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war als die deutsche. Dieser Vorgang war auch dann zu beobachten, wenn alle Konse.enzteilneh- mer vorher sich gegenseitig ein Schweige­gebot auferlegten. Die gleiche Erscheinung macht sich auch diesmal bei den Pariser Repa- rotionsverhandlungense r unangcne m geltend. Es stellt sich heraus, daß augenschein­lich trotz der Parole der äußersten Zurückhaltung, obwohl keine allgemeinen Presseinformationen ousgegeben werden sollten, die Mitglieder der fremdländischen Prcs.e. vor allem der französi- schen und amerikanischen teilweise '.echt ein­gehend informiert werden. So hat die französische und amerikanische Presse die Veauf- trogung Schachts und Sir Iosiah Stamps mit einer Zusammenfassung der vorläufigen Ergeb­nisse mitgeteilt, ehe die Deutschen von einer sol­chen Aktion überhaupt eine A)nung hatten. Es ist ein unerträglicher Zustand, wenn auf die Dauer das deutsche Voll. über dessen Schicksal hier ent­schieden wird, nur auf dem unkontrol­lierbaren ilmtoege über d i e fremd­ländische Presse Mitteilungen über die Vorgänge im Daweskomitee erhält.

Die pariser Konferenz.

Tic Bedeutunq der Außenliandcrsbilanz- für den Transfer.

Parts, 21. Febr. (SU.) Die Sachve.ständigen haben im Laufe des Donnerstags keine Voll­sitzung abgcha t n. Am Vormittag fanden Ein­zelbesprechungen zwischen te.r fünf Mit­gliedern des Unterausschusses statt. Am Rach- mittag versammelte sich der Fünseraus- f ch u h zu einer gemeinsamen Sitzung, um sich auf Grund der ihm erteilten Richtlinien über den weiteren Arbeitsplan der Konferenz zu einigen und ein festes Verhandlungs- g e r i p v e für die zulün tigen Beratungen auf- zustellcn. doch herrschte in den Abendstunden des Donnerstags der Eindruck vor. daß es im Fünserausschuß zu einer Einigung ge­kommen sei. die morgen die Vollversammlung beschäftigen dürfte. Belanntlich herrschte schon vorher Einigkeit darüber, daß in den M ttel- purkt der B rrtrngm die T r a n s f e r f ä h i g- t e i t Deutschlands gerückt werden sollte. Die Aussprache drehte sich um die Reihenfolge und die Auswahl der ein einen Fraze.ngruppen, von denen die Transferfähigleit Deutschlands ab­hängt. Der deutsche Standpunkt ist bekannt. Er geht von der Auffassung aus, daß eine Besse­rung der Außenhandelsbilanz Vor­au setzung für die regelmäßigen Zah un zen der Iahreer ten s i. Die Desseruassmi g ihlei e blickt man in Deutschland im wesentlichen in der S t e i- gerung der Aus fuhr, da die Einfuhr, de im wcsent'ichen aus lan w'.rtschasst'chen Erzeug­nissen besteht, nur in sehr geringem Umfange her­abgesetzt werden kann. Voraus ehung für eine Vermehrung der deutschen Ausfuhr ist nicht nur Rationalisierung der deutschen Arbeit und Her­absetzung der Preise, sondern vor allem d i e Steigerung der Aufnahmefähigkeit und Aufnahmewilligkeit des Aus­landes, sei es durch Senkung der Zölle oder jci es durch eine lllmgesta llang der Handelsver­träge. Die Strigerung der' deutschen Ausfuhr wird aber von den Verbündeten, insbesondere von England, das selbst während eines Drittels des Jahres von seiner Ausfuhr lebt, höchst ungern gesehen, während Amerika einer erhöhten deutschen Aus.utzr weniger ab­lehnend gegcnüberftelst. Es ist zu wünschen, daß in den Beratungen des Fünferausschusses der deutsche Standpunkt als Ausgang für die wei­teren Beratungen durchgedru. g?n ist, denn eine Fortsetzung d r bish r'.^en Ent.chädig n s o i.ll, bei welcher der Lastenträg:r die deutsche Kapital­reserve ist, scheint auf die Dauer undenkbar. So dürfte, wenn nicht alles trügt, der Freitag ein für die Fortdauer der Entschädigungsver­handlungen sehr wichtiger Tag sein.

