Ausgabe 
23.2.1929
 
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Tlne vortteffl'che SandrrvellSauSflevung.

H. D.

Ernte zu reisen".

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Das HandarbettSseminarder Alice- Schule tritt jetzt wieder, wie alliährlich. mit einer Ausstellung von Handarbeits- Seminarist innen

Großfeuer

im Frankfurter Industrieviertel.

Frankfurt a. M., 23. gebt. (2U. Draht­meldung.) 3n der lllacht zum SamStag gegen 1 Uhr wurde die Feuerwehr von der Fenster- rahmenfabrik Armbruster In der Gut- leulstrahe alarmiert, in dec ©lebet ein Groß- feuer auSgel'rochen war. AuS noch nicht be­kannter Ursache stand eine grobe Sabri* fationöanloge In Flammen, so daß dort sieben Wehv.n eingreifen muhten. Erst nach stundenlanger Arbeit gelang es, daS Feuer zu löschen. Um 6.30 Uhr rückte der größte Teil der Feuerwehren wieder ab. lediglich eine Wache blieb an der Brandstelle zurück. Die Fabri­kationshalle wurde zum größten Teil z e r - stört, auch eine Anzahl Maschinen und Wetck- zeugbanke sind vernichtet. Der Schaden beträgt etwa 5C 000 Mark.

nicht versagen.

Für die Ausstellung sind im ganzen drei Baume hcrgerichtet. 3m ersten und größten Zim­mer findet man auf der rechten Seite zunächst Gegenstände in Hakel- und Sltickiechnik. Daneben folgen in einer anderen Abteilung Durchb.uch- araciten. Kinderkittel in Schwälmer Art. auch Webarbeiten und Wollstickereien. Die an'chlle- hende Kabine enthalt in der Hauptsache Arbeiten aus ceftreif.em Stoss, dem durch ZufammensetzTN der Streifen in verschiedener Richtung immer neue Wirkungen gegeben wurden. An bet rück­wärtigen Querwand dieses Raumes sind Spitzen - arbeiten in Baumwolle. Leinen, Se de und Kunstseide mit Hilse von F let, Tüll und Radel­technik auf einem Raume vereinigt. Auf der linken Seite bemerkt man Kleider aus faden- geraden und formge'ch-nittenen Stoffteilln. S ick- Übungen nach der Äatur und Applika.ionsarbei- len in Haus- und Maschinenarbeit ausgestellt. An den Wänden sieht man Leinendecken, die die uralte Verbindung all bet Radeltechniken, die auf grobem Gewebe nach dem Faden gearbeitet werden, zeigen. Durchbruch'.echnik. Kreuz-, Hohl­saum- und Zierstich fügen sich zu einer Einheit. Interessant ist es. zu bemerken, wie die Berschie- benavtigfeit der Flächen!eilung den Decken ihre Eigenart gibt. Der folgende Heinere Ausstel­lungsraum trägt daS Gepräge einer engen Werk­statt. Modelle von Wcbstühlen, Flachsbeatbet­tungswerkzeugen. Rähmaschinrnteilen stehen hier zwischen Materi7lsa nmlun en der Textilindustrie, gcrliac Webereien in Wolle, Baumwolle, Stoff- und Trilotstreifen und Bast haben nebm auf ge­brachten begonnenen Webereien Platz gefunden. Obstkötbe aus Bast über Siro), primitive Leuch­ter, die für die Schulweihnachisfe'.et benutzt wur­den, SägearbeÜen in Messingblech und eine ganze Sammlung Ttachtenp üppchen zur Kostümkunde trifft man hier ebenfalls an. Die Wände find mit Zeichnungen aller Art und Klebübungm in farbigem Papier zur Farblehre bedeckt. 3m dritten Raume sind Wäschestücke für Damen und Herren, Schürzen und Kinderkleidung unterge- brächt. Bei allen Sachen ist die Stoffart bestim­mend für Form und Verzierung. Mancher Gegen­stand, der so selbstverständlich auf den Beschauet wirkt, ist sicherlich das Ergebnis wiederholten Bet uchens und Probierens.

Als ©eiamtut eil darf man von dieser Aus­stellung sagen, das; sie mit ihren vielseitigen Stücken allen Besuchern sehr viel Interessantes bietet und dah sie namentlich den Heranwachsen­den Töchtern reiche Anregungen zum Schaffen auf diesem Gebiete vermittelt. Der Besuch dieser Schau, die bis zum 1. März geöffnet bleibt, kann empfohlen werden.

