kenntnis der ihrer Entschl.ehung unter­breiteten Fragen. Aus allen diesen Gründen solle die Prüfung der Minderheitenbeschwerden einem st ä n ö i g e n Ratskomitee übertragen werden, das zu diesem Zweck zu besonderen Tagungen zusam- menfomme.

Die Bedeutung der Vorschläge.

Weniger prakttfch als moralisch.

Genf, 22. Febr. (Telun.) Eine nähere Prü­fung der kanadischen Denkschrift zur Minderhci- tenirage hat in hiesigen politischen Kreisen den Eindruck von ter großen moralischen Bedeutung des kanadischen Schrittes verstärkt. Es wird übereinstimmend daraus hingewiefen. daß Sena­tor Dandurand den.k.rbundsrat mit größtem Rachdruck auf die Tatsache aufmerksam gemacht hat, daß die Minderheiten heute sich a l s O p f e r der Untätigkeit und Gleichgültig­keit desVölkerbundsrates fühlen. Fer­ner hat es gewisses Aussehen erregt, daß Sena­tor Dandurand in seiner Denkschrift sich in of­fenen Gegensatz zum englischen Au­ßenminister gestellt hat, ter sich auf ter Dezembertagung des Vo k rbundsrales 1925 tem Angleichungsgrundsatz des brasiliani­schen Delegierten Mello Franco angeschlossen hatte. Heber die sachliche Bedeutung der kana­dischen Vorschläge gehen dagegen die Auffas­sungen auseinander. Es wird einerseits darauf hingewi.scn, daß die Einsetzung eines be­sonderen Ratskomitees für Minderhei­tenfragen insofern nur geringe Bedeu­tung haben tonne, als auch im Falle eines ablehnenden Beschlusses des Komitees jedes Ratsmitglied nach den Minderheitenverträgen das Recht haben würde, die abgelehnte Minder- heitenbcfchwerde von sich aus vor den ge­samten Bolkcrbundsrat zu bringen. Man sicht daher den Wert der kanadischen Vorschläge mehr in ihrem Charakter als Anregung zur grundsätzlichen Reuregelung des ge­genwärtigen Minderheitenversahrens.

darf. Der nationalistische Kommandant von T s ch i f u teilt mit, dah er heute morgen einen Angriff auf die Stadt z u r ü ck g e s ch l a g e n habe. Tschangtschunct,chang, ter am Montag in Lunglou landete, steht an ter Spitze einer Armre von 26 000 Ma.m, während ter Kommandant von Tschisu nur über 7000 Mann verfügt.

ßin eiaenes Regiment der Wolgarepublit.

Kowno, 21. Febr. (TU.) Wie aus Moskau gemeldet wird, hat das Kricgskommissariat aus Anlaß des el,jährigen Bestehens der Roten Arm. tefchl^s en, derWolgadeutschenRe- publit zu aeflatten. ein eigenes Regiment aus­zustellen. ES soll vollkommen aus Wolaadeutfchen gebildet werden und 30JO Mann stark sein. Die deutsche Sprache wird ald offizielle

Der Merbund und das Recht der Mindecheiten.

Die Aenderungsvorschläge des Kanadiers Dandurand.

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Wettervoraussage.

3m Bereich ozeanischer Luftmassen werden auch in unserem Bezirk die Temperaturen weiter ansteigen und das bereits in Rord- und West­deutschland einge.etzte Tauwetter sich weiter süd­wärts durchsetzen. Wahrschemlich toirb ter Um­schlag nur vorübergehend sein, denn über Skandi­navien und Finnland staut sich ein neues Hoch­druckgebiet auf. das bereits wieder Kallluft- massen südwärts verfrachieb

Wettervoraussage für Sonntag: Wecker Tcmperaturanstieg bis über null Grad, meist neblig-wolkiges Wetter mit Riederschlagsneigung.

Witterungsaussichten für Montag: Wechselnde Bewölkung mck vereinzelten Nieder­schlägen, noch anfänglich leichte Temperaturzunahme wahrscheinlich wieder Temperaturrückgang.

Lufttemperaturen am 22. Februar: mittag»1,3 Grad Celsius, abends 4,9 Grad Celsius: am 23. Februar: morgens 10,1 Grad Celsius. Maxi­mum 0,4 Grad Celsius, Minimum 17,1 Grad Celsius. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 22. Februar: abends4,5 Grad Celsius: am 23. Februar: morgens4,9 Grad Celsius. Son- nenschcindauer 7 Stunden.

Mnkersportnachrichtcn der hesi. Wetterdienststelle.

Vogelsberg: Hoherodskovs: bedeckt,3 Grad Celsius, 35 Zentimeter Schnee gekörnt, 6h und Rodel sehr gut

Taunus: Tromm: Bedeckt. 1 Grad Cel­sius, 30 Zentimeter Schnee, etwas verharscht. 6fi und Rodel gut Reunkirchen: Bedeckt. 0 Grad Celsius, etwas verharscht, Sli und Rodel gut

Sauerland: Winte.terg: Bewöllt. 2 Grab Celsius. 48 Zentimeter Schnee, etwas verharscht, Ski und Rodel gut.

Schwarzwald: Feld berg: Bewölkt. 1 Grad Celsius, 83 Zentimeter Schnee, etwas verharscht, Ski und Rotel gut.

Alpen: Garmisch-Partenkirchen: Heiter, 4 Grad Celsius, 38 Zentimeter Schnee, etwas ver­harscht. Ski mäßig, Rotel gut

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