Ausgabe 
21.3.1929
 
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Neue Bücher.

Fügend und Buch. Sin Beitrag zur literarischen Erziehung der Fugend. Don Prof. Dr. G. Dost. Kart. 2,60 TS!. Verlag von D. G. Teubner In Leipzig und Berlin. (123) Was soll die Fugend lesen? Wie soll sie lesen? Professor Dost hat die Frage einmal ganz praltisch behan- delt und hat gezeigt, welche Gesichtspunkte maß­gebend sein sollen bei der Lektüre des Fugend­lichen. Sein vornehmstes Ziel bleibt dabei, Geist und Geschmack der Fugend am literarisch und künstlerisch Wertvollsten zu bilden. So nur wird auch eine gedigene Dollskulter geschaffen. Für jede Altersstufe, jedes Fnteressengeb et gibt der Verfasser E'tern und Erziehern pralt'.sche Winke zur literarischen Fugendbildung. Dor allem weist er immer wieder auf den Trieb zu künstlerischer Betätigung hin, der gerade im Kinde noch so stark vorhanden ist und der erzieherischen Arbeit entgcgenkommt.

S. Keller: Sin Datererbe. Geschenk- buch zur Konfirmation für Knaben und Mädchen. 6. bis 10. Tausend. Ganzleinen 2.80 Mk. Walter Loepthien Derlag, Meiringen und Leipzig El. (78). -

Fn der Reihe der Wiesbadener Volks­bücher (im Verlag des Volksbildungsvereins zu Wiesbaden) sind unter Rr. 210 und Rr. 220 zwei neue, wohlfeile Bändchen erschienen, die jeweils eine begrüßenswerte Auswahl aus dem Werk zweier, unserem Leserkreise wohlbekann­ten Dichter bieten. Unter dem Titel .Zwei­klang" sind zwei Geschichten von Alfred -Dock zusammengefaßt, von denen die erste.Am alten romantischen Ufer", eine Gottfried-Keller- Aovelle. dem SammelbandeSchicksalstage deut­scher Dichter" entnommen ist und übrigens auch aus einer Veröffentlichung in der Unterhaltungs­beilage des Gießener Anzeigers bekannt sein dürfte; die zweite, einem frühen Rovellenbande entstammend, ist die ergötzliche Schilderung der Meßfahrt". Beide Stücke sind für die dich­terische Eigenart und den Prosastil Bocks un­gemein charakteristisch. Ueberdies gibt die Ein­führung von Will Scheller ein gut gesehe­nes, abgerundetes Bild vom Wesen des Ver­fassers. Unter der UeberschriftDie Geretteten" findet man drei Erzählungen des in Limburg geborenen, jetzt in Rüdesheim als Amtsgerichtsrat wirkenden Leo Stern­berg, der dem hiesigen literarischen Publikum ebenfalls nicht fremd sein dürfte. Die Erzählun­

genDer Frühmesser-,Das gerettete Deutsch­land" undGräfin Loretta", untereinander sehr verschieden, bilden in ihrer Gesamtheit einen glücklich gewählten Ausschnitt aus Sternbergs reichem, dichterischen Schaffen. Die ausgezeich­net informierende Einleitung schrieb der nam­hafte Kölner Fournalist und Dichter D. H. S a r - nehki. (799/800.)

Medizinalrat Dr. Bern h. A. Bauer: W i e bist du Weib? Mit einem besonderen Anhang: Weib, bleibe jung und schön! Hygiene der modernen Frau. Völlig umgearbeitete Neuauflage. 664 Seiten mit 74 Bildtafeln, 19 Textbildern und mehreren farbigen Tabellen. 45. bis 55. Tausend. Viktoria-Verlag, Wien lV. Preis: Leinen 24^ Mark.

