Ausgabe 
18.7.1929
 
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** Eine Serie von Gewittern entlud sich heute in den frühesten Morgenstunden über unserer Stadt und in der näheren Umgebung. Die Gewitter setzten etwa zwischen 3 und 3,30 Ufjr ein und dauerten in ziemlich ununterbroche­ner Folge bis gegen 7 ilfjr an; sie brachten neben reichlichen Niederschlagsmengen, die der Land- wirtschast nach der starken Hitze und der an­haltenden Trockenheit der letzten Tage gutgetan haben dürften, zum Teil sehr heftige elektrische Entladungen, die sich besonders gegen 5 Nyr m rascher Folge und großer Stärke austobten. Wie wir von zuständiger Seite ersahren. sind einige durch Blitzschläge verursachte, unwesentliche Sto­rungen in der Lichtleitung zu verzeichnen ge­wesen. welche in der Hauptsache die ackeber- landanlage betrafen, und wodurch die Melde­apparate automatisch in Tätigkeit gebracht wur­den. Die Störungen, welche im Stadtgebiet kaum nennenswert waren, konnten sofort behoben wer­den. Auch bei der Reichsbahn traten Storungen im Fernsprechbetrieb ein und zwar in der Rich­tung Limburg, Aschaffenburg und Friedrichsdvrf-

MlttVCKh, d.17,Juli, 1929.7h aDd$.

1 Uhr Greenwicher Zeit a u f g e st i e g e n, aber nach einer Stunde wieder hierher zurückge- k e h r t, da seine Anlage gestört war. Der neue Aufstieg wird voraussichtlich heute erfolgen.

Deutsches Flugzeug in Island gelandet.

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1819: der Dichter Gottfried Keller in Zürich geboren (gestorben 1890); 1834: der französische Maler E. Degas in Paris geboren; 1859: der Mediziner und Schriftsteller K. L. Schleich in Stettin geboren; 1917: Friedensresolution des Deutschen Reichstags.

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 190 bis 200; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 30 bis 35; Weißkraut 30 bis 35; gelbe Rüben 20 bis 25; rote Rüben 20 bis 25; Spinat 30; Römischkohl 15 bis 20; grüne Bohnen 35 bis 50; gelbe Dohnen 40 bis 50; dicke Bohnen 20 bis 25; Erbsen 25 bis 30; Mischgemüse 10 bis 15; Tomaten 30 bis 60; Zwiebeln 10 bis 25; Rhabarber 10 bis 15; alte Kartoffeln 5i/2; neue Kartoffeln 9 bis 10; Frühäpfel 40 bis 50; ausl. Acvfel 45 bis 70; Dirnen 20 bis 50; Dörrobst 30 bis 35; Kirschen 45 bis 70; Sauerkirschen 45 bis 50; Heidelbeeren 40 bis 50; Stachelbeeren 20 bis 35; Johannis­beeren 25 bis 30; Erdbeeren 70 bis 100; "Wald­erdbeeren (der Schoppen) 50 bis 55; Himbeeren 70 bis 80; Aprikosen 55 bis 60; Pfirsiche 75 bis 80; Honig 40 bis 50; junge Hähne 120 bis 130; Suppenhühner 100 bis 120; das Stück: Tauben 70 bis 90; Eier 13; Blumenkohl 30 bis 90; Salat 10 bis 15; Salatgurken 25 bis 50; Ein­machgurken 5 bis 10; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 10 bis 15; Rettich 20 bis 30; Sellerie 10 bis 15; das Bund: Radieschen 10 bis 15 Pf.; der Zentner: alte Kartoffeln 4,50; neue Kar­toffeln 8 Mark.

Bornotizcn.

Tageskalender f ü r Donnerstag. 6. Abonnements-Konzert, Liebigshöhe, 20.15 älhr. Derein Oberhessisches Damenheim c. CD.: Mit­gliederversammlung. 18 Uhr, im Lukassaal (Lie- bigstraße 56). Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Verirrte Jugend", ..Man soll kein Kavalier fein 1 undDer Farmerlehrling".

