Ausgabe 
17.5.1929
 
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»Sportfreunde" bas fällige Rückspiel zu liefern. Das Vorspiel konnte die D. f. B.-Elf damals mit 3.0 für sich entscheiden. ArnPfingst- rnontag ist sie sowohl, wie auch die Ligareserve spielfrei.

Ob die A.-H.-Elf der Einladung D a u b r i n - gens zur Teilnahme an den Pokalspielen am 1. Feiertag Folge leisten wird,-steht noch in Frage. 3n stärkster Besetzung sollte sie einige Aussicht auf Erfolg hoben.

Von der 3ugenba Heilung hat am Pfingstsonntag die erste sich die gleiche von »Hessen" 09 Kassel nach hier eingeladen, während die zweite, ebenfalls auf eigenem Platz, zu einem Gesellschaftsspiel gegen die erste 3ugend von »Sport und Spiel" Burg antritt. Der Ausgang dieser Treffen ist offen.

Am Montag empfängt die zweite Jugend- e l f die gleiche des Dallspielvereins 0 4 Düsseldorf zu einem Freundschaftstreffen, lieber die Spielstärke der Gäste ist nichts bekannt.

Die dritte 3ugend löst in Lich gegen dessen erste eine Rückspielverpflichtung ein. Das Vorspiel endete mit dem für Giehen schmei­chelhaften Resultat von 2:2.

Die erste Schülermannschaft steht im nachzuholenden Pflichttreffen der gleichen des Wetzlarer Sportvereins auf dortigem Platze gegenüber und sollte knapp gewinnen können.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

ö. 1900 hat für den Pfingstsamstag die Liga­mannschaft des Sp. V. 05 Bad Homburg zu einem Gesellschaftsspiel nach hier verpflichtet. Än den beiden Feiertagen betätigt sich die 1. Elf der Blauweißen nicht. Bad Homburg spielt in der Nord­mainkreisliga des Süddeutschen Fußballverbandes. Die Homburger nehmen in ihrer Spielergruppe einen guten Mittelplatz ein, nur einige Punkte tren­nen sie von den Spitzenoereinen. Der Platzverein wird in ftärkftmöglichster Aufstellung evtl, sogar verstärkt antreten, um den Sieg zu erringen.

Die Ligareserve der Vereinigten trägt am 2. Feiertag ein Freundschaftsspiel in L e i h g e st e r n aus. Leihgesterns 1. Mannschaft ist Gruppenmeister der 2. Gauklasse (8-Klasse), und besonders auf eigenem Platze ein sehr starker Gegner. Deshalb ist auch der Ausgang dieser Begegnung nicht voraus- Zusagen.

Für den 1. Feiertag schweben noch Verhandlun­gen für die 2. und 3. Mannschaft mit Laubach, die bei Niederschrift dieser Zeilen noch nicht abgeschlos­sen waren.

Die 1. Jugend trägt gegen Köln-Mülheim und Leverkusen, wie vor vier Jahren, ein Gesellschafts­spiel aus. Ostern war Köln-Mülheim in Gießen mit 2:0 Toren siegreich. Die 2. Jugend führt nach Sinn und nach Werdors und wird sich gegen die dortigen 1. Jugendmannschaften sehr anftrengen müssen, um erfolgreich zu sein. Die 3. Jugend spielt in Gießen S Lich 1. Jugend und Hermannstein 1. Jugend piele und hofft dabei auf Revanche. Die 4. Ju­gend spielt am 2. Feiertag gegen Steinbach 1. Ju­gend. Die 1. Schülerelf fährt am 1. Feiertag zum Wetzlarer Sportverein und spielt am 2. in Gießen gegen die Schüler Friedbergs. Die 2. Schülerelf hat qm 2. Feiertag in Gießen die Schüler von Her­mannstein zum Gegner.

Arbeiier-Turn- und Sportbund.

