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Erscheint die Sicher Mannschaft in kompletter Aufstellung, so Wird es Wohl einen heißen Kampf um die Punkte geben.
Oie westdeutsche Hochschulmeisterschast im Jußball
gewann am Mittwoch die LI n i v c r f i t ä t Bonn im Aachener Waldstadion mit 6 :0 (1 :0) gegen die Llniversität Köln.
Handball der Sp.-Vg. 1900.
o. Am kommenden Sonntag empfängt 19006 erste Handballelf die gleiche Mannschaft der Llniversität Marburg zum fälligen Rückspiel. Das Borspiel kam vor Jahresfrist im Marburger Stadion zum Austrag und sah die Studenten 9:3 siegreich. Die Gießener Mannschaft war zwar ersatzgeschwächt, spielte aber keineswegs unter Form. Das Resultat spiegelt daher in erster Linie die Stärke der Marburger wider. Dieselben Berhältnisse werden Wohl auch am nächsten Sonntag vorliegen. Die LIniversitätself ist eine gut eingespielte Mannschaft, die sich in der Hauptsache aus westdeutschen Großvereinen entstammenden Spielern zusammenseht. So wirkt z. B. im Sturm der bekannte Westdeutsche Rc- präsentative Dretthauer (Sportfreunde Siegen) mit. Die Sptelvereinigungslcute werden das Treffen in etwas veränderter Ausstellung bestreiten: es werden einige Leute unter Beweis zu stellen haben, ob man sie auch zukünftig zur ersten Garnitur zählen kann. Was den Sprel- ausgang angeht, so dürfte ein sicherer, wenn auch nicht hoher. Sieg der Marburger zu erwarten sein.
Handball im Lahn-Oünsberg-Gau.
Kommenden Sonntag treffen sich Londorf und K e s s e l b a ch zum volletztm Verbands Piel der ersten Spielrunde in Londorf. Den letzten Resulta.en nach zu urteilen, wird Londorf alles hergeben, um einen Sieg für sich zu buchen.
Wie alljährlich, so häll auch dieses Jahr der Lahn-Dünsberg-Gau sein Winter-Geräte» Wertungsturnen an einem noch nicht festgelegten Termin in Lollar ab. Zu diesem Zwecke treffen sich am nächsten Sonntag die Der-einsturnwarte und Vorturner des 1. Bezirks in Kinzenbach zum Ducchturnen der Frei- und Geräteübungen. 3m Anschluß an die Bezirksvorturnerstunde m^'sen die Besten des Bezirks in einem kleinen Schau- und Werbeturnen ihre Kräfte.
Fechten.
Slädkemelkkampf ^.ledberg—Dad-iNauheim.
— Bad-Rauheim, 17. Jan. 3n der Turnhalle des Turnvereins 1860 fand gestern abend vor zahlreichem Publikum ein S t ä d t e w e t t - kampf F r i e d b e r g — B a d - V a u h e i m i m Florettfechten statt. Die Friedberger Mannschaft (Brack. Jrankenberger, Feuther. Kühn. Lemke, Stassen) war gestellt von der Arbeitsgemeinschaft. die die Fechterabteilungen der Turngemeinde und des Amtes für Leibesübungen am Polytechnikum zusammen bilden: die Vauhcimer Mannschaft (Terlich, Gröninger, Hahn, Hoffmann, Pfeffer, Reichwein) gehört dem Turnverein 1860 an. Die Leitung der Veranstaltung lag in den Händen des früheren Gaufechtwarts Rietz sch: das Kampfgericht stellten die Fechter unter sich. Deidc Mannschaften lieferten sich durchweg klare, gleichwertige Gefechte. Rauheim lag anfangs in Führung, Wurde aber von Friedberg eingeholt. Letzteres konnte nach spannendem Verlauf der Kämpfe Sieger werden. DaS Ergebnis lautet: 2 0 Siege (mit 87 Minustreffern) für Friedberg, 16 Siege (mit 74 Minus- tresfern) für Bad-Rauhe im. Der Turnverein 1860 überreichte der Friedberger Mannschaft zur Erinnerung an das wohlgelungene Treffen eine kunstvolle Radierung der Burg „M ü n z e n b e r g". hergestellt von dem heimischen Graphiker Kutscher.
Berichlerstattungssperre gegen Wormatia-Worms.
