Einzelbild herunterladen

oben und an der Seite eine starke Lage des Materials als Schutz gegen Kälte vorhanden ist. Solche Kisten mit einigen Decken oder durch leere Säcke geschützt, halten die' Kältegrade des vergangenen Minters aus. Nur trocken muh das Material sein. Dickes Anfassen und Hin- und Herbewegen auf dem Lager ist nachteilig. Zug­luft, üble Gerüche und Trockenheit verderben die Vorräte. Am nachteiligsten aber ist die vor­zeitige Ernte. Reicher Beifall lohnte den mit gespanntester Aufmerksamkeit aufgenommenen Vortrag.

Oberheffen.

Landkreis Gres;en.

£ Wieseck, 19. Rov. Bei der hiesigen Ge­meinderatswahl erhielten die Sozialdemo­kraten 8 Sitze, seither 6, die bürgerliche Liste 6, seither 7, die Kommunisten 1, seither 2. Zum erstenmal zieht eine Frau mit in den Gemeinde­rat ein.

h. Annerod, 18. Aov. Bei der gestrigen Wahl stimmten 65 Proz. ab. Für bie Ge­meinderatswahl waren zwei Wahlvor­schläge eingcreicht. Auf dieDürgerliste" ent­fielen 4 Sitze, während dieSoz'.aidem. Partei" 5 Sitze erhielt.

Kreis Schotten.

Ein interessanter tterneinderat: 3 Frauen und 4 -iänner.

-t- Schotten, 19. Nov. In Mittelseemen war bei der Gemeinderatswahl neben zwei Män­nerlisten auch eine Frauenliste eingereicht, die bei den Wahlberechtigten sehr starken Anklang fand. Der neue Gemeinderat setzt sich nun aus drei Fragen und vierMännern zusammen. Man darf gespannt sein, ob es dem weiblichen Ele­ment gelingt, die örtliche Politik in seinem Sinne zu beeinflussen. Jedenfalls haben es hier die Wähle­rinnen verstanden, unbeirrt ihren eigenen Weg zu gehen, ohne etwas nach den Herren der Schöpfung zu fragen.

Oer neue yrovinzialdirekior für Rheinhessen.

WSN. D a r m ft a d t, 19. Nov. Zum neuen Provinzialdirektor für Rheinhessen wurde, wie bereits gemeldet, Dr. Wilhelm Weh­ner anstelle des mit Ende November in den Ruhe­stand tretenden Prooinzialdirektors Dr. Karl U s i n - g e r ernannt. Dr. Wehner war bisher Ministe- ri llrat im Ministerium des Innern. Er wurde 1879 in Gießen geboren. Nach Ablegung der juristi­schen Staatsprüfung im Jahre 1904 war er bis 1914 in der Grohherzoglichen Kabinettsdlrektion als Kabinettssekretär tätig. Am 1. Juli 1914 erfolgte seine Bestellung als Kreisamtmann in Büdingen: dort wurde er im April 1918 Regierungsrat. Im Jahre 1920 wurde Dr. Wehner als Hilfsarbeiter beim Ministerium des Innern berufen, aber nach kurzer Zeit zum Polizeidirektor in Darmstadt er­nannt. Im Frühjahr 1922 kehrte er in das Mini­sterium des Innern als Vortragender Rat mit der Amtsbezeichnung Oberregierungsrat zurück. Seit Juli 1923 ist er Ministerialrat im Innenministerium. Im April 1929 wurde Dr. Wehner mit der Wahr­nehmung der Amtsgeschäste des Präsidenten der Brandversicherungskammer beauftragt.

Kirche und Schule.

Tckanatskonserenz

des Evangelischen Dekanats Gießen.

