Teil aus dem mächtigen Steinblock gehauenen „Gefesselten Prometheus" nur dem Zuge ihres Herzens gehorchend, dem Arzte und späteren Pro- feffor M o n g o m e r y als Gattin in die Ar- Wälder des fernen Westens, bis die Wagemutigen nach mancherlei kühner Pionierarbeit in Texas festen Fuß faßten. Künstlerisches Schaffen und segensvolles philanthropisches Wirken erfüllten ihr langes, reiches Leben: auch die Reue Welt kennt und rühmt die Tochter Westfalens unter ihrem deutschen Namen als „Miß Ney".
Als eine Pionierin auch unter ihren europäischen Kunstgenossinnen erscheint uns diese tatkräftige, hohen künstlerischen Zielen zustrebende Frau. And wenn sich auch kaum irgendwelche direkte Fäden von ihr zu den heute nicht mehr als vereinzelte Ausnahmeerscheinungen dastehenden Bildhauerinnen spinnen, so ist doch das gleiche Dewußtwerden der erwachten Kräfte, der gleiche, alles beherrschende Wille zum großen Ernst und der monumentalen Strenge, der in unseren Tagen eine Käthe Kollwitz immer wieder zur Bildhauerkunst hinzieht, der — um nur eine oder die andere Künstlerin hier zu nennen — die kraftvollen Skulpturen der Renee S i n t e n i s, Millh Siegers und Emh Roeders, die große Porträtkunst der Russin Orlowa entstehen lieh, während das im Weibe schlummernde ewige Kind, hier gelenkt durch warme Mütterlichkeit, dort durch kapriziös-nervpse Launen, sich auslebt in den Puppenschopfungen Küthe Kruses und Lotte Pritzels.
Tapfere Wegbereiterinnen in ein erst langsam dem Weibe sich erschließendes Reuland, das bedeuten uns diese durch äußere und innere Hemmungen, aber getragen von einer festen Willenskraft und dem anspornenden Sehnen nach einem noch unerreichten höchsten Ziel, geschaffen und gestrebt haben im Dienste einer strengen, ernsten ^?ttheit. .
Wirtschaft.
Jteue Goldabgaben Oer Reichsbank.
Die Lage am Devisenmarkt, die auch weiter unter dem Druck des Auslandes steht, hat die Reichsbank gezwungen, erneut durch G o l d a b - gaben in Reuhork zu intervenieren. EZ ist wieder ein Goldaustausch mit der Pariser Rotenbant in Höhe von 8 Mill. Dollar vorgenommen worden, für den ein entsprechender Betrag von Berlin nach Paris überwiesen wird. Da die Devisenansprüche an die Reich ^bank stark bleiben, so dürften weitere Goldabgaben bevor stehen. Die im letzten Reichsbankaus- weis vom 11. d. M. eingetretene Entlastung ist inzwischen wieder vollständig ausgeglichen worden, die Gründe dafür liegen in dem Geldbedarf für Steuerzahlungen und darin, daß die Banken in zunehmendem Maße in der Annahme einer bevorstehenden Diskonterhöhung Wechsel rediskontieren, um sich noch zu dem jetzigen Diskontsatz einzudecken. Hierzu kommt der Geldbedarf des Reiches, welches den bekannten 150-Mi^lionen- Kontokorrentkredit von den Damen mitt erweile zurü^ezahlt hat. Cs wird also zum Ultimo des Monats beim Reich ein großer Kassenbedarf hervortreten. Besprechungen mit den Banken über die Finanzierung dieses Kassendedarss finden bereits statt, jedoch scheint es so, als ob ein neuer Kontokorrentkredit nicht gewährt wird, sondern daß eine Krediterteilung in anderer Form erfolgt. Wie hoch der Betrag ist, den die Reichsfinanzverwaltung braucht, steht noch nicht fest, jedenfalls liegt er aber nicht unter dem Betrage von 150 Mill. Mark.
Entlastung des Arbeitsmarktes.