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 150 bis 180. Matte 33 bis 35. Käse (10 Stück) 60 bis 140. Wirsing 33 bis 35. Weiß­kraut 20 bis 25, Rotkraut 30 bis 35, gelbe Rüben 20 bis 25, rote Rüben 15 bis 20, Spinat 50 bis 60. Unter-Kohlrabi 10. Grünkohl 35 bis 40, Rosenkohl 65 bis 70, Feldsalat 200, Tomaten 80 bis 90. Zwiebeln 23 bis 25. Meerrettich 50 bis 120, Schwarzwurzeln 50 bis 70. Kartoffeln 6. Aepfel 30 bis 40. Dorrobst 35 bis 40. Honig 40 bis 50, junge Hahne 103 bis HO. Suppen­hühner 100 bis 120, Tauben 83 bis 85. Rüsse 70 bis 80 Pf. daS Pfund: Eier 20, Blumenkohl 70 bis 140, Salat 40 bis 45. Endivien 40 bis 60, Lauch 15 bis 25, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 50 Pf. das Stück: Kartoffeln 5,53 Mk. der Zentner.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag. Volkshochschule: Einsührungsvortrag zur Auf­führung der Missa solemnis, 20 Uhr. im Singsaal

deS Realgymnasiums. Gesangverein Heiterkeit: \ Auhervrb<nt iche Getreu locr a.imlung. 8'/, Uhr, i Stadt Wetzlar". Lichtspielhaus, Bahnhof- ' straße: .Alpentragödle". - Astorla-Lichtspiele: < .Hoheit tanzt Walzer".

TageSkalender für Sonntag. Bolksbund Deutsche Kr e^S^r b rfürsrrg-, Orts­gruppe Gießen: Gebcnkci.r zu Ehren der g:falle» I nen Krieger, mittags 12 Uhr. in der Reuen Aula der Universität. - Stadttheater: .Karl und Anna". 18 bis 20'/. Uhr. ©ießener Theater- Bereinigung: .D r G'ockengufz zu BrcSleu". Kath. BereinshauS, 8,15 Uhr. Berufswettkamps für kaufmännische Lehrlinge, norm. 9'/, Uhr, im Physiksaal der Goetheschule. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. .Alpentragödle". Astorla- Lichtspiele: .Hoheit tanzt Walzer".

Stadttheater Giehen. AuS dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die morgige Borstellung .Karl und Anna" (zum letz­tenmal) beginnt um 18 Uhr. Fremdenvorstellung: ermäßigte Preise. Regie. 3ntenbant Dr. Prasch. DaS Theater der musikalischen Komödie (Dr. Erich Fischer), das für ein einmaliges Gastspiel zum dritten Tage des KammerspielzylluS (zu­sammen mit dem Goethebund) gewonnen wurde, ist durch seine großen Erfolge auf seinen AuS- landreisen in der ganzen Welt bekannt. Bei der hiesigen Aufführung find zwei Einakter, die an­der Feder von Erich Fischer selbst stammen, .Eintracht ernährt", .Das alte Lied", vorgesehen. Man wird in Gießen dem Gastspiel Dr. Erich Fischers mit großem 3ntcreffe entgegensehen. Die Intendanz weist darauf hin. daß b.e Karten zu Fischers musikalischen Komödien auch im freien Berkaus erhältlich sind. Als Premiere der nächsten Woche ist das LustspielDas Geld auf der Straße" als Erstaufführung vorgesehen. Die Premiere ist auf Mittwoch, 27. Febr., festgesetzt.

Ein Bellachini-Gastspiel am kom­menden Dienstagabend im Katholischen Vereins- Haus wird im heutigen Anze gen'.e l angekündigt. Die Freunde einer heiteren Aöendunterhaltung seien auf diese Anzeige besonders hingew'.esem

Hausbefitzer-Berein. Am Mittwoch nächster Woche findet Im Eaf6 Leib die 22. Hauptversammlung statt. Den geschäftlichen Ver­handlungen folgt ein Dortrag über daS Thema .Die ungünstige Einwirkung der Zwangsw.rt- schast auf dem Wohnungsmarkt". (Siehe heu.ige Anzeige.) e

* Personalien. Ernannt wurden der Pri­vatdozent an der Landesuniver.i.'äl Gießen Dr. Karl H e y l a n d aus Frankfurt a. M. zum außer­planmäßigen außerordentlichen Professor: der Oöerbibliothekar an der Stadtbibliothek in Mainz Dr. phll. Hanns Wilhelm Eppelsheimer zum Direktor der Hessischen LandeSbiblwthek in Darmstadt, mit Wirkung vom 1. März 1929 an.

