Einfluß eines Krieges zustande kam, bestimmte ferner, bah militärische Ausbildung ordentliches Unterrichtsfach an diesen Hochschulen sein solle. Diese Bestimmung hat lange Zeit nur wenig bedeutet, sie wurde im Sinne einer körperlichen Ertüchtigung der Studentenschaft gehandhabt, ohne den militärischen Charakter hervortreten zu lassen. Dis unter dem Einfluß des letzten Krieges auch die Landwirtschaftlichen Hochschulen anfrn. gen, mit der militärischen Studentenausbildung Ernst zu machen. .. ......
Da übrigens das Mindestalter für bie militärische Ausbildung auf vierzehn Jahre festgesetzt ist. werden seit dem Kriege auch schon die Mittelschüler ausgebildet: im Iahre 1925 waren es ihrer bereits mehr als 40 000, während die Zahl der ausgebildeten Universitätsstudenten damals rund 80 000 betrug. Inzwischen dürften aber diese Zahlen erheblich angewachsen sein. Dasselbe gilt auch von den Zahlen der Ausbildungsoffiziere, deren es 1925 rund 800 gab, während die Gesamtkosten für den Betrieb der R.O.T.C., wie man das Ausbildungskorps für Reserveoffiziere gewöhnlich abkürzt, mehr als IOV2 Million Dollar ausmachten. , ,
Interessant ist, daß sich in den letzten Iahren lebhafter Protest gegen die Einrichtung des R O.T.C. geltend gemacht hat. Die amerikanischen Pazifisten verurteilen sie als eine militärische An- oelegenheit, die in das Zeitalter der Abrüstung und des Völkerbundes nicht passe. Diese pazifistischen Kreise werden offiziell von den amerikanischen Kirchen unterstützt, von denen die Forderung aufgestellt wird, daß militärische Ausbildung von den Mittelschulen ganz zu verschwinden'habe, während die Hochschulen in allen Sollen die militärische Ausbildung zu einer freiwilligen Sache machen sollen. In verschiedenen örtlichen Studentenschaften hat man Abstimmungen für und gegen das R.O.T.C. durchgeführt, die allerdings praktisch nicht viel bedeuten, da erst durch Gesetzesänderung eine Umwandlung des bisherigen Zustandes erreicht werden könnte.
Von den Anhängern des R.O.T.C. wird darauf hingewiesen, daß die militärische Ausbildung nicht nur zu dem Zwecke da sei, um auf einen fünf- ligen Krieg vorzubereiten, sondern vor ollem auch, um ein gesundes Vationalbewußtsein cius- zubilden. Deshalb seien den Kursen des R.O.T.C. auch staatsbürgerkundlicher Unterricht und ähnliche Unterrichtsfächer angegliedert.
Die amerikanischen Pädagogen und Präsidenten der Universitäten sind geteilter Meinung. Auf der einen Seite wird militärische Ausbildung ..undemokratisch, barbarisch und pädagogisch völlig unklug" (Iohn Dewetz) bezeichnet, auf der anderen Seite wird sie für ebenso wichtig gehalten wie der Unterricht in Englisch, Mathematik. fremden Svrachen und Geschichte. (Dekan E. W. Lord, Boston Universith.)
Wirtschaft.
Normale Medioenilastung der Reichöbank.
