Sberhessischer Besuch am Rhein.
Der Vater Rhein hatte am Sonntag zahlreichen Besuch aus Oberhessen und aus der preußischen Rachbarschaft. Rund 600 Personen aus Gießen, aus der Grünberger und Älsfelder Gegend, aus Lang-Göns, Butzbach, Bad-Rau- heim, Wetzlar, Braunfels, Herborn und Marburg hatten die von dem Hapag-Reisebureau Loeb in Gießen veranstaltete erste Volks- tümlicheRheinfahrt zu einem Besuche Des deutschen Stromes und seiner herrlichen Landschaft benutzt. Kurz nach 6.30 Uhr erfolgte in einem Sondcrzug die Abfahrt von Gießen über Bad-Rauhcim, Homburg v. d. Sy, Höchst a. M. nach Mainz-Kastel, wo man gegen 8.30 Uhr ankam. Bei herrlichem Sommerwetter von Gießen abgefahren, traf man die gleiche wunderbare Sommcrwitterung auch am Rheine an. Um 9 Uhr ging es auf dem Dampfer „Rheintreue" der Köln-Düsseldorfer Dampfschiffahrtsgcsellschaft von Kastel aus an der alten, wunderbaren Bischofsstadt Mainz vorbei den Rhein' hinunter. Bon herrlichstem Sonnenschein überflutet lagen die reizenden Orte des Rheingaues mit ihren prächtigen Weinbergsanlagen rechts und links des gewaltigen Stromes da, der auf seiner Flut eine Unmenge von Dampfern der verschiedensten Art und Boote trug und Tausenden von Badelustigen Erquickung zuteil werden lieh. Eine Anzahl Musiker der Kapelle Topp von Gießen, die unter Leitung von Hermann Topp bereits auf der Fahrt nach Kastel mit musikalischen Darbietungen erfreut hatte, sorgte auch auf dem Dampfer durch flotte Konzertdarbietungen für eine Erhöhung der ohnehin schon sehr freudigen Stimmung. Gar bald traf man in Rüdesheim ein, wo ein längerer Aufenthalt den Fahrtteilnehmern Gelegenheit bot, einen Spaziergang zum Riederwalddenkmal zu machen und von dort aus nach Ahmannshausen herunter zu pilgern, oder die kostbaren Tropfen des Rüdesheimer und des Aßmannshäuser bei schneidiger Musik und frohem Gesang zu genießen. Der Damvfer hatte noch einmal längeren Aufenthalt in Ahmannshausen, wo man sich bei Speise und Trank stärken konnte, und dann ging es von Ahmannshausen aus in flotter Fahrt durch die Stromenge an den zahlreichen reizenden Städtchen und Dörfern mit ihren steil ansteigenden Weinbergen und den ausgedehnten Obstanlagen vorbei hinunter nach Koblenz. Alle die hohen Etimmungswerte, die im deutschen Volke für den alten Vater Rhein vorhanden sind, wurden auch bei dieser Fahrt lebendig und kamen sowohl in den Darbietungen der Musiker Hermann Topps, wie auch in Gesangsvorträgen eines Gesangvereins und in den gemeinsamen Liedern der Fahrtteilnehmer zum Ausdruck. Dazu kam, daß schönes Sommerwetter der genuhreichen Fahrt bis in die Gegend von Oberspey und Oberlahnstein beschieden war; als es zwischen Oberlahnstein und Koblenz vorübergehend etwas zu regnen anfing, konnte das die Stimmung in keiner Weise trüben. Gegen i/27 Ufjr langte man in Koblenz an, von wo aus nach einem kurzen Gang durch die Stadt um 8 Uhr die Rückfahrt mit einem Sonderzug über Bad Ems und Limburg nach Gießen erfolgte. Diese erste Rheinfahrt des Hapag-Bureaus. die in sorgfältiger Weise bis in alle Einzelheiten organisiert war, wurde dank dieser ausgezeichneten Umsicht der Reiseleitung und der hohen Gunst des Wetters zu einem starken Erlebnis aller Fahrtteilnehmer und zu einem guten Auftakt zu der für Mitte Juli vorgesehenen zweiten Rheinfahrt, die in Fortsetzung der vorgestrigen Reise von Gießen aus über Koblenz nach Königswinter und dem Siebengebirge führen soll.
Oberheffen.
Landkreis Gießen.