Aus dem Finanzausschuß des Hessischen Landtages.

Darmstadt, 21. Febr. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtages setzte die Beratung des Kapitels 111 (Polizri) fort, ohne jedoch zu einem g.eifbarcn Ergebnis zu kommen. Ter Ausschuß b|Q) oi3 ledigt.ch, den von den Aog. Heraeus, Hattemer, Birnbaum und Roll eingebrach.en An­trag: ^Der Landtag wolle besch ietzcn: Bei den Pouzeiäm'.ern in größeren Städten sind A s s i * ft ent innen einzastellen. deren Ausgabe sich hauptsächlich auf dem Gebiete der bewahren­den Fürsorge zu erstrecken hat," der Regie­rung als Material überweisen zu lassen. Eine Entscheidung über das Kapitel selbst wird Vor­aussicht ich in der morgigen Sitzung fallen.

Die Kommunisten beider Richtungen haben eine Reihe von Anträgen über die R o t l a g e der Erwerbslosen e.ngebracht. Tiefe wur­den sodann zur Beratung gestellt. Rach ein­gehender Begründung durch die Antragsteller be­schloß der Finanzausschuß, da j für sün, von den gestellten elf Anträgen, der Ausschuß nicht zu­ständig sei. Tie übrigen Anträge dieser Ab­geordneten wurden abgelehnt.

Tie Kommunisten Galm und Angermeier hatten vier Anträge eingebracht. Angenommen wurde folgender QIn'rag: .Die Regierung wird .ersucht', alle für das Eta fahr 19'9 3) vorgesehenen Ar­beiten .baldmöglichst' in Auftrag zu geb.cn und dem Landtag eine Vorlage der wei­teren Arbeiten vorzulegen, um auch auf diese Weise der Erwerbslosigkeit zu steuern." Der Antrag,den Städten bei der D u r ch f ü h - rung von Rotstandsarbeiten Er­leichterungen angedeihen zu lassen", wird durch die von der Regierung getroffenen Maßnahmen a!s erledigt erklärt. Die anderen Anträge wur­den abgelehnt.

Köhl und Fitzmaurice fliegen direkt Berlin-Neuyork.

Dia kürzlich angekündigten neuen Ozeanflüge der Bccmen-Pilo en Köhl und Fitzmaurice, über die aus England unzutreffende Rachrichten ver­breitet wurde:'., sehen naco Mitteilung aus zu­verlässiger Quelle folgendes Pro.ekl vor. das in seinen wesentlichsten Einzelheiten feftliegt: Köhl und Fitzmaurice wollen in Begleitung zweier weiterer Piloten anfangs Juni von Berlin aus zu einem Flug nach Reu- York starken und sich dabei einer normalen V e r k e h r s nr a s <:> ine, und zw ' ? der dcei- molorigen ZunLersmaschins U 2t, bedienen. Das Flugzeug, das mit drei Iunkersli, 15)-Motoren zu je 253 PS ausgerüstet wird, erhält statt der Laufräder besonders sorgfältig konstruierte, für

Die Entwaffnung der spanischen Arüllerie.

Die Durchführung des Auslösungsdekrets stoßt auf heft.gen Widerstand. Widersprechende Nachrichten. Scharfe preffezensur.

Paris, 21. Febr. (TU.) Der spanische Regie­rungserlaß, durch den 34 Artiller.estäbe aufge - l ö st und 2000 Offiziere aus dem Heere ent­fernt werden, ist in ganz Spanien durch ge­führt worden. Die fRtgimcr.ter wurden in den Kasernen versammelt und aufgcfordert das Ge- schützmaterial und die Fahnen aus- zu liefern. Jnfanterieabteilungen nahmen Fah­nen und Geschütze in Empfang und brachten sie in ihre Kasernen. Dann verlas ein Infanterieoff.zier den Artillerieoffizieren einen Befchl, der die so­fortige Ablegung der Uniformen und die Ueberführung der Offiziere in den Zivilstand ausspricht. Die Auflösung der Offizierskorps soll nach amtlichen Angaben ohne den ge­ringsten Zwischenfall vor sich gegangen fein. Infan­terie-, Pionier- und Kavallerieosfizlere sowie Re­serveoffiziere der Artillerie haben die Posten der ab­gesetzten aktiven Artillerieoffiziere übernommen. Die Infanteriekompagnien, die in den verschiedenen Städten wegen Befürchtung von Unruhen d i e Straßen besetzt hatten, sind in ihre Kasernen zurückgekehrt.

