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Raiffeisen-Tagung.

Die Raiffeisen - Hauptgen ossen° scha s t e. G. m. b. H. au branffurt a. 'HL pielt dieser Tage im VoiksbildungSheim zu Frank­furt a. M. ihre 3. ordentliche, gutbesuchte Ge­neralversammlung ab. Aus dem ® c schäftsbericht war zu entnehmen, daß in dem abgelaufenen Deschältsjahr es der deutschen Landwirtschaft nicht gut ging und daß me be­stehende Agrarkrise tatsächlich schon feit Sajrcn eine, man mochte sagen, internationale Erlchci- nung sei. Tie Preisschere zeigt den wahren Stern, denn international besteht die Tatsache, daß die Preise der Industriefabrikate, die der Tauer kaust, nicht für alle einzelne, aber im Gesamt­durchschnitt genommen, auf einem höheren Rweau stehen als die Preise der landwirtfchastuchen Prodrk e. Tas 2l b s a h p r o b l e m , d.e <iragc der Produktenverwertung ist mit Rück­sicht auf die Lage der Landwirtschaft und auf die Lag: der gesamten deutschen Wirtschaft ganz besonders brennend. Es wird schon seit einer Re-che von Sa;rcn angestrebt. seitens des land- tri. schast ichcn Genossenscha tswe'ens einen stär­keren Einfluh auf die Preisgestaltung der land- wirtschait.ichen Tedar's to.fe und der Erzeugnisse zu gewinnen. Daß diese Preise möglichst stabil und rentabel bleiben, muh das -Ziel sein, Hier seien aber noch viele Hemmungen und Tor­urteile bei den Landwirten selbst vorhanden, die erst aus dem Wege geräumt werden müssen. Die Rückständigkeit indenProduktions- und Absahmet Hoden vieler Landwirte muh beseitigt werden. Tie Wege, die gegangen wer­den müssen, find dir einer b e f f e r e n genos­senschaftlichen. zentralistischen Or­ganisation. ferner Standardisierung der Produkte der Landwirtfchast. ordnungsgemäße Herrichtung und ordnungsgemäße Marktbe- schickung: ohne Lösung dieser Fragen ist kein vol­ler Erfolg zu erzielen.

So wird >.ch d.e Raiffeisen-Hauptge- oossenschaft auch mit den ihr angeschlosse- nc Mi gl edgeno^enscha'ten als Zubringer-

vrganlfativn bei ter genoffenfchafi- Hajen Diehverwertung einschalten, und zwar im Rahmen des von der Reichsregierung ausgeste.l.en landwirtschast ichen Rct^rogramms. Ein ähnliches Programm ist für die genossen­schaftliche Ob ft - und Gemüseverwer­tung in Aussicht genommen. Durch Schaffung von zweckentsprechend einge.idjteten Packersbrllen soll eine sachgemähe Sortierung und Verpackung von Tcheioöst erreicht und der Versand an ent­ferntere Märkte auf Grund eines aufzustellenden S.a.idards mag.ich gemacht werden. Zur Lösung dieser Fragen wurden auch m diesem Winter rege Oluff.ärungäarbeiten durch die eigene land- wirtschaftliche Fachberatung mit Unterstützung an­derer Stellen geleistet. Es wurde ferner daraus hingew.esen. daß sich auf dem Gebiete der Absatz- rege ung für landwirtschastl.che Erzeugnifie in- sofern eine Aenderung vollzogen habe, als das Großba.ikkapi.al Inte.esfe für die Finanzie­rung des Absatzes landwirlschast- sicher Erzeugnisse bekundet. 3m Vorder­grund stände ter Erwerb des Scheuer-Konzerns durch die preußische Zentralgenossenschaftskasse und Rcntenbar.ktreditanstalt: wachsendes Interesse zeigten aber auch die Großbanken und die Industrie. Ä r

3n der Zeit vom l.Iuli 1923 bis 31. Dezember 1928 wurden innerhalb des eigenenTezirks 300 003 Zentner landwirtschaftliche Erzeugnisse, nsbesondere Getreide und Speisekartofsetn, b-n den Genossenschaften direkt ersaht und zum großen Teil d.relt der verbrauchenden Industrie und den Großverbrauchern, Großmühlen und Äon f um Ver­einen, auf dem kürzesten Wege zugesührt.

