Erholungsreise ober gar eine Sommerfrische leisten können, von den staubigen gefahrbringenden Landstraßen hinweg in seinen Zauberbann, der Lungen und Rervcn l-rquickung und neue Kräfte spendet. 3n der Tat was gäbe manche Stadt darum, hätte sie in unmittelbarer Rähe, sozusagen vor ihren Toren, ein solches Kleinod wie 'unseren Schiffenberg!
Also darf min die oben aufgeworfene Frage doch wohl mit Fug und Recht bejahen; und es ist daher wohl begreiflich, daß es in weitesten Kreisen lebhaften Widerhall und freudige Zustimmung gefunden hat, als sich kürzlich ein Ausschuß bildete, der es sich zur Aufgabe macht, die Feier vorzubereiten und gegebenen Falles — unter entsprechender Erweiterung — die einschlägigen Beerben auch in Zukunft zu unterstützen in dem Bestreben, den Schiffenberg zu erhalten als das, was er unserer Bevölkerung war, ist und bleiben soll. M.
Der Abschluß -er Frankfurter Frühjahrsmesse. WEN. Frankfurt a. M., 17. April. Die Frankfurter Frühjahrsmesse ist heute zu Ende gegangen, während die Sonderoeranstaltungen „Elemente des neuen Bauens", „Verkehrs-Ausstellung" und „Das deutsche Bier" noch bis zum Sonntag geöffnet fein werden. Trotzdem bereits viele Stände geräumt resp. in der Räumung begriffen waren, hatte sich heute doch noch eine ganze Anzahl von Nachzüglern eingefunden, die sich noch in letzter Stunde zur Erteilung von Aufträgen entschlossen. Wenn man das Gesamtergebnis der diesjährigen Frühjahrsmesse beurteilen will, so muß man sich vor allen Dingen den schweren Druck vor Augen führen, der auf der deutschen Wirtschaft lastet. Der seriöse Kaufmann ist hierdurch gezwungen, eine äußerst vorsichtige Einkaufspolitik zu treiben, denn einmal verfügt er nicht über das nötige Kapital, um ein großes Warenlager zu unterhalten, und dann fehlt es an einem raschen Absatz, um bis zum Erscheinen von Neuheiten das Lager geräumt zu haben. Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, kann dos Gesamtergebnis der Frühjahrsmesse als immerhin befriedigend bezeichnet werden. Die T e x t i l a u s st e l - l e r haben zwar, und das ist bei der besonders schwierigen Lage dieses Marktes erklärlich, schlecht abgeschnitten, dafür haben aber andere Zweige, wie Galanterie- und Lederwaren, Sommer- Spielwaren, Gardinen, Metallwarcn, Haushaltungsartikel, Möbel und Holzbearbeitungsmaschinen einen um so besseren Absatz gefunden. Das drückt sich deutlich darin aus, daß verschiedene Abteilungen schon heute für die n ä ch st c Messe ausverkauft sind. Von der Lebensmittelmesse ist diesmal nicht viel zu sagen, zumal die Jahreszeit einer solchen Messe nicht günstig ist. Die Kollektivausstellungen von Spanien, Frankreich, Italien und Belgien dienten wohl auch nur rein propagandistischen Zwecken; nur in der österreichischen Abteilung trat das mehr Geschäftliche in Erscheinung. Auf alle Fälle hat sich die Frankfurter Messe auch diesmal wieder als ein gewichtiger Faktor im Wirtschaftsleben von Südwest- und Süddeutschland, der Pfalz und des Saargebiets, aber auch von West- und Mitteldeutschland erwiesen, dessen Erhaltung nur zu begrüßen wäre.
Amtsgericht Gießen.
