Ausgabe 
22.7.1929
 
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Wirtschaft.

Medio-Anspannung am Geldmarkt.

In der Berichtswoche haben die Geldsätze auf der ganzen Linie angezogen. Diese Anspan­nung ist nicht nur auf die Abwicklung des Me­dio zurückzuführen, sondern auch auf die Zah­lung großer Steuerbeträge, sowie für die Zinsen aus der Industriebelastung. Am Privat­diskontmarkt ist allerdings keine Aenderung der Geldfätze eingetreten, das nach dem Medio herausgekommene größere Angebot fand restlos Aufnahme. Das Anziehen der Geldsätze berechtigt zu der Frage, ob dadurch die aünftige Entwick­lung, die der Geldmarkt feit Aufhebung der Kre- bitreftrittionen der Reichsbank genommen hat, auf- gehalten werden kann. Der letzte Ausweis der R e i ch s b a n k zeigte eine Entspannuna, die über bas normale Maß hinausging. Das Wechselkonto ist erheblich zurückgegangen, Banknoten unb Renten­bankscheine haben um runb 300 Millionen Mark abgenommen, so baß man im ganzen ben Ausweis ber Reichsbank vom 15. Juli als recht befriebigenb bezeichnen kann. Auch bie Valutensituation ber Reichsbank hat sich burch bie erheblichen Golbzu- gängc, bie sich in ben letzten Tagen burch Golb- fäufe in Conbon noch erheblich verstärkt haben, entschieben gebessert. Betrachtet man gerabe unter dem Gesichtspunkt ber Gvlbstärkung bes Reichs­bankstatuts bie in ber Berichtswvche eingetretene Gelbverteuerung, so muh man zu bem Urteil kommen, baß biefe nicht von wesentlicher Einwirkung auf die Entwicklung des Geldmarktes sein kann, da der Kreditspielraum der Reichsbank genügend groß ist. Anderseits ist der Umlauf an Zahlungsmitteln nicht gerade klein, und die Reichs- bank scheint eher darauf bedacht zu sein, trotz der Goldzugänge den Notenumlauf einzu- b ä m m e n, zumal man nicht weiß, wie lange ber Golbzufluß anhält, unb vor allem, welche Devisen- anforberungen an bie Reichsbank in allernächster Zeit gestellt werben. Solange natürlich bie Reichs­bank nicht in ber Lage ist, zu übersehen, welche Deoifenanforberungen an sie gestellt werben, unb bas wirb bis zu ber enbgültigen Regelung ber Re- parationszahlungen ber Fall sein, ist eine Entschei­dung in ber Frage einer Disfontermäfjigung selbst bei noch so günstigem Status ber Reichsbank nicht zu erwarten. Die Reichsbank muß auf jeben Fall auch unter dem Poungplan mit Devisen stets ge­rüstet sein, unb zwar in erster Linie aus wäh­rungspolitischen Gründen.

Sie Lage an den internationale nG e l d- markten zeigt keine entscheidende Veränderung. Besonders am Londoner Markt sind die Ver­hältnisse noch immer nicht geklärt, und die schwie­rige Lage der Bank von England hat an» geyalten, wenn auch das Ausmaß der Schwierig­keiten kleiner geworden ist. Die Reise des Gou­verneurs der Bank von England nach Amerika hat den Erfolg gehabt, dah die Goldzuflüsse von London nach Amerika aufgehört haben. Der Dank von England würde es ohne weiteres ermöglicht werden, ihren Diskontsatz bis zur Ernte einzu­halten, wenn auch die europäischen Zentralnoten­banken sich dem Vorgehen Amerikas anschliehen würden. Auf ein Moment muh aber bei einer Betrachtung der internationalen Geldmärkte noch hingewiesen werden, nämlich die veränderte Lage am Pariser Geldmarkt. Die französischen Kapitalien haben bisher eine grohe Rolle gespielt, und sind auch gegenwärtig für die internationalen Kreditmärkte noch von großem Einfluß, besonders aber für Berlin, da mindestens 75 Prozent aller hier angebotenen Auslandgelder zu 60 bis 70 Prozent französischer Provenienz sind. Zum ersten Male seit der Stabilisierung des französischen Franken macht sich jetzt in Paris eine vorläufig noch leichte Verknappung bemerkbar, und während früher erhebliche Geldbeträge am Pariser Gelo- markt unanbringlich vorhanden waren, ist dies heute nicht mehr der Fall. Diese Entwicklung darf bei Beurteilung des deutschen Geldmarktes nicht unterschätzt werden.