X Von Dekan Buhmann (Kirchberg) mit Losung und Lehrtext des Tages und Gebet er­öffnet, trat die Dekanatskonferenz des Evang. Dekanats Gießen in Anwesenheit von Oberkir-- chenrat Wagner als Gast am Dienstag im Markussaal zusammen. Aach einer Reihe von amtlichen Mitteilungen dankte Pfarrer A u s - seid für die reichen Erntegaben, die auch dieses 2ahr dem Evang. Schwesternhaus und der Zu­flucht in Gießen aus den Dekanatsgemeinden zugegangen sind. Dann sprach Pfarrer Becker (Groh-älmstadt), früher Pfarras.istent in Gießen, über:D i e gesetzgeberische Bekämp­fung des Alkoholismu s." Das neue Schankstättengeseh solle bei uns noch kommen. Der demnächst zur Beratung stehende neue Entwurf zeige allerlei Mängel, so auf dem Gebiete der Bedürfnisfrage, des Zugendschuhes, der Auf­rechterhaltung der Iahrgrenze. Aufgegeben sei das Gemeindebestimmrecht. Zu fordern sei Ver­öffentlichung der Konzessionsgesuche, reichsgeseh- liche Regelung der Polizeistunde. 3n der Stel­

lung der Sesamtkirchen Deutschlands zeige sich in der letzten Zeit eine Schwenkung gegenüber der Alkoholnot, der Deutsche Evangelische Kirchen­ausschuh fördere die Evangelische Reichsarbe.ts- gemeinschast, in der unter Vorsitz von Prosefior D Rahling (Berlin) 153 Verbände zusam­mengefaßt seien. DerDeutsche Bund enthalt­samer Pfarrer" sei ein wichtiges Zwischenglied zwischen den einzelnen Verbänden (Iugendbewe- gung. Blaues Kreuz, Guttcmvlcrorden u. a.). Erzieherische und gesetzgeberische Maßnahmen müßten zusammenwirken, viel sei noch zu tun. Die Ausführungen wurden mit lebhaftem Vei'all aus­genommen. In der Aussprache ermunterte <Slu- dienrat Mickel als Gast zur Pflege alkohol­freier Geselligkeit. Pfarrer A u s f e l d sprach aus

20'ähriger Arbeit des Gießener »Blauen Kreu­zes' dontbar für vie Arbeit oer Guttempler und wies hin auf die Wichtigkeit dieses Kapitels im Konfirmandenunttrricht. Psarrer Decker (Gie­ßen) und Pfarrer Liz. Säger (Leihgestern) prcchcn in gleich .m Sinne für pcriönl.che Enthalt­samkeit: verschiedene Fragen wurden noch be­antwortet. Auch Obcriir. c/.rat Wagner sprach zum Gegenstand und unterstrich die Aufgabe der kirchlichen Vereine. Dekan Guß mann wll den Kampf gegen die Alkoholnot zur Volkssache, wie in ter Schweiz, gemacht wissen: Proses.or Dr. Koch (Aießen) sprach als Vertreter des Deut­schen Vereins gegen den Alkoholismus. Rach einem Schlußwort des Referenten schloß der Vor­sitzende die Konferenz.

Wirtschaft.

Oer deutsch: Außenhandel im Oktober

Ein- und Ausfuhr sind im Oktober gegenüber dem Vormonat gestiegen, und zwar hat >m reinen Warenverkehr die Einfuhr (1106,7 Millionen Mark) um 63,3 Millionen Mark, die Ausfuhr einschließlich der Reparationssachlicferungen (1,253,9 Millionen Mark) um 49,5 Millionen Mark zuge- nommen. Der Anteil der Reparationssachlicferungen an der Ausfuhr beträgt im Oktober 89 Millionen Mark gegenüber 68 Millionen Mark im September. Der Ausfuhrüberschuß im Oktober beläuft sich auf 14 7 Millionen Mark (September 166 Millionen Mark).

