Ausgabe 
22.5.1929
 
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Wirtschaft.

Die Iprozentige Anleihe des Deutschen Reiches von 1 9 2 9 bis zum Betrage von 300 Millionen Mark, mit der Steuerbefreiungen verbunden sind, wird in unse­rem heutigen Blatte zur Zeichnung empfohlen. Interessenten seien auf diesen Prospekt besonders hingewiesen.

* Verband der Hess, landw. Ge­nossenschaften. Rach dem vorliegenden Jahresbericht des Verbandsdirektors für 1928 hat sich die Gesamtzahl der diesem Revisions­verband angeschlossenen ländlichen Genossenschaf­ten von 1006 auf 1045 erhöht. Der Zuwachs ist im wesentlichen auf die Reuaründung vonSpezial- absahgenossenschaften zurückzuführen, von denen die Milchabsahgenossenschaften einen Bestand von 43, die Obst- und Gemüseverwertungsgenossen­schaften den von 33 erreicht haben. In den übrigen Gruppen, insbesondere bei den Kreditgenossen­schaften (Spar- und Darlehnskassen, Volksbanken, Dorschuhvereine usw.) hat sich ein starker Ausbau nach innen vollzogen. Die dem Verband ange­schlossenen 450 genossenschaftlichen Dorfbanken ver­fügen mit einem Einlagekapital von insgesamt 64 Millionen bereits über 58 Prozent des Vor­kriegsstandes. Dabei ist zu berücksichtigen, daß in diesen Geldinstituten mehr oder weniger alle ländlichen Berufsstände organisiert sind. Die Be­zugs- und Absatzgenossenschaften als zweitstärkste Gruppe mit einem Bestand von 311 haben eben* falls eine weitere Erhöhung ihrer LImsähe in den wichtigsten landwirtschaftlichen Dedarfsstoffen zu verzeichnen. Besondere Bedeutung verdient die Entwicklung der Molkereien, die in Verbindung mit den Milchabsatzgenossenschaften versuchen, die Versorgung der Städte mit einwandfreier Quali­tätsmilch und Markenbutter in geordnete Dahnen zu bringen.

Landwirtschaftliche Zentralge­nossenschaft e. G. m. b. H. Darmstadt. Der Geschäftsbericht dieser Genossenschaft, der als Zentralwarenanstalt der hessischen landwirt­schaftlichen Genossenschaftsorganisation insgesamt 566 Genossenschaften angehören, liegt für das Jahr 1928 vor. Der Gesamtumsatz beziffert sich auf 20,7 Millionen Mk., gegen das Vorjahr eine Llmsatzsteigerung dem Werte nach von 17 Pro­zent. Namentlich der Düngerbezug hat eine starke Zunahme erfahren. Der Futtermittelabsah hat sich um 20 Prozent gesteigert. Der Bezug von Kraftfuttermischungen findet stärkere Beachtung. Der Kohlenbezug hat weiter an Umfang stark­zugenommen trotz der Schwierigkeiten, die bei den Syndikaten zu überwinden sind. Im Absatz der landwirtschaftlichen Erzeugnisse wurde das Getreidegeschäft besonders gepflegt. In Obst war eine Fehlernte zu verzeichnen; Maßnahmen zur Erfassung von Wirtschafts- und Tafelobst im laufenden Jahr sind in Vorbereitung. Gurken wurden erstmals genossenschaftlich erfaßt. Die Bilanz weist einen Reingewinn von 399 364 Mk. bei vorsichtigster Bewertung der Einzelposten aus. Rach Verteilung des Reingewinns beziffern sich die offenen Reserven auf 1,5 Millionen Mark. Der Aufsichtsrat schlägt die Verteilung einer Dividende von 12 Prozent auf die Geschäfts­guthaben vor.