Nach Meldungen Londoner Blätter aus Hendage an der französisch spanischen Grenze nördlich von San Sebastian ist die Entwaffnung des Artillerie- korps allerdings keineswegs so glatt gegangen, wie offizielle Berichte aus Madrid glauben machen wol­len So meldetDaily E x p r e ß":

Die Durchführung des königlichen Dekrets, durch das auf die Forderung des Gcnerals Prime de Rivera hin der König von Spanien das Arlillerie- torp - au'lösle, hat eine neue Bedrohung für den Frieden des Landes geschaffen. Jnsantcrieoffizlere

in Sevilla, die den Befehl erhalten halten, die Verwaltung der örtlichen Artillerieakademien zu übernehmen, wurden plötzlich von Kadetten und jüngeren Offizieren der Schule angegriffen und eine Anzahl von ihnen wurde ernstlich verletzt. Die Infanteriekommandeure be- sahen, das Feuer auf die Artillerie­offiziere zu eröffnen, aber die Soldaten weigerten sich, dcm Befehl nachzukommcn und setzten ihre Os.iziere in den Kasernen gefangen, wo sie lange Zeit verblieben, bis sie von örtlichen Polizeitruppen befreit wurden, die strategische Stel­lungen e ngenommen hatten, und denen es schließ­lich gelang, die Ordnung wieder herzustellen. End­gültige Rachrichten aus anderen Teilen des Landes können nicht beschafft werden, aber es verlautet, daß ähnliche Zwischenfälle in zahlrei­chen Bezirken vorgekommen seien. Die Nach­richten werden durch eine ftrenge Zensur, die von der Regierung errichtet worden ist, abge­fangen. Line Kabinettsfihung sand gestern statt, um die Lage zu erwägen. Der Ernst der augen­blicklichen Lage tritt in einer Mitteilung desJour­nal" von Madrid zutage, das der Diktator des Generals Primo de Rivera stets günstig gesinnt war. Die Zeitung besteht darauf, daß angesichts des Ernstes der Lage, der König beschließen solle, Sanchez Guerra, der augenblicklich ein Ge­fangener ist, zur Macht zurückzuberusen. Dies würde das Ende des Regimes Primo de Rive­ras bedeuten.

Das Mipwgmmm des Michsemährungsministermms. Minister Dietrichs neue Pläne zur Regu ierung der Milch-, Getreide- und Biehpreise.

Berlin, 22. gebt. (Priv.-Tel.) Das land­wirtschaftliche Rolprcgramm des Vorjahres ist im wesentlichen durchgeführt, es enthält keine bedeutsamen Möglichkeiten, um auf feinen Grundlage die Slaotshilfe für die Landwirtschaft weiter auszubauen. Tas ReichsernährungH- Ministerium steht also vor der Frage, was nun? lllnd diese Frage wird immer akuter, denn die Lage der Landwirtschaft hat trotz aller Hilfsmaßnahmen bisher noch keine wesent­liche Besserung erfahren. Darüber sind? fich die zuständigen Stellen und der verantwort­liche Minister auch vollkommen klar. Sie haben nun in mühevoller Einzelarbeit eine Art Ar­beitsprogramm geschaffen, das fast alle Gebiete der Landwirtschaft umfaßt und das in der näch­sten Zeit die Reichsregierung beschäftigen wird.