Rechtsanwall und Senator D r. Karl Krug. Mnemotechnik im Bürger­lichen Gesetzbuch, nebst Einführungsgesetz, Handelsgesetzbuch, Strafgesetzbuch. Gericbtsverf.- Geseh. Zivil- und Strafprozeßordnung. Berlin (Liebmann) 1928. 4. Ausl. 3 Mk. Das Schrift- chen gibt zunächst eine interessante Einleitung in die Mnemotechnik, ihre Ziele, Methoden und Schranken. Es folgt dann das Mnemotechnische Wörterbuch, das die Orientierung im Gesetz ver­mitteln soll.Zahl und Gedanke werden mit einer schier unzerreihlichen Kette zusammen- geschmiedet." Wie die Zahl der Auflagen be­weist, hat sich das Buch viele Freunde erworben und scheint dem Wunsche vieler nach Gedächtnis- Unterstützung gerecht worden zu sein.

Einführung in d ie Zeitungs­kunde" von Prof. Dr. rer. pol. Hellmuth Wolff, Halle (Derlag von Otto Liebmann, Berlin W 57; kart. 6 Mk. (68) Der Verfasser hat sich der dankbaren Aufgabe unterzogen, alles zusammen­zustellen und in interessanter Weise zu beleuchten, was zum Verständnis der Zeitunaskunde gehört, u. a. denBegriff der Zeitung und die Geschichte der Zeitung. Es folgt ein Abschnitt über die Zeitung als gewerbliches Unternehmen einschließ­lich des Zeitungsbetriebes, des Anzeigenteiles, der Organisation, ein Abschnitt für die Tele­graphen-, Korrespondenz- und Annoncenbureaus. Ein weiterer befaßt sich mit den Fournalisten und der Richtung der Tagespresse, der öffent­lichen Meinung und dem Recht der Presse. Das flott geschriebene Buch sollte jeder lesen, der sich wöhnt ist, aus einer Tageszeitung zu schöpfen, für das öffentliche Leben interessiert und ge-

ftBet kommunale Verkehrs fragen. Stabtv. Horn brachte zunächst den Dank der Geschäftswelt an den Derkehrvverein für die verständnisvolle Durchführung der Lichtwoche zum Ausdruck, die auch den Gewerbetreibenden Vorteile gebracht habe. Kaufmann Bär (i. Fa. C. Frensdorf) wies auf verschiedene Verkehrshindernisse innerhalb unserer Stadt hin, ebenso Kaufmann R ö der. Kaufmann Krämer (i. Fa. Süß) hält die An­wesenheit eines Vertreters des Polizeiamts bei den Versammlungen des Verkehrsvereins zur Entgegennahme von Wünschen und Anregungen für wünschenswert, und klagte darüber, daß am vorletzten Sonntag vor Ostern die Läden nicht offengehalten werden durften. Diese Beschwerde gab Anlaß zu einer sehr eingehenden Aussprache. Auch über die Schädigung eines Teils der hiesi­gen Geschäftswelt durch die Wanderlager und die Messe wurde lebhaft Klage geführt, ebenso darüber, daß Geschälte in manchen umliegenden Orten den Ladenschluß nicht ordnungsmäßig durchführen.

Erst kurz vor Mitternacht fand die interessante und an neuen Gesichtspunkten reiche Versamm­lung mit Dankesworten des Vorsitzenden an die Besucher ihren Abschluß.

Wirtschaft.

Mr geringe Entlastung der Reicherbank.

Die nach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. März eingetretene Entlastung spiegelt die am offenen Geldmärkte vorhandene Versteifung wider; sie ist nur zögernd und im Vergleich zu der entsprechenden Zeit des Vor­jahres gering. Der Wechselbestand der Reichs­bank hat sich nach dem Ausweis nur um 34 Mill. Marl vermindert, wobei noch zu berücksichtigen ist, daß in dieser Summe 20 Mill. Mk._ Devisen­verluste mit enthalten sind. Gegenüber dem 15. Februar zeigt das Konto Wechsel und Schecks eine Steigerung von 268 Mill. Mk.. wobei es sich vorwiegend um Fn'andwechsel handelt, so daß in den letzten vier Wochen ein stetiges Ansteigen des Fnlandwechselbestandes trotz Konjunkturrück­gangs und sinkender Unternehmungslust zu ver« zeichnen ist. Am 15. März des Vorjahres be­trug die Entlastung auf dem Wechselkonto rund 216 Mill. Mt., das Wechselportefeuille liegt aller­dings um 300 Mill. Mk. niedriger gegenüber dem Vorjahr, ist jedoch fast um den gleichen Betrag gegenüber Medio Februar b. 2. gestiegen. Die Medio-Versteifung hat auch wieder zu neuer Aufnahme von Lombardkrediten geführt, nach­dem bis zum 15. März die Ultimo Februar in Anspruch genommenen hohen Lombardkredite fast vollständig abgedeckt worden sind. Mithin ist die Entlastung der Reichsbank per 15. März eine sehr mäßige und entsprechend die Kontraktion des Rotenumlaufs gering. Der gesamte Rotenumlauf ist mit rund 4,63 Milliarden Mk. höher als im Vormonat (4,55) und auch im Vorjahr (4,49).