Die erste Mannschaft der Freien Turnerschaft Giehen wird zu Pfingsten in Lampertheim das Rückspiel gegen die dortige 1. Mannschaft aus­tragen: sie dürfte auch diesmal Sieger bleiben. Die 1 b-Mannschaft wird zum Rückspiel gegen Erbach in Erbach i. Odenwald antreten und wird auch in diesem Spiel eine Riederlage hinnehmen müssen.

Wieseck hat als Gäste auf eigenem Platze die erste und zweite Mannschaft des F.S.D. Frank­furt-Sachsenhausen verpflichtet. Die Gäste ha­ben ein kleines Plus und werden wohl in beiden Spielen Sieger bleiben.

Am zweiten Feiertag werden beide Gästemann- schastcn in Lollar gegen die dortige erste und neuerstandene zweite Mannschaft antreten und wohl ebenfalls Sieger bleiben.

Grohen-Linden I wird am ersten Feiertag daS Rückspiel gegen Oppenrod in Oppenrod aus­tragen. Hier wird sich der Reuling der ersten Klasse anstrengen müssen, wenn er gegen die ausstrebenden Einheimischen nicht unterliegen will.

Saubringen hat als Gast den Reuling des Bezirks. Rödgen I. auf eigenem Platze zum Geg­ner und wird infolge seiner größeren Spiel­erfahrung wohl Sieger bleiben.

-Sprechstunden der Redaktion

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen.

Wirtschaft.

Oer Kohlenbergbau im Zahre 1928.

Der Verein für die bergbaulichen Interessen veröffentlicht jetzt seinen 3ahresbericht über die Entwicklung des Steinkohlenberg­baues im 3ahre 1 9 2 8, in dem die Ratio- nalisierungsmahnahmen besonders eingehend be­handelt werden. Das Absinken der industriellen Konjunktur, verbunden mit der durch die Lohn- und Preiserhöhungen im Ruhrbergbau veran­laßten Absatzpolitik des Rheinisch-westfälischen Kohlenstzndikats, hat es mit sich gebracht, daß in der Steinkohlenproduktion die Rekordziffern des 3ahres 1927 nicht ganz erreicht werden konnten. Sie betrug 150.88 Millionen Tonnen, gegen 153,6 in 1927, und war somit höher als im 3ahre 1913. Die Steinkohlenproduktion ist in 1928 zum erstenmal von der Braunkohlen­gewinnung überschritten worden, die sich auf 166,22 Millionen Tonnen in 1928 erhöhen konnte. Die Ausfuhr von Steinkohle ist gegenüber 1927 um 11 Prozent auf 23,9 Millionen Tonnen zu- rückgegangen, während die Koksausfuhr eine ge­ringe Zunahme um 1 Prozent auf 8,9 Millionen Tonnen aufweist. Hauptsächlich als Folge der Rationalisierung und der Betriebskonzentration ist es anzusehen, daß die Arbeiterzahl sich im Laufe des 3ahres 1928 im Ruhrkohlenbergbau um 8,26 Prozent auf einen Jahresdurchschnitt von 382 000 Köpfen vermindert hat. 3n dem Verhältnis des Absatzes in das sog. unbestrittene Gebiet und dem in das bestrittene Gebiet ist gegenüber den Vorjahren trotz der bekanntlich zeitweisen Export­drosselung keine wesentliche Aenderung einge­treten.