* Gießen, 12. April. 3m vorigen Winter unternahm ein Gewerbetreibender aus der Umgegend mit einem Begleiter eine Schlittenfahrt. Sein Schlitten war mit einem Pferd bespannt, das an sich widerspenstig gewesen sein mag. Es ging plötzlich nicht weiter, der Angeklagte und sein Begleiter schlugen deshalb, der eine mit einer Peitsche, der andere mit einem Stock, unbarmherzig längere Zeit auf das Tier ein. Sie spannten es schließlich aus und schlugen dann weiter oder vielmehr, der eine hielt das Pferd am Kopf und der andere schlug derart darauf los, daß vorübergehende 17jährige Jungen, wie sie sich ausdrückten, es nicht länger mehr anzusehen vermochten. Ramentlich in der letzterwähnten Handlungsweise erblickte das Gericht eine nur schwer zu überbietende rohe Mißhandlung eines hilflosen Tieres und erkannte gegen den offensichtlich leicht reizbaren Eigentümer des Pferdes auf eine Geldstrafe von 40 Mk. Sein Begleiter kam im Strafbefehlsverfahren mit einer geringeren Strafe davon.
Auf der Südanlage erfolgte vor einiger Zeit wiederum ein Zusammenstoß zweier Personenkraftwagen, diesmal an der Kreuzung der Dis- marckstraße und der genannten Anlage. Die Beweisaufnahme ergab, daß der aus ersterer kom
mende, der fahrlässigen Körperverletzung beschuldigte Autoführer, der links in die Südanlage einbiegen wollte, sein von einem unbeteiligten Zeugen als rasch bezeichnetes Tempo vor der Einmündung in die Anlage in keiner Weise, wie es seine Pflicht gewesen wäre, vermindert und es unterlassen hat, nach links in weitem Dogen auf die rechte Seite der Anlage zu fahren, wie dies Borschrift ist. Er schnitt vielmehr kurz die Kurve an der Ecke des Gymnasiums und hat dadurch den Zusammenstoß mit einem anderen Auto, das in der Richtung Ostanlage auf der rechten Seite der Südanlage fuhr, und gerade vor der Einmündung in die Dismarck- straße angekommen war, veranlaßt. Die 3n- sassen des letzterwähnten Autos erlitten nur geringe Verletzungen. Der Angeklagte erhielt eine Geldstrafe. Ganz an der nämlichen Stelle ereignete sich übrigens ein weiterer Autounfall, über den demnächst zu verhandeln sein wird.
Wirtschaft.
Oie Reichsbank Mitte April.
Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. April hat sich die gesamte Kapitalanlage der Dank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten in der zweiten April- Woche um 70,0 Millionen auf 2411,9 Millionen Mark verringert. 3m einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 27,5 Millionen auf 2120,9 Millionen Mk., die Bestände an Reichsschahwechseln um 66,9 Millionen auf 76,9 Millionen Mk. abgenommen, während die Lombardbestände um 24,5 Millionen auf 121,1 Millionen Mk. angewachsen sind. Die Effektenbestände sind mit 93,0 Millionen Mk. weiterhin annähernd unverändert geblieben.
An Reichsbanknoten und Rentenbanffcheinen zusammen sind 311,3 Millionen Mk. aus dem Verkehr zurückgeflosscn, und zwar ist der Umlauf an Reichsbanknoten um 301,5 Millionen auf 4145,2 Millionen Mk., derjenige an Rentenbankscheinen um 9,9 Millionen auf 455,6 Millionen Mark zurückgegangen. 2,5 Millionen Mk. an Rentenbanffcheinen wurden getilgt. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an solchen Scheinen auf 44,7 Millionen Mk. erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 670,3 Millionen Mk. eine Zunahme um 1,8 Millionen Mk.
Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devise nzusammen haben um 159,7 Millionen auf 2453,5 Millionen Mk., im einzelnen die Goldbestände um 149,7 Millionen auf 2429,9 Millionen Mk. und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 10,0 Millionen auf 23,7 Millionen Mk. abgenommen. Trotz der anhaltenden Goldabgaben besserte sich im Zusammenhang mit dem Rotenrückfluß die Deckung der Roten durch Gold allein von 58,0 Prozent in der Vorwoche auf 58,6 Prozent, die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen von 58,8 auf 59,2 Prozent.
* We st deutscher Rundfunk A.-G., Köln. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 1928 einschließlich 15 359 Mark Vortrag Einnahmen aus Ge- bühren von 7 723 740 Mark. Nach Abzug der Unkosten von 7 074 032 Mark und der Abschreibungen von 383 453 Mark verbleibt ein Reingewinn von 281614 Mark, über dessen Verwendung Angaben nicht gemacht werden.
