Aus -er Provinzialhauptfia-t.
Gießen, den 20. August 1929.
Eine Sternschnuppe.
Eine Sternschnuppe zieht über den Himmel. Eine? Nein, viele, denn jetzt ist ja die Zeit des großen Sternschnuppenfalls, jetzt in diesen lauen, von tausend Schönheiten erfüllten Augusttagen, Augustabenden.
Vielleicht haben wir keine Zeit mehr, um auf Sternschnuppenfall zu achten. Hier sind Verpflichtungen, und dort locken Vergnügen. Was soll uns eine Sternschnuppe, die aus dunllen Himmelsdunkelheiten aufleuchtet, lautlos in Sekundendauer über das unendlich tiefe, unendlich nahe und unendlich ferne Firmament zieht, und dann irgendwo erlischt. Ein Heiner Lichtschimmer bleibt als Nachklang auf unserer Netzhaut, dann fällt auch dort Dunkelheit ein oder ein anderes Bild der Dämmerung malt sich darin, und alles ist gewesen. Es ist nichts gewesen, so viel wie nichts.
Oder doch mehr? Es kommt ja immer darauf an, was man daraus macht, wie man die Dinge zu sich sprechen, auf sich wirken läßt. Der glühende Sonnenball, der sich am golden leuchtenden Morgengewölk ankündet, den ganzen Himmel überstrahlt, daß er brennt, kann nichts bedeuten, nicht mehr wenigstens als die Befürchtung, daß es einen grauen Tag und schlechtes Wetter geben wird, durch die ein Ausflug, von dem man sich Freuden verspricht, verdorben wird. Unö rin Glühwürmchen, das sich in armseligem Geleucht durch die Dunkelheit stiehlt, die Gefährtin heißer Nächte suchend, kann Schwingen geben zu einem Gedicht, das viele andere erfreut, weil es Gleichgestimmte findet.
Nichts und alles. Das ist es. Unb eine Sternschnuppe? Nichts, wenn man sich verschließt vor dem Zauber der Nächte, in denen sie ausglühen, dahinziehen in Dahnen, die keiner von uns kennt, von denen feiner sagen kann, wo sie beginnen, wo sie enden, und wenn es dev Klügste unter uns wäre. Uni) alles, wenn das Gefühl dieses kleine Leuchten umspinnt, wenn die Stimmung dieser lauen Nächte in die Seele fällt, sie ausfüllt in bittersüßer Erkenntnis, daß diese Tage so rasch verrinnen, daß sie schon wieder hinabgleiten in die graue Zeit.
Eine Sternschnuppe! lieber dem Wald zog sie hin, der in dunkler Schweigsamkeit steht. Ein rasches Erglühen, und schon ist ihr Dasein ausgelöscht.
Und dort ein Mensch! Nicht viel anders als diese Sternschnuppe. Aus Unbewußtheit empor- tauchend ins Helle, selbst rasch aufleuchtend in der Fugend, und vergehend in unbewußte Dunkelheiten. Was anderes mehr? Und doch schon genug, wenn er nur ein schwaches Leuchten hatte. S.
Daten für Mittwoch, 2t. August.
Sonnenaufgang 4.r4 Uhr, Sonnenuntergang 19.11 Uhr. - Mondaufgang 20.03 Uhr, Monduntergang 5.35 Uhr.
1820: der Phnsiker John Tyndall in Leighlin geboren: — 1838: der Dichter Adalbert von Chamisso in Berlin gestorben.
Gießener Wochenrnarktpreise.
Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Duiter 200 bis 210, Matte 30 bis 35, Wirsing 20 bis 25, Weißkraut 15 bis 20, Rotkraut 20 bis 25, gelbe Rüben 15 bis 20, rote Rüben 15 bis 20, Spinat 20 bis 30, Römischkohl 12 bis 15, grüne und gelbe Dohnen 25 bis 35, Erbsen 25 bis 30, Tomaten 30 bis 50, Zwiebeln 10 bis 20, Kürbis 10 bis 15, Pilze 35 bis 40, Kartoffeln 5,5 bis 6, Frühäpfel 20 bis 30, Falläpfel 4 bis 5, Birnen 10 bis 30, Heidelbeeren 35 bis 40, Stachelbeeren 20 bis 25, Johannisbeeren 20 bis 25, Himbeeren 45 bis 50, Pflaumen 15 bis 20, Zwetschen 20 bis 25, Mirabellen 20 bis 25, Reineclauden 20 bis 25, Pfirsische 55 bis 60, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120 Pf. das Pfund: Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf.: Tauben 70 bis 90, Eier 14, Blumenkohl 30 bis 70, Salat 10 bis 15, Salatgurken 15 bis 40, Einmachgurken 2 bis 4, Endivien 15 bis 20, Ober-Kohlrabi 10 bis 12, Lauch 10 bis 15. Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 15 Pf. das Stück: Radieschen 10 bis 15 Pf. das Bund: Kartoffeln 5 Mk. der Zentner.
Bornotizen.
— Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: „Dreimal Rußland" (Der Heiratsantrag, Das Jubiläum, Der Bär), 20 bis 22 Hfjr. — Turnverein von 1846: 21.29 Ufjr, Abholung
der Sieger von den deutschen Schwimm-Meisterschaften Altona am Bahnhof Gießen. — Gewerbeverein Gießen: Hauptversammlung, 20.30 Uhr, Gewerbehaus, Kirchstraße. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Vorsicht! Mädchenhändlerl"
•
•• Autobus-Zusammenstoß. Bei seiner ersten Fahrt heute morgen von Wieseck nach dem Bahnhof passierte der Wieseck—Alten-Busecker Omnibus um 5.36 Uhr die Goethestraße. In dem Moment, als er an dieser Straße vorbeifuhr, kam ein Autobus der Gambacher Linie aus -der Goethestraße heraus und fuhr in den vorderen Teil des Wiesecker Wagens hinein. Der Wiesecker Omnibus fuhr vorschriftsmäßig rechts und hatte auch das Dorfahrtsrecht. Der Gambacher Wagen konnte an der als gefährlich bekannten Straßenkreuzung nicht mehr rechtzeitig zum Stehen gebracht werden: der Wagenführer riß den Autobus noch ein wenig nach links herum, aber der Zusammenstoß war unvermeidlich. Dei dem Zusammenprall fuhr der Wiesecker Wagen mit seinem vorderen Teil auf den Dürgersteig. Personen sind glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen. Der Wiesecker Omnibus kam leidlich davon, nur zwei Fensterscheiben und ein Kotflügel sind zertrümmert, während bei dem Gambacher Wagen, der voll beseht war, Achse, Chassis und Vorderrad sehr erheblich beschädigt worden sind.
,e Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil-Club E. D. (QI. v. D.) Gießen: Die Straßensperre auf der Strecke Stadt- grenze Gießen bis Kilometer 2,000 im Zuge der Straße Gießen—Marburg ist aufgehoben. — Die Straßensperre zwischen Gießen—Reiskirchen im Zuge der Straße Gießen—Grünberg ist aufgehoben. — Wegen Ausführung von Walzarbeiten ist die Provinzialstraße Daubringen—Mainzlar vorn 19. August ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Umteitug über Staufenberg.
Aufgehobene Straßensperrung. Das Polizeiamt teilt mit: Die Sperrung der Gartenstraße zwischen Ludwigstrahe und Am Nahrungsberg wird aufgehoben.
•* Dienstjubiläum. Auf eine 25jährige arbeitsreiche Tätigkeit bei der Firma Eduard Klinkel Söhne kann der Müller Louis Dietz e n k a p p , Nordanlage 3 wohnhaft, zurückblicken.
** Sommerfest und Wiedersehensfeier des Unteroffizierkorps des Standorts Gießen. Das Sommerfest unserer Garnison, mit dem die erste Wiedersehensfeier und die Qlbschiedsfeier des Jahrganges 1929 des Unteroffizierkorps des Standorts Gießen verbunden war, das am Samstag und Sonntag in der Liebigshöhe gefeiert wurde, nahm einen glänzenden Verlauf. Gründlich vorbereitet bis ins kleinste und dirigiert von dem weitblickenden Leiter, Feldwebel Koch, von der 1. Komp., befriedigte das Fest alle Teilnehmer, insbesondere auch die vielen alten Kameraden, die erschienen waren. Eröffnet wurde die Feier durch einen Dierabend am Samstag auf der Liebigshöhe. Feldwebel Koch begrüßte alle Erschienenen aufs herzlichste, worauf Major L ü t e r s, der Kommandeur des ersten (Hess.) Dataillons 15. Jnf.-Regts.» im Namen des Offizierkorps herzliche Dankesworte fand und die edle Kameradschaft pries. Er gedachte auch in ehrenden Worten des Gründers der kameradschaftlichen Vereinigung der Unteroffiziere, die am 21. Mai 1924 von dem Oberfeldwebel Kandelhardt, jetzt in Remscheid, ins Leben gerufen worden war. Für den Reichsbund der Zivildienstberechtigten dankte Kamerad Fenchel für die Einladung. Im Namen dSr ehemaligen Angehörigen des Dataillons überreichte Kamerad Kandelhardt einen Wanderpreis für den besten Schützen. Unteroffizier Leide n b a ch von der 2. Kompagnie der bei dem am Nachmittag ausgetragenen Preisschiehen den ersten Preis geschossen hatte, konnte den Wanderpreis in Empfang nehmen. Den Sonntagnachmittag füllten reiterliche Vorführungen der 4. (M.-G.)-Kompagnie, ein fröhliches Kinderfest und Quadrillen in historischen Uniformen aus. Von den Teilnehmern am Jagdspringen seien die ersten fünf Sieger genannt. Cs erhielten im leichten Jagdspringen: 1. Preis Unterteilte. Funk, 2. Feldw. Hafner, 3. Unteroffizier Schmidt, 4. Unter?. Schwerer, 5. Unters. W. Schmidt: im mittleren Jagdspringen: 1. Preis Feldw. Hafner, 2. Oberf. Durk- holz, 3. Unters. Schmidt, 4. Unteroffizier Bormuth, 5. Unter?. Scheurer. Der eigentliche Festakt am Sonntagabend, für den sich die Räume der Liebigshöhe leider als viel zu klein erwiesen, zeigte so recht das herzliche Verhält-
Adreßbuch
-er Stadt und des Kreises Gießen.
Der Abschnitt III mit den Einträgen der Buchstaben
G bis L
in das alphabetische Einwohner- und Finnenverzeich« nis der Gtadt Gießen liegt 3 Tage, vom Donnerstag, dem 22. bis einschließlich Samstag, dem 24. August zu jedermanns Einsichtnahme in unserer Geschäftsstelle offen.
Oie zuständige Einwohnerschaft Gießens sowohl als die beteiligten Behörden und öffentlichen Körperschaften usw. werden um Prüfung der Einträge auf Richtigkeit und Vollständigkeit hiermit gebeten. Für Fehler und Unrichtigkeiten kann keine Haftung übernommen werden.
Oberhessischer Adreßbuchverlag Gießen
Gchulstraße 7
Eingang von der Kaplaneigaffe aus.
nis, das zwischen unserer Garnison und der Bürgerschaft unserer Stadt besteht. Nach einem Dorspruch von Fähnrich Dodensteinkonnte Feldw. Koch die vielen Gäste, u. a. den Datail- tommanbeur, den Vertreter der Stadt. Bürgermeister Dr. Seid, und den Vertreter der ^Regierung, Regierungsrat Schmidt, willkommen heißen. Wieder hatten, wie auch am Samstagabend, der Quartettverein unter Leitung seines iirigenten, Musiklehrer Leib, und Franz Ar z d o r f vom Stadttheater Gießen sich in den Dienst des Abends gestellt und konnten durch ihre Darbietungen den Anwesenden genußreiche Stunden bereiten. Viel Beifall erntete auch die Damenabteilung des V. f. B. mit ihren gymnastischen Aufführungen. Unsere Regimentskapelle war wie immer auf der Höhe. Theatralische Aufführungen unter Mitwirkung einiger Mitglieder vom Stadttheater Gießen, Preisschießen, Verlosung, Feuerwerk und Tanz beendigten das wohlgelungene und schön verlaufene Fest.
** Don der Provinzial-Pflegean- st a 11. Die Provinzial-Pflegeanstalt veranstaltete dieser Tage ihren üblichen Jahresausflug. Mit Sang und Klang zog man zum „Hirtenbrunnen". Nach Erreichung des beliebten Ausflugsortes erfolgte die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen. Es wurden dann Spiele aufgeführt, getanzt und gesungen, wobei das alte Volkslied zu seinem Rechte kam. Ein Angestellter der Anstalt hob in einer Ansprache die Dedeutung des Tages hervor, dankte den weiblichen Angestellten, die die Bewirtung übernommen hatten, und besonders auch dem Direktor der Anstalt dafür, daß er die Pfleglinge für kurze Zeit aus dem Alltagsmilieu befreit hatte. Die schönen Stunden verliefen viel zu schnell, und mit neuer Lebenslust und Schaffensfreudigkeit trat man voller Dankbarkeit den Heimweg an.
** Schützenverein Gießen e. V. Man schreibt uns: Der Deutsche Schützenbund hat seit zwei Jahren ein Mannschaftsschießen eingerichtet. Hierbei werden die sich beteiligenden Vereine durch 5 Mann vertreten, von denen einer auf 300 Meter, einer auf 175 Meter, einer auf Wehrmannscheibe, einer auf Pistole und einer auf Kleinkaliber zu schießen hat. Das Schießen läuft in Form eines Ausscheidungsschießens. Zu diesem Zwecke ist das Gebiet in X3auc und Bezirke eingeteilt. Die mustergültige Einrichtung der Gießener Schießstände des Schützenoereins e. V. Gießen und die daraus sich erklärende glatte Abwicklung des 30. Verbanos- schießens, hat dem Deutschen Schützenbund Veranlassung gegeben, die Ausschießung der Verbands- meisterschaft von Westdeutschland am nächsten Sonntag, 25. d. M., hier stattfinden zu lassen. — Es sei noch bemerkt, daß das 30. Derbandsschießen für den Schützenverein Gießen ein Erfolg war.
Oberheffen.
Landkreis Gießen.
CO Klein-Linden, 19. Aug. Am Sonntagnachmittag versammelte sich ein großer Teil unserer Gemeinde im Faberschen Garten zur Feier des Sommerfestes der Kleinkinderschule. Unter Vorantritt des hiesigen Posaunenchores marschierten die mit Blumenkränzen geschmückten Kleinen in fröhlichem Zuge zum Festgarten. Nach einem gemeinsam gesungenen Choral unter Begleitung des Posaunenchores und nach dem Gebet des Ortsgeistlichen trugen die Kleinen ein Degrühungs- gidicht vor. In seiner Ansprache schilderte Pfar
rer D r e m m e r die Entstehung der Kinderschuten durch Pfarrer Oberlin in Steintal im Elsaß vor 150 Jcchren. Dann folgten Lieder und Spiele der Kleinsten. Brezelverteilung an di« Kmder und Kos Schlußwort des Geistlichen beendeten die Feier. Die Kollekte zum Besten der Kleinkinderschule ergab 33 Mark.
H Lollar, 19. Aug. In diesen Tagen werden es vierzig Jahre, daß der im weiten Umkreise bekannte Gastwirt und Mehgermeister Konrad Moos sein Geschäft selbständig betreibt. — Dei der in den letzten Tagen hier durchgeführten Neuanlage von Fernsprechanschlüssen hat auch der hiesige Dahnhof einen Anschluß an das Post-Fernsprechnetz, und zwar als Nebenstelle zur Reichsbahn-Güterabfertigung erhalten. — Am 22. August kann der ehemalige Eisenbahnarbeiter Karl Moos I., körperlich und geistig rüstig, das 7 5. Lebensiah r vollenden.
c Wirberg, 19. Aug. Der Gottesdienst zur Eröffnung der Konfirmanden st unde fand am letzten Sonntag hier statt. Während letztes Jahr 24 und 1928 32 Kinder ausgenommen, waren es dieses Jahr nur 10 Kinder, die in die Konfirmandenstunde ausgenommen wurden, dazu kommen noch 5 Kinder aus Saasen (Vorjahr 6; 1928 9).
8 Saasen, 19. Aug. Die geplante gründliche Wiederherstellung unseres Gotteshauses auf dem Deitsberge wird nun in Angriff genommen werden. Verbunden mit diesen Arbeiten wird auch eine Verbesserung der Heizanlage unserer Kirche. Seither konnte die Heizanlage eigentlich niemals benutzt werden, weil der Ofen fast immer sehr stark rauchte. Durch diesen Rauch wurde das Innere des Gotteshauses, besonders die Wand bei dem Ofen und die Decke, ganz geschwärzt. Durch einen Aufbau auf den Schornstein war vorgeschlagen worden, dieses Uebel zu beseitigen. Der Kirchenvorstand und die Gemeindevertretung beschlossen jedoch, kein Geld mehr für die verfehlte Anlage zu verwenden, da der Kamin wegen der Denkmalspflege an einen völlig ungeeigneten Ort gebaut toar und deshalb es wahrscheinlich auch bei der vorgeschlagenen Reparatur nicht viel besser geworden wäre. Die Heizanlage wird nun entfernt, damit nicht die renovierte Kirche aufs neue durch den Rauch beschmutzt wird. Als Ersah wird eine elektrische Heizanlage durch das Elektrizitätswerk Gießen eingebaut, und zwar eine Raumheizung, da die Fuhbankheizung nicht gut angebracht werden konnte. Wir hoffen das Erntedankfest in der renovierten Kirche feiern zu können.
ch L i ch, 19. Aug. Am gestrigen Sonntag hielt der hiesige Kriegerverein unter Leitung seines bewährten Vorsitzenden, Stadtrechners Häuser, sein diesjähriges Preisschiehen ab. Der Rothsche Männerchor trug unter Leitung seines Chormeisters, Lehrer Stein, zur Verschönerung des Festes einige gut ausgearbeitete Männerchöre vor. Während des Schießens konzertierte die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr. Die ^Beteiligung am Schießen war diesmal recht stark, 36 Kameraden nahmen daran teil. Cs wurden von jedem Schützen vier Schuh aut die 24-Ringscheibe mit der Wehrmannsbüchse abgegeben. Die Leistungen waren im allgemeinen recht gut, was der Umstand beweist, dah der letzte von den 24 ausgegebenen Preisen mit 75 Ringen abging. Dei der Feier am Sonntagabend hielt Stadtrechner Häuser eine Ansprache. Die Preisverteilung hatte folgendes Ergebnis: 1. Preis mit 90 Ringen Buchhalter Karl Peter, 2. mit 89 R. Oberbahnhofsvorsteher Derk, 3. mit 88 R. Schlossermeister Friedrich Schmidt, 4. mit 88 R. Mehgermeister Christian Rau, 5. mit 88 R. Dermessungssekretär Karl Müller. 24 Preise wurden im ganzen ausgegeben. Die Hassia-Ehrenscheibe schoß Forstwart Heinrich Textor. Drei weitere Ehrenscheiben wurden von Wilhelm Kraus, Gustav Löhr und Schretnermeister Karl Kambeitz geschossen.
Berliner Börse.
Berlin, 20. Aug. (WTB. Funkspruch.) Das Geschäft im heutigen Vormittagsoerkehr ist außerordentlich ruhig, man beobachtet weiter starke Zurückhaltung der Spekulation, doch scheint eher eine leichte Beruhigung eingetreten zu sein. Das Kommunique der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs- A.-G. wird als sehr nichtssagend bezeichnet, und man verfolgt die Entwicklung der Angelegenheit weiter mit Spannung. Die Kurse scheinen kaum verändert zu fein. Man taxiert Farben 218,5 und Siemens 375,5.
es geschafft
Wie hat er
Schöne Wohnung, eigener Garten, Gesundheit und Glück — wie hat er das alles geschafft? Er verstand seine Zeit einzuschätzen und in Arbeit und Vergnügen richtig auszuwerten. Das Mittel hierzu war sein Auto, der Opel 4 PS. Er brachte ihm Erfolg bei der Arbeit, Freiheit in der Natur, Freude am Leben.
Automobilbesitzer zu sein ist in unserer Zeit kein Luxus mehr; das Auto, mit allen seinen Annehmlichkeiten, wurde zur praktischen Notwendigkeit Wer sich das überlegt, wird einsehen, daß auch er einen Opel besitzen muß. Eine Probefahrt von 15 Minuten wird Sie überzeugen.
ä
Besuchen Sie unteren nächsten Vertreter. Er gibt auch Auskunft über die günstigen Opel-Zahlungsbedingungen.
OPEL
FÜHRT ZUM ERFOLG!
Preis (ab Werk) von RM 2100 an. Bei 4 RM täglichem Mehroerdienst macht er seine Unterhaltungskosten bereits bezahlt.