** Studentische Wahlen. Gestern wurden an unserer Universität die Wahlen zur Kammer der Gießener Studentenschaft für 1929/30 oorgenommen. Dabei erhielt die Nationale Arbeitsgemeinschaft (Einheitsl ste der Korporationen und Freistudenten) 21 Sitze, während auf die freistudentische Liste wer Sitze entfielen.

Dorträge zur ReichS-Unfallver- hütungswoche. Am kommenden Montag­abend finben in der Reuen Aula zwei öffent- ließe Vorträge mit Lichtbildern statt. Zunächst spricht D'.P.'om-Ingenieur Kunhemüller über Die Verwendung des elektrischen Stromes im Haushalt". Den zweiten Vortrag hält Polizei- Hauptmann Heine über das ThemaS.ne Stunde Verkehrspolizist in Gießen". Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei. Man beachte die heu­tige An.eige.

* Die Museen sind am Sonntag zwischen 11 und 1 Uhr geöffnet.

D i e Polizei fordert die Reini­gung der Straßen. Das Polizciamt teilt mit: Infolge des letzten Schneefalles macht sich in letzter Zeit eine teilweise starke Verunreinigung der Bürgersteige bemerkbar. Wir erinnern die Verpflichteten an die bestimmungsmäßige Reini­gung. Eine besondere Aufforderung durch Poli­zeibeamte erfolgt nicht mehr. Vorstehendes gilt als solche. Zur Vermeidung von Strafen liegt es daher im eigenen Interesse der Ter flichteten, die Straßenreinigung regelmäßig vorzunehmen.

** Stadttheater-Abonnement. Die Einlösung des 6. Abschnittes des Stad.theater- Abonnements muß vom lo.ninenden Montag ab erfolgen. Interessenten feien auf die heutige Be­kanntmachung hingewtefen.

Reichswettkochen. Man schreibt uns: Es ist das Bestreben jeder Hausfrau, beim spar­samen Kochen ein schmackhaftes Mahl zu be­reiten, Bequemlichkeit mit Billigkeit zu vereinen und die persönliche Ucbetlaflunj auf das Min­destmaß herabzu'etzen. Der Gaskochwettstrcit weist ihr die Wege dazu. Richt auf bestimmte Effekte eingestellte Vorführdamen, sondern die Gießener Hausfrauen selbst, die Interesse an ihrer Küche und an ihren Erzeugnissen haben, geben sich und ihren Kolleginnen den zuschauenden Haus- / frauen Gelegenheit, sich von der Zweckmäßig-

Aus der provinziashauptstadt. 1

Dießen, den 23. Februar 1929.

Dolkötrauertag.

2l» im Jahre 1813 die Franzosen Hamburg auf6 neue besetzten, ließ der General Davoust Die Armen auS der Devö Lrung mitleidlos aus Der Stadt hinaustreiben, so daß viele von i.)nen am Wegrande starben und In Ottensen begattet wur­den. Damals hat Friedrich Rückert daS ergrei­fende Lied gesungen, das mit den harten be­ginnt:(8in Kirchhof ist gebreitet, feine Mauer faßt ihn ein. Am Do kstrauertag k.ingen diese Worte in unseren Herzen wieder. Soldatenfried- böse sind gebreitet in aller Welt, so groß, so weit, wie das in den Kriegen früherer Zeiten niemals geschehen ist. Auf diesen Fried,)öfen ru)t die Blüte der Völker. Es ist eine selbstverständliche Pflicht des deutschen Volkes, daß es Kriegs­gräberfürsorge treibt und in jedem Jahre den Gefallenen einen Kranz auf das Grab legt. Immer wieder müffen wir uns daran erinnern, woS wir unseren Gefallenen schuldig sind. Seien wir uns darüber klar, daß das Los der meisten Toten ist, daß sie rasch vergessen werden. Der Psalmist sagt in großer seelischer Rot: .Meiner ist vergessen im Herzen als eines Toten". Kin­der vergessen, wenn das Leben an sie seine For­derungen stellt und mit Lust und Leid auf sie einstürmt, rasch ihre Eltern. Es mag hart klingen, aber es ist wahr, daß auch Ehegatten, wenn sie durch den Tod auseinandergebracht worden find, recht häufig die Beziehungen zueinander verlieren. Rur die Eltern und unter ihnen be­sonders die'.ter vergessen ihre dahingeschiede­nen Kipder nicht. In einer illustrierten Wochen­schrift war neulich ein Bild zu sehen, wie eine alte Frau die Photographie ihres gefallenen Sohnes vor sich stehen hat und wchmü ig feiner gedenkt. Eine andere alte Frau, die in ihrem Leben kaum eine größere Reise machte, hat sich im vorigen Jahre aufgemacht, aus ihrem pfäl­zischen Dorf nach Verdun zu reifen. Die Frau ist verwitwet und steht mit ihrem Bruder allein, sie suchte dort das Grab ihres Sohnes, ihres einzigen Kindes. Man war ihr in freundlicher Weise behilflich bei ihrem Suchen, aber sie fand daS Grab nicht und reiste, aufs neue sehr trau­rig gestimmt, wieder heim.

