meinte unvergessen BleitenI Die Arbeiten im Innern ter Kirche sind unter dem bekannten Kirchenmaler Kienzle (Darmstadt) ausgeführt.
' Rainrod, 18. Sept. Am Sonntag fand dahier das diesjährige Dekanatsmissionsfest des Dekanates Schotten statt. Der Festgottesdienst begann um 1 älhr nachmittags. Eröffnet wurde er durch einen stimmungsvoll vorgetragenen Psalmgesang „Der Herr ist mein Hirte", durch den hiesigen Männergesangverein unter Leitung von Lehrer Lehm er. Die Festpredigt hatte Pfarrer Wolf von Wingershausen übernommen, der auf Grund von Psalm 42, 2 und 3, und Ioh. 7, 37 und 38 sehr packend sprach. Der Gottesdienst sowie die Nachversammlung waren von der Gemeinde Rainrod und Festgästen aus der Llmgegend sehr gut besucht. Nach kurzer Kaffeepause zog unter Vorantritt des Musikvereins unter Leitung von Rechner Seibel die Festgemeinde zum Festplatz unter der dicken Buche am illfaer Pfad, einem herrlich gelegenen Platze in der Nähe des Dorfes mit wundervollem Blick auf Nainrod und die Berge des Vogelsberges. Nach Choralgesang und Be- grühung durch Bürgermeister Dechert sprach als erster Redner Baurat Kessel von Schotten und zeigte in ernster und packender Weise, daß nur bewußte Christen auch rechte Missionsleute fein könnten. Hierauf begrüßte Dekan Widmann, Gedern, im Namen des Dekanates die Festgemeinde und gab der Freute Ausdruck,
daß er das erste kirchliche Fest als Dekan gerade hier in Rainrod feiern dürfe, mit dem er durch manche persönliche Bande verbunden sei. Der Hauptredner des Tages, Missionar Schmoll, Hersfeld, schilderte in längeren Ausführungen die Erfolge und Schwierigkeiten auf den verschiedenen Baseler Missionsgebieten. Nachdem noch der Ortsgeistliche, Pfarrer Römer, Schotten, als Vorsitzender des Dekonatsmissions- vereins den Rechenschaftsbericht erstattet und Altbürgermeister Biehl allen Mitwirkenden gedankt hatte, fand das Fest gegen 6 älhr seinen Abschluß. Die Kollekte in Gottesdienst und Nachversammlung betrug 68,10 Mk. und kommt der Baseler Mission zugute.
Dale« für Freitag, 20 Leptember.
1863: der Sprach- und Altertumsforscher Jakob Grimm in Berlin gestorben; — 1870: Einnahme Roms durch die italienische Armee, Ende des Kirchenstaates; — 1898: der Dichter Theater Fontane in Berlin gestorben; — 1910: der Schauspieler Josef Kainz in Wien gestorben.
Briefkasten der Redaktion.
2H. M. 100. Wilde Kaninchen gibt es in Oberhessen zweifellos noch an verschiedenen Stellen. Wir konnten jedoch keinen bestimmten Ort ermitteln, wo diese Tiere anzutreffen sind.
iit:
irischast.
Oer Handel
in Reichsschuldbuchforderungen.
Die Frankfurter Dörsen-Kommission für den Handel in amtlich nicht notierten Werten gibt von folgender Verfügung des Reichsfinanzministers, deren Inhalt für die Stückzinfenbe- rechn un g von Bedeutung ist, Kenntnis:
„(Jür die auf Grund des Kriegsschädenschluh- gefehes vom 28. März 1928 — RGBl. I. S. 120 — in baä Reichsschuldbuch eingetragenen Entschädig u n gsschuldbuchforderungen werten die Zinsen entsprechend der Bestimmung im § 10 Absatz 2 am 15. Oktober und 15. April d. I. fällig. Die Berechnung erfolgt halbjährlich vom 1. April 1929 an, also jeweils für einen Zeitraum vom 1. April bis 30. September bzw. 1. Oktober bis 31. März, so daß die ersten Zinsen für die Zeit vom 1. April bis 30. September 1929 am 15. Oktober 1929 zur Auszahlung gelangen. Dagegen wird die Zahlung der letzten Zinsrate bereits bei Fälligkeit der entsprechenden Kapitalbeträge, also jeweils am 31. März erfolgen.