Was die Rationalisierung anbelangt, so hat die maschinelle Kohlengewinnung weiter zugenommen. 3m 3ahre 1928 sind weitere 22 Schachtanlagen stillgelegt worden, toob.'i aller­dings zu betonen ist, daß die Stillegung nicht in jedem Falle einer Betriebsaufgabe gleichzu­sehen ist, sondern daß es sich vielfach um organi­satorische Maßnahmen handelte, die einer Kon­zentrierung des Abbaues unter Tage oder der Betriebsanlagen über Tage dienten. Es wird besonders betont, daß die von den Zechenver­waltungen warnend vorausgesagten Folgen der behördlichen Lohnfestsehung unter dem Zwang der Wirtschaftslage demnach nicht vermieden werden konnten. 3m Zusammenhang mit der sog. negativen Rationalisierung" wird auf die von den Gewerkschaften ausgehenden Bestrebungen, die sich auch einige politische Parteien zu eigen gemacht haben, hingewiesen, die auf eine Ab­änderung der entsprechenden Bestimmungen des allgemeinen Berggesetzes hinzielen. Bekanntlich soll ein Gesetzentwurf zur Verhütung ungerecht­fertigter Zechenstillegungen vorgelegt werden, durch den eine Erschwerung der Stillegung und unter gewissen Voraussetzungen ein Zwang zur Fortführung des Bergbaubetriebs erreicht wird. Der 3ahresbericht wendet sich gegen diese Aen­derung des Gesetzes, weil sie die Fortführung des notwendigen Rationalisierungsprozesses auf­halten würde.

3m übrigen wird in dem Bericht mitgeteilt, daß die im Jahre 1928 in Betrieb genommenen Großkokereien, mit denen jetzt etwa 50 Prozent der gesamten Kokserzeugung des Ruhr­gebietes hergestellt werden, den Erwartungen in jeder Hinsicht entsprochen haben. Heber den Stand der Kohlenveredelung wird nichts wesent­lich Reues berichtet.

*

* Bayerische Motorenwerke A.-G., M ü n ch e n. Nach dem Geschäftsbericht wurde die im Vorjahre beschlossene Kapitalerhöhung von 10 auf 16 Millionen Mark durchgeführt. Die neuen Mittel wurden zur Vergrößerung und Verbesserung des Werkes benutzt. Der Umsatz des Werkes Mün­chen erhöhte sich von 17,7 auf 24,2 Millionen Mark. Im neuen Werk Eisenach, in dem die Dixiwagen hergestellt werden, wurde in den ersten drei Mo­naten ein Umsatz von über 3 Millionen Mark er­zielt. Die Erfolge der Marken des Unternehmens haben in steigendem Maße den Export begünstigt. Der Flugmotorenbau hat im Berichtsjahre eine be­sonders starke Steigerung durch große Aufträge des In- und Auslandes erfahren. Diese Abteilung war voll beschäftigt. Für den Bau luftgekühlter Flug­motoren, Lizenz Prall & Whitney, wurden alle Einrichtungen geschaffen und die Fabrikation ausge­nommen. Die Verbreitung dieser Motorentype in Amerika und das große Interesse, das sich auch in Europa hierfür zeigt, lassen einen starken Umsatz für das laufende Jahr in diesen Motoren erwarten. Im neuen Geschäftsjahr ist der Absatz von Motor­rädern und Kleinwagen nach einer durch den stren­gen Winter bedingten Verzögerung befriedigend. Für den Flugmotorenbau wurden neue Ausland­aufträge abgeschlossen, die eine Beschäftigung bis

1930 sichern. Der Bruttoüberschuß beträgt nach Ab- ' setzung der Betriebsunkosten 8,60 (i. V. 10,68 ein» chließlich 5,07 Unkosten). Handlungsunkosten erfor­derten 4,10 (2,84), Abschreibungen 1,85 (0,92) Mil­lionen Mark. Aus dem Reingewinn von 2,81 (1,91) Millionen Mark werden wieder 14 v. H. Dividende auf das erhöhte Aktienkapital vorgeschlagen.

