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22.10.1929
 
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Nr. 2<8 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)Dienstag, 22. Oktober 1929

Ein Wegekommiffar für das gesamte Reichsgebiet.

Im Zusammenhang mit den Plänen für ein großes deutsches Wegebauprogramm, die durch das aktive Vorgehen mehrerer deut­scher Danken, die in dieser Richtung mit befreundeten amerikanischen Unternehmungen be­reits Verhandlungen eingeleitet haben, gegen­wärtig wieder akut geworden sind, wird vielfach die Forderung aufgestellt, einen besonderen Wegebaukommissar für das gesamte Reichsgebiet zu berufen, zu de,sen Kom­petenzen es gehören soll, die Durchführung und die Aufstellung des Straßenbauprogramms zu überwachen. Besonders brennend ist bei der Durch­führung eines einheitlichen, nach großen ver­kehrspolitischen Gesichtspunkten ausgestellten Wegebauprogramms die Frage der Finan­zierung. Gegenwärtig sind über 50 OOO Kör­perschaften. Gemeinden, Kreise, Städte, Provin­zen und Länder für Wegebauten zuständig. Die Vielheit der Beteiligten bringt es naturgemäß mit sich, daß der Aufstellung eines großzügigen Finanzierungsprogramms erhebliche Schwierig­keiten im Wege stehen. Am diese Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen, wird die Schaf­fung einer Plan - und Kontrollstelle gefordert, deren Aufgabe es sein soll, nach be­stimmten finanziellen Gesichtspunkten Anleihen im In» und Ausland aufzunehmen, und über die Verwendung des Anleiheerlöses zu wachen. Solche Plan- und Kontrollstellen bestehen be­reits in den Vereinigten Staaten und in England. Dort hat man mit ihnen außerordentlich gute Erfahrungen gemacht. Es wird dort nach ganz bestimmten verkehrspolitischen, verkehrstechnischen, geographischen und finanziellen Plänen für das ganze Staatsgebiet gearbeitet. Wie sich im einzelnen das Plan- und Kontrollgremium bei der Vielheit der jetzt bestehenden Körper­schaften, die für Straßenbaufragen zuständig sind, zuiammensehen soll, wird noch Gegenstand ein­gehender Verhandlungen aller interessierten Stel­len sein müssen.

Die internationale Arbeiterwandrrung.

Anter den Problemen, die auch in der Vorkriegs­zeit schon emittierten, die aber erst in den Jahren nach dem Kriege auch ein internationales Gesicht bekommen haben, spielt die Frage der Wander­arbeiter eine um so größere Rolle, je weniger man sich mit ihr befaßt. Sie ist in Deutschland sowenig wie in Frankreich gelöst und für Polen wie Italien unter einem andern Gesichtswinkel eine ebenso bedenkliche Frage.

Vor dem Kriege hat man die Tatsache, daß für große landwirtschaftliche Gebiete in der Ernte- ze t, teilweise auch für die Aussaat usw. aus­ländische Arbeitskräfte herangczogen werden mußten, als eine Gegebenheit Eingenom­men. man hat sie sogar politisch sehr wirksam benutzen können, um gegen die Geburteneinschrän­kung Propaganda zu machen,' das Argument Der Steak braucht Soldaten!" durch ein anderes zu verstärken . und die Landwirtschaft Ar­beitskräfte". Inzwischen hat man sich die Gemein­gültig keit der von Staat und Kirche beg lnstigten Bevcl erung-vrrmehrung etwas e rgchcnder ü'er­legt Man hat herausgefunden, daß es auch hier ein ziffernmäßiges Optimum gibt, dessen Aeber- schreitung ebenso unerwünscht ist, wie das Zu­rückbleiben hinter der Jdealzahl. And man hat vor allen Dingen feststellen müssen, daß keine Bevölkerungsvermehrung, keine noch so eindrucks­volle Propaganda die Landflucht verhindern und den bäuerlichen Rachwuchs in der Land­wirtschaft festhalten kann. Man hat deshalb, sehr widerwillig, auch in der Rachkriegszeit d i e Zu­lassung ausländischer Wanderar­beiter aussprechen müssen, und man empfindet ihre Folgen um so schmerzlicher, als die deutsche Handels- und Zahlungsbilanz zu stark passiv ist, um nicht auch die Summen unerwünscht erscheinen

Oberhessischer Kunsiverein.