Auf der Seite der Einfuhr weisen alle Waren­gruppen gegenüber dem Vormonat eine Zunahme auf. Die bedeutendste Steigerung zeigt die Gruppe R o h st o f f e und halbfertige Waren mit 53,5 Millionen Mark: an dieser Steigerung sind in erster Linie Textilstoffe (außer Wolle) beteiligt, ins­besondere Baumwolle mit einer Zunahme von 38,7 Millionen Mark. Die Erhöhung der Einfuhr von Fertigwaren gegenüber dem Vormonat um 9,5 Millionen Mark entfällt vorwiegend auf Kraftfahr­zeuge, sowie Wollgarne und andere Textilfertig­waren. Geringer ist die Zunahme der Einfuhr von Lebensmitteln (+ 3,8 Millionen Mark). Hier stcht einer stärkeren Abnahme der Einfuhr von Gerste ( 15 Millionen Mark) eine vermehrte Ein­fuhr insbesondere von Südfrüchten, Schmalz und Fischen (insgesamt + 17,3 Millionen Mark) gegen­über.

Die Zunahme der Ausfuhr ist in erster Linie eine Folge des um 43,8 Millionen Mark höheren Auslandabsatzes von Fertigwaren. Namentlich die Ausfuhr von elektrotechnischen Erzeugnissen, Eisenwaren, Maschinen, Leder, Röhren und Walzen, sowie Kinderspielzeug hat gegenüber dem Vormonat zugenommen. Die Ausfuhr von Textilfertigwaren (z. B. Kleidung, Wäsche, Baumwoll- und Seidenge­webe, Filzhüte) zeigt gegenüber dem September einen Rückgang. Die Zunahme der Ausfuhr von Lebensrnitteln um 16,7 Millionen Mark be­ruht vorwiegend auf einer vermehrten Ausfuhr von pflanzlichen Deien und Fetten sowie Hafer und Rog­gen. Die Ausfuhr von Rohstoffen und halb- fertigen Waren hat dagegen im Oktober abge­nommen. Der Rückgang um 10,4 Millionen Mark ist insbesondere auf die verminderte Ausfhr von Stein­kohlen ( 7,9 Millionen Mark) sowie chemischen Rohstoffen und Halbfabrikaten ( 4,5 Millionen Mark) zurückzuführen.

Don den wichtigsten Reparationssachlie- serungen im Oktober gehören zu der Gruppe Lebensrnittel: Zucker mit 1,8 Millionen Mark: zu der Gruppe Rohstoffe und halbfertige Waren: Stein­kohlen mit 12,9, schwefelsaures Ammoniak mit 5,7, Koks mit 2,7 Millionen Mark: zu der Gruppe Fer­tigwaren: Maschinen (ohne elektrische Mosch nen) mit 17,7, Walzwerkserzeugnisse und sonstige Eisen­waren mit 15,2, Wasserfahrzeuge mit 6,4, chemische Erzeugnisse mit 3,8, elektrotechnische Erzeugnisse mit 26 und elektrische Maschinen mit 2,4 Millionen Mark.

*

Wenn auch nach diesem Ausweis der Ausfuhr­überschuß im Oktober auf 147 Millionen Mark gegen 166 im September zurückgegangen ist, so zeigt sich doch mit aller Deutlichkeit, daß die in den letzten Monaten eingetretene Aktivität des deut­schen Außenhandels auch im Oktober mit sei­ner saisonmäßig höheren Einfuhr ange­halten hat. Die Verminderung des Aktivsaldos um 19 Millionen Mark ist lediglich auf die Saisonbe­wegung zurückzuführen, indem der Oktober eine Steigerung der Einfuhr von 68 Millionen Mark 1 (hauvtsächlich Rohstoffe und halbfertige Waren) brachte, der eine Zunahme des Exports von nur

49 Millionen Mark gegenübersteht. Insgesamt be­trachtet zeigt aber das Bild des deutschen Außenhan­dels eine befriedigende Entwicklung, und für die nächsten Monate ist wahrscheinlich noch mit einer weiteren Steigerung der Ferf.gwarenausfuhr zu rechnen. Es fragt sich allerdings, ob das Ausmaß dieser Steigerung bei der zum Jahresende vorherr­schenden Tendenz höherer Importe einen Ausgleich zu schaffen vermag. Somit erscheint die Aufrecht­erhaltung des hohen Aktivsaldos der Außenhandels­bilanz-fraglich.

