Ausgabe 
18.11.1929
 
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Nr. 271 Erstes Blatt

179. Jahrgang

Montag, 18. November 1929

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Das Ergebnis der Kommunalwahlen.

Oer Wahltag in der Reichshauptstadt.

Berlin, 17.Rov. (WB.) Der Wahltag ist hier im allgemeinen ziernlich ruhig ver­laufen. Infolge des trüben regnerischen Wet­ters, das den ganzen Tag über anhielt, traten die einzelnen Parteien nicht in dem sonst üb­lichen Umfange mit der öffentlichen Propaganda in Erscheinung. Flaggen sah man nur vereinzelt. Stärker beflaggt waren Häuser in Moabit, im Borden, Osten und in Reukölln, wo in erster Linie die roten Flaggen der Kommunisten und der Sozialdemokraten zu sehen waren. Schwarz­rotgoldene Flaggen waren diesmal verhältnis- mäßig wenig herausgehängt. Schwarzweihrot patten in der Hauptsache die westlichen Dororte geflaggt. Am regsten war die Straßenpro- paganda der Kommunisten, die schon in den frühen Dormittagsstunden Radfahrer­trupps mit rotgeschmückten Rädern und Last­autos durch die Straften schickten. Daneben hatten auch die Sozialdemokraten, die Deutschnationalen und die Rationalsozialisten mit Lastkraftwagen Propagandafahrten unternommen. Die Polizei war von 11 älhr vormittags an inhöchster Alarmbereitschaft. Zahlreiche Schnellkraft- Wagen und Patrouillen waren unterwegs, um Zusammenstöße zu verhindern An den Grenzen der Bannmeile waren die üblichen Wckmungs- tafeln aufgestellt worden, um ^leberschreitungen zu der Bannmeile zu verhüten. Das Kommando der Schutzpolizei hotte ebenso wie die Feuerwehr durch besondere Einteilung des Dienstes dafür Sorge getragen, daß alle Beamten ihrer Wahl­pflicht nachkommen konnten.

Die Wahlbeteiligung war in den ein­zelnen Bezirken sehr verschieden. In den frühen Dormittagsstunden war die Beteiligung im Gegensatz zu den letzten Reichstagswahlen fast Überall ziemlich matt. Bis gegen 12 ilftr hatten sich durchschnittlich 20 Prozent der Wahlberech­tigten in den Wahllokalen eingefunden. In ein­zelnen Bezirken, so in Reukölln und Moabit, waren die Durchschnittszahlen etwas höher, un- geführ 25 bis 30 Prozent. In den Mittags­stunden und am frühen Rachmittag setzte überall ein stärkerer Andrang der Wähler ein. Der Reichspräsident, der zum ersten Male an der Berliner Stadtverordnetenwahl teilnahm, er­schien um V210 Ufjt in Begleitung des Staats­sekretärs Meißner in seinem Abstimmungs- lokal, von einer großen Menschenmenge, die sich rasch angesammelt hatte, bei Ankunft und Abfahrt ehrfurchtsvoll begrüßt. In dem gleichen Wahl- lotal kamen auch Reichsianzler Müller und der preußische Iustizminister Schmidt ihrer Wahl­pflicht nach. Der Reichsaußenminister Dr. C u r - t i u s genügte seiner Wahlpflicht in Dahlen.

Don Mittag - an setzte überall ein ständig wachsender Andrang in den Wahllokalen ein, so daß sich die Wahlberechtigten an vielen Stellen anstellen mußten und teilweise bis auf die Straße hinaus standen. In Steglitz mußten teil­weise zur schnelleren Abfertigung R o t z e l l e n eingerichtet werden. Gegen 5 ilftr nachmittags war in den südlichen, südwestlichen und west­lichen Dororten etwa 60 bis 70 Prozent Wahlbeteiligung zu verzeichnen. Im Rordwesten, im Hansaviertel, waren dagegen bis 4 ilftr nachmittags noch nicht 50 Proz. Wahlbeteiligung. Im Südosten- betrug die Be­teiligung bis 5 älhr nachmittags 80 Prozent. 2n der letzten Stunde der Wahlhandlung herrschte überall größter Andrang. Man rechnet mit einer Wahlbeteiligung in Groß- Berlin von 75 bis 77 Prozent. Das bedeutet gegenüber der letzten Berliner Stadtverordneten­wahl von 1925, bei der nur 64 Prozent Beteili­gung war, eine erheblich stärkere Beteiligung. Wie bei fast allen letzten Wahlen war die Be­teiligung in den Arbeitervierteln nicht unerheb­lich stärker als in anderen Gegenden.