* Aachener und Münchener Feuer- Versicherungs-Gesellschaft in Aachen. In der gestern in Aachen abgehaltenen Aufsichtsratssitzung wurde beschlossen, der zum 8. Mai einzuberufenden Generalversammlung für das Geschäftsjahr 1928 die Verteilung einer Dividende von 20 Mk. auf die Aktie (wie im Vorjahre) vorzuschlagen. Der Gesamt-Reingewinn beträgt 2 479 766 Mqrk.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 18. April. Tendenz befestigt. — Die Pariser Verhandlungen und das deutsche Angebot werden gün- st i g beurteilt. Man war daraufhin heute in Börsenkreifen optimistisch gestimmt. Da auch die Wahrscheinlichkeit einer Diskonterhöhung der Dank von England heute weniger gegeben ist, machte die Beruhigung weitere Fortschritte, und die freundlichere Stimmung, die schon gestern geherrscht hatte, konnte weiter an Doden gewinnen. Die weitere Klärung der internationalen Geldmarktverhältnifse, die überwiegend festere gestrige Reuyorker Dörse und das Zurückfließen ausländischen Kapitals an die deutschen Märkte trug ebenfalls beträchtlich zur Aufmunterung bei. Die Tendenz war aus diesen Gründen zu Beginn der heutigen Börse f e ft. Sogar der heute erschienene Reichsbankausweis, der infolge der ziemlich großen Goldabflüsse Besorgnis vor Beginn der Börse hervorgerufen
hatte, wurde jetzt günstiger beurteilt. 3n Spezialwerten konnte sich, da das Ausland mit Kaufaufträgen an den Markt kam, zeitweise recht lebhaftes Geschäft entwickeln. Auch die Kulisse schritt unter diesen Verhältnissen aus ihrer Reserve heraus. 3m Vordergründe des 3ntereffes standen Elektroaktien und Kaliwerte. AEG. eröffneten 3, Schuckert 5, Siemens 3,5 Proz. höher. Licht u. Kraft und Lahmeyer bis 1 Proz. gebessert. Chadeaktien waren nur behauptet. Salzdetfurth gewannen 9 Prozent, Westeregeln 4,5 und Aschersleben 2,5 Prozent. Auch heute waren die Umsätze am Farbenmarkt nicht besonders groß. Z.-G.-Farben lagen 1,25 Prozent höher. Der Montanmarkt hatte lebhaftere Umsätze. Besonders Mansfelder blieben gesucht und konnten bis 3 Proz. anziehen. Banken ohne nennenswertes Geschäft, nur Reichsbankanteile waren mit plus 3 Prozent gefragter. Schiffahrtsaktien uneinheitlich. Hapag plus 2 Prozent, Rord- deuffcher Lloyd vernachlässigt. Glanzstoff plus 5 Prozent. Autowerte leicht nachgebend. Zell- stoffuntemehmungen bis 2 Prozent fester. Renten still. Deutsche Anleihen leicht erholt. 3m Verlaufe schränkte sich die älrnsatztätigkeit um ein Beträchtliches ein, da Orders vollkommen aus- blieben. 3nfolge der Geschäftsstille bröckelten die Kurse, da auch verschiedentlich die Spekulation zu Gewinnmitnahmen schritt, leicht ab. 3.-G.- Farben konnten sich um zirka 0,5 Prozent weiter erholen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 5,5 Prozent weiter leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.2170, gegen Pfund 20.476, London-Kabel 4.8540, gegen Paris 124.28, gegen Madrid 92.68, gegen Mailand 32.78, gegen Holland 12.0850.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 18. April. Bei ruhigem Geschäft war am heutigen Produktenmarkt auf höhere Auslandnotierungen die Stimmung etwas freundlicher. Aber trotzdem blieb das Geschäft klein und älmsätze kamen nur im Bedarfsfälle zustande. Rur für Doggenmehl bestand bei etwas höherem Kurse einiges 3nteresse. Es wurden notiert: Weizen 23,75, Roggen 22,75, Sommergerste für Drauzwecke 24, Hafer, inländischer 24 bis 24,25, Mais (gelb) für Futterzwecke 22,50 bis 22,75, Weizenmehl, südd. Spezial 0 33 bis 33,50, Roggenmehl 30,50 bis 31,25, Weizenkleie 13,50, Roggenkleie 14,25 bis 14,40. Tendenz ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 18. April. Auftrieb: 100 Rinder, 1233 Kälber, 189 Schafe, 554 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 73 bis 78 Mk.: mittlere Mast- und Saugkälber 68 bis 72; geringe Kälber 60 bis 67. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 60 bis 65; mittlere Mast- lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 50 bis 59. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 72 bis 75; von etwa 200 bis 240 Pfund 73 bis 76; von etwa 160 bis 200 Pfund 73 bis 77; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 71 bis 74 Mk. — Marktverlauf: Schweine schleppend, ausverkauft. Kälber ruhig. Schafe lebhaft, geräumt.
Ginaesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem
Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Vriefmarkenautomaten, die ihren Beruf verfehlen!
Gießen wird Großstadt!, doch die Neichspostverwaltung scheint dies Immer noch nicht einsehen zu wollen. Offenbar glaubt sie, eine gewisse Lässigkeit gegenüber dem Gießener Publikum sei im Interesse einer besseren Erziehung durchaus angebracht. Es mag sich die Freimarken am Tage während der Schalterstunden kaufen. Und in genügender Menge! Im übrigen sind ja eine Anzahl Briefmarkenautomaten vorhanden. Sie funktionieren zwar z. T. nicht oder sind leer, aber das macht weiter nichts.
Am 14. d. M., abends kurz vor 10 Uhr, benötigte ich dringend einige Briefmarken. Aus Erfahrung gewitzigt, ging ich nicht gleich zu dem meiner Wohnung am nächsten liegenden Automaten am Selterstor, da dieser des Abends fast immer leer ist, sondern zur Schulstraße. Nichts zu machen! Der Einwurfschlitz war mit einer Schraube verschlossen. Weiter zum Standesamt am Markt. Der Apparat war leer. Mußte ich also doch noch zum Derkehrs- verein am Selterstor, aber auch hier war der Schlitz des Automaten durch eine Scheibe verschlossen. Weiter also zum Bahnsteig. O Schreck! Der Apparat war entzwei. An der Stelle des Geldeinwurfs ein mit einem Stückchen Tuch zugestopftes Loch. „Der Automat ist schon mehrere Tage nicht gebrauchsfähig", wurde mir versichert. Zu allem Un
glück konnte ich auch anderweitig die notwendige« Freimarken nicht rechtzeitig erhalten, so daß die Briefe an dem Abend nicht mehr fortkamen.
Sicherlich wird die Postoerwaltung alle möglichen Entschuldigungen vorzubringen wissen. Technische Schwierigkeiten, außergewöhnlich große Entnahmen aus dem Automaten, die dessen vorzeitiges Leerwerden bedingten, abgenutzte Geldstücke usw. usw. Aber das sind alles keine stichhaltigen Gründe. Die Apparate sind in gebrauchsfähigem Zustande zu erhalten, notfalls abends nochmal zu prüfen und nachzufüllen, gegebenenfalls aber auszuwechseln. Es darf einfach nicht Vorkommen, das sämtliche Frei- marken-Automaten in Gießen unbenutzbar sind. Warum steht nicht wenigstens auch in der Vorhalle desBahnhofes ein größerer Automat?
Wie ein schlechter Witz mutet es an, daß der Briefkasten am Selterstor nicht am Gebäude des Verkehrsvereins neben den Automaten angebracht ist, sondern ausgerechnet gegenüber auf der anderen Straßenseite.
„Dienst am Publikum" nennt man das.
Einer für viele.
Bücheriisch.