Zur Erleichterung des Abschlusses von Geschäften kurz vor den Zinsterminen wird die Reichsschuldenverwaltung die Zinszahlungslisten nicht am 10. Tage des dem Fälligkeitstermin vorangehenden Monats (§ 22 des ReichZschuld- buchgesehes) abschliehen, sondern erst jeweils am 30. September bzw. 31. März, damit etwaige bis zu diesen Terminen eintretente Änderungen in der Person des Gläubigers nach Möglichkeit noch berücksichtigt werden können."
Gläubigerversammlung der Südwestbeuischen Bank.
Gestern fand in Fr ankfur t a. M. eine Gläubigerversammlung der Süd- westdeutschen Bank A.-G. statt, in der ter Vertreter der Deutschen Waren-Treuhand A.-G. die Mitteilung machte, daß außer dem Verlust des Aktienkapitals von I Mill. Mark ein weiterer Verlust v on 8 Mill. Mk. zu verzeichnen sei. Heber bte Umstände, die zu den Verlusten geführt haben, wurde u. a. mitgeteilt, daß nach Gründung der Bank eine Reihe von Geschäften der Landesgewerbebank für Südwestdeulschland A.-G. in Karlsruhe übernommen wurde, auf denen ein erheblicher Verlust ruht, der auf mindestens 3,50 Mill. Mk. geschäht wird. Ob und in welchem Umfange eine Verantwortlichkeit des Auf sich ts- rats der Bank für die verlustreichen Geschäfte besteht, werde der Gläubigerausschuh als eine feiner dringendsten Aufgaben unverzüglich zu prüfen haben. Die Versammlung wählte einen Gläubigerausschuh und ermächtigte den Ausschuß, den Antrag auf Eröffnung des gerichtlichen Vergleichsverfahrens zu stellen, wenn von irgendeiner Seite Konkursantrag gestellt werden sollte.
*
* Mühlen-Fusion. Die G.-V. der Ver- eingte Kunstmühlen A.-G., Landshut genehmigte einstimmig die oorgeschlagene Fusion mit der Kunstmühle A.-G., Rosenheim und beschloß Aenderung
des Firmennamens in „Vereinigte Kunstmühlen Landshut-Rosenheim A.-G."
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 19. Sept. Tendenz zurückhaltend. — Die Stimmung an ter heutigen Börse war freundlich, doch konnte man eine gewisse Zurückhaltung erkennen, da am heutigen Donnerstag Befürchtungen hinsichtlich einer Diskonterhöhung in London auftraten. Die Spekulation blieb reserviert, zumal Aufträge auch heute wieder kaum ei nge troff en sein dürften. Die zunehmende Arbeitslosigkeit im Reiche machte keinen guten Eindruck. Es waren anfangs noch Abgaben zu beobachten, doch als die Meldung eintraf, daß die Diskontrate der Bank von England unverändert belassen wurde, zeigte sich etwas mehr Unternehmungslust, aber trotzdem war keine nennenswerte Geschäftstewegung zu erkennen. Rur Spezialwerte traten etwas hervor und es ergaben sich zur ersten Notiz gegenüber der gestrigen Abendbörse überwiegend Kursbesserungen. Die feste gestrige Neuyorker Börse konnte insofern keinen Eindruck machen, da in Amerika die Geldmarktverhältnisse immer noch nicht besonders günstig liegen. Aber im großen und ganzen war die Tendenz freundlicher, denn die zu bemerkenden Deckungen in Glanz- ftoffattien verfehlten ihre Wirkung nicht. Cs ergab sich hier ein Gewinn von 3 Prozent. Etwas hervortreten konnten noch am Elektro- markt Schuckert mit plus 2,5 Prozent, AEG. mit plus 1 Prozent und Siemens mit plus 0,75 Prozent. Elektrische Lieferungen dagegen minus 1,5 Prozent. Farben eröffneten fast unverändert. Autowerte bis 1,5 Prozent fester. Von Montanwerten zogen Buderus, Gelsenkirchen, Phönix u. Rheinstahl bis zu 1 Prozent an. Harpener und Mannesmann lagen vernachlässigt. Norddeutscher Lloyd waren weiter etwas schwächer; H ap a g dagegen etwas höher. Am Banke n m a r 1t war die llmsahtätigkeit etwas reger, bei gut behaupteten Kursen. Berliner Handelsgesellschaft gaben jedoch 1 Prozent nach. Renten still, zumeist etwas höher. Im Verlaufe war die Hmsahtätigkeit klein, die Kurse waren kaum verändert. Glanz st offaktien zögen weitere 2 Prozent an. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2004, gegen Pfund 20,364, London gegen Kabel 4,8466, gegen Paris 123,87, gegen Mailand 92,6750, gegen Madrid 32,86, gegen Holland 12,0890.