Der Ausweis der Reichshank zum Juni- Medio zeigt ein befriedigendes und normales Aussehen. In den ersten beiden Juniwochen beträgt die Entspannung rund 500 Mill. Mark gegenüber einer 'Anspannung von rund 650 zum Ultimo Mai. Die Abnahme des Wechselbestandes um 203 Mill. Mark durfte in Wirklichkeit größer sein, weil die Reichsbank auf diesem Konto größere Devisenzugänge verbucht hat. Die Höhe des Lom- bardkontos mit 125,8 Mill. Mark ist allerdings noch recht hoch und hängt wohl mit den noch immer anhaltenden Schwierigkeiten der Reichsfinanzen zusammen. Trotzdem muß die En t l a st u n g der R e i ch s b a n k als erfreulich bezeichnet werden, und es besteht auch Grund, anzunehmen, daß sie in der dritten Juniwoche weitere Fortschritte machen wird, so daß die Reichsbank, nachdem ihr Bestand an deckungsfähigen Devisen wieder eine beachtliche Höhe erreicht hat, in der Lage sein wird, den Halbjahresultimo und seine erhöhten Kreditansprüche seitens der Wirtschaft zu befriedigen. Die Restriktionsbestimmungen der Reichsbank, die im Reich bekanntlich eine sehr weitgehende Milderung erfahren haben, r:nb bei der derzeitigen Situation der Reichsbank überflüssig. Die Möglichkeit für ihre Aushebung ist um so mehr vorhanden, als praktisch der Verkehr mit der Reichsbank im allgemeinen wieder normal geworden ist und Kredit wünsche von der Reichsbank nicht mehr zurückgewiesen werden. Wenn offiziell die Aufhebung der Kreditrestriktion, die praktisch beendet ist, noch nicht erfolgt ist, so liegt dies wohl daran, daß durch die von den Banken vorgenommene Erhöhung der Debetzinsen erst eine Fühlungnahme mit diesen notwendig ist. Da den Banken durch die
Aufhebung der Restriktionen der Kredit der Reichs- bank wieder zur Verfügung steht, so haben sie eigent- lich keine Veranlassung, an ihren erhöhten Debetzinsen festzuhalten, und man kann nur wünschen, daß die Verteuerung des Kredites zu Lasten der Wirtschaft so bald wie irgend möglich beseitigt wird, indem die Banken die Erhöhung der Debetzinsen um 1 0. H. wieder rück- gängig machen. Jedenfalls hat die Restriktionspolitik der Reichsbank zu einem vollen Erfolg geführt, da sie ihr eine Entlastung in dem erwünschten Ausmaße gebracht hat, abgesehen davon, daß ihr De- oisenportefeuille wieder stark gepolstert worden ist. Die Anpassung der Debetzinsen der Banken an den Diskontsatz der Reichsbank ist der letzte Schritt zur Wiederkehr normaler Geldverhällnisse.
Oer neue iniernaiionaleKunstseideirust.
Die Verwaltungen der Vereinigten Glanz st off-Fabriken A. - G., Elberfeld und der Vederlandsche Kunst- zijde-Fabrik Enka beschlossen, unter Aufrechterhaltung der rechtlichen und wirtschaftlichen Selbständigkeit, eine Verschmelzung ihrer Interessen durchzuführen. Eine formelle Fusion der beiden Gesellschaften kommt nicht in Frage. Zur Ermöglichung der bezweckten Interessengemeinschaft wird eine älebernahme der Aktien der einen Gesellschaft durch die andere mittels freiwilligen Aktienumtausches erfolgen. Die holländische Gesellschaft soll die juristische Grundlage des einheitlichen älnternehmens bilden, und demgemäß soll den Glanzstoff-Aktionären ein Angebot zum freiwilligen LImtausch ihrer Aktien gemacht werden.