Tci Erläuterung der Bilanz und der Ge­winn- und Derlustrechnung wurde die Frage der steuerlichen und sozialen Lasten, die auch die genossenschaftlichen Unter­nehmungen heute sehr schwer treffen, lebhaft be­sprochen: insbesondere sei es die Gewerbekapital­steuer und Gewrrbecrtragssteuer, die das Unter­nehmen wegen der von ihm zu unterhaltenden und notwendigen Lagerstellen so auherordent.ich schwer belasten und eine günstige Weiterentwick-

Ttmg btt genoNenschtEchen Warenanstalten sehr ungünstig beeinflussen.

An diese Darlegungen knüpfte sich eine rege Aussprache. Hieraus wurde die Bilanz und Ge­winn- und Verlustrechnung gutgehrihen und die Verteilung des Reingewinnes nach Vorschlag der Verwaltung beschlossen.

Amtsgericht Gießen.

Ein Knecht auf einer benachbarten Mühle nutzte seine Stellung sehr zum Rachteil teils des Müllers, teils der Kunden aus. indem er eine ganze Reihe von Betrügereien in der Um­gegend verübte. Er nahm Gelder für seinen Dienstherrn ein, lieferte diese aber nicht ab, ließ sich häufig Mahllohn in bar auszahlen, obwohl dieser längst in anderer Weise berichtigt war und dergleichen mehr. M t dem erschwindel­ten Gelde lebte er in der Rachbarschaft auf großem Fuße, während der Müller mit der Geldnot zu kämpfen hakte. Der ungetreue Knecht verschwand von der Mühle, wurde aber in Köln gefaßt, hierher transportiert und zu einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe ver­urteilt.

Ein von Grünberg kommende- Auto eines hiesigen Kaufmanns war eines Abends auf einer Chaussee wider die geschlossene Schranke eines Eisenbahnüberganges gerannt, gerade als in die­sem Moment ein Eisenbahnzug passierte. Die Schranke wurde leicht, das Auto schwer beschädigt. Der Autoführer ist beschuldigt, durch den Zu­sammenstoß fahrlässigerweise den Eisenbahn­betrieb in Gefahr gebracht zu haben. Er bestritt ein Verschulden, doch wurde ihm ein solches nach- gewlesen. Die Schranke war zwar mäßig, aber doch, wie ein Eisenbahnsachverständiger erklärte, noch vorschriftsmäßig beleuchtet derart, daß die Beleuchtung von weitem wahrgenommen werden konnte. Zudem hakte der Schrankenwärter, der das Auto in einer Entfernung von einigen hun­dert Meier schon nahen sah. durch häufiges Hin- und Herschwenken seiner Laterne dem Autoführer kundgetan, daß eine Sdelle komme, die zur be­

sonderen Vorsicht und Aufmerksamkeit mahne. Schließlich trug auch die Erwägung, daß ein Autofahrer, der die fragliche 61rede schon so oft. wie der Angeklagte, befahren hat. unbedingt Be­scheid auf besagter Strecke hinsichtlich der für den Auioverkehr so wichtigen Bahnübergänge wissen muß, zur Verurteilung bei. Der Angeklagte er­hielt eine nicht unbedeutende Geldstrafe.

Berliner Börse.

Berlin, 22. Febr. (WTB. Funkspruch.) Rach wie vor bleibt das Geschäft auch im heutiaen Frühverkehr sehr klein. D e Markte liegen ohne Anregungen und man taxiert unverändert gestrige Abendkurse. Rachdern Reuyork gestern seinen Diskont nicht erhöht hat und auch die Börsen selbst drüben einen ziemlich festen Verlaus an­genommen haben, rechnet man hier eher mit kleinen Deckungen. Am Devisenmarkt nennt man: London Paris 124,29. London Mailand 92,60, London Spanien 31,40. London gegen Kabel 485.30, Kabel Berlin 4.2135.

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Gießen, den 24 Dezember 1928.

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Ho^versteiaerunaen des Graf zu Solms-Laubachscheu

Forslamls Laubach.

Montag, den 25. Februar, lOi llhr oor- mittags in der Turnhalle zu Freienseen: 1. aus den Distrikten Eichelgarten, Liese- Wäldchen, Wetterauerberg 2a, Imsenhau, Ziegenberg 2a, Höherem 1, 2, Kreuz- feenerberg 3a, 3d, 4, 5a, Struth 1,3, 4.5, Heinzeberg: Scheiter rra: 35 Buche 2. Kl., 3 Esche, 4 Eiche, Dirke, 20 Nadel- und Weichholz: Knüppel rm: 110 Buche 2. Kl. (abständig), 7 Esche 1. und 2., 34 Eiche, Birke 1. und 2. Kl., 34 Nadel- und Weich­holz; Stöcke rm: 25 Buche; Neiserknüppel rm: 150 Buche. 1566D

2. aus den Distrikten Schömberg, Mus- hau, Wintereberg 2d, 3, Peterswaldö, Eeenbach, Dickerbusch: Scheiter rm: zehn Buche 2. Klasse, 10 Nadcl und Erle: Buche rm: 15 Stöcke, 40 Neiserknüppel. 14 Abteilungen Kohlreiser und Leeholz aus beiden Revieren. Blau unterstrichene Nummern werden nicht ausgeboten.