£ Wieseck, 18. Juni. Die Bautätigkeit in unserer Gemeinde ist nun in vollem Gange. An der Marburger Straße erstehen zwei Wohnhäuser, wei- tere Wohnhäuser sind in den neuen Straßen in Angriff genommen. Wie verlautet, sollen zehn neue Däuser gebaut werden, von denen die größere Anzahl den Wohnungsbauzuschuß von der Gemeinde erhält, während ein Haus von einer Bau- und Siedlungsgesellschaft erstellt wird. Ferner sind im Dorf eine ganze Anzahl An- und Umbauten vorgenommen worden. Auch ein kleiner Festsaal in der Rabenauerstraße erbaut. Der Konsumverein Gießen und Umgegend erweitert seine Verkaufsstelle in der Aliccstraßc durch einen großen Anbau. Das Transformatorenhaus an der Marburger Straße ist in Angriff genommen. Dieser Bau wurde notwendig, weil das alte Transformatorenhaus an dem Lichtenauer Weg entfernt werden muß.
ch Lollar, 17. Juni. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr beging am gestrigen Sonntag ihr 53. Stiftungsfest mit einem Gartenkonzerl bei dem Gastwirt Otto Nuhn. Die Musik wurde ausgeführt von der Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr unter Leitung ihres Musikmeisters Deines. Erst vor wenigen Jahren ist das Musikkorps gegründet und der Wehr angegliedert worden. Neben einer Reihe Märsche kamen gestern Ouvertüren, Charakterstücke, Walzer, Potpourris usw. zum Bortrag. Lebhafter Beifall wurde der eifrigen Kapelle von den zahlreich erschienenen Besuchern gespendet.
o Wirberg, 17. Juni. Begünstigt von einem herrlichen Sommertag fand gestern hier die Wiedersehcnsfeier der früheren Konfirmanden des Kirchspiels — Beltershain. Göbelnrod, Harbach, Lumda, Lindenstruth, Reinhardshain und Saasen mit Bolln- bach — der Jahre 1883, 1889 und 1893 statt. Der Festgottesdienst fand in unserem Gotteshause statt, das die zahlreiche Festgemeinde beinahe nicht fassen konnte. Reben dem Posaunenchor Bersrod wirkten der Gesangverein Reinhardshain (Leitung: Lehrer und Organist Müller) und der Gesangverein „Eintracht" Saasen unter Leitung des Ehrendirigenten (Lehrer und Organist Herber) mit, den Organistendienst versah Lehrer und Organist Allendörfer, Göbelnrod. In dem Festgottesdienst predigte der Ortspfarrer und hielt im Anschluß an die Predigt noch eine Gedächtnisrede für, den verstorbenen Pfarrer A h l h e i m, der als früherer Pfarrer von Wir- berg die Konfirmation im Jahre 1889 und 1893 auf dem Wirberg und Veitsberg gehalten hatte. Die Rachfeier fand auf unserem gewohnten Fest- plah neben der Kirche im sogenannten Sand- garten statt, der Stelle, wo früher das Kloster gestanden hat und die wegen d^x schattenspendenden Obstbäume sehr geeignet zum Feiern ist. Der Vertreter der Konfirmanden. Peter S ch e p p, Saasen, eröffnete die Rachfeier mit einem kurzen Gruß, und der Ortspfarrer sprach nach einem gemeinsamen Gesang einige Begrühungsworte. Die beiden Gesangvereine trugen abwechselnd ihre Heimatslieder vor. Herr Schepp übergab hierauf dem Vertreter der Familie Ahlheim ein Gemälde des Wirberg und ein weiteres Bild vom Wirberg mit einer Photographie von Pfarrer Ahlheim an der Kirche Wirberg zur Erinnerung an ihren Heimgegangenen Pfarrer. Als Vertreter der Familie Ahlheim sprach Professor Dr. Koch, Gießen, den Dank der Familie aus und brachte in seiner Ansprache viele Erinnerungen aus der Wirberger Zeit seines Heimgegangenen Schwagers. Dekan Schmidt. Grünberg, sprach hierauf für das Dekanat Grünberg, und überbrachte nicht nur einen Gruß dem Kirchspiel und seiner Festgemeinde, sondern mahnte gegenüber dem Zeitgeist und dem Ansturm der Sekten zur Treue an der evangelischen Kirche. Der O r t s p f a r - r e r sprach in seinem Schlußwort den Dank aus an alle, die beim Feste mitgewirkt hatten, dem Posaunenchor Bersrod mit seinem Dirigenten Stroh, den beiden Gesangvereinen, dem Vertreter der Konfirmanden, Herrn Schepp, und dem Dekan, während Prof. Dr. Koch noch ein Dankeswort an die Gemeinden und. ihren Pfarrer richtete. Die erhebende Feier, die ein Treuegelöbnis zu der Kirche und ihrem Herrn war, schloß mit dem Segen und den Klängen des Posaunenchors. Daß nebenher auch eine kameradschaftliche Kaffeetafel auf dem Wirberg stattfand, soll der Vollständigkeit wegen nicht unerwähnt bleiben.
