erhalten haben, und zwar ohne Rücksicht auf die Haushaltführung. Dieser Ortsgebrauch bestehe schon seit etwa 70 Jahren. Der Promnzialaus- schuß konnte diese Ausführungen nicht gutheißen, da sie keinen rcchtkichen Anhaltspunkt darstellen und apch eine Ortssatzung nicht besteht.
Großseuer in Mainz.
WSR. Mainz, 17. Aug. Gestern abend gegen 10 30 LIHr brach aus bisher noch ungeklärte Alr- sache in der Zellulosefabrik Mainz- Kostheim. anscheinend in einer mit Fertigwaren gefüllten Warenhalle, Grobfeuer aus. Mit rasender Schnelligkeit griff das Feuer auf die leicht entzündbaren Stoffe über, und bald kündigte ein mächtiger roter Feuerschein am Himmel schon von weiter Ferne den Brandherd an. Als die Berussfeuerwehr mit zwei Lösch- zügen an der Brandstätte erschien, hatte das Feuer bereits auf die Turbinenhalle, den Maschinenraum, mehrere Lagerhallen und auf das Bureau übergegriffen. Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Kostheim wurde der Kampf gegen das rasende Element mit zwölf Schlauchleitungen ausgenommen. Da man eine weitere Ausdehnung des Feuers befürchtete, wurden auch die Fabrikfeuerwehren der Heddern- heimer Kupferwerke und der Opelwerke, die Wiesbadener Feuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren von Gustavsburg, Hochheim, Bischofsheim und Kastel alarmiert. Den vereinten Bemühungen der Wehren gelang es, den Brand zu lokalisieren. Besonders war es möglich, die Turbinenhalle vor der gänzlichen Vernichtung zu bewahren. Der Maschinenraum und mehrere Lagerhallen mit Fertigwaren wurden teils durch Feuer vollständig zerstört oder muhten unter Wasser gesetzt werden. Die Dureauräume, in denen sich u. a. die neuen Pläne und Entwürfe für den Umbau des Werkes befanden, brannten fast vollständig aus. Erst gegen 2 Ähr war die Hauptgefahr beseitigt. Der entstandene Schaden ist sehr bedeutend, doch größtenteils durch Versicherung gedeckt. Der Betrieb erleidet eine mehrtägige Unterbrechung, bis die Hauptschäden beseitigt sind.
Schweres Autounglück bei Frankfurt.
WER. Frankfurt a. M., 18. Aug. Auf der Verbindungsstrahe zwischen Erbenheim und Frankfurt a. M. fuhr ein Motorradfahrer in schnellem Tempo gegen ein Personenauto. Dabei überschlug sich das Motorrad mehrmals. Der Fahrer und sein Begleiter wurden über das Auto hinweg auf einen gerade des Weges kommenden zweiten Personenkraftwagen hinaufgeworfen. Das Motorrad explodierte, geriet in Brand und wurde völlig vernichtet. Die Flammen schlugen auf den Personenkraftwagen über, der auch zum Teil verbrannte. Der Motorradfahrer Wilhelm Härle aus Frankfurt a. M.-Riederrad erlitt so schwere Arm- und Beinbrüche, dah er in lebensgefährlichem Zustande ins Frankfurter Krankenhaus abtransportiert werden muhte, wo er inzwischen seinen Verletzungen erlegen ist. Dem Degleit- fahrer Karl Lichtner aus Sprendlingen wurde der Rücken aufgerissen und die Wirbelsäule gebrochen. Die Insassen des ersten Autos tarnen ohne Verletzungen davon, während die des zweiten Autos durch herumsliegende Teile des Motorrades mehr oder weniger schwer verletzt wurden.
Wirffchafi.