Abonnementskonzert. Für das tun Donnerstag, 18. Juli, abends 8£ Uhr auf der Lie- bigshöhs stattfindende VI. Abonnementskonzert der Militärkapelle hat Obermusikmeister L ö b e r ein sorgfältig zusainmengestelltes Programm vorberei­tet. An Ouvertüren sindEgmont" undDie Ent­führung" vorgesehen, denen die Fantasie:Boris Godunow", sowieDie Zirkusprinzessln" folgen werden. Ein Solo für zwei Pikkoloflöten und em CharakterstückZug der Gnomen" bilden den Ab­schluß des I. Teils. Außer einer großen Fantaste ausTristan und Isolde" und der neuesten Er­scheinung:Johann Strauß spielt auf", nimmt das Konzert mit einem Studentenliederpotpourri seinen Abschluß. Auch für.Nichtabonnenten kann der Be­such dieser Konzerte empfohlen werden.

Ein Rosenfest mit Rosenball und Wahl der Rosenkönigin findet in ,B a d - Nauheim am Samstagabend im großen Bühnensaal des Kurhauses statt. Als besondere Üeberraschung ist eine Gratisverlosung vorgesehen, bei der die Nummern der Eintrittskarten als Los­nummern gelten. Das Rosenmaterial für das Fest wird von der bekannten Firma Gebrüder Schuck- Heis, Steinfurth, geliefert. (Siehe heutige Anzeige.)

Amenkafahrl und Wellslug des Zeppelin Vefriedigender Abschluß der Mtorenprüsung.

LloyddampfersDe rfflin ge r" von dem ame- rikanischen TorpedobootszerstorerPaul Jones übernommen und in Tsingtau an L an d gebracht worden. Ebenso landete dieBlackauk einen Teck der Besatzung. Das amerikanische Kanonenboot Beaver" bleibt zur Hilfeleistung in der Nahe des Derfflinger". Außer von Schanghai sind auch von Dairen Bergungsdampfer nach der Unfallstelle unterwegs.

Das Eigentum am Ewsee.

Die bayerische Regierung hat eine halbamtliche Erklärung herausgegeben, die besagt, daß keine we- jeniliche Gefahr für den Eibsee beftunta, ta to Ufer des Sees Eigentum des bayerischen Staates feien. Der bayerische Staat wurde von seinem Standpunkt, daß er allem über die Um­gebung des Eibsees zu verfugen habe, in keiner Weise abgehen.

Lieben Personen bei einem Autounglück verletzt.

Auf der Straße zwischen Münstermaiseld und Raunheim bei Polch (Reg.-Bez -Koblenz) fuhr ein aus Boppard stammender Kraftwagen in schneller Fahrt die Straße entlang, geriet ms Schleudern, riß drei an der Straße stehende Bäume um und verfing sich an einem vierten Daum. Die sieben Insassen des Autos wurden auf die Straße und in die Felder geschleudert, wo sie verletzt ausgefunden wurden. Wahrend tat vier Personen die Berletzungen leichter sind, muß- ten die übrigen mit schweren inneren und äuße­ren Berletzungen ins Krankenhaus gebracht wer. den. Der Wagen wurde schwer beschädigt.

Schwerer Einbruch in Karlsruhe.

3n das Pelzwarengeschäft 2 onas in der Kaiserpassage in Karlsruhe wurde m der Rächt zum Dienstag eingebrvchen und Petz­waren im Werte von über 28 000 Mr. g e- stöhlen. Die Diebe, drei Männer und eine Frau, hatten in aller Ruhe die gestohlenen Pelze in Kvsfern aus dem Geschäft getragen und in ein Auto verladen. Die Diebin war sogar nut einer Taxe vor der Passage vorgefahren. Man vermutet, daß sich die Diebe nach der Schweiz gewandt haben. Augenzeugen wollen auch an einem anderen Eingang der Passage em Auto gesehen haben mit zwei Männern, die einen Kvsfer trugen. Auch diese Spur toufbe von der Polizei ausgenommen und führt nach Frankfurt am Main. Der entstandene Schaden ist größten­teils durch Versicherung gedeckt.

Verhaftung eines Dibliothekaranwärters.

Rach einer Meldung aus Graz hat die Polizei den bei der Grazer Universitätsbibliothek als Dibliothekaranwärter beschäftigten Dr. 5. Urd- rich unter der Beschuldigung verhaftet, verschie­dene wertvolle Werke der Bibliothek sich ange­eignet und an das Ausland verkauft zu haben, älrdrich gestand, im Laufe des letzten Jahres aus der Universitätsbibliothek mehrere Werke entwendet und vier davon einer Leipziger Firma verkauft zu haben. Als Motiv der Tat gab er mißliche finanzielle Verhältnisse an.

Schließung von Banken in Florida.

