Ausgabe 
21.3.1929
 
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Donnerstag, 2\. März 1929

179. Jahrgang

Nr. 68 Erstes Blatt

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noch erwähnt die Förderung der Sied­lung durch verstärkte Ansehung von Dauern­söhnen, Pächtern und Landarbeitern, Die Besei­tigung der Mißstände des Pachtrechtes, die För­derung des landwirtschaftlichen Schulwesens und die Berücksichtigung der landwirtschaftlichen Be­dürfnisse in der Tarifpolitik der Reichsbahn.

Vertreter des Handwerk».

Vertreter des Handels.

Vertreter der Banken und des Privat­versicherungswesens.

Vertreter des Verkehrs, der Fischerei.

Abteilung 2: Arbeitnehmer.

sreienBerufe.

vom Reichspräsidenten auf Vorschlag des Reichsrats zu ernennende Wirtschafts­vertreter.

vom Reichspräsidenten auf Vorschlag der Reichsregierung zu ernennende Persönlichkei­ten, darunter ein Vertreter des Aus­landdeutschtums.

Abteilung 1: Arbeitgeber.

14 Vertreter der Landwirtschaft, der Forstwirt­schaft, des Weinbaues und des Gartenbaues einschließlich des Obst, und Gemüsebaues.

13 Vertreter der Industrie.

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig: für Re­klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20% mehr.

Chefredakteur:

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein; für den An­zeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Gießen.

Paris, 20.März. (IU.) Marschall Foch ist an, Mitiwochnachmittag kurz vor 18 Uhr gestor­ben. Der Tod ist infolge eine» Herzschlages elnge- lrclen. Oie Blätter geben einen umfangreichen Ueberblick über den Verlauf der Krankheit, die sich bereits feil dem 14. Januar hingezogen hat. Rach ärztlicher Ansicht handelte es sich um Herz­schwäche und um eine später hinzugetrctcne Lungenentzündung, die beide als Folge­erscheinung einer Grippeerkrankung onzusehen sind. Drei Wochen nach der Erkrankung trat eine Besserung ein, die bis zum 16. Mär; an­gehalten hat. von da an machte sich eine Stö­rung der Rierentätigkeit bemerkbar. Der Zustand des Kranken verschlechterte sich und trotz seiner robusten Konstitution sahen sich schon vor drei Tagen die Aerzte veranlaßt, mit dem Aeußec- sten zu rechnen. Wie verlautet, sollen die Aerzte die Möglichkeit eines operativen Eingriffs erwogen, ober mit Rücksicht aus die Herzschwäche des Kran- ken wieder ausgegeben haben. Trotzdem hatte man in den letzten Tagen etwas mehr Hoffnung, da die Herztätigkeit sich überraschenderweise zu bessern begann. Roch heute vormittag konnten die Aerzte Mitteilen, daß der Marschall eine ruhige Rächt verbrachte.

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lichen Genossenschaftswesens.

2 Vertreter der Tagespresse.

Vertreter der Beamtenschaft und der

55 Vertreter der Arbeitnehmer.

Abteilung 3: Sonstige Vertreter

10 Vertreter der Städte, der Landgemein­den und der Landkreise.

3 Vertreter der öffentlich-rechtlichen D e r s l ch e - rungs- und Kreditanstalten.

6 Vertreter der K o n s u m g e n o s s e ns ch af - t e n und der Hausfrauen.

4 Vertreter des landwirtschaftlichen und gewerb-

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Marschall Kochi'.