Der den Generalversammlungen der beiden Gesellschaften zu unterbreitende Interessengemeinschaftsvertrag sieht eine Aende- rung des Namens der Enka in „Algemeene Kunstzijde Linie" und Erhöhung des Aktienkapitals vor, um folgende Transaktionen durchführen zu können: 1. LImtausch von je neun Glanzstoffaktien von zusammen 2700 Mk. in zwei Llnieaktien von zusammen 2000 holländische Gulden mit gleicher Dividendenberechtigung ab l.Ia- nuar 1929. 2. Bezugsrecht nach Ablauf der Llmtauschfrist für sämtliche dann vorhandene Linieaktionäre im Verhältnis 4:1 zum Preise von 130 Prozent mit halber Dividendenberechtigung für 1929. 3. Ferner soll ein weiterer Betrag von 22 Millionen holländische Gulden Linieaktien zwecks Llmtausch von Maekubee-Aktien in Linieakten, worüber Verhandlungen schweben, sowie zu weiteren Angliederungszwecken ausgegeben werden. Diese Transaktion ist davon abhängig, daß mindestens 51 Prozent der Glanz st offaktien zum Limtausch angemeldet werden. Das Gesamtkapital an Linieaktien wird schließlich 125 Millionen holländische Gulden betragen. Der Vorsitz im Aufsichtsrat der Linie soll alljährlich wechseln zwischen einem Mitglied der holländischen und deutschen Gruppe.
Die enge Interessengemeinschaft zwischen dem deutschen Kunstseidenkonzern Glanz st off- Werke und der holländischen Enka, deren Einzelheiten vorstehend berichtet sind, ist insofern eine besonders interessante Transaktion, als sie von den Beteiligten als ein wirtschaftlich unabwendbarer Schritt bezeichnet wird und somit die augenblicklichen Verhältnisse in der Kunstseidenindustrie und auf dem Kunstseidenmarkt kennzeichnet. Daß die Dinge auf dem Kunstseidenmarkt schon seit einiger Zeit, man kann wohl sagen seit dem Tode des belgischen Kunstseiden- Industriellen Barons L ö w e n st e i n, nicht so günstig waren und sind, wie man vielleicht allgemein glaubte, wird durch die Gründe zu dem Plane der einer Vollfusion praktisch gleichkommenden Interessengemeinschaft zwischen Glanzstoff und Enka eindeutig erwiesen. Die Kunstseidenindustrie befindet sich in Produktion und Organisation in einer ständigen Expansionsbewegung, die jedoch nicht mit den Absatzmöglichkeiten harmonisiert. Die Schwierigkeiten in den Kassenverhältnissen selbst bedeutender Gesellschaften der Kunstseide-Industrie haben durch Absatz um jeden Preis zu einem allgemeinen Preisdruck geführt, der sich gerade auf dem deutschen, durch Zölle nicht geschützten Markt empfindlich für die deutsche Kunstseiden- Industrie bemerkbar gemacht hat. Betrachtet man die Transaktion Glanzstoff-Enka unter diesem Gesichtspunkt, so muh man zugeben, daß sie anscheinend von dem Schuh der deutschen Kunstseideninteressenten diktiert ist. Ob allerdings durch eine derartige Zusammenschlußbewegung auf die Dauer eine Konsolidierung der Verhältnisse auf dem Kunstseidenmarkt erreicht werden kann, ist fraglich. Sie hängt ab von dem Umfang der Zusammenschlußbewegung, die nach den Plänen des neuen Trusts noch andere wertvolle Objekte erfassen soll.
*
*ArbekterentlassungenbeiderJ.-G.- Farbenindustrie. Wie WSN.-Dienst erfährt, kommen infolge Einschränkung der Produktion in den Werken Ludwigshafen und Oppau der J.-G.-Farbenindustrie einige Hundert Arbeiter zur Entlassung, nachdem weitgehend die achtstündige Arbeitszeit in den Betrieben eingeführt ist. Bei diesen Entlassungen werden, soweit cs die Betriebsoerhältnisse gestatten, selbstverständlich die sozialen Verhältnisse berücksichtigt. In erster Linie kommen solche Arbeiter zur Enllassung, deren Wohnsitz sehr weit von ihrer Arbeitsstätte entfernt liegt, ferner Ledige und Verheiratete ohne, oder mit geringer Kinderzahl. Der größte Teil der Entlassenen ist in den Jahren 1926 bis 1927 eingestellt worden.