Die Ortsgruppe Mainz des ReichZverhandes der Deutschen Presse hat am Dienstag in einer außerorden lichen Sitzung beschossen, über alle Beran st altungen des D. f. R. Worma- t i a in Worms völlige Berichter st at- tungssperre zu verhängen. Anlaß zu dieser Maßnahme, der sich eine Reihe von führenden Blättern Hessens und Hessen-Rasiaus angeschlossen hat, bot die Tatsache, daß der Vorstand der Wormalia versucht hatte, die Berichterstattung eines Mainzer Sportredakteurs zu unke r b i n d e n. Die Sperre wird bis zu einer ausreichenden En schuldigung des Wormotia- VorstandeS ausrcchlerhalten werden.
Wirtschaft.
Zur Wirtschastslage.
Die Direktion der Diskonto-Gesellschaft bekämpft in ihrem soeben erschienenen Halbmonatsbericht den in roeiten Kreisen, namentlich des Auslandes, herrschenden Irrglauben von Deutschlands wirtschaftlicher Blüte. Rach eingehender Darlegung und Würdigung der tatsächlichen Verhältnisse kommt die Betrachtung zu nachstehenden Schlußfolgerungen:
Finanziell betrachtet hat Deutschland bisher weder nach innen, noch nach außen hin seine Wirtschastsbilanz aus eigener Kraft ins Gleichgewicht bringen können. Die augenblickliche Lage seiner Wir.schäft weist u. a. folgende nicht gerade als Zeichen einer „R o r m a l l a g e" zu deutende Symptome auf: enorm gestiegene Arbeitslosigkeit. industr'cl e Depression, Llnmöglich- keit ausreichender Ausfuhrsteigerung trotz beschränkter Aufnahmefähigkeit des 3nlandsmark- tcs. kritische Lage der Landwirtschaft, unzureichende Verzinsung des gewerblich investierten Kapitols, unerträg siche Höhe steuerlicher Belastung mit der Gefahr weiterer Steigerung zwecks Sicherung der Aufbringung der ..Rormal- last" des Dawes-PlaneZ. All das läßt zufam- mengenommen nicht die Annahme berechtigt erscheinen, daß Deutschland in schnellem Aufstieg und in naher Zukunft den Zustand erreichen wird, den die Sachverständigen des Dawes-Planes im Auge halten, als sie feststellten, daß ein Land Reparationszahlungen an das Ausland nur aus einem wirlscha tlichen Lieberschub seiner A-beits- leistung zahlen kann. Wir befinden uns noch durchaus in dem ebenfalls schon im Sachverständigengutachten vorausgesehenen Zustande der Verschleierung der eigentlichen Sachlage durch Anleiheoperatipnen, durch die an den Grundtatsachen nichts geändert wird. Trotz aller zugegebcnen wirlschastlichen Erholung Deutschlands in den letzten 5 3ahren sind die Berhältnisse, unter denen das bisherige System der Aufbringung und Liebertragung der Reparationen gearbeitet hat, bei Licht betrachtet noch so künstlich und labil, daß Deutschland den Schuh, den die Transferklausel für den Fall einer Llnterbrcchung des fremden Kapitalzustroms bedeutet, bei Aufrechterhaltung der jetzigen Deparationshöhe nicht entbehren kann.
Oie Ncichöban? Mitte Januar.
Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. 3 a n u a r hat sich die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Scheck?. Lombards und Effekten in der zweiten Januarwoche um 442,6 Mill, aus 1805,1 Mill. Mark verringert. 3m einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 443,9 Mill, auf 1657,2 Mill. Mark abgenommen, während die Lombardbestände um 1,5 Mill, auf 55.7 Mill. Mar, angewachfen sind. Die Effeltenbestände sind mit 92,3 Mill. Mark annähernd unverändert geblieben.
An Reichsbanknoten und Renten- bonkschcincn zusammen sind 418.8 Mill. Mark aus dem Verkehr zurückgeflossen. Der Umlauf an Reichsbanknoten hat sich um 403.8 Mill, auf 4080,4 Mill. Mark, derjenige an Rentenbank- scheinen um 16,1 Mill, auf 420 Mill Mark verringert. Unter Berücksichtigung daß in der Berichts- Woche Rentenbankscheine in Hohe von 7,9 Mill. Mark getilgt worden sind, haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 42,2 Mill. Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 609,8 Mill. Mark eine Abnahme um 9,5 Mill. Mark.