Oer deutsche Außenhandel im Juni.

Die Einfuhr im reinen Warenverkehr be­trägt im Monat Juni 1077,7 Mill. Mark, die Ausfuhr einschließlich der Reparationssach­lieferungen 1079,4 Millionen Mark. Die Han­delsbilanz ergibt somit einen Ausfuhrüber­schuß von nicht ganz 2 Millionen, gegen 43 Mill. Mark im Monat Mai. Die Reparationssachliefe­rungen betragen 63 Mill, gegenüber 77 Mill. Mmk im Vormonat.

Gegenüber dem Vormonat sind sowohl die Ein­fuhr (um 54,8 Mill. Mark) als auch die Aus­fuhr (um 96,5 Mill. Mark) zurückgegangen.

Mrgas-A.-S. unb Ferngas-Gesellschaft Saar.

Abschluß eines Abkommens.

Wie bet Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, sind die Verhandlungen, die in der letzten Zeit unter Mitwirkung deS preußischen Handelsministeriums und unter Beteiligung der hessischen Staatsregierung zwischen der Ruhrgas A.-G. und den in der Ferngas-Gesellschaft Saar m. b. H. zusammengeschlossenen Gruppen über eine gemeinsame Versorgung Südwestdeutschlands mit Ferngas stattfanden, zu einem vorläufigen Ab­schluß gekommen.

Rach der Vereinbarung werden die Ruhrgas- A.-G. unb die Ferngasgesellschafl Saar m. b h. die Ferngasinteressen in Südwesideutschland in

Zukunft gemeinsam zu fördern suchen.

Sie werden den Zusammenschluß aller Gas. abnehmer in dem gemeinsamen Versorgungsgebiet in eine gemischtwirtschaftliche Gesellschaft an. streben, an der die kommunalen GaSabnehmer und die Gaserzeuger und möglichst auch die Länder beteiligt sein sollen. Sie werden Ver­träge gemeinsam schließen, Erfahrungen aus­tauschen und sich auch sonst jede Hilfe zuteil werden lassen. Sie haben gegenseitig Gebiete abgetrennt, wobei der Ferngasgesellschaft Saar ein eigenes Dersorgungsgebiet vorbehalten ist, und haben sich über die Beteiligung am Absatz

schlüsselmäßig geeinigt, wobei auf der Ruhr­seite die Interessen deS Aachener Reviers und auf der Saarseite neben den Interessen der Hütten vor allem auch die des künftigen fis­kalischen Bergbaues wahrgenommen worden sind. Hm die Anfangsleitungen wirtschaftlich zu ma« chen, ist beiden Gesellschaften eine Voraus- lieferung in die nächstgelegenen Absatzgebiete zu­gestanden, nach deren Erlangung anteilmäßige Beteiligung eintritt.

Dabei sind bie Zusagen, welche bie Ruhrga»- A.-G. ber hessischen kommunalen Gasfernoer. jorgung machte, in vollem Umfang berück- fichligt.

Schließlich ist der Fall behandelt, daß einer der Vertragschließenden nicht liefern kann oder will, und eine Aenderung der Vereinbarung wegen veränderter Umstände vorgesehen, wobei ein Schiedsgericht zu entscheiden hätte. Die Bildung der großen gemischtwirtschaftlichen Gesellschaft, die dem Abkommen praktischen Inhalt geben soll, ist in Angriff genommen. Mit der Beteiligung des Saargebietes am deutschen Ferngas-Absatz ist die Eingliederung des Saargebietcs in das deutsche Wirtschafsgebiet erheblich gefördert.