Jm Staate Florida haben am Mittwoch 14 Banken ihre Tore geschlossen. Die Zahl der in den letzten 14 Tagen in Zahlungsschwierigkei­ten geratenen Banken beläuft sich auf 22. Der Be­trag der in Mitleidenschaft gezogenen Depots wird auf 23 Millionen Dollars geschätzt.

Deutschlands Zigarrenkonsum.

Rach den Berichten und Statistiken über den deutschen Konsum an Tabakwaren sind in Deutsch­land im vergangenen Jahre- sieben Milliarden Zigarren hergestellt worden. Die Erzeugung ist demnach um rund eine Milliarde gestiegen. Von diesen 7 Milliarden Zigarren wurde un­gefähr die Hälfte in Deutschland verbraucht, während die andere Hälfte für den Export Ver­wendung fand.

Oie Wetterlage.

Friedrichshafen, 17. Juli. (WTD.) Der Luftschiffbau Zeppelin teilt mit: Die Erprobungen der nach den neu gewonnenen Erfahrungen verbesserten Maschinen­anlagen des LuftschiffesGraf Zeppelin, insbesondere einer neuen Maschinenkuppelung, ind nunmehr nach einem mehrtägigen Dauer- lausen der Motoren auf dem Prüfstand zu einem voll befriedigenden Abschluß ge­langt. Man ist zur Zeit damit beschäftigt, die ünf Motoren des Luftschiffes und alle übrigen Teile fertigzustellen und einzubauen. Rach dem gegenwärtigen Stand der Arbeiten darf damit gerechnet werden, daß das Luftschiff in den letzten Tagen des Suli die erforderliche größere Probefahrt ausführen wird. Mit wenigen Tagen Abstand, also etwa in den ersten August tagen, wird darauf die Amerikafahrt folgen. Auch an dem Termin für den Antritt der Weltreise, nämlich Mitte August, wird bestimmt festgehalten werden.

Gin neuer Start derSverige".

I t i g t u t (Grönland), 17. Juli. (WTB. Funkspruch.) Das schwedische FlugzeugSve- r i g e", mit dem Kapitän Ahrenberg nach Ame­rika zu fliegen beabsichtigt, ist Mittwoch nachmittag

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 18. 3uü 1929.

Etwas vom Starffechen.

Don Dr. med. Frih Hermann.

Einem den Star stechen..., wie oftmals finden wir im Dolksgebrauch diesen Ausspruch angewen­det, ohne daß sich der Betreffende des Sinns oder Unsinns feiner Phrase bewußt wird. Das Star­stechen, also einen Erblindeten durch Starstechen sehend machen, ist heutzutage eine gleich überholte Angelegenheit wie im Jahrhundert des Autos und Flugzeugs noch mit Siebenmeilenstiefeln zu mar­schieren. , ..

lieber das Wesen des Stars waren sich die Aerzte des Altertums etwa so unklar wie es heute im Durchschnitt nur noch die blutigsten Laien sind. Der Gebildete weiß sogar etwas vom grünen und schwarzen Star, und daß man unter dem grauen Star die harmloseste Form des sogenannten Al­tersstars versteht.

Kein Vorwurf sei damit gegen die berühmten Aerzte vergangener Zeit erhoben. Sie sind völlig unschuldig an ihrer Unwissenheit, denn damals war jede Sektion des menschlichen Körpers streng ver- boten. Nur mit größter Heimlichkeit wagten es Vermessene, in die Geheimnisse der Anatomie ein­zudringen. ,. .

Nur so ist es verständlich, daß man bis ms Mit­telalter hinein das Wesen der Erblindung an eine falsche Stelle dachte. Die Aerzte dieser Zeck nah­men an, daß die graue Trübung, die sie sahen, nicht in der Linse, sondern vor ihr ihren Sitz hatte und so stachen sie den Star, indem sie mit einer spitzen Nadel die Hornhaut durchbohrten und unbewußt doch etwas Gutes leisteten, indem sie die getrübte Linse nach hinten in den Glaskörperraum, der den hinteren Augenteil ausfüllt, versenkten.

Ihr Irrtum entstand dadurch, daß sie in der ßinje, diesem klaren, durchsichtigen Körper, den Sitz des Sehens überhaupt vermuteten. Von der physiologischen Tätigkeit der Netzhaut, der Lei­tungsbahn des Sehnervs, den Gehirnsphären und Sinnes,zentren hatten sie begreiflicherweise keine Ahnung. _ . _ ,

Wenn die Linse das Hauptorgan des oebens war, dann mußte ihr Verlust oder auch nur ihre teilweise Vernichtung Erblindung zur Folge haben.