ErläuierungenzumReichsbankausweis
Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. August hat sich die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Essekten in der zweiten Augustwoche um 190,2 Mill, aus 2376,9 Mill. Mk. verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 256,3 Mill, auf 2157,3 Mill. Mk. abgenommen, während die Bestände an Reichsschahwechseln um 24,1 Mill, auf 40,1 Mill. Mk., und die Lombardbestände um 42,0 Mill, auf 85,8 Mill. Mk. angewachfen sind.
An Reichsbanknoten sind 180,4 Mill. Mk. aus dem Verkehr zurückgeflossen, und dementsprechend hat sich der Ämlauf auf 4291,7 Mill. Mk. verringert. An Rentenbankscheinen sii^d 3,6 Mill. Mark 'in den Verkehr abgeflossen, der ilmlauf hat sich auf 408,6 Mill. Mk. erhöht. Die Bestände der Reichsbanl an Rentenbankscheinen haben sich aus 34,1 Mill. Mk. verringert. Die fremden Gelder zeigen mit 452,7 Mill. Mk. eine Abnahme um 37,7 Mill. Mk.
Tie Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen zusammen haben um 26,1 Mill, auf 2452,9 Mill. Mk. abgenommen, und zwar haben
sich die Goldbestände um 1.9 Mill, auf 2150,3 Mill. Mk. erhöht, die Bestände an deckungsfähl- gen Devisen um 28,1 Mill, auf 302,7 Mill. Mk. verringert.
Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 48,0 Prozent in der Vorwoche auf 50,1 Prozent, diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 55,4 auf 55,7 Proz.
* Die amtliche Grohhandelsindex- z i f f e r. Die auf den Stichtag des 14. August berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 137,9 gegenüber der Vorwoche (138,1) leicht zurückgegangen. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrarstoffe von 132,6 auf 132,3 nachgegeben. Die Indexziffer für Kolonialwaren war mit 129,1 unverändert. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist auf 131,4 (131,7) zurückgegangen, während diejenige für industrielle Fertigwaren mit 157,6 (157,5) leicht angezogen hat.
* Kein Rückkauf der Reubefitzan- leihe durch das Reich. In den letzten Tagen waren an der Berliner Börse und anderwärts Gerüchte verbreitet, wonach mit einer Ordnung der Reparationsfrage ein Ankauf der Reubesitzanleihe (Ablösungsschuld des Reiches) verknüpft fein würde. Das Gerücht soll dadurch entstanden sein, dah von einer süddeutschen Bankfirma Zirkulare verschickt worden sind, in denen behauptet wird, die Reubesitzanleihe würde mit 20 Prozent zurückgekauft werden. Auf Anfrage an zuständiger Stelle erfährt WTB.-Handels- dienst, dah irgendwelche Verhandlungen wegen Rückkauf der Reubesitzanleihe oder Abfindung der Eigentümer nicht stattgefunden haben und nicht stattfinden.
' Stützungsaktion für öie Frankfurter Allgemeine. Wie WTD.-Handelsdienst erfährt, haben Verhandlungen von feiten des Vorstandes und einzelner Mitglieder des Aufsichtsrates der Frankfurter Allgemeinen Ver- sicherungö A.-G. mit der Allianz und Stuttgarter Verein Versicherungs A.-G. stattgefunden, welche vorbehaltlich der am 19. August erfolgenden Beschlußfassung des Aufsichtsrats der Gesellschaft zu dem Ergebnis geführt haben, dah die Allianz und Stuttgarter Verein Versicherungs A.-G. die Garantie für alle Verpflichtungen aus dem gesamten direkten Versicherungsgeschäft der Frankfurter Allgemeinen übernimmt. Was die Kreditversicherung anlangt, so erstreckt sich diese Garantie auf die von der Frankfurter Allgemeinen im direkten Geschäft übernommenen Bürgschaften für gestundete Zölle, Steuern, Abgaben, Frachten, Spritmonopol, Kaufgelder, Lieferungsund Leistungskautionen, Prozehkautionen und Holzkautionen, sowie auf Kohlenkaufgelder und endlich auch auf die Exportkreditversicherung. Sie erstreckt sich insbesondere nicht auf die mit der Abfatzfincwzierung zusammenhängenden Verbindlichkeiten. Durch dieses Abkommen werden die Interessen der Versicherten gewahrt. Damit ist die wichtigste Voraussetzung zu einer möglichst günstigen Abwicklung auch für die übrigen Gläubiger und Aktionäre gegeben.