* Frankfurter Allgemeine Dersiche- r u n g s - A.- G., Frankfurt a. M. Die General- Versammlung beschloß die Verteilung von wieder 12,5 0. H. Dividende. Die Generalversammlung der zum Konzern der Frankfurter Allgemeinen gehörenden „Helios" Allgemeine Rückversicherungs-A.-G., genehmigte den Abschluß mit 12 v. H. Dividende.
• D i e Konvention der oberrheinischen Mühlen perfekt. Wie W.T.D.-Han- delsdienst erfährt, ist nunmehr auch die Konvention der oberrheinischen Mühlen perfekt geworden und tritt am 20. Iuni in Kraft. Nachdem die Vereinbarungen der niederrheinischen Mühlen bereits seit dem 1. Iuni in Wirksamkeit sind, steht von dem gesamten Verhandlungskomplex nunmehr nur noch die Vollziehung des Konventionsvertrages durch die Bremer Mühlen aus.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 19. Iuni. Tendenz: abwartend. — Auch heute kam wieder keine regere Geschäftstätigkeit zustande, da der immer noch anhaltende Ordermangel drückend wirkte. Im allgemeinen lagen ungünstige Nachrichten nicht vor, aber trotzdem war man zurückhaltend, und die Tendenz war allgemein leicht abgeschwächt. Der feste Schluß der gestrigen Neu- horker Börse und die Erleichterung am Geldmarkt konnten keinen Eindruck machen. Nach der Festsetzung der ersten Kurse verstärkte sich die Abgabeneigung, und es traten bei der herrschenden Llnlust gegenüber der gestrigen Abendbörse zumeist Rückschläge bis zu 2 Prozent ein. Aber im großen und ganzen konnte man feststellen, daß das Angebot von keiner Seite dringend war. was vor allen Dingen auf den geringen Engagementsumfang der Spekulation zurückzuführen war. Auch heute machte sich die allgemeine Geschäftslosigkeit am Elektromarkt stärker bemerkbar. Hier kamen bei der Eröffnung nur Siemens mit minus 2 Prozent und Lechwerke mit minus 1 Prozent zur Notierung. Nur in AEG. waren Llmsähe zu verzeichnen, und es bestand für dieses Papier etwas lebhafteres Interesse, Deutsche Erdöl und Rüt- gerswerke dagegen leicht gebessert, Scheideanstalt minus 2 Prozent. Die Kursgestaltung war nicht einheitlich. Bei den übrigen Werten hielten sich bei jedoch nicht unfreundlicher Stimmung die Gewinne und Verluste die Waage. Am Montan- markt konnten Mannesmann und Mansfelder bis zu ein Prozent anziehen, während Stahlverein und Klöckner leicht nachgeben muhten. Schiffahrtsaktten bis zu 1 Prozent niedriger. Am Bankenmarkt waren Deutsche Bank etwas fester, Danatbank 2,25 Prozent schwächer. Auch Glanzstoff waren heute auf die niedrigere Bewertung der Enka-Aktien in Amsterdam weiter gedrückt und 7 Prozent schwächer. Autoaktien gut behauptet. Kaliwerte fast ohne Geschäft und eher vernachlässigt. Renten sttll. Deutsche Anleihen gut behauptet. Von Ausländern Zolltürken und Ungarn gebessert. Im Verlaufe machte sich Deckungsbedürfnis geltend, und die Llmsähe wurden etwas reger. Auch die Stimmung besserte sich daraufhin und war ausgesprochen freundlich. Farben gewannen 2 Prozent, A.E.G. 2,5 Prozent und Siemens 3,5 Prozent gegenüber dem Anfang. Auch für Schifffahrtswerte trat etwas regere Nachfrage zutage. Am Geldmarkt war der Sah für Tagesgeld mit 7 Prozent weiter ermäßigt. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1910, gegen Pfund 20.316, London gegen Kabel 4.8483, gegen Paris 123.95, gegen Mailand 92.66, gegen Madrid 34.20, gegen Holland 12.07550.