— „Das geschichtliche Recht der hessischen Landschaf t.“ Auf Veranlassung amtlicher Stellen im Regierungsbezirk Kassel von Prof. Dr. Edmund Stengel, Marburg 1929, R. G. Elwertsche Verlagsbuchhandlung (126). — Diese Abhandlung will nicht in den politischen Meinungskampf eingreifen, wenngleich sie ihre Anregung einer Entschließung des Kasseler Be- zirksverbandeö zur Frage der Reugliederung deS Reichs und der Länder verdankt. Die Derwal- tungsreforin t'"i durch nichts besser vorbereitet werden als durch die sachliche und wissenschaftliche Durchleu,—ng aller jener Probleme, die mit der Reuabgrenzung der Verwaltungsbezirke verbunden sind. Dabei ist es notwendig, daß neben den heute mehr denn je im Vordergrund stehenden wirtschaftlichen Gesichtspunkten auch alle jene im Volkstum wurzelnden Imponderabilien berücksichtigt werden. Es ist das Verdienst der vorliegenden Schrift, die stammesmäßigen Besonderheiten Hessens aus der Geschichte und der Landschaft heraus in vorbildlich knapper und klarer Form entwickelt zu haben.
— Müller-3abusch. Handbuch de« öffentlichen Lebens. (5. Ausgabe des Politischen Almanachs.) Leipzig K. F. Koehler- Verlag. Ganzleinenband Mk. 28.—. Seit der letzten Ausgabe seines Handbuches hat Müller» 3abusch 2 Zähre verstreichen lassen. Dafür legi er uns aber jetzt einen Band auf den Tisch, der diese Pause rechtfertigt. 3nhaltlich schließt sich die neue Ausgabe an die früheren an, aber sie ist gewaltig ausgebaut worden. Richt jede der alten Ausgaben enthielt alle Abschnitte; das ist anders geworden, diese Ausgabe weist keine Verweisungen auf die früheren Jahrgänge auf, und das ist gut, denn nun hat man in diesem einen handlichen Bande eine ungeheure Fülle von Material vereinigt, und man kann ruhig behaupten, daß das Buch jedem, der mit dem öffentlichen Leben im weitesten Sinne zu tun hat, auf viele 1000 Fragen der täglichen Arbeit Antwort geben kann.
— Aerzte und Krankenkassen III. Auslage unter Zugrundelegung der amtlichen Fassung vom 14. Rovember 1928 R. A. Bl. 36 der neuen Richtlinien, die seit 1.3anuar 1929 gültig sind, von Krug von Ridda, Präsident des Oberversicherungsamtes in Darmstadt. Verlagsbuchhandlung 3. Diemer, Mainz. Preis 9 Mk. (46) — Die neuen Richtlinien für das immer umfangreicher und komplizierter werdende Rechtsgebiet Aerzte und Krankenkassen haben die III. Auslage erforderlich gemacht, in welcher bezüglich der Stoffanordnung die guten Erfahrungen mit den früheren Auflagen zugrunde gelegt wurden. Wieder sind Erläuterungen in stark erweitertem Umfange beigefügt, aber auch diesesmal nur, soweit es der Zweck der Broschüre, der Praxis zu dienen, erforderlich machte. Auch hier wieder wird ein rasch und leicht Auskunft gebendes Buch, ergänzt durch ein ausführliches Sachregister, über die so schwierige und umfangreiche Materie geboten.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 20. April. Vorabend 7.15 Uhr; morgens 9; abends 7.35 und 8.15.
Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 20. April. Freitag abend 7 Uhr; Samstag vormittag 830; Predigt; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 8.15; Wochengottesdienst morgens 6.45; abends 7.
Sprechstunden der Redaktion
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6,5 Prozent, Lombardzinsfuß 7,5 Prozent.
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß- Shiro
1-Uh» Kurs
Schlub- Kurs
Anfang Kurs
Datum
17.4.
18.4.
17 4.
18 4.
6% Dt. Rcichsanleihe o. 1027
87,25
—
87,5
-
Dl. Anl..Mlös^Schuld mit Aus
los.-Rechten
53,65
--
53,7
53,9
Desai, ohne AuZlos.-Rechts .
11,95
12,1
11,8
12,13
-<% Franlf. Hyp.-Bl. Goldps. Ufr
kündbar bis 1932 ...
89
_
_
_
<¥,% Rhetnilche Hyp.-Bank Liqu^
Goldpf......
80,5
_
_
—
S.E.G. abg. DorkriegS-Ovligation.,
rückzahlbar 1932
87,75
—
—
<% Schweiz. BundeLb.-Anl..
