vegrußk wurde. Roch auf dem Gelände des i Lufthafens fand dann der formelle Empfang statt, bei dem Dr. Eckener und Admiral Takarabe Glückwünsche auslauschten. Auch wahrend der Feier machte sich die Begeisterung der riesigen Menge in immer neuen Ausbrüchen Lust, und wiederholt wurden die von Polizei und Militär gezogenen Absperrungen von begeisterten Zuschauern durchbrochen, die die Passagiere in der Rahe sehen wollten. Bei der Begrüßungsfeier wurde den Besuchern aus Bebersee ein leichter Imbiß nach japanischer Art, bestehend aus getrockneten Kastanien und Stake gereicht. Der Kommandant des Flughafens veranstaltete für die Offiziere und Mannschaften des Luftschiffes ein Diner, dem Geishatänze eine besondere japanische Tlofe gaben. Jür die Passagiere stand ein Sonderzug nach Tokio bereit. Die Gesamtflugstrecke von Friedrichshafen bis Kafumigaura mit Anschluß des Schleifenflugs über Tokio und Yokohama wird mit 12 384 Kilometer angegeben. Dr. Lckencr und die Passagiere des Luftschiffes äußerten sich nach ihrer Landung in Tokio außerordentlich befriedigt über ihre Reise. Dr. Eckener machte einen sehr frischen Eindruck und erklärte, daß er bereits am Donnerstagfrüh wieder au fou ff eigen beabsichtige, um den Weltflug fo schnell wie möglich durchzuführen. Lr brauche zwei Tage zum Ausfällen der Bestände und zur Aeberholung des Luftschiffes. Die Motore hätten glänzend gearbeitet.
Vorbereitungen für die Weiterfahrt.
Donnerstag früh Start nach Los Angeles.
Tokio, 20. Aug. (WTB. Funkspruch.) Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist auch weiterhin der Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Sofort nach seinem Einbringen in die Luftschiffhalle wurde begonnen, die Brenn st off- und Traggasvorräte wieder auszufüllen. Man rechnet damit, daß diese Arbeiten morgen beendet sein werden. Wenn das Wetter günstig ijt, wird das Luftschiff a m Donnerstag früh zur dritten Etappe seiner bewunderungswürdigen Weltreise starten. Inzwischen "werden Offizieren und Mannschaft des „Graf Zeppelin" die Sehenswürdigkeiten der Stadt gezeigt und Unterhaltungen geboten. Der Kaiser hat durch den Verkehrsminister Dr. Eckener und den elf Mann seiner Besatzung silberne Vasen überreichen lassen, die mit den kaiserlichen Chrysanthemen geschmückt sind.
pariser Echo.
Eckeners Leistung wird anerkannt.
Paris, 20. Aug. (WTB. Funkspruch.) Die meisten Blätter begnügen sich damit, die Telegramme über den glücklichen Verlauf der Zeppelinfahrt nach Tokio, die aulch Den begeisterten Empfang in Japan schildern, wiederzugeben. Der „Petit P a r i s i e n" erklärt: Dr. Eckener, ein Luftschifführer ohnegleichen, hat den Sieg über die Elemente davongetragen. 3m „Oeuvr e" heißt es: Die Fahrt Friedrichshafen—Tokio ist mehr als eine Tat, sie ist ein Triumph. Der Flug um die Welt bedeutet die Herstellung regelmäßiger Lustverbindungen zwischen Deutschland und 3apan und zwischen Deutschland und Amerika. Deutschland steht an der Spitze des Fortschritts der Handelsluftschiffahrt. Der „E x - celsior" schreibt: Worüber muß man mehr erstaunt sein, über die meisterhaften Luftschiffführereigenschaften, die Dr. Eckener bewiesen hat, oder über die Zuverlässigkeit des Luftschiffes selbst, das mit einer Ruhepause von nur 10 Tagen die Strecke Reuhork— Friedrichshafen — Tokio zurückgelegt hat? Erkennen wir an, daß der „Graf Zeppelin" eine einzig dastehende Leistung vollbracht hat. — Der „Paris Soir" schreibt: „Angesichts dieser prachtvollen Rekordsahrt macht vor allem eins auf uns Eindruck, nämlich die vollkommene Zuverlässigkeit dieses großartigen Fluges. Es sind schon andere Flugtaten mit Erfolg ausgeführt worden, aber allzu oft hinterließen sie den Eindruck, daß ein außerordentlicher Zufall, eine wundertätige Hilfe die Llmstände ihres Gelingens gerade in einem Einzelfall begünstigte. Man beugt sich vor der Kühnheit, dem Mut und dem Wissen Einzelner, aber man muß zugeben, daß durch diesen Flug die Aussichten für eine künftige Verbindung der Kontinente auf dem Luftwege bedeutend gestiegen sind. Das ist die Lehre, die man aus der ersten Etappe des Fluges des «Graf Zeppelin" ziehen kann. Trotz des Gegenwindes und trotz des Tleberfliegens unbekannter Gebiete, in denen eine ganze Reihe verschiedener Klimazonen angetroffen wurde, hat sich Dr. Eckener vollkommen als Herr seines Riesenschiffes erwiesen."