Ausstellung Düsseldorfer Kunst

Die winterliche Saison wurde vom 0 6er» hessischen Kun st verein nach längerer Ferienpause am Sonntag mit einer Ausstel­lung Düsseldorfer Kunst eröffnet. Es handelt sich um eine Kollektion von Werken einer Düsseldorfer Malergruppe, deren Mitglieder je­doch zeitweilig in Hessen ansässig und künstlerisch tätig sind.

Den größten Teil der Ausstellung nehmen Oelgemälde von Professor I. Iunghan ns ein: es würde zu weit führen, sie Stück für Stück aufzuführen und zu besprechen. Aber alle oder fast alle seiner Arbeiten, die hier gezeigt werden, sind stofflich eng miteinander verwandt und zu- sammenzufasfen insofern, als sie überwiegend Tiermotive (auf landschaftlichem Hintergründe) darstellen. Auf allen diesen Bildern wird das lebendige Geschöpf, selbst da, wo es vielleicht nur als Staffage oder Genre-Motiv wirken sollte, in Komposition und Malweise dergestalt hervor­gehoben, daß man merkt, wie das Hauptaugen­merk des Künstlers stets dem Tierkörper, seinen wechselnden Formen und seinem sich wandelnden Ausdruck zugewandt ist. So sind es immer wieder Rinder, Pferde, Ziegen und Hunde, die einzeln oder in Gruppen, oft auch mit einem menschlichen Begleiter (als Proportionssigur) zwar in eine Landschaft hineinkomponiert sind, doch ist der Landschaftsausschnitt meist so begrenzt, Amriß und Masse des Tierkörpers dagegen so betont, daß dieser notwendig das Bildzentrum bilden und den Blick auf sich versammeln muß.

Sujets mit guter malerischer Wirkung sind so z. B. derFuchsschimmel" und vor allem das großformatige StückKalb mit Hund", welches zusammen mit einigen anderen Arbeiten beste tiermalerische Tradition (von Zügel her) auf­zunehmen und fortzuführen geeignet ist. Ani­malisch und malerifd) gleich ausdrucksvoll wirkt auch einKuhkopf"; koloristisch besonders inter- essant dergerupfte Truthahn" mit seinen schil­lernden. ins Blaue und Rote spielenden Fleisch­tönen. Daneben sind, außerhalb des eben beschriebenen Motivkreises, einige Stilleben (mit Dosen: mit einem Eichelhäher) zu erwähnen.

Von V. Pucinski sieht man Aquarelle und Pastelle, Landschaftliches und Tierstücke. Anter

zu lassen, die von einigen 100 000 Wanderarbei­tern alljährlich ins Ausland geführt werden.

Aber Frankreich befindet sich in keiner besseren Lage. Dort hat zunächst für die Wieder- ausbauarbeiten und im weiteren Verlauf auch für den landwirtschaftlichen Grohbesih der Man­gel an jugendlichen Arbeitskräften zu einer groß­zügigen Zulassung ausländischer, vor allem pol­nischer und italienischer Arbeiter geführt. Sie sind allerdings nicht in gleichem Maße, wie die Wanderarbeiter in Deutschland, nur saisonbeschäf­tigt, sondern zu einem beträchtlichen Teil seß­haft geworden. And wenn auch in den letzten Iahren Hunderttausende mit Beendigung der französischen Inflation und dem dadurch beding­ten zeitweiligen Beschäftigungsrückgang in zum Teil sehr rücksichtsloser Form wieder abtrans­portiert wurden, so sind doch einige 100 000 auch zur Zeit noch beschäftigt, neben verhältnis­mäßig wenigen Italienern in der Hauptsache Polen. Gerade jetzt beschäftigt sich die pol­nische Presse eingehend mit der Frage, ob man zulassen solle und könne, daß diese Hundert-

den Aquarellen sind dieZiegelei" und das aparte kleine StadtbildHamm" mit klarer Raumaufteilung und geschickter Farbstellung her» vorzuheben. Hübsche Pastellstudien: dieWild­enten" und diePapageien": auch diePfauen"- gruppen (Aquarell) seien der Beachtung emp­fohlen.