100,5
—
—
_
4% L österreichische Goldrte..
31,25
—
31,3
—
4,20% Lesterr. Gilbente. .
2,9
-__
2,9
—-
4% Oesterreich, einheitl. Rie.
—
——
—
4% Unaarilche Goldrte.. . .
24,9
_
24,9
— -
d% Ungarische StaatSr. v. 1910 .
—
—
21,13
——
4!4% deSgl.tion 1913 .
——
——
22,13
——
4% Ungarische Kroncnrte.. .
2,1
—
2,1
_
4% Türk. Zollanleihe v. 1911
10,25
——
10,3
_
4% Türkische Lagdadbahn-Anl.,
Serie I.
——
9,9
_
4% deLgl. Serie I I. . . .
in i
4% Rumänen amtiert. Rke. .
8^6
_
4%% Rumänen Goldaul. tion 1913
17,8
—
17,8
—
Allg. Deutsche Eisenbahn . .
_
_
_
_
Hamburg-Amerika Paket . .
. 8
120,5
122,5
120,5
121,25
Hamb.-Südam. Dampssch. .
. 8
Hansa Dampsschiss . . .
10
—
—
156
155,75
Norddeutscher Lloyd ...
. 8
115,5
115,5
114,5
115
Astg. Deutsche Crcditanst. . .
10
130,5
130,9
130,9
Barmer Bankverein . .
10
134,5
- -
134,25
Berliner Handelsgescllsch. .
12
—
228,25
229
Kommers» und Privat-Blwk
U
202,5
193
202,5
193
Dannst. u. Natioualbcmk
12
272
272
271,5
273,5
Deutsche Bank
10
168,5
169,25
168,75
169,5
Ttekonw-Gesellschaft eint..
10
161
160,75
Dresdner Bank . - -
10
164,75
165
164,75
165
Mitteloeutiche Credilbau! . .
. 9
Metallbau!...... •
. e
—
—r
_
_
Reichsbank ........
12
318
320,5
318,25
320
Frankfurt a M.
Berlin
Schluß- Kurs
l-Uhr Kurs
Schluß- Kurs
Anfang Kurs
Datum
17.4.
18.4.
17.4.
18. 4.
A.E.G.. t*
Bergmann ........ 9
Elektr. Lieferungen. .... 10 Licht und Kraft ...... 10
Felten 4 Guilleaume. .... 6 Ges. f. Elektr. Untern.....10
Hamb. Elektr. Werke .... 10
Rhein. Elektr...... . S
Echlef. Elektr........10
Schuckert..... S
Siemens 4 Halske ..... 12
Lahmeyer 4 Co....... 10
Buderus..... 6
Deutsche Erdöl ...... 6
Essener Steinkohle ...... 8
Gelsenkirchener ... f. H 3. i Harpencr.......... 6
Hoesch Eisen. ...... 8
Ilse Bergbau ........ 8
Köln-Neuessen. ....... 9 Manne-mann........ 8
ManZsekder...... 7
Lberschles. Eisenb. Bedarf. . . 5
Oberschlei. KokSwerke.....C
Phönix Bergbau......6Vi
Rheinische Braunkohlen. . . 10 Rheinstahl f. »4 Jahr 4?,
Riebeck Montan......7,2
Bereinigte Stahlw......6
Olavi Minen.......2 sh
Kali Aschersleben.....10
fialt Westeregeln...... 10 Kaliwerk Salzdetfurth ... U>
g ®- Farben.Indusrrt» ... 12 Dynamit Nobel . ...... 6 Scheideanstall. ....... 9 Goldschmidt ........ b RülgerSwerke ........ 6 Melallgeiellschast. ..... 11
iTT
228,75
221
142
233,5
245
394,5
170
77
132
139
216
106
119,5
135
94,75 287
124,5
92
244,5 249
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i
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137
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173
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211 245,25 394,25
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77,25 124,65
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139,5
126 216,25 106,13 125,25 120,25
135,5
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124,5 145,75
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243,75
249 378,75
249
90,75
93.5
137
~~Vn 231,75 171,75
222 143 236
147,13
169,5 213
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130 140 127 215,5 105,5
125 121,6 '137,5
89,5 106,5 95,75
290 125
92,75 68,4 246,25 253,25 584,9
250,75
91 93,5 137,5
Frankfurt a M. |
Berlin
Schluß
iLWir
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Kurs
Kure
Kurs
Kurs
Datum
17.4.