Berliner Börse.
Berlin, 19. Iuni. Trotz der anhaltenden Orderlosigkeit und der herrschenden Geschäftsstille eröffnete die heutige Börse ziemlich gut behauptet. An Nachrichten lag wenig Interessantes vor. Man beachtete nur die weitere Erleichterung am Arbeitsmarkte, die noch anhaltenden Verhandlungen im Ruhrbergbau, bei denen heute abend ein Schiedsspruch zu erwarten ist, und die Stellungnahme der Regierung zum Tariferhöhungsantrag der Reichsbahn, die noch
nicht abgeschlossenen, aber weitergeführten Anleihekreditverhandlungen für das Reich. Etwas Beachtung fanden die erstmalig gestern wieder einsehenden Goldabgaben der Bank von England nach den Vereinigten Staaten. Ietzt, nachdem die Einzelheiten über die deutsch-holländische Transaktion in der Kunstseidenindustrie bekannt sind, werden die augenblicklichen Kursrealisationen bei Glanzstoff nicht mehr so ungünstig angesehen. Trotzdem lag aber heute hier Angebot vor und dieses Papier verlor zirka 7 Prozent. Auch Gesfürel, Karstadt und Svenska eröffneten schwächer. Aschaffenburger Zellstoff und Rüt- gerswerke notierten heute exklusive Dividende. Durch feste Haltung fielen Mansfelder Bergbau auf. Das Hauptinteresse der Börse zogen aber die unnotierten Werte auf sich, von benen Kali- industrie 260 und Bürbach mit 208 bis 207 nach gestern 205 lebhaft gehandelt wurden. Deutsche Anleihen behauptet. Ausländer eher schwächer. Mexikaner bis 0,5 Prozent niedriger. Der Pfand, briefmarkt verkehrte ruhig, aber nicht uneinheit- lich. Tagesgeld war mit 7,5 bis 9,5 Prozent unverändert. Nach den ersten Kursen überwog Abgabeneigung, mit Ausnahme von Kaliindustrie, Bürbach, Farben, R.W.E. und A.E.G. Später schritt die Spekulation zu Deckungen, und das Kursniveau konnte sich um 2 Prozent bessern.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 19. Iuni. Der Produkten« markt verkehrte heute in ruhiger Haltung. Die Stimmung war auf höhere Auslandnotierungen hin etwas freundlicher. Die Llmsähe waren im allgemeinen sehr gering, nur für Roggen machte sich bei etwas anziehenden Preisen ein lebhafteres Interesse bemerkbar. Im Zusammenhang hiermit war auch Roggenmehl gefragter und bis 0,25 Mk. teurer. Es wurden notiert: Weizen 23,50; Roggen 21,75 bis 22; Sommergerste für Drauzwecke 23; Hafer, inl., 22; Mais (gelb) für . Futterzwecke 20; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 32 bis 32,50; Roggenmehl 28,25 bis 29; Weizenkleie 10,25 bis 10,50; Roggenkleie 11,50. Tendenz: ruhig.
Bücheriisch.