*Hessen-NassauischeGa s-A.-G., Frank- f u r t a. M. - ch ö ch st. Die Gesellschaft verkaufte im Geschäftsjahr 1928 9,52 Millionen Kubikmeter Gas, 14 203 Tonnen Koks und 875 Tonnen Teer. Das Rohrnetz erreicht eine Gesamtlänge von 340,6 Kilo­meter, nachdem 32,6 Kilometer neu hinzugekommen sind. 37 Städte und Gemeinden wurden mit Gas beliefert. Der Rohgewinn beträgt einschließlich 0,01 (0,017) Vortrag 2,41 (2,09) Millionen Mark. Be­triebsausgaben erforderten 0,93 (0,77), Derwal- tungskoften 0,39 (0,35), Abgaben und Steuern 0,44 (0,33), soziale Lasten 0,07 (0,05) und Abschreibun­gen 0,20 (0,19), so daß ein Reingewinn von 379 326 (401 264) Mark verbleibt, woraus wieder 7 d. $). Dividende auf 5,12 Millionen Mark Aktien- Kapital verteilt werden sollen. 30 000 (32 000) Mk. werden der Reserve überwiesen, die dadurch auf 100 000 Mark steigt. Das neue Jahr habe weniger günstig begonnen, auch habe der Frost namhaften Schaden in den Werken und an den Rohrnetzen gebracht.

*Emag, Elektrizitäts-A.-G., Frank­furt a. M. Rach dem Bericht verlief das Ge­schäftsjahr bei gleichbleibender Beschäftigung zufrie­denstellend. Rach Abzug von 1,62 (1,20) Unkosten, 0,79 (0,63) Löhnen und 0,11 (0,11, außerdem 0,13 auf Immobilien) Millionen Mark Abschreibungen, verbleibt ein Reingewinn von 97 239 (80 129) Mk., woraus 8 (7) v. $). Dividende vorgeschlagen wer­den. Im neuen Geschäftsjahr sei der Auftrags­eingang größer als in der Dergleichszeit des Vor­jahres, die Aussichten seien günstig. (Generalver­sammlung 29. Mai.)

Gaargas und Hekoga.

WER. Darmstadt, 21. Mai. Die Fern­gasgesellschaft Saar in. b. H. iibergibt der Presse eine längere Denkschrift zu dem Be­richt des Vorstandes der H e k o g a , welcher die Grundlage für den bekannten Beschluß des Auf- sichtsrates der Hekoga auf Empfehlung des Ruhr­angebots bildet. Von der Saargas wird u. a. gesagt, daß darin hinsichtlich des Angebotes der Saar in wichtigen Punkten Unrichtig­keiten und Fehlschlüsse von solcher Trag­weite enthalten seien, daß nur bedauert werden könne, daß dieses Material die Unterlage für eine so wichtige Entscheidung gebildet habe. Während die Denkschrift des Vorstandes betone, daß mit den Gaslieferanten eingehende Verhand­lungen geführt Uoorden seien,um alle Mög­lichkeiten der Gasversorgung gewissenhaft zu stu­dieren und die Körperschaften der Hekoga in die Lage zu versetzen, den nach ihrem Ermessen zu beschreitenden Weg auf Grund absolut ein­wandfreien Materials treffen zu können", müsse, soweit das Angebot der Saar in Frage komme, festgestellt werden, daß diese weder zur Ab­gabe eines Angebotes aufgefordert, noch nach Abgabe des Angebots im Monat Au­gust 1928, das freier Initiative entsprang, um irgendwelche Auskunft angegangen, erst recht nicht zu mündlichen oder schriftlichen Verhandlun­gen über das abgegebene Angebot eingeladen' worden ist. In Erkenntnis der aus dieser Be­handlungsweise dem Saarangebot drohenden Rachteile habe der Oberbü^ermeister der Stadt Saarbrücken noch Anfang März 1929 die haupt­beteiligten kommunalen Faktoren, die Städte Mainz und Darmstadt, gebeten, dafür zu sorgen, daß das Angebot der Saar zum Gegenstand mündlicher Verhandlungen gemacht werden möge. Auch dieser Appell sei leider ungehört ver­hallt. Den anderen Lieferungsinteressenten sei wiederholt Gelegenheit gegeben worden, ihr ur­sprüngliches Angebot nach Rücksprache mit den Mitgliedern des Vorstandes der Hekoga zu ver­bessern und zu vertiefen. Es fehle daher die Berechtigung, das Saarangebot in eine Reihe mit den anderen Angeboten zu stellen, die das Ergebnis zahlreicher Verhandlungen seien.

