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Kommandosprache onerfannt Es wird unter dem Kommando des toten Offiziers Scholz stehen, alle übrigen Offiziere sind Deutsche.
Oer Sturm gegen die Verfassung in Polen. Ein Aufruf dcö NegicrungHblockH gegen den schrankenlosen ParlamenlaridmuS.
Warschau. 22. Febr. (WB.) Die Blätter des P i l s u d s t i - Lagers veröffentlichen heute in Riesenlettern einen Aufruf deS Regie- r u n g s b l o cl s an die Bevölkerung, in de-.n es heißt: Am Heuti'en Lage beginnen wir im Sejm die Arbeit an dem von uns eingebrachten Entwurf einer Aenderung der polnischen Verfassung. Wir sind der Auffassung. daß die Verfassung vom 17. Dezember 1921 schlecht ist. daß sie in Stickluft geboren wurde. Siefe Verfassung machte den Sejm souverän. Jene Leute, die sich frei fühlten, waren in lächerlicher Minderheit. Deshalb spiegelt sich in dieser Verfassung auch noch allzuscharf d i e Stimmung der Knechtschaft wieder. Zwei Lager, die sich sonst zu dieser Zeit leedanschast- lich beläinpften. reichen sich die Hand, um d.e Verfassung so schlecht wie möglich zu gestalten. Vier Jahre die'er Derfafsunt genügten, um Polen an den Rand deS Avgrun- d e s zu bringen. Niemand kann auS seinem ©e- dächtnis diesen Abschnitt verbrecherischer Anarchie im Staate löschen. Dieser ungeheuere Unsinn kann sich ntch wiederholen. Wrr wollen auf rechtliche Weise ein gutes Recht für die Verfassung im Staate erkämvfen. Der legale Weg ist für uns nicht der Weg des Kompromisses. da wir unseren Prinzip ellen Grundsätzen nicht untreu werden dürfen. Einander widersprechende Gegensätze werden wir nicht au- lammenflicken. Wir wenden und an alle, die von staatlichem Instinkt erfüllt sind, mit der Aufforderung, und in dieser Arbeit zu unterstützen. Wir haben die Pflicht, den kommenden Genevationcn eine Derfassunz zu schenken, die die besten Entwickelun?smöglichleiten und die Fähigkeit sichern soll, die Macht und die Stärke Polens zu verteidigen.
Dreizehn Schiffbrüchige von einem deutschen Dampfer gerettet
Der deutsche Dampfer »Admiral Ttrpttz" ist tn Volohama eingetraffen. Er hat 13 Schiffbrüchige eines aus der Provinz Kogashima stammenden Motorfischdampse.'s gerettet unö an Dord genommen. T-ie Schiffbrüchigen befanden sich feit 17 Tagen auf ihrem lecken Schiff.
Oie Wetterlage.
TeilweiseAnfhebllngdesTransfersthutzes?
Teilung der Oawesannuitäten in solche mit und ohne Transferschuh.
Formulierung sie selbst nicht beteiligt ist. Es ist Weiler bei allen Besprechungen erkennbar gappr- ben. dah die Staatsregierung eine gleichzeitige Berück,ichtigung ter evangelischen Kirchen für ihre finanziellen Sicherungen ab lehnt." Scharfe Angriffe des Zentrums.
Der Minister ohne Portefeuille. — Die Konkordatsfrage
Berlin. 22. Febr. (Tel.) Aus Kreisen der Zentrums,raklion des preußischen Landtags wird eine Zuschrift vcröf.entlicht. in der erklärt wird, daß der ertolgversprechente Vorschlag des Ml- nifterpräsident.n. ter Deutschen Volcspartci zwei Minister in Preußen zu bewilligen, und zwar einen Ressortminister und e.nen Reichsminister ohne Portefeuille a'.s Staais.ninister. van der Deutschen Vv fSparlei glatt ausgeschlagen sei. Die weiter in Aussicht stehende Möglichkeit, dem einen ober anderen freien Posten in einzelnen Ministerien mit einem der ihrigen zu besetzen, sei von der Volkspartei einfach ignoriert worden. Tie Ablehnung des Gegenvorschlags, das Zentrum möge von seinen drei Res- sLrtministerposten einen r ’reten und dafür einen Re.chZmin ster als preuf isch n M ni, er ojr.e Porte,euille annehmen, finjv schon darin i jre Begründung. daß das Zenlrum im Reichskabinett zur Zeit überhaupt nicht vertre- t e n sei. Hinzu komme, daß dieser Vorschlag, die Stellung des Zentrums in der preußischen Re- gicrung um einen Ressortminister zu schwächen völlig absurd sei, weil auch die Deutsche VolkSparlei wisse, daß der Liberalismus schon je! t im preußischen Kabinett über Gebühr, d.h. über seine parlamentarische Stärke hinaus vertreten sei. während sich das Zentrum mit seiner kulturpolitischen Einstellung im Kab'-ett o';-.-bin ein~r überwiegend anberdjeridjte e.i Melrhei. gegenüber f e i) e.