Oer Generalissimus der alliierten Armeen im Weltkriege

Foch war 1851 in Tarbes (Pyrenäen) als Sohn eines mittleren Regierungsbeamten geboren. Rachdem er den Krieg 1870/21 als Freiwilliger mitgemacht hatte, besuchte er die Polytechnische Schule in Paris und trat dann zur Artillerie über. Ende der 80er Jahre kam er nach dem 'Besuch der Kriegsakademie in den Generalstab. Nachdem er sich durch Herausgabe mehrerer Bücher einen Ramen in der französischen Militär­wissenschaft gemacht hatte, wurde er 1908 zum Direktor der Kriegsakademie ernannt, an der er Taktik und Strategie lehrte. 1913 er­folgte seine Ernennung zum Kommandierenden General des 8. Korps. Bald darauf übernahm er die Führung des 20. Korps in Rancy. An der Spitze dieses Korvs zeichnete er sich nach Aus- l>ruch des Weltkrieges, namentlich beim Rückzug an der Morne und an der Pser, aus, so daß er mit dem Oberbefehl über den Rordflügel der französischen Front betraut wurde. 3nt Dezember 1916 übernahm er den Befehl der Heeresgruppe, die von südlich Metz bis zur Schweizer Grenze reichte. Rachdem 1917 General Petain den Ober­befehl über die französischen Armeen übernommen hatte, wurde er dessen Rachfolger als Chef des Generalstabes. Rach dem italienischen Zu- sammenbruch im Herbst 1917 hatte er die Auf­gabe, die italienische Führung zum Ausharren zu bewegen. ..

Als dann die militärische Lage nach der deutschen März-Offensive 1918 die Einsetzung einer einheitlichen Führung der alliierten Ar­meen ustumgänglich machte, wurde nach einer Konferenz in Doulens am 26. März 1918 <5och am 3. April mit der strategischen Obe r l e i t un g der Ententeheere beauftragt. Als solcher war es ihm beschieden, nachdem er auch die drei letzten großen deutschen Offensivstöße aufgefangen hatte, von Mitte 3uli an die deutsche Front zu­rückzudrängen, bis die Ereignisse auf dem Balkan und die in Deutschland ausbrechende Revolution den letzten Widerstand beseitigten. Am 9. Rov. 1918 empfing Foch, der schon im August zum 'Marschall von Frankreich ernannt wor­den war, in Rethondes die deutschen Waffen­stillstands-Unterhändler, denen er seine Bedin­gungen diktierte. Bei den folgenden Friedens­verhandlungen versuchte er, allerdings erfolglos, für Frankreich die Rheingrenze durchzusehen. Seither war er Präsident des Militär-Komitees der Alliierten in Versailles, in welcher Eigen­schaft er insbesondere die Entwaffnung Deuhch- lands überwachte. Seine Erfolge belohnte auch England durch den englischen Marschallstab und die französische Akademie durch ihre Mitglied­schaft. Der einzige Sohn Fochs ist im Krieg gefallen.

Rationaltrauer in Frankreich.

Trauerkundgebung der Kammer. Beisetzung auf Staatskosten.

Paris. 20. März. (WB.) Ministerpräsident Poincare gab heute nachmittag rn der Kam­mer den Tod des Marschalls Foch bekannt wo- bei er nach einigen knappen Worten der Wür­digung, in denen er den Marschall nicht nur einen großen Soldaten, sondern auch einen großen Bürger nannte, seiner Gewißheit Ausdruck gab, daß die Kammer dem Toten die E h r u n g d e r Rationaltrauer zuerkennen werde. Bei den Worten Poincares hatten sich sämtliche Abge­ordneten, mit Ausnahme der Kommunisten und eines Heinen Teils der Sozialisten, von ihren Plätzen erhoben. 11. a. hatte sich der sozialistische Abgeordnete Vincent A u r i 0 l nicht erhoben, und der unabhängig-sozialistische Abgeordnete Ernest Laffont sah sich veranlaßt, ihm des­wegen Vorwürfe zu machen. Zahlreiche andere 'Abgeordnete haben Laffont wegen seines Ufer- haltens ihre Mißbilligung zum Ilusdruck gebracht. Der Zwischenfall hat weitere Folgen nicht ge­habt. Ministerpräsident Poincare versammelte

sofort die Mitglieder des Kabinetts, um die Vorkehrungen für die Deisehungsfeierlichkeiten zu beraten. Es wurde beschlossen, den Marschall auf Staatskosten beisetzen zu lassen. Die notwendigen Kredite wird die Regierung heute beantragen.