Kreis Büdingen.
* Nidda, 17. Juni. In der vergangenen Woche führte die hiesige Realschule ihren großen Jahresausflug aus. Die obersten Klassen unternahmen eine viertägige Reise an den Boden- s e e und widmeten dem Besuch der denkwürdigen Stadt Konstanz längere Zeit. Die anderen Klassen machten zweitägige Ausflüge teils nach Amorbach, Miltenberg und in den Spessart, teils an die Edertalsperre. Alle Schüler kehrten hochbefriedigt über ihre Erlebnisse, wieder wohlbehalten zurück.
△ <5 t o rf t) e i in , 17. Juni. Am Samstagnachmit- tag hielt hier derK re islehrervereinBüdin- g e n eine Versammlung ab, die von etwa achtzig Lehrern und Lehrerinnen aus den sieben Bezirksvereinen des Kreises besucht war. Der bisherige Kreisvertreter, Rektor i. R. G a tz e r t aus Nidda, trat infolge seiner Ruhestandsversetzung von seinem Posten, den er fast zehn Jahre mit großer Hingabe, Umsicht und Sachlichkeit versehen hat, freiwillig zu- rück. Die dadurch notwendig gewordene Neuwahl bestimmte Lehrer Vierheller in Düdelsheim zum künftigen Kreisvertreter der Lehrerschaft des Kreises Büdingen. Dieser wurde vor einiger Zeit schon zum Nachfolger von Rektor Gatzert als Vertreter der Lehrer beim Kreisschulamt Büdingen gewählt. In der Versammlung hielt dann der zweite Vorsitzende des hessischen Landeslehrervereins, Lehrer Kaufmann aus Gießen, einen aufklärenden
Vortrag über die schulpolitische Lage in der Gegenwart, wobei er einen Ueberblick über den Stand der Lehrerbildung und der Titelfrage und anderer wichtigen Standesangelegenheiten gab. Der Redner erntete für seine Ausführungen großen Beifall.
Kreis Schotten.
l Laubach, 17. Juni. Am Freitag wurde hier die älteste Bewohnerin unsers Städtchens, Frau Marie Katharina M ö - b u s, eine geb. Franciscus, beerdigt. Sie war die Witwe des gräfl. solms-laubachischen Rentmeisters Konrad Möbus und stand im 91. Lebensjahre. — Das Sehen der Dickwurzel und der Spätgemüsepflanzen wurde durch die letzten Regengüsse sehr gefördert und ist nun schon nahezu beendet. Die Sommer- frucht steht sehr gut, ebenso die Winterfrucht. Dasselbe ist von den Kartoffeln zu sagen. Auch der Klee hat sich recht gedeihlich entwickelt. Ebenso kann das Aussehen der Wiesen im allgemeinen befriedigen. Es fehlen jedoch stellenweise die Grundgräser. Die O b st - bäume haben im Durchschnitt gut angeseht. Die Gartengewächse zeigen einen fast durchgängig erfreulichen Stand. Jedoch sind diese Gewächse, z. B. die Gurken, durch die Erdflöhe schwer geschädigt.
*!* Ulrichstein, 17. Juni. Auf der Rückfahrt vom Motorradrennen „Rund um Schotten" ereignete sich zwischen hier und der Poppen- struth ein Motorradunglück. Ein Fuldaer Motorradfahrer, der seinen Schwiegervater, einen älteren, ergrauten Herrn, auf dem Soziussitz mit sich führte, kam etwa mit 60 Kilometer Geschwindigkeit die Straße daher und wollte gerade an einem Lastwagen vorbei, als hinter diesem plötzlich ein Lauterbacher Radfahrer quer über die Straße auf deren linken Rand fuhr. Beide Fahrer rannten zusammen und kamen zum Sturz. Der Motorradfahrer erlitt kaum wesentliche Verletzungen, aber der ältere Herr wurde mit schweren Kopfverletzungen besinnungslos nach Schotten gebracht. Der Radfahrer trug Verletzungen am Kopf und Bein davon und wurde mit einem Auto heimgebracht. Das Motorrad erlitt schweren Schaden.