* Zus ammens chluh der Aktionäre der „Frankfurter AllgemeinenVer- .sicherungs - Aktiengesellschaf t“. Der vor kurzem in Frankfurt a. M. gegründete „Aktionär-Schutz" beabsichtigt, die Aktionäre der „Frankfurter Allgemeinen Dersicherungs-A.°G." zusammenzuschliehen, um deren Interessen zu wahren. Der „Aktionär-Schutz" wird insbesondere prüfen, inwieweit Aufsichtsrat und Vorstand regreßpflichtig gemacht werden können, und inwieweit bei der Lleberncrhme des Dersicherungs- geschäftes der Frankfurter Allgemeinen durch den Allianz-Konzern die Belange der Aktionäre gewahrt werden.
' Kohlenförderung im Ruhrgebiet. Rach vorläufigen Berechnungen wurden in der Zeit vom 4. bis 10. August im Ruhrgebiet in sechs Arbeitstagen 2 442 119 Tonnen Kohle gefördert gegen 2 432 461 Tonnen in der vorhergehenden Woche bei ebenfalls sechs Arbeitstagen. Die Kokserzeugung stellte sich in den sieben Tagen der Berichtswoche (in den Kokereien wird auch Sonntags gearbeitet) auf 635 875 Tonnen gegen 648 984 Tonnen in der vorhergehenden Woche, die Preßkohlenherstellung auf 72 254 Tonnen bei sechs Arbeitstagen gegen 71 827 Tonnen in der vorhergehenden Woche. Die arbeitstögliche Kohlenförderung betrug in der Zeit vom 4. bis 10. August 407 020 Tonnen gegen 405 410 Tonnen in der vorhergehenden Woche, die tägliche Kokserzeugung stellte sich auf 90 839 (92 712) Tonnen, die arbeitstägliche Prehkohlen- herstellung auf 12 042 (11 971) Tonnen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 19. Aug. Tendenz: schwach. — Rach der zweitägigen Unterbrechung des Geschäftes nahm die Börse ein sehr unsicheres Aus
sehen an, da der Zusammenbruch der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs- A.-G. doch größere Folgen nach sich ziehen wird, als anfangs erwartet wurde. Die Verluste lassen sich noch nicht absehen. Die Börse wurde heute, nachdem man am Samstag von Bureau zu Bureau noch einen Kurs von 400 Reichsmark genannt hatte, vor eirtc nie dagewesene Tatsache gestellt, als man erfuhr, dah dieses Papier heute ungefähr auf 100 Reichsmark taxiert wird. Dieser starke Kurseinbruch wirkte deprimierend und übte einen nachteiligen Einfluh auf die Gesamttendenz aus. Die Börse bot ein trostloses Bild, da auch noch die Baissepartei die Chance ausnuht, um die starke Abwärtsbewegung zu ihrem Vorteil zu kehren. Die Spekulation schritt zu Dlankoabgaben, und das herauskommende Material fand nur zögernd bei größeren Verlusten bis zu 7 Proz. Aufnahme. Auch kam nach Dekanntwerden des obenerwähnten Vorfalls das ängstlich gewordene Ausland mit Material heraus. Besonders unter Druck lagen Glektrowerte. Licht und Kraft minus 6,5 Proz., Siemens minus 6 Proz. und G e f f ü r c I minus 3,5 Prvz. Rheinische Elektrische und AEG. gaben nur bis 2Proz. nach. Das Angebot war im allgemeinen ziemlich erheblich. Auch Farben, die reichlich angeboten waren, verloren 5 Proz. Zellstoff- werte gaben bis 6,5 Proz. nach, Deutsche Linoleum 5,5 Proz., Glanz st offaktien gaben bis 6 Prozent nach, ferner verloren Westeregeln 7,5 Proz. Am Montan- martt verloren Gelsenkirchen und Rhein stahl je 2,5 Proz. Phönix waren nur geringfügig abgeschwächt. In allen Papieren war das Geschäft still. Auf dem stark ermäßigten Kursniveau machte sich dann eine gewisse Widerstandsfähigkeit bemerkbar. Man sieht mit Spannung den Kommuniguss von heute entgegen. Frankfurter Allgemeine Versicherungs- A.-G. konnten sich auf etwa 140 Reichsmark erholen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 Proz. eher angeboten. Am De-- v i s e n m ar k t war das Pfund weiter schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1995, gegen Pfund 20,352, London gegen Kabel 4,84775, gegen Mailand 92,73, gegen Paris 123,84, gegen Madrid 33,07, gegen Holland 12,10.
