Nachdruck verboten
Ohne Gewähr
FI. August 1929
12. Zlehungslag
22856 29713 82568 83768 85284
210 Gewinne ,u 300 M. 488 1243 3431 3996 5721
96747 97071 106106 115764 118217 118406
81988 84284 85009 86529 96409 97329
Im Gewinnrade verblieben: 2
106,25
124,5
154
Banknoten
5 ■$;
0
28886
53110
68201
83632
ÖS: 2?
196
26,5
87
203,5
138459 190934 254616
301236
374625
11093
44754
58663
77219
124600 160249 189720
217293 247240 283020 297392
310033 336502 356251
383561
34120
93111 271487
307331
112478 126829
161611
166164 186573
217452
241875
268517 301290
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381935
11945
46733 61343
79001
114163
126338 154556 169733 188459
220268 245741
269938 309386 335005 355313
396427
119754 127762 158176 169993 198925 229965 246054 271899 312355 337173 361162 399868
18979
61222
66057
80344
121106
129551
160571
170834
206883
232887
246789
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323415
342619
371929
126554 143584 164444 172726 207800 235256 249748 279435 324452 349718 375708
30639
53766
69774
87257
114005
180169
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291614
373082
31627
66764
75022
88795
122700 169317
184611
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239200
276116
289201
309920
333681
349575
377695
55,5
55
62,25
106,5
106,13
124
121,5
111,5
222
154
124
121
222
154,75
197
27,25 87
204,75
5,5 56
62,5
143161
201491
267931
316250
389335
14368
60788
63764
79469
149291
218221
268052
335324
394660
161763 232254.
271623 339851
394668
163063 175627 211516 237008
259542 286045 304202
322028 341860
361269 390505
168804 181646 213790
239118 269969
287749 307485 325730
347721 374137
395684
111592 125624
144442
165136 181663 209890
239192
255408
299334 328796 350749
379574
134039 167446
191695 227138
253725 284663 297746 319204 337890
357423 384808
150616
171730
201253
229385
256609
285183
302854
321313
339697
360749
390433
111416
176523 261035 282086
345436 396406
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Berlin, 21- August Amerikanische Noten . . . Belgische Noten......
Dänische Noten......
Englische Noten......
. io . . o . . 5 . . 6 . . 0 . . 6
. 11 . . 0
* Der deutsche Außenhandel im Juli. 3m reinen Warenverkehr betrug im Juli 1929 die Einfuhr 1230, die Ausfuhr einschließlich Veparationssachlieserungen 1100 Millionen Reichsmark. Die Handelsbilanz ergibt somit einen Einfuhrüberschuß von I33Mill.RM. gegenüber einem Ausfuhrüberschuß von 2 Mill. RM. im Vormonat. Die Steigerung der Einfuhr um 152 Mill. RM. beruht zum erheblichen Teile auf -Zollabrechnungen im Aiederlageverkehr, wobei es sich um Waren handelt, die bereits früher in den freien Verkehr gekommen sind, in der Außenhandelsstatistik aber erst bei der halbjährlichen Zollabrechnung nachgewiesen werden. Tatsächlich zugenommen Hot die Einfuhr nur bei Lebensmitteln, besonders bei Getreide infolge Voreindeckungen vor Inkrafttreten der Zollerhöhungen am 10. Juli. Die Steigerung der Ausfuhr gegenüber Juni um 21 Millionen RM. ist hauptsächlich auf die erhöhte Ausfuhr von Rohstoffen und Fertigwaren zurückzuführen. Die Lebensmittelausfuhr, hauptsächlich Getreide und Zucker, ist zurückgegangen.
Gewinnauszug
5. Klosse 33. Preußifch-Süddeulfche (259. Preuß.) Klaffen-Lotterie
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Antst.-Rott. Buen.-Aires Brff.-Antw. Christiania. .st open Hagen Stockholm . Helsingforö. Italien. . . London. ... Ncuhork . . Varis.... Schwei» . . Spanien. . Japan . . . 'Hio de Jan. Wien in D-> Oest. abgest, Prag . . . . Belgrad . . Budapest. . Bulaarien. Lissabon . . Danzig. . . .stonst.inttu. Athen- . . Canada • Uruguay. . Cairo . . .