Kreis Alsfeld.
M- Alsfeld, 17. Juni. Zu einer eindrucksvollen Kundgebung für die Sache des Vogelsberger Höhenklubs gestaltete sich das auf Veranlassung des Zweigvereins Alsfeld am gestrigen Sonntag stattgefundene Treffen der Zweigvereine Alsfeld, Burg-Rieder- Gemünden-Elpenrod, Groß» Felda, Mücke und Umgebung, Ulrichstein und Grünberg am sog. „Dackofenhausteich", einem idyllisch gelegenen Plätzchen im Walde zwischen Ehringshausen und Groß-Felda. Außer einer großen Anzahl Mitglieder des V. H. C. waren noch viele Besucher aus den benachbarten Ortschaften erschienen. In einer Begrüßungsansprache wurde dem V. H. C.°Gedanken, seinen Bestrebungen und Zielen von dem Vorsitzenden des Alsfelder Zweigvereins, Bürgermeister Dr. V ö l s i n g, gedacht. Alsdann gelangte ein von Lehrer Schmoll (Elpenrod) einstudiertes Freilichtspiel „Wieland der Schmied und die Zwerge von Kalowa" auf der sehr günstig gelegenen Freilichtbühne im ansteigenden Walde in recht hübscher Ausstattung zur Aufführung, Vas der Schuljugend von Elpenrod, die es aufführte, Ehre machte. Verfasser des ansprechenden Stückes ist Regierungsrat a. D. Möbus. Die Aufführung fand lebhaften Beifall. Einen sehr stimmungsvollen Rahmen gaben der heimatlichen Veranstaltung die gesanglichen Darbietungen der gut geschulten Gesangsobteilung des Alsfelder V. H. C. und der Gesangvereine von Ehringshausen und Elpenrod. Beifall fanden die Darbietungen eines Mundharmonikaorchesters der Schule in Ermenrod unter Leitung von Lehrer Müller. Die noch vorgesehenen Gruppenspiele mußten infolge plötzlich eingetretener Verhinderung des Leiters ausfallen. Am Schlüsse der von herrlichem Wetter begünstigten und wohlgelungenen Veranstaltung sprach Schulrat Haff (Alsfeld) den Dank an alle Mitwirkenden aus. Mit stürmischem Beifall wurde eine Ansprache eines anwesenden Vertreters des V. H. C. Mainz begrüßt, der in herzlichen Worten den V. H. C. zur Hauptversammlung nach Mainz ein- lud, die im nächsten Jahre gemäß Beschluß der Hauptversammlung dort stattfindet.
Schweres Sieinbruchunglück bei Schotten.
Zwei Tote.
WSR. Schotten, 17. Juni. In einem dem Freiherrn von Günderode gehörenden Stein- bruch wurden heute nachmittag durch herab stürzende Gest eins massen drei Arbeiter verschüttet. Während ein Arbeiter
mit einer klaffenden Kopfwunde dem Krankenhaus zugeführt werden konnte, wurden die anderen beiden Verschütteten leider nur als Leichen geborgen.
Oeutschnationale Zrauentagung in Bensheim.
Der Landes-Frauenausschuß der Deutschnationalen Volkspartei hielt dieser Tage in Bensheim seine dritte diesjährige Sitzung ab. Die außergewöhnlich starke Beteiligung der Frauen-Ausschüsse aus dem ganzen Lande, sowie auswärtiger Landes-Frauen- Ausschüsse machten die Sitzung zu einer arbeitsreichen und fruchtbaren Zusammenkunft, bei der wichtige, die vaterländische Frauenarbeit fördernde Fragen besprochen und erledigt werden konnten. Rach der Begrüßung durch die Landes- Vorsitzende, Frau Reinhart, und Erledigung geschäftlicher Punkte nahm — wie man uns bc> richtet — Frau Abgeordnete Heraeus das Wort zu Konkordats- und Schulfragen, sowie zu den Pariser Abnrachun- gen, die trotz des Schleiers, der sie bis jetzt den Augen des Volkes noch verhülle, doch schon deutlich die weitere Versklavung Deutschlands auf Generationen hinaus erkennen ließen. Auch des Tages — 28. Juni — wurde gedacht, an dem vor 10 Jahren die durch Gewalt und Drohungen erpreßte Unterschrift unter den Schandvertrag von Versailles vollzogen und die Lüge von der alleinigen Schuld Deutschlands am Kriege anerkannt worden sei. Die diesjährige Wiederkehr dieses traurigsten Tages deutscher Geschichte solle durch machtvolle Kundgebungen aller Rational gesinnten einen flammenden Protest gegen den Vertrag und seine für das deutsche Volk so verheerenden Folgen bringen. Die Vertreterin des oaargc- bietes, lebhaft begrüßt, berichtete sodann über die deutschnationale Frauenarbeit an der Saar, die von gutem Erfolg und sichtbaren Fortschritten begünstigt sei. Eine Gntscblie- ßung, die dem festen Glauben an die Führerschaft Geh. Rat Hugenbergs und der Treue zu ihm lebendigen Ausdruck gab, beschloß die ergebnisreiche Sitzung.