Dienstag, den 26. Februar, 10 llhr vor- mittags im Saale des Dibelheims Wal­desruhe, b) Flensungen, aus den D.strik- ten Laubberg und Hofwald: 1. Brenn­holz. Scheiter rm: 20 Buche, 2 Hain­buche, 26 Eiche (Rundscheit): Knüppel rm: 13 Buche, 45 Hainbuche, 63 Eiche, Birke, 23 Kiefer; Stecke rm: 5 Buche, 35 Eiche, 7 Fichte; Kiefer rm: 6 Reiserknüppcl, 92 Stammreiser; Astreiser rm: 132 Buche, 125 Eiche, 1 Abteilung Fichtenreiser aus

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden beim Hinscheiden unseier lieben Entschlafenen

Frau Margarethe Eerikeimann Witwe geb. Pfaff

sagen wir auf diesem Wege unseren berzl. Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen.

In Fritdbera: Jeden Areiinn von 1V bi- 'IS Nbr. im »Mainser ötad (am vabnhost.

NhsuMatrsmus?

®td)t Ivcbiar. Oliteerreifcen. Seren Lutz. Wernrn- oder ErkLttunkSlcdmerien, Rreiu- u. ©tilentomenee, dann nur Electricum die schnell IdimenbefTrienbe Slnretduna ooe träitifl durcbareifenderWirkunn. dir icbonvirle» Sitse brachte Seit 36 Satiren dewLvrt. PU.W I 26 3.- u. 3.60. in »votd. und Drogerien erdütttud.

Bestimmt au haben bet

Cuo Wintcrboff. Drogerte. KreiiAvlatz 9/10 Herma in Hstaes, Tioacrte. Setlersivea «An W. Silbincer Nachi.. Tioaene, Setiersweg 79» Hans StoU. Droacne Ludwi-iSvlaiz 91 n au ft 9ioll, Dioaer e. Babnboiiiia :e 51 Cai 1 Seidel, Drogerie, rtianthntei Strahe 39 In Grün berg. Kail Stt:ott. MioneifDioaerte.

Wir bedauern tief das Ableben unserer A. H., A.H.

Jakob Curschmann aktiv 1880, Alzey

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L a u b a ch, den 20. Februar 1929. Graf-Solms-Laubachsches Forstamt.

Beim Arbeitsamt Gietzen Abt. Berufsberatung sind aenenji-ärttn

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Am Donnerstag, dem 14. März 1929, vormittags 9 llhr, werden durch das Amts­gericht Gießen, Zimmer 106, die im Grund­buche von Gießen der ßaroline vuchacker geb. Hoß in Gießen zugeschriebenen 9m- mobilien 720D

Flur 1, Nr. 393 = 55 qm Hofreite, Wall- torstraße 18, geschätzt 11 250 RM.

Flur 38, Nr. 324 - 1092 qm Grabgarten, geschätzt 3276 RM.

zum Zwecke der Auseinandersetzung, Der- steigert.

Die amtsgerichtliche Verfügung Ist an der Ortstafel Bergstraße 20, zur Einsicht aus­gchängt.

Gießen, den 22. Januar 1929.

3. 21. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: ______Leo, Ortsgerichtsoorsteher._______ s Zwangsversteigerung kciss

Am Donnerstag, dem 28 Februar 1929, vorm.tlags 9 llhr, wird durch das Amis-

Danksagung.

Für die zahlreichen Bewe se herzlicher Teilnahme k bei n HeiniKanRii unseres lieben VeMot benen, des

Lehrers i. R. Wilhelm Menz | ,.Owie lür die trostreichen Worte des_ lerrn Pfarrers und das treue Gedenken beim Mederlegeu der Kranzspenden snsen herzlicnen Dank

die trauernde Gattin

nebst Söhnen, Schwiegertöchtern o. 10 Enkeln. | Gießen (Ebelstraße 8). den 21. Februar 1929.

Luche Aiun 1. März in dauernde Stel­lung tilchitgeS

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