Von I. P i e t> e r vermag eine dünnfarbige und nicht sehr plastische Landschaft minder zu über­zeugen als et ua ein farblich sehr feines Stilleben (mit Citrone) und vor allem zu den besten Stücken der ganzen Ausstellung zu zählen die figürlichen KompositionenHesfenkin' er" und Bauernjunge mit Blumen" (an die Modersohn erinnernd); beide Bilder zumal das letzt­genannte beweisen das gleiche koloristische Feingefühl wie jenes Stilleben und lassen eine unmittelbare, starke Siimmung auf den Beschauer überströmen. Auch auf die in einer Vitrine vereinigten Aquarell- und Kohle-Studien fei an dieser Stelle hingewiesen. /

Karl Lenz, Erdhausen, ist den Freunden des Kunstvereins und den Besuchern seiner früheren Ausstellungen wohl nicht mehr unbekannt. Von den hier gezeigten Arbeiten bringt dieDorf­straße im Winters die malerische Ausdrucksform Lenzens shmva^Ach zur Geltung;Erdhausen im Sommer'^".'ein toarmtoniger, sauber ge­malter Lanig pintau6fd)nitt, während in der gro­ßen Kompo^eim Frühstück" ein gewisser, schon auf frunnen Bildern zu beobachtender Zug zur DEonui: ilmalerei sich durchAusehen be­ginnt; jedenMs soweit das rein Figürliche in Frage tom;Ul der landschaftliche Rahmen tritt dagegen vo. * noch ein wenig unausgearbeitet zurück. Au' )er gleichen Linie steht, derb kon- turiert und von gesunder Plastik, derAlte Dauer" eine zweite Fassung des Motivs findet man neben dem Eingang im Treppenhaus, während dieBauernfrau", ein gutes Bild, wie eine Vorstudie zum größerenFrühstück" wirkt.

Die Gattin des Künstlers, Berta Lenz, ist mit zwei dekorativen Blumenstilieben vertreten, die, auch stofflich, die Gesamtkollertion vorteilhaft ergänzen.

Die Ausstellung war am Eröffnungstage er­freulich lebhaft besucht. Der 1. Vorsitzende des Kunstvereins, Landgerichtsdirektor Bücking, hieß die Erschienenen willkommen und gab in

tausende polnischer Landeskinder alsArbeits­sklaven" Frankreich ausgeliefert und ihrer Hei­matrechte beraubt würden; und Korfanty wittert hinter den großzügigeren französischen Einbürge­rungsplänen militaristische Absichten: das Be­streben, das mangelhafte französische Bevölke­rungsreservoir für Rekrutierungs- und Mobili- sierungszwccke durch Polen aufzufüllen.

Auch Italien hat ein solches Problem und feine Politik ist darauf gerichtet, durch Intensi­vierung der industriellen und landwirtschaft­lichen Erzeugung, durch Erschließung und Aus­dehnung des Kolonialbesitzes die Beschäftigung aller Landeskinder in den eigenen Grenzen sicher­zustellen. In den neuen Staaten sind die politisch- wirtschaftlichen Fragen in effektiv geringerem, aber relativ bedeutendem Maße mit der gleichen Sorge belastet, und es scheint, als müsse bei einer Reuordnung Europas auch in dieser Frage eine gemeinsame Initiative Platz greifen, um zu einer grundsätzlich übereinstimmenden Lösung zu ge­langen.

einer kurzen Ansprache eine Einführung in das hier zusammengestellte Werk der Düsseldorfer Malergruppe. Besuchszeiten sind Sonntags, Montags. Mittwochs, Freitags von 11 bis 13, Mittwochs auch von 15 bis 17 Ahr. hth.