Die Entwicklung der Devisenkurse ließ darauf schließen, daß neue Devisenverluste grö­ßeren Umfanges bei der Reichsbank ein­getreten sein müssen. Der Ausweis betätigt dies; es sind von der Reichsbank in der zweiten Mürzwoche insgesamt 80 Mill. Mk. Devisen ab­gegeben worden. Dadurch erhöht sich der Betrag, den die Reichsbank für ihre Fnterventionstätig- leit am Devisenmärkte zur Stützung des Mark- kurseS seit Februar zur Verfügung stellen mußte, auf rund 380 Mill. Mk. an Gold und Devisen, der Devisenverlust feit Beginn des Fohres be­trägt jetzt rund 300 Mill. Mk. Die Operations- basis der Reichsbank hat damit eine weitere er­hebliche Schmälerung erfahren, was um so be­achtenswerter ist, als in den letzten Wochen gleichzellig Goldabflüsse eingesetzt haben. Daß die Reichsbank mit weiteren Soldabflüssen rechnet, geht aus ihrer Maßnahme hervor, über die sie sich des näheren ausläßt, und derzufvlge 36 Mill. Mk. Gold nach Reuhork zwecks Auf­füllung des dortigen Golddepots der Reichsbank verschifft worden find. Ferner sind dem Reu- Yorker Golddepot der Reichsbank durch eine be­sondere Abmachung mit der Dank von Frankreich aus ihrem Reuyorker Golddepot 5 Mill. Dollar Gold neu zugeflossen; der Wert des Golddepots der Reichsbank in Reuyork stellt sich jetzt wieder auf etwa 75 bis 80 Mill. Mk. Die Reichsbank hat also in der Berichtswoche kein Gold abgege­ben, sondern ist nur eine Verschiebung zwi­schen inländischem Goldbestand und AuSlanddepot eingetreten, die bezweckte nach der starken Gvld- dbgabe in der ersten Märzwoche das Reuyorker Depot wieder aufzufüllen, um für neue Gold­abgaben gerüstet zu sein, die sich leichter und mit weniger Verlust (Fracht und Versicherungs­spesen) durchführen lassen, wenn sie direll von Reuyork aus vorgenommen werden.

Lommerz-nnd Privatbank A.-G.

Fn der gestrigen Aufsichtsratssihuna der Com­merz- und Privatbank A. G. Hamburg-Berlin wurde beschlossen, aus einem Reingewinn von 11,52 Mill. Mk. (i. D. 10,21 Mill. Mk.) wieder 11 Prozent Dividende zur Verteilung vorzu­schlagen, dem Reservefonds 2,50 (i. D. 1,5) Mill. Mark zu überweisen und 1,83 (i. D. 1,52) Mill. Mark auf neue Rechnung vvrzutragen. Der älm- sah ist im abgelaufenen Fahre von 104 auf 120 Milliarden Mk. gestiegen.

Ttorbbeutföer Lloyd.