Rach einem gemeinschaftlichen Mittagessen begaben sich die Teilnehmerinnen teils direkt, teils, um die Schönheiten der näheren Umgebung Bensheims kennen zu lernen, über das Furstenlager nach Auerbach in das „Auerbacher Haus", wo der Frauenausschuß Auerbach sie in dem schön geschmückten Saal empfing und die Vorsitzende des Frauenausschusses, Frau R o s - senbeck (Auerbach), in launigen Worten und mit großer Freude die zahlreich Erschienenen, Auswärtige wie Einheimische, begrüßte. Im Mittelpunkt dieses geselligen Zusammenseins stand ein interessanter Vortrag der Vorsitzenden des Kreisvereins Stadt und Land Wiesbaden der Deutschnationalen Dolkspartei, Frau Therese Wagner, über „Die Zusammenarbeit der Stadt- und Landfrauen zum Schutze unserer deutschen Produktion gegen di e undeutsche Einfuhr", der lebhaften Beifall fand. Rach schön gesungenen Liedern der Sängerin Frl. Hilde Groß, (Darmstadt), Rezitationen aus Gedichten Bogis- lav von Selchovs und anderen vaterländischen Dichtungen schloß die zu unermüdlicher Weiterarbeit im Dienste des Vaterlandes stärkende und aufrufende Tagung mit dem Gesang des Deutschlandliedes.
Berliner Börse.
B e r l i n, 18. Juni. (WTB. Funkspruch.) Nachdem die Tendenz schon gestern abend in Frankfurt, von Spezialwerten ausgehend, eher freundlicher geworden war, taxiert man1 auch im heutigen Frühverkehr, ohne daß sich Geschäft entwickeln konnte, höhere Kurse. Man nennt Farben 265,25, Siemens 400, Glanzstoff 480 (Geld), Deutsche Linoleum 253 (Geld), Salzdetfurth 417. Am Devisenmarkt hört man Lon- don gegen Paris 123,93, London gegen Mailand 92,66 zu 92,68, London gegen Spanien 34,25, Lon- don gegen Kabel 4,8478 zu 4,8480, Kabel gegen Berlin 4,1925.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
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Arbeitsvergebung.
Vie Herstellung einer Wasserversor- gungsanlage für die Gemeinde Reuters, Kreis Lauterbach, soll unter Zugrundelegung der Reichsverdingungsordnung vergeben werden, und zwar:
Los 1. Maschinenhaus mit Entsäuerungsanlage, Hochbehälter (72 cbm Inhalt) und Ausbau der beiden Gemeindebrunnen. 5331D
Los 2. Erd und Eisenarbeiten (rund 2300 m Rohrleitung von 40 bis 100 mm l. W.)
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Eröffnungstermin Mittwoch, den 3. Juli 1929, vormittags 11 Uhr, auf unserem Amt. Zuschlagsfrist drei Wochen. Freie Auswahl unter den Bewerbern bleibt aus- drücklich Vorbehalten.
Lauterbach, den 17. Juni 1929.
Hessisches Kulturbauamt Gießen. Nebenstelle Lauterbach.
______I. V.: Steinbrecher.______
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Mittwoch, den 19. Juni 1929 zu Allendorf a. d. Lumda.
Auf den Viehmarkt dürfen nur aus eigener Zucht gezüchtete Tiere aufgetrieben werden, was auf den von den Ortspolizeibehörden auf den Ursprungszeugnissen ausdrücklich zu vermerken ist. '5333V
Allendorf a. d. Lumda, 17. Juni 1929.
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