Da sie aber durch das Starstechen das erblindete Auge wieder sehtüchtig machten, konnte nach ihrer Logik die Linse selbst nicht betroffen worden sein und die festgestellte Trübung mußte vor ihr liegen.

So erst entstand die Auffassung, daß es sich bei der Katarakt, wie der Fachausdruck lautet, um einen Schleier handelte, der sich hinter der Hornhaut herabsenkte. Katareo bedeutet ja herabfließen, wah­rend das Wort Star vom alten starr abgeleitet ist.

Erst dem achtzehnten Jahrhundert sollte die Ent­deckung vorbehalten bleiben, in das Wesen der Erblindung Klarheit zu tragen.

Ein französischer Arzt namens B r i s s e a u war es der zum ersten Mal an einem Soldaten, tarn er' den Star gestochen hatte, nach dem Tode des Operierten feststellen konnte, daß der Star mit der getrübten Linse zusammenhing.

Für moderne ärztliche Begriffe ist das Star­stechen eine völlig überholte Operation. Mag sie auch in vielen Fällen den betroffenen Rettung vor dem Blindfein gebracht haben, mehr Unheil hat sie durch ihre Unzulänglichkeit angerichtet, in­dem vermittels schmutzigen Instrumentariums die (Eitererreger geradezu auf idealen Nährboden über­

tragen wurden.

Selbstverständlich waren es an erster Stelle ge­schäftstüchtige Kurpfuscher, die sofort wie noch heute den Aerzten ins Handwerk pfuschten und die Mög­lichkeit gewinnbringend ausnutzten, Geld zu ma­chen indem sie erprobte Methoden sich zu eigen machten, von Stadt zu Stadt zogen und auf tan Jahrmärkten Patienten anlockten. Der augenblick­liche Erfolg des Starstechens mußte immer wieder verblüffen. Mystizismus und Wunderglaube der Zeit taten das ihre, solche Pfufcl>?r zu Gottbegna­deten zu stempeln und ihnen Ruhm wie Reichtum 3 Der> Zusammenhang der Spätfolgen mit der Leichtsinnigkeit der Operation wurde meistens nie­mals begriffen oder zu spät ertannt __

So ist es ein Segen, daß das Starstechen der Vergangenheit angehört. Die moderne Augenchirur­gie findet gerade in der Staroperahon ihr dank­barstes Feld, denn nichts ist schöner als einem Erblindeten das Sehvermögen wiedergeben zu können. Technisch genial erdachte Schnitte ermög­lichen im Zeitalter der Anti- und Asepsis eine em- wandfreieEntbindung" der Linse aus ihrer Kap­sel und ihren Aufhängebändern. Die fehlende Linse ersetzt für Ferne und Nähe spater die Starbrille.

In nicht zu ferner Zeit ist auch mit der Möglich­keit zu rechnen, daß es gelingen könnte, den Alters-

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die wundervolle goldklare Haarwaachßeife für jedes Haar, auch als Shampoon

yvmburg, Me aver tm Laufe des Vormittags ebenfalls vollkonmien behoben werden konnten.

** Personalien. Ernannt wurden: der Gen­darmeriehauptwachtmeister auf Probe Wilhelm Becker zu Laubach zum Gendarmeriehauptwacht­meister mit Wirkung vom 1. Juli 1929; die Gen­darmeriehauptwachtmeister auf Probe Karl Lang zu Darmstadt und Hugo Heinrich zu Gedern zu Gentarmeriehauptwachttneistern, beide mit Wirkung vom 1. Juli 1929; Georg Pfeiff aus Kesselbach zum Pfleger an der Landes-Heil- und Pflegeanstalt bei Gießen mit Wirkung vom 1. Juli 1929. Ver­fitzt wurde: der Förster Konrad Oestreich zu Feldkrücken in gleicher Dienfteigenschaft in die För­sterei Ehringshausen, Forstamt Romrod.

** Viehmarkt in Gießen. Der nächste Rinder- (Nutzvieh-) Markt in Gießen findet am Dienstag, 23. Juli statt. Der nächste Schweine- markt ist für den 7. August vorgesehen. (Näheres in der heutigen Bekanntmachung.)