Berliner Presseecho.

DeutschlandsFeind biszum lctzlenAtemzug

Berlin, 21.März. (WTB. Funkspruch.) Alle Berliner Blätter beschäftigen sich in Nachrufen für Marschall Foch eingehend mit der Rolle, die der alliierte Generalissimus während des Weltkrieges, beim Waffenstillstand und nach der Einstellung der Feindseligkeiten gespielt hat. DieGermania" erklärt, als Oberbefehlshaber habe er ohne Zwei­fel Tüchtigkeit und große Sicherheit bewiesen. Gegenüber den deutschen Waffenstillstands- Verhandlungen habe er sich immer seinen Feinden gegenüber von größter Rücksichtslosig-- f eit gezeigt. Während der Friedensverhandlun- gen forderte er die Besetzung des Rheinlandes auf die Dauer von 50 Jahren. DasSB. I." schreibt: Niemand wird von uns Deutschen verlangen, daß wir Marschall Foch mit französischen Augen an­sehen sollen. Wohl aber dürfen auch wir Deutschen ihm nicht das Verdienst um sein Volk bestreiten. Was er im Kriege für sein Land getan hat, das war seine Pflicht. Schwerer wird in Deutschland vergessen werden, daß Marschall Foch auch nach dem Kriege den Kampf gegen ein waffenloses Volk mit Unterstützung einer rein militärischen Politik noch weitergefüyrt hat. ImVorwärts" wird gesagt, das persönliche Prestige von Foch sei im französischen Volke und darüber hinaus auch in den übrigen alliierten Ländern so groß gewesen, daß seine Ernennung im Frühjahr 1918 zum alleinigen Oberbefehlshaber auf der Gegenseite einen starken Optimismus auslöste. DieDAZ."

Berlin. 20. März. (Priv.-Tel.) Die Führer der landwirtschaftlichen Spitz enor- ganifationen haben das von uns bereits an­gekündigte gemeinsame Programm der deutschen Landwirtschaft heute nachmit- tag der Reichsregierung und dem Reichspräsi­denten überreicht. Das Programm trägt die Un­terschrift des Präsidenten des deutschen Land­wirtschaftsrates Brandes, des Präsidenten des Reichslandbundes Schiele, des Präsiden­ten der deutschen Bauernvereine Hermes und des Führers der Bayerischen Bauern. Fehr. Schon die Tatsache, daß sämtliche agrar­politischen Verbände Deutschlands sich auf ein gemeinsames Programm einigen konnten, ist ein Beweis für den Ern st der Situation in der Landwirtschaft, der in den Forderungen selbst nachdrücklichst zum Ausdruck kommt. Ganz klar wird in dem Programm die deutsche Entschei­dungsfrage herausgearbeitet, ob nämlich eine le­bensfähige deutsche Landwirtschaft für die Ernährung der Bevölkerung künftig die sichere Grundlage geben, oder ob Deutschlands Ernährung von der Bereitwilligkeit des Auslandes abhängig gemacht werden soll. Mit dem Grundgedanken, daß Deutschland sich baldigst schon aus finanziellen Gründen von der gefährlichen Abhängigkeit seiner Rahrungsnnttel- versorgung vom Auslande befreien muh, wird sich jeder einverstanden erklären müssen, der diese wirtschaftspolitischen Fragen nicht allein von einem kurzsichtigen und kurzlebigen Derbraucher- standpunkte aus ansieht.