Eine OiSioniermäß'qung in Amerika.

Neuyork, 20.Nov. (WB.) DieFederalRe- serve Bank of Boston ermäßigte ihre R e ° d i s k o n t r a t e von 5 auf 4,5 v. H.

* Die Kohlenproduktion in Hessen. Die monatliche Statistik der Kohlenproduition des Volksstaates Hessen weist für den Monat Oktober 1929 folgende Zahlen nach: Rohbraunkohlen wurden gefördert 76134 Tonnen. Davon wurden verkauft 38 692 Tonnen. Der größte Teil der Roh­kohlen wurde weiter verarbeitet, und zwar 57 590 Tonnen zu Schwelereiprodukten und 370 Tonnen zu Briketts. Aus den verschwelten Kohlen wurden ge­wonnen: 3789,01 Tonnen Rohteer, 348,13 Tonnen Lcichtöl, aus Schwelgasen 13 984,60 Tonnen Koks. Die Briketterzeugung betrug 196 Tonnen.

* Auflösung des europäischen Zink­kartells. Am Dienstag fand in Brüssel eine außerordentliche Sitzung des europäischen Zinkkar­tells unter Vorsitz des Präsidenten de Sinzay statt. Die Sitzung endete mit dem einstimmigen Beschluß,, das Kartell mit Wirkung vom 31. Dezember 1929 aufzulösen. Man will den Versuch machen, bald eine Erneuerung des Kartells auf neuer Grundlage durch­zuführen. Es wurde eine Studienkommission er­nannt, die Anfang Dezember zusammentreten soll, um die Verhältnisse innerhalb des Zinkkartells er­neut au studieren. Vorläufig find die Aussichten für eine Erneuerung des Kartells wenig günstig.

* Zur Insolvenz der Getreidefirma D r e y f u ß. In der zweiten Gläubigeroersammlung ; der Firma Jakob Dreyfuß in Frankfurt wurde ein i neuer Status vorgelegt, der gegenüber den früher ; genannten Ziffern eine nicht unbedeutende Besse­rung aufweist. Danach betragen die Passiven nur noch 9141000 Mark, während sich die Aktiven 821 914 Mark belaufen. Der Fehlbetrag hat sich also auf 7812 251 Mark vermindert.

A Zahlungseinstellung einer Frei­burger Bank. Die Bank Otto Vürkle & Co. in Freiburg, die sich feit einiger Zeit in Schwierig­keiten befindet, hat ihre Zahlungen eingestellt. Die beiden Inhaber Herling und Bürkle haben die Eröffnung des Konkursverfahrens beantragt und sich der Staatsanwaltschaft gestellt, die sie wegen Depotunterschlagung verhaftete. Die beiden Bankiers geben an, daß sie umfangreiche Depots unterschlagen und auch die Spareinlagen angegriffen haben. Sie hoffen, ihre Gläubiger mit 40 bis 50 Prozent der Forderungen befriedi­gen zu können. Zu den Hauptgeschädigten ge­hören der Deutsche Caritas-Verband, das Kloster St. Trudbert, sowie Geschäftsleute, Handwerker und Privateinleger.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 21. Rov. Tendenz: freund­lich. Auch nach der älnterbrechung des Bör­sengeschäfts durch den gestrigen Feiertag blieb die älmsahtätigkeit an ter heutigen Börse mini­mal. Die Stimmung war aber a 11geme in freundlicher, da erneute Hoffnungen auf eine eventuelle Diskontsenkung in London und Amerika auftauchten. Eine Anregung bot ferner noch die aktive Handelsbilanz des Mo­