Die D.V.P. hatte die Möglichkeit gehabt, die von ihr s e l b st als notwendig bezeichnete Forderung durchzusetzen, eine engere Verbindung zwischen Preußen und dem Reich, und zwar gerade mit Rücksicht auf die jetzt fchwetenuen großen Fragen herzustellen. Wenn es ihr wahrhaft ernst gewesen wäre mit dieser Forderung, so Hütte sie nicht nur ihr Verlangen, mit zwei Ministern in die preußische Regierung zu kommen, erfüllen, sondern damit auch gleichzeitig ganz wesentlich auf die Ordnung der Regierungsverhältnisse im Reich erfolgreich einwirken können.
„Man wird die Vermutung nicht los, daß die Voikspartei bei ihrem sonst ganz unverständlichen Vorgehen in Preußen versucht, die Frage des Konkordatsabschlusses auszunutzen und sie zu einem Handelsobjekt gegenüoer der Sentrumdbartei zu machen. Daß die Zen- Irumsfraktiou ihrerseits diese für sie und die ganze katholische Allgemeinheit überaus wichtige Angelegenheit nicht zum Gegenstand eines Kuhhandels herabwürdigen lassen will, zeigt ihre Ablehnung. So wie die Dinge jetzt bei ter unver- stendlichen Haltung ter preußischen Fraktion der D.V.P. liegen, bleibt nur noch abzuwarten, ob Reichsminister Dr. Stresemann als Parteivorsitzender mit feinen Bemühungen, diese Widerspenstigen in letzter Stunde noch zu zähmen, Erso.g haben wird oder nicht. 3n letzterem Fall find die auf das fortwährende Drängen ter D.V.P. geöffneten Türen zum preuhifchen Ka- birelt wieder einmal zugeschlagen. Auf wie lange, das weiß man nicht, wohl aber das eine, daß sich einsichtsvolle Leute nicht nur über die Politik dieser Fraktion in den letzten vier Jahren, sondern vor allem auch über ihr Verhalten in den letzten Tagen kaum noch einen Vxrs machen können. Die Fraktion scheint in ter Tat von allen guten Geistern verlassen zu sein."
Kritik der presse.
Geringe Aussichten für eine Lösung Der Krisis.
