Ausgabe 
22.10.1929
 
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mal Vas Nachsehen, während diese nur zweimal erfolgreich waren.

Hachborn I Treis I 1:0.

In Hachborn gelang es Hachborr^ in der ersten Halbzeit in Führung zu gehen. Trotz tech­nischer Überlegenheit der Gaste konnten diese zu keinem Erfolge kommen und mußten sich so mit dem knappen I: O-Resultat geschlagen be- kennen.

Kinzenbach I Rödgen I 7:0.

3n Kinzenbach lieferten sich Diese Mannschaften ein schönes, faires Spiel. Kinzenbach, das seinem Gegner technisch weit überlegen war, entschied das Spiel für sich.

Klein-Linden I Meseck II 5:6.

Auf dem unzuläng.ichen Platze in Klein-Linden lieferten sich beide Mannschaften ein flottes Spiel, bei dem es reichlich Tore gab. Abwechselnd übernahmen die Gegner die Führung, bis Wieseck kurz vor Schluß das Resultat knapp für sich ent­scheiden konnte.

Iugendspiele.

Die Jugend Raunheims konnte auf eige­nem Platze die Iugend Heuchelheims nach überlegenem Spiel mit 2: 0 Toren schlagen.

Auch Wiesecks erste Jugend konnte ihren Gast, die Iugend Groß en-Lindens, mit einer 2:0-Riederlage nach Hause schicken. Vor­her spielte Wiesecks zweite Iugend gegen Klein-Lindens Jugend. Rach schönem Spiel, in dem die Kleinen schöne Leistungen zeigten, trennten sich die Gegner mit dem unent­schiedenen Ergebnis 1:1.

Handball im Männeriurnverein (£).$).

Tv Grohen-Duseck I Mtv. Gießen I 1:3 (1:0).

Am Sonntag kam auf dem Wtv.-Platze als letztes Spiel in der Dorrunde das Handball- Verbandsspiel zwischen den beiden Spitzenkandi­daten in der Meisterklasse, I.Tv. Groheu-Duseck und 1. Mtv. Gießen zum Austrag. Während Gro- Hen-Duseck mit einem Ersatzmann antrat, mußte Mw. noch einmal ohne die bestbekannten Spieler D e ck e r und R o t h e r m e l das Spiel bestreiten. Dos Fehlen dieser beiden Stürmer machte sich besonders in der ersten Halbzeit stark bemerkbar, konnte sich doch der einheimische Sturm zu keiner einheitlichen Aktion zusammenfinden. Die Hinter­mannschaft dagegen hatte alle Hände voll zu tun. war jedoch dem gefährlichen Busecker Sturm jederzeit gewachsen. Besonders ragte bei der Gießener Mannschaft außer dein Torwart und den beiden Verteidigern der linke Läufer hervor: bei der Gästemannschaft waren die Stürmer und der Torwart die besten Mannfchaftsleile. Rach- dem die Dusecker Mannschaft in der ersten Halb­zeit das Gießener Tor stark bedrängen konnte und mit 1:0 führte, stellten die Mtver in der zweiten Hal^eit um. Man erkannte den Mw.» ©turm im Vergleich zur ersten Halbzeit nicht wieder, die Spieler legten einen selten gezeigten Eifer an den Tag, der schließlich auch kurz hinter­einander zu drei Erfolgen führte. Durch diesen Sieg hält der MW. Gießen auch weiterhin die Spitze der Tabelle in der Meisterklasse, die folgendes Aussehen hat:

Verein

Spiele gern. verl. unentsch. Pkte.

Mtv. Gießen 5

Tv. Großen-Buseck 5

Tv. 1860 B.-Nauheim 5

T-o. 1846 Gießen 5

Tgd. Friedberg 5

Tv. Wetzlar 5

4 10 8

3 2 0 6

2 12 6

2 2 1 5

2 2 1 5

14 0 2

Sb. Wetzlar-Niedergirmes I M V. Gießenil 3: 3 (0:3).

Ebenfalls auf eigenem Platze trug die zweite Mannschaft des Mlv. das fällige Verbands- Rückspiel gegen die erste M'nnschaft des Tv. Niedergirmes aus. Da die Mw.-Mannschaft in kompletter Aufstellung antreten konnte, führte sie ein Spiel vor, wie sie es selten gezeigt hat. Die Einheimischen waren den größten Teil des Spieles stark überlegen und mußten sich nur durch zwei 13-Meter-Würfe den Ausgleich gefallen lassen.

TV. Wehlar-Niedergirmes 1. Schüler Mw. Gießen 1. Schüler 0: 5 (0:2).