Berliner Börse.
Berlin, 19. Aug. Obwohl man ja schon seit einigen Tagen von den Schwierigkeiten der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs - A.-G. wußte, und auch die Kursbewegung dieses Papiers schon seit Donnerstag voriger Woche anhaltend gedrückt wurde, waren erst am Samstag die außerordentlich großen Verlustziffern bei diesem Äntemehmen zu übersehen, und es stellte sich heraus, dah der Zusammenbruch dieses Konzerns weite Kreise ziehen werde. Schon im Freiverkehr am Samstag verloren hieraus die Aktien der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs-A.-G. weitere 300 R'M., so daß sie heute nur noch die Hälfte ihres Kurswertes von Anfang voriger Woche haben. Viel schlimmer als diese effektiven Kursverluste wirkten auf die Börse die Vorgänge als solche, die eine neue Vertrauenskrise im Auslande gegenüber deutschen Effekten befürchten lassen. Alle anderen Momente traten dahinter zurück, und der gute Reichsbankausweis vom Samstag, Rekvrdzisfern der Rohstahlerzer:- gun g, eine feste Reuyorker Börse vom SamÄag fielen quasi unter den Tisch. Die ersten offiziellen Rotierungen waren nicht ganz so schwach, wie vormittags befürchtet wurde, blieben aber immer noch 1 bis 4 Proz. gegen den letzten offiziellen Freitagskurs niedriger. Die anhaltende gute börsentechnifche Verfassung, d. h. die nur kleinen bei der Spekulation bestehenden Engagements, kamen heute der Tendenz zugute. Deutsche Anleihen uneinheitlich. Aus das Gerücht, betr. die seit einigen Tagen an der Berliner Börst bestehenden Rückkäufe durch das Reich, lagen die R e u - besitzanleihen wesentlich schwächer (11 nach 11,70). Ausländer ruhig. Anatolier wurden heute exklusive Coupons gehandelt. Pfandbriefe leicht nachgebend. Geld blieb hier gesucht. Tagesgeld 7,75 bis 9,50 Proz,, Monatsgeld 9 bis 10,50 Proz., Warenwechsel etwa 7,75 Proz. Obwohl die ersten Kurse die Hoffnung hatten aufkommen lassen, dah die Banken intervenieren würden, überwogen doch auch im Verlaufe die Kursverluste. Man wollte wissen, dah die Aktien der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs A.-G. im Freiverkehr zwischen 80 und 130 schwankten. Siemens, die lebhaftes Geschäft hatten, verloren 4 Prcz. Sonst betrugen die Rückgänge bis zu 2 Proz. Um 13.15 Uhr soll versucht werden, einen offiziellen Kurs für Frankfurter Allgemeine Versicherungs-A.-G. festzuftellen.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 19. Aug. Der Produktenmarkt verkehrte zu Beginn der neuen Woche in etwas festerer Haltung, im Einklang mit den hohen Auslandnotierungen. Die Käufer waren sehr zurückhaltend, obwohl sich das Inland- angebot erhöht hatte. Interesse bestand für Weizen, Roggen und Weizenmehl bei einem Gewinn von 0,50 Mk., Futtermittel vernachlässigt. Es wurden notiert: Weizen 27 bis 26,85, Roggen neuer Ernte 21,25 bis 21,35, Hafer, inländ. 21 bis 21,25, Mais (gelb) für Futterzwecke 21,50, Weizenmehl, südd. Spezial 0 39,50 bis 41,75, Roggenmehl 30 bis 31, Weizenkleie 10.75, Roggenkleie 11,50, Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 10,50, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 5, Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 4 bis 4,25, Treber, getrocknet 17,75 bis 18,75 Mk. Tendenz fester.