Fn der gestrigen Generalversammlung gab Präsident Heineken zu dem Geschäfts­bericht eine Erklärung ab, in der es u. a. heißt: Das Fahr 1928 habe, wenn auch ein An­wachsen der Llnkosten zu beklagen war, wenigstens mengenmäßig durchaus befriedigt. Die Zahl der von der Gesellschaft beförderten Passagiere habe 1923 etwa 175 030 gegen 136 417 im Fahre 1927 betragen. Auch die ersten Rlo- r.ate des laufenden Geschäftsjahres hätten mengen­mäßig ein befriedigendes Geschäft gebracht. Sehr große Schwierigkeiten seien durch den außer- ordenllich harten Winter entstanden. Die Ar­beiten an Len Großbauten, deren Ablieferung durch den Streik leider uni reichlich drei Monate verzögert sei, nehmen einen guten Fortgang, so daß die erste Reise damit für Fuli in Aus­sicht genommen werden könne. Fn der Angabe über die Amerikaentschädigung habe sich der Fahresbericht bewußter Zurückhaltung befleißigt, indem nur einwandfrei feststehende Tat­sachen betanntgegeben wurden. Heber den Gang des Verfahrens könne mitgeteilt werden, daß nach einer zunächst für einige typische Fälle er­gangenen Vorentschädigung die Frage der Cnt- schädigungsberechtigung für die in Frage kom­menden Lloydschifse geklärt erscheine. Sie wurde nur verneint für zwei als Hilfskreuzer inter­nierte Schiffe und einen kleinen Frachtdampfer. Mit dieser Entscheidung sei der Weg für die nun­mehr zu treffende Bewertungsentscheidung frei- gemacht. Der Präsident schloß seine Ausführun­gen mit dem Aus)ruck der Hoffnung, daß noch das Fahr 1929 den Abschluß der auf Beseiti­

gung oder Ausgleich der für die Gesellschaft so überaus schweren Kriegsfolgen gerichteten Tätig­keit und der Gesellschaft damit endgültig auch die Grundlagen für die im Fnteresse der gesamten deutschen Wirtschaft liegende gesunde Weiter­entwicklung bringen werde.

Die Generalversammlung setzte sodann die Dividende wieder auf 8 Prozent fest, gegen die Stimmen eines Aktionärs, der den Antrag gestellt hatte, der Versorgungskasse 500 000 Mk. statt 250 000 Mk. zu überweisen und den Vortrag auf neue Rechnung um den ent­sprechenden Betrag zu kürzen.

*M i a g" Mühlenbau- und Industrie A.'G., F r a n k f u r t a. M. Es wurde im Fahre 1928 ein Rohgewinn von (in Millionen Mark) 12,97 (12,87) erzielt. Unkosten gingen auf 9,35 (9,45) zurück, dagegen erhöhten sich Steuern auf 1,08 (0,95) und Abschreibungen auf 0,88 (0,82). Aus dem Reingewinn von 1,81 (1,80) werden bekanntlich wieder 10 o. H. Dividende auf 14,80 Stamm- und 7 v. H. auf 0,20 Vorzugsaktien verteilt, 0,15 (0,18) dem Wohlfahrts­fonds überwiesen und 0,11 (0,15) vorgetragen. Zu Beginn des neuen Jahres sei der Auftragsbestand geringer als im Vorjahr gewesen, während die bis- herigen Auftragseingänge sich um 20 v. $) gegen das Vorjahr erhöhten.

"EduardWinter 21.-0. für Kraftfahr­zeuge, Berlin. Die Gesellschaft (General Mo­tors-Verkaufsvertretung) schlägt eine Dividende von wieder 20 v. H. vor.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 21. März. Tendenz unsicher. Zu Beginn der heutigen Börse machte sich wieder eine Unsicherheit bemerkbar, da der schwache Ver­lauf der gestrigen Neuyorker Börse und die höheren Geldsätze am dortigen Platze verstimmten. Im Zu­sammenhang hiermit traten wieder erneute Befürch­tungen einer Diskonterhöhung der Federal Reserve Bank auf. Die Spekulation hielt sich daher, nachdem sie in den letzten Tagen in erheblicherem Maße Fn- tereffenfäufe vorgenommen Halle, im Hintergrund und schritt eher zu Abgaben, so daß bei den mei - ft e n Werten Ser lüfte bis z u 2 v.H. ein- traten. Orders von Auslandseite, sowie von der Bankkundschaft lagen nur in ganz geringem Um­