Daimler-Benz A. - G.. (Stuttgart. Die Gesellschaft erzielte im 3ahrc 1928 einen Bruttoüberschuß von 26.8 Mill. Mk. Rach Ab­zug von 12,3 Mill. Mk. Handlungsunkosten. 5,8 MiU. Abgaben und Steuern, 2.8 Mill. Zin­sen und 0,04 Mill. Mk. Tantieme verbleiben rund 5.7 (4,7) MiU. Mk. Hiervon werden für Abschrei­bungen 4,85 (4.36) Mill. Mk. verwendet, 0,87 (0,86) Mill. Mk. sollen vorgetragen werden. Der Absatz ist im abgelaufenen Jahre von 120 auf 130 MUI. Mk. gestiegen, hiervon entfallen 15 Prozent auf den Auslandsabsatz. Günstiger Absatz im neuen 3ahre lasse eine weitere Kräftigung erhoffen.

* Rütgerswerke 21.-®., Berlin- Charlottenburg. Die Gesellschaft schlägt eine Dividende von wieder 6 Prozent vor. Der Bruttogewinn beträgt einschl. Vortrag 9,52 (i. D. 10,03) MiU. Mk. Anderseits erforderten Ab­schreibungen 2,48 (2,46) Mill. Mk., Steuern 2,48 (2,85) MiU. Mk. Der verbleibende Reingewinn beträgt 4,73 (4,72) MiU. Mk. Der bisherige Ver­lauf des neuen Geschäftsjahres ist befriedigend. 3n der Teerproduktenabteilung sind die Preise, die seinerzeit durch den englischen Dergarbeiter- streik stark angezogen hatten, zurückgegangen. 3n- solgedessen dürfte das Geschäft in dieser Abtei- lung nunmehr geringeren Schwankungen aus­gesetzt sein. Die günstige Entwicklung der Betei­ligungen hat sich 1929 in verstärktem Maße fort­gesetzt. Voraussichtlich ist daher auch für 1929 ein angemessenes Ergebnis zu erwarten.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M.. 17. Mai. Tendenz zuver­sichtlicher. 3m heutigen Vormittagsverkehr herrschte Feiertagsstimmung, und das Geschäft war sehr klein. Die gehörten Kurse waren aber zumeist gut behauptet. Zu Beginn des offiziellen Marktes trat plötzlich eine Geschäftsbele- bung ein, die von optimistischen Rach- richten aus Paris hervorgerufen wurde. Hiernach war eine allgemeine Entspan­nung der Lage festzustellen, auch wurde der Schlußbericht der Sachverständigen, der gestern überreicht und fast ohne Vorbehalt entgegenge­nommen wurde, günstig beurteilt. Man nimmt an, daß bis Anfang 3uni die Pariser Konfe­renz zum Abschluß gelangen wird. Die Börse wurde auch noch von dem festen Schluß Reuyork und der wieder besseren Verfassung des dortigen Geldmarktes vorteilhaft beeinflußt: ferner wirkte die weitere Entlastung der Arbeitsmarktlage im Reiche günstig. Von diesen Momenten ausgehend war man in Börsenkreisen zum letzten Börsentag vor den Feiertagen zuversichtlicher und freundlicher gestimmt. Die Kulisse schritt in erheblichem Maße zu Deckungen, aber diese wirk­ten sich nur in Spezialwerten aus. Von einer Beteiligung des Publikums am Börsengeschäft war jedoch immer noch nichts zu merken, dagegen schritt das Ausland in einigen Werten zu Sntereffcnfäufen. Bei den bevorzugten Werten machte sich gegenüber der gestrigen Abendbörse eine ganz beträchtliche Erholung be­merkbar. sonst gingen im allgemeinen die Besse­rungen bis zu 2Vz Proz. 3m Vordergrund stan­den Elektropapiere. Hier konnten bei lebhafterer Umsahtätigkeit Chadeaktien 81/2 Marl, Siemens 33/< Prozent und Licht und Kraft 3 Prozent gewinnen. 3.-G.-Farben waren bei mäßigem Geschäft nur l1/# Prozent erholt. 3m Vorder­gründe standen noch Glanzstoff mit einem ganz erheblichen Gewinn von 17 Prozent, Deutsche Linoleum gewannen 4 Prozent, Waldhof 2 Pro­zent, und von Kaliaktien besonders Selzdetfurth 41/2 Prozent. Auch am Montanmarkt waren heute die Umsätze etwas größer. Phoenix er­holten sich um 3 Prozent und Rheinische Braun­kohlen um 21/j Prozent. Banken waren still, nur für Reichsbankanteile trat mit plus 43/.< Prozent lebhafteres 3nteresse zutage. Schwächer lagen dagegen weiter Wayß und Freytag mit minus 1 Prozent. Renten still. 3m Verlause war die Amsatztätigkeit nur zeitweise noch etwas lebhaf­ter. Später wurde es aber stiller, die Tendenz blieb fest und zuversichtlich. Es traten zeitweise erneute Gewinne ein, besonders Siemens und 3.-G.-Farben waren noch lebhafter gefragt, die erneut bis 3 Prozent gewinnen konnten. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 81 Prozent etwas leichter. Am Devisenmarkt war die Mark weiter fest. Man nannte Mark ge­gen Dollar 4,2040, gegen Pfund 20,40; London gegen Kabel 4,8507, London gegen Paris 124,14: Mailand 92,65; Madrid 34; Holland 12,0675.