Berlin, 23. Febr. (Prlv.-Tel.) Die Blätter aller Parteirichtum e i berichten in gro .er Aufmachung über die einzelnen Phasen vrr gestrigen Verhandlungen über die Regierungsumbildung in Preußen und im Reiche und nehmen teilweise sehr scharf kritisch dazu Stellung. Die „Daz.", die die Taktik ter volrsparteilichen Landtagsfraktivn „sehr unglücklich" nennt, berichtet, dah für d.e Haltung der Fraktion maßgebend waren der ziffernmäßig ungünstige Charakter Le3 Braunschen Kom- Hromißvarschlages, die Ce.ingschätzung des an- gcboter.en Handelsministeriums, die Erklärung Brauns, bei eine n Tausch deS Handelsministeriums, etwa ; e^,en das Kultusressort, das übrige Kompromißangebot nicht aufrechthalten zu können, die drohende Besetzung des Kultus- miristeriums mit cir.e n Soz aldemokraten und schließlich die Konkordatsfrage. Das Blatt spricht die Hoffnung aus. daß der Zentralvorstand der Voikspartei, der am Dienstag zusammentreten wird, die Bereit,chaft zur Großen Koalition im Reiche Don der bisherigen Bindung an die gleichzeitige ilmbilbung in Preußen trennen werte. Aehnliche Erwartungen hegen auch die .Voss. Ztg." und bad «D. T.". Beide Blätler sehen in dem Scheitern der Preuße.werhandlungen noch leine endgültige Gefährdung der Großen Koalition im Deiche. 2n politischen Krei en habe man den Eindruck, daß Dr. Stresemann seine ganze Autorität für eine positive Losung ter Krise einsetzen toeri e. Eine Cnt.Heidung des Zentralvorstandes der Boßspartei in te n angegebenen Sinne würde bedeuten, daß die Volkspartei der Ernennung von drei Zentrumsministern im Reiche ihre Zustimmung nicht versagen werde. Dadurch wäre auch ter Volkspartei die Verantwortung für das Scheitern ter Koa- litiondertDciterung genommen. Der .Vorwärts", ter in Zweifel zieht, daß bei den Verhandlungen In Preußen die Konkordatsfrage eine Rolle gespie t habe, — seines Wissens habe sich in dieser Fra. e überhaupt noch niemand gebunden — sch eibt: Gelänge es nun wirklich, im Reich die P-er.onalfragen zu lösen und auch in Preußen das elbe zu erreich.m, so wäre Entscheidendes noch immer nicht damit gewonnen. Entscheidend ist nicht die Befriedigung personeller Ansprüche, sondern die sachliche Zusammenarbeit.
IReue Llnruhen in China.
Schanghai. 22. Febr. (Deuter.) Hebet neue Unruhen in Schantung laufen Rachrichten ein, die di« Lage im Rordosten der Provinz in zu-
pari», 22.Febr. (IDIB.) lieber die heule vor- mittag oom Sachverstälidigeuausschuß geführten Verhandlungen, die sich, wie allgemein angenommen wird, aus die Transserfahigkeit Deutschlands bezogen, berichtet havas: Der Reparationsausschuh ist gegenwärtig geneigt, den Transfer eines Teiles der deutschen Schuld unbedingt zu ge st alten. Diese Lösung würde den Vorteil haben, die Mobilisierung und Kommerzialisierung eines enlsprechenden Teiles der deulschen Obligationen sehr zu begünstigen. Der Transfer des zweiten Teiles der deutschen Annuitäten würde evtl, der Begutachtung eines beratenden Transfer - Ko m i- t c c 9 unterbreitet, das darüber zu wachen hätte, dah der Transfer allzu grober Summen der deutschen wirtschaft nicht schade. Sache Deutschlands würde es fein, zu diesem Zweck das beratende ßo- ni'?e bam t =u acfafscn und Deutschland würde auf diese weise seine volle Verantwortung elbst tragen und keiner Kontrolle unterworfen ein.
wie man sich in parls den von den Sachver- tänbigen in Aussicht genommenen Beraiungsaus- chuh für den Transfer (Advisary Board oder Comite consuitatif des transfers) vorstellt, gehl am besten aus einet Darstellung des ./Journal des Dlbals" hervor. Danadj würde der Zweck eines old;en beratenden Ausschusses ein ganz an- derer sein als der des bisherigen Transferkomitees. Voraussetzung für seine Gründung wäre, daß man den Betrag ter von Deutschland zu zahlenden Jahresleistungen in zwei Teile trennt. Der erste Teil der Zahlung müßte voraus- ehungslos. d. h. ohne Transsetschuh geleistet werden, müßte in vollem Umfange vom Reich bezahlt werden und tonnte infolgedessen kommerzialisiert werden. Der zweite Teil wäre an die Voraussetzung der Zahlungsfähigkeit Deutschlands gebunden. Sollte das Deutsche Reich seine wirtschaftliche und finanzielle Lage als nicht genügend befriedigend zur Ausschüttung des gesamten zweiten Teiles erachten, so müßte es vor den beratenden Ausschuß treten, und zwar unter seiner eigenen verantwor-