Der neue Entwurf für die Arbeitslosenversicherung.
Das Neichskabinett stimmt zu.
Berlin, 19.Aug. (TU. Funkspruch. Amtlich.) Das Reichskabine, t stimmte in seiner heutigen Sitzung einem vom Reichsarbeitsmini st er vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Aenderung des Gesetzes über Arbeitsvermitflung und" Arbeitslosenversicherung zu. Der Entwurf wird sofort dem R e i ch s r a t und zur informatorischen Kenntnis dem Sozialpolitischen Ausschuß des Reichstags als Grundlage weiterer Beratungen zugehen.
lieber den Inhalt des Entwurfs, aus dem von amtlicher Seite noch keine Einzelheiten bekanntgegeben sind, teilt der Demokratische Zeitungsdienst u. a. mit: „Der vorliegende Gesetzentwurf enthält 67 Aenderungen und eine ausführliche Begründung, in der die finanzielle Lage der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung geschildert wird. Auf Grund der gemachten Erfahrungen hat das Arbeitsministerium in dem Entwurf weiterhin Reufassungen vorgenommen, die den Mißbrauch der Arbeitslosenver- stcherung ausschliehen soll. Bei den vorgeschlagenen Aenderungen handelt es sich um vier Hauptpunkte, und zwar um die Veränderung der Wartezeit, um die Anrechnung der Renten, um die Reuordnung auf dem Gebiete der Krankenversicherung und schließlich um die allgemeine Staffelung bei den Saisonarbeitern. Für diese vier
DieinnerpolitischeSpannunginOeflerreich
Wien, 19. Aug. (WTB.) Von den bei den gestrigen Zusammen st äßen in St. Lorenzen 60 verletzten Heimwehrleuten und Schutzbündlern im Krankenhaus Bruck an der Mur wurden etwa die Hälfte nach Anlegung von Rotverbänden in die Krankenhäuser von Kapfenberg, Leoben und Donawitz abgeschoben. Der der Heimwehr angehörende 3ngenieur Pichler aus Donawitz ist den in St. Lorenzen erlittenen Verletzungen erlegen. Demnach forderten die Zusammenstöße zwischen Heimwehr und Schutzbündlern zwei Todesopfer; den Schutzbündler Richter und den Ingenieur Pichler. Zwei weitere Schwerverletzte ringen mit dem Tode. Im Krankenhaus befinden sich 75 Verletzte, davon 30 Schwerverletzte. Die Gendarmerie nimmt aber an, daß die Zahl der Verletzten weit höher ist, da sich viele weder in Krankenhausbehandlung begeben, noch bei den Behörden gemeldet haben. Es ist behördlicherseits einwandfrei festgestellt worden, daß auf beiden Seiten erst aus Pistolen geschossen wurde; später wurden an die Schutzbündler Infanteriegewehre verteilt, die ihnen aber von den Heimwehrleuten entrissen wurden. Auf beiden Seiten wurde auch je ein Maschinengewehr in Tätigkeit gesetzt. Die Wiener Polizei hat umfangreiche Vorkehrungen getroffen, um eventuelle Zusammenstöße als Folge der gestrigen Vorfälle zu verhindern. In einigen Betrieben kam es heute vormittag zu T e i l st r e i k s der Arbeiter, doch gelang es den Gewerkschaftsfunktionären unter Hinweis darauf, daß die Beschlüsse der Konferenz der sozialdemokratischen Vertrauensmänner abgewartet werden sollten, die Arbeiter wieder zur Aufnahme der Arbeit zu bewegen.