Oiesozialistisch-kommunistische Mehrheit in Berlin behauptet. Ein erster Ueberblick über das Ergebnis der Kommunalwahlen.

Berlin, 18. Roo. (IDIB. Funkspruch.) Die ge­strigen Prooinziallandlags- und Kommunalwahlen wiesen fast durchweg eine höhere Wahl­beteiligung auf als die vorhergehenden Wah­len. Die Ergebnisse sind entsprechend den ört­lichen Verhältnissen teilweise sehr verschieden, so daß man nicht von einem allgemeinen Rechls- oder Linksruck oder Anwachsen der Witte sprechen kann, wenn auch die DeuUd) nationalen in zahlreichen Kommunen starke Verluste erlitten ha­ben, so stehen dem gegenüber Städte, in denen sie Erfolge verzeichneten, so beispielsweise in Breslau, Beuthen und anderen oberschlesischen Städten. Da­gegen haben sie in Köln zwei Drittel ihrer Sitze ver­loren, in anderen Städten dagegen, so in Trier, Aachen und Wiesbaden 1 bis 2 Wandale gewon­nen. Ebenso stark schwanken die Ergebnisse der So­zialdemokraten, die stellenweise sehr große Erfolge erzielt haben, in anderen Gegenden 2fian- date verloren, so in Breslau, Hindenburg und Ra- libor. Die Parteien der Witte weisen ähn­liche Ergebnisse auf. Von Ausnahmen abgesehen

haben die Nationalsozialisten säst überall Erfolge zu verzeichnen. Diese Schwankungen in den wandatszahlen sind in erster Linie auf die ff ä r - fere Wahlbeteiligung zurückzuführen, durch die ein größerer wahlguolient errechnet wurde, so daß sich das Verhältnis der wandatszisfern ver­schob. Am deutlichsten wird die Verschiebung bei dem Berliner Wahlergebnis klar, wo in­folge der höheren Wahlbeteiligung alle größeren Parteien, außer den Demokraten, Stimmen­zuwachs zu verzeichnen hatten, Infolge des ver­änderten Wohlquotienten aber teilweise wan - bäte verloren, so die Sozialdemokraten 8 und die Deutschnationalen 7. Gewonnen haben die Volks­partei 1 wandat, die Kommunisten 13, die Rational­sozialisten 13 und der Christliche Volksdienst 1 wan­dat. Der absoluten w e h r h e i t, die die Sozial­demokraten und Kommunisten mit 12 1 Stimmen behauptet haben, stehen 103 der übrigen Parteien gegenüber.

Die Wahlen zu den preußischen Pro­vinziallandtagen weifen fast überall ähn­liche Verhältnisse auf wie die Kommunalwahlen.

Provinzialtag Starkenburg.

Darmstadt, 18. Nov. (TU.) Für den Provin­zialtag Starkenburg wurden abgegeben: Sozial­demokraten 99 382 Stimmen, 20 Mandate (20), Deutschnationale 6781, 1 Mandat (3), Zen­trum 44 515, 8 Mandate (8), Deutsche Volks- Partei 25 330, 5 Mandate (6), Kommuni st en 15 633, 3 Mandate (4), Demokraten 13008, 2 Mandate (3), Nationalsozialisten 15 152, 3 Mandate (0), Landbund 22 106, 5 Mandate (6), Kommunistische Opposition 13 626, 2 Mandate (0), Mi11elstand 6487, 1 Mandat (0), Volksrechtpartei 2873. 0 Mandat (0), Evang. Volksgemeinschaft 4127, 0 Mandat (0), Linke Kommunisten 4111, 0 Mandat (0).

Kreistagswahlen.

Kreis Darmstadt: Soz. 13 (14), Dem. 2 (2), Zentr. 1 (1), Deutsche Volkp. 7 (8), Landbund 2 (2), Deutschnationale 1 (2), Nationalsoz. 3 (0), Kommu­nisten 1 (1).