nats Oktober. Der Auftragmangel hielt aber wei­ter an, und die Spekulation zeigte nur geringe Unternehmungslust. Doch genügte schon geringste Rachfrage, um ein Anziehen der Kurse herbei­zuführen. Die gestrige feste Reuyorker Börse konnte sich nicht voll auswirken, denn die in Schwierig k.iten geratene Frankfurter Dankfirma Rudolf R. Bauer mahnte zur Zurückhaltung. 5Xe Kurse hielten sich jedoch auf dem etwas er­höhten Riveau. das Geschäft erlitt aber hierdurch eine weitere Einbuße. Auch das in Insolvenz geratene Freiburger Bankhaus Bürkle wurde jetzt näher diskutiert und machte einen ungünstigen Eindruck. Gegenüber der D.enstagabendbö se konnten bei etwas Rachfrage besonders Chadeaktien kräftig anziehen (plus 14 50 Mk.). Cm Elektromarct eröffneten Gesfürel 2 Prozent, Schuckert 4 5 Prozent und Siemens 4 Pro ent fester: AEG. und Licht & Kraft lagen gut be­hauptet. Am Chemiemarkt to'ren Farben 15 Prozent und Deutsche Erdöl 1 Prozent geei­fert. Montanwerke vernachläisigt und durchweg eine Kleinigkeit schwächer. Am Bankenmarck t ei­ten einige Anteile etwas mehr hervor. Dcson- ! ers Reichrbank lagen gefragter und 5 Pro ent höher. Die übrigen Werte dieses Marktes gewan­nen bis zu 1 Prozent. Westeregeln 2 Prozent fester. Etwas mehr Interesse bestand noch für Daimler mit plus 1,5 Prozent. Am variablen Markte konnten Iunghans 2 Prozent gewinnen. Von Kunstseidenwerten eröffneten Aku 3 Pro­zent höher. Renten still, aber durchwegs ettoaS gebes'ert. Im Verlaufe war das Geschäft auf eie Ermäßigung des Londoner Diskontsatzes um 0 5 Prozent etwas lebhafter, und es traten kleine Befierungen ein. Später schritt die Kulisse zu Realisationen, so daß die im Verlaufe erzielten Gew'nne wieder eingebüht wurden. Am Geld­markt war Tagesgeld mit 7,5 Prozent etwa- gesuchter. Arn Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1815, gegen Pfund 23,399. Lon­don gegen Kabel 4 8740, gegen Paris 123 87, gegen Madrid mit 35 10 schwächer, gegen Mai­land 93,65, gegen Holland 12,0840.

Berliner Börse

Berlin, 21. Rov. Schon im heutigen Dor- mittagsoerkehr konnte man einen freundli­chen Grundton feststellen, der in erster Linie durch Diskontienkungshoffnungen in Lon­don begründet wurde, un) außerdem im Einklang mit der Festigkeit der letzten Reuyorker Börse steht. Die Ziffern der Außenhandels­bilanz brachten ebenfalls einen günstigen Ein­druck. Die Bostoner Discontsenkung wurde an­geführt (Boston ermäßigte seinen Diskont auf 4,5 v. H.), und die gebesserten Oberkokserträge fanden Beachtung. Zu Beginn der offiziellen Börse war zwar die Stimmung im allgemeinen immer noch ziemlich freundlich, und die Kurse zeigten gegen die Dienstagabend-Schlußkurse meist leichte Des erungen. Vorliegende ungünstige Momente wie diverse Zahlungseinstellungen von Provinzbanken, weiteres Ansteigen der Ar- beitsloser.ziffern usw. wirkten aber geschäft.- hemmend und standen einer stärkeren Befestigung entgegen. Im allgemeinen gingen die Kurs- besserungen nicht üer 2 v. H. hinaus. Fest er­öffneten Reichsrank plus 4 d. Sy, Ve nberg plus 3 v. H Gebrüder Iunghans pluZ 5 v. H., Poly­phon plus 3,5 v. H Svensla plus 10 Mark. Salzdetfurth plus 3 v. H Chadeaklien plus 7 Mark, Schuckert plus 3 v. Sy, Siemens plus 4 v. H. ufw. Dagegen Ei enrahnverfehrsmittel minus 4.5 v. H. Deutsche Anleihen unverändert. Ausländer überwiegend bis 0,25 v. H. fester. Pfandbriefe still. Der Geldmarkt war etwas leichter. Tagesgeld 7 bis 9 v. Sy, Monatsgeld 8,5 bis 10 v. H., Warenwechsel 7,40 v. Sy Im Verlause bekam die Hoffnung auf eine Londoner 'Diskontfenkung heute doch wohl weder die Ober­hand, denn die älmsahtätigkeit nahm allgemein zu, und die Kurfe der Hauptwerte besserten sich um 1 bis 1.5 v. Sy gegen Anfang. Polyphon plus 2,5 v. H. Später 1 daZ Geschäft wieder nach. Die Spekulation wartete sichtlich auf die Diskontfenkung in London.