* Liebig-Museum. Auf den öffentlichen Vortrag von Dr. H i l d e b r a n d t (Hannover), über die Liebig-Briefe im Liebig-Museum mit Vorlesung einzelner Briefe, der am Sonntag, dem 21.2uli. vormittags 11.15 iUjr, im Liebig- Museum stattfindet, sei besonders hingewiesen. Dr. Hildebrandt arbeitet wissenschaftlich im Mu­seum, um den umfangreichen Bestand von Briefen und anderen Stücken des Museums zu regiftrie- ren. Der interessante Besitzstand soll dadurch immer mehr der Kenntnis und dem Jnteress« weiterer Kreise zugeführt werden.

* Die Volkshochschule veranstaltetchren Schlußnachmittag am kommenden Sonntag. 21. Iuli. im großen Saal der Wirtschaft Philo- I sophenwald. (Siehe heutige Anzeige.)

Fortbildungskursus am Land­wirtschaftlichen Institut der Lan­desuniversität Gießen. In der Zeit vom 17. Iunr bis 13. Juli wurde auf Verfügung des hessischen Kultusministeriums am Land­wirtschaftlichen Institut der Universität ein Fort- bildvngskursus durchgeführt, an dem insgesamt 32 Herren teilnahmen, von denen 25 nebenamt­lich und 7 hauptamtlich in der Fortbildungsschule im Amt stehen. Die Teilnehmer waren ziem­lich gleichmäßig aus den drei Provinzen aus­gewählt. Cingeleitet wurde der Lehrgang durch einen Begrühungsabend im Hotel Schütz, wobei Stadtschulrat Fischer. Gießen, im Auftrage des Ministerialrats Diehl über den Zweck der Reueinrichtung referierte. Während. der Dauer I von 4 Wochen fanden dann täglich im Agrikul­turchemischen und Landwirtschastlichen Institut durch Prof. Dr. Sessous, Prof. Dr. Krae- mer, Prof. Dr. Kleeberger, Dr. Pfaff, Prof. Dr. Mombert. Prof. Dr. Köttgen und Dr. Appel Vorlesungen über landwirt­schaftliche Betriebslehre und andere Gebiete der Landwirtschaft statt. Hand in Hand damit lie­fen praktische Uebungen. Exkursionen und Lehr­fahrten. Zwecks Studiums des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens wurde dem Obstmarkte Finthen ein Besuch abgestattet. Auch in Obst­und Gartenbau, landwirtschaftliche Maschinen­kunde und Kulturtechnik, insbesondere Meliora­tionen und Wiesenbau wurden die Kursteilneh­mer eingesührt. Am Samstagabend fand auf der Hardtterrasse eine in allen Teilen wohlgelungene Abschiedsfeier statt, zu der sich neben den Kur- sisten fast alle Dozenten eingefunden hatten. Im offiziellen Teil des Abends wies der Leiter des Kursus. Schulrat Fis cher, darauf hin, wel­ches große Opfer die Dozenten gerade in der ar­beitsschweren Zeit des Sommersemesters durch diese Vorlesungen gebracht hätten. Prof. Dr. Sessous. der Direktor des Landwirtschaft­lichen Instituts, führte u. a. aus. daß es eine besondere Freude gewesen sei. eine stets auf­merksam folgende Zrchörerschaft und ein immer vollbesetztes Haus vor sich zu haben. Ramens der Teilnehmer sprach Lehrer D e p p l e r. Stein­heim, der Leitung und den Dozenten herzliche Worte des Dankes für die hingebende, wissen­schaftliche Arbeit aus. Anschließend ging bei Rede, Gesang und Humor der Abend schnell

ftar der Menschen ohne Operation zu heilen. Die Fortschritte in der Erkenntnis vom Wesen des Stars bieten dafür die beste Gewähr.

Daten für Freitag, 19. Juli.

WSR. Sonnenaufgang 4.05 Uhr. Sonnenunter­gang 20.07 Uhr. Mondaufgang 19.09 il$r, Monduntergang 1.20 Tlhr; Mond in Erdferne.

Reykjavik. 17. Iuli. (WB.) Die isländische Fliegergesellschaft erhielt ein Telegramm aus Tveraan auf den Färöern, wonach das deutsche Dornier-Wal-Flugzeug um 14 Uhr von Tveraan ab geflogen ist. Der Vorsteher Grogau der deutschen Verkehrsfliegerschule als Passagier will Island für einige Zeit besuchen.

Reykjavik. 17. Juli. (WB.) Das Dor- nier-Wal-Flugzeug ist hier glücklich um 20.35 Uhr gelandet.