Die in der Denkschrift angewandte Errechnungs- weife des von der Saar frei Worms ange­botenen Gasprelfev fei in vollem Umfang unrichtig. Der von der Saar für diese Lie­ferung bei einer Menge von 80 Millionen Kubik­

meter angebotene Preis betrage vier Pfennig pro Kubikmeter.

Diesem Preis lägen die heute von den Hütten­werken als Gaserzeuger gezahlten Kohlenpreise für Rohgrieß zugrunde. Die Betrachtungen der Denkschrift über die zukünftige Entwicklung der Saarkohlenpreise, insbesondere nach Wiederein­gliederung des Saargebietes in das Deutsche Reich, gingen absolut fehl. Während die heutigen Kohlenpreise der Saar weit über denen des Ruhrgebietes lägen, sei mit Sicherheit zu folgern, daß nach Rückgliederung die Saarkohlenpreise mindestens an die Ruhrkohlenpreise angeglichen würden, wenn nicht eine weitere Preisverringe­rung, namentlich hinsichtlich des Kohlengrieß in Rechnung zu stellen sei, da an der Saar für diese Kohlensorten kaum andere Verwendungsmöglich­keiten gegeben seien. Es sei eine Selbstverständ­lichkeit, daß die Saar bereit gewesen wäre, Garantien nach dieser Richtung hin zu geben, d. h. auch auf der Basis der Ruhrkohlenpreise anzubieten. Die Denkschrift habe wegen einer später zu erwartenden Preissteigerung den an- gebotenen Preis der Saar von 4 auf 5,05 Pf. erhöht, das Saarangebot also mit 1.05 Pfennig zu hoch eingesetzt. Es wird dann darauf hingewiesen, daß die Saar im Rov. v. I. der Südwestdeutschen Gas-A.-G. in Frankfurt am Main ein Angebot auf Gaslieferung gemacht habe, in dem sie auf Grund von Zugeständnissen der Hüttenwerke den Preis einer Lieferung von 80 Mill. Kubikmeter frei Worms bereits auf 3,8 Pfennig senken konnte. Dieser Preis hätte auch für die Hekoga Anwendung finden können.

Mit den von der hekoga errechneten Trans­portkosten und Verlust von insgesamt 1,304 Pfennig ergebe sich, vorausgesetzt, daß diese Gastransportkosten und Verluste zutreffend seien, ein Angebotspreis der Saar von 5,104 Pfennig pro Kubikmeter gegenüber 6,354 Pf.

nach der Denkschrift des hekogaoorftandes.

Die Saar fei außerdem bereit, die Lieferung in der gleichen Weife zu garantieren, wie dies von irgendeinem anderen Ferngaslieferanten oder von einer lokalen Erzeugungsstätte geschehen könne. Auch in der Frage des Heizwertes sei die Sacrr bereit gewesen, einen Heizwert von 4500 Wärme­einheiten wie die Ruhr, oder sogar beim gleichen Preise 4800 Wärmeeinheiten zu liefern.