Die Bestände an Gold und beckungs- fähigen Devisen zusammen haben um 1,2 Mill, auf 2885,5 Mill. Mark, im einzelnen die Goldbestände um 63000 Mark auf 2729,3 Mill. Mart aögenommen.
Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 60,9 Proz. in der Vorwoche auf 66.9 Proz., diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 64,4 Proz. auf 70,7 Proz.
•
• Die deutsche Rohstahlgewinnung 19 28. 3m Klj. 1928 wurden insgesamt 14 517 100 Tonnen Rohstahl in Deutschland hergestellt, d. h. im Durchschnitt arbeitstäglich 4? 442 Tonnen. Dies ist 17,5 Prozent weniger als die durchschnittliche arbeitstägliche Rohstahlgcwinnung des 3ahreS 1913 im Deutschen Reich damaligen Llmfangs. 1927 waren arbeitstäglich durchschnittlich 53 303 Tonnen, d. h. nur 71/« Prozent weniger als 1913 hergcstellt worden.
• Gründung einer internationalen Holding-Gesellschaft. Ein Banlen-Syn- dikat unter Führung der Henry Schroeder Banking Co., Reuyork—London, hat in Wilmington im Staate Delaware eine internationale Holding-
Gesellschaft unter der Firma ..Prudential 3n- vestors" gegründet. Als Geschäftsgebiet ist der internationale und heimische Effektenhandel vorgesehen. Die Gesellschaft verfügt zunächst über ein Gesamlkapital von 75 Millionen Dollar.
• „Torpedo" Fahrräder- und Schreibmaschinen Weilwerke QL-®., Frankfurt a. M.-R ödelheim. Die G.-V. beschloß die Qkrleilung einer Dividende von 6 (im Vorjahr 8) Prozent. Lieber die Geschäftslage wurde ausgesührt, daß sich das Schreibmaschinengeschäft weiter befriedigend entwickelt habe infolge der Anerkennung, die sämtliche Typen gefunden Habern Lieber das Fahrradgeschäft lasse sich dagegen noch nichts Bestimmtes sagen, da die Saison noch bevorsteht. Das Duch- haltungsmaschinengcschäft habe sich günstig an- gelassen. Auch für das neue Motorrad seien bis jetzt besriedigende Bestellungen eingegangen.
* Keine Preisveränderung für Thomasmehl. Ter Verein der Thomasmehlerzeuger teilt mit, daß trotz der anhaltenden, sehr lebhaften Rachfrage nach Thomasmehl der Fe- bruarpreis gegenüber Januar keine Veränderung erfahren wird. Die Preise zur Lieferung im Februar betragen also, wie im Januar, 32 Pfennig je Kilogramm °/0 zitrsl. Phosphorsäure und 27i'j Pfennig je Kilogramm Gesamtphosphorsäure Frachtgrundlage Aachen-Rothe Erde einschließlich Verpackung im 100-Kilv'ramm-3utesack.
* Magdeburger L e b e n s - D e r s i ch c - rungs-Gesellschaft. 3n der Lebensversicherung tc-aren im Jahre 1928 zu erledigen 7581 Anträge Ü2er 38 095 500 Mk. Versicherungssumme. Abgeschlossen wurden 6492 Versicherungen über 31 723 900 Mk. Der Versicherungsäestand belief sich Ende 1923 auf 27 543 Versicherungen über 150 175 350 Ml. Versicherungssumme. 3n der Unfallversicherung wurden im Jahre 1928 abgeschlossen 1437 Versicherungen mit einer Prämien« einnahrne von etwa 255 030 und in der Hast- pflichtve.sicherung 5713 Versicherungen mit einer Prämieneianahme von et.va 560 000 Mk. Die Teilungspläne für die aufzuwertenden Versicherungen der „Magdeburger Lebens-Bersicherun.-s- Gefe.lschaft" sind vom Reichsaufsichtsamt für Privatversicherung genehmigt worden. Die auf den 14. Februar 1924 berechnete Aufwertungsquote beträgt für die Lebensversicherungen 17 Prozent, für die LInfall- und Haftpflichtversicherungen 20 Prozent. Durch den Zins hat sich die Aufwertung für die bar zu befriedigenden Ansprüche bis zum 1.3anuar 1929 auf 20,6 Prozent, bzw. 24,2 Prozent erhöht.