In der Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen
2 Gewinn« »u 10000 M. 221194
2 Gewinn« ju 6000 M. 116085
2 Gewinn« zu 3000 M. 358628
12 Gewinne zu 2000 M. 43425 55415 57284 294275 828265 364709
46 Gewinne,u 1000 M. 9035 25015 51497 51612 64765 86600 135855 155684 156023 159863 166726 217053 238884 245571 245867 264137 272011
281169 322773 342297 344416 361915 388863
68 Gewinne zu 500 M 20679 29348 31858 32679
34687 38721 65858 82548 86599 89936
130836 149782 162950 221610 241928
272742 276380 279224 292501 303101
312403 327488 362539 368057 390977
Luvw. Loews . . . . Nat. Automobil . . . Lrenstein & Koppel . Leonhard Tiey - - • Bamag-Meauin . . . Franks. Maschinen . • Gritzner......
Heyliaenstaedt . . • Iungyans......
Leckwerte. . . • • Maintrastwerke . • • Miaa........
Notarsulmer . . . . PelerS Union . . . . Gebr. Roeder . . . . Voigt 4 Haesfner . . Südd Zucker . . . .
In der Vormittagsziehung wurden Gewinn« über 150 M. gezogen
4 Gewinn« zu 10000 M. 62412 233955
2 Gewinne zu 5000 M. 366577
6 Gewinn, zu 3000 M. 141120 164900 252603
10 Gewinn« zu 2000 M. 115024 269360 280055 339112 352163
62 G.wmne zu 1000 M. 16921 26002 38540 47535 61435 68727 70792 76101 81197 165532 191344 194615 194705 216001 227894 230473 241904
267797 284031 292198 298161 339025 362449
360875 374460 394144
80 Gewmn« zu 600 <M. 12344 13809 19402 19799
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188 Gewinne zu 300 M. 4786 12236 17974 18064 21711 22246 33617 49605 62658 58722 61447 63664 67071 71451 72530 76270 76562 81572
@■5 5t 3 =
11
§2
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 21. Aug. Der Markt zeigte heute keinerlei Reaktion auf die überseeischen Meldungen, dagegen waren die Liverpooler Notierungen von um so größerem Einfluß auf die hiesige Preisgestaltung. Das inländische Angebot von Weizen war keineswegs reichlich zu nennen, und unter dem Eindruck der etwas festeren Eröffnung Liverpools waren vormittags etwa 1 Mark höhere Preise als gestern erzielbar, als jedoch Liverpool dann eine Abschwächung meldete, ließen sich nur noch gestrige Schlußpreise durchholen. Am Lieferungsmarkt stellte sich Oktoberweizen bei geringen Umsätzen in der Eröffnungsnotiz eine Mark niedriger. Auch am Roggenmarkt hat sich das Offertenmaterial beträchtlich vermindert, nachdem gestern zu Stühungszwecken das recht umfangreiche Angebot ausgenommen worden ist und die Intervention anscheinend weiter fortgesetzt wird. Die Forderungen für Roggen lauten etwa 1 bis 1,50 Mk. höher als gestern. Zu diesen Preisen erfolgten auch verschiedentlich Umsätze. Die Lieferungspreise konnten sich gleichfalls um 0,50 bis 2 Mk. befestigen. Weizen- und Roggenmehle haben bei unveränderten Preisen weiter sehr ruhiges Geschäft. Hafer ausreichend angeboten, Forderungen und Gebote gehen ziemlich weit auseinander. Die Verkäufer sind jedoch wenig nachgiebig. Gerste vernachlässigt.
hielt sich auf der Ende April festgesteklten Hohe von 13,1 Proz. Der Anteil der öffentlichen Le- bensversjcherungsanstalten an den gesamten langfristigen Ausleihungen erhöhte sich auf 11.1 Prvz. gegenüber 11,0 Ende April und übertraf verhältnismäßig noch den bei den privaten Lebensversicherungsunternehmungen eingetretenen Zuwachs. Im einzelnen haben Hypotheken und Grundschulden die größte absolute Steigerung zu verzeichnen.