'DyckerhoffLWidmann 21.-®., Wies­baden. Die Gesellschaft erzielte 1928 einen De- triebsgewinn von 1,93 (1,74) Mill. Mark. Rach 1,14 (1,13) Mill. Mark Abschreibungen ergibt sich ein Reingewinn von 902 216 (609 245) Mark, woraus bekanntlich eine erhöhte Dividende von 8 (6) Proz. auf 8 Mill. Mark Aktien vorgeschla- gen wird. Rach dem Bericht konnte der Umsatz trotz ungünstiger Einflüsse auf dem Baumarkte weiter gesteigert werden; auch die Ausland­betriebe waren ausreichend beschäftigt. Die Dau- gesellschaft Lenz hat sich im Zusammenhang mit der Beteiligung der A.-G. für Verkehrswesen an der Gesellschaft mit 25 Proz. an den beiden holländischen Tochtergesellschaften beteiligt. Die Tochtergesellschaft in Danzig ist durch Fusionie­rung aufgelöst worden. Im neuen Jahre sei der vorliegende Auftragsbestand infolge langfristiger Auslanbaufträge höher als zur gleichen Zeit des Vorjahres; es wird wieder ein befriedigen­des Ergebnis erwartet.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 22. Mai. Tendenz: schwä­cher. Rach dem vorbörslichen Verkehr machte sich ein allgemeiner Rückschlag bemerkbar. Zu Beginn des offiziellen Marktes nahmen die Abstreichungen teilweise ein größeres Ausmaß an. Die Spekulation war zurückhaltend und schritt in Reaktion der gestrigen festen Börse zu Gewinn­mitnahmen. 2I6er vor allen Dingen spielten die schwierigen Geldmarktverhältnisse eine erhebliche Rolle und verstimmten stark. Die heute nicht mehr so optimistisch lautenden Pariser Meldungen blieben selbstverständlich nicht ohne Einfluß. Das Geschäft bewegte sich daher in sehr engen Grenzen, doch waren bei der wieder ungünstigen Börsenlage Abschläge bis zu 4,5 Prozent gegenüber der gestrigen 2lbend- börse nicht zu vermeiden. Die weitere Befestigung der Mark konnte dagegen auf der anderen Seite heute keinen Eindruck machen. Man war und blieb schwach gestimmt. Etwas stärker angeboten waren am Elektromarkt Chade mit minus 5 Mark, Licht & Kraft mit minus 1,5 Prozent, Siemens mit minus 6.5 Prozent, AEG. mit minus 3,75 Prozent

und Schuckert mit minus 3,25 Prozent. J.-G.- Farben eröffneten 3,75 Proz. niedriger. Starke Kurseinbrüche waren noch am Kalimarkt feftzustellen, Salzdetfurth verloren 7,5 Prozent, Westeregeln 5 Prozent, Aschersleben 4 Prozent. Glanzstoff büßten 8 Prozent ein. Sonst waren nennenswerte Umsätze nicht zu verzeichnen. Rur Reichsbank lagen noch im Angebot und gaben etwa 5 Prozent nach. Renten still. Deutsche An­leihen zeitweise etwas schwächer. Don Ausländern waren Anatolier weiter etwas gefragt und leicht gebessert. Rach den ersten Kursen schritt die Ku­lisse zu weiteren Glattstellungen, doch machte sich im Verlaufe eine kleine Erholung bemerk­bar. Die Stimmung war zuversichtlicher, es be­friedigte, daß heute die befürchteten Geldmarkt- schwicrigkeiten kein größeres Ausmaß annahmen. Die Spekulation nahm Rückdeckungen vor, und das Kursniveau konnte sich zeitweise bis zu 1 Prozent über Anfang heben. 2lm Geldmarkt war Tagesgeld mit 8 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt war die Mark weiter f e st. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1978, gegen Pfund 20,369, London-Kabel 4,85, Paris 124,1250, Mailand 92,76, Madrid 34,10, Hol» land 12,06.

Berliner Börse.

Berlin, 22. Mai. Rach der gestrigen festen Stimmung schlug heute vormittag die Stimmung etwas um. Die Börse eröffnete in schwacher und unsicherer Haltung. Die Pariser Rachrichten waren nicht ganz so optimistisch ge­halten, wie gestern. Die Ansichten waren geteilt, und man wartet mit Spannung auf die Erklä­rungen der deutschen Delegation. Heber die ame­rikanische Diskontpolitik lagen Rachrichten vor, die zwar voneinander etwas abweichen, immer­hin besteht aber die Möglichkeit, daß die Bun- desreservebanken, falls die Spekulationskredite nichl eingeschränkt werden, ihren Diskontsatz auf die Höhe des Reuyorler Diskantes drängen wer­den. Die Lage des hiesigen Geldmark­tes ist immer noch u n s i ch e r. Eine Entspan­nung ist kaum zu bemerken. Tagesgeld stellt sich auf 83/i bis 11 Proz., Monatsgeld auf 9V2 bis