3n dem Freundschafts-Rückspiel der beiden ersten Schüler-Mannschaften, das ebenfalls auf dem Mtv.-Plah zum Austrag kam. errangen die Gießener einen glatten 5:O°Sieg. Das Vorspiel in Niedergirmes verloren die Mw.er nur knapp mit 1:0.

Handball im Turnverein 1846 (hießen.

Tgd. Friedberg I Tv. 1846 I 4:5 (1:2).

Das Treffen am Sonntag war von Anfang bis zu Ende äußerst spannend und nahm unter der ausgezeichneten Leitung von Schauermann, T G Sachsenhausen, einen schönen Verlauf.

Friedberg findet sich nach dem Angriff schnel­ler zusammen. Der flinke Innensturm nutzt ge­schickt falsches Stellungsspiel der Gießener Hin- termannschaft aus, und der Mittelstürmer bringt durch wuchtigen Wurf seinen Verein in Füh­rung. Die Schwächeperiode hat 1846 bald über­wunden. und der Sturm drückt die Feldüber­legenheit in zwei schönen Toren aus. Halbzeit 2:1 für Gießen.

Kurz nach der Pause erhöht 1846 seinen Vor­sprung auf 3:1. Friedberg gibt sich nicht ge­schlagen. In kurzer Zeit zieht es durch zwei gut plazierte Strafwürfe gleich, und es gelingt ihm sogar, durch den Halblinken, der nicht gut

genug bewacht war, mit 4:3 in Führung zu gehen. Gießen legt nun ein sehr scharfes Tempo vor Innerhalb 5 Minuten bucht der Sturm zwei Tore. Dann zeigt Balser seine Klasse. In prachwoller Manier, buof) blitzschnelles Hm- werfen. holt er einen gefährlichen Ball aus der äußersten Torecke. Der Sieg ist Gießen nicht mehr zu nehmen. Das 5:4 ist verdient. Ein be­sonderes Lob gebührt dem 6türm, der in der zweiten Halbzeit zu großer Form auflief.

B. f. B.-Handbatt.

D. f.D. verlor sein Gesellschaftsspiel gegen die zweite Mannschaft der 2. Kompagnie nach flottem, interessantem und fairem Spiel mit 2:5. Das Resultat kann In Anbetracht der Spielstärke der Soldaten und der geringen Spielerfahrung der Platzelf als recht gut bezeichnet werden, zumal V. f. B. es durch seinen Eifer fertigbrachte, das Spiel stets offenzuhalten.

Wirtschaft.

Oie Großbankenfusion.

In dem Monatsbericht der Direktion der Dis- conto-Gesellschaft behandelt der übliche Artikel zur Wirtschaftslage dieses Mal die Fusion des Instituts mit der Deutschen Bank. Da diese Ausführungen von der Der» toaltung selber stammen, so kommt ihnen an­gesichts der bevorstehenden Generalversammlun­gen. in denen den Aktionären beider Institute Erklärungen über Grund und Zweck der Fusion gegeben werden müssen, eine besondere Bedeutung zu: denn man kann in diesen Aus­führungen bereits einen Auftakt zu den General­versammlungen sehem Festgestelll wird vor allem, daß die jetzige Zusammenschluhbewegung im Gegensatz zur Vorkriegszeit nicht als Zeichen der Fülle und des Reichtums, sondern als Zeichen der Rot. ein Kampf um die Erhaltung der vor­handenen Grundlage anzusehen ist. Die Gründe, die seinerzeit bei der Bekanntgabe des Fusions­kommuniques bereits genannt worden sind, wer­den dann noch eingehender wiedergegeben, und zum Schluß wird auf die schwierigen Aufgaben für die Dankleitungen selbst, die sich notwendig aus der Fusion zweier so riesiger Institute mit ihren weitgehenden Interessen und Verbindungen, sowie ihren weitmaschigen Filialnetzen ergeben, hingewiesen. Dabei wird nicht verkannt, daß Ge­fahren einer gewissen Bureaukratisierung, auf die bereits in der öffentlichen Kritik hinge­wiesen worden ist, vorhanden sind, und darum vermieden werden müssen, wenn die große Ra­tionalisierungsaufgabe les deutschen Bankwesens (der erste große Schritt ist eben die Fusion der beiden Großinstitute) mit Erfolg gelöst werden soll. Denn sicherlich ist die Vergrößerung des Betriebes und das gilt für Dankbetriebe ebenso wie für industrielle nicht schlechthin rationell, sondern nur bis zu dem Punkt, wo sie das Optimum erreicht. Dec Schritt zur Fusion beweist, daß die Großbanken, die ihn tun, über­zeugt sind, sich damit diesem Punkt zu nähern, nicht aber über ihn hinausz ischreiten. Die Dank­leitung der Diseonio ist sich darüber klar, daß es notwendig sein wird, die Prinzipien der Zentralisierung und der Dezentralisierung neben­einander zur Geltung zu bringen. Das Streben geht dahin, die in richtigen Grenzen dezentrali­sierten Organisallons armen zu schaffen und mit ihnen die für beide Teile vorteilhaften Be­ziehungen zwischen Tank und Kundschaft Her­tz lstellen. Man kann nur hoffen, daß sich die Bankleitung des neuen vereinigten Instituts auch der Pflichten voll bewußt ist, die ihr bezüglich der Pflege des kleinen Kreditgeschäfts auferlegt sind.