Oie deutsche Milchwirtschaft.
In Deutschland gibt es gegenwärtig zehn Millionen Milchkühe. Der Versailler Vertrag forderte von uns die unmittelbare Abgabe von 175 065 unserer besten Milchkühe. Die Viehbestände verringerten sich während des Krieges auf etwa 70 Prozent des Vorkriegsstandes. Heute hat die Zahl der Milchkühe mit etwa zehn Millionen Stück die Höhe der Vorkriegszeit bereits überschritten. Der Durchschnittsmilchertrag je Kuh und Jahr wurde im Jahre 1913 auf etwa 2000 Liter geschätzt. Sachverständige beziffern den Ertrag von 1925 schon wieder auf 1800 Liter und gegenwärtig auf etwa 2100 bis 2200 Liter. Die in den deutschen Milchkontrollvereinen einer regelmäßigen Leistungskontrolle unterstehenden Kühe haben demgegenüber wesentlich höhere Milcherträge: im Durchschnitt zur Zeit rund 3500 Liter.
Zehn Millionen Milchkühe ergeben bei einem Durchschnittsertrag von nur fünf Kilogramm täglich fünfzig Millionen Kilogramm Milch im V^rte von rund zehn Millionen Reichsmark am Tage. Der Wert der deutschen Fleischerzeu- gung wird auf 2,5 Milliarden Reichsmark, der Getreideerzeugung auf etwa 2,3 Milliarden RM., der Roheisenerzeugung auf etwa eine Milliarde Reichsmark, der Kohlenerzeugung auf etwa 2,3 Milliarden Reichsmark Iahrespräduktionswert geschätzt. Aus diesen Vergleichszahlen ergibt sich die überragende volkswirtschaftlicheVe- Deutung der deutschen Milchwirtschaft. Für die Landwirtschaft ist die Milch allein schon deshalb besonders wichtig, weil ihr Wert etwa 25 Prozent des Gesamtwertes der deutschen Agrar- crzeugung ausmacht. Gemäß der amtlichen Betriebszählung vom 16. Juni 1925 waren 12 661 Molkereien, in denen "47 916 Angestellte beschäftigt wurden, vorhanden.
Demgegenüber ist festzustellen, daß Deutschland eine sehr starke Einfuhr an ausländischen Molkereiprodukten aufzuweisen hat. Der Wert des Gesamtüberschusses an eingeführter Milch und eingesührten Milcherzeugnissen betrug 1913 191 823 000 RM., 1926 448 628 000 Reichsmark, 1927 494 174 000 RM. und 1928 549 995 000 RM. Die Haupteinsuhrländer für Deutschland sind für Milch die Schweiz, für Butter Dänemark, die Niederlande und Lettland, für Hartkäse die Niederlande, die Schweiz und Dänemark, und für Weichkäse Finnland, Tschechoslowakei und Frankreich.
Der Trinkmilchverbrauch ist in Deulsch- land pro Tag und Kopf der Bevölkerung geringer als im Ausland. Der tägliche Durch- schnittsvcrbrauch stellt sich auf 0,26 bis 0,27 Liter, während der Milchverbrauch z. V. in Kopenhagen 0,40, Stockholm 0,58, Basel 0,72 und Antwerpen 0,75 Liter beträgt. In amerikanischen Städten steigt der Milchverbrauch bis zu einem Liter und darüber. 64 Prozent des Fettbedarfs und 17 Prozent des Eiweißbedarfs der Bevölkerung werden in Deutschland durch Milch gedeckt. Von hundert Wärmeeinheiten in der Nahrung werden rund 15 Prozent durch Fleisch und rund 14 Prozent durch Milch und Milchprodukte gedeckt.
Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfub 8,5 Prozent.
Frankfurter Börse. Vom 28. August ab sind die Aktien der Bank für Drau-Industrie, Berlin, in Abschlüssen von 3000 Mk. und einem Mehrfachen hiervon zum Dörsenterminhandel zugelassen. Vom gleichen Tag ab wird die fortlaufende Notierung dieser Aktien eingestellt.
* Gründung der „Neuen Frankfurter Allgemeinen V e r s i ch e r u n g s- A. - G". Wie der WTD.°Handelsdienst erfährt, ist am Mittwoch in den Geschäftsräumen der Frankfurter Allgemeinen-Dersicherungs°A-G. die Gründung der „Neue Frankfurter Allgemeine Versicherungs-A.-G." mit dem Sih in Frankfurt a. M. erfolgt. Die Gesellschaft hat ein Grundkapital von 5 Mill. Mk., wovon 25 Prozent eingezahlt sind. Sie steht unter voller Garantie der Allianz und Stuttgarter Verein Versicherungs- aktiengesellschast. Als Zweck ist im Gesellschaftsvertrag der Betrieb von Versicherungsgeschäften aller Art einschließlich der Rückversicherung, je- doch mit Ausnahme der Lebensversicherung be- zeichnet. Der ordentliche Vorstand wird gebildet von den Herren: Dr. Hans Hetz und Oberregierungsrat a. D. Eduard Hilgard, die beide dem Vorstand der „Allianz und Stuttgarter Verein" angehören, sowie Direktor H. Schumacher von der alten „Frankfurter Allgemeinen". Der Aufsichtsrat besteht aus dem Generaldirektor.der „Allianz und Stuttgarter Verein", Dr. Kurt Schmitt, Berlin, als Vorsitzenden, Herrn Generaldirektor a. D. Kommerzienrat Dr. h. c. Max Georgii, Stuttgart, Vorsitzender des Aufsichtrates der „Allianz und Stuttgarter Verein" und dem Generaldirektor der Münchener Rückversicherungsgesellschaft, Geheimrat Dr. h. c. Wilhelm Kitzkalt, München.
* Südwe st deutsche Bank. 21.=®., Frankfurt a. M. Bei dieser Hausbank der Frankfurter 2lllgemeinen ist die Revisionskommission weiter bemüht, den endgültigen Status aufzustellen. Der Aufsichtsrat, aus dem Direktor Becker (Frankfurter Allgemeine) ausgeschieden ist, will nach Fertigstellung des Status und Befragung der Gläubiger Antrag auf Eröffnung des Vergleichsverfahrens stellen. Die bisherigen Direktoren der Bank, Sauerbrey und Fuchs, sind abberufen worden. An ihre Stelle ist Prokurist Ullmer (Frankfurter Filiale der Disconto- gesellschast) getreten.
* T ie neue Anleihe der Stadt Dres- l a u. Die Stadt Breslau hat das Angebot der beiden Dankenkonsortien vorbehaltlich der ministeriellen Genehmigung angenommen. Es wird also ein Betrag von 24 Mill. Mk. in Form von achtprozentigen Schahanweisungen zu 95 Prozent zur Zeichnung aufgelegt werden. Die Danken haben von diesem Betrage 12 Mill. Mk. fest übernommen, während ein weiterer Detrag von 12 Mill. Mk. einer eventuellen Option Vorbehalten bleibt. Die Laufzeit der Schatzanweisungen beträgt 3>,2 Jahre.
*„Nordsee"DeutscheHochseefischerei, Bremen-Cuxhaven. Der Dividendenvorschlag beträgt wieder 12 v. S).
