Ausgabe 
17.4.1929
 
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Teil aus dem mächtigen Steinblock gehauenen Gefesselten Prometheus" nur dem Zuge ihres Herzens gehorchend, dem Arzte und späteren Pro- feffor M o n g o m e r y als Gattin in die Ar- Wälder des fernen Westens, bis die Wagemutigen nach mancherlei kühner Pionierarbeit in Texas festen Fuß faßten. Künstlerisches Schaffen und segensvolles philanthropisches Wirken erfüllten ihr langes, reiches Leben: auch die Reue Welt kennt und rühmt die Tochter Westfalens unter ihrem deutschen Namen alsMiß Ney".

Als eine Pionierin auch unter ihren euro­päischen Kunstgenossinnen erscheint uns diese tat­kräftige, hohen künstlerischen Zielen zustrebende Frau. And wenn sich auch kaum irgendwelche direkte Fäden von ihr zu den heute nicht mehr als vereinzelte Ausnahmeerscheinungen dastehen­den Bildhauerinnen spinnen, so ist doch das gleiche Dewußtwerden der erwachten Kräfte, der gleiche, alles beherrschende Wille zum großen Ernst und der monumentalen Strenge, der in unseren Tagen eine Käthe Kollwitz immer wieder zur Bildhauerkunst hinzieht, der um nur eine oder die andere Künstlerin hier zu nennen die kraftvollen Skulpturen der Renee S i n t e n i s, Millh Siegers und Emh Roe­ders, die große Porträtkunst der Russin Or­lowa entstehen lieh, während das im Weibe schlummernde ewige Kind, hier gelenkt durch warme Mütterlichkeit, dort durch kapriziös-nervpse Launen, sich auslebt in den Puppenschopfungen Küthe Kruses und Lotte Pritzels.

Tapfere Wegbereiterinnen in ein erst langsam dem Weibe sich erschließendes Reuland, das be­deuten uns diese durch äußere und innere Hem­mungen, aber getragen von einer festen Willens­kraft und dem anspornenden Sehnen nach einem noch unerreichten höchsten Ziel, geschaffen und gestrebt haben im Dienste einer strengen, ernsten ^?ttheit. .

Wirtschaft.

Jteue Goldabgaben Oer Reichsbank.

Die Lage am Devisenmarkt, die auch weiter unter dem Druck des Auslandes steht, hat die Reichsbank gezwungen, erneut durch G o l d a b - gaben in Reuhork zu intervenieren. EZ ist wieder ein Goldaustausch mit der Pariser Roten­bant in Höhe von 8 Mill. Dollar vorgenommen worden, für den ein entsprechender Betrag von Berlin nach Paris überwiesen wird. Da die Devisenansprüche an die Reich ^bank stark blei­ben, so dürften weitere Goldabgaben bevor stehen. Die im letzten Reichsbankaus- weis vom 11. d. M. eingetretene Entlastung ist inzwischen wieder vollständig ausgeglichen wor­den, die Gründe dafür liegen in dem Geldbedarf für Steuerzahlungen und darin, daß die Banken in zunehmendem Maße in der Annahme einer bevorstehenden Diskonterhöhung Wechsel redis­kontieren, um sich noch zu dem jetzigen Diskontsatz einzudecken. Hierzu kommt der Geldbedarf des Reiches, welches den bekannten 150-Mi^lionen- Kontokorrentkredit von den Damen mitt erweile zurü^ezahlt hat. Cs wird also zum Ultimo des Monats beim Reich ein großer Kassenbedarf hervortreten. Besprechungen mit den Banken über die Finanzierung dieses Kassendedarss fin­den bereits statt, jedoch scheint es so, als ob ein neuer Kontokorrentkredit nicht gewährt wird, sondern daß eine Krediterteilung in anderer Form erfolgt. Wie hoch der Betrag ist, den die Reichsfinanzverwaltung braucht, steht noch nicht fest, jedenfalls liegt er aber nicht unter dem Betrage von 150 Mill. Mark.

Entlastung des Arbeitsmarktes.

Rach den jetzt vorliegenden endgültigen Ergeb­nissen der Arbeitsmarktstatistik ist die Zahl der Hauptunter st ühungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung und in der Sonderfürsorge bei berufsüblicher Ar­beitslosigkeit in der Zeit vom 15. März bis 31. März um 440 000 Personen, d. i. um rund 19 Prozent gesunken.' Sie belief sich Ende März auf 1 885 000 Personen, wovon 1 456 000 auf die Arbeitslosenversicherung und 428 000 auf die Sonderfürsorge entfielen. 3n der Krisen- unterstühung ist eine kleine Zunahme der Anterstützten von 177 000 auf 192 000 ein­getreten.

Rach den vorläufigen Berichten der Landes­arbeitsämter schreitet die Entlastung des Ar­beitsmarktes auch seit dem 31. März weiter fort.

Bankensusion in Frankfurt.