Kreis Bensheim: Soz. 9 (9), Dem. 1 (1), Zentr. 9 (8), D. Volksp. 3 (5), Landbund 3 (4), Deutschnationale 1 (1), Nationalsoz. 2 (0), Kommu­nisten 2 (2).

Kreis Erbach: Soz. 6777 (5794), Dem. 1379 (1466), Zentr. 917 (929), D. Volksp. 1388 (1869), Landbund 2526 (3933), Deutschnationale 468 (1218), Nationalsoz. 2687 (0), Komm. 719 (602).

Kreis Dieburg: Soz. 8771 (7750), Dem. 904 (1079), Zentr. 5993 (5523), D. Volksp. 1256 (1666), Landbund 4735 (4809), Deutschnationate 817 (1286), Evang. Bolksgem. 798 (0), Kommunisten 1181 (1266), Volksrechtspartei 286 (0).

Giadtratswahlen.

Darmstadt: SPI. 13 223 Stimmen, 16 Man­date (21). Deutschnationale 2451, 2 Mandate (3), Zentrum 2962, 3 Mandate (3), D. D. P. 7935, 9 Mandate (14), K. P. D. 1259. 1 Mandat (), Demokraten 2799, 2 Mandate (3), Rationalsozia­listen 4249, 5 Mandate (), Handwerk und Ge­werbe 2257, 2 Mandate (2), Volks rech tpartei 844, 1 Mandat (). Positive Arbeitsgemeinschaft 2418. 2 Mandate ().

Offenbach a. M.: Sozialdemokraten 11 596 Stimmen. 15 Mandate (früher 15), Zentrum 4872, 6 Mandate (6), Kommunisten 2315 (3), Liste Ealm (früher Kommunist) 8549, 10 Man­date (früher zusammen 12), Demokraten 1869, 2 Mandate (3), Rationalsozialisten 1846, 2 Man­date (), Bolksrechtpartei 1118, 1 Mandat (), bürgerliche Arbeitsgemeinschaft 4319, 6 Mandate (11), Mittelstand 2600 3 Mandate ().

Groh - Ge rau: Bürgerliche Bereinigung 1114 Stimmen (8 Sitze, bisher 7), SPD. 741 Stimmen (5 Sitze wie bisher), Kommunisten 461 Stimmen (3 Sitze wie bisher), Deamtenvereini- gung 352 Stimmen (2 Sitze, bisher 3). Wahl­beteiligung 78,4 v. H.

Erbach i.O.: Sozialisten 786 Stimmen, 7 (6) Sitze, Beamtenliste 204 Stimmen 2 (2) Sitze, Wirtschaftliche Bereinigung 200 Stimmen 2 (3) Sitze, Wirtschaftsgruppe > 116 Stimmen 1 Sih, Wirtschaftsgruppe 11 143 Stimmen 1 Sitz, Wirt­schaf tsgruppe 111 177 Stimmen 2 Sitze (bisher Bürgerl. Arb.-Gem. 4 Sitze).

Rheinhessen.

Kreistagswählen.

Kreis Alzey: Soz. 5 (5), Dem. 3 (4), Zen­trum 5 (4), D.V.P. 3 (4), Natsoz. 2 (0), Eh. L.- und Bauernp. 4 (4).

Kreis Oppenheim: Soz. 6 (6), Ztr. 6 (5), Chr.-nat. Bauern- u. Landv.-Partei 4 (2), Dem. 2 (3), Natsoz. 1 (0), D.V.P. 2 (4). Insgesamt wurden 17 911 gültige Stimmen abgegeben.

Gtadtratswahlen.

Mainz. Abgegebene Stimmen: Sozialdemokra­ten 14 961 Stimmen (14 843), Zentrum 11650 (10 341), D.V.P. 2026 (1951), Deutschnationale 1135

Auch bei den Provinziallandlagswahlen hat sich die stärkere Wahlbeteiligung auf das Verhältnis der wandatszisfern ausgewirkt, hinzu kommt noch, daß meist andere Parteigruppierungen be­stehen, und die bürgerlichen Parteien in vielen Fäl­len Einheitslisten ausgestellt haben. Bemerkenswert ist, daß in den östlichen Provinziallandlagen d i e Polen verluste erlitten haben. So ist im ostpreußischen Provinziallandtag die Stimmenzahl der polnischen Volkspartei von 5750 auf 3200 zu­rückgegangen. Auch im oberschlesischen Provinzial­landtag haben die Polen ein Mandat verloren.