In dieser sozialdemokratischen Vertrauensmänneroersammlung wurde eine Entschließung gefaßt, die
die Schuld an den blutigen Vorfällen in Sankt Lorenzen den steiermärkifchen Heim- wehrführern zuschreibt und gegen die schwache Haltung der Aufsichtsbehörden bei dieser Gelegenheit Protest einlegt. In der Entschließung heißt es dann weiter, es fei so weit gekommen, daß die organisierte Arbeiterschaft Oesterreichs von ihrem Selb st schütz Gebrauch machen müsse, solle es nicht einer Hand voll Abenteurer gelingen, das Land dem Untergang zuzutreiben. Sie wünschte keine anderen Auseinandersetzungen als die mit den Waffen des Geistes. Sollten aber die Heimwehrfaszisten es wagen, ihren törichten Putschdrohungen Taten folgen zu lassen, bann würde die österreichische Arbeiterklasse keinen Augenblick zögern, sich zu verteidiaen und sich aller Mittel zu bedienen, welche sie für notwendig halte. Nicht mit einer Einzelaktion Unverantwortlicher, sondern in Massenaktionen des gesamten Proletariats und in der Festigung des Schutzbundes seien die geeignetsten Mittel des Abwehrkampfes zu erblicken. Die Arbeiterschaft wird aufgefordert, die Abwehr mit allen Kräften vorzube- rciten und sich bei dieser Abwehr nicht ein = schüchtern zu lassen.
Bundeskanzler Streeruwitz ist am Montag aus Ischl nach Wien zurückgekommen und hat sich vom Vizekanzler Schumy Bericht erstatten lassen. Amtliche Mitteilungen über etwa zu erwartende Regierungsmaßnahmen lagen am Nachmittag noch nicht vor. Allerdings weiß das „Neue Wiener Tagblatt" angeblich von maßgebender Seite zu berichten, daß die Regierung beabsichtige, e i n a l l g e - meines Aufmarschverbot für das ganze Bundesgebiet und eine strengere Handhabung des Waffenverbotes anzuordnen.
Cupen-Malmedy verlangt das Gelbfibestimmungsrecht.
Berlin, 20. Aug. (Priv.-Tel.) Die gesamte Presse aller Parteien der Kantone Eupen, M a l m e d h und Sankt V i t h veröffentlichen eine Kundgebung an die Bevölkerung und die Regierung Belgiens, in der es heißt: In diesem Augenblick schicken sich die Regierungen der am Weltkrieg beteiligten Mächte an, die Reparationsfrage endgültig zu regeln und eine Bereinigung der übrigen noch offenstehenden Fragen vorzubereiten. Wir halten diesen Zeitpunkt gerade irn Interesse einer endgültigen Befriedung Europas für gekommen, die Aufmerksamkeit auf das Schicksal unserer Gebiete, zu lenken. Das Ende des Völkerringens sollte, so war es der WiUe der nach Frieden lechzenden Welt, Freiheit und Selbstbestimmung zur Geltung bringen. AuchEupen und Malme d y sollten über ihr zukünftiges Geschick entscheiden. Leider haben es die Verhältnisse mit sich gebracht, daß wohl unter den Einwirkungen des eben erst abgeschlossenen Kampfes diese Volksbefragung unter einer militärischen Herrschaft in einer Weise zur Durchführung kam, die nicht als ordnungsmäßige Ausführung der Bestimmungen des Versailler Vertrages angesehen werden kann. Die Anerkennung des Ergebnisses erfolgte auf Grund der Berichte eines Mannes, der nie in unserem Gebiete geweilt hat, und durch Körperschaften, in denen damals noch Parteien und Richter die gleichen waren. Wir wenden uns an alle rechtlich denkenden Belgier, die nur zur Verteidigung ihrer Heimat und nicht um Eroberungen willen zu den Waffen gegriffen habön. Belgien feiert im kommenden Jahre den 100. Jahrestag seiner Un» abhängigkeit, ein Fest der Freiheit. Dazu steht im Widerspruch, daß an seiner Ostgrenze eine Bevölkerung wohnt, die dieses Fest nicht begehen kann. Von dem lebhaften Wunsch beseelt, daß in Zukunft auf das friedliche und einträchtige Zusammenleben der beiden Rachbarstaaten kein Schatten mehr fallen möge, halten die Unterzeichner, nachdem auch das Deutsche Reich die Markfrage in einer gerechten und willigen Weise zu regeln zugesagt hat, den Zeitpunkt für gekommen, den Gerechtigkeitssinn und den Weitblick der belgischen Staatsmänner anzurufen, damit der Bevölkerung von Eupen, Malmedy und Sankt Dith nunmehr endlich Gelegenheit gegeben
werde, nach freiem Willen über ihre Zukunft zu entscheiden.