*

* Fusion Gesfürel-Loewe. Die Auf­sichtsräte der Gesellschaft für elektrische Unter­nehmungen und der Ludwig Loewe A.-G. haben beschlossen, den auf den 14. bzw. 13. November einzuberufenden Generalversammlungen die Fu­sion beider Gesellschaften miteinander und mit der A.-G. für Gas-, Wasser- und Elektrizitäts- Anlagen, deren Aktien sich bis auf einen kleinen Betrag im Besitz der Gesfürel befinden, unter Aenderung des Namens inGesellschaft für elek­trische Unternehmungen Ludwig. Loewe A.-G." unter folgenden Bedingungen vorzuschlagen: Die Gesfürel übernimmt das gesamte Vermögen der Loewe A.-G. unter Ausschluß der Liquidation gegen Gewährung von Aktien im Verhältnis 1:1.

Sie übernimmt ferner das gesamte Vermögen der Qlgtoea unter Ausschluß der Liquidation gegen Gewährung von Aktien im Verhältnis von einer Gesfürelaktie gegen 2 Agewa-Aktien. Das Aktien­kapital der Gesfürel, die obigen Namen annimmt, wird um 25 Mill. Mk. erhöht, wovon 20 Mill. Mark zu Fusionszwecken verwendet und 5 Mill. Mark unter Hinzunahme weiterer von der Ge­sellschaft zur Verfügung zu stellender Aktien den alten Aktionären von Gesfürel und Loewe im Verhältnis 10:1 angeboten werden sollen. Zweck der Zusammenfassung ist die Vereinfachung des Gesamtbetriebes der drei Gesellschaften, die bisher schon ständig zusammengearbeitet und ge­meinschaftlich größere Geschäfte durchgeführt haben. Sie bedeutet aber durch die Summierung der großen inneren Reserven eine erhebliche Stärkung der geschäftlichen Stoßkraft der drei Unterneymungen, die ein wichtiger Faktor für die Teilnahme an den für die Allgemeinwirt- schaft no.trendigen Ra ional.fterungen sowohl auf dem Gebiete der Elektrizitätswirtschaft, als auch für den Maschinenbau und insbesondere den Werkzeugmaschinenbau werden wird. Ein Per­sonalabbau ist nicht beabsichtigt.

* Von der Frankfurter Börse. Nunmehr teilt auch der Frankfurter Börscnvorftand mit, daß die Notiz für die Aktien der Adlerwerke vorm. Hein­rich Kleyer A.-G. mit Wirkung vom 22. Oktober ab eingestellt wird.

* Zur Lage der Fahrradindustrie. Nach dem Bericht des Vereins Deutscher Fahr­radindustrieller über die Lage im Monat Septem­ber haben sich in der deutschen Fahrradindustrie keine wesentlichen Aenderungen des bisherigen Zustandes ergeben. Nach wie vor ist bei den meisten Firmen die Beschäftigung gering, und die Zahl der Beschäftigten müßte in einzelnen Fällen weiter abgebaut werden. Eine Reihe von Firmen läßt in einzelnen Werkstätten einge­schränkt arbeiten, was angesichts der sehr ruhigen Geschäftslage nicht verwunderlich ist.

^Rinüermarff in Gießen.