fange vor, so daß auch hiervon die Börse keine Stütze erfuhr. Das Geschäft blieb hinter der gestri­gen Börse zurück, doch konnte zeitweise eine etwas lebhaftere Umsatztätigleit fcstgcstelll werden. Stärker abgeschwächt waren Zellstoff Waldhof mit minus 3,25 o. j). Don Ehemiewerten gaben F.-G.-Farbcn 2,5 v. 5). nach, während Scheideanstalt knapp gehal­ten blieben. Goldschmidt minus 2,5 v. 5). Stark im Angebot lagen am Elektromarkt Ehade-Aktien, minus 5 Mark. Schuckert eröffneten 2,25, Bergmann 2,50, Siemens 2 und AEG. 1,5 v. H. niedriger. Eini­ges Interesse bestand am Montanmarkt für Kupfer- werte auf das weitere Ansteigen der Kupferpreise. Otavi-Minen gewannen 0,50 Mark, Mansfelder 0,5 v.H. Kohlenwerte lagen unter dem Druck der all­gemeinen Lage ebenfalls gedrückt. Nur Gelsenkirchen eine Kleinigkeit erhöht. Banken bis 1 v.H. niedri­ger, nur Reichsbank konnten mit plus 2 v. H. ver­mehrtes Interesse auf sich lenken. Renten still. Deutsche Anleihen behauptet. Fm Verläufe wurde das Geschäft sehr ruhig, doch brachten kleine Ab- schluffe eine geringfügige Besserung des Kursniveaus. Die Gewinne betruaen aber nur Bruchteile eines Prozentes. Die Haltung blieb lustlos, nur für Siemens bestand etwas vermehrtes Fnteresse und dieses Papier konnte 2,5 v.H. anziehen. Am Geld­markt war der Satz für Tagesgeld mit 5 v.H. wei­ter etwas leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2140, gegen Pfund 20,455, London gegen Kabel 4,8535, gegen Paris 124,28, gegen Mailand 92,70, gegen Madrid 31,75, etwas höher, gegen Holland 12,12.

Berliner Börse.

Berlin, 21. März. Schon der heutige Dor­mittagsverkehr zeigte im Gegensatz zu den Vor­tagen eine recht nervöse Stimmung. Die weitere Erhöhung des Kupferpreises, der Abschluß der Commerz-Bank, die Annahme des Rotetats im Reichstage, die Besserung der Wagenstellung der Reichsbahn blieben ohne Ein­fluß, dagegen wurden Meldungen über Diskont- befürchtungen laut, die auf die höheren TageS- gcldsähe in Reuyork zurückzuführen sind. Auch die Vorbereitungen zum Ultimo wirkten ge* schäftshemmend. Die Spekulation hatte Ware übrig und fchrllt zu Glattstellungen auf Mel­dungen, daß zwar neue Auslandorders da waren, doch nicht ausreichten, um das ganze herauS- kommende Material aufzunehmen. Sine gewisse Stühe bot die heute zur Veröffentlichung ge­kommene Außenhandelsbilanz für den Monat Februar. Das Geschäft war zu den ersten Kursen verhältnismäßig ruhig und die Entwicklung keine einheitliche. Kaliwerte, Reichsbank, 'Berliner Handelsgesellschast, Berger und Tietz lagen weller fest und bis 3 Proz. höher, dagegen waren Montanwerte bis 1,50 Proz. schwächer, Evenska mit minus 5 Mk., Kunstseidenaktien bis 5 Proz., Stöhr minus 4 Proz. und Spritwerte bis zu 3 Proz. gedrückt. Von Rebenwerten fielen Deutsche Waffen, Orenftein, Konti Kautschuk, Dessauer Gas, Schlesische Portland durch schwache Haltung auf. Deutsche Anleihen behaup­tet. Ausländer geschäftslos. Der Pfandbriefmarkt lag still und ziemlich gehalten. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld mit 4 bis 6.5 Proz. weiter angeboten. Auch im Verlaufe blieb die Tendenz unregelmäßig, und das Kursniveau bröckelte überwiegend weiter ab. Weiter fest lagen Reichsbankanteile.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 21. März. Der Produk tenirarft verkehrte heute in ruhiger Haltung. Anregungen lagen nicht vor, da das Angebot wieder etwas umfangreicher war, war die Stim­mung sehr gedrückt unb es traten verschiedentlich, da keine Rachfrage vorhanden war, weitere Rück­gänge ein. Hiervon wurde jedoch nur Weizen in erster Linie betroffen. Es wurden notiert: Weizen 24; Roggen 23,25 bis 23,50; Sommer­gerste für Drauzwecke 24; inL Hafer 24,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 24; Weizenmehl, süd­deutsches Spezial 0. 33,75 bis 34,25; Äoggen- mehl 30,75 bis 31,75; Weizenkleie 14,15; Roggen- tleic 15,25 bis 15,50 Mk. Tendenz: matt.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 21. März. Auftrieb; 83 Rinder, 1304 Kälber, 235 Schafe, 931 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 80 bis 84 Mk.; mittlere Mast- und Saugkälber 74 bis 79; geringe Kälber 67 bis 73. Schafe: Mastlärnrner und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 56 bis 62; mittlere Wast- lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 50 bis 55. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 300 Pfund Lebend^ gewicht 77 bis 79; von etwa 160 bis 200 Pfund 77 bis 80; fleischige Schweine von etwa 120 biß 160 Pfund 75 bis 78 Mk. Marktverkauf: Kälber und Schafe lebhaft, ausverkauft. Schweine ruhig, Lieberstand.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