London, 17. Juli. (WB) Reuter meldet, die schottische Funkstation Dick habe aus Thorshavn auf den F a röe r--I n s e l n heute 14,10 älhr Greenwicher Zeit einen Funkspruch erhalten, wonach ein deutsches Flugzeug aus dem Wege nach R e y k j a v i k die Farber-Änseln über­fliege. Reuter bemerkt, es handele sich wahrschein­lich um ein deutsches Flugzeug mit der Bezeichnung D. 1422, das bereits heute vor­mittag gehört worden sei.

Rach einer um 15,11 Uhr aus Thorshavn bei der Funkstation Dick eingelaufenen Meldung be­findet sich das Flugzeug bei Tveraan, besseres Wetter abzuwarten.

©Wolkenlos.o neuer. O naiD veaecni. »wolkig. ©Gedeckt. «Regen.

* Schnee a draupem e neOel K <>cwitter.(§)Windstiiie. sehr leichter Ost «nissiger Südsüdwest Q stürmischer nordwesl Oie Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeinen Stationen stehenden Zah­len geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit gleichem auf neeresniveau umgerechneten Luftdruck

Wettervoraussage.

In der lohten Rächt ging in unserein Bezirk ein starkes Gewitter nieder, wobei auch ergiebige Regcnfälle auftraten. In Gießen regnete es 22 Millimeter. Der Luftdruck hat eben wieder stei­gende Tendeirz. Don Frankreich her scheint sich hoher Druck nach Deutschland hin vorzuschieben. Die Wetterlage dürfte sich daher wieder günstig gestalten. Jedoch sind lokale Gewitterstörungen nicht ausgeschlossen, denn Ausläufer des atlan­tischen Tiefs greifen bis nach Deutschland vor.

Wettervoraussage für Freitag: Teils heiter, teils wolkig, schwül, vereinzelt Ge­witterstörungen wahrscheinlich.

Lufttemperaturen am 17. Juli: mittags 29,0 Grad Celsius; abends 22,0 Grad Celsius; am 18. Juli morgens: 19,2 Grad Celsius; Maximum 31,5 Grad Celsius, Minimum 16,2 Grad Celsius. Erdtempe­raturen in 10 Zentimeter Tiefe am 17. Juli: abends 30,8 Grüd Celsius; am 18. Juli: morgens 21,2 Grad Celsius. Niederschlag 21,0 Millimeter. Son- nenscheindauer 13 Stunden.

dahin.

Kreislehrerversammlung in Gießen.

Gießen, 17. Juli.

Rach jahrelanger Pause fanden sich heute nach­mittag im Caf6 Leib die Mitglieder des Kreis­lehrervereins Gießen zu einer rein ge­schäftlichen Tagung zusammen. Der erste Dor- sihende, Lehrer Sommer (Grohen-Linden), leitete die vollzählig besuchte Versammlung mit herzlichen Begrüßungsworten ein und widmete dem wegen Krankheit aus dem Vorstand aus­scheidenden Vorstandsmitglied Rektor Da ab (Lollar), herzliche Worte des Dankes für seine rege OTiitarbcit im Vereinsleben. Rektor Daab dankte gerührt für die Ehrung und gelobte, auch fernerhin ein treues Glied der Organisatton zu bleiben. Sodann erstattete Lehrer Sommer (Grohen-Linden) den Tätigkeitsbericht aus den verflossenen Jahren. Den Vorstand be­schäftigten die Fragen des Abbaus, die Pesta- lozzifeier, Berufsberatung, Besoldungsfragen, Regelung der Mieten in Dienstwohnungen und vieles andere mehr. Die Rechnung des Cßer» eins, von einigen Mitgliedern aus dem Be­zirkslehrerverein Großen-Duseck geprüft und für richtig befunden, wurde mit einem Einnahme- Überschuß von 267,33 Mk. genehmigt und dem derzeitigen Rechner, Lehrer Müller (Annerod), Entlastung erteilt. Die Dorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: Wiedergewählt wurden als erster Vorsitzender Lehrer Sommer (Grohen- Linden) und als zweiter Vorsitzender Lehrer Keller (Lollar). Für das infolge definitiver Anstellung freiwillig ausscheidende Vorstands­mitglied Lehrer Böcher (Grünberg) wurde als Vertreter der Junglehrer durch Zuruf Schul- verwalter Stumpf (Garbenteich) als Aach- solger bestimmt. Ferner entsendet jeder ^Bezirks- lehrerverein seinen Obmackn, bzw. dessen Stellver­treter, in den Vorstand des Kreislehrervereins. Der erste Vorsitzende, Lehrer Sommer (Grohen- Linden) schloß um 6 Tlhr die Versammlung.

Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst Blumschein.

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