Am Volkstrauertag veranstaltet man Got­tesdienste und sonstige Feiern zum Gedächtnis der Gefallenen. Weihevol­les wird dabei geboten. Die Organisten tun ihr Beste-, die Gemeinden fingen Glaubenslieder. Bei den Feiern, die außerhalb der Kirchen ver­anstaltet werden, spielt man das Andante aus dem Streichkonzert in l)-Moll von Franz Schu­bert. Solisten singen Lieder von DrahmS, man tragt gehaltvolle Gedichte vor und wird dabei wehmütig gestimmt. Aber diese Wehmut birgt in sich etwas Beruhigendes und Schmerzstillendes. Der wahre Schmerz um die Toten rührt die Seele im Innersten auf. er ist unendlich bitter und qualvoll, er raubt die Ruhe des Tages und den Schlaf der Rächt, er zermartert die Seele, er ist immer wieder da mit neuen Zweifeln und Fragen. Und der Krieg, dessen wir uns am Tortstrauertag erinnern, war alles, nur nicht stimmungsvolle Man lese das BuchKrieg" von Ludwig Renn. Da find in der schlichten Manier eines Chronisten aus der alten Zeit die Ereig­nisse vom Ausmarsche aus der Garni on bis zum traurigen Rückzüge im Rovemder 1918 geschil­dert. Der Verfasser ist nichts als Soldat, der über Krieg und Frieden nicht reflektiert, der sich eins weiß mit seinen Vorgesetzten und seinen Kameraden und der seine Pflicht mit der Selbst- verständlichk it tut, wie das unsere Krieger über­haupt getan haben. Aus seinen Darlegungen je­doch tritt der Krieg als grausiges Weltgeschehen, als furchtbare Rot und jähes Entsetzen hervor.

Es ist aber nicht damit genug, daß wir Erin­nerungsfeiern veranstalten, wir müssen auch Dar­über zur Besinnung kommen, was uns heilsam ist. Schlecht ehren wir unsere Ge­fallenen. wenn wir in kleinlichem Parteigezänke unS selbst herabwürdigen. Unwürdig der gro­ßen Opfer, die für uns gebracht worden sind, ist das Volk, in dem der MammonSgeist alle anderen Bestrebungen überwuchert und e.n ödes Bergnü- gungSleben Charakter. Gesinnung und Gemüt ver­dirbt. Als die Unseren ausrückten, hat man ihnen gesagt: _ Zieht hinaus, wir sorgen für die Eu­ren!" Wird diese Zusage jetzt nicht gehalten, so wäre eS besser, wir unterließen die Kranzspenden für die Soldatengräber und verzich'eten auf alle Gedenkfeiern, damit uns später nicht einmal der Vorwurf gemacht wird, wir seien zwiespältig und wortbrüchig gewesen. In den Zeitungen werden die Opfer, die der Krieg von uns gefordert hat, ziffernmäßig mitgefeilt: diese Ziffern wachsen ins Ungeheuere. Das müßte unS zur Verzweiflung bringen, wenn wir nicht den Glauben hätten, daß unsere Gefallenen, mit dem Dichter zu reden, eine Saat sindvon Gott gefäet, am Tag der

fett tm Gebrauche de» GaSgerLfeS praktisch zu überzeugen. Wie wenige Pfennige die Bereitung eines MittageffenS kostet, wie bequem und schnell eS herzustellen ist. davon werden die Hausfrauen bei dem Wett kochen überrascht sein. (QlUm beachte die heutig Anzeige.) _ , , m

- Kältezulage bei bet Reichs­bahn. Wegen der durch den außerordentlichen Frost verursachten Erschwerung deS Sisenbahn- diensteS hat die Reichsbahnoerwaltung sich ent­schlossen. den in der Hauptsache betroffenen An­gestellten und Arbeitern des Eisenbahnaußen- üenstes neben der Darreichung von warmen Getränken und kräftigem warmem Essen eine besondere einmalige Geldzuwendung in Höhe von durchschnittlich 20 Mark zuzuwenden.