129,75

126,13

198,5

Dividende an. - Reichsbankdiskont 6,5 Prozent, LombardzinSfuh 7,5 Prozent.

ühnen Ziffern geben die Höhe der zuletzt

137,5

313,5

137,4

315,13

126,5

141,25

142,5

142,9

228.25

198,4

281,5

175,25

166,25

170,5

136,75

316,5

166 170,75

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226.25

198,25

282,25

176

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171,75

199

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176

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171,75

137,25

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Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. W.

Telegraphische Auszahlung.

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vanfa Dampslchiss Norddeutscher Lloyd . .'Illg. Deutsche (Itebilanft. . Barmer Bankverein berliner HandelSgesellsch. - rommerz- und PcivauBank barmst, u. giatlonalbanf Deutsche Bank rtökonto-Gesellschast flirt.. PrHtmet Bank 'litteldeutsche Lredltbanl. fielallbank ....... Jieicßßban! .»

Geld 12,47^ 168,31 22,26 111,98 59,08

2,48 112,18 81,03 64,26

12,442 73,22

tHrter

16,53 168,99

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2,50 112,62 81,35 64,54 12,502 73,52

129,75 128,75

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Banknoten.

Berlin. 20 Mc.rc .liii.ruaiiiiair 'Jioien . '-elgrsche Noten . . . Täniicbe Noten ... Englische Norur....

Berlin, 20- März

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Holländische Noren......

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87,3

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Deegl. ohne Aurios.-Rechte

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2,9

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4% Oesterreich, cinhcitl. fite

4% Ungarische Gowrle.

24,9

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Stockholm -

112,46

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HeliingforL. Italien. .

10,592

22,05

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London. . . fieuttorf ..

20.438

20,478

20,439

20,479

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4,2185

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4,2185

Paris....

1644

16.48

16,445

16,485

Schwei; ..

80,995

81,155

81,00

81,13

Spa ten

63,48

63,60

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Japan - -

1,879

1,880

1,878

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0,500

59,165

0.502

59,285

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59,19

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Prag - - Bel irad . -

12,467

12,487

12.475

12,49.

7,395

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73,37

73,51

73,37

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3.041

3,047

3,041

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Lissabon

18,82

18,86

18,83

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Tav^a.- fionft utiu.

81,70

81,86

81.71

81.87

2.072

2,076

2,065

2,068

Alben- .

5,44

5,45

5,44

4,138

5,45

Canada

4,184

4,192

4,196

Uru uao

4,266

4,274

4,266

4,274

Cairo . .

20,96

21,00

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4.204

4.224

58,28

58,52

111,91

112,35

20,45

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