Der Rückgang der Einfuhr liegt in der Hauptsache bei Lebensmitteln und Rohstoffen. An diesem Rückgang sind u. a. Getreide (minus 11,9 Mill. Mark), ferner größtenteils saison- mäßig Südfrüchte (minus 6,6 Mill. Mark), Obst (minus 2,2 Mill. Mark), Baumwolle (minus 12,2 Mill. Mark), Felle zu Pelzwerk (minus 13,5 Mill. Mark) beteiligt. Die Einfuhr von Fertigwaren hat sich gegenüber dem Vormonat etwas erhöht.

Die Abnahme der Ausfuhr, die über­wiegend saisonmäßig zu erklären ist, entfällt auf alle Hauptwarengruppen. Verhältnismäßig stark ist die Ausfuhr von Lebensmitteln (um 18,2 Mill. Mark- und von Rohstoffen (um 32 Mill. Mark) zurückgegangen. Die Abnahme der Ausfuhr von Fertigwaren in Höhe von 46,5 Mill. Mark ver­teilt sich auf sehr viele Waren. Vermindert ist insbesondere die Ausfuhr von Textilfertigwaven (um 15 Mill. Mark), von Walzwerkerzeugnissen und sonstigen Gisenwaren (um 13 Mill. Mark) von chemischen Fertigerzeugnissen (um 13 Mill. Mark).

*

D ie amtliche Grohhandelsindex- ziffer. Die auf den Stichtag des 17. Juli be­rechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes hat sich mit 138,2 gegenüber der Vorwoche (137,4) um 0,6 Prozent erhöht. Don den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrar- stofse um 1,6 Prozent auf 133,3 (131,2) gestiegen. Die Indexziffer für Kolonialwaren lag mit 129,6 (127,3) um 1,8 Prozent höher als in der Vor­woche. Die Indexziffer für industrielle Roh­stoffe und Halbwaren stellte sich auf 131,3 (131,5). Die Indexziffer für industrielle Fertigwaren ist um 0,1 Prozent auf 157,3 (157,2) gestiegen.

* Frankfurter Gasgesellschaft. Vom Aufsichtsrat der Frankfurter Gasgesellschaft wird uns mitgeteilt: Auf Grund eines llebereinkom- mens zwischen dem Aufsichtsrat und Herrn Gene­raldirektor T i l l m e h wird Herr Tillmeh am 31. Dezember 1929 nach Ablauf seines zwölfjäh­rigen Dienstvertrages unter Wahrung seiner Pen- sionsanfprüche in den Ruhestand treten. Herr Tillmeh hat sich bereit erklärt, der Gesellschaft auch nach seinem Ausscheiden mit seiner fach­männischen Erfahrung und seiner Arbeitskraft xur Verfügung zu stehen. Der Aufsichtsrat hat dieses Anerbieten angenommen und wird dem Magistrat der Stadt Frankfurt a. M. Vorschlägen, zu diesem Zweck.Herrn Tillmeh nach seinem Ausscheiden aus der Gesellschaft für die Zeit seiner Mitarbeit in den Aufsichtsrat der Frank­furter Gasgesellschaft zuzuwählen.

Stillegung eines Eisenwerks. Das auf dem Hochwalde bei Trier gelegene Eisen­werk Maria-Hütte, das seit Jahrhunderten be­steht, hat seiner gesamten Belegschaft gekündigt und sieht sich voraussichtlich gezwungen, den Be­trieb stillzulegen. Es ist dies eine Folge der Saarzollgrenzen, durch die das Werk von seiner natürlichen Verbindung abgeschnitten wurde.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 20. Juli. Das Geschäft war ruhig bei leicht nachgebenden Preisen. Es notierten Auslandseier ab Grenzstation unver­zollt und Inlandseier ab Station: Bulgarische