Belgiens offene Wunde.
Eine flärriischePilgerfahrt zum Nserdenknial
Brüssel, 18. Aug. (Telun.) Am Sonntag fand in Dixmuiden die zehnte flämische Pilgerfahrt zu dem Pserdenkmal statt, an der etwa 100 000 Personen, darunter zahlreiche flämische Frontkämpfer, und Hunderte von Gruppen flämischer Nationalisten mit ihren Bannern, den gelben Fahnen mit dem schwarzen Löwen, teilnahmen. Am Morgen hatte das Pilgerkomitee die Gräber der französischen, deutschen, amerikanischen und englischen Soldaten mit Blumen schmücken lassen. An dem Festgottesdienst, der unter freiem Himmel auf dem großen Platze in Dixmuiden stattfand, nahmen etwa 60 000 Menschen teil. Der Pilgerzug, dessen Vorbeimarsch 1t Stunden dauerte, begab sich darauf zum Pserdenkmal, das für die gefallenen Flamen errichtet und beinahe vollendet ist. Der Holländer Bernhard D e r h ö - oen übermittelte den Flamen die Grüße des holländischen Brudervolkes. Die belgische Regierung hatte an der Grenze Maßnahmen getroffen, um die Einreise Derhövens zu verhindern. Trotzdem war es dem Redner gelungen, zu der Feier zu erscheinen. Pros. D a e tz s bezeichnete das große flämische Denkmal als ein Monument der Anklage, die sich gegen die richtet, die während des Krieges und nach dem Kriege dem flämischen Volke die Gleichberechtigung ver- sprachen hätten, ohne daß sie nachher ihr Wort gehalten hätten. Flandern sei auf dem Wege, sich aus den Banden der zentralistischen Gewalt zu befreien und werde sich an keinerlei Veranstaltung beteiligen, die an die Unterdrückung seiner Rechte erinnern würden. — Abordnungen ehemaliger Frontkämpfer aus Frankreich, Amerika, Irland, England und des Reichsverbandes der deutschen Kriegsteilnehmer, Bezirk Aachen, legten prachtvolle Blumengewinde an dem Denkmal nieder. Mit dem flämischen Nationalgesang fand die Feier, an der zahlreiche Abgeordnete und Senatoren teilgenommen hatten, ihr Ende. Dr. B o r m s, der Führer der früheren flämischen Aktivisten, der vor einigen Monaten das Gefängnis verlassen hatte, wurde erkannt und war Gegenstand großer Ovationen.
Punkte ist eine finanzielle Berechnung über die Höhe der Ersparnisse dem Entwurf beigegeben. Diese Berechnung ergibt, daß zum wesentlichsten Teil das vorhandene Defizit von 279 Millionen Mark beseitigt wird — dieses wird aber nicht ganz beseitigt, es bleibt vielmehr eine Lücke, und diese Lücke zu schließen ist die Aufgabe der gesetzgebenden Körperschaften, des Reichsrats und des Reichstags.
Die finanzielle Neugestaltung der Arbeitslosenversicherung geht aus von einer Arbeitslosenzahl von 1,1 Millionen; für die fünf Wintermonate vom 1. Rovember bis 31. März ist mit anderthalb Millionen Arbeitslosen gerechnet. Der Gesamtaufwand für die Arbeitslosenversicherung wird auf 1 119 000 000 beziffert. Davon sind bisher eingegangen 850000 000. Der Gesetzentwurf sieht eine Beitragserhöhung um Vi Prozent vor, und zwar ist diese Erhöhung auf anderthalb Jahre be - schränkt. Durch die Beitragserhöhung werden jährlich 140 000 000 Mark mehr aufkommen. Das sind insgesamt 980000 000. Der Rest muß durch Ersparnisse, wie sie der Gesetzentwurf vorschlägt, zu decken sein. Die Reuordnung der Arbeitslosenversicherung soll mit dem 1. Rovember 1929 in Kraft treten."