Genf, 22. Febr. (WTD.) Unter dem Titel ^Verfahren zur Behandlung ter_ Mi.rterhciien- pelitionen" veröffentlicht das Volkerbundsselre- tariat ein den Ratsmitgliedern zugestelltes Memorandum des kanadischen Ratsmiigiicdes Dan- durand, in dem dieser dem Rat vorschlägt, folgende Entschließung übet die künftige Behandlung der Minderheitsbeschwerten zu fassen:
Individuelle oder kollektive Petitionen von Minderheiten, die einer ethnischen, religiösen oder sprachlichen Minderheit in einem Staate angehören, der einen Minderheitenvertrag unterzeichnet hat, müssen an die interessierte Regierung gerichtet werben mit der Titte, sie an das Völkerbundssekretariat innerhalb 30 Tagen noch ihrem Eingang weiterzuleiten, falls die be« treffende Regierung es nicht für angezeigt hält, den Petitionären direkt zu antworten. Falls es ter Regierung nicht gelingt, den Beschwerdeführenden Genüge zu (eilten, so werden diese nach Erhalt ter Antwort ihre Gründe für die Aufrechterhaltung ihrer Forderungen angeben und zu gleicher Zeit von ihrer Regierung verlangen, daß der ganze Briefwechsel dem Völker- bundssetretariat innerhalb der nächsten 30 Tage, die auf den Eingang ihrer letzten Replik folgen, zugestellt wird. Die Regierung wird sich dieser Forderung anpassen und die Pe- titionäre davon verständigen müssen. Sie wird ihnen gleichzeitig die ergänzenden Bemerkungen belanntgcbcn, die sie den Alten beizufügen für gut befinden wird. Wenn die Pe- tilionäre innerhalb von 40 Tagen nach Einreichung ihrer Bttte, ihre Beschwerden und das ganze Dosfier dem Völlerbundssekretarrat zuzu- ftcllen, keine Rachricht von der Weiterleitung erhalten haben, so können fü selbst ein Duplikat des Dossiers an das Döl» kerbundösetretariat weiterleiten oder ihre Be- fchwerde allein, falls sie von ihrer Regierung keine Antwort erhalten haben sollten.
Für den Fall, daß die mte^ejierte Regierung aus irgente.nem Grunde Einwände gegen ic Annehmbarkeit ter Petitionen erhebe.! sollte, wird ter Gene.a.fekretär die Frage der Anne.Mbar.-rck einemRatstomttee untetbrc.kn, das.wenn es dies für angeze.gt hält, ein Unterkomit:e mit ter Vorprüfung öle,er Frage be.rauen kann. Der Zeitpunkt für oefontece Zusammen.ün.te dieses Komitees wird von diesem se.oft festgesetzt. Bei ter Prüfung die,ec Petitionen wird das Rats- komitee. fa.Is es d.es für angezeigt erachtet, dem Rat über die Frage Bericht erstatten.
In der Begründung zu seinem E.ckschlie- ßungsentwurf führt Dandurand u. a. aus: Was man auch sagen mag, die Minderheiten werden da nie aufhören zu existieren, wo sie eine Gruppe von einiger Bedeutung darstcllcn. Die Probleme,
nehmendem Maße als ernst erscheinen lassen. An ter Spitze des Aufstandes steht Marschall Tfchangtfchungtfchang, des en Anhänger bereits im Besitze einer ganzen Reihe wichtiger Städte, darunter auch K i a u t s ch a u, sind, und mit Ausnahme von Tschisu den ganzen nördlichen Bezirk bis an die Grenzen des Konzessionsgebietes von Waihaiwei besetzt halten. Aus gewissen Anzeichen läßt sich entnehmen, daß Tschangtschunst chang seinen Machtbez-rk in zu- nehmendem Maße nach Westen erweitert. Für die Truppen der Zentralreg.erang bietet ein Angriff auf Tschangtschungt chang große st rate g t s ch e Schwierigkeiten, da ter Marschall im Westen durch das Mündungsgebiet des Gelben glujed und im Süden durch die japanische militärische Zone geschützt ist, die sich längs der Schantung-Eisenbayn h.n'ieht und von chinesischen Truppen abmachungsgemäß nicht betreten werten
hing. (Eine Anrufung des beratenden Ausschusses, wenn die Jahresrate nicht bezahlt werden könnte, würde, nach Ansicht de» „3ournal de» Debole“, all- gemein befannimndjen, daß Deutschlands Finanzen und seine allgemeine Wirtschaftslage in schiech- t e m Z u st a n d sei und sofort würde ein derartige» Eingeständnis die Unterbringung kurzfristiger Beträge erschweren, die ausländischen Kapitalien zur Zurückziehung veranlassen und die deutsche Währung bedrohen, die nur aus Auslandanleihen aufgebaut sei. So müßte man denn nach einer Lösung suchen, die es ermögliche. Deutschland die alleinige Verantwortung für die etwaige Richterfüllung znzuschleben. wenn Deutschland bei dieser Lösung einmal überraschenderweise erklären werde, daß e» nicht die Gesamtjahresleistung zahlen könne, so werde es die $1- nanzkraft der Welt gegen sich auf den Plan rufen, die Ihm kein vertrauen mehr schenken würden.