Berliner Börse
Berlin, 19. Sept. Obwohl die ersten offiziellen Notierungen ter heutigen Börse nicht immer ganz den vorbörslichen Erwartungen entsprachen, war ter Grundton doch als freund- l i ch anzufprechen. Schon an der gestrigen Frankfurter Äbendbörfe konnte man eine Beruhigung feftftellen, die ihren Ausgang von Deckungen und angeblich auch Interventionskäufen am Glanz st offmarkt hatte. Nachdem nun Neu-
York trotz des Tagesgeldsahes von 10 Prozent im Verlaufe sehr fest war und heute auch bekannt wurde, daß in ter Geheimsitzung des Federal Reserve Boards am 17. d. M. eher eine Herabsetzung ter Neuyorker Diskontrate als eine Erhöhung befürwortet wurde, konnte man schon vormittags mit weiteren Deckungen rechnen. Diese wurden prompt vorgenommen, als die Meldung von einem auch heute unveränderten Londoner Diskontsatz ein- traf. Wieder hatten Goldabflüsse nach Frankreich in Höhe von 225 000 Pfund Befürchtungen hinsichtlich der Diskontrate aufkommen lassen. Am Kunst seiden markt und in BMW. wurde anscheinend etwas interveniert, letztere erschienen sogar mit Plus-Plus-Zeichen. Hier wollte man wissen, daß ein größeres Paket, das bisher auf den Markt drückte, nunmehr in feste Hände übergegangen ist. Die ersten Kurse tagen unein- heitlich und im allgemeinen nur unbedeutend verändert. BMW. gewannen 4,5 Prozent, B e rn- bet g 9 Prozent, G 1 anzstoff 8 Prozent und Papiere wie Mix & Genest, Rheinische Braunkohlen. Polyphon, Chemische Heyden, Elektrische Licht & Kraft, Rheinisch-Westfälische Elektro und Conti Gummi (letztere auf eine Notiz über guten Geschäftsgang), 2 bis 3 Prozent. Anderseits eröffneten Kali Aschersleben 2 Proz. und Schlesische Gas 2,25 Prozent niedriger. Auch S v e n s k a verloren im Einklang mit schwächeren Londoner Meldungen 2,50 Mk. Deutsche An leihen behauptet. Ausländer uneinheitlich. Pfandbriefe eher freundlicher. Der Geldmarkt war leichter. Tagesgeld 6 bis 8,5 Prozent, Monatsgeld 9 bis 10,5 Prozent, Warenwechsel 7,75 bis 7,60 Prozent. Nach ten ersten Kursen machte die Befestigung trotz eines sehr ruhigen Geschäftes weitere Fortschritte. B M W., Reichsbank, Salzdetfurth,Schlesische Gas und O st w e r k e zogen um etwa 2 Prozent an, und auch sonst ergaben sich etwa einprozentige Gewinne. Auf dem erhöhten Niveau kam aber immer wieder Ware heraus, so daß diese Gewinne sich später nicht behaupten konnten. Am Glanz st off-Markt machten sich wieder Abgaben bemerkbar. In Farben blieb das Geschäft ziemlich lebhaft. Man nannte einen Kurs von 5 bis 5,05 Prozent.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
F r a n f f u r t a. M., 19. Sept. Auftrieb: 72 Rinder, 1163 Kälber, 339 Schafe, 445 Schweine. Es notierten: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 77 bis 80 Mk., mittlere Mast- und öaugfälter 73 bis 76, geringe Kälber 66 bis 72. — Schafe: Mastlämrner und jüngere Masthämrnel (Weite- mast) 47 bis 51, mittlere Mastlämrner, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 40 bis 46, fleischiges Schafvieh 30 bis 39. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfd. Lebendgewicht 87 bis 90, von etwa 200 bis 240 Pfd. Lebendgewicht 88 bis 91, von etwa 160 bis 200 Psd. Lebendgewicht 87 bis 90, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfd. Lebendgewicht 85 bis 88 Mk. Marktverlauf: Schweine rege, ausverkauft. Kälter rege, geräumt. Schafe ruhig, geringer lleterftanb.