Rach den jetzt vorliegenden endgültigen Ergebnissen der Arbeitsmarktstatistik ist die Zahl der Hauptunter st ühungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung und in der Sonderfürsorge bei berufsüblicher Arbeitslosigkeit in der Zeit vom 15. März bis 31. März um 440 000 Personen, d. i. um rund 19 Prozent gesunken.' Sie belief sich Ende März auf 1 885 000 Personen, wovon 1 456 000 auf die Arbeitslosenversicherung und 428 000 auf die Sonderfürsorge entfielen. 3n der Krisen- unterstühung ist eine kleine Zunahme der Anterstützten — von 177 000 auf 192 000 — eingetreten.
Rach den vorläufigen Berichten der Landesarbeitsämter schreitet die Entlastung des Arbeitsmarktes auch seit dem 31. März weiter fort.
Bankensusion in Frankfurt.
3n den gestrigen Aussichtsratssitzungcn der Deutschen Effekten- und Wechsel- Dank und der Deutschen Dereinsbank in Frankfurt a. M. wurde beschlossen, daß in
den auf den 14. Mai einzuberufenden Generalversammlungen die F u s i o n der beiden Institute auf folgender Basis beantragt werden soll: Die Deutsche Dereinsbank K.G. a. A. wird von derDeutschenCffekten-undWech- s e l - D a n k in der Weise übernommen, daß den Anteilseignern der Dereinsbank auf nom. 3000 Mk. Anteile der Dereinsbank exkl. Dividende nom. 2000 Mk. Aktien der Cffektenbank extl. Dividende gewährt werden. Die Anteilseigner der Dereinsbank haben aber auch das Recht, ihre Anteile exkl. Dividende gegen eine Barabfindung von 100 Prozent bei der Effektenbank einzulic- fern. Zur Durchführung der Transaktion erhöht die Effektenbank ihr Kapital um nom. 5 Mill. Mark. Tie darüber hinaus zum Amtausch notwendigen Aktien werden der Dank von befreundeter Seite xuc Verfügung gestellt. Der anläßlich der Transattivn bei der Effektenbank entstehende Buchgewinn von 4.825 Mill. Mk. wird den offenen Reserven zugefühct. Diese steigen zuzüglich einer aus dem Dortrag entnommenen Spitze auf 7 Mill. Mk., so daß die insgesamt offen ausgewiesenen Mittel der Bank 22 Mill. Mk. betragen. Cs ist vereinbart, daß die Mitglieder des Aufsichtsrats der Verein-bank zur Zuwahl in den Aufsichtsrat der Effektenbank vorgefchla- gen werden mit der Maßgabe, daß die seither in beiden Aufsichtsräten vertretenen Firmen nur durch ein Mitglied vertreten sein sollen. Der bisherige Aufsichtsratsvvrsitzende der Vereinsbank, Julius Wertheimber, soll zum stellvertretenden Aufsichlscatsvorfitzenden der Effektenbank gewählt werden. Die bisherigen Geschäftsinhaber der Vereinsbank treten als ordentliche Mitglieder in den Vorstand der Effektenbank ein. Der Abbau der Angestellten wird, soweit notwendig, unter tunlichster Vermeidung von Härten vorgenommen werden.
* Deutsche Vereinsbank K. G. a. A., Frankfurt a. M. Rach dem Bericht hat das Kontokorrentgeschäft im Iahre 1928 durch Aufnahme neuer Verbindungen wesentlich an Ausdehnung zugenommen, während das Emissionsgeschäft sich etwa auf Vorjahcshöhe hielt. Vereinnahmt wurden (alles in Mill. Mark) aus Zinsen 1.10 (0.94), aus Provisionen 0.89 (0.87) und aus Effekten 0.31 (0.29). Andererseits stiegen Ankosten trotz weiteren Abbaues infolge Zahlung von Abfindungen an ausscheidende langjährige Mitarbeiter auf 1.44 (138) und Steuern auf 0.278 (0.235). Durch Vornahme innerer Abschreibungen und Rückstellungen habe man der kritischen Wirtschaftslage Rechnung getragen. Aus dem Reingewinn von 689119 (670 262) Mark sollen wieder 5 Prozent Dividende verteilt, wieder 100 000 Mk. der Reserve zugeführt, 15 000 (20 239) Mark an Tantiemen ausgeschüttet und 124119 (100 222) Mark vor- getragen werden.