Berliner Kritik.
Ein gefätzrlichcr Vorschlag.
Berlin, 23. Febr. (TU.) Einige Berliner Blätter nehmen zu tem.Kompromißvorfchlag des Sachverstär.digcnausschusfcs in ter Transferfrage Stellung. Der .Lokalanz." bezeichnet es für unmöglich, daß die deutsche Abordnung ihre Zustimmung zu einer teilweisen Aufhebung des TranSferschutzcs geben könne, da sie nicht den Lebcnsnetwcndigkeilen des deutschen Bo k sR.ch- nung trage. Die .Börsenztg." soricht die Hoffnung aus. daß die deutschen Sachverständigen derartigen Plänen, die auf die deutsche Lei - stungsfähigkeit keine Rücksicht nähmen, ein entschiedenes Rein entg^gmstcl'en. Die „'9.21. 3.“ sagt, man verlangt von Deutschland, dah es hinfort die volle Verantwortung für die Reparationszahlungen übernehme. Eine solche Verantwortung zu übernehmen, sei aber bei der Höbe des Betrages, auf den man sch i ß'ich h nauslommen werte, bei der Unüber- sicht ichl-en Der deutschen Entwicklung und bei der Abhängigkeit ter deutschen Zahlungsfähig! it von irt rieften. len w rtscha t ichen Ve.hAtniffen für Deutschland untragbar. Deut ch and müf'e verlangen, daß ihm Sicherungen für den Fall gegeben würden, in dem seine Zahlungsfähigkeit sich als überschätzt herausstelle.
die durch Ihr Dorhandenscin Innerhalb der Staaten entstehen, werden durch Wohlwollen und Großmut immer mehr abgeschwächt und gelöst werden können. Nur auf diese Weise wird die nationale Einheit bergcstellt werden können, nicht durch die Assimilierung, sondern auf dem Boden der Verschiedenheit der Rassen und Kulturen. Man habe dem Dreicrkomitee des Rates den Vorwurf gemacht, daß es für die Prüfung nicht die nötige Zeit aufroenten könne und daß es dabei nicht alle Bcweisclemente vor sich habe. Ueberdies wechsele die Zusammen- setzung dieser Dreierkomitces beständig. Ihre Mitglieder erwerben nur eine summarische und beiläufige Kenntnis der ihrer Entschl.ehung unterbreiteten Fragen. Aus allen diesen Gründen solle die Prüfung der Minderheitenbeschwerden einem st ä n ö i g e n Ratskomitee übertragen werden, das zu diesem Zweck zu besonderen Tagungen zusam- menfomme.
Die Bedeutung der Vorschläge.
Weniger prakttfch als moralisch.