Oie Lampe leuchtete aus."

50 Jahre elektrisches Licht.

Von Or. K. Heide.

Aus dem einfachen, von dem Physiker I o u I e gefundenen Tatbestand, daß im Innern eines vom Strom durchflossenen homogenen elektrischen Leiters Wärme erzeugt wird, beruht eine der bedeutendsten Leistungen unseres technischen Zeit­alters, Edisons Erfindung der elektrischen Glühlampe, deren Geburt sich jetzt gerade zum 50. Male jährt. Es mag nach unseren heutigen verwöhnten Begriffen von künstlicher Beleuchtung ein kümmerliches Lichtchen gewesen fein, welches der Artyp unserer vieltausend- kerzigen Lichtbögen geworden ist, und es hatte auch nur eine Lebensdauer von kaum zwei Tagen, aber es leuchtete.

Wie viele Erfindungen, so hat auch diese eine lange Entwicklung durchgemacht, ja, die theore­tischen Grundlagen waren schon über ein Iahr- hundert lang bekannt; man wußte, daß sich ge­wisse Leiter im elektrischen Strom erwärmen, aber es fehlte an einem Strom von genügender Stärke und an einem Leiter, der bei möglichst geringem Stromverbrauch sich möglichst intensiv erhitzte. Edison hatte lange nach einem solchen Stoff gesucht, bis er auf den Kohlenfaden ver­fiel. Er versuchte Baumwollfäden zu verkohlen und eines Tages war es ihm nach zweitägiger ununterbrochener Laboratoriumsarbeit schließlich gelungen, aus einer ganzen Garnrolle einen ein­zigen Kohlenfaden herzustellen, der dann in eine Lampe eingesetzt werden sollte. Aber der Faden zerbrach trotz größter Vorsicht auf dem Trans­port zum Glasbläser. Anverdrossen fing Edison mit seinem Assistenten wieder von vom an, aber cruch mit dem zweiten Faden hatte er Pech, der Schraubenzieher eines Arbeiters fiel darauf und ein dritter Versuch mußte gemacht werden. Edison schildert selbst, wie dieser Versuch schließlich zum Erfolg führte:Allein, wir kehrten abermals

Tumen, Sport und Spiel.

Fußball-Lokaltreffen.

ö. V. f. B. trat komplett an, also in stärkster Aufstellung. 1900 ging stark gehandicapt in das Spiel, da der am Vorsonntag verletzte Mittel­läufer Langsdorf ersetzt werden mußte, wo­durch die Angriffsreihe der Blauwcißen eine ganz bedeutende Schwächung erfuhr, da man den talen­tiertesten Stürmer Heilmann, der selbst noch unter einer Verletzung litt, auf den verwaisten Mittel­läuferposten stellen mußte. Hierin kann man den Hauptgrund dafür sehen, daß die Spielvereini­gung, trotz ihrer großen Feldüberlegenheit be­sonders vor dem Seitenwechsel, nicht zu mehr Er­folgen kam, da die bedingte Sturmumstellung diesem die Einheitlichkeit und die Durchschlags­kraft nahm.