* OrensteinL Koppel-A.-G. Der Aufsichtsrat beschloß, die Generalversammlung auf den 14. Mai einzuberufen. Laut Bilanz für 1928 betragen die Abschreibungen auf Anlagen 3 637 965 (im Vorjahre 930 512) Mark. In diesem Betrage ist eine Sonderabschreibung auf Maschinenkonto von 3 Millionen Mark (herrührend aus im Jahre 1928 der Gesellschaft aus der amerikanischen Freigabeforderung zugeflossenen, sich auf rund 3,3 Millionen Mark belaufenden Betröge) enthalten. Einschließlich 167 927 Mark Bortraq steht ein Reingewinn von 2 727 525 (2 024 506) Mark zur Verfügung, woraus 7 v. H. Dividende auf 480 000 Mark Vorzugsaktien, 6 (5) v. H. auf 36 Millionen Stammaktien verteilt, 300 000 (—) Mark der Benno-Orenstein-Stiftung zugesährt und 187 967 Mark vorgetragen werden sollen.
* Vereinigte Glanz st offabriken- A. - G., Elberfeld schlagen nach 6,9 Millionen Mark Abschreibungen (im Vorjahre 4,7 Millionen) wiederum 18 v. H. Dividende vor.
* Bayerische Staatsbank München. Im Geschäftsjahr 1928 wurde ein Reingewinn von 5,36 Millionen Mark erzielt. An Zinsen wurden in laufender Rechnung 17,74 Millionen, an Provisionen 4,56 Millionen vereinnahmt. Im Wechselver- kehr hat sich ein Gewinn von 7,46 Millionen, aus Wertpapieren ein solcher von 1,76 Millionen Mark ergeben. In laufender Rechnung wurden Zinsen mit 19,09 Millionen vergütet. Die Verwaltungsunkosten erforderten 6,88 Millionen Mark.
* Bayerische Motorenwerke A.-G., München. In der Aufsichtsratssihung der Bayerischen Motorenwerke A.-G. München wurde die Bilanz für 1928 genehmigt. Diese umfaßt erstmalig auch die Zweigniederlassung Eisenach (vormals Fahrzeugfabrik Eisenach), welche sich seit dem 1. Oktober 1928 im Besitz der Gesellschaft befindet, und zeigt demzufolge durchweg erhöhte Zahlen. Der für den 22. Mai nach München ein- zuberufendcn G.-V. soll vorgeschlagen werden, aus dem nach 1 848 302 (i. D. 925 899) Mark Ab
schreibungen verbleibenden Reingewinn von 2 809 385 (i. V. 1 911 926) Mark einschließlich Vortrag dem ordentlichen Reservefonds 300 000 Mark zuzuweisen, wodurch dieser auf 2 700 000 Mark steigt, und eine Dividende von 14 Prozent auf das erhöhte Aktienkapital von 16 Millionen Mark (i. V. 14 Prozent auf 10 Millionen) aus- zuschütten. Der Rest von 159 384 (i. V. 156 662) Mark soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
* Commerz- und Privat-Bank A.-G., Hamburg. In der G.-V. entwickelte sich die übliche, recht ausgedehnte sozialpolitische Debatte. Der Angestelltenvertreter Marx formulierte seine Forderungen in zwei Anträgen, wonach aus dem Gewinn von 1928 dem Reservefonds nur 1,5 Mill, statt 2,5 Mill. Mk. überwiesen und der so gewonnene Betrag von 1 Mill. Mk. als Abschlußgratifikation an die Angestellten verteilt werden solle. Ferner solle zur Vermeidung von Härten aus eventuell nötig werdendem weiteren Abbau 1 Mill. Mk. zwecks Abfindungen bereitgestellt werden. Beide Anträge wurden abgelchnt. Der Geschäftsgang im neuen Iah re sei einigermaßen befriedigend. Die Dividende wurde auf 11 Prozent festgesetzt.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 17. April. (Eigner Drahtbericht des „Gieß. Anz.") Tendenz: freundlich. Rachdem noch im heutigen Vormittagsverkehr im Anschluß an die gedrückte Stimmung der gestrigen Abendbörse die Haltung weiter lustlos war, machte sich zu Beginn der heutigen Börse eine allgemeine Beruhigung bemerkbar. Hinsichtlich der Pariser Verhandlungen war man optimistischer gestimmt, da bei der heutigen Vollsitzung endlich ein d e u t- schesMemorandum vorgelegt werden wird, und man hofft, daß auf