Zum heutigen Rindermarkt in Gießen waren 1161 Stück Großvieh und 229 Kälber aufgetrieben. Der Handel war ziemlich lebhaft, so daß kein Ueberstand verblieb, und der Markt zeitig geräumt war. Es wurden bezahlt für Kühe 1. Qualität 600 bis 700 Mark, 2. Qualität 400 bis 500, 3. Qualität 200 bis 300; Rinder, ein- bis zweijährig 100 bis 300; Schlachtkühe 150 bis 350 Mark; Kälber, je Pfund Lebendgewicht 60 bis 65 Pf. Bessere Tiere erbrachten Preise über Notiz.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 22. Okt. Tendenz: schwacher. Die heutige Börse zeichnete sich wieder durch stär­kere L u ft l o \ i g f e i t aus. Als besonders ver­stimmendes Moment find die gestrigen sehr schwachen Auslandbörsen zu verzeichnen. Aber auch der Aus­tritt des langjährigen Leiters der Enka, Dr. Har- t o g aus dem Vorstand wurde ungünstig aufge­nommen. Dies wirkte üch In erster Linie in Glanz­stoffaktien aus, von denen Glanz ft offaktien bei größere Angebot einen Vertu st von 13,5 v. H. aufzuweisen hatten. Sonst war im allgemeinen das Angebot auf den übrigen Märkten nicht groß, doch ergaben sich gegenüber der gestrigen Abendbörse, bei der sich stärker fühlbar machenden Aufnahmeunlust Kursrückgänge bis 2,5 v. H. Nach­frage bestand von selten der Spekulation kaum, da

von einer Jnterventionstätigkeit der Banken bis jetzt nichts zu bemerken war. Auch Orders sollen kaum eingetroffen sein, so daß sich das Geschäftinden denkbarengstenGrenzen bewegte. Stärker gedrückt eröffneten noch Deutsche Linoleum mit minus 4 v. H. und am Elektromarkt Siemens mit minus 5 v. H., Chadeaktien mit minus 5 Mark. Salz­detfurth verloren 5 v. H. An den übrigen Markt­gebieten blieben die Rückgänge gering. Etwas In­teresse bestand auf der anderen Seite für Phönix mit plus 0,5 v. H. und Scheideanstalt mit ebenfalls plus 0,5 v. H. Am Bankenmarkt lagen Deutsche Bank gut gehalten, Commerz- und Danatbank je 1,5 v. H. niedriger. Renten still. Im Verlause wurde die Ten­denz weiter schwächer. Siemens waren angeboten und gaben erneut 5 v. H. nach. Sonst ergaben sich Rückgänge bis zu 2 v. H. Nur für Stahlverein be­stand einiges Interesse, bei relativ gut gehaltenem Kurse. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 v. H. weiter etwas leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1825, gegen Pfund 20,398, London gegen Kabel 4 8775, gegen Paris 123,88, gegen Mailand 93,15, gegen Madrid 33,90, gegen Holland 12,1040.

Berliner Börse.

Berlin, 22. f 2t. Nachdem schon die schwache Veranlagung des Sunftfeiöenmarttes gestern aus­fallend war und auch an der Frankfurter Abendbörse der Allgemeintendenz ihren Stempel aufgedrückt hatte, wurde in den heutigen Vormittagsstunden das Ausscheiden Dr. Hartogs, des langjährigen Lei- ters der holländischen Enka, aus dem Vorstand be­kannt. Daraufhin lagen Kunstseidenwerte er­neut schwach und gingen schon vorbörslich auf 206 v. H. zurück. Hinzu kamen die flauen internatio­nalen Effektenmärkte und der herannahende Ultimo, der anscheinend auch heute Publikum und Spekula­tion zu weiteren Abgaben Veranlassung gegeben hat. Die Banken des Stützungskonsor- tiums intervenieren weiter und konnten dadurch im allgemeinen auch stärkere Kursrückgänge vermeiden. Trotzdem verloren einige Spezialwerte wie Hansa, Schultheis, die führenden Elektrowerte und die Kaliaktien bis zu 5 v. H., Bemberg, Siemens, Deutsche Linoleum 6 bis 7,5 o. H., Berger 11 v. H., Glanzstoff 12,5 o. H. und Polyphon sogar 14 o. H. Deutsche Anleihen nach unverändertem Beginn etwas anziehend. Auch Ausländer zum Teil befestigt. Pfandbriefe blieben angeboten. Der Geldmarkt zeigte eine weitere Erleichterung. Tagesgeld 6,75 bis 8,75 v H., Monatsgeld 9 bis 10,5 v. H., Warenwechsel etwa 7,75 v. H. Der Verlauf hatte auffallend geringe Umsatztätigkeit. Das Kursnioeau lag bei anhaltender Znteroentionstätigkeit der Ban- ken relativ gut gehalten. Nur bei einzelnen Papieren bröckelten die Kurse weiter ab. Wohl im Zusammen­hang mit ungünstigen Londoner Meldungen lagen Polyphon weiter ausgesprochen schwach und bis 7 v. H. niedriger. Svenska verloren 2 Mark, Chade­aktien 4 Mark. Auch Berger, Bemberg und Siemens gingen je 2 v. H. niedriger um. Momente günstiger ölrt scheinen im Augenblick auf die Börsentendenz überhaupt keinen Einfluß zu haben, denn der Ab­schluß der Anleihe der Stadt Hannover und das Zu­standekommen der Kreuger-Anleihe und schon auf­tauchende Hoffnungen auf eine Diskontsenkung in London und Neuyork wurden überhaupt nicht er­wähnt. In diesem Zusammenhänge muß auch einmal auf die unerwartet schnell eingetretene Pfundbefesti- gunq und auf die internationale Schwäche des Dol­lars hingewiefen werden.