Das Spiel wurde in scharfem Tempo durch- geführt und erlahm e erst etwas gegen Schluß, als 19C0 nur noch z?hn Spieler im Felde hatte. Die Leute vom Waldsportplatz mußten infolge ihres Spieles vom Platzverein Strafstoß auf Strafstoß hinnehmen; einen solchen konnte 1900's Mittelstürmer Adelberger, der seit einem Iahr erstmals wieder mitwirfie, ins V. f. B.-Tor sehen. Lebhaft angefeuert war dann 1930 überlegen, aber die Gästeabwehr stand wie eine Mauer und machte immer wieder die sichersten Tor­chancen zunichte. Hin und wieder hatte auch der Gast bei schnellen Durchbrüchen gute Tor­gelegenheiten, konnte aber keine verwerten, bis der Spielleiter überraschend den ersten Elfmeterball verhängte. Dessen Verwandlung machte die Gastgeber nervös und das Ende davon war, daß der angegangene 1930-Torhüter einen schön gehaltenen Flankenball fallen ließ, so daß er langsam ins Tor trudelte. Sacks Assistenten sahen zunächst verblüfft zu und griffen zu spät ein, fon t wäre die Sache sicher noch verhindert worden. Kurz darauf Pause. Das Spiel stand 2:1 für V. s. B. Rach der Pause nahm der Kampf mit unverminderter Hart­näckigkeit seinen Fortgang. Anfangs legte der Gast stark los. dann dirigierte aber 1930 wieder die Spielhandlung. Zweimal tourt en sichere Er- folgsmcg ichlei cn der Vlautoeißen r.ii)t einwand­frei z michte gemacht. Der Spielleiter sah trotz Protest tatenlos z >. Das Spiel wurde endgültig entschieden, na:-Dem der Schiri überraschend einen z reiten El'me er gegen den Plahverein diktierte, der, obwohl schlecht placiert zm dritten Treffer führte. Damit flaute das Interesse an dem Spiel ab. und die restliche Viertelstunde verlief unter einem Pfeisenkorzert der Zuschauer.

Zur Kritik der Mannschaft n sei gesagt, daß beiderseits die S!ü merreihen sehr schußschtoach waren. Beim Plaf l e e n war die : e re he.bcim Gast die beiden Verteidiger der beste Mann­schaftsteil.

1900s Reserven siegten vor dem Ligaspiel gegen Butzbachs 2. Elf 2:0. Der Gastgeber

war ständig drückend überlegen. Der schußschwache Sturm brachte aber weiter keine Erfolge zu Wege.

1900s 1. Schüler fertigten die Schüler vom D. f. B. mit 2:0 Toren (1:0) ab.

Aßlars 2. Iugend ließ 1900s 2. Iugend im Stich.

Die Winterarbeit in der Spiel- und Sportabtei>ungdesT.V.1846Gießen

Mit dem Einzug des Herbstes muß die ge­samte Aebungsarbeit der Rasentumer umgestellt werden. Die Abende sind länger geworden, und der Berufstätige hat keine Gelegenheit mehr, außer den Sonntagen, am Tage seinen Körper in Licht und Sonne zu stählen. Die Volksturner üben dafür jetzt in der Halle und schaffen sich durch Körperschule, Hindernisturren und Hallen­spiel reichlichen Ersatz. So bleibt der Körper auch über den Winter in der nötigen Spannkraft und ist mit Beginn des Frühjahrs sofort fähig, dem anstrengenderen Abend auf dem Rasen gerecht zu werden. Rur die Langstreckenläufer finden jetzt und auch im strengsten Win'er noch genug Gelegenheit zum Lauf, ja es ist sogar ihre eigentliche Aebungszeit, da die Geländeläufe im Herbst und Frühjahr stattfinden.

Dem Handballspiel mußte mit Beginn der Derdandsrunde der Faustball weichen. Er ruht, bis in den ersten wärmeren Tagen feine An­hänger es nicht mehr a5toarfex können, im eif­rigen Aebungsspiel sich auf die Wettspiele vor­zubereiten. Aber auch die Handballer haben we­nig Zeit zum üben. Die Sonntage stehen im Zeichen der Berbandsspiele, und die Samstag­nachmittage stehen nicht ff'Ten Berufstätigen, vor allem den Kaufleuten nicht zur Verfügung. Auch sie nehmen an den obenerwähnten Aebungs» stunden teil.

Rur für den Wintersport kommt jetzt erst die rechte < eit. Die Bretter werden nachgesehen und für die Winterarbeit vorbereitet. Die im vergangenen Winter gegründete Winterfport- riege hat guten Anklang ce'unien und nimmt in diesem Iah re ih e Arbeit in verstärktem Maße auf. Die Schnce'.äufer werden bald mit Trockenübungsstunden beginnen. Die geübten Läu­fer werden erstmalig an einem vier-ehntägigpn Lehrgang im bayrischen Kreisjuce r'heim teil- nehmen. Bei guten svortlichen Fortschritten ist auch Eintritt in den DS.V. vorgesehen, um in gemeinsamer Arbe't mit dem Gießener Sli-Klub für weitere Verbreitung dieses gesunden Svort- -weiges zu wirken. Auch de Eisläufer haben schon mit der Vorarbeit begonnen, da das neu- aufaenommene Eishockey-Spiel eine lan^e Hebung benötigt. Glücklich er Wei'e steht den Spielern in dem gänzlich fremden Aebungszweig in der Per­son eines er'aVe .en Eishockey-Spielers ein guter Lehrer zur Seite.