Fran urter Börse.
Frankfurt a. TI., Tendenz: freundlich. — Zu Beginn der heutigen Börse erfuhr die Tendenz eine weitere Befestigung. Die Spekulation verhielt sich jedoch sehr zurückhaltend und schritt nur ganz vereinzelt zu Deckungen. Die sehr feste Neu- yor.er Börse, sowie die enorme Entlastung der Reichsbank und der wieder sehr flüssige Geldmarkt gaben dem Markte eine starke Stütze. Als jedoch verschiedentlich Auslandorders eintrafen, ging die Kulisse aus ihrer bisherigen Reserviertheit heraus und nahm besonders in S p e z i a l w e r t e n I n i e r e f fe n f ä u f e vor. Das Fehlen von Publikumsaufträgen hatte eine allgemeine Vernachlässigung der Re- benmärkte zur Folge. Im Vordergründe standen die bevorzugten Werte, die recht lebhafte Umsätze bei K u r s b e s s e r u n g e n bis zu 3 o. H. gegenüber der gestrigen Abendbörse zu verzeichnen hatten. Starkes Interesse bestand vor allem weiter für Svenska mit plus 3L v. H. Man verwies hierbei auf die starke Steigerung der Kreuger- und Zoll- werte. In Nachwirkung der Gründung einer Holdinggesellschaft der I.-G -Farbenindustrie in Amerika tonnten auch I. > G. - Farben lebhafteres Geschäft entwickeln (plus 2,5 y. H ). Von Llektro- werten waren noch Siemens mit plus 2,5 v.H., Schuckert mit 1,75 v. H., A. E. G. mit plus 1,5 v. f). reger gehandelt. Chade-Aktien, Licht & Kraft und Gesfürel lagen Dagegen angeboten und etwas schwächer. Die günstige Lage der internationalen Eisenmärkte Haie am Montanmarkt für einzelne Werte lebhafteres Geschäft zur Folge. Rheinstahl waren 2 o. $)., Mannesmann 1,5 v. H. und Rheinische Braunkohlen 3,75 v. H. gebessert. Salzdetfurth plus 5 v. S). Bankwerte und Schiffahrtswerte waren vernachlässigt und etwas gedrückt. Autowerte fast ohne Geschäft. Adlerwerke gut ve- hauptet. Daimler etwas niedriger. Die Rentenmärkte lagen still. Deutsche Anleihen eher etwas fester. Von Ausländern Türken vernachlässigt. Ungarn gefragter. 9m Verlaufe blieben Spezialwerte weiter lebhaft gesucht bei erneuten Kursbesserungen bis zu 1,5 v. H. A. E. G. mit plus 2,75 v. H. traten besonders in den Vordergrund. Auch Rheinische Braunkohlen wurden auf rheinische Käufe stärker aus dem Markt genommen. Der Satz für Tagesgeld stellt sich auf öd.fi. Am Devisenmarkt
nannte man Mark gegen Dollar 4,2050, gegen Pfund 20,3960, London gegen Kabel 4,8505, gegen Paris 29,72, gegen Mailand 92,69, gegen Madrid 29,72, gegen Holland 12,0970.
Br .»ucr Börse.