Die allgemeinen wirtschaftspolitischen Forderungen der landwirtschaftlichen Spitzenverbände sind durch- greifender Natur. Ein verstärkter Zoll­schutz soll die ausländische Einfuhr regeln. Die Ein­fuhr der landwirtschaftlichen Hauptprodukte soll so gestaltet werden, daß durch zentrale Einrichtungen des Reiches die verhängnisvollen Wirkungen der Weltmarktpreisschwankungen ausge­schaltet werden. In diesem Sinne wird auch eine Aenderung der Handelsverträge verlangt. Im ein- zelnen soll auf gesetzgeberischer Grundlage eine st a - bilc Preisbildung für das inländische Getreide sichergestellt werden. Weitere gesetzliche Maßnahmen sollen den inneren Absatz fördern. Für Vieh und Fleisch wird ein einheitlicher Seu­chen schütz, eine Erhöhung der Fleisch­zölle und gleichfalls eine Sicherstellung auskömm­licher Preise verlangt. Ebenso fordert das landwirt­schaftliche Programm eine Erhöhung der Zölle auf milchwirtschaftliche Produkte, auf Frühkartoffeln, auf Gemüse, Obst, Wein, Tabak und auf Eier. Bei allen diesen Erzeugnissen sollen gleichfalls die Absatzorgani­sationen ausgebaut und gestärkt und die Ra­tionalisierungsmaßnahmen gefördert werden. _

Zur Steuerpolitik fordert das Programm die Senkung der Steuern unD öffent- lichen Lasten, sowie eine einheitliche Ge­staltung des landwirtschaftlichen Steuerwesens. 3n der Kreditpolitik wird eine engere Zusammenarbeit der landwirtschaftlichen Kredit- inftitutc verlangt, sowie die Erweiterung und schnellere Durchführung der Um­schuldung und eine ganze Reihe anderer Maß-

Kommunisten und der Sozialdemokraten. Die Deutschnationalen beklagten die Rot der Land­wirtschaft und erklärten, sie sähen in der Ein­bringung des RotetatS einen Beweis für die Handlungsunfähigkeit des Reichstags und der von ihm geftcllten Regierung. Sie würden den Rotetat ablehnen. Gegen die Stimmen der

schreibt: Mit Marschall Foch ist der w i l l e n s - I Deutschnationalen, der tommumnenber 07^10- stärkste militärische Führer des Welt- nalsoz.al.sten und 6er

krieges auf der Feindseite und der e r b i t - Bauernpartei wurde dann der Rotetat tn zweiter tertfte Gegner der deutschen Wehr- und dritter Beratung angenom^m - Auf traft dahingegangen. In den vier Kriegsjahren, der Tagesordnung der D°nnerstagSsch^ in den gefährlichsten Krisen der Entente parierte daS Genfer Protokoll »urGaSkrwgfrage und er mit seiner persönlichen Energie die deutschen Er- Hemete Vorlagen. An^rdem soll über einen folge und rettete mehr als einmal die Lage Der MihtrauenSantrag der Kommunisten geben den Alliierten. Im Herbst 1918 trat er für Die ft ä r t ft e Reichsftnanzmnuster Dr. Hilserding abgeftimmt ...... ' * Deutschlands werden.

Die Denkschrift weist am Schluß mit großem Ernst auf Die gefährliche Stimmung innerhalb der deutschen Bauernschaft hin und fordert deshalb, daß gewisse Maßnahmen unverzüglich ge­troffen werden. Die Oeffentlichkeit wird sich innerhalb der nächsten Zeit ausgiebig mit dieser Aktion der deutschen Landwirtschaft zu befassen haben. Bei der grundsätzlichen Wichtigkeit dieser Frage Darf man Die Erwartung hegen, daß ihre Behandlung nicht in Die unfruchtbaren Methoden der Parteipolitik einmündet, sondern nach Den sachlichen Erfordernissen einer überaus ernsten Lage Durchgeführt wird.

Dorstandstagung Der Bauernvereine.