3n den gestrigen Aussichtsratssitzungcn der Deutschen Effekten- und Wechsel- Dank und der Deutschen Dereinsbank in Frankfurt a. M. wurde beschlossen, daß in

den auf den 14. Mai einzuberufenden General­versammlungen die F u s i o n der beiden Institute auf folgender Basis beantragt werden soll: Die Deutsche Dereinsbank K.G. a. A. wird von derDeutschenCffekten-undWech- s e l - D a n k in der Weise übernommen, daß den Anteilseignern der Dereinsbank auf nom. 3000 Mk. Anteile der Dereinsbank exkl. Dividende nom. 2000 Mk. Aktien der Cffektenbank extl. Dividende gewährt werden. Die Anteilseigner der Dereinsbank haben aber auch das Recht, ihre Anteile exkl. Dividende gegen eine Barabfindung von 100 Prozent bei der Effektenbank einzulic- fern. Zur Durchführung der Transaktion erhöht die Effektenbank ihr Kapital um nom. 5 Mill. Mark. Tie darüber hinaus zum Amtausch not­wendigen Aktien werden der Dank von befreun­deter Seite xuc Verfügung gestellt. Der anläßlich der Transattivn bei der Effektenbank entstehende Buchgewinn von 4.825 Mill. Mk. wird den offe­nen Reserven zugefühct. Diese steigen zuzüglich einer aus dem Dortrag entnommenen Spitze auf 7 Mill. Mk., so daß die insgesamt offen aus­gewiesenen Mittel der Bank 22 Mill. Mk. be­tragen. Cs ist vereinbart, daß die Mitglieder des Aufsichtsrats der Verein-bank zur Zuwahl in den Aufsichtsrat der Effektenbank vorgefchla- gen werden mit der Maßgabe, daß die seither in beiden Aufsichtsräten vertretenen Firmen nur durch ein Mitglied vertreten sein sollen. Der bis­herige Aufsichtsratsvvrsitzende der Vereinsbank, Julius Wertheimber, soll zum stellvertre­tenden Aufsichlscatsvorfitzenden der Effektenbank gewählt werden. Die bisherigen Geschäftsin­haber der Vereinsbank treten als ordentliche Mitglieder in den Vorstand der Effektenbank ein. Der Abbau der Angestellten wird, soweit notwendig, unter tunlichster Vermeidung von Härten vorgenommen werden.

* Deutsche Vereinsbank K. G. a. A., Frankfurt a. M. Rach dem Bericht hat das Kontokorrentgeschäft im Iahre 1928 durch Auf­nahme neuer Verbindungen wesentlich an Aus­dehnung zugenommen, während das Emissions­geschäft sich etwa auf Vorjahcshöhe hielt. Ver­einnahmt wurden (alles in Mill. Mark) aus Zinsen 1.10 (0.94), aus Provisionen 0.89 (0.87) und aus Effekten 0.31 (0.29). Andererseits stie­gen Ankosten trotz weiteren Abbaues infolge Zahlung von Abfindungen an ausscheidende langjährige Mitarbeiter auf 1.44 (138) und Steuern auf 0.278 (0.235). Durch Vornahme innerer Abschreibungen und Rückstellungen habe man der kritischen Wirtschaftslage Rechnung ge­tragen. Aus dem Reingewinn von 689119 (670 262) Mark sollen wieder 5 Prozent Divi­dende verteilt, wieder 100 000 Mk. der Reserve zugeführt, 15 000 (20 239) Mark an Tantiemen ausgeschüttet und 124119 (100 222) Mark vor- getragen werden.

* OrensteinL Koppel-A.-G. Der Auf­sichtsrat beschloß, die Generalversammlung auf den 14. Mai einzuberufen. Laut Bilanz für 1928 betra­gen die Abschreibungen auf Anlagen 3 637 965 (im Vorjahre 930 512) Mark. In diesem Betrage ist eine Sonderabschreibung auf Maschinenkonto von 3 Millionen Mark (herrührend aus im Jahre 1928 der Gesellschaft aus der amerikanischen Freigabe­forderung zugeflossenen, sich auf rund 3,3 Millionen Mark belaufenden Betröge) enthalten. Einschließlich 167 927 Mark Bortraq steht ein Reingewinn von 2 727 525 (2 024 506) Mark zur Verfügung, woraus 7 v. H. Dividende auf 480 000 Mark Vorzugsaktien, 6 (5) v. H. auf 36 Millionen Stammaktien verteilt, 300 000 () Mark der Benno-Orenstein-Stiftung zugesährt und 187 967 Mark vorgetragen werden sollen.

* Vereinigte Glanz st offabriken- A. - G., Elberfeld schlagen nach 6,9 Millionen Mark Abschreibungen (im Vorjahre 4,7 Millionen) wiederum 18 v. H. Dividende vor.

* Bayerische Staatsbank München. Im Geschäftsjahr 1928 wurde ein Reingewinn von 5,36 Millionen Mark erzielt. An Zinsen wurden in laufender Rechnung 17,74 Millionen, an Provisio­nen 4,56 Millionen vereinnahmt. Im Wechselver- kehr hat sich ein Gewinn von 7,46 Millionen, aus Wertpapieren ein solcher von 1,76 Millionen Mark ergeben. In laufender Rechnung wurden Zinsen mit 19,09 Millionen vergütet. Die Verwaltungs­unkosten erforderten 6,88 Millionen Mark.

* Bayerische Motorenwerke A.-G., München. In der Aufsichtsratssihung der Bayerischen Motorenwerke A.-G. München wurde die Bilanz für 1928 genehmigt. Diese umfaßt erst­malig auch die Zweigniederlassung Eisenach (vor­mals Fahrzeugfabrik Eisenach), welche sich seit dem 1. Oktober 1928 im Besitz der Gesellschaft befindet, und zeigt demzufolge durchweg erhöhte Zahlen. Der für den 22. Mai nach München ein- zuberufendcn G.-V. soll vorgeschlagen werden, aus dem nach 1 848 302 (i. D. 925 899) Mark Ab­

schreibungen verbleibenden Reingewinn von 2 809 385 (i. V. 1 911 926) Mark einschließlich Vortrag dem ordentlichen Reservefonds 300 000 Mark zuzuweisen, wodurch dieser auf 2 700 000 Mark steigt, und eine Dividende von 14 Prozent auf das erhöhte Aktienkapital von 16 Millionen Mark (i. V. 14 