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 19. Aug. Auftrieb: Rinder 1720 Stück; darunter 295 Ochsen, 95 Bullen, 779 Kühe, 520 Färsen; Kälber 599, Schafe 80; Schweine 4416. Rinder. Ochsen: vollsleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 60 bis 62, ältere 55 bis 59; vollfleischige jüngere 50 bis 54; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 54 bis 58, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 49 bis 53; Kühe: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 46 bis 49. sonstige vollfleischige oder ausgemästete 41 bis 45, fleischige 35 bis 40, gering genährte 30 bis 34; Färsen (Kalbinnen, Iunarinder): vollsleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 60 bis 62, vollfleischige 55 bis 59, fleischige 50 bis 54. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 75 bis 79, mittlere Mast- und Saugkälber 69 bis 74, geringe Kälber 61 bis 68. Schweine. Voll- fleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 88 bis 90, vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 89 bis 91, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 33 bis 90, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 85 bis 88. Marktverkauf: Rinder ruhig, Lieber- stand; Schweine ruhig, geringer Lieberstand; Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 17. Aug. Die Produktenbörse verkehrte am Wochenschluh in fester Haltung. Auf die scharfen Preissteigerungen an den gestrigen überseeischen Terminmärkten hat sich das Inland- angebot von Brotgetreide, insbesondere von Roggen wesentlich verringert und für das wenig angebotene Material wurden für Roggen etwa 5 bis 6 Mk. höhere Preise bewilligt. Weizen war dagegen weniger gut beachtet und wurde zur prompten Lieferung nur etwa 1 Mark höher bewertet. Am Lieferungsmarkte ergaben sich im Einklang mit der vom Ausland gemeldeten Hausse für Weizen in späteren Sichten Preisavancen um etwa 5 Mark. Roggen setzte per September 3,50 Mk., in den späteren Sichten 5 Mk. fester ein. In Auslandbrvta« kreide kamen Limsätze auf dem beträchtlich erhöhten Preisniveau kaum zustande. Für Mehl waren die Mühlenofferten etwas erhöht, Abschlüsse beschränkten sich zumeist auf notwendige Bedarfskäufe. Hafer und Gerste in ruhigem Geschäft, die Forderungen waren gleichfalls erhöht. Es wurden notiert (1000 Kilo). Weizen, märkischer, 245 bis 248, Sept. 261 und Geld, Oft. 266 und Brief (fest), Dez. 272; Roggen, märkischer. 193 bis 197, Sept. 211 btt 212 (ftramm). Oft. 218. Dez. 225,50 bi« 225 151« 225,50; Wintergerste 218 bis 230 (ruhig), Futrecgerstc 167 bis 188; Hafer, märkischer, 172 bi« 180. Sept. 191, Oft. 195,50 (fest), Mais. 9a Plato, 216 bis 218 (fester); Raps 335; (100 Kilo): Weizenmehl 30,25 bis 32,25; Roggenmehl 26 bi« 28,50 (fester); Weizenkleie 11,50 bis 12,25: Roggenkleie 11,50 bis 11,75; Viktoriaerbsen 40 bis 48; kleine Erbsen 28 bis 34; Futtererbsen 21 bis 23; Wicken 28 bis 32, Lupinen (blau) 19 bis 22; Rapskuchen 19.30; Leinkuchen 23 dis 23,50; Trockenschnitzel 11,40 bis 11,50; Sojaschrot 19,90 bis 20,30.