Der CrnährunzsMtnister ge.-t davci e nmal von der These aus, daß es in der Landwirtschaft eine ganze Reihe von Arbeitsgebieten g.bt, wo das Reich und die anderen Stellen durch organi­satorische Maßnahmen fördernd ein- greisen können. In erster Linie kommen dafür das Gebiet der Milchproduktion, die Verwertung von Oüft und Gemüse und von Eiern wie Gestü^et in Frage. Gerade hier glauät man auch trotz aller Schwieriges en die relativ größte Summe gleichsam einsparen zu können. Und nur große Summen kommen in Fra e, bei einen jährlichen Geldbedarf ter Landwirtschaft von run> 1 Mil­liarde Mk. Das entscheidende Gewicht legt Mi­nister Dietrich dabei auf d'.e Vrrrin,erring der Spanne zwischen dem M i l ch p r e i s beim Er- zeugm: und beim Einzelhändler in der Stadt. Wenn biete S,sänne bei einer jährlichen Milch- Produktion von schätzungsweise 2D bis 22 Mil­liarden Liter Milch pro L.ter nur um einen Pfennig zugunsten des Produzenten verringert

werden kann, so ergibt sich die staunenswerte Summe von rund 200 Millionen. Hier möchte Las Reichs r äh.unzbmi i .enum an'etze i, ta man der Ansicht ist, daß d.ese Spanne auch im Ver­gleich zu anderen Ländern, wir z. B. Oesterreich, ungesund ist. Dir Möglichkeit weiterer Erspar­nisse auf diesen Gebieten ist kürzlich für die Frage der Eierverwertung ausführlich behandelt wordem

Aber auch auf dem Gebiet der Getreide- und Viehpreisregelung wird das Rcichs- ernährungsministerium die Init.aiive ergreifen. Zunächst erscheint eine Angleichung der Lebend­viehzölle an die viel höheren Fleischzölle als dringend notwendig, ater darüber hinaus sind zur Zeit noch weite.-gehrnde Erwägungen anzu­stellen. Es ist ein zweifellos unhaltbarer Zustand, daß z. B. in Berlin vom gesamte t Rinderauftrieb 55,5 Prozent über die Seegrenzschlachthbfe kom- wen, und daß in Westfa en z. B. der Anteil des Auslandes sich sogar auf 89 Prozent stellt. Auch die Preisverhältnisse für den Wei­zen berechnet der Reichsernährungsminister als unerträglich. Hier durch Bte ze zollerhöhung oder durch ein Einfuhrhandels nonopol sei end einzu­greifen, erachtet der Minister zur Zeit als nicht gegeben. Da,ür macht er aber den Vorschlag, durch eine Preisausgleichsgebühr einen ausreichenden Weizenkurs za erreichen. Diese Preisausgleichs.ebühr soll bestehen, bis die Wei- zenpreise ein erträgliches Maß erreicht haben. Der einkommende. Betrag soll preisregulie- end für andere notte.tendr Landwirtschaftskreise ver­wendet Weeden. Mit allen diesm Fragen, die der Minister zur Diskussion stellt, wird sich Re­gierung und Parlament in der nächsten Zeit zu befchästigen haben.

Der Kampf gegen das Hochwasser.

Vorbeugende Maßnahmen. Dir Organisation des Sicherheitsdienstes an den deutschen Wasserstraßen.

Berlin, 22. Febr. (Priv.-Tel.) Trotz der Voraussagen der Wettcrkundigen, die auch für die nächsten Tage noch ein Fortdauern der gegen­wärtig herrschenden Kälteperiode prophezeien, steht der Frühling unmittelbar bevor und j<e weiter wir uns ihm nähern, um so großer wird die Gefahr eines plötzlichen Lau­wetters für das flache Land und dir Fluß­gebiete. Die durch Hochwasser am meisten bedroh­ten Gebiete am Rhein, an der Elbe und an der Oder müssen daher schon jetzt Vorsorge treffen, um eventuell eintretende Tauwettertatastrophen nach bestem Vermögen einzudämmem Die Reichswafserstraßenverwaltung hat schon vor einigen Tagen ihre Warnung an die verschiedenen Wasserbauämler des gesamten Rei­ches ergehen lassen und daraus hingewiesen, daß die überall bestehenden örtlichen Vorschriften im Interesse der Bevölkerung strikt eingehalten werden.