Berliner Prodnktenrnarkt.
Berlin, 18. Sept. Das Geschäft am Produktenmarkt bewegte sich heute in sehr ruhigen Bahnen, da weder vom Auslände noch vom Mehlmarkte Anregungen vorlagen. Das Angebot von Inlandbrotgetreite ist angesichts ter Zurückhaltung der Käufer ziemlich reichlich zu nennen, für Weizen waren etwa gestrige Preise zu erzielen, wobei sich weitere Nachfrage für Verladung nach dem Rhein zeigt. Roggen ist, namentlich in Kahnware, auch zu entgegenkommenden Forderungen schwer unterzubringen. Roggen- stühungskäufe erfolgten heute weder am Lieferungsmarkt noch in effektiver Ware. Anscheinend soll allmählich ein Ausgleich zwischen den bisher bezahlten Interventionspreisen und den im _ freien Markt erzielbaren Preisen herbeigeführt werden. Die Lieferungspreise für Weizen zeigten bei Eröffnung nur unbedeutende Veränderungen. Roggen fetzte bis 1 Mark niedriger ein. Am Mehlmarkte erfolgen weiterhin nur kleinste Bedarfskäufe. Hafer infolge weiterer Deckungsnachfrage der Exporteure im Preise behauptet, Gerste ruhig.
Kunst und Wissenschaft.
Ausstellung „Der schöne Mensch". Darmstadt.
In diesen letzten Wochen fanden zahlreiche Führungen statt. Alle Gruppen wurden von Malern geführt. Reisende aus Holland. Italien. Amerika, ein Chinese, der von Bern besonders hierher kam, besuchten die Ausstellung. Demnächst wird der 8000. Besucher erwartet.
Büchertisch.
— Das malerische Nidda. 27 Bleistiftzeichnungen von L. Paetow, Berlin, mit begleitendem Text von Eugen Cloos. Nidda. Preis 2 Ult. Verlag von L. Cloos, Nidda, 1929. (380) — Das Büchlein stellt mit feinen künstlerisch warm empfundenen und doch äußerst lebenswahren, realistischen Zeichnungen und seinem historisch und sachlich erläuternden Text einen schätzenswerten Beitrag für die heimatkundlichen Bestrebungen weiter Dolkskreife dar. Ein liebevolles Heranziehen an die Stätten unserer alten Volkskultur wird allen Besinnlichen willkommen fein.
— Ten bisher erschienenen Bänden ter schnell populär gewordenen Bücherreihe „Scherls 2 ° M a r k - R o m a n e" läßt der Verlag soeben drei weitere Bände folgert Die neue Ausstattung hat rasch Anklang gefunden; das handliche Format ermöglicht ein bequemes Hnjerbringen auf Reisen und Wochenend; die soliden GanHeinen- bände sind auch ein Schmuck für jeden Bücherschrank. — Ernst Klein bringt eine außerordentlich spannende Geschichte: „Die Dame mit dem Tigerfel 1“, die uns in einen tollen Wirtel interessanter Geschehnisse führt. Sehr interessant weiß auch Karl August von Las- f e r t seinen Roman „Ve rbrechen auf Schloß W ö r t h" zu gestalten. Einen Zusammenstoß zwischen den Weltanschauungen ter Großstädter und der traditionsgebundenen Dorfbewohner bringt uns Emmi Lewald in dem Roman „Das Fräulein aus der Stadt". (Buchverlag Scherl, Berlin SW 68. — 349 351.)