Es ist somit reichlich Gelegenheit gegeben, in dem früher so verschreien Winter vielseitige Leibesübungen zu treiben. Der Winter ist nun einmal nicht mehr der Feind des Svortsmanncs, sondern der Wintersport hat auch ifjn zu seinem Freund werden lassen.

V. f. B.

Die erste Jugendmannschaft verlor ihr Pflichtspiel gegen die gleiche der Gießener Spielvereinigung mit 1:4. Während man bei B. f. B. zeitweise recht gute Einzetteistungen sah, vermißte man jedoch, wie am Freitag schon voraus» gesagt, fast jegliches System und die planvolle Zu» lammenarbeit zwischen den einzelnen Mannschafts- teilen. Gerade hierin war die Spielvereinigung der Platzmannschaft überlegen und konnte so den Sieg an sich reißen, wie sie überhaupt durch ihre bessere Gesamtleistung überraschte. Die Niederlage sollte für die V.f.B.-Els Veranlassung sein, sich in Zukunft mehr zusammenzune^men und vor allen Dingen be­müht zu sein, ihr opicl systemvoller zu gestalten; nur dann kann sie sich die früher Innegehabte Stel­lung wieder zurückerobern.

Die zweite Jugend machte ihre Sache besser und gewann ihr Pslichtspiel gegen Grünbergs erftc mit 4:0. Allerdings ist dabei zu berücksichti­gen, daß der Gegner nicht komplett war. Aber auch im anderen Falle wäre er wohl nicht in der Lage gewesen, den technisch besseren V.f.B.ern den Sieg streitig zu machen.

Die dritte Jugend schlug sich sehr gut, in­dem sie der e r ft e n Jugend Garbenteichs ein 1:1 abrang. V.s.B. war seinem Gegner körperlich unterlegen, glich dies aber durch seinen Eifer und durch bessere Ballbehandlung wieder aus.

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Gießen I Praunheim I 2:2.

Auf dem Trieb standen sich am Sonntag diese Mannschaften gegenüber. Während Gießen komplett antrat, erschienen die Gäste nur mit neun Mann. Nach Anspiel entwickelte sich ein flottes Spiel, in dem nach kurzer Zeit Praunheim durch Strafstoß in Führung ging. Wohl drückte Gießen dann merk­lich, doch erst kurz vor Halbzeit konnte es den Aus­gleich Herstellen. Nach Wechsel war Gießen weiter überlegen, doch konnte der Mittelläufer der Gäste durch schönen Durchbruch abermals seiner Mann­schaft die Führung bringen. Dann währte es lange, bis Gießen den Ausgleich Herstellen konnte. Hierauf war Praunheim auf der Hut und konnte durch sichere Abwehr das Resultat bis Schluß halten.

Raunheim 1 Wieseck I 0:3.