Berliner Börse.

Berlin. 17. Mai. Während heute vormittag die Tendenz bei völliger Geschäftslosigkeit eher nach unten neigte, schlug in der Dorbörse, die ebenfalls schwächer einschte. die Stimmung plötz­lich um. Die Börse schritt in Anbetracht der be­vorstehenden mehrtägigen Unterbrechung des Börsenverkehrs zu Deckungen, die auch zum Teil von seilen des Auslandes kommen sollen. Es machte sich Materialmangel an vielen Märkten bemerkbar. Auch kleine Kauforders soUen Vor­gelegen haben, und die ersten Kurse konnten infolgedessen 1 bis 3 Prozent im Durchschnitt a n- fteigen. Wieder war das Hauptgeschäft in AEG. wie auch die noch immer anhaltenden aus­ländischen Käufe fester lagen. Von Kaliwerten konnten Salzdetfurth über 6 Prozent-.gewinnen, Polyphon und Glanzstoff zogen 7 bzw. 9 Pro­zent an. Deutsche Linoleum, Feldmühle und Holz­mann lagen bis 4 Prozent höher. Bemerkenswert war auch die Festigkeit der Reichsbank, die auf starke Rachfrage sich um 6,5 Prozent erholen konnte. Montanwerte lagen durchweg lebhafter und fester. Deutsche Anleihen waren unverändert, Ausländer uneinheitlich. Der Sah für Tagesgeld und Monatsgeld blieb auch heute noch unver­ändert. Don dem morgen zur Veröffentlichung gelangenden Reichsbankausweis erhofft man eine stärkere Entlastung. Rach den ersten Kursen wurde es vorübergehend etwas schwächer, bald darauf aber sehr fest und lebhaft, da die Deckungen sich verstärkten. 1 bis 3 Prozent gegen An­fang waren der Durchschnitt, Reichsbank. Schubert und Balser, Glanzstoff und Polyphon 3 bis 8 Pro­zent höher.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 17. Mai. Zum Wochen­schluß war das Geschäft am hiesigen Produkten- rnarkt im Hinblick auf die Feiertage außer­ordentlich still, und die Stimmung blieb ab­wartend und lustlos. Gegen den Vortag traten Preisänderungen auf keinem Marktgebiet ein. Cs wurden notiert: Sommergerste (für Brau­zwecke) 23,50 Mk.. Roggenmehl 29 bis 30, Weizen­kleie 12 bis 12,15, Roggenkleie 12,75 Mk. Tendenz: ruhig.

Letzte Nachrichten.

Rotfront auch in Hessen verboten.