— Westermanns Monatshefte (Verlag G. Westermann, Braunschweig), Haden soeben das erste Heft des 74. Jahrganges herausgebracht. Dr. Friedrich Düsel zeichnet an Hand vieler Illustrationen ein klar umrissenes Bild Otto Thieles, der schon manches Genie überflügelt hat. Der neue Roman von Rudolf Pres- ber, „Die Witwe von Ephesus", ist voll Spannung und Leben. Die Novelle von Georg Wasner „And dennoch etwas blieb fürs Leben", läßt die Stutentenjahre mit all ihren Freuten und Sorgen so deutlich am geistigen Auge Darüber- Stehen, als wenn man alles gestern erst erlebt hätte. Dann folgt Carl I. Lucher, ter bekannte Sportschriftsteller, mit seinem östlichen Beitrage „Zeltlagerleben" voll Stimmungsblltern, die seine große Verbundenheit mit Gottes freier Natur so recht erkennen lassen. Das Gebiet ter Musik berührt ter Aufsatz „3ugenterinnerungen an berühmte Musiker", aus dem Nachlaß von Ferruccio Busoni; Dr. Kurt Floericke schrieb für Tiersfreunde die Geschichte ter „Göttervögel". Ein hochaktuelles Thema ist „Hellsehen und Wahrsagen', behandelt von älniversitäts- prvsessor Verwehen. Otto Behrens führt uns nach Filmamerika.
— Oberfchlesiens heutige Gestalt. Kohle und Eisen im Wiederaufbau und ÖSirt- schastskampf. Von Karl A Ibach. (Verlag Büscher & Sarx, G. m. b. H., Siegen. Broschiert und illustriert 2,50 Mk.) 343.
Letzte Nachrichten.
Weitere Haftentlassungen in der Sprengstoffaffäre.
Berlin, 19. Sept. (MTB. Funkspruch.) Die beiten in ter Sprengstoffangelegenheit verhafteten Hof- besilzer Amandus Dick, Vater und Sohn, aus Rönne, find gestern aus der Unter- suchungshaft entlassen worden, da festge- stellt wurde, daß sie nicht in Beziehung zu den Spreng st ofsanschlägen stehen. Das in ihrem Hause gefundene TBaffenlager stammt aus dem Jahre 1920 von den demobilisierten Bal- tikumtruppen. Für den Besitz dieser Waffen werden sich die beiden vor den örtlichen Justizbehörden in einem von der Untersuchung der Sprengstofsangelegenheit völlig getrennten Verfahren zu verantworten haben.
Einberufung des Reichstages zum 30. September.
Berlin, 19. Sept. (TU.) Drahtbericht.) In ter Kabinettssihung, die am Donnerstag im Reichstag stattfand, und an ter mit Ausnahme von Dr. Slresemann und Dr. Lurtius sämtliche Reichsminister teilnahmen, wurde beschlossen, ten Aeltest e n r a t des Reichstags in seiner morgigen Sitzung zu ersuchen, die Einberufung des Reichs- tagszum3 0. September zur Erledigung des Gesetzes über die Reform der Arbeitslosenversicherung zu veranlassen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angesührlen Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.
Frankkurt a M.
Berlin
Frankfurt a M.
Berlin
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Schluß- Kurs
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Datum
18.9.
19-9.
18 9.
19.9.
Datum
18.9.
19.9.
18-9.
19.9.
6% Dt. Reichsanleihe v 1U27 . . Dl. Anl.-Abids.-Schulo mit AuS- Ich.-Rechten.........
Desgl. ohne AuNos.-Rcchte . . . 7% Franks. Hhp.-Bk. Goldpf. un- tfinbbar blfl 1932......
4Vt% Rheinische Hyp.-Bank Llqu.-
A.C G. abg. BorkriegS-Obltgatiou., rückzahlbar 1932 .....
4% Schweiz. Bundeeb.-Anl.. . . 4% Oesterreichilche Goldrte.. . . 4,20% Oesterr. Silberrtc.....
4% Oesterreich, einhcltl. Rte . . 4% Ungarische Goldrte......
4% Ungarische StaatSr. v. 1910 . 4)i% dcegl. von 1913.....
4% Ungarische Kronenrte.....
4% Türt. Hollanleihe v. 1911 . . 4% TUrlische Bagdadbahn-Anl., Serie I...........
4% deogl. Serie II.......
4% Rumänen ronbert. Rte. . . . 4 Vi% Rumänen Soldanl. von 1919
eillfl. Deuhche Eisenbahn . . 4y, Hamburg-Amerika Paket ... 7 Hainb.-Sstdam. Dampsich. . . 8 Han ja Da mpsichiss.....10
Norddeutscher Lloyd.....8
Allg. Deutsche Credilanfi. . . io Barmer Bankverein .... io Berliner HandelSgeielisch. . . 12 Lommerz- und Prival-Bank . n Tarmsi. u. Notionalbank . . 12 Deutsche Bank......10
Tiskonta-Gesellschaft Snt.. . 10 Dresdner Bant......n>
yiciallban t.........8
i>-‘d)3banf....... 1?