Frankfurter Schlachtviehrnarkt.

Frankfurt a. M., 21. Rov. Auftrieb: 94 Rinder, 884 Kälber, 760 Schafe, 307 Schweine. Es notierten: Kälber: beste Mast- und Saug­kälber 82 bis 83 Mk., mittlere Mast- und Saug­kälber 76 .bis 81, geringe Kälber 70 bis 75. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 40 bis 41, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 34 bis 39, fleischiges Schafvieh 27 bis 33 Mk. Marktverlauf: Kälber rege, Schafe ruhig, ausverkauft: Schweine wegen des geringen Auf­triebs nicht notiert.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beichlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 d. Sy, Lombardzinsfuß 8 v. H.

tranlfurt a W

Berkin

'ranHurt o "

Berit'

'ranlfurt a

SBerlfr

Banknoten.___

,-d).uB-' Ul ttuix- Nur

Sdnuv 1

Dur |

Anianfl- Kur

<4)113*1 Ul Ka.e ! Axr

Schtuü

Ri"

'ämaiifl, Kur

uft- U

K.t>? ' Our

Schuft 1 entlang- Kur | Ritt

________Berlin ümerikanifche

, 19. November

Geld

BNel

Noten

4,164

4,184

58,49

112.12

20,425 16,495

168,84 21,91

112,02 58.77

2.485

12.42 81.26

58.34

12.39

73.17

a. M.

Daium

19 II

21 II

.9 il.

21 H

Datum

19. I

21 I

19 H.

21 II

Dalum

19 11

21 11

19 11

21 11

Begliche Noten .....

Tänifche Roten .......

Enfliifche Noten . ....... .^ranzofifche Noten.......

Holländische Noten.......

Italienifme Noten........

Norwegijche Noten.......

Deutfch-Oesterreich, » 100 Schilling Numänifche Noten ......

Schwedifche Noten .......

Schweiler Noten ......

Spanische Noten .......

T'chechotiowokifche Noten..... Ungarijche Noten .....

Devisenmarkt Berlin

DÖ/2D

11.68

20,345

6 eu Idir on .....

7% Teulfdie iNcichHankeihe oon 1929 ........

tu vin.. nvlöi -Schuld mit läu lol.-Mrditen ....

Tr - rfrn - 9h>,,ni

6% Hell. PolMaai von 1929 (nid).ilitb. 102%)

Cbrrticffcii Provinz - Anleihe mH tluolol.-fllcdilrn

Dentfche Komm Sommelabl Anleihe Serie 1

6% jiraiill. Hnv-Bank (Soldvle. XIII unkündbar bis 1034 .

7% Arnulf Pnp.'Banl »olvpie unkündbar bis 1932 ...

</,% WcliHldic Hnv-Bank Lia», önlopir ......

6% Pr Lanbeepfandbrtetanklalt.

Psandbricse iH 17 . . .

6% Pr LanveepIanvdNelanlialt.