dieser Grundlage die Verhandlungen weitergesührt und zu einem erträglichen Abschluß gelangen werden. Auch nahm das Geschäft in Spezi al werten wieder lebhaftere Formen an, da sich infolge der günstigeren Auffassung der allgemeinen Situation die Spekulation, sowie das Ausland etwas reger am Geschäft beteiligten. Zur zuversichtlicheren Stimmung trug noch der weitere Rückgang der Arbeitslosigkeit im Reiche bei. Auch machen sich Anzeichen, wenn auch nur in bescheidenem Maße, einer internationalen Geld- markterleichterung bemerkbar. Dem schwankenden Verlauf der gestrigen Reuyorler Börse wurde auf der anderen Seite kaum Beachtung beigemessen. Die Tendenz war freundlich, und es traten gegenüber der gestrigen Abendbörse Besserungen bis zu 2 Proz. ein, für bevorzugte Werte darüber. Im Vordergründe des Interesses standen Elektrowerte. Bei lebhafterem Umsätze gewannen Siemens 3,75, Schuckert 3,5, Licht und Kraft 3 und Bergmann 2,5 Proz. Vernachlässigt lagen dagegen Chade-A't'.en mit minus 1 Mk. Rachsrage bestand noch für Laurahätte mit plus 3 Proz.: sonst waren die Umsätze am Montanmarkt sehr bescheiden, nur Mannesmann und Ilse Bergbau, die bis 1.5 Proz. höher eröffneten, waren noch gesucht. Kaliaktien bis 3 Proz. höher. Der Farbenmarkt schloß sich nur z"aernd der Aufwärtsbewegung an. Farben gaben zur ersten Rotiz 3 und Schei'oeanstalt 1,5 P.oz. nach. Dankwerte waren zumeist bis 1,5 Proz. gebessert. Eine Ausnahme machten hier Reichsbankanteile, die bei lebhafter Rachfrage mit einem Gewinn von 3,5 Prozent aus dem Markt genommen wurden. Schiffahrtsaktien uneinheitlich. Am Automarkt waren Daimler leichter gedrückt. Von internationalen Werten bestand noch für Svenska mit plus 6 Mark etwas regere Rachfrage. Auch Kupferwerte waren auf höhere Londoner Kupferpreise gesucht, und Mansfelder gewannen etwa 2,5 Prozent. Zellstoffpapiere bis 1,5 Prozent abgeschwächt. Renten still. Deutsche Anleihen eher angeboten und leicht gedrückt. Im Verlaufe wurde das Geschäft im großen und ganzen wieder ruhiger, doch bestand für Spzialwerte weiter Interesse. Das Kursnivcau konnte sich bei diesen Papieren weiter bis zu 1,5 Prozent heben. Bergmann plus 3 Prozent. Später traten auf Gewinnsicherungen verschiedentlich Schwankungen ein, die Kursgestaltung war daher uneinheitlich. Am Geldmarkt trat für Tagesgeld mit 6,25 Prozent eine Erleichterung ein. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2175, gegen Pfund 20,476, London-Kabel 4,8540, gegen Paris 124,26, gegen Mailand 92,70, gegen Madrid 32,75, gegen Holland 11,0825.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 17. April. Infolge der schwächeren Auslandsnotierungen, die allgemein auf die Stimmung drückten, verkehrte der heutige Produktenmarkt in schwacher Haltung. Das Angebot wurde infolge dieser Lage größer und die Provinz gab in ihren Forderungen beträchtlich nach. So waren besonders Brotgetreide bei stärkerem Angebot bis 0,25 Mk. niedriger. Auch am
Futtermittelmarkt zeigte sich größeres Angebot, so daß auch hier Abschwächungen im Ausmaße bis zu 0,25 Mk. eintraten. Das Mehlgeschäft war schleppend, doch blieben die Preise des wenig vorhandenen Materials gut behauptet. Es wurden notiert: Weizen 1, gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 23,75; Roggen 22,75, Sommergerste für Brauzwecke 24; Hafer, inländischer, 24,00—24,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 22,50 bis 22,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 33,00—33,50; Roggenmehl 30,00—31,00; Weizcn- kleie 13,50; Roggenkleie 14,25—14,50. Tendenz: schwach.