Oie Berliner

Stadtverordnetenversammlung.

Berlin, 18. Rov. (IDIB. Drahtmeldung.) Rach dem vorläufig errechneten (Ergebnis verteilen sich die Mandate für die Berliner Stadtverordnetenversamm­lung wie folgt: Sozialdemokraten 65 (73), Deutsch- nationale 40 (47), Kommunisten 65 (43), Demokra­ten 14 (21), Deutsche Volksparkei 15 (14), Wirt- schaftspartei 10 (10), Zentrum S (8), Christi. Volks­dienst 13 (0), zusammen 224.

(1413), Demokraten 3144 (3111), K.P.D. 2715 (3154), Evangelische Volksgemeinschaft 2938 (), Volks­rechtpartei 633 (), Rote Arbeiterliste 148 (), Notgemeinschaft des Mittelstandes 4955 (3226), Vor- orTüfte der Notgemeinschaft 1408 zusammen 6363, Leninbund 172 (), Leibesübungen 838 (1512), Wahlberechtigte 79 929, abgegebene Stimmen 46 343, Wahlbeteiligung 70 o. h. Mandate: Sozial­demokraten 18 Sitze (bisher 21), Zentrum 15 (14), Deutschnationale und Deutsche Dolkspartei 3 (4), Dolksrechtpartei, Evangelische Volksgemeinschaft 3 (), Kommunisten 3 (4), Demokraten 4 (4), Rote Arbeiterliste, Notgemeinschaft des Mittelstandes und Vorortliste 7 (6).

Worms. Soz. 5382 Stimmen, 11 Mandate (15); Deutschnationale 1382 St., 2 Mandate (2); Zentrum 2656 St., 5 Mandate (5); Deutsche Volkspartei 5855 St., 12 Mandate (14); KPD. 2338 St., 5 Mandate (2); Demokraten 1052 St., 2 Mandate (3); National­sozialisten 1869 St., 3 Mandate (1); Volksrecht. Partei 488 St., 1 Mandat (0); Evangelische Volks­gemeinschaft 751 St., 1 Mandat (0); ungültig 387. Zahl der Wahlberechtigten 33 438, abegebene Stim­men 22 161 = 66,3 v. S).

Bingen. Soz. 5 (5), Zentr. 13 (12), Bürgerog. 6 (8). Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Zahl der Mandate von 27 auf 24 herabgesetzt worden ist.

Oppenheim. Soz. 8 (7), Vereinigte bürgerliche Parteien 7 (8).

Rüsselsheim. Soz. 9 (10), Komm. 3 (2), Bürgerliche 23g. 6 (9).

©er Wahltag in Frankfurt.

Frankfurt a.M., 17. Nov. (Wolff.) Der Kampf um das Frankfurter Rathaus ist mit großer Schärfe geführt worden. Die Vorkommnisse bei der Frankfurter Gasgesellschaft sowie die Verluste bei verschiedenen städtischen Betrieben boten genü­gend Stoff zu Angriffen und Verteidigung. Die Par­teien hatten schon frühzeitig mit der Wahlpro - paganda begonnen, die am Samstag und be­sonders am Sonntagvormittag durch zahlreiche Straßenkundgebungen ergänzt wurde. Bei dem am Sonntagvormittag herrschenden regnerischen Wetter war die Wahlbeteiligung bis in den Nach­mittag hinein natürlich außerordentlich schwach. Er ft in den letzten Stunden setzte ein ziem­lich starker Andrang ein, so daß immerhin noch eine Wahlbeteiligung von etwas über 66 u. S). zu verzeichnen ist. Zu Zwischenfällen ist cs bei der Wahlhandlung sowohl wie auch in den Abend­stunden nicht gekommen. Bemerkenswert an dem Ergebnis der Frankfurter Stadtverordnetenwahl ist die st arte Zunahme der Deutschen Volkspartei sowie der Nationalsozia li ft e n trotz der geringeren Wahlbeteiligung gegen­über der letzten Stadtverordnetenwabl. Die Deutsche Dolkspartei konnte ihre Sitze um 2, die National­sozialisten sogar um 4 vermehren. Von den übrigen Parteien hat die Sozialdemokratie 4 Sitze eingebüftt, während das Zentrum 2 Sitze ge­wonnen hat. Den stärksten Verlust haben die D e u t f d) n a t i o n a l e n sowie die Demokra t e n mit je 3 Stimmen, prozentual gerechnet, er­litten.