D a r m ff a b t, 17. Mai. (TU. Drahfberichi.) Aus Ersuchen der Reichsregierung hat das hessische Sfaafsminifferium den Roten Jrontfämpferbunb unb bie entsprechen den kommunistischen kamps- organifationen für bas Gebiet bes Volksstaates Hessen mit Wirkung vom 17. Mai verboten.

Oas Luftschiff

im Kampfe mit dem Gegenwind.

Paris. 17.Mai. (WTB. Funkspruch.) wie bie Agentur haoas von dem Flugplatz Marignine bei Marseille erfährt, hat bas Zeppetinluftschiff um 7 Uhr früh heute bei St. es Maries bie franzö­sische Küste erreicht. Ls hat gegen einen starken Gegenwinb anzukämpfen unb flog bas Rhonetal aufwärts. Um 9.45 Uhr überflog bas Luftschiff mit geringer Geschwindigkeit unb in niedriger höhe bie Stabt 71 im es. Dieselbe havasmelbung besagt außerdem, baß bas Luftschiff in bet Umgebung von Rimes um 9 Uhr währenb 2 0 Minuten in seiner Fahrt ausgehalten worben sei durch einen starken Gegenwind von 8 Kila- metersekunden, und zwar in der Gegend von Belle­garbe, zwanzig Kilometer von Jlimcs entfernt. Line Verbindung auf funkentelegraphischem Wege war bisher nicht möglich. Das Luftschiff hat Paris um Meldungen über das Wetter gebeten.

Lilli Lehmann t-

Berlin. 17. Mai. (WTB. Funkspruch.) Gestern st a r b bie berühmte Kammersängerin Lilli Leh­mann in ihrer Villa im Grünewald im 87. Le­bensjahre. Lilli Lehmann war in den siebziger Jahren als Koloratursängerin ein Stern der Kgl. Bühnen in Berlin. Später ging sie nach Amerika, wo sie als dramatische Sängerin austrat. In Ame­rika verheiratete sie sich mit dem deutschen Sänger Paul Kalisch. 1890 kam sie nach Deutschland zurück, wo sie in bet Folge, auch wieder in Berlin, als Wagner-Sängerin auftrat. Lilli Lehmann hat ihr Knnstterleben selbst in einem fesselnden Buch Mein weg" beschrieben. Auch hat sie ein Buch Meine Gesangskunst" (1902) versaßt, das in die englische unb französische Sprache überfragen wurde.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den S

Japieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. Äeichsbankdiskont 7,5 Prozent, LombardzinSfuh 8,5 Prozent.

Frankfurt o. M.

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Frankfurt a. M.

Berlin

sZrauksurta. M.

Berlin

Berlin 16. Mai

Geld

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Lchlutz- «ur«

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Kurs Kurs

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Noten.....

Noten......

167463

168.86

22.06

111.88

59.04

2.53

112.20

31.00

59.63

12.465

73.15

- 5ranffur Auszahl

16325 169,54

22,14 112,32

59,28

2,55 112 64 81,32 59.87 12,525

73.45 t a. M.

Jng.

Datum

16.5.

17-5.

16 5.

17 5.

Tntum

16-5. i 17.5-

16-5. : 17 5-

Datum

16 5 1 17 5.

16.5.

17-5.

Noten

5% Dl. 8ield)3anlci6e d. 1927 .

Dl. Anl.-Ablös.-Schuld mit Au» lof.-Oiedjten

Desgl. ohne Au«lol.-Reckle . . .

7% Franks. Hyp.-Bk. Goldps. un kündbar HS 1932.....

<y,% Rheinische Hhp..BanI Clou.

<Solbpf. - -

A.E.G. obfl. DorkricgS-Obligaiion. rückzahlbar 1933

4% Schweiz. SBunbeSb.-önL, 4% Lelierrcichische Goidrte.. . 4,20% Oestcrr. Silberrlc.....

4% Oesterreich, cinheitl. Rte. . .