Aus aller Well.
Zwillingsbrüde- vom Starkstrom getötet
Ein tragischer Unglücksfall, dem zwei 12jährige Knaben zum Opfer fielen, hat sich in Fischerhude bei Bremen ereignet. Hier waren aus Bremen stammende Zwillingsbrüder bei einer befreundeten Familie untergebracht, um dort die letzten Ferientage zu verbringen. Einer der Jungen kam auf die Idee, den Kopf eines im nahen Walde gefundenen Rehwildes oben am Gittermast der Starkstromleitung aufzuhängen. Trotz Warnung seitens feiner Gastgeber stieg der Junge auf den Mast
Oben kam er mit der Leitung in Berührung, wurde sofort e r f d) I a g e n und blieb mit furchtbar verbranntem Kops hängen. Sein Zwillingsbruder wollte ihm zu Hilfe kommen, hatte aber kaum den durch den verbrannten Körper seines Bruders Erdleitung bekommenden Gittermast berührt, als auch er vom Strom erschlagen wurde. .Erst mit vieler Mühe konnten die schrecklich zuge- ricyteten Leichen nach Ausschaltung des Stromes geborgen und nach Bremen geschafft werden.
Ein rumänisches Fort in die Luft geflogen.
3n Bukarest wurde nach 10 plhr abends ein gewaltiges Getose vernommen. Der Bevölkerung bemächtigte sich eine große Panik, da bald bekannt wurde, daß das Fort Domgosti, das etwa sechs Kilometer von Bukarest entfernt liegt, in die Luft geflogen ist. Es war dort ausrangierte schadhafte Artilleriemunition aufgestapelt, die unbrauchbar gemacht werden sollte. In dem Fort befanden sich etwa 2 5 Soldaten und einige Arbeiter, die mit der Tlnbrauchbarmachung beschäftigt wurden. Das Fort bildet zur Stunde ein einziges Flammenmeer. Die aufgebotenen Truppen konnten dem Brandherd noch nicht näher rücken, da ständig neue Explosionen erwartet werden. Es wird befürchtet, daß die gesamte Besatzung sowie die Arbeiter ums Leben ge- ko mmen sind.
Unwetter in Rorbfirol.
Rach einer Mitteilung des Bundesstraßendienstes sind auf der Arlberg st raße zwischen Innsbruck und St. Anton 14 Muren (niederrollendes Gestein) niedergegangen, die die Straßen schwer gefährdet und sie teilweise verweht haben, so daß der Verkehr gesperrt werden mußte. Die Arlbergstraße zwischen Landeck und St. Anton ist so schwer vermurt, daß sie voraussichtlich bis Donnerstag gesperrt bleibt. Im Bereich der Bundesbahn Innsbruck sind 5 Muren niedergegangen, die größere Störungen
zur Folge hatten. Durch das Unwetter trat infolge Murbruches der Hundsbach bei Inzing auS feinem Bett und überschwemmte die von einem früheren Murbruch heimgesuchten Felder neuerdings. Der Ausbruch war so stark, daß man von außen Hilfe herbeirufen muhte. In I m st hat ein Hagelschlag großen Schaden angerichtet. Die gesamte Obsternte dürste fast ausnahmslos vernichtet sein. Die Maisernte wurde ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Boofsunglürf auf dem Lago Maggiore.
Auf dem Lago Maggiore brach ein plötzlicher Sturm aus. Eine Barke kenterte. Drei Personen sind ertrunken.
Grohseuer in einer kanadischen Stabt
In Lloybminster (Saskatschewan) würbe burch ein Großfeuer bas Hauptgeschäfts, viertel ber Stabt zerstört. 26 Gebäude, darunter das Postamt, zwei Hotels und zwei Bank- gebäube würben eingeäschert. Der Sachschaben wird auf etwa eine Million Dollar geschätzt. -
Der erste katholische Bischof von Berlin.
Der auf Grund des Konkordats zwischen Preußen und dem Heiligen Stuhl errichtete neue katholische Dischossslh in Berlin soll, wie die „Voss. Ztg." erfahren haben will, mit dem jetzigen Bis chof von Meißen Dr. theol. und Dr. phil. Christian Schreiber besetzt werden. Die öffentliche Ernennung fort in nächster Zeit erfolgen.
Schweres Eisenbahnunglück in Nordamerika.
Äu,' der Strecke St. Louis—St. Franzisko entgleiste ein Personenzug infolge falscher Weichen- stellung. Der Lokomotivführer und der Heizer sowie zwölf Reger wurden getötet. Sieben Personen wurden verletzt.
Kunst und Wissenschaft.
Alois Großmann f.
Alois Großmann, ber bekannte und sehr beliebte Spielleiter unb erste Komiker bes Neuen Theaters in Fran k f u r t a. M. (Direktor Arthur Hellmer) ist am Montag plötzlich infolge eines Herzschlages gestorben. Mit bem Hinscheiben bieses ausgezeichneten unb vielseitigen Schauspielers erleibet bas Frankfurter Theaterleben einen schweren Verlust.
Präsident Hoover Ehrendoktor von Karlsruhe.
Die Technische Hochschule Karlsruhe hat Herbert Hoover, den Präsidenten ber Vereinigten Staaten, auf einstimmigen Antrag ber Bauingenieurabteilung in Bewunderung seiner weitblickenden und erfolgreichen Jngenieurarbeit in allen Weltteilen zum Doktor-Ing. h. c. ernannt.
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Wettervoraussage.
Obwohl hoher Luftdruck Deutschland mit in seinen Bereich nimmt, hat doch der Kaltluftzustrom sich stärker aus den Witterungscharakter ausgewirkt. Während mehr im nördlichen Deutschland vielfach heiteres Wetter herrscht, weist Mitteldeutschland Bewölkung und Süddeutschland sogar in den heutigen Morgenstunden verbreitete Niederschläge auf. Auch die Temperaturen haben infolgedessen durchweg niedrige Werte. Durch die neue Jslandstörung tritt jedoch wieder ein Wechsel in der Luftzufuhr ein, so daß ozeanische Warmluft später Erwärmung bringen dürfte. Dabei wird der hohe Druck abgebaut, und die Randstörungen bringen unserem Gebiet, wenn auch durch den hohen Druck noch zeitweise Aufheiterung eintritt, Bewölkung mit zunehmender Niederschlagsneigung.
Wettervoraussage für Mittwoch: Wolliges Wetter, zeitweise auch aufheitemb, zunächst noch mäßig warm, Reigung zu Rieder- schlägen.
Wettervoraussage für D onne rs - tag: Weiterhin wolkiges Wetter, jedoch etwaS wärmer, Fortdauer der Riederschlagsneigung.
Lufttemperaturen am 19. August: mittags 18,2 Grad Celsius, abends 12,5 Grad; am 20. August: morgens 9 Grad. Maximum 18,7 Grad, Minimum 9,2 Grad. — Erdtemperaturen in zehn Zentimeter Tiefe am 19. August: abends 20 Grad; am 20. August: morgens 14,2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 6*/a Stunden.
Relsewetterdienst
bet amtlichen Wetterdienststelle Gießen.
Rheingebiet (Köln): Gestern kühle Rächt, teils heiter, teils wolkig; heute morgen 11 Grad, Windstille, heiter.
Baden (Baden-Baden): Gestern vorherrschend kühl, meist trübe; heute morgen 13 Grad, Rordostwind, Rebel.
Bayern (Garmisch-Partenkirchen): Gestern vorherrschend kühl, regnerisch; heute morgen 11 Grad, Windstille, Regen.
Küste (Westerland auf Sylt): Gestern kühl« Rächt, teils heiter, teils wolkig; heute mov» gen 15 Grad, Westwind, wolkig. <
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Oder doch .„ toaS ma U M »■ glühende So pflogen überstrahlt, nicht mehr l es einen g geben wird, man rinGMwu' durch die i Mchte sui Gedicht, da gestimmte '
Nichts u schnuppe? dem Zaube dahinziehei kennt, vor beginnen, Klügste un Gefühl die die Stimm fällt, sie a diese Tage der hinabg!
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