Zuchtviehversteigerung in AIS- elb. Die für den 14. Februar in AlSseld vor­gesehene große Zuchtviehversteigerung, die In­folge der großen Kälte verlegt werden mußte, wird nunmehr am Mittwoch, 6. März, vor­mittags 11 Uhr in Alsfeld abgehalten. Gemein­den und sonstigen Interessenten, die guteS Zuch^ material zu kaufen beabsichtigen, kann der Besuch dieser Veranstaltung empfohlen werden. Man beachte die heutige Anzeige.

Der Deutschnationale Handlung»- gehliien- Verband, Ortsgruppe G.epen, veranstalte:« am Donnerstagabend im Katholi­schen VereinShauS einen Lichtbildervortrag, be­titelt:Eine Erholungsreise nach Helgoland und den nordfnes.fchen Inseln". Der Redner des AbrndS. Prokullst Hirsch, führ:« dte Besucher des Vortrags zunächst nach Hamburg und zeigt« Wesen. Bedeutung und Schönheit d.eser herrlichen Hansestadt. Von Hamburg ging bx Fahrt mit dem DampferKaifer" der Hapag auf der Eibe an Reumühten und Blankenese vorbei nach Cux­haven und von da In die Rordse« nach dem schönen Hetgoland. Interessant waren die Aus­führungen des Redner» über daS Leben und Trei­ben in Hefgoland. sowie über die dortigen Sehens­würdigkeiten. Don Helgoland führte die Fahrt tn etwa zwei Stunden mit decCobra" (einem Schwesterschiff desKaiser") nach Hörnum, an der Südspitze der Insel Sylt gelegen. Wer erholungsbedürftig ist. findet hier in herrlicher Rordfee.uft tei tdyllischem Dadeleben am Strand angenehmen Ausentha.t. Don Hörnum ging e« mit der K einbahn durch malerische Dünenketten über das Friesendörfchen Rantum nach Wester­land. Wenningstedt, Kämpen und List. Wester­land ist als Weltbad bekannt, «s hat den kräf­tigsten Weiten schlag t«r Rordsee. Die G« egmßeit zu herrlichen Ausflügen ist auf der Insel Sylt groß, ebenso wirken d.e Sehenswürdigkeiten dieser Gegend auf den Besucher außerordentlich packend. Cs war eine herrliche Reise, welche hier im Gnst« den Teilnehmern der Veranstaltung Geboten wurde.

erzeugnifsen der

vor die Oeffentlichkeit. Diese Schau, in den Räumen der städtischen Gemäldesammlung am Landgras-Phitipp-Platz, Ecke Senckenbergstraße, heraerichtet, verdient wie in den bisherigen Jahren auch diesmal wieder die Beachtung unserer Hausfrauen und Mütter, wie auch der jungen Mädchen, die sich auf diesem Gebiete weib­licher Tätigkeit ausbilden bzw. noch vervollkomm­nen möchten. Gerade im Zeitalter der immer höher gesteigerten Technik, der immer stärkeren Herrschaft der Maschine bereitet ein Besuch in einer Ausstellung von reinen HandsertigkeitSer- zeugnisscn besonderes Vergnügen. Zwar findet man hier nicht etwa vollendete Technik, aber man empfängt ein eindrucksvolles Bild von der zweckentsprechenden Art der Materialverwendung, der rein persönlichen Formgebung und der Sau­berkeit einer eitrig nach Vollendung strebenden Handarbeit. Diesem offensichtlich ernsten und ehr« ließen Wollen der jungen Menschenkinder, die im Handarbeitsseminar der Alice-Schtt'e in vortreff- licher Weise für den Ernst deS Lebens heran- gebildet werden, kann man feine Anerkennung

Berliner Börse.

Berlin, 23. Febr. (WTB. Funkspruch.) Obwohl die Anregungen aus 21menta heute fehlten, konnte man vormittags eine etwas freundlichere Stim­mung in den Bankbureaus feßficllen. Das Geschäft ist zwar weiterhin klein, man hörte aber meist Geldkurse, die noch über gestern abend liegen. Die Spekulation scheint zu decken, da man nach den neuesten Meldungen die Hoffnung hat, daß in Da­ris eine gewisse Einigung erzielt werden wird. An Kursen hort man Hamburg Paket 125,50 etwa, Norddeutscher Lloyd 124,50 etwa, Siemens 376,50 bis 377 Geld. I.-G.-Farben 247 Geld und Chade 454 Geld. Am Devisenmarkt nennt man London gegen Paris 124,28, London gegen Mailand 92,6250, London gegen Spanien 31,45, London gegen Am- sterdam 1211,75, London gegen Schweiz 25,2350.

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