18.4.
17.4.
184.
'Philipp Hotzmaun.....
125,5
—
125,25
—
Heidelberger Cement....
10
—
149,75
—
—
Gement Karlstadt .....
. 8
—
—
—
■-
Wanb 4 Freitag ....
10
132,25
133
132,75
—
Schultheis Pahenhoser . . .
15
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—
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Ostwerke.........
12
——
——
253,5
257,5
Ber. Glanzstoss......
18
463
468
463
468
Bemberg.........
14
—
—
359,9
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Bemioil Waldhof.....
12
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12
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190
Eharlottenburger Wasser . .
;
—
—
117,5
117,9
Dessauer Gao.......
. 8
—
—
214
215
Daimler Motoren.....
. 0
61
60,75
60,75
61,5
Deutsche Maschtnea-Jabrsk .
. 0
—
—
55
55
Adlerwerte Llever.....
. 6
52
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52,25
52,25
Luvw. Locwe..... .
10
—
—
219
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Orenstein & Koppel ....
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—
—
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. 0
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Franks. Maschinen.....
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86,5
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—
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—
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Miag. .......
10
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10
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_
_
Boigt 4 Haessner.....
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213
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213
_
Südd. Zucker..... .
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152,5
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Banknoten
Berlin, 17. April
(Selb
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Ärnerttam'che Noten.....
Belgische Noten .......
Dänische Noten........
Englische Noten........
4,221
58,38
112,05
20,46
4,241
58,62
112,49
20,64
Berlin
17- Avril
Geld
Brief
französische
'Noten. . .
16,43
16,49
Holländisch«
Noten . . .
168,88
169,56
Italienische
Noten . . .
22,09
22,17
112,13
112,57
Deutsch-Oesterr, -i 100 Kronen
59,06
59,30
2,505
2,525
J12,77
81,46
112,33
81,14
Schweizer Noten ...
Spanische Noten .... Tschechoslowakische Noten
. .
63,06
63,34
..
2,425
12,485
Ungarische Noten
• e
73,20
73,50
Devisenmarkt Berlin
-Frankfurt
a M.
Telegraphische
Auszahlung.
17. 'e.pril
18. April
Amtliche Notierung
(Äeld 1 Brier
Amtliche Notierung
(Selb
Briet
«mst.-Rott.
169,22
169,56
169,25
169.59
Buen.-AireS
1,772
1,776
1,771
1,775
Brff. Antw-
58,52
58,62
58,485
58,605
Christiania.
112,35
112,57
112,34
112,56
Kopenhagen
112,35
112,57
112,30
112,52
Stockholm .
112,54
112,76
112,55
112,77
HelfingforS. Statten . . . London. . .
10,59
22,06
10,61
22,10
10,594
22,065
10,614
22,105
20,452
20,492
20,449
20,489
Network . .
1,2130
4,2210
4,2131
4,2210
Paris. . . .
16,45
16,49
16,455
16,495
Schwei; ..
81,10
81,26
81,11
81,27
Spanten.
62,44
62,56
62,24
62,36
Japan .. .
1,871
1,875
1,870
1,874
Nio de Jan.
0,500
0,502
0,4995
4,5015
Wien in D-
Oest. abgcst
59,14
59,26
59,145
59,265
Prag . . . .
12,46
12,48
12,471
12,491
Belgrad - -
7,407
7,421
7,405
7,419
Budapest - -
73,37
73,51
73,38
73,52
Bul arten
>,04
,04
3,047
3,053
Lissabon
8,85
18,89
18,87
18,91
Danzig .
11,73
81,89
81,74
81,90
Konst rrttn.
.,073
2,082
2,075
2,079
Athen. .
5,455
5,465
5,465
5,475
Canada
4,177
4,185
4,180
4,181
Urn uay ■
4,166
4,174
4,156
4,164
Cairo . .
20,98
21,02
20,98
21,02