Berlin, 20. März. (WTB.) Unter dem Vorsitz des Präsidenten der Vereinigung der deutschen Bauernvereine. Reichsminister a. D. Dr. Hermes, tagte der Vorstand der Vereini­gung der deutschen Bauernvereine, der aus dem | Vorstand der 27 deutschen Bauernvereine zu­sammengesetzt ist. Der Vorstand nahm mit Genug­tuung davon Kenntnis, daß der Präsident der Vereinigung mit Den Herren Brandes. Schiele und Fehr bestimmte Vorschläge für die Behebung der dringendsten Rotstände und darüber hinaus für die Sicherung der Existenzfähigkeit der Land­wirtschaft ausgearbeitet und der Reichsregierung überreicht hat. Der Vorstand ist der Auffassung, daß diese rein sachliche Arbeit für die Ret­tung des Bauerntums das erste Ge­bot der Stunde ist und daß sie unter keinen Ämständen durch die m der letzten Zeit bekannt­gewordenen Pläne auf organisatorische Umgestal­tung in der Landwirtschaft gestört werden darf.

5>er Vorstand hat mit lebhaftem Bedauern von den aus der Tagespresse bekanntgewordenen Be­schlüssen der Delegiertenkommilsionen deS West­fälischen und Rheinischen Bauern­vereins vom 11. März Kenntnis genommen und muß die an Die Vereinigung gerichteten zum Teil ultimatiöen Forderungen nachdrücklich ab- lehnen. Er spricht die bestimmte Erwartung ans. daß der Westfälische und Der Rheinische Bauernverein in eine nochmalige R ach - Prüfung Dieser Beschlüsse eintreten und ihre ganze Kraft dafür einsetzen, ihre weitere sachliche Gemeinschaftsarbeit mit den anderen der Vereinigung angeschlossenen Bauernvereinen sicherzustellen.

Der Sotetat im Reichstag angenommen.

Berlin. 20. März. (Wolff.) Die zweite Be­ratung des Rotetats für 192 9, Die auf der Tagesordnung Der heutigen Reichstags- fitzung stand, wurde in kurzer Zeit erledigt. ES sprachen nur Redner Der Deutschnationalen, Der

Der Sparappell der Volkspartei.

Auch auf Länder und Gemeinden erweitert.

Berlin, 19. Mäy. (TU.) Unter der ileber- fchristDer Magdeburger Appell" nimmt die Rationalliberale Eorrefpondenz" zu dem in Magdeburg abgehaltenen Parteitag der Deut­schen VoWpartei Stellung. Sie schreibt u. a.: Der Parteitag der Deutschen Dolkspartei von Magdeburg-Anhalt hat eine Bedeutung gewon­nen, die weit über den Rahmen des zehnten ReichStagswahllreises hinausgeht. Die Bedeu­tung liegt vor allem darin, daß Der Vorsitzende der vollsparteilichen Reichstagsfraktion Dr. Scholz den Rahmen Der von feiner Fraktion eingeleitcten Sparpolitik ertoeitertc. Er rich­tete an Die Parteifreunde im Lande Den Appell, auch in den Länder- und Gemeinde- Parlamenten für strengste Spar­samkeit einzutreten. Der Sparvorstoh der D.V. P. ist nichts anderes, als der Ausdruck einer allgemeinen wirtschaftlichen ileberxeugung und ist nicht mehr als Der notwendige Versuch, der steuerlich en Tleberlastung überall entgegenzuwirken, wo sie die Kapitalbildung hemmt, die Produktion schwächt, Die Zahl Der Arbeitslosen vergrößert und deren Elend ver­mehrt. Er hat nun jene besondere und notwendige Ausweitung Der Sparmaßnahmen betont, Die

nDigun gSblatl ; si: Dch.en W )b;r^Lcn. -Dahl den Kreis Sieben. m - Anmeldung Betriebe uiüTätig- ünunder.ficmpeb _ tz.n'ührung eines rtbiidungsMn.- Ä - »'s-