Genf, 22. Febr. (Telun.) Eine nähere Prüfung der kanadischen Denkschrift zur Minderhci- tenirage hat in hiesigen politischen Kreisen den Eindruck von ter großen moralischen Bedeutung des kanadischen Schrittes verstärkt. Es wird übereinstimmend daraus hingewiefen. daß Senator Dandurand den Vö.k.rbundsrat mit größtem Rachdruck auf die Tatsache aufmerksam gemacht hat, daß die Minderheiten heute sich a l s O p f e r der Untätigkeit und Gleichgültigkeit desVölkerbundsrates fühlen. Ferner hat es gewisses Aussehen erregt, daß Senator Dandurand in seiner Denkschrift sich in offenen Gegensatz zum englischen Außenminister gestellt hat, ter sich auf ter Dezembertagung des Vo k rbundsrales 1925 tem Angleichungsgrundsatz des brasilianischen Delegierten Mello Franco angeschlossen hatte. Heber die sachliche Bedeutung der kanadischen Vorschläge gehen dagegen die Auffassungen auseinander. Es wird einerseits darauf hingewi.scn, daß die Einsetzung eines besonderen Ratskomitees für Minderheitenfragen insofern nur geringe Bedeutung haben tonne, als auch im Falle eines ablehnenden Beschlusses des Komitees jedes Ratsmitglied nach den Minderheitenverträgen das Recht haben würde, die abgelehnte Minder- heitenbcfchwerde von sich aus vor den gesamten Bolkcrbundsrat zu bringen. Man sicht daher den Wert der kanadischen Vorschläge mehr in ihrem Charakter als Anregung zur grundsätzlichen Reuregelung des gegenwärtigen Minderheitenversahrens.
darf. — Der nationalistische Kommandant von T s ch i f u teilt mit, dah er heute morgen einen Angriff auf die Stadt z u r ü ck g e s ch l a g e n habe. Tschangtschunct,chang, ter am Montag in Lunglou landete, steht an ter Spitze einer Armre von 26 000 Ma.m, während ter Kommandant von Tschisu nur über 7000 Mann verfügt.
ßin eiaenes Regiment der Wolgarepublit.
Kowno, 21. Febr. (TU.) Wie aus Moskau gemeldet wird, hat das Kricgskommissariat aus Anlaß des el,jährigen Bestehens der Roten Arm. tefchl^s en, derWolgadeutschenRe- publit zu aeflatten. ein eigenes Regiment auszustellen. ES soll vollkommen aus Wolaadeutfchen gebildet werden und 30JO Mann stark sein. Die deutsche Sprache wird ald offizielle
Der Merbund und das Recht der Mindecheiten.
Die Aenderungsvorschläge des Kanadiers Dandurand.
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Wettervoraussage.
3m Bereich ozeanischer Luftmassen werden auch in unserem Bezirk die Temperaturen weiter ansteigen und das bereits in Rord- und Westdeutschland einge.etzte Tauwetter sich weiter südwärts durchsetzen. Wahrschemlich toirb ter Umschlag nur vorübergehend sein, denn über Skandinavien und Finnland staut sich ein neues Hochdruckgebiet auf. das bereits wieder Kallluft- massen südwärts verfrachieb
Wettervoraussage für Sonntag: Wecker Tcmperaturanstieg bis über null Grad, meist neblig-wolkiges Wetter mit Riederschlagsneigung.
Witterungsaussichten für Montag: Wechselnde Bewölkung mck vereinzelten Niederschlägen, noch anfänglich leichte Temperaturzunahme wahrscheinlich wieder Temperaturrückgang.
Lufttemperaturen am 22. Februar: mittag» —1,3 Grad Celsius, abends — 4,9 Grad Celsius: am 23. Februar: morgens — 10,1 Grad Celsius. Maximum — 0,4 Grad Celsius, Minimum 17,1 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 22. Februar: abends —4,5 Grad Celsius: am 23. Februar: morgens —4,9 Grad Celsius. — Son- nenschcindauer 7 Stunden.
Mnkersportnachrichtcn der hesi. Wetterdienststelle.
Vogelsberg: Hoherodskovs: bedeckt, —3 Grad Celsius, 35 Zentimeter Schnee gekörnt, 6h und Rodel sehr gut
Taunus: Tromm: Bedeckt. — 1 Grad Celsius, 30 Zentimeter Schnee, etwas verharscht. 6fi und Rodel gut Reunkirchen: Bedeckt. 0 Grad Celsius, etwas verharscht, Sli und Rodel gut
Sauerland: Winte.terg: Bewöllt. — 2 Grab Celsius. 48 Zentimeter Schnee, etwas verharscht, Ski und Rodel gut.
Schwarzwald: Feld berg: Bewölkt. — 1 Grad Celsius, 83 Zentimeter Schnee, etwas verharscht, Ski und Rotel gut.
Alpen: Garmisch-Partenkirchen: Heiter, — 4 Grad Celsius, 38 Zentimeter Schnee, etwas verharscht. Ski mäßig, Rotel gut
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