10V, Proz. Der Reportsah, 5er am 25. festgesetzt werden soll, wird wahrscheinlich eine Erhöhung um 1 bis IV, auf 91/» bzw. 10 Prvz. erfahre^ Die Spekulation, die gestern an vielen Märkten Deckungen und auch Käufe dorgenornrnen hatte, schritt heute zu Positionslösungen, die bei bet herrschenden Aufnahmeunlust Kursverluste von 2 bis 3 Proz., vereinzelt bis 5 uni 7 Proz. zur Folge hatten. Montanwerke waren angeboten und durchweg schwächer. Eleltrowert, verloren zeitweise 31/z Proz., Rordwolle, Stöhr, Ostwerke, Tietz, Berger, Ilse Bergbau, Reichs, bank. Polyphon. Salzdetfurth, Demberg uni Glanzstoff 4 bis 71 '2 Proz. Motoren Deutz waren 11 Proz. schwächer. Schlesische Bergwerk tont, den heute erkl. Dividende notiert. Deutsche An. leihen waren gefragt, Ausländer uneinheitlich und überwiegend schwächer. Goldpfandbriefe bl«, ben im Angebot. Rach den ersten Kursen schrill die Spekulation weiter zu Glattstellungen, un? bei kleinem Geschäft brodelten die Kurse erneu; um V, bis 1 Proz. ab. Polyphon 3 Prvz niedriger.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 22. Mai. Jrn Zusammen. Hang mit den schwachen Auslandnotierungen toat die Haltung am heutigen Hauptmarkt allgemein schwach. Bei lustloser und zurückhaltender Slim mung bewegten sich die Llrnsätze in engsten Gren­zen. Schwach blieben vor allem Weizen unS Sommergerste. Außerdem gab Mais 50 Pf. nach. Es wurden notiert: Weizen 24; Roggen 22,75; Sommergerste für Drauzwecke 23,50 bis 23,25; in!. Hafer 23 bis 23,25; Mais (gelb) 21; Weizen- mehl, süddeutsches Spezial 0, 32 bis 32,25; Rvg- genmehl 28,75 bis 29,75; Weizenkleie 12 bis 12,15, Roggenkleie 12,75 Mk. Tendenz: schwach.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 21. Mai. Rach der mehrtägigen Ver­kehrsunterbrechung durch die Feiertage kam bai Geschäft heute nur schleppend in Gang. Das in­ländische Angebot von Waggonmaterial ist nichl reichlicher geworden als vor dem Fest. Das vor­handene Material wird von kleinen Mühlen zu Futterzwecken zu Freitagpreisen ausgenommen. Kahnweizen ist aus Mitteldeutschland angeboten, begegnet aber nur geringem Kaufinteresse, ba sich die Grohmühlen mit Plataweizen versorgen. Von Ueberfee tagen am Samstag wesentlich er­mäßigte Offerten vor. Heute sind die Preise in Anschluß an die festere Haltung der amerika­nischen Terminmärkte wieder erhöht, liegen aber immer noch niedriger als am Freitag. Beachtlich ist, daß der kanadische Farmerpool neuerdings wieder als Verkäufer im Markte ist. Roggen zur Dahnverladung ist auch nur knapp angeboten. Kahnware aus zweiter Hand von hiesigem Laaer und auf Abladung ausreichend offeriert. Die Rachfrage ist reger, es sind jedoch nur um etwa 1 Mark niedrigere Preise durchzrcholen. Der ßic- ferungsrnarkt tendierte bei geringen Lim sähen schwächer. Das Mehlgeschäft ist noch fast un­entwickelt. Forderungen lauten unverändert. Hafer und Gerste still. ®8 notierten für je 1000 kg: Weizen, märt, 219 bis 220, Mai 230, Juli 234,50, Sept. 239,50 (schwächer); Roggen, märt, 194 bis 199, Juli 211,50 (matter), Sept. 215,50; Brau­gerste 218 bis 230; Futtergerste 187 bis 196 (ruhig); Hafer, märt, 193 bis 199, Juli 202. Sept. 205 (matter); für je 100 kg: Weizenmehl 24,25 bis 28,50 (ruhig); Roggenmehl 26 bis 27,75 (matt); Weizcnlleie 13 bis 13,25 (still); Roggen­kleie 13,50 (still); Viktoriaerbsen 43 bis 50; Heine Erbsen 28 bis 34; <5ruttererbten 21 bis 23, Pc« luschken 25 bis 26,50; Ackerbohnen 22 bis 24 Wicken 28 bis 30: Lupinen, blau, 17 bis 18: Lupinen, gelb, 22 bis 24; Serradelle 56 bis 62, Rapskuch-cn 19 bis 19,20; Leinkuchen 21,80 bis 22; Trockenschnitzel 12,40 bis 13; für je 50 kg: Kartoffelflocken 16,20 bis 17,30; Weizenstrvh, drahtgeb. 1,30 bis 1,60,