Berlin, 18. Ian. Nachdem schon im Verlaufe der gestrigen Frankfurter Abendbörse auf Grund der festeren Neuyorker Meldungen eine Erholung Platz gegriffen hatte, blieb die Tendenz auch im heutigen Vormittagsvertehr und zu Beginn der Börse freundlich. Als stimulierendes Moment tarnen die äußerst günstigen Zahlen des heute erschienenen Reichsbankausweises per 15. d. M. hinzu. Die Gesamtentlastung von 442 Millionen, die Abnahme des Notenumlaufes um rund 420 Millionen und die Besserung der Deckung um etwa 6 v. H. haben Zahlen ergeben, die schon lange nicht erreicht wurden, und haben Hoffnungen auf eine neue Diskontsenkung ausgelöst. Sonst lagen allerdings keine nennenswerten Anregungen vor. Der lltzirtschaftsbericht der Discontogesellschaft brachte nichts wesentlich Neues und beschäftigte sich in erster Linie mit dem besonders im Auslande herrschenden Irrglauben von Deutschlands wirtschaftlicher Blüte. Die Hauptbewegung hatte auch heute wieder de» F a r b e n m a r f t, für den sich anscheinend auch die Provinz in Nachwirkung der in den letzten Tagen durch die Presse gegangenen Mitteilungen interessiert. Die Spekulation, die an diesem Markt besonders interessiert zu fein scheint, schritt vermehrt zu Deckungen. Auf die Kupferbewe- gung in Amerika konnten Otavi-Minen auf 69,5 o. H. anzichen. Kaliwerte und Kunftseidenaktien gewannen bis zu 5 v. H., Svenska plus 5,50 Mark, Siemens, Feldmühle usw. waren bis zu etwa 3 v. H. gebessert. Die anderen Märkte profitierten von diesen Sonderbewegungen meist nur stimmungs- mäßig, die Kursveränderungen hielten sich hier in engen Grenzen. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer uneinheitlich. Anatolier und Rumänen leicht ä:rt. Bosnier bis 0,5 v. H. schwächer. Der
briefmerft lag uneinheitlich. Der Geldmarkt war unverändert. Nach den ersten Kursen konnte sich die Befestigung bei den Spezialwer- t e n fortsetzen. Otavi lagen lebhafter und bis 0,75 v.H. höher. Glanzstoff, R.W.E., Berger Tiefbau, I.-G.-Farben, Salzdetfurth, Buderus, und die übrigen Montanwerte zogen weiter an.
Frankfurter Gerreivebörse.
Frankfurt a.M., 18. Jan. Der hiesige Produktenmarkt verkehrte zum Wochenschluß in ruhiger Haltung bei weiter sehr kleinem Ausland- angebot. Das Geschäft war klein. Rur in Roggenmehl war etwas lebhafteres Geschäft festzustellen. Roggenmehl konnte erneut um 0,50 Ttlt anziehen. Die übrigen Artikel sind unverändert. Es wurden notiert: Weizen 23,50: Roggen 23; Sommergerste für Brauzwecke 24,25 bis 24,50; Haser inländischer 23.25 bis 23,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 23 bis 23,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 32,75 bis 33.25; Roggenmehl 30 bis 30,50; Weizenkleie 13,70 bis 13,75; Rog- genklcie 14,25 bis 14,50.
Zeitschriften.
— „Philosophieund Lebe n". (Herausgeber: Prof. Dr. August Messer, Gießen; Verlag Felix Meiner, Leipzig CI). — 3m 1. Heft des V. Jahrganges (vom Januar d. 3.). das sich inhaltlich so großzügig wie abwechslungsreich dar- stellt, interessiert u. a. eine sehr klare, von posi-- tiver Kritik getragene Auseinandersetzung deS Herausgebers mit Rudolf Maria Holzapfel, dem Schöpfer des „Panideal"; recht beachtliche Gesichtspunkte fördert auch ein Aufsatz „Der Dilettantismus und seine Beziehung zu Wissenschaft und Philosophie" von Gerhard Klamp zutage; vielseitige Anregung bietet die ständige Rubrik „Aussprache"; wir verweisen vor allem auf die Beiträge „Rot eines Mädchens von heute", „Lichtfeste" (sehr bemerkenswert!) und „Konnersreuth". 3m Desprechungsteil wird u. a. auf ein neues Werk von Lindsey aufmerksam gemacht, „Die Revolution der modernen 3ugend".
— „Das Theater" (Herausgeber: Arthur Kürschner; „Das Theater", Derlagsges. m. b. H.. Berlin) bringt in seinem ersten 3anuar-Heft u. a. einen interesianten Bericht über eine italienische Faust-Dichtung des modernen römischen Theater- drrektors Bragaglia. 3n diesem Faust-Drama- gibt es gleich „ein Dutzend Fauste und mehrere Mephistophelesse", ferner im zweiten Akt ein Kabarett und später sogar ein Kino. Trotz dieser Extravaganzen ist das Stück mit schwierigen Analysen und Gedanken geladen. Ein Brief über das „3apanische Theater in Moskau", Kritiken aus Stockholm, Prag und Konstantinopel bereichern unsere KennMisse über das Theater des Auslandes.
Kurszettel der Berliner und Franksutter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höbe der zuletzt beichlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinssilh 8 Prozent.
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