Komm.-LbI R 13

7% Pr. Landepfanddrtelanltalt, Pfanvdrie|e Di. 10

A. -» uuti vii.ru ^Cbltgation rudoitiibat 1932

4% LelierreidMche »oiDrte.

4 iH- Oliher-

4% OcfirnrldiHtbe Einheitlich« Uieiite

4% Ungarn dir tWolbtte

4% Uiiflarüdie Staaisr o 1910

4Vi% Detfll. von 1913 . . .

4% Unflatlidi.1 Kronenne.. .

4% iutl. Hollanleihe v. 1011 .

4% Türkische Bagoadbahn-Ln Serie 1.

4®a feMl. Seri» II

6% Rumünifch» vereink» Rente von 1903 ...

4y.n N imSniiche vereint) Rente on 1913 .......

4% Rumunvche vereint) -.Heute

87.35

99

50

8.65

89.5

47

46,75

96

85

98

95

89

2.9

21,5 '9.5

.95

9

14,8

7,3

|| 1^1 1 1 1 1 1 1 II 1 1 1 1 t 1 1 1 I 1 ^4 1 1 1

87,5

99

)0,l

8,7

89

47

98

95

89

25 3

21,65

19,5

i,95

8,45

8,65

8,6

14,7

7,35

ss 1 1,1 'Sg? 1 11

Hamvuig-Ämerita Pate. Hamb SOvam. Damplich. . r Hania Dann ff Wll.....1'

Norobeuricher Lloyd.....>

VHlfl Deutsche Creditonft. . . 1' Barmer Bankverein .... 1' Berliner Handcl«fl> lifch. . . 1- ilommer;- und Prioat-Bank '

Tarmsl. u. tttanonalbanl . 1

Deniiche Bank ...... 1

Ttrc.'nio.GeielIfchaf>, Ant. . 1' Dresdner Bant......1

tHfim»bani ......1

o.a.® . . .

Berflmann . .

ILlcklr. Lieferung «gelellfdiafi t Licht und Kraft >

gelten 4 Guilleaume. ... IV» Ge>. 1 (Helft Untern.. . . . U Hamb vielte «Werke .... 1 Rbein tfleltt .......

Schlei Ulf ......1

Schurken 4 (to. .....11

Siemens & yai»te.....10

Transravio...... . b

Labmeyrr 4 Uv .....W

Buderus . . . e e . . F1

Teutiche (hb6l ....... ^ wiener Steinkohle......

(Belten Iktfienet ...... l f-arpener ...... 0

$lie Berflbau ......10

Klödnerwerke ....

psin Neueffen . ... '

Mannesman -Röhren ... 7 Pian,leidet Bergbau.....

Cbendi'ti Et cn eoaa .... cberichlei Kokswerle....

Pdontk Bergbau......6h

Rhe nlfrde Braunlohlen. . . 1< Rbeinktaht ........

Rieberk Montan......7,i

104.5

00,25 117 119

56,25

235,5

51,5

151,5 149 246

60,5

169

17.5 ,66,5

145,75

293

159,5

64

24,5

30.5

no

95

95.6

05.75'

102

246

101,13

154-25 101

156 237 152

152

251

160,75

169.25

167,75

188.5 297

63,25 97,75

123,75

95,75 96,6

V I

; 102 103

104 25

149

00.5

117

119 180,25 156,25

236 151,5 151,5

149

247

161

203

61,5

68.5 117.75 165,25

128,4

146 >56.75 184,25 293.75

126,5 158,75

96,75

124,5 >30,75

116,5

211

96 25

115

96,5 .08

97 '02,13

246 103,65

104,13 162,25

101.25

116,5 119

181

156

237,75 151,6 151.6

149 251

161.5 203

162.5

170

117.75

168 128,13

146 157,5 187.4 297,75

.26,5

64 98,25

124,25 131

116,75 213

96.25 i!5

97 07

70

98,5 102

103

Bereinigte Stahlt»