In Naunheim standen sich die Spitzenführer der ersten Bezirksklasse gegenüber. Daß Wieseck alles hergeben würde, um eine Niederlage zu verhindern, war vorauszusehen, doch niemand hätte das Resul­tat erwartet. Beide Mannschaften stellten sich in stärkster Aufstellung dem Unparteiischen. Nach An­stoß der Gäste entspann sich gleich ein flotter Kampf mit vielfach wechselnden Situationen, bis dann nach längerem Hin und Her der Rechtsaußen der Gäste den Ball unhaltbar einschoß. 1:0 für Wieseck. Naun­heim wurde jetzt schärfer im Spiel, doch ließ die prachtvoll arbeitende Verteidigung der Gäste keine Erfolge zu. Nach dem Wechsel der Seiten war Na> n- heim etwas im Vorteil, doch konnte es außer eini­gen Ecken nichts erreichen. Allmählich kam Wicscck wieder in Schwung, gute Sturmarbeit brachte das Tor der Einheimischen in gefährliche Bedrängnis, doch landeten alle woh'gemeinten Schüsse knapp über oder neben dem Netz, oder wurden durch Abseits un­terbunden. Wieseck kam dann noch mehr in Schwung und führte bald mit 2:0. Naunheim versuchte mit aller Körperkraft zu Erfolgen zu kommen, doch d'e glänzende Zerstörungsarbeit der Läuferrc he der Gaste im Verein mit der Verteidigung ließ Naun­heim nicht mehr Auskommen. Trotzdem Wiescck nur noch mit 10 Mann spielte, war es weiter im Vor­teil und konnte kurz vor Schluß das Resultat auf 3:0 erhöhen.

Heuchelheim I Gießen Ib 8:2.

In Heuchelyeim oewies c.icie$ wieder, daß es ein nicht zu verachtender Gegner ist. Wohl ver­suchte Gießen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln eine Riederlage abzuwenden, doch der schußfreudige (Sturm der Einheimischen gab nach schönem Spiel dem Schlußmann der Gäste acht-

ins Laboratorium xurüd und noch vor Anbruch der Rächt war wiederum ein neuer Faden fertig und in die Glasbirne eingesetzt. Die Glasbirne wurde ausgepumpt und zugeschmolzen, dann schalteten wir den Strom ein. Die Lampe leuchtete auf. In den ersten erwartungs- voUen Minuten maßen wir schnell den Wider­stand und fanden alles so, wie wir es brauchten. Dann setzten wir uns nieder und betrachteten unsere Lampe, wir wollten sehen, wie lange sie Wohl brennen würde."

Edison hat dann noch lange experimentiert, bis er den geeigneten Kohlenfaden in einer Dam- busfaser gefunden hatte. Aber die Kohlenfaden­lampe hatte auch in ihrer vollkommensten Form noch viel Rachteile: der Kohlenfaden wird durch den Glühstrom zerstäubt und schließlich xerftört, außerdem vermindert der an den Wänden der Lampe sich absehcnde Kohlenstaub bald deren Lichtstärke. Ferner ist die Helligkeit der Kohlen- fadenlampe begrenzt, weil die Strombelastung wegen der Empfindlichkeit des Fadens über ein gewisses Maß nicht gesteigert werden darf. Die deutschen Forscher Auer von Welsbach und R e r n ft sind es dann gewesen, welche die ur­sprüngliche Form der Glühlampe verbesserten. Rernst konstruierte ein Licht, bei dem der Glüh­stift aus feuerbeständigen Metalloxyden bestand. Es Halle auch den Vorzug, daß es in freier Luft zum Glühen gebracht wurde, also keinen leer­gepumpten Glaskolben benötigte. Aber der Rach­teil dieser Lampe war, daß durch eine besondere Einrichtung die Metallstifte erst vorgewärmt wer­den mußten, ehe sie dem Strom ausgesetzt werden konnten. Auer von Welsbach erfand dann vor nun fast 30 Iahren die Metallfadenlampe, die die heutige Form des elektrischen Lichtes dar­stellt. Ein Osmium- und später ein Wolfram­faden ersetzte den Kohlenfaden Edisons, -ihn die Zerstörung des Fadens zu verhindern, wurde ein chemisch indifferentes Gas (Stickstoff oder Argon) in den Glaskolben geblasen, wodurch auch höhere Fadentemperaturen möglich wurden.

Edisons älteste Lampen hatten eine Brenn­dauer von etwa 300 Stunden. Sie brauchten 5 Watt für jede Kerze und wurden in Stärken von 8, 16 und 32 Kerzen gebaut. Ehrwürdige Lämpchen neben den Quecksilberlichtbögen, mit denen die Großstadt heute ihre Reklame weit durch die Rächt strahlt.