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 22. Aug. Tendenz: unsicher. Die heutige Börse war recht unsicher, da die Situation im Haag als ernst angesehen wird. Ferner verstimmte der unsichere Verlauf der gestrigen Neu- yorker Börse, sowie die neuen Goldabflüsse der Bank von England. Doch konnte die Verstimmung kein größeres Ausmaß annehmen, da in London wieder von einer Diskonterhöhung abgesehen wurde. Die stark abgeschwächten Kurse des Vormittagsverkehrs lagen daraufhin zum Teil wieder etwas erhöht, so daß gegenüber gestern abend die Kursgestaltung nicht einheitlich war. Die Glattstellungen der Spekulation wurden etwas eingedämmt, so daß sich das Geschäft in kleinstem Rahmen bewegte. Die besseren hiesigen Geldmarktverhältnisse fielen kaum ins Gewicht. Stärker unter Druck lagen im Zusammenhang mit den Schwierigkeiten innerhalb der deutschen Viskosekonvention, Farben, doch konnte sich dieses Papier auch im Anschluß an die wieder etwas günstigere Beurteilung der allgemeinen Lage bessern, so daß der anfängliche Verlust fast wieder ausgeglichen wurde. Am Elektromarkt lagen AEG. und Siemens bis 1,5 v. H. fester, während Lah- meyer, Schuckert und Gesfürel bis 1 v. H. einbüßten. Etwas vermehrtes Interesse bestand für Montanwerte. Hier waren Harpener mit plus 3 v. H. führend, Phönix lagen 1 v. H., G elfe n k i r ch e n 1,5 v. H. und Mannesmann 0,75 o. H. fester. Stark vernachlässigt eröffneten von internationalen Werten Svenska mit minus 3 Mark und Chadeaktien mit minus 1,50 Mark. Banken uneinheitlich Reichsbankanteile traten nach der starken Vernachlässigung der letzten Tage mit plus 1,5 v. H. wieder etwas hervor, und zwar angeblich auf vereinzeltes 2luslandinteresse. Die übrigen Werte dieses Marktes gaben durchschnittlich bis 1,5 v. H. nach. Renten still und
leicht gedrückt, nur für S ch u tz g,e b i e t e machte sich einige Nachfrage bemerkbar. Im Verlaufe wurde das Geschäft auf Deckungen etwas lebhafter. Bis jetzt nicht bestätigte günstige Nachrichten aus dem Haag stimmten zuversichtlicher, so daß sich das Kursniveau allgemein um etwa 1 v. H. heben konnte. FrankfurterAllgemeineVersicherung wurden mit 150 RM. genannt. In dieser Angelegenheit ist man jetzt beruhigter. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 v.H. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1997, gegen Pfund 20,36, London gegen Kabel 4,8480, gegen Paris 123,85, gegen Mailand 92,66, gegen Madrid 33, gegen Holland 12,10.
Berliner Börse.
Der! in, 22. Aug. Nach der ruhigen gestrigen Frankfurter Abendbörse konnte man im heutigen Vormittagsverkehr durchweg Abgabeneigung feststellen und die Kurse wurden mehrere Prozent schwächer gesprochen. Die Vorbörse brachte dann weitere Verluste. Kurz vor Deginn des offiziellen Marktes zeigte sich aber eine geringe Deckungsneigung der Spekulation, die gestern auf Grund zahlreicher Gerüchte Mankoabgaben vorgenommen hatte. Zudem glaubte man auch Interventionen beobachten zu dürfen, oder hegte vielmehr die Hoffnung, daß die Danken hierzu schreiten werden. Die ersten Kurse zeigten daher nicht das schwache Aussehen der vorbörslichen Taxen, sie lagen aber doch immerhin 1 bis 2 Prozent, vereinzelt bis 3 Prozent unter gestern mittag Schluß. Die Llnsicherheit, die schon Tage die Börse beherrscht, verhinderte aber auch heute eine Belebung. Vor allem beunruhigte die Lage im Haag, die durch die gestrigen Besprechungen eher noch verschärft wurde und die allgemein Besorgnis hervorrief. Die Bereiterklärung der Banken, die am 30. September fälligen 140 Millionen Reichsschatzanweisung au prolongieren, blieb ohne jede Wirkung, da gegen nahm man die An le i h e v e r ha n d» lungen der Stadt Berlin geteilt auf. Die Stützungsaktion für die Frankfurter Allgemeine Versicherungs-A.