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123,75
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A.E.G............b
Bergmann.........9
Gleltr. Lieferungen.....10
Licht und Kraft......10
gelten L Guilleaume. ... 754 Ges. t. Elcktr. Untern.....10
Hamb. Elettr. Werke .... lu
Rhein. Elcktr.........9
Schlei. Elektr........10
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Siemen- 4 Halske.....16
Traniradio..... 8
Lahme yer LEo.......10
Buderus...... 5
Deutfche ErdSl.......6
Essener Steinkohle......P
Geilenkirchener ....... 8
Harpener..........0
Hoefch Elfen........6'-:
Ilfe Bergbau ....... 10 Klücknerwerke.........
Köln-Neuesten........7
Mannesmann........7
Man-felder.........i
Oberschiei. Eilend. Bedars. . .
Lberschles. Kok-werke.....7
Phönix Bergbau......6V4
Rheinische Braunkohlen... 10
Rhetnstahl.........6
Ricbeck Montan..... 7,f
vereinigte Stahl« .....
Olavi Ditnen......1g'/,
Kall Aichersleben.....i<
Kali Westeregeln......10
Kaliwerk Salzdetfurth ... 16
I- ®- Farben-Industrie . . . 12
Dynamit Nobä.......g
Scheideanstalt........ <j Goldschmidt...... . k>
RülgerSwerkc........ß
Metallgclellschast......a
192,5
204,25
138
207
383
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113,5
235,5
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150,5
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168,13
223,25
383,5
68,75
142
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106,9
122
235
213,75
78,25
126.5
192,5 228
169,5 204
138,25 206,/5
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165
68,5 112,25
140 141 145 129 213
114
126,65 112
137,5 80,75
102,75 106,25
264 121
113,9
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236 241,75
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Berlin
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167,96 168,64
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2,485 2,505
112,08 112,52
80,64 80,96
61,70 61,94
12,37 12,43
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Datum 18.9. 19.9.
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104,5 103,5
186,13 185,75
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Daimler Motoren......t 45 25 । —
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18. September
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Amtliche Notierung (3clb | Brie,
Amtliche Notierung
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Adlerwerke Klever......0 40,5 —
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Orenstetn 4 Koppel.....6 — —
Leonhard Tiey......10 — —
Bamag-Meguin ....... 0 — —
Franks. Maschinen......4 — —
Griyner..........6 — :8
Heyltgenstaedt ....... —
HunghanS...... .... 6 — 60,5
Lechwerke.........— 105,75
MaintraUwerte.......6 — 107,5
Miag...........1< - 125
Relais ulmer .......6 — —
Gebr. Roeder.......1" — 109,5
Boigl 4 Haefsner......9 — —
Südd. Zucker.......10 153,5 159
Banknoten
40 41,5
196,5
84,75 83,25
196,75 ’ -
52,5 -
56,75
59 -
124 124
222 —
158,25 —
Amft.- Rott. Buen.-AireS Brss.-Antw- Christiania. Kopenhagen Stockholm HelsingforS. Italien. . London. . Neuyork . Paris. . . Schweiz . Spanien. Japan . .
Rio de Jan Men in D. Ccft. abgefi Prag . . . Belgrad . Budapest.
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168,26 1,759
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111,93 111,95 112,59 10,563
21,99 20,378
4,205 16,455
81,00 61,995
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59,16 12,44
7,392 73,35 3,041 18,77
168,23 1,757
58,295 111,70 111,71 112,34 10,541 21,945 20,336 4,1965
16,42 80,86 61,86 2,002 0,4965
59,035 12,419
7,380 73,19 3,035 18,76
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58,415 111,92
111,93 112,56
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16,46
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61,98
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12,439
7,394 73,33
3,038
18,80
Berlin, 18. September
Held
Brief
81,31
2,012
5,42
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20,86
81,46
2,018
5,43
4,174
4,104
20,90
Amerikanische Noten.....
Belgische Noten ....... Dänische Noten ........ iknalikche Noten........
4,177
58,14
111,45
20,30
4,197
58,38
111,89
70.3?