— Hans Harmsen und Karl Christian v. Loesch: Die deutsche Devölke- rungsfrage im europäischen Raum, Verlag Kurt Vowinkel, G. m. b. H., Derlin-Grune- wald. Preis 3,80 Mk. (360)
— Reichs-Bäder-Adreßbuch, nach amtlichen Quellen bearbeitet. 5. Ausgabe (Sonder, ausgabe für Auslandwerbung). Verlag: Reichs- Bäder-Adreßbuch nach amtlichen Quellen bearbeitet G. m. b. H., Berlin SW19, Leipziger Str. 76. Halbleinen geb. 15 Mk. (295)
— Hans Richm art. Praktische Anleitung zum erfolgreichen Seidenbau, mit 90 Einzelbildern. Verlag Martin Salz- männ in Dessau. Preis 2,60 Mk. (293)
— Ehr. A. Wagenbura, Der Weg zum Kapital, das System Des Geschäftserfolges. 5. Aufl. Organisator-Verlag, A.-G., Leipzig. (250)
— Erwin Liek-Danzig, Irrwege der Chirurgie, kritische Streifzüge. Preis geheftet 6 Mk. I. F. Lehmanns Verlag, München. (259)
— Das neue Sonderheft „Amerika" der Süddeutschen Monatshefte (München) füllt eine bisher bestehende Lücke im gemeinverständlichen Schrifttum über Nordamerika aus. Nur angebeutet werden kann hier der reiche Inhalt des Heftes, in welchem hervorragende Ken- ner des Reiches über dem Ozean das Wort ergreifen. So handelt C. L. W. Meyer, Bibliothekar an der Congreß-Bibliothek in Washington, über Amerikas Staatsverfassung. Professor H. E. Barnes, der amerikanische Vorkämpfer in der Kriegsschuldfrage, gibt eine aufschlußreiche Würdigung von Tyoodrow Wilson. Zum englisch-amerikanischen Gegensatz spricht Professor Dr. Brie, Freiburg, und über eines der wichtigsten weltpolitischen Wirtschaftsprobleme, nämlich Nordamerika und das Erdöl Dr. K. Hoffmann von der Hochschule für Nationale Politik, Berlin. Professor 0. Klenze, früher am College of the City of New York, gibt einen Lieberblick über das deutsche Element in den Vereinigten Staaten, während Dr. Schönemann, der Leiter der Amerika-Abteilung des Englischen Llniver- sitätsseminars in Berlin Hauptströmungen des amerikanischen Lebens schildert. Wesentliches über amerikanisches Frauenleben berichtet Frau Toni Harten-Hoencke, Berlin, und Richard C. de Wolf von der Congreß-Bibliothek in Washington gibt ein Bild von der amerikanischen Literatur der Gegenwart. Schließlich liefert Professor Fritz Dehn mit dem Temperament des Künstlers eine warnungsreiche Skizze vom falschen Amerikanismus in Deutschland.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den \
Zapieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.
Frankfurt a.M.
Berlin
Frankfurt a M.
Berlin
Frankfurt a M.
Berlin
Berlin, 18. Iuni
Geld
Brief
Schlub Kurs
I-Uht- Äuti
Schlub- Kure
Anfang Kure
Schluß- Kure
1 Uhr kure
Schlub-' Kurs
Anfang Kure
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i-Uhr- Kure
Schlub- Kure
Anfang Kur«
Französische Noten.....
Holländische Noten ......
Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Deutsch-Oestrrr^Llvo Kronen
Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweizer Noten.......
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . -
Ungarische Noten ...
Devisenmarkt Berlin
Telegraphische
16,37 167,81 21,895 111,33
58,82
2,51 111,96
80,48
59,18
12,375
72,80
-Frankfur Auszahl
16,43 168,49 21,975 111,77
59,06
2,53 112,40
80,80 59,42
12,435 73,10
t a.M.
ung.
Darum
18.6.
19.6.
18 6.
19 6.
Datum
18-6.
19.6.
18.6.
19.6.
Datum
18.6.
19 6.
18.6.
19 6.
6% Dl. 8tcld)4anleU)e o. 19z?
DI. ilnl.-Mblöl.-Sdiulb mit Au» lo|.-91ed)tcn
Seigl. ohne AuSlos.-Rcchie
V% Frany. Hyp.-Bk. Goldpf. tnr kündbar bl4 1932
*y,% Rheinische Htzp.-Banl Llau (gi'lbvf..
A.E.G. abg. BorkriegS-Obllgation., rückzahlbar 1939
4% Schweiz. iBunbeflb.-SnL. 4% Oesterreichliche Goldrte..
4,20% Gelten:. (»Uberrtc.