-G. schreitet vorwärts, und man erwartet das Ergebnis der heutigen Gläubiger Versammlung. Eine leichte Stühe bot der unveränderte Londoner Diskontsatz, da durch die neuen großen Goldverluste am heutigen Tage leichte Befürchtungen entstanden. Der Ultimo macht sich ebenfalls schon bemerkbar. Man glaubt, daß Prolongationsgeld im selben Umfange wie im vorigen Monat zur Verfügung gestellt werden wird. Tagesgeld war mit 5,5 bis 8 Prozent weiter leichter, dagegen lag Monatsgeld mit 9,25 bis 10,5 Prozent wieder steif. Die Nachfrage soll ziemlich erheblich fein. Warenwechsel nannte man mit 7,75 Prozent. Deutsche Anleihen lagen uneinheitlich. Neubes ihanleihe schwächten sich stärker ab. Ausländer gut gehalten. Der Pfand- b r i e f m a r f t litt unter einer völligen Geschäftslosigkeit, bei eher abbröckelnden Kursen. Im Verlaufe wurde es etwas freundlicher, da die erwarteten Exekutionen ausblieben, und da für den Montanmarkt einiges Interesse bestand. Cs ergaben sich 1- bis 2prozentige Gewinne. Polyphon konnten sich sogar um 4 Prozent erholen, auch Neubesitzanleihe lagen etwas fester. Am Montanmarkt regten Meldungen von günstiger Förderung an.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 22. Aug. Tendenz: flau. — Im Einklang mit den schwächeren Ueberseemeldun- gen war die Haltung am heutigen Nebenmarkt allgemein recht schwach. Das 2lngebot in Jnland- getreide hat sich wieder etwas vergrößert. Aufnahmelust für Weizen und Roggen bestand nur bei 0,25 Mark billigerem Preis. Futtermittel still und unverändert. 2lm Mehlmarkt war die Tendenz ebenfalls flau, Weizenmehl gab 0,75 Mark nach, Roggenmehl war knapp gehalten. Es wurden notiert: Weizen 26 bis 26,25 Mark, Roggen 20,75, Hafer (inländischer) 21, Hafer (ausländischer) 20, Mais (gelb, für Futterzwecke) 21,25, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 39 bis 40,25, Roggenmehl 29,75 bis 31, Weizenkleie 10,75, Roggenkleie 11 Mark.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 22. Aug. Auftrieb: 129 Rinder' 954 Kälber, 199 Schafe, 577 Schweine. Es kosteten: beste Mast- und Saugkälber 76 bis 80; mittlere Mast- und Saugkälber 70 bis 75; geringe Kälber 64 bis 69; Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weideinast) 55 bis 59; mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 45 bis 54; vollfleischige Schweine von etwa 240—300 Pfd. Lebendgewicht 86 bis 89; von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 87 bis 90; von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 86 bis 89; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 84 bis 87. Marktverlauf: Kälber und Schafe rege, ausverkauft. Schweine ruhig, geräumt.
Prämien zu ie 500000, 2 Gewinne zu le 500000, 2 zu je 200000, 2 zu je 100000, 4 zu je 75000, 4 zu je 50000, 4 zu je 25000, 60 zu je 10000, 86 zu je 5000, 248 zu je 3000, 476 zu je 2000, 1184 zu je 1000, 2882 zu je 500, 6760 zu je 300 M.
— Ö)
Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer
aus
die Lose gleicher Nummer in den Abteilungen I und II
beiden
Aranlfurt a U'(.
Berlin
Frankfurt a M.
Berlin
Schlub-s
Kurs |
i-UDr Rute
Schluß-l
Rute |
Ansang. Rute
Schluß. RurS
l-Uhr Rute
Schluß- Rurs
Anfang. Rur?
Datum
2L8.
22-8.
21 8.
22.8.
Datum
218.
22.8-
21.8-
22. 8.