Kommunallandtag Kassel.

Rach dem vorläufige n Ergebnis ver­teilen sich die Mandate wie folt: Soz. 15 (15), Arbeitsgemeinschaft 11 (15), Zentram 6 (7), De­mokraten 2 (3). Kommunisten 3 (3), Christlicher Dolksdienst 0 (0), Deutsche Dp. 2 (Listenverbin­dung), Rationalsoz. 3 (0), Wirtschaftspartei 3 (0).

Kommunallandtag für den Regierungs­bezirk Wiesbaden.

Soz. 168174 Stimmen 14 Mandate (16); Zen­trum 121 229 = 10 (12) Dt. Dp. 61 939 -- 5 (7);

Einzelergebniffe der preußischenKommunalwahlen

Stadt Duisburg-Hamborn. (Man­date in Klammern.) SPD. 26 446 (13), Du. 12 125 (6), Zentrum 43 081 (21), DBP. 13 752 (6), Komm. 30 301 (15), Dem. 2834 (1), Wirtschaftsp. 10 637 (5), Rat.-Soz. 6331 (3). Christ!. DD. 6953 (3), Hnpart. Bürger 3136 (1), Bürger 3045 (l).

Hain m. Zentrum 10 (14) Mandate, Soz. 6 (5). Komm. 2 (4), Demi. 1 (4), DBP. 4 (4), Dn. und überpart. Evang. 5 (1), Rat.-Soz. 1 (1), Wirt­schaftsp. 3 (0).

Elberfeld-Barmen. SPD. 43666 (18). Dn. 29 002 (12), Zentrum 23 629 (10), DBP. 16 449 (7), Komm. 30 806 (13), Dem. 4859 (2), Wirtschaftsp. 18 943 (7), Rat.-Soz. 5161 (2), Christi. Dolksdienst 13 156 (5).

Trier: Sozialdemokraten 2344 (4), Deutfchnatio- nale 1234 (2), Zentrum 11 314 (22), Deutsche Volks­partei 1128 (2), Kommunisten 2368 (4), Demokraten 638 (1), Wirtschaftsvartei 3608 (5), Nationalsozia­listen 612 (1), Mieterpartei 675 (1).

Essen: Sozialdemokraten 37 492 (13), Deutsch- nationale 15 950 (5), Zentrum 89 994 (33). Deutsche Dolkspartei 19170 (7), Komm. 48 248 (18), De° mokraten 4474 (1), Wirtschaftspakte 16 239 (6), Na­tionalsozialisten 8220 (3), Volksrecht 1064 (), Christi.-Soz..-Reichsp. 3821 (1), Christi. Dolksdienst 8487 (3), Handwerk, Handel und Gewerbe 4048 (1), Polen 1250 (), Leibesübungen 2561 ().

Köln: Sozialdemokraten 21 Mandate, Deutsch- nationale 2, Zentrum 35, Deutsche Dolkspartei 10, Kommunisten 13, Demokraten 3, Wirtschaftspartei 7, Nationalsozialisten 4.

Saarbrücken: Sozialdemokraten 12 (13) Man­date, Deutschnationate 3 (5), Zentrum 18 (17), Kom­munisten 8 (8), Demokraten 1 (2), Wirtschaftspartei 7 (6), Nationalsozialisten 1 (), Deutsch-Saarlän­dische Volkspartei 11 (9).

Potsdam. Soz. 14 (14), Kommunisten 1 (2), Reichspartei des deutschen Mittelstandes 2 (0), D.V.P. 4 (3), Natsoz. 3 (0), Deutschnat. 15 (16), Demokraten 1 (1), Zentrum 1 (1), Handel, Gewerbe, Grundbesitz 2 (5), Wohnungsref. u. Beamte 0 (1).