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militärische Knebelung ein, um Deutschlands Kraft fu

brechen. Bis zuletzt ist er gegen Die Räu­mung Der besetzten Gebiete gewesen. So blieb er unser Feind bis zu seinem Tode. Der Lokalanzeiger" erklärt, das deutsche Volk, das sonst 1 « M 20 OHärx (DDZ) Der Volkswirtschaft

f° 9crn bereit ist, auch des Gegners^deutung ge- Ausschuß des Reichstags erledigte in erster Le recht zu würdigen kann- auf d'eses Mannes Bahre f^g Zusammensetzung des Reichswirtschafts nur mit Bitterkeit Marschall war nich rQte5 Ser Unterausschuß hatte vorgeschlagen. Die

nur als Soldat unser Gegner, sondern au ch al brcj Abteilungen gleichmäßig zu besetzen und

Mensch einer unserer grimmigsten demgemäß Die Abteilungen I (Arbeitgeber) und II feinde. (Arbeitnehmer) um je sieben Mitglted6r zu

3'rmißrfiittbaefttlttaett vermehren, wobei in Abteilung I der Landwirt

sinterte ^uerrunogeounsen fd)afl 3U)< (jc cin Bauernschaft und Landfrau), Der L 0 n d 0 n, 21. Marz. (WTB. Funkfpruch.) Alle I ^udustrie ein, Dein HanDel ein (Handelsvertteter), Blätter veröffentlichen mit Bildern des verstör- öem Bankgewerbe ein und Dein HanDwerk zwei Denen Marschalls Foch Leitartikel und biogra- (darunter ein Gast- und Schankwirtschaft) neue Sitze Phische Aufsätze, tn Denen sie Das AnDenken DeS eingeräumt werden sollten. Der Ausschuß beschloß ehemaligen Oberbefehlshabers der auuerten auf Antrag Der Demokraten, Die Zahl Der Vertreter Truppen feiern. Der Prinz v0n Wales desHanDels statt um einen umzweizuver- fandte ein Beileidstelegramm an Die UBlttoe De« mehren. Zum Ausgleich wurDe auf Antrag Der Marschalls. Außer Baldwin und Chamber- Deutschen Volkspartei beschlossen, innerhalb Der Iain gedachte u. 0. auch Lloyd George smxksten Gruppe LanDwirtschaft einen gestern in einer öffentlichen Ansprache deS Mar- ber beiDen Sitze Der F 0 r st w i r t s ch a f t in F 0 r t- schalls. Feldmarschall Lord Plumer, Der unter sg11 bringen. Ein Antrag Der Bayerischen Volks' Foch in Frankreich gekämpft hat, wird dem Be- Partei, Den neuen Sitz Des Bankgewerbes zu gräbniS beiwohnen. Aus Amerika werden streichen, wurDe abgelehnt. EnDlich wurDe gegen Den BeileiDskundaebungen des Präsidenten Hoover, WiDerspruch Der Wirtschaftspartei beschlossen. Den DeS Staatssekretärs Kellogg und anderer her- s^rtreter des Gast- und Schankwirtschafts vorragender Persönlichkeiten gemeldet. gewerbes nicht Der Gruppe HanDwerk, sondern

---- Der Gruppe Verkehr zuzuweisen und an Der

Präsentation Den Reichsverband des Hotelaewerbes ---------------------------------------- zu beteiligen. Die Regelung Der Abteilung II wurde

1 nach Der Regierungsvorlage gebilligt; eine Vertre­tung Der wirtschaftsfrieDlichen Gewerkschaf t e n wurDe abgeIehnt. In Abteilung III (Ver­braucher) entschließt sich Der Ausschuß für Die V e r nahmen. Aus den sonstigen Forderungen feien mehruna Der Vertreter Der Beamten- " schäft und Der freien Berufe um je einen.

ZusammenfassenD ist festzustellen. Daß nach Den Beschlüssen Des Ausschusses nunmehr Die Verteilung Der Sitze Des Reichswirtschaftsrates folgendermaßen auf Die einzelnen Gruppen entfallt:

Erscheint täglich,außer Ä O

M Eichener Anzeiger

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General-Anzeiger für Oberheffen

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