87,25

51,25

9.65

88

72,75

87,5

101.25

29.4

2,65

1.75

22,8

.7=

8,75

9 8

16,5

109,25

181,25 254 160

151

155

297,5

1 II 1 1 1 I 1 1 1 1 1 1 1 1 Illi 1 1 1 l-l 1 131 1 ISI IS.

87.5

51,3

9.6

89

22,75

21,5 1,8

8.8

8,3 8,5

16,4

117

146,5

109,9

124,5

124,75

206.25

181.5

253

160

151,25

155,5

296,5

51.2

9.65

118

110.13

124.5

125

210.5

183

254.9

161

151.75

156

302

Ll.cr.G...........r<

Bergmann....... . 9

(äeltr. Lieferungen..... 10 Licht und Stört ..... io Reiten & Guilleaume..... 6 Ges. s. Elektr. Untern.. ... 10 Hamb. Elektr. Werke .... ln Rhein. Elektt.........!

Lchlcs. Elektr..... Io

Echuckert...... 4

Liemenl » ............

TranSradio..... 8

Lahmeher L Co.. ..... 10

Buderus...... 5

176

210

133

210,5

370

165

124.5

125.75

212

96.75

110.5

85

280

110

225

231.75

372

240.5

81

87,5

128.5

178.5

154,25

213

134.5

242 373,75

71

111

97.75

113

88 282.5 111.25

233

376

241,65

162

-

128

177

205

153,5

211,25

135

210,5

137,5

159.25

180

239.75

371

164.13

69,65 110,13 110.25

125.5

126,5

114.5

212,75

97,75

112.75

111.5

122.25

103.4

86.9 280.25 109.75

141

90,65

64.13

225 231 371.13

241,5

112,5

80.5

86.65

128,4

178.5

207

214

211,5

182.75

241.75

374.25

110.5

126.75

126.25

212.5

97.75

112.5

113,75 !24

101,65

87

281.75

111

90,65

61,13

227.5

232.5

377,5

241,5

81

86.5

127.5

'l>htnno ymzmann......:

Heidelberger (Semen! .... 1° EemenI Karlstadt . ..... 8 Äayh 6 Freitag......10

Schultheis Patzenhofer ... 15 Ostweckc.........1-

Bcr. Hlonzstoss......1«

Bemb.rg.........14

ÜcUstoss Waldhoi.....12

-Icllswsf Äschassenburq ... 12 Eharloitendurger Vaster ... 7 Tci'jau-r esta! ....... 8 Daimler Motoren......u

Deutsche Äaschinen.Fabrik . . 0 Adleriverke Klever......5

Ludw. Loewe ....... 10 Rai. Automobil . ...... O C rcnfteln 4 Uovvel ..... 5 Leonhard Tietz . ...... 6 Bamag'Meguin ....... O Franks. Maschinen......6

cynyncr....... . 11

Hcyltgenstacdt ....... O Iunghan«...........

Lechwerke. .......8 Mainkrastwerke .......8 Mag........ 10

Nekarsulmer ........ 8 Peter« Union ....... 8 (lebr. Roeder ....... 10 Boigt & Hueffner ...... 8 Südd. Zucker..... 8

Dan

109,5

134.5

108.5

402

246

53

44,5

51 80

63

111.5 108

120

113.5 111

205

145

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1 | | i i i i ; a i i i ! i i i i £ i i i i äs i 1 i i ü. 1 1 1

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109,75

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199

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49

45,75

194

25

88

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51.5 80

62

120

113

205

145

114

292,75

233.9 417

247

108.75 200-5 52.13 49,25 44,75

196 28.13

89.5 290

122

-

^rniiru-^rncrc., a iw arronen umanilche Noten......

chwedische Noten......

Schwester Noten.......

wanische Noten.......

schechoilowakische Noten . .

ngarische Noten.......

Devisenmarkt Berlin Telegraphische

16- Mai

17. Mai

.Imtliche Notierung

Geld I Bries

Amtliche Notierung

Cinlb »Beter

4% Ungarische Sloidrte......