4% Oesterreich, einheitl. 9?te- 4% Ungarische ®olbite.....
4% Ungarische Slaattr. v. 1910 4%% bc<Gl. von 1918 .
4% Ungarische fitonentte..
4% Türk, Hollanleihe o. 1911 .
4% Türkische Bagbabbahn-Anl., Serie I
4% bcJfll. Serie II
4% Rumänen conven. Wie. . . ■ 4 Vi% Rumänen CBoIbanL von 1913
CUlp. Deunche Eisenbahn . V/i Hamburg-Amerika Paket ... 8 Hamb.-Südam. Dampssch. . . 6 Hansa Dampsschiss ... 10 Norddeutscher Lloyd ..... 8
Allg. Deutsche Creditanst. . . 10 Barmer Bankverein ... io Berliner Handeirgeselisch. . 12
Commerz- und Prival-Bank 11
Dormsk. u. Nationalbanl 12
Deutsche Bank 10
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Mitteldeutsche Creditbanl . . • £
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50,9
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86,5
78,75
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23,3
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157,25
162,5
331
50,9
10,7
23,3
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120,75
151 111,4
131,5
225,5
186,75
276,75
173,25
157
162,5
329,5
A.E.G. ......v
Bergmann ........v
Elektr. Lieserungen..... 10
Licht und Kraft .....1°
Felten & Guilleaume.....6
Ges. f. Elektr. Untern.. ... 10
Hamb. Elektr. Werke .... 10 Rhein. Elektr. . ...... S
Echles. Elektr.......10
TranSradio ...... 8
Lahmeher 4 do...... . 10
Deutsche Erdöl.......6
Essener Steinkohl»......8
Gelsenkirchener ... |. 54 3- 4
Harpener. .........6
Ilse Bergbau ........ 8
Kbln-Neuessen. ....... 9 ManneSmann ....... 8 Mansfelder.........7
cberschlel. Eisend. Bedarf. . . 5 Oberschies. Kaliwerke.....6
PhönE Bergbau......6%
Rheinische Braunkohlen... 10
Rheinstahl I. ’/* Jahr 45',
Rlebeck Montan......7,9
Bereinigte Etahlw......6
Olavi Minen .....8 sh
Kali Aschersleben ..... 10
Kali Westeregeln ...... 10
Kaliwerk Salzdetfurth ... 18
0. ®. Färben-Industri« ... 12 Dynamit Nobel ...... b Scheideanstalt. ....... 9 Goldschmidt ........b
RütgerSwerke..... 6
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219,5
134,5
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170,5
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Heidelberger Cemenl .... 10
Cemeni Karlstadt ...... 8
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Daimler Motoren......0
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Adlerwerte Klever......6
Lubw. Loewe ......10
Rat. Automobil ...... 0
Orenstein 4 Koppel.....6
Leonhard Tietz ...... 8
Bamag-Meguin ....... 0
Griyner ........ 11
Hevligenilaedt ....... 0
Iunghans. . ....... 4
Lechwerke...... 8
Mainkrastwerk» ...... 8
Miag. .......10
Nekarsulmer ....... .8
PeterS Union ........ 8
Gebr. Roeder ....... 10
Boigi 4 Haeffner......8
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1,843
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12,401
7,351
72,99
3,027
18,73
81,13
2,018
5,44
4,152
4,046
20,832
168,51 1,753
58,235 111,78 111,80 112,41
. 10,547 21,955 20,342 4,1955 16,415 80,685
59,24 1,847 0,4985
58,95 12,421
7,365 73,13 3,033 18,77 81,34 2,022
5,45 4,160 4,054
20,872
Berlin, 18- Juni
tAelb
Brief
Amcrikaiii'che Noten.....
Belgische Noten ...... .
Dänische Noten........
Englische Noten........
4,166
58,06
111,33
20,27
4,186
58,30
111,77
20,35