Sprechstunden der Redaktion.

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Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Frankfurt a. M.

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Schluß- flut»

1-Ubr- Kure

Schluß- Kure

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1 Uhr- Ku re

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Datum

21.5.

22-5.

21.5.

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Datum

2L5.

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22-5.

6% Dt. Reichranleihe v. 192? . .

Dt. Anl.-Wlös.-Schuld mil Aus lo|.-£Red)ten.........

$e<fll. ohne Ausiol.-Rechte . . . 1% Franls. Hpp.-Bk. Goldvs. un kündbar bis 1932......

V&% Rheinische Hyp.-Bank Ltqu <

Goldps............

A.E.Ä. abfl. Borkrteg«-Obligation, rückzahlbar 1932

4% Schweiz. öunbeflb.-QInL. . . 4% Oestcrreichische Goldrte.. . . 4,20% Oelterr. Silberne.....

4% Oesterreich, etnheitl. Rte . - 4% Ungarische Goldrte......

4% Ungarische SlaatSr. v. 1910 . </i% deSgl. von 1913.....

4% Ungarische Kroncnrte.....

4% lütt Zollanleihe v. 1911 . 4% Türkische Bagdadbahn-Anl..

Serie 1. . ........

4% dergl. Serie 11.......

4% Rumänen amtiert. Rte. . . . 47i% Rumänen Goldanl. von 1913

Og. Deutsche Eisenbahn . . 4% Hamburg-Amerika Paket ... 8 Hamb.-Südam. Tampfsch. . , 8 Hansa Dainpsschifj.....10

Norddeutscher Lloyd.....6

Allg. Deutsche Eredltanfk. . . 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner HandelSgeiellsck. . . 12 Kommerz, und Prioar-Bank . 11 Darmst. u. Rationalbank . . 12 Deutsche Bank......10

DiSkonIo-GeseNschakt (Jnt. . 10 Dresdner Bank......10

Mitteldeutsche Eredilbanl ... 9 Metallbanl....... .8

Relch-bonk........12

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51

10,275

88

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127,5 214

185,25 260 162

153,25 159

51,1

9,9

1,85

118,25

110,25

124,25

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212,25

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257

161

152,5

158

303,5

A.E.G............6

Bergmann........ . 9

Elekrr. Lieferungen..... io Licht und Krasl ...... 10 zelten 4 Guilleaume. .... 6 Ges. f. Elektr. Untern.....10

Hamb. Elektr. Werke .... io Rhein. Elektr.........!'

Schles. Elektr........10

Tranöradio . . ....... r-

Lahmeyer 8 So....... 10

DuderuS..... .... 6

Deutsche Erdöl.......6

Essener Steinkohle......8

Gelsenkirchener ... t- Y» 3- 4

Ilse Bergbau ....... k Rlöduerioerfe ....... .7 Köln-Neuessen........9 Mannesmann........8

ManSselder........ . 7

Oberschlel. Eilend. Bedarf. . . 6 Lberschles. KokSwerke.....6

Bhönir Bergbau......6%

Rheinische Braunkohlen... 10 Rheinslabl . . . f. % Jahr «ft Riebeck Montan......7,2

Bereinigte Stahlw......t

Kali Aschersleben ..... K' Kali Westeregeln...... 1

Kaliwerk Salzdetfurth . 1b

I. ®. Yarben-Jndustrte ... 12 Dynamit Nobel ....... b

Goldschmidt ....... .5 RütgerSwerke ......6 Metallgesellschaft. ..... 11

188.25

215

159,75

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223

383,5

167

73

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131

215

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244 387,5

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184.5

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88

188 214,25 159,75

220,9 139,5

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246,75 381,75

149,5

73 115,75

116

132 131

119

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71,75 113,9

131

131

210,5 100,25 116.25

117,5

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88 286,5 114,75 142.5 91.25

65,4

233 238 679,25

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80.75 87,5

-

Frankfurt a. M.