4% Ungarische StaatSr. v. 1910 . 4>/,% desgl. von 1913.....

4% Ungaüsche Kronenrte.. .

4% Türk. Yollanleihe v. 1911 . -

4% Türkische Bagdadbahn-Anl., Serie I ....

4% beßfll. Serie II.......

Deutsche Erdöl ....... 6

Essener Steinkohle......8

Gelsenkirchener ... f. Y* 3- 1

Hawener..... 6

Harsch Eisen. ....... .8

Ämn- Hott. Buen. Air,« Brsi.'Anlm ff Kristiania. Kovenhagen Stockholm . HelstngforS. Italien. . . London. . . 'JZcitnor? . . Pari«.... Schwei; . .

Spanien.

Japan . . . wo d« Jem Dien in T- Ceft- adgest Yrüfl Bclirad . . Budapest. . Bulgarien Lissabon . Dmuig. . . .QonftJtrtm. Athen. . . Canada .

Uruguay. . Cairo . .

169.07 1.768

58.39

112.00

112.08

112,34

10.57

22.025

20.40 4.2065 16.425

81,05 59.91

1.887 0.4985

59.095 12.443

7.398 73.29

3,039 18.87 81,54

2,041 5.455

4.178 4.097

20.925

169.51 1,772

58.51

112.32

112.30

112.56

10.59

22.065

20.44 4.2145 16,465 81.165

60,03 1.891

C.5005

59,250 12,463

7,412 73,43

3,045 18,91

81.70

2,045 5.465

4.186

4,104

20,965

168.90 169.24

1.763 1,767

58.31 1 58.43

111,96 112.13

111,95 112.17

112,22 112,44

10.56 10.58

21.995 22,035

20,38 20.42

4,2015 4.2095

16,415 16,445

80,91 81,07

59.84 59,96

1,878 1,882

0.499 0.501

59,02 59.14

12,431 12,511

7.393 7,407

73.19 73.43

3,037 3,492

18,85 18.39

81,43 81.59

2,038 2.042

5,455 5.465

1,1765 4.1885

4.116 4,124

20,915 20 945

Klocknerwerke

4% Rumänen converi. iRte. . . . 4 J4% Rumänen CöolbarU. von 1913

Mlg. Deutsche Eisenbahn . . 4%

Hamburg-Amerika Paket ... 8

Hawb.-Südam. Dampssch. . . 8

Hansa Dampsjchiss ... 10

Norddeutscher Lloyd.....8

Llllg. Deutsche Creditanst. . . 10

Barmer Bankverein ... 10

Berliner Handelsgesellsch. . - 12

Commerz- und Privat-Bank 11

Darmst. u. Nationalbank 12

Deutsche Bank 10

Ti^kontc-Sesellschaft Aut.. . 10

Dresdner Lank . . . 10

Mitteldeutsche EredÜbank... 9

...................12

'DianneSmann ........8 Manifestier.........'

Oberschles. Eisend. Bedarf. . b

Oberschles. Koköwerke.....

Phönir Bergbau......5 :

Rheinische Braunkohlen... 10 Rheinstabl . . . s. ',L Jahr 4'/, Riebeck Montan......7,2

Bereinigte Stahlw. ..... 6 Ltavi Minen . ......2 sh

Kali Aschersleben ..... 10

Koki Westeregeln ...... 10

Kaliwerk Salzdetfurth ... Id

I. ®. Yarden-Induktrio ... 12 Dynamit Nobel ....... 5 Scheide anstatt . ....... 9 Koldschmidl . ...... .s RütgerSwerkc ........6 Metallgrlellschofk. ..... 11

Berlin, 16. Mai

Geld

«riet

Ämcrikamtche Noten.....

Belgische Noten ....... Dänische Noten........ Erislischc Roten........

4,20

58,33

111.83

20,405

4,22

58,57

112.27

20,485