Frankfurter Pserdemarkt.
Frankfurt a. M., 16. April. Der heutige Pferdemarkt war mit 627 Pferden und 67 Wagen befahren. Der Handel setzte bereits in aller Frühe ein, und der erzielte Umsatz war größer als aus den Märkten in den Vormonaten. Die Preise bewegten sich etwa in den folgenden Grenzen: mittelschwere Arbeitspferde belgischen Schlages 1100 bis 1300 Mk., leichtere Arbeitspferde 750 bis 950 Mk. und Laufpferde 400 bis 600 Mk. Einzelne Tiere wurden auch zu Preisen über Rotiz gehandelt. Gesucht waren Schlachtpferde, besonders junge fette Ware. Bezahlt wurde für erste Qualität 42,50 Mk. je 50 Kilo und für zweite Qualität 37,50 Mk. Der nächste Pferdemarkt findet am 13. Mai statt.
Frankfurter Eiergrotzhandelspreise.
Frankfurt a. M., 16. April. Die kalte Witterung, in deren Zusammenhang die Preise für Gemüse, daS für Eiermahlzeiten in Betracht kommt, ziemlich hoch sind, blieb nicht ohne Einfluß auf den Eierabsatz. Obwohl sich die Eierpreise weiter senken konnten, erfuhr das Geschäft keine besondere Belebung. Die Großabnehmer sind daher sehr zurückhaltend, und die Stimmung ist flau. Das Angebot von Inland- sowie von Auslandseite ist sehr stark. Preise waren wie folgt zu hören: Deutsche Sier: 1. Vollfrische Trinkeier von 52 bis 58 Gramm 8,5 bis 9,25, von 59 bis 65 Gramm 10,75 bis 11, 2. aassortierte, kleine und Schmutzeier 71/2 bis 8 Pf. Aus land ei er: Holländer, Belgier, Italiener und Memelländer von 57 bis 62 Gramm 8,25 bis 9,75, von 63 bis 68 Gramm 10 bis 10,75 Pf. das Stück.
Büchertisch.
— Deutsches Eherecht. Von Rechtsanwalt Dr. A. Marx. Verlag W. Stollfuß, Bonn. Mk. 1,25. (142.). In der volkstümlichen Sammlung „Hilf dir selbst" wird hier von autoritativer Stelle über Verlöbnis, Eingehung der Ehe, Richtigkeit und Anfechtbarkeit, Wirkungen der Ehe, Güterrecht und Ehescheidung in gemeinverständlicher Weise alles gesagt, was jeder wissen sollte, gleichviel ob Verlobung bzw. Heirat bevorsteht oder letztere bereits erfolgt ist. Eine übersichtliche und klare Darstellung der reichsgesetzlichen Bestimmungen.