1010,25, Holländische 11,2513, Jugoslawische 10,50-10,70, Polnische 9-9,50, Russische 1112, Dänische 1113, Belgische 1111,25, Franzö­sische 1112, Schlesische 1111,50, Bayerische 10,7511, Norddeutsche 1012, Rumänische 10 bis 10,25; alles in Pfennige pro Stück.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 22. Juli. Tendenz lust­los. Rach der zweitägigen Unterbrechung eröffnete die Börse in st i l l e r Haltung. Anregungen lagen nicht vor, die Tendenz neigte wieder zur Schwäche. Die Hmfahtätigkeit be­schränkte sich auf ein Minimum. Die Spekulation schritt zu Qlbgaben, was aber vor allen Dingen in Zusammenhang mit den illtimoöorbercitungen zu bringen war. Orders lagen kaum vor. Pu­blikum und Ausland waren vollkom­men desinteressiert am Geschäft. Die sehr ruhigen und eher schwächeren Auslandbörsen vergrößerten die Zurückhaltung. Der Zwischenbe­richt des Reparationsagenten, der keine Sensa­tion, aber doch interessante Feststellungen und Urteile brachte, wurde bei der herrschenden Ge­schäftslosigkeit nur wenig beachtet. Verstimmt war man über die schwere Erkrankung des Reichskanzlers. Gegenüber den Schlußkursen vom Freitag traten durchschnittlich geringe Rück­schläge ein. Die Hmfahtätigkeit war auf den meisten Marktgebieten äußerst gering. Zur ersten Quotierung kamen nur sehr wenig Papiere zur Rotiz. Am Slektromarkt waren Chade-Olktien gut behauptet. Elektrische Lieferungen 1,5 und AEG. 1 Prozent schwächer. Farben lagen 1,25 Prozent gedrückt. Montanwerte leblos und zumeist 1,5 Prozent niedriger. Danken waren zumeist gut behauptet, nur Reichsbankanteile lagen 2 Prozent abgeschwächt. Stark angeboten waren erneut Glanzstoffaktien mit minus 1,5 Prozent. Einiges Interesse bestand jedoch für Iunghans, die leicht anziehen konnten. Stenten geschäftslos. Auch nach den ersten Kursen trat keine Belebung ein. Die Tendenz konnte weiterhin keine Besserung er­fahren und neigte eher xur Schwäche, bei er­neuten Abschlägen bis zu 1,5 Prozent. Am Geld­markt war Tagesgeld mit 7 Pr^ent unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1957, gegen Pfund 20,36. London gegen Kabel 4,8520, gegen Paris 123,86, gegen Mailand 92,75. gegen Madrid 33,44, gegen Holland 12,07.

Berliner Börse.

Berlin, 22. Juli. In den letzten Tagen konnte man öfter die Ansicht vertreten hören, daß das Kursniveau jetzt einen kaum noch zu überbietenden Tiefstand erreicht hätte. Auch am Samstag rechnete man nach Dekanntwerden der nicht ungünstigen Auhenhandelsbilanzziffern (Ak­tivität zwei Millionen), der gebesserten Ruhr­kohlenförderung, dem immerhin nicht unbefriebt* genden Zwischenbericht des Reparationsagenten und dem günstigen Bericht des Reichsbankkom­missars für heute mit einer eher festeren Börse. Auch daß Reuhork eher freundlich schloß und die Reparationskonferenz zum 6. August gesichert zu fein scheint, wurde vorteilhaft aufgenommen. Aber schon heute vormittag trat wieder eine starke Geschäftslosigkeit zutage. Es trafen einige unvorhergesehene s chlechte Rachrichten ein, die