Der ganze Abfluß des Wassers bei plötzlich eint.e.en Dem Tauwetter geht durch d'.e Flüsse. Dort muß also am ersten für die notwendigen Sicherhe .s.-naß:, ege.n gesorgt werden. Am aan m Rhein, an Der Oder und an der C.be ist bereits ein Wachtdienst für die Zeit des Tauwetters organisiert worden, an dem sich im Rotsail die ge a.me Bevölkerung beteiligen muß. Wenn sich das Cis der augenblicklich zugefcorenen deutschen Flüsse in Bewegung setzt, werden sich hof° fenrlich D e durchge ü.jnen Sicherheitsma',r:geln bewähren. Am Rhein und an der Oder wird der Beginn des Eisgangs durch Gwcke.lläuten und Horn igna.e und durch einen Wachdienst der De- vdikerung mllgeteilt. so daß diese gewarnt ist. Cs werden dann überall dort, wo es nötig ist,

und die Eismassen Sachschaden anzurichteu drohen, Sprengungen mit Term 1 vorgenommen, ein Exp.o.ivs.o.f, der durch gewaltige Hitzeentwicklun­gen gefährliche C.s.nassen soso.t zum Schmelzen bringt. Ganz gefährlich wird plötzliches Tau- toel.ee in d e em Iahre Schlesien werden, und die 8-age. ob die dortigen Talsperren und Stau­weiher ans.eichen, tm die erwarteten gewaltigen Wastermeagen zu Dämmen, wird m.t besonderer Sorg» ge.te It. Da die Oder in ihrem Oberlaus noch keine S.auaniagen besitzt, und auch die für Den Ober auf der Spree projektierten großen (Stauanlagen noch nicht gebaut worden sind, fürchtet man für diese ©b.ete bei plötzlich ein» tre.enDcm Tauwetter ganz besonders.

Im allgemeinen kann jedoch ge.agt werden, daß allenthalben die S.romre.'wackun en und die mit dem Schuh drr TeoöLe.mn) betrau en Instanzen gerade in OstdeutschlanD über die nötigen Erfah­rungen verfügen, um Den eventuell eintreienden Gefahren wirksam zu telegnen. Im übrigen glau­ben die Meteorologen nicht, daß an eine ernst­liche Gefahr zu denken ist, weil die gewaltigen Schneemassen im Geoir ze und im Flachland über­all schon so stark vereist sind, daß auch bei plötz­licher Erwärmung die Schmelze nur langsam vonstatten geht. Trotzdem ist alles in Alarm- bereitschaft, es werden allenthalben Tag- und 010^0101.(16 zur Leichhilfe und zur Vermeidung von Damnwrüchen ein e richtet, Reicks wehr. Schupo. Technische Rothi.se und Feuerwehr sind für alle Fälle üixraü gewappnet. Auch sind mit den Crenzstaaten, soweit es überhaupt erforder­lich sein sollle, Vereinbarun;en über eine wirk­same gemeinschaftliche Hilfstätigkeit ge­troffen worden.

den Gebrauch auf hoher See geeignete Schwim - m e r. Köhl will nur mit ganz geringem Brcnn- ftofi oorrat starten und Dann über Berlin mit Hilfe eines besonderen Tankslugzeuges die Brennstoffbehältcr aufs ül len, um dann den Flug nach Reuyork über Die südliche

Route anzutreten, lieber Lissabon wird eine zweite Tanimaschine abermals Den notwendi­gen Brennstoff in Der Luft zuführen. Für den Fall, daß bas OAeanflumeug gleich zu Beginn des Fluges über dem offenen Meer mit star­ken Gegenwinden zu kämpfen haben und'

sich seine Geschwindigkeit entsprechend verringern würde, soll auf funlentelegrap^iich« Rachricht von Bord der Maschine eine Dritte Tankmaschine vonHorta aus starten unD eine Dri.te Brenn- stoffübernahme über dem Atlantik ermöglichen.

Aus aller Welt.

Dhrd hat am Südpol neues Land entdeckt.

Rach einem Sonderbe.icht derTimes" entdeckte Commander Byrd während seines Fluges mit zwei F.ugz« gen große Strecken Reuland nahe am Sllvpol. Er beansp.ucht diese Ent­deckung für die Vereinigten Staaten und nennt die Landte-eMary-Dyrd-Land". Oestlich und südlich von Mar.)°B.)rD-Land stellte er etensa.ls zwei große Bergzüge fest, d.e Höh.m von 8000 bis 10 000 Fuß au,Welsen sollen. Diese Berg üg« nennt ByrdRockeseller-Rangs". Das entdeckte Mary-Dyrd-Land liegt zwischen Roß- See und Graham-Land.

118 000 Mark Lohngelder geraubt.