Frankfurter Eiermarkt
Das Geschäft am Frankfurter Giermarkt war in dieser Woche sehr ruhig. ‘Sei schwacher Tendenz notierten: Italiener 11 bis 11,5, Bulgarische 10 bis 10,25, Holländische 11 bis 13, Südslawische 10 bis 10,25, Polnische 8,25 bis 9,25, Russische 10 bis 11, Dänische 10,50 bis 13. Belg.-flandr. 11,50 bis 11,80, Rumänische 9,75 biS 10, Schlesische 11,50 bis 11,75. Bayerische 11 bis 11,25. Norddeutsche 11,50 bis 12 Ps. das Stück.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Ahr, 16 bis 17 Uhr. Samstag I nachmittag geschlossen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.
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167,71
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t a. an.1 -
ung.
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Datum
16.8.
19.8. |
16-8- |
19 8.
Philipp Holzmann.....<
Heidelberger Gement .... 10
Gement Karlstadt......8
«Bann & Freitag......1°
Schultheis Payenhofer ... 15
Ostwerke........ . 12
23er. Glanzstoss......18
Bömberg.........14
gellstes- Waldhos.....12
Zellstosi Aichassenburg ... 12
Eharlollenburger Wasser ... 7
Dessauer Gas........8
Daimler Motoren......0
Deutsche Maschinen-Fabrik . . 0
Adlerwerke Rleoet......b
Ludw. Loewe.......1°
Rat. Automobil.......0
Creuftcin 4 Koppel.....6
Leonhard Tiey.......6
Bamag-Meguin.......O
Franks. Maschinen......6
Griyner....... • 11
Heyllgenslaedt .......0
Funghans....... 4
Lechwerke..... 8
.....................8
Miag...........1°
Bekariutmer..... 8
Peters Union........8
Gebr. Sioeder.......1°
Lotgt 4 Hoessner......8
SÜdd Zucker........8
Dan
106
133
186
I
405
155,75
53,5
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106
101
299
234
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318,5
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194
52,5
55,65
50
200,5
27
89
211,5
56
60,75
63,5
129
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222
154,5
296
231,5
400
314
236,5
152
106,75
192,75
52,4
55
196
37
87,5
124,5
16. August
19. August
Amtliche Notierung
Geld I Bries
Amtliches Geld
kotieruna Brief
49
—
55,5
60
64
107.5
107
128,5
111,5
222
153,75
knoten
Amst.-Rolt. Buen.-AireS Brss.-Autw. Chrisliauia. .ikopenhageu Stockholm . Helsingsors- Italien. . . London. . . Neuyork . . Paris.... Schwei; .. Spanien. . Japan . .. Rio de Jan. Wien in D-- Ceft. abgest. Prag . . . . Bclirad . . Budapest. . Bulgarien. L'ffabon Danzig. - Konst, ntin. Athen. . Canada . Uruguay. Cairo . .
168,06 1,758
58,325
111,76
111,67
112,36
10,54
21,93
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4,195
16,41
80,675
61,51 1,964
0.497
59,08
12,413
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18,76
81,30
1.998
5,43
4,166
4,116
30,87
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58,445
111,98
111,89
112,58
10,56
21,97
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4,203
19,45
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7,378
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3,040
18,80
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2,002
5,45
4,174
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20,91
168,01
1,798
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111,67
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16,425
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1,955
0,4975
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5,43
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4,106
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3.040
18,78 81,58 2,003
5,44 4,174 4.114 20,895
Berlin, 16. August
Geld
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Amerikanische Noten.....
Belgische Noten........
Tanlfdje Noten ....... (hialifÄc Noten........
4.175
58,25
111,46
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