— Fritz Cronheim, Erweckung und Gefolgschaft im Urchristentum. Band 325 der Weltgeist-Dücher Verlags-Gesellschaft m. b. H., Berlin - Charlottenburg 2 (151). — Richt um der theologischen oder historischen Problematik willen betrachtet und untersucht Cronheim die Vorgänge religiöser Erweckung und Gefolgschaft im frühesten Christentum, sondern, weil er bereits im Akt der Bekehrung das neue Din- dungsprinzip als Keim neuen, staatlichen Lebens erkennt. So erfaßt er — durchweg auf das Wort der Evangelien, der Aprokryphen und der apostolischen Briese gestützt — mit der Gründlichkeit des Philosophen und der Darstellungskraft eines Künstlers Wesen und Werk des Religionsstifters und seiner das christliche Reich entwickelnden nahen und fernen Folger.
Letzte Nachrichten.
Schweres Eisenbahnunglück in Belgien.
B r ü f f e (, 17. April. (TU. Drahtbericht.) Auf der Strecke Brüssel — Mons, dle der Pariser Schnellzug am Mittwochmorgen durchfuhr, ereignete sich ein schweres Eisenbahnunglück. Der Schnellzug fuhr in einen Gülerzug hinein und schob sich durch den Harken Anprall ineinander. Bisher wurden lOToteundZOBerlehte aus den Trümmern geborgen. Bei den verletzten ist der Zustand einer großen Anzahl besorgniserregend. Der belgische Lisenbahnminister ist sofort nach Bekanntgabe des Unglücks an die Unfallstclle, die sich bei h a l (Provinz Brabant) befindet, abgereist.
KurszeiieL der BerSmsr und Krankfurier Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6,5 Prozent, Lombardzinsfuß 7,5 Prozent.
Frankfurt a M.
Berlin
Schluß- Kure
1 Uhr- Kure
Schluß-!Ansang> Stur? I Kurs
Datum
16-4.
17-4.
16 4.
17 4.
6% Dt. Relchsauleihe o. itiz,
87,13
—
87,5
-
Dl. MnL«IMblöL«<sd)ulb mit AuL
lvs.-Rechlen
53,7
—
53,7
53,75
DeSgl. ohne AuSIos^Rechte .
12
11,95
12
11,8
7% Franks. Hyp.-Bk. Äoldpf. kündbar bis 1932.
UN
89
Rheinische Hhp^Bank ßlau..
©olbpr.. -.........
e.6.@. abg. BorkriegS-Obligatton.
rückzahlbar 1933 • ■
88
—
—
—
4% Schweiz. Bundeilb.-Anl..
—
_
_
_
4% Lilsterreichische Goldrte..
31,25
—
31,7
—
4,20% Lesierr. Silberne. . .
2,9
_
2,9
_
4% Oesterreich, etnhetil. Rte.
—
Hnnm4(d>r ffinlhrtf*. .
24 9
4% Ungarische Staatür. v. 1910
_
2b25
<■/>% desgl. von 1913 . .
—
—
22,13
_
4% Ungansche Kronenrte.. .
2,13
2,1
2,15
2,13
4% Türk. Zollanlethe v. 1911 . .
4% TürNsche Bagdadbahu-Anl..
10,3
10,5
Serie l........
—
—
10,25
10
4% desgl. Serie 11.....
10
_
10
10,25
4% Rumänen convert. Mte. .
8,65
_
l¥*% Rumänen QSolbanL von 1913
17,75
—
17,9
—
Lllg. Deunche Eisenbahn . .
4%
_
_
_
Hamburg-Amerika Paket . .
. b
120,25
120,75
120,5
120,5
Hamb.-Südam. Dampssch. .
. b
Hansa Dampsschiss.....
10
—
—
155,75
155
Rorddeulscher Lloyd ....
. b
—
114,5
114,25
114,25
Allg. Deutsche Creditanlk. . .
10
131
130,9
130,9
Barmer Bankverein ...
10
134
___
134,4
Berliner Handelkgeselisch. . .
12
226,5
227
227,75
227,5
Commerz, und Privat-Bank .
11
201
202,5
200,5
201,75
Darmst. u.Rationalbank . .