5% Dl. Reichsanleihe o. ktizi . ■
87,25
—
87,5
—
192,75
193,13
193,5
192,4
St. Anl.-Ablös.-Schuld mit AuS>
Bergmann ......... 9
224,5
—
226
224,5
lo|.-8icd)ten........-
52,5
52,5
52,5
52,4
Elektr. Lieserungen..... 10
—
—
165,5
165,25
Tesgl. ohne AuSIos.-Rechte . . . 7% Franks. Hnp.-Bk. Goldpf. un-
11,8
10,75
11,13
10,6
Licht und Straft ...... 10
204
——
204,75
203,5
Felten & Guilleaume. .... 6
139
—
139,5
139
kündbar bis 1932.......
85,5
—
—
—
Ges. s. Elektr. Untern.....10
208,25
209
207,5
4 yt% Rhetnilche Hyp.-Bank Liqu.-
77,4
Hamb. Elektr. Werke .... 10
Rhein. Elektr.........9
Schlej> Elektr. . .....10
—
—
140,5
150,5
177
140,25
144,5
174,75
A.E.G. abfl. VorkriegS-Obligation.,
—
rückzahlbar 1932 .......
88
——
—
—
223
222
222,5
220,6
4% Schweiz. BundeSb.-Anl.. . .
98,75
—
—
—
Siemens 4 Halske . • • • • 12
370,5
372
373
372
4% Oefterreichische Goldrte.. . -
—
—
28,75
—
171,5
170,25
172
2,4
—
2,5
4% Oesterreich. einheiU. Rte. - -
—
—
Buderus...... 5
—
—-
—
73,6
22,13
22,2
22,4
Deutsche Erdöl.......8
111,9
111,5
4% Ungarische ElaatSr. v. 1010 .
—
—
—
—
Essener Steinkohle......8
—
—
136.9
137
4'/i% bcofll. oon 1913.....
21,65
——
22,1
—
Geilenkirchener ... f. J4 3- 4
134,5
135,9
135
136,5
4% Ungarische Kroncnrte.....
1,75
—
1,8
1,75
Harpener...... 8
147
150
148
148,75
4% Türk. Zollanleihe v. 1911 . -
7,25
—
7,4
—
Hoesch Eisen.........8
—
——
131,75
4% Türkische Bagdadbahn-Anl.,
7,2
Ilse Bergbau........6
213
—
214
212
Serie I...........
—
7,5
7,35
Sllöcknerwerke ........ 7
—
—
112,25
112
4% beSgi. Serie 11.......
7,2
——
7,5
—
Röln-Ncuessen...... . 9
—
—
128,75
128,5
Rumänen convert. Rte. . . .
8
—
—
—
Mannesmann........8
115,5
116
116,25
116,25
4>z% Rumänen fflolbanl. von 1910
16
——
—
—
ManSfelder.........7
—
136
136
Oberschles. Eilend. Bedarf . . . fr
—
—
86,5
—
elllfl. Deutsche Eisenbahn . . 4%
Oberschles. KokSwerke.....f-
—
—
104,25
103,5
—-
—
—
Phönir Bergbau......6Yt
Rheinische Braunkohlen. . . 10
105
106
105,75
106
Hamburg-Amerika Paket ... 8
Hamb.-Südom. Dampssch. . . 8
—
—
119,5
118
280
—
280
279
—
——
183
181
Rheinstahl . . . s. '/. Jahr 4-,',
122,5
—
122,5
123
Hansa Dampfschiff.....10
—
—
158
157,13
Riebeck Montan......7,2
—
Norddeutscher Lloyd.....8
110,75
111
111,5
110,4
Bereinigte Stahlw......<
115,5
115,6
115,65
115,5
SUlg. Deutsche Creditanst. . . 10
125,75
—-
126,25
126,25
63.5
63,13
Barmer Bankverein .... 10
127,5
126,5
128
127,25
Kali Aschersleben.....10
227
—
228
226
Berliner HandeiSgesellsch. . . 12
——
—
202,25
201,25
Kail Westeregeln......10
Kaliwerk Salzdetfurth . . . 1b
231,5
—
232
229
Commerz- und Privat-Banl. 11
178,5
178
178,5
178
380
—
381,5
380
Darmst. u. Nationalbank . . 12
272,5
—
272
271
I <8. Farben.Jndustrke ... 12
Deutsche Bank......1C
165,25
—_
165
164,5
217,9
217,5
18,5
217
TISkonto-Gesellschafi Ank.. . 1C
150,5
——
151
150,5
Dynamit Nobel.......6
—
—
104
Dresdner Bank......1C
156
155,5
156
155,5
Scheideanstalt........9
—
——
—
——
Metallban t
—
Goldschmidt ........6
74,25
—-
74
73,25
Reichödank ..•«•••• **
294,5
296
°96,5
296
Rütgerswerke ........ 6
MetallgeseUschaft......li
82
123,5
1 80,5
I
124
81,5
123,5
Frankfurt a ..