Zeitschriften.

In der Novembrrausga e von .,W e st e r - mann« Monatsheften" überrascht e oft* preußische Macr-Dichter Robert Budzinski durch eine köstliche Se'bstdurstellung und verstreut ? wi­schen Aeußerungen seines Lebe rech t-Hüchnch-en- Humors wertvolle Erkenntnis''e eines Künstlers, der feine Sache lachend ernst nimmt. Eine Reihe von Arbeiten Dudzinskis. teils farbig reirodu- ziert, runden das Bild die'er liebenswerien Per­sönlichkeit ab. Prachtvolle farbige Photographien von Arbeiten des Garien-Architekten Friedrich Gildemeister werden von feinen Betrachtungen des Dichters Manfred Hausmann übe:Garten und Architektur" begileiiei. Aus dem Geb'e e der Architektur stammt der Beitrag,Löwer am Rüstringer Rathaus", der mit dem jüngsen Werk Fritz Högers, des entschiedensten Bahnbrechers neuer Baukunst, bekannt macht. Annemarie Kruse von Iakimow hatten mitten im Weltkrieg drei friedliche Iah.e auf einem Gut im Herzen Rußlands verbracht. Sie erzählt davon reljr an­schaulich in ihren ErinnerungenZwischen zwei Stürmen"; dem Bericht find eigene Bilder der Mulerin beigegeben.

Kurszettel der Berliner und Frankfurier Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

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Süvo Bude* . . e .

. IC

145,5

145

145,5

Banknoten.

Berlin, 21- Oktober

Geld

Bries

Amerikanische Noten

4,165

4,185

Belgische Noten ....

58,27

58,51

Dänische Noten .......

111,68

112,12

Englische Noten........

20,335

20,415

Französische Noten.......

16,43

16,49

Holländische Noten.......

168,06

168,74

Italienische Noten........

21,89

21,97

Norwegische Noten.......

111,63

112,07

Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling

58,60

58,84

Rumänische Noten.......

2,465

2,485

Schwedische Noten.......

111,98

112,42

Schweizer Noten........

80,80

81,12

Spanische Noten........

59,2^

59,47

Tschechoslowakische Noten.....

12,335

12,395

Ungarische Noten........

72,85

73,15

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

21. Oktober

22. Oktober

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

G.'ld

Bries

Geld

Briei

timit.-iHott

168,40

168,74

168,46

168,8u

Buen.'Airer

1,750

1,754

1,740

1.744

Brss- Antw

58,42

58,54

58,425

58,545

Ghriftlania

111,89

112,11

111,91

112,13

.ikov.'nhagen

111,94

112,16

111,94

112,16

Stocklsolm

112,29

112,49

112,25

112,47

Hclnngfors

10,499

10,519

10,498

10,518

Italien. .

21,875

21,915

21,875

21,915

London. . .

0,376

20,416

20,382

20,422

Neuyork . .

4,1795

4,1875

4,1790

4,1870

Paris. . .

16,45

16,49

16,45

16,49

Schwei» . .

80,92

81,08

80,935

81,095

Sva um .

59,94

60,06

59,84

60,96

Japan . . .

1,998

2,002

2,000

2,004

-»io de Jan

,497

0,499

0,4975

0,4995

Wien in D -

Ctft. abgest

58,79

58,91

58,70

58,82

Prag - - - -

12,378

12,398

12,375

12,395

Bel irad -

7,387

7,401

7,391

7,405

vudav:» . .

73,04

73,1t

73,03

73,17

Bul arten

3,017

3,023

3,027

3,033

Viffabon

18,76

18,8

18,80

18,84

Dantig. .

1,4.

81,59

81,44

81,60

Konst ntin.

1,978

1,982

1,968

1,972

9ltlxtt. .

,435

,445

5,435

5.445

Eanada .

4,136

4,144

4,144

4,152

llru uay

4,086

4,054

4,056

4,064

Cairo . -

20,895

20,935

20,905

20,945