12
272,65
270,5
270,25
Deutsche Bonk . . .
10
167
168,25
167,5
168,3
Ditkonto-Gesellschost AM.. .
10
160,25
160,5
160,5
161
Dresdner Bonk - .
10
163
164.25
163 95
164 5
Mitteldeutsche Erebtrdauk . .
. 9
191.25
Melallbank ...... .
. 8
_
12
315
318,25
316,25
318,5
Frankfurt o M.
Ber-in
Schluß.
l-Ubt-
Schluß-
Anfang
fln re
Kurs
Kurs
Kurs
Tatum
16.4.
17.4.
16.4.
17-4.
A.E.tÄ..........
. b
174
175,25
"iTTjT
174
Bergmann........
. 1)
225
227,5
226,5
226,75
Elcktr. Lieferungen .....
10
—
—
168,5
169
Licht und Kraft......
10
217,25
220,25
217,5
220,25
Felten L Guilleaume. » . .
. 6
140
141,75
138,65
141,25
Ges. s. Elektt. Untern.....
10
230
233
231,5
233,75
Hamb. Elektt. Werke ....
10
—-
—
—
—
Lihciii. Elektt........
. 9
—
—
170
210,5
Schlei. Elektt........
10
—
—
211,5
—
Schuckert.........
. 8
242,5
246
242,75
246
Siemens 4 Halske .....
1'2
392
395,75
392,25
393
Transradio . . ......
. 8
—
—
152
152,75
Lahmeyer 4 Co...... .
10
171
170,75
171,25
Buderus...... . .
. 5
—
—
77
—
Deutsche Erdöl ......
. C
124
124,5
124,9
124,5
—
—
123,25
—
Gelsenkirchener ... t. 'A 3. 4
131,5
131,6
132,13
131,6
Harpcner ........
. 6
138
—
138,5
138,75
Hoesch Eisen. .......
. 8
—
124,65
—
3>je Bergbau.......
. 8
214
216
215
—
Klöcknermcrkc .......
—
105,5
106,75
106,13
Köln-Neuessen. ......
. 9
—
123,75
124,5
Mannesmann.......
. b
119
120,25
119
120,5
Mansfelder ........
132,25
134
132,25
132,75
L berfchles. Eifcnb. Bedarf . .
. 'j
—
88,65
88,5
Oberschlef. Koküwerke. . . .
. c
—
—
104,C5
104,5
Phönix Bergbau......
d'/r
94,5
—
95,13
95,25
Rheinische Braunkohlen. . .
10
287
—
287
286,5
Rheinstabl . . s. % Jahr
VA
124
124
124
122,75
Riebcck Montan......
7/2
Bereinigte Stahlw. ....
. C
—
—
92,4
_
Olavi Minen . . .....
2 sh
—
——
66,65
67,4
Kali Aschersleben .....
10
242
244,75
243,75
244,25
Statt Westeregeln......
10
248
248
04 g
Kaliwerk Salzdetfurth ...
1b
376
378
377
377
3 G. Farben-Jnbusttie . . .
12
248
248,75
248,75
248
Dynamit Nobel ......
. 6
116
ScheioeanstaU. ......
. 9
—
166,5
Goldschmidt . ......
. 6
90
90,65
90,75
Nütgerswerke . ......
. 6
93,13
—
93,25
93
MelallgcleUlchaft. . . . . .
11
135
136
135,5
136
Banknoten.
Franlfuri a. M.
Berlin
Schluß- Kurs
1-Unr- Kurs
Schluß. Kur«
Anfang Kurs
Datum
16.4.
17.4.
16.4.