Berlin
Schlug»!
Kurs |
1-Ubr Kurs
Schlich-!
Rurs |
Anfang, fiure
Datum
21.8. |
22.8.
21.8.
22 8-
Phltrpo Holzmann ....
. 1
104,5
—
105
103,25
Heidelberger Eement . . . .
10
131.5
131
—
—
Ecment Karlstadt.....
. 8
185
—
—
—
Wayß 4 Freilag......
10
—
—
100
—
Schultheis Patzenhofer . . .
15
—
—
291
290
Ostwerke.........
12
—
——
228
228,13
Ber. Glanzstoff......
18
390
390
393,5
390,5
14
_
——
309 S
Zellstoff Waldhof.....
12
—
—
233
232,25
Zellstoff Aschaffenburg . . .
12
153
153,75
—
152,5
Charlottenburger Wasser . .
. 7
—
—
106
105,5
Dessauer GaS ......
. 8
—
——
190
190
Daimler Motoren.....
. 0
51
51
51
51,9
Deutsche Maschlnen-Fabrik .
. 0
—
—
54,25
54,75
Adlerwcrle Kleoer.....
. 5
48
—
48
47,5
Berlin, 21. August
. Geld
Bries
französische Noten.....
16,41
16,47
Holländische Noten...... frktalienische Noten......
167,66
21,96
168,34
22,04
Norwegische Noten......
111,51
111,95
Deutsch-Oesterr, ä ioo Kronen
59,08
59,32
Rumänische Noten......
2,47
2,49
Schwedische Noten......
112,13
112,57
schweift Noten .......
Spanische Noten.......
61,38
61,62
Tschechoslowakische Noten . .
12,37
1 12,43
Ungarische Noten.....
72,97
- 73,27
21. August
22. August
Amtliche Notierung
Geld | Briet
Amtliche Notierung
Geld | Brief
168,03
168,34
168,05
168,39
1,758
1,762
1,759
1,763
d8,305
58,425
58,32
58,44
111,69
111,91
111,76
121,98
111,67
111,89
111,67
211,89
112,34
112,56
112,34
112,56
10,544
10,564
10,541
10,561
21,945
21,985
21,93
21,97
20,336
20,376
20,338
20,378
4,195
4,203
4,195
4,203
16,425
16,465
16,415
16,455
80,705
80,865
80,73
80,89
61,60
61,72
61,66
61,78
1,950
1,964
1,960
1,964
0,4975
0,4995
0,497
0,499
59,07
59,19
59,075
59,195
12,413
12,443
12,416
12,436
7,366
7,380
7,368
7,382
73,20
73,34
73,18
73,32
3,032
3,033
2,032
3,058
18,74
18,78
18,78
18,82
81,30
81,46
81,29
81,48
1,999
2,003
1,998
2,002
5,43
5,44
5,43
5.45
4,166
4,174
4,171
4,179
4,106
4,114
4,116
4,124
20,855
20,895
20,85
20,89
Geld
Brief
4,174
4,194
58,21
58.45
111,45
111,89
20,30
20,38