die Hoffnung auf eine Besserung zuschanden werden ließen. Reben den Meldungen über den russisch-chinesischen Konflikt waren es vor allem die Rachrichten über die Erkrankung des Reichskanzlers Müller, die die Börse verstimmten. Hinzu kamen die beginnenden UltimoDorbereitungen und die Be­fürchtungen für den Geldmarkt, obwohl der Tagesgeldsatz eine kleine Erleichterung er­fahren hatte. Auch seien die Londoner Goldver­luste zu beobachten. Abschwächungen von 1 Proz. etwa waren der Durchschnitt. Darüber hinaus verloren Essener Steinkohlen, Siemens. Berliner Handelsgesellschaft, Lorenz, Karstadt, Sternberg usw. bis 3 Prozent; Glanzstoff sogar 13 Prozent. Anderseits waren AEG., Feldmühle, Schlesische und Thüringische Gas, Deutsche Waffen und A.-G. für Verkehr etwas gefragter. Deutsche Anleihen ruhig. Von Ausländem Bosnier etwas gebessert. Pfandbriefmarkt still. Am Geldmarkt nannte man Tagesgeld mit 7,5 bis 9,5 Prozent, Monatsgeld 9,5 bis 10,5 Prozent und Warenwechsel 8 bis 7,75 Prozent. Auch nach den ersten Kursen war das ©efgjäft bei abbröckelnden Kursen weiter sehr st i l l. In Dessauer Gas und Deutsche Waffen war die Hntemchmunaslust größer, ohne dah aber auch hier größere Gewinne erzielt werden konnten. Sonst betrugen die Kursverluste auf den meisten Marktgebieten 1 bis 1,5 Prozent. Polyphon minus 3 Prozent.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 22. Juli. Der Pro­duktenmarkt eröffnete die neue Woche in lust­loser Haltung und war allgemein schwach. Die hohen Preise der Vorwoche konnten sich meist nicht behaupten. So war vor allem am Mehl­markt das Angebot groß unZr Weizenmehl muhte eine Mark im Preise nachgeben. Roggenmehl war dagegen nur 0,50 Mark billiger. Am Brot­getreidemarkt war Roggen um 0,25 Mark ermä­ßigt. Angeboten und schwächer war ferner Hafer und Weizenkleie. Es wurden notiert: Roggen 22,50 bis 22,75; Hafer, inländischer, 23 bis 23,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 22,75 biS 23' Weizenmehl, süddeutsches, Spezial 0, 38 bis 40,75; Roggenmehl 30,60 bis 32; Weizenkleie 11,50 bis 11,75; Roggenkleie 12,75; Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 33 bis 50; Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke 40 bis 110; Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 10t Wei­zen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 5; Wei- zen- und Roggenstroh, drohtgepreht 5; Wei- getrocknet 17,75 bis 18,75 Mark. Tendenz nachgebend.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 22. Juli. Auftrieb: 1870 Rinder; darunter 376 Ochsen, 130 Bullen, 736 Kühe, 554 Färsen; 520 Kälber; 42 Schafe; 4360 Schweine. Ochsen, vollfleischige ausge­mästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 53 bis 58, ältere 48 bis 52, sonstige vollfleischige, jüngere 43 bis 47; Dullen, jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts, 47 bis 52, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 42 bis 46; Kühe, jüngere, voll­fleischige, höchsten Schlachtwerts, 43 bis 46, son­stige vollfleischige oder ausgemästete 36 bis 42, fleischige 30 bis 35; Färsen, vollfleischige, ausge­mästete, höchsten Schlachtwerts, 53 bis 58, voll- fleischige 48 bis 52, fleischige 40 bis 47; Kälber, beste Mast- und Saugkälber 72 bis 76, mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 71, geringe Kälber 54 bis 64; vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 80 bis 84. von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 82 bis 85, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 82 bis 85, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 78 bis 82. Marktverkauf: Rinder schleppend, großer Heberstand. Dei Preisfestset­zung sind nur 50 Prozent des Auftriebs berück­sichtigt. Schweine gedrückt, großer Heberstand. Kälber langsam, ausverkauft.

Letzte Nachrichten.

Blitzschlag in einen Schasstall.

500 Schafe verbrannt.

Samtens auf Rügen, 22. Juli. (WTD. Funkspruch.) Am Sonntagnachmittag gingen über Vorpommern Gewitter nieder, die sich besonders auf Rügen in ihrer ganzen Stärke entluden. Ein Blitzschlag entzündete auf dem Rittergut Hnr 0 w des Rittmeisters a. D. Heidborn den S ch a f st a l l, von dem die Flammen auf eine Scheune übersprangen und auch diese in Brand setzten. Beide Gebäude brannten vollständig nieder. In den Stall waren bei Ausbruch des Gewitters 500 Schafe ein» getrieben worden, die sämtlich in den Flam­men umfamen. Ein Drittel der gesamten Heuernte ist mit verbrannt, sowie eine Anzahl landwirtschaftlicher Maschinen.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, LombardzinSsuh 8.5 Prozent.