17 4-
Phuipn voizmann......7
125
125
—
—
Heidelberger Gement .... 10
150,75
—
—-
—
Gement Karlstadt ...... 8
179
—
—
—
Waob & Freitag......10
132,25
132
133
—
Schultheis Pahenhofer ... 15
—
—
305,13
304,25
—
—
253
253.5
3er. Glanzstoss......18
463
463
464
462
Bemberg.........14
—
—
361
359,5
Zellstoff Waldhos.....12
——
268,25
269,25
268
Icllslojf Aschaffenburg ... 12
—
189,5
188,75
Eharlottcnbnrgcr Wasser ... 7
—
—
115,75
115,25
Schauer Gas........8
—
—
212
213,75
Daimler Motoren......0
61
60,75
61,25
60,75
Deutsche Maschinen-Fabrik . . 0
54,9
55
Adlcrwerke Ktever......ö
52,25
—
52,75
52,25
Lubw. Loewe..... . 10
—
—
216,5
218,75
Nat. Automobil.......0
—
—
31,25
Orenstein & Koppel.....6
—
—
97,65
96
Leonhard Tiey . ...... 6
—
—
293,5
297,75
Bamag-Meguin ....... 0
_
——
Franlf. Maschinen......6
—
—
61,13
-
0) rinnet...... 11
86,5
_
86,5
_
Heyligenstaedt ....... 0
—
—
—
Fnnghans..........4
70,75
_
71
__-
Lechwerkc....... 8
114
_
_
Mainkraftwerke ...... 8
117
—-
—
Mag........ io
130
_
130
129,5
Nekarfulmer ........ 8
18
_
18,9
Peters Union ........ 8
119
119,25
117,5
_
Gebr. Roeder ....... 10
116,5
_
Voigt & Haesfner......8
213
_
213
Sübd. Zucker...... . 8
152
153
152,5
—
Berlin, 16. April
(Selb
Brief
Ameritani'che 'Jioten.....
4,218
4,238
Belgische Noten........
58,42
58,66
Tonische Noten ........
112,05
112,49
Englische Noten........
20,46
20,54
Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
Berlin 16. April
Geld
«rief
französische 'Jioteii.....
16,43
16,49
Holländische Noten......
168,86
169,54
Italienische Noten ......
22; 08
22,16
Norwegische Noten......
112,16
112,60
Deutsch-Oesterr., 4100 Kronen
59,09
59,33
Rumänische Noten......
2,49
2,51
Schwedische Noten......
112,40
112,84
Schweizer Noten.......
81,15
81,47
Spanische Noten.......
63,46
63,74
Tschechoslowakische Noten ..
12,43
12,49
Ungarische Noten.......
73,20
73;50
16. April
17. April
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung '
Well»
«ncr
(Selb
Brief
Amtt-.Rott.
169,15
169,49
169,22
169,56 '
Bue 11. Aires
1,771
. 1,775 58,625
1.772
1.776
Brff-Antw-
58,505
58,52
58,62
Chrirtiania.
112,56
112,34
112,35
112,57
Kopenhagen
112,32
112,54
112,35
112,57
Stockholm -
112,55
112,77
112,54
112,76
Helnngfors.
10,594
10,614
10,59
10,61
Italien. . .
22,065
22,105
22,06
22,10
London. . .
20,449
20,489
20,452
20,492
WcuDort . .
4,2130
4,2210
4,2130
4,2210
Paris...
16,46
16,50
16,45
16,49
Schweiz . .
81,11
81,27
81,10
81,26
Spanien.
62,74
62,86
62,44
62,56
Japan .. . Rio de Jan
1,875
1,879
1,871
1,875
0,4995
0,5015
0,500
0,502
Wien in D-- Ceft. abgcst
59,02
59,18
59,14
59,26
Prag . . . .
Belgrad . .
12,446
7,421
12,466
12,46
12,48
7,407
7,407
7,421
Budapest. .
73,51
73,37
73,37
73:ä
Bulgarien .
3,053
3,047
3,04
Lissabon . .
Danzig. . .
18,87
18,91
18,85
18,89
81,74
81,90
81,73
81,89
Konst.nlin-
2,074
2,078
2,078
2,082
Athen. . -
5,48
5,49
5,455
5,465
Canada
4,180
4,181
4,177
4,185
Uru uat). .
4,176
4,134
4,166
4,174
Cairo ■ . •
21,02
20,98
20,98
21,02