In dem Verwaltungsgebäude Der Zeche .Mat- thias-Pri.ipp" in GlaDbeck-Brauck wurde am Freitagmorgen ein verwegener Geldraub ver­übt. Den Tätern, denen Die Polizei schon auf Der Spur ist, find 113 000 Mark Lohngelder. die an diesem Morgen zur Auszahlung kom­men sollten, in Die Hände gefallen. Der Vor­gang spielte sich etwa folgendermaßen ab: Als morgens um i/26 Uftr die Lohngelder, die in einer älteren mit zwei Handgriffen verfchenen Geldtasche aufbewahrt wurden, von drei Be­amten aus den oberen Räumen des DerwaltungZ. gebautes inDie Auszahlungsräume ge­bracht werden sollten, wurde einem der Beam­ten, Der Die Tasche trug, auf Dem Wege zum Lohnbureau beim Durchschreiten des Hofes in Der Dunkelheit unter Vorhalten einer Pi­stole die Geldtasche mit den 118 0)0 Mark von einem Hnbefanntenentriffcn. An dem Raub sollen vier Personen beteiligt gewesen sein, Die in Richtung Horst-Cmscher entflohen sind.

UeberschwemmungLkatastrophe in Griechenland.

Der Deriehrsmiillster. Der stch gegenwärtig auf einer Inspel.ionsreise Durch die überschwemmten Eeviele in Griechisch-Thrazien befandet, telegraphieri«: Die Lage ist geradezu tragisch. Das ganze Gebiet macht ten Eindruck einer Po­lar .egend. Hunderttausend Hek.ar Ackerland stehen unter Wasser, das auf weiten Strecken gefroren ist. Zahlreiche Dörfer sind von Der Außenwelt abgeschnitten. Man b.fürchlet, Da6 unter Cis unD Schnee noch Tote gefun- D e n werden. Der Minister schläzt vor, die Be- völkerung von vier Dörfern im Bezirk von D.di- moteichen und von Drei Dörfern im Bezirk von Orestias abzubefördern.

Die Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Wettervoro ssage für Samstag: Abschwächung des Frostes, nebelig wolkiges Wetter, noch vorw.egend trocken.

Wittern gsaussichtenfürSonntag: Weiterer Frostrückgang, sonst wenig Aenderung der Wetterlaae.

Lufttemperaturen am 21. Februar: mittags 1,7 Grad Celsius, abends 10,2 Grad Celsius: am 22. Februar: morgens 16,4 Grad Celsius. Maximum1,3 Grad Celsius. Mini­mum 17.1 Grad Celsius. Crdtempera- turen in 10 Zentimeter Tiefe am 21. Februar: abends 4,1 Grad Ce'sius, am 22. Fe­bruar: morgens 5,2 Grad Celsius.' Son- nenscheinda: er 73/4 Stunden.

Mnlersporinachrichten der Hess. Delterdienstsielle.

Vogelsberg (choherodskopf): Wetter: Heiter, Tmveraturen minus 4 Grad Celsius, Schnechähc: 35 Zentimeter, Beschaffenheit: gekörnt, Sportmöglich­keil für Ski und Rodel sehr gut. cherchen - hainerchöhe: Heiter, minus 6 Grad Celsius, 30 Zentimeter Schnee, gekörnt, sehr gut.

Odenwald (Tromm): Heiter, minus 5 Grad Celsius, 30 bis 40 Zentimeter Schnee, verharscht, Sportm 'glich'cit gut.

Taunus (Kleiner Feldberg): Heiter,5 Grad Celsius, 43 Zentimeter Schnee, etwas verharscht. Ski und Rodel gut.

Sauerland (Winterberg): 3 Grad Celsius, 40 Zentimeter Schnee, verharscht, Ski und Rodel gut.

Schwarzwald (Feldberg)- Heiter,5 Grad Celsius, 83 Zentimeter Schnee, etwas verharscht, Ski und Rodel gut. (Ruhestcin): Heiter,6 Grad Celsius, 68 Zentimeter Schnee, etwas verharscht, Ski und Rodel gut.

-Alpen (Garmisch-Partenkirchen): Heller,9 Grad Celsius, 40 Zent metcr Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. (Berchtesgaden): Heiter,13 Grad Celsius, 48 Zentimeter Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut