loschen, ihnen etwa- zu essen an8 Bett zu stellen; denn durch das Hungergefühl wird die Rervosität außerordentlich gesteigert. Man gestatte nicht, daß die Kinder vor der Zeit aufstehen oder im Bett lefen und arbeiten. Man bringe sie vielmehr dazu, ganz ruhig in ausgestreckter Lage bei möglichst etwas gelüftetem Zimmer im Bett zu verharren, bis die Zeit zum Aufstehen gekommen ist. Auch diese Selbftdrszi- plin wird dem Kinde in der Schulzeit wie späterhin nützlich sein; denn es ist eine sehr unangenehme Eigenschaft so gearteter Menschen, wenn sie späterhin aus nervöser Ueberpünktlich- keit sich und chrer Umgebung eine unnötige Unruhe schaffen. Der Mensch kann sich durch richtige Zeiteinteilung außerordentlich viel Annehmlichkeiten schaffen, wie Unannehmlichkeiten ersparen. Die Stunde vor der Schule ist gerade dafür eine gute Lehrmeisterin.
Wirtschaft.
Frühjahrs-Pferdemarli in Gießen.
Der heutige Gießener Frühjahrs- Pferdemarkt hatte infolge der günstigen Witterung einen guten Besuch aufzuweisen. Allerdings war die Zahl der zum Markt gebrachten Pferd« gegenüber dem Frühjahrs-Pferdemarkb von 1928 geringer. Sie betrug 322 Pferde, 19 Fohlen. (Frühjahrs-Pferdemarkt 1928 — 369 Pferde, 18 Fohlen; Herbstpferdemarkt 1928 == 410 Pferde. 37 Fohlen.) 2m allgemeinen wurde gutes Material vvrgeführt. Der Handel war trotz des guten Besuches außerordentlich ruhig, fast schlep- pend, so daß allgemein geklagt wurde. Der schlechte Geschäftsgang wird auf die ungünstigen wirtschaftlichen Derhclltnisse, sowie auf den langandauernden Winter zurückgeführt, wodurch dem Landwirt manche Einnahme an Fuhrlohn usw. ausgeblieben ist. An Preisen wurden bezahlt: für schwere Pferde 900 bis 1000 Mk., bessere Pferde 600 bis 700 Mk., mittlere Pferde 300 bis 400 Mk. Schlachtpreise 60 bis 150 Mk.
Reichsbahn und Waggonindustrie.
2n bem Communiqus über ihre letzte Derwal- tungsratssihung, welches die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft herausgegeben hat, wurde u. a. hinsichtlich der Schwierigkeiten der Finanzierung bei der angespannten Lage der Reichsbahn darauf hingewiesen, daß seitens der Reichsbahn jedem „annehmbaren Angebot auf Geldbeschaffung nachgegangen werden könne". Gegenwärtig sind Zwischen Reichsbahn, Wag- gonindustrie und Brückenbau Verhandlungen über die Erteilung neuer Reichsbahnaufträge in größerem Umfange wieder in den Vordergrund getreten. Cs handelt sich dabei um ein Objekt, welches für die Waggonindustrie einen Wert von rund 100 Mill. Mark, und für den Brückenbau von etwa 15 Mill. Mk. ausmacht, übrigens ein Projekt, welches schon im vorigen Jahre eine Rolle gespielt hat und daher seit langem in der Schwebe ist. Die ganze Angelegenheit ist eine Frage der Finanzierung, da es der Reichsbahn bei ihrer gegenwärtigen finanziellen Lage unmöglich ist, größere Aufträge an die Industrie selbst zu finanzieren. Man hat nun anscheinend versucht, i>en im Vorjahr vorgeschlagenen Weg der Selbstfinanzierung seitens der 3 n - dustrie natürlich unter Zuhilfenahme der Danken, die die erforderlichen Gelder zur Verfügung stellen sollen, erneut zu beschreiten, und die Angelegenheit ist bereits soweit gediehen, daß die Verhandlungen mit den Banken, besonders mit der Darmstädter Dank, die bekanntlich der Waggonindustrie sehr nahe steht, in den nächsten Tagen ausgenommen werden. Die Waggonindustrie ist zurzeit sehr mäßig beschäftigt und erneut an die Reichsbahn, die für das erste Halbjahr 1929 Aufträge in Höhe von 93 Mill. Mk. erteilt, jedoch später auch noch für das zweite Halbjahr 1929 „gestreckt" hatte, herangetreten, um weitere Destellungen zu erhalten. Zweifellos besteht bet der Reichsbahn em solcher Mehrbedarf. Wenn auch die Reichsbahn zur Zeit im Vorstadium der in den nächsten Tagen aufzunehmenden Verhandlungen eine Stellungnahme zu dem Projekt zur Zeit ablehnt, so ist doch anzunehmen, daß sie ihm und der besonderen Art der Finanzierung zustimmen dürste, da der beschrittene Weg sich tatsächlich als ein annehmbares Angebot auf Geldbeschaffung, dem ja, tote oben gesagt, nachgegangen werden kann, erweisen würde. Die Reichsbahn würde in die Lage gesetzt werden, den ihr gestundeten Gegenwert ihrer Aufträge später nach und nach aus ihren laufenden Einnahmen zu decken, wozu sie durch die Unmöglichkeit einer Anleiheaufnahme gezwungen ist. Anderseits würden auch die Danken wegen des geringen Risikos ein gutes Ge
schäft machen, desgleichen die Industrie. Es liegt natürlich nahe, daß auch die Lokomotivinbustrie, ber es recht schlecht geht, ben gleichen Weg beschreitet, wenn es zunächst für die Waggoninbu- strie und ben Drückenbau gelingt, zu einem erfolgreichen Abschluß zu kommen.
•
" DerErzbergbau im Februar. Heber die Lage des Erzbergbaues im Februar wird berichtet: Dei ben Siegerlänber Gruben haben sich Förderung und Absatz gegenüber dem Vormonat nicht wesentlich verändert. Das anhaltend kalte Frostwetter erschwerte ben Aufbereitungsbetrieb über Tage fehr und wirkte sich auf die Gestehungskosten der Gruben ungünstig aus. Die Verkaufspreise erfuhren keine Veränderung. Auch im Lahn- und Dillgebiet einfchl. Oberhessen brachte der starke Frost Störungen und Schwierigkeiten beim Versand. Der Umschlag in Oberlahnstein muhte ganz eingestellt werden. Da die Hilfsmaßnahmen der Regierung bisher immer wieder aufgeschoben worden find, hat sich in ber Rotlage der Grubenbetriebe nichts gebessert.
v Bankverein Offenbach. Der Gesamtumsatz stieg im abgelaufenen Jahre von 320 auf 347 Millionen Mark. Geschästsguthaben erhöhten sich um 200 000, Spareinlagen um 200 000 und Depositen um 350 000 Mark. Der lmsatz im Wechsel- und Scheckverkehr belief sich auf rund 20 Millionen Mark. Aus dem Reingewinn von 91 195 (83 096) sollen wieder 10 v. f). Dividende verteilt werden. (Generalversammlung 25. März.)
* W c st b a n k A.-G., Frankfurt a. M. Das Institut berichtet über eine wesentliche Steigerung der Gesamtumsätze, die mit 518,27 Mill. Mark angegeben werben. Das Wechselgeschäft hat sich verdreifacht. Die Einnahmen an Zinsen und Provisionen aus dem Kontokorrentgeschäft stiegen auf 0,576 (0,350) Mill. Mk., aus Effekten, Konsortialbeteiligungen, Devisen, Sorten auf 0,039 (0,037) Mill. Mk. Verwallungskosten und Steuern beanspruchten 0,292 (0,256) Mill. Mk. Aus dem Reingewinn von 350107 (152 917) Mk. sollen wieder 6 Prozent Dividende auf das diesmal voll d videndeberechtigtr Aktienkapital von 5 Mill. Mark verteilt werden. Zum Vortrag verbleiben 13 772 (9117) Mk.
• Voigt & Haeffner A. G. Frankfurt a. M. In der gestrigen Aufsichtsratssitzung wurden die Dilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäfts'ahr 1923 vorgelegt. Rach Abzug von 3,832 (2,979) Mill. Mk. äln- kosten und 0,776 (0,549) Mitt. Mk. Abschreibungen verbleibt einfchl. 66 929 Mk. Vortrag ein Reingewinn von 809 746 (680 769) Mk. Der auf den 23. April einzuberufenben G.-V. wird daraus die Verteilung einer erhöhten Dividende von 9 (8) Prozent au* 7,5 Mitt. Mk. Stammaktien, 8 Prozent auf die 2,5 Mill. Mk. Vorzugsaktien und 7 Prozent auf die 200 000 Mk. Vorzugsaktien L—U vorgefchlagen. Dem Wohlfahrtsfonds sollen 60 000 (50 000) Mk. überwiesen und die restlichen 77 676 Mk. vorgetragen werden.
* H. Fuchs, Waggonfabrik, A.-G., Heidelberg. Die auf den 23. d. M. einberufene Gneraloersammlung ist, wie WTB.-Hcmdclldienst erfährt, abgesagt worden, da sich die Stadt Heidelberg bis zu diesem Termin über die Kcedithingabe noch nicht schlüssig werden kann. Aus dcm gleichen Grunde ist bekanntlich von der Verwaltung und dem Gläubiger-Ausschuß ein neues Vergleichsverfahren beantragt worden, da das erste Verfahren bis zur festgesetzten Frist vom 15. März nicht erledigt werden konnte.
* Unveränderte Dividenden i m Salzdetfurthkonzern. Die Kaliwerke Salzdetfurth A.-G. verteilt aus einem Reingewinn von 3,80 (2,59) Mill. Mk. wieder 15 Proz. Dividende. Der Reserve werden 1,21 (—) Mill. Mark überwiesen und 0,19 (0,18) Mill. Mk. vorgetragen. — Die Kaliwerke Aschersleben weisen aus 2,42 (1,73) Mill. Mk. Reingewinn 0,39 (—) der Reserve zu, verwenden 0,30 (—) Mill. Mk. für Sonderabschreibungen, verteilen wieder 10 Prozent Dividende und tragen die restlichen 0,17 (0,16) Mill. Mk. vor. — Dei den Konsolidierten Alkaliwerken Westeregeln beträgt der Reingewinn 2,43 (1,83) Mitt. Mk. Der Reserve sotten 0,60 (—) Mitt. Mk. überwiesen, wieder 10 Prozent Dividende ausgeschüttet und 0,17 (0,17) Mill. Mk. vorgetragen werden.
* Maschinenfabrik Eßlingen A.-G. Die Dilanz für das abgelaufene Geschäfts'ahr ergibt einschließlich des Vortrages vom Vorjahre mit 297 473,10 Mk. einen Reingewinn von 350 588 Mk. Der Aussichtsrat hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, ber auf ben 30. April einzuberusenden G.-2. vorzuschlagen, ben Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Von ber Ausschüttung einer Dividende soll abgesehen werden.
' Maschinenfabrik Buckau R. Wolf A.-G., Magdeburg. Der Reingewinn beträgt nach 845 022 (605 910) Mk. Abschreibungen 1408 883 Mark. Der Aufsichtsrat schlägt ber auf ben 5. April anberaumten Generalversammlung eine Dividende von wieder 10 v. H. auf das erhöhte Aktienkapital vor.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 20. März. (Eigener Drahtbericht des „Gieß. Anz."). Tendenz: behauptet. Im heutigen Vormittagsverkehr Hörle man toei- tcr höhere Kurse. Zum offiziellen (Beginn der Dörse war die Haltung weiter freundlich und zuversichtlich, doch traten auf verschiedenen Märkten keine Rückgänge ein. Das Geschäft war nicht ganz so umfangreich wie gestern, da sich das Publikum nach wie vor stark zurückhielt. Weitere Orders dürften vom Auslande wieder Vorgelegen haben, und Spezialwerte, die bei lebhafter Rachfrage wieder größeres Geschäft zu verzeichnen hatten, standen im Vordergründe. Der feste Verlauf der gestrigen Reu- horker Dörse und die am dortigen Platze stark haussierenden Kupferaktien wurden günstig beurteilt. Etwas zur Zurückhaltung mahnen auf der anderen Seite verschiedene Lohnkämpfe im Reich, doch wurde dieser Tatsache wenig Dedeutung beigemessen. Ausschlaggebend blieb die stärkere Beteiligung des Auslandes am Börsengeschäft. Auch die im Verlaufe in wieder etwas erheblicherem Maße eintreffenben Orbers von dieser Seite hatten eine zeitweise stärkere Belebung des Geschäftes auch an ben Rebenmärkten zur Folge. Eine lebhaftere Geschäftserscheinung konnte auch heute am Danke n m a r kt feftgcftellt werden. Hier waren vor allem Reichsbank plus 3 Prozent gefragt, die übrigen Werte dieses Marktes waren bis zu 2 Prozent gebessert. Schon zur ersten Rotiz waren sehr viele Papiere notiert. Weiteres Interesse bestand für Bergmann, plus 2 Prozent, und auch verschiedentlich für Siemens. Behauptet lagen Licht & Kraft und Elektrische Lieferungen. Far- benaktien 1 Proz. schwächer, während die übrigen Chemiewcr e etwcs fe er trg:n. An Moua m rk. waren Kupferwer.e stärker gefragt. Oktaviminen gewannen 2 Mk.. Mansfelder etwas gedrückt. Mannesmann minus 1,5 Proz. Karstadt plus 2 Mk., Svenska minus 2 Mk. Am Rebenmarkte waren Thüringer Elektrische Lieferungen mit plus 4,5 Proz. stark gefragt. Vereinigte Glanzstoff minus 2,5 Proz.. Zellstosftoerte etwas höher. Sonst waren nennenswerte Veränderung n nicht zu verzeichnen. Renten still. Deutsche Anleihen gehalten. Ausländer eher etwas abbröckelnd. Rach den ersten Kursen konnte die GefchäftZbelebung weitere Fortschritte machen, die Tendenz wurde fest. Im Vordergründe standen Eleltrowerte. Siemens konnten bei reger (Nachfrage 4 und Schultert 3 Proz. anziehen. Am Geldmarkt war der Sah für Tagesgeld mit 5,5 Proz. leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.2142 gegen Pfund 20,461. London gegen Kabel 4,8535. gegen Paris 124,29, gegen Mailand 92,72, Madrid 32,25, gegen Holland 12,1190.
Berliner Börse
Berlin, 20. März. Auch zu Beginn der heu- tigcn Börse konnte sich die s r e u n d l i ch e G r u n d- st i m m u n g der letzten Tage erhalten, doch war zu bemerken, daß sich die ll m s a tz t ä t i g k e i t in ruhigeren Bahnen bewegte. Vorliegende Momente konnten nach beiden Seiten auf die Tendenz wirken. Eine Erklärung des englischen Wirtschaftlers Paish, in der von einer bevorstehenden W c l t f i n a n z k r i s e die Rede ist, ergebnislose Verhandlungen über Lohnstreitigkeiten an verschiedenen Stellen im Reiche, einige Insolvenzen an der Börse und ein eher ui günst ger Bergbaubericht für den Monat Februar beeinflußten die Börse nach unten, das trotz höheren Geldsatzes feste Reuyork, die Salzdetsurthab Schlüsse und die Ausführungen des Geheimrates Bosch über seine Amerikarcise beeinflußten die Börse nach oben. Das Wichtigste für die heutige Börse war wieder, ob das Auslandinteresse anhalten wird. Man befürchtet doch, wenn auch nur eine geringe Verflachung des Reportgeldsatzes und eine eventuelle Erhöhung um 0,25 o H. Auch die Pariser Verhandlungen dürften vor Ostern kaum zu Ende gebracht werden, und man rechnet bereits mit einer Unterbrechung vom 28. März bis nach den Feiertagen. Zu den ersten Kursen waren die meisten Werte kaum verändert. Durch schwache Haltung fielen Harpener, Chade und Svenska auf, dagegen lagen Metallwerte unter Führung von Otavi, Sch'e- sis'che Zink und Fahlberg, Chemische Heyden usw. fest. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer etwas freundlicher. Pfandbriefe ruhig, zum Teil um eine Kleinigkeit schwächer. An der Haltung des Geldmarktes hatte sich wenig geändert. Tagesgeld mit 5 bis 7 v. H. und darunter wieder erleichtert. Der Verlauf war zunächst nicht einheitlich, später wurde es aber vom Siemensmarkt ausgehend allgemein wie
der fester. Kaliaktien unter Führung von Salzdetfurth und Kunstseidenaktien bis zu 5 v. H., Polyphon plus 8 o. H und Otavi mit einer weiteren Mark gesteigert usw. Bemerkenswert vernachlässigt lag der AEG.-Markt.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 20. März. Der heutige Produkienmarkt verkehrte infolge ber schwächeren Auslandnotierungen in sehr lustloser Haltung. Die Tendenz neigte nach unten, da auch Material ziemlich reichlich an den Markt kam, bem aber nur wenig Kaufinteresse gegenüberftanb. Die Preise blieben im allgemeinen behauptet. Mais für Futterzwecke und Weizenkleie, sowie Roggen waren stärker angeboten. Dementsprechend war Mais 0,25 Mk., Mais für Futterzwecke sogar bis 0.50 Mk. ermäßigt. Es wurden notiert: Weizen 24 bis 24,15; Roggen 23,25 bis 23,50; Sommergerste für Drauzwecke 24; inl. Hafer 24,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 24; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 33,75 bis 34,25; Roggenmehl 30,75 bis 31,75; Weizenlleie 14,15; Roggenkleie 15,50 Mk. Tendenz: schwach.
Kirche und Schule.
Oekanaistag in Lauterbach.
hml. Lauterbach, 18. März. Der Deka- natstag des Dekanates Lauterbach wurde dieser Tage hier in Lauterbach abge- halten. Den Verhandlungen, zu denen 45 Abgeordnete erschienen waren, ging ein Gottesdienst voraus, in dem Pfarrer Bohn aus Quecke über Apostelgefchichte 4,23 bis 31 predigte. Rach der Eröffnung und Begrüßung der Anwesenden, wobei besonders des bald 50 Jahre dem Dekanatsausschuß und dem Landeskirchentag angc- hörenden Geheimen Iustizrats Wahl in Schlitz in Anerkennung und Dankbarkeit für seine wertvolle und treue Arbeit für Dekanat und Landeskirche gedacht wurde, verlas Dekan Schlösser den Bescheid des Landest.rchenamtcs zum Deka- natstag 1927. Die Wahlen zum Dekanatstag wurden genehmigt und der Jahresbericht des Detanatsausschusses für 1927 und 1923 verlesen. Die Rechnung der Dekanatskasse für 1925/27 und der Voranschlag für 1930 und 1931 werden gutgeheißen. Zu weltlichen Mitgliedern des Deka- natsausschus es sind gewählt: A.töürgermeister Schäg (Ober-Moos), Jost Fiedler (Landen- Hausen), Konrad Zinn i. (Maar) und Bürgermeister Thomas Stock (Dlitzenrod). Zum D e - k a n wurde einstimmig w.iedergewählt Dekan Schlösser (Lauterbach), zum Dekanstellvertreter wurde Oberpfarrer (Bodner (Schlitz) toic» dergewählt und als Stellvertreter beider im Dekanatsausschuß Pfarrer Bohn (Queck). Darauf hielt Stadtpfarrer K n e l l (Lauterbach) einen Vortrag über „Kirche und Presse", dem sich die Berichterstattung der Vertrauensmänner für die Aeutzere Mission, Pfarrer Bohn (Queck) und Pfarrer Z e h f u ß (Hopsmannsfeld) anschloß. Mit dem Liede „Ach bleib mit deiner Gnade" wurde der Dekanatstag geschlossen.
Taten für Donnerstag, 21. März
Sonnenaufgang 6,2 Hhr, Sonnenuntergang 18,14 älhr. — Mondaufgang 13,11 älgr, Monduntergang 5,0 Uhr.
1685: Johann Sebastian Bach in Eisenach geboren; — 1763: der Dichter Jean Paul (Friedrich Richter) in Wunsiedel geboren; — 1809: ber Staatsmann Jules Favre in Lyon geboren; — 1871: Eröffnung des ersten deu.schen Reichstags in Berlin.
Aus dem Amtsverkündigungsblatt.
* Das Amtsverkünbigungsblatt ("Ir. 17 vom 19. März enthält: Die Wahlen zum Provinzia^tag ber Provinz Oberh s,c.n. — Wahl ber Kreistagsmitglieder für den Kreis Gießen. — Reichssteuerüberweisungen. — Anmeldung unsallrer-ich r. n s f i t g r Betriebe undTätig- feit:n. — Die Ausführung des älrkunder.stempel- gesehes. — geueroiStationen. — Einführung eines neuen Lesebuches für die Fortbildungsschulen.— Verbot von ött-ntlichen Lustbarkciien. — Dienst- nachrichten.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Mittwoch, den 20. März.
Sladttirche. 6 Uhr: 6. Passionsandacht; Pfarrer Mahr.
Freitag, den 22. März.
Kapelle des Allen Friedhofs. 6 Uhr: Passions- andacht; Pfarrer Lenz.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
ftranffurt a M.
19.3.
124,5
450
447,5
264
55
55
56
72
114
142
23,13
Banknoten
Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbantdislont 6,5 Prozent, Lombardzinssuß 7,5 Prozent.
12
18
64,5
87,5
10
, 8
10
90,5
279,5
142
23,5
102,5
290
242,5
446
383
262,5
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13
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6
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6
11
263,5
189
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12
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^ranlfur^7sL^"™^äedin
73
114
117
141,5
23,25
103
115,5
213
146,75
213
146,75
65
87,5
Devi.enmarkt Berlin-Frankfurt a M.
Telegraphische AuSza hlunq.
127
290
242
448
385
263,5
186
119,13
218
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51,75
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218
eng. Dvuiche Wienbahn Hamburg-Amerika Patel • Hamb.-Südam. Dampsich. Hansa Dampfldiiff • Norddeutscher Lloyd . . QUIfl. TeutidjeSrebltanft. . «armer Bantverel» ■ . Berliner HandclegeleUlch. • Gommers- und Privat-Bank Darmst. u. Nationalbank Deutsche Bant Diekonio-Nesellichast Ant.. Dresdner Bant •
ÜRÜielbeutldif Gtebttban! . Metallbank . ...••• vietchSbank .«•••••
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219,25
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GJriftnet.........
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Lechwerke. ......... Mainkrastwerk» ......
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Berlin. 19. März
Geld
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uoilänDtiajc Noten......
168,28
168.96
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22,16
22.24
Norwegische Noten ..... Deutsch Desterr,ä 100 Kronen
112,18
112,62"
59,03
59,27
Numänische Noten......
2,487
2.507
Schwedische Noten......
112,23
112,67
Schweizer Noten ......
81,03
81,35
Spanische Noten.......
64,16
64.44
Tschechoslowakische Noten ..
12,45
12,51
Ungarische Noten
73,22
73,52
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Tronoradio ......
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—
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kündbar bis 1933
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4V*% Rheiniiche Hnp.-Bant Ltau Goldps.
a.tt.®. abg. Bottriegs-Obligation.
81
—
—
—
rückzahlbar 1032
88,5
—
—
—
4% Schweiz. Bundesb.-Anl..
97,751
—
—
—
4% Cc(icneld)Hdie Goldrte..
31
—
31
—
4,20% Ceften. Gilbende.
2,9
—
—
—
4% Oesterreich, einheill. Rte
2,05
—
—
«—
4% Ungarische Goldrte.
25
——
25
—
4% Ungarische Gtaatsr. v. 1010 4%% desgl. von 1013
21,4
—
21,5
*-
—
22,5
—
4% Ungarische Kronenne-
2,05
—
2,05
——
4% Türk. Zollanleihe v. 1011
4% Türluche Bagdabbahn-Anl.
11,65
11,5
11,4
—
Serie 1
10,9
—
10,8
11
4% desgl. Serie N
4% Rumänen convert. Rte.
11,1
—
11
11,3
9.1
—
—
—
4Vj% Rumänen Äoldanl. von 1913
19,13
—
19,25
—
19. M rt
20- März
Sinti liebe Notierung
Amtliche 9
ioiierung Prier
t«eld
Brie-
.'luvt- Non.
168,62
168,9b
168,64
168,98
Bun.-AireS
1,775
1,774
1,769
1,773
Brss.-Antw-
58,455
58,575
58,45
58,57
Christiania.
112,32
112,54
112,29
112,51
Atop.’iihno.'n
112,25
112.47
112,20
112,42
Stockholm •
112,49
112,71
112,46
112,68
HcliingforS. Italien. . London. . . st.'euyork . . PuriS. . .
10,592
10,612
10,592
10.612
22,05
22.09
22,05
22,09
20,445
20,485
20,438
20.478
4,2165
4,2185
4,2105
4.2185
16,445
16,485
16.44
16,48
Schweiz ..
81,01
81,17
80,995
81.155
Sva t:n •
63,34
63,46
63.48
63.60
Japan -• •
1,878
1,882
1.879
1,880
Rio de Jan Wien in D->
0,501
0,503
0,500
0,502
Cefl. abgest
59,145
59,265
59.165
59,285
Prag • ■ • ■
12,463
12,483
12,467
12.487
Belirad . •
7,397
7,411
7.395
7.409
Dudav.''t. .
73.37
73,51
73.37
73,51
Bul arten
3,041
3,047
3,041
3.047
Lissabon
18,82
18,86
18,82
18,86
Tanrfl - • •
81.72
81,88
81.70
81.86
Konst nliu.
2,073
2,077
2,072
5.45
Alben. .
5,44
5,45
5,44
2,076
Lanada
4,186
4,194
4.184*
4,192
Urn uan
4,266
4,274
4,266
4.274
Cairo • •
20,97
21,01
20,96
21,00
—
929
129
128,75
—-
—-
196
197,75
——
—
170.25
—•
—
125,75
125,75
139.75
141,75
141.5
141,75
—
141,5
141,25
142,25
—
226.5
224,25
225
198
198
197,25
197,75
278,5
280,4
279,5
280
172,5
174.75
173,5
174.4
164,4
164.75
164,9
165
169.25
170,25
170
170,25
—
—
—
—
134
136.5
136,65
137
310
315
311,5
313,5
Berlin. 19 März
Weib
lief
.. ..rtiuunaje Noten .....
4,204
58.33
111.98
20,43
4,224
belgische Noten ..... .
58,57
Dänische Noten .......
112,42
Englische Noten........
20,51