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Berlin

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19.7.

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Datum

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Heidelberger Cement .... 10

Gement Karlstadt......8

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Matnkraftwerke ....... 8

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4% Ungarilche Staat-r. v. 1910 .

bergt, von 1913.....

4% Ungarische kroneurte.. . . - 4% Türk. Hollanlethe v. 1911 . . 1% Türkische Bagdadbahu-Anl., Serie I...........

4% beSgl. Gerte II.......

4% Rumänen convert. Rte. . .

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Sllg. Deutsche Siseudahn . . <¥* Hamburg-Llmerika Bakel ... 8 Hamb.-Südam. Dampfsch. - - 8 Hansa Dampfschiff.....»0

Norbbeulicher Lloyd.....8

Mg. Deutsche LrediUmS. . - 10 Barmer Bankverein - - - lv Betimet HandeUigelellsch. . - 12 Sommerz- uni PrirxN'BanI . 11 Darm st. u. National!) an! . . 12 Deutsch« Bank.....10

Ttslonu-Nesellschas, BnL . . 10 Dreidner Bank......10

Mitteldeutsch« LretttdaU ... 9 Metallbau!....... . G

Reicht b an! ........ 12

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Berlin, 19. Juli

Geld

Brief

Smertkarrrlche Noten ..... ©tietfae Nolru ........ vonMt ÜBlm ........ Englische Daten........

4,17

58,33

111,48

20,305

4,19

58,57

111,92

20,385

Devisenmarkt Q3erlin-5ranffurt a. QU.

Telegraphische Auszahlung.

Berlin, 19. Null

Geld

Brief

Französische Noten.....

16,42

16,48

Holländische Noren......

Italienische Noten ......

Norwegische Noten......

Deutsch-Oesterr., ä 100 Kronen

167,83

21,96

168,51

22,04

111,48

111,92

59,03

59.27

Rumänische Noten......

2,485

2,505

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

112,08

112,52

80,60

80.92

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

60,81

61.05

12,382

12,442

Ungarische Noten.......

72,85

73,15

19. Juli

22. Juli

Amtliche Notierung

Geld 1 Briet

Amtliche Notierung

Geld 1 Bries

Amst-'Rott. Nten^-AireS Brff^Antw- Thritziania - Kopenhagen Stockholm . Helsingsors. Italien. . . London. . . Neovork .. Paris.... Schweiz . . Spanien. . Japan . - . Rio de Jan- Wien in D - CdL abgeft. fc:: Budapest. . Bulgarien. Lissabon - . Danzig. . .

168,19 1,758 58,24

111,69 111,68 112,34 10,533

21,93 20,338 4,1925 16,425

80,62 60,98 1,923 0,496

59,04 12,407

7,371

70,05 3,032 18,75 81,32

2,017 5,425 4,176 4,076

20,855

168,53 1,762 58,36

111,91

111,90

112,56

10,553

21,97 20,375 4,2005

16,465

80,78

61,10 1,927 0,498

59,16

12,427

7,375

71,19

3,038

18,79

81,48 2,021 5,435

4,184

4,084

20,895

168,15 1,758

58,24

111,76

111,69

112,34 10,531 21,935

20,334 4,191

16,415

80,60 61,09 1,931 0,496

59,03

12,403

7,359 73,03

3,037

18,75

81,30

2,018

5,43

4,176 4,096 20,85

168,49 1,762 58,36

111,89

111,91

112.56

10,551

21,975

20,374

4,199

16,455 80,76 61,21

1,935 0,498

59,15

12,423 7,373 73,17

3.043

18,79

81,46

2,022

5,44

4,189 4,104 20,89

Athen. .

Tanada . .

Urncmap. . Tatro - . -