Clan Minen . IS'/,

Ita werke A cherSfeben . >

Ra werke Peite-egetn ... Iv

Ra. iv e 5ah0 v urtb

,V® Kart 1-Inouflne. . . I»

Thnamit -Jii-.......6

ScheideanitaU........v

(BolDidimtot ........b

Rütgerswerle ..... S

Metatlfleiellichakl ..... S

PyUtvv f'n t mann ... 7

iem>' werk vevelberg . 1° Uem.-mwcrk farlftaot ... 1*'

4Baup «c < Q ifl ... 8

Schundet» Payenuofer ... 15

Oktwerke ........1®

Bet. tvianzllotl ... 18

Bemberg........ 14

fellftoi Wolvdof ... 18h Zellstok, Atdiaii nbura . . <

^dartottenburfler Wager ... 8 Deitauer tBas 8

Pnmtier Motoren . .

Detiifdie Littolrnm .....

Maichinetibau ......... O

'.1 ne >ll). ... v

uon, roetu .... i'

Hat auiomotw ....-'

Lrenlle n 4 RopPd.....6

" nn*"-) tieft ..... 10

krankt Matchtnen ...... a

Pnimer ......ö

vediigenttaeo ......-

Junnban«

Lechwerle 4

iXaintwitöen HöchÜ a M

Ätog. ' iu

tSevr. Roeder......tn

Balgt 4 Haefiuel.....

Sübo Hude* ....... IC

103,5

196.5

203,5 315

179

1*37

65,5

72,5 115

86

00

,;0.5 245

317

46 4,9

48

103,25 106.75 121,75

104

222

157,75

205.5

180 4

73

87

122,5

80,5

192,5

42

245,25

50,5

>03.25

103,5

55

197

204,5

317,5

179

64,75

73,13

114,25

86,5

82,13

275

218

99,5

91,65

140

94

63

41

244

15,75

166

9 9

72

57

319

15.25

45,5

17.65

20

222

158

103,25

55.6

199

206.5

320,5

.80

65,25

73,75

87.25

275,5

218,5

202.5

194

140,75

94.25

163.5

42.25

245

46

167

19,9

74,5

329

121

16 435

68,16

21,83

11,58

58.53

2.465

11,98

80.94

58,10

12.33

72.87

Franksur

>9 'Novemv«

21. Novemdei

Tlmtlidr Non. rung iftit | Brie-

tinu iton

>»ell

Warnung Brie

xtm't.» Wort Bu-n.'Airee v*rif.?Intro liliriftinnia ikov.'Nbeifl.n Stockholm öelfittflforS Italien.

London. . '.tunort ... PoriS. .

Schwei; . . Sna t:n Jaunn hio de frnn

M i tn D-> Ceft. obaeft liraa 'Btlirab Budav ft Bui arten viffaboit Dam-a «nnft »rin- 9ltl>en. Kanada Um uan Cairo

tb8,49 1,722

58 415 111,88 >11,90 112,26

10,498

21,865

70,368

4,179 16,445

81,03 d8.3

2,043

0,487

58,77

2.38?

7.397

73.07

3,014

>8,80 81.44 1,978

5.42

4.096

4,026

20.89

168.83 1,726

58.535 112.10 112.12

112.48 10.518

21.90:-

20,408

4.187

16,48t

81.19

58.43 2.047 0,489

58,89

12.405

7.411

73.21

3.020

18,34

81.60

1.982

5.43

4,104 4,034

20,93

166.5b 1.724 53,41

111,86

111,89

112,26

10,493

21,87

20,365 4.1775

16,445 81,02

58,04

2,050 0,489

58.75 12,383

7,393 73.04

3,014 18,80

81.43

1,966 5,525

4.121

4,046

20,885

168.84 1.728 58.53

112.08 112.11 112,48 10,518

21,91 20.405

4 1855 16,485

81.18 58.16 2,054 0,491

58.87 12.406

7.410 73,18

3,020 18.84 81,59 5,534 1.970 4,129

4.054 20,925