Berlin

Berlin 21 - Mai

Geld

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1-U0t» Kur-

Schluß^Anfang

französische '.'toten.....

Holländische Noten......

nTTi 168,41 22.00

16,47

169,09

22,08

Hure

Sure

Datum

21-5-

22-5-

21.5.

22 5

Norwegische

Noten. . .

111,58

112,02

Teuttch-Oesterr., ilOO Kronen

Rumänische Noten......

58,85

2,50

59,09 ' 2,52

Philipp Hol;mann ....

114

112,5

113

Heidelberger Eement . . .

10

136,5

136

schwedische Noten . . .

112,06

112.30 ' 81,16

Gement Karlstadt ....

. 8

-

Schweiler Noten ....

80.84

Wausi & Freitag ....

10

114,5

112,5

aAa

59,38

12,45

59,62

12,51

Schultheis Potzenhofer . .

15

300

277,5

Tschechoslowakische Noten . .

£ftwettc........

12

241,5

236,5

Ungarische Noten ....

72,90

73,20

Bcr. Glanzsiosf.....

Bemberg........

18

11

428

420

426,13

341

418,5

335

Devisenmarkt Berlin

-Frankfurt

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Zellstoff Waldhos ....

12

253,5

251

253

250.5

Telearaphifche

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Zellstoss «ichasfenbura . .

Charlottenburger Wasser .

12

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181,5

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181 110.25

21. Mai

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Deisauer Ga4......

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Amtliche Nolierun

Amtliche Notierung

Deutsche Maschinen-Fobrik

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91

Christi ania.

111,79

112,01

111.74

111.96

Leonhard Tley.....

. 6 . O

293,5

288,5

Kopenhagen Stockholm .

111,80

112,07

112,02

112,29

111,73

112,08

111,95

112,30

Franks" Maschinen . . . , Gritzner........

Heyliaensiaedt

. 6 11

0

52

80,25

51

79,9

HelnngforZ. Italien. . . London. . .

10,547

21,96

20,35

10,567

22,00

20,39

10,543

21,95

20,34

10.563

21.99

20,36

69 5

Neunork . .

4,196

4,204

4 1945

4.2025

. 8

in

_

Doris....

Schweiz . .

16,39

16.43

16,385

16.425

. 8

108.75

_

_

_

80.785

80,945

80.735

80,895

Miag........ e

10

179 S

_

123

122

Spanien.

59,66

59,78

59,58

59,70

. 8

Japan . . .

1,875

1,879

1,873

0,497

1,877

PeterS Union ......

. k

120

_

120

_

Nio de Jan-

0.497

0,499

0,499

Gebr. Roeder......

10

111

Wien in D--

59,035

Botgt 4 Haessner ....

. 8

205

206

£eft. obgest

58,96

59,08

58,915

Südd. Zucker......

. 8

147

146

12,415

7.377

12,435

7,391

12,422

7.375

12,442

7,389

Budapest. .

73,09

73,23

73.19

73,43

Banknoten.

Bulgarien .

Lissabon . Tcmrig. . . .skonfr-uttin.

3,027 16,68

3,033

18,72

3,032

18,78

3,038

18,82

81,46

2.047

Berlin, 21 - Mai

Geld

Brief

81,34

2,033

81,50

2,037

5,465

4,178

81,30

2,043

Amerikannche V?oten . .

4.185

58,17

4.205

58.41

Athen- . . Canada

5,455

4,170

5,455

4,171

5,465 4.179

Belgische Noten.....

A

A A

Dänriche 9?oten . . . . .

A

A A

111,58

112,02

llrn.iUQQ . .

4.097

4,104

4.116

4.124

Englische Roten . . . . .

*

»

20.35

20,43

Cairo - - .

20,875

20,915

20,87

20,91