L i e g n i tz. S. 18 (15), Z. 3 (3), K. 1 (1), NS. 1 (0), Einh.-L. für Sparsamk. und Ordng. 16 (19), Evang. Volksd. 3 (0), Allg. Bürgert. 4 (7).

Breslau. SPD. 107 614 (34), Dn. 63 176 (20), Zentrum 42 986 (13) DVP. 23 992 (7), K. 15345 (4), Dem. 12 785 (3), Wirtfchaftspärtei 10 495 (3), Nat.-Soz. 9672 (2), Mieterliste 8710 (2), Deutsch- Soziale 2746 (), Handwerker 823 (). KPD. (Op­position) 824 (), Linkskommunisten 355 (), Pol­nische Mieter 197 (), Bodenreformer 1053 ().

Königsberg. SPD. 35511 (16), Dn. 15896 (7), Zentrum 4137 (1), DVP. 34 485 (16), Komm. 30 355 (14), Dem. 5474 (2), Wirtschaftsp. 5392 (2), Nat.-Soz. 8297 (3), Christi. VD. 7525 (3), Notge­meinschaft 1657 ().

Deutschnat. Dp. 33 490 = 3 (6); Dernokr. 29 169 = 3 (4); Komm. 52 670 - 5 (4); Wirtschafts- Partei 34 758= 3 (3); Arbeitneßmergruppe 12 166 0 (0); Christl.°Rationale Bauern- und Land- volk-Partei 53 629 5 (0;; Rationalsozialisten 52 573 = 4 (0).

Ki-eistagöwahl.

Kreis Marburg: Soz. 5 (5), Zentr. 1 (1), Dem. 2 (3), Rat.-Soz. 2 (). Hessische Arbeits­gemeinschaft (Handel und Gewerbe) 8 (11), Hand­werk und Gewerbe 1 (3), Kleinbauern- und Ar­beiterpartei 1 (), Ehr.-Dem. Dgg. 2 ().

Kreis Limburg: Soz. 4 (4), Zentrum 13 (10), D. D. P. 1 (1), Deutschnationale 0 (1), Kom­munisten 1 (), Chr.-Ratl. Bauernp. 4 (), Rat.-Soz. 1 (), Handwerkerliste 1 (3).

Ilnterlahnkreis: Soz. 8 (9), Zentrum 3 (3), Deutschnatl. 2, Wirtschastsp. 1, Chr.-Ratl. Bauernp. 6 (früher zusammen 11), Rat.-Soz. 2 (), Dürgerliste 2 ().

Kreis Montabaur: Soz. 2, Zentr. 12, Komm. 2, Wirtschastspartei 2, Chr.-Ratl. Dp. 3, Evang. Dolksdienst 1, Dolksgem. 2.

Giadtratswahlen.

Frankfurt a. M. Stimmen: Soz. 75 773 (91 258), Zentr. 34 339 (30 208), D. V. P. 35 263 (28 979), Dnl. 12 788 (22 463), Dem. 15 012 (22 094), Korn. 35 731 (35 899), Mittelstandspartei 18 560 (15 573), Arbeitnehmer 8893 (10 216), Ev. Dgg. 7676 (3989), Rat.-Soz. 27 191 (12 526), 11. S. P.D. 645 (832), D. R. P. 1788 (3541), Waßmann 1290 (-).

Mandate: Soz. 25 (29), Ztr. 11 (9), DDP. 11 (9). Dnt. 4 (7), Dem. 4 (7), Komm. 12 (11), Mit­telst. 6 (4), Arbeitnehmer 2 (3), Ev. Dgg. 2 (1), Rat.-Soz. 8 (4).

Kassel: Sozialdemokraten 28 682 Stimmen, 19 Mandate (bisher 19), Zentrum 3388, 2 Man­date (2), D. D. P. 13 445, 9 Mandate (9), Deutsch- nationale 12 410, 8 Mandate (14), Demokraten 5628, 4 Mandate (5), K. P. D. 6613, 5 Mandate (3), Rationalsozialisten 5986, 4 Mandate (3), Christlicher Dolksdienst 5579, 3 Mandate (), Wirtschaftspartei 4801, 3 Mandate (). Wahl­beteiligung 71 v. H.

Oie Kommunalwahlen in Hessen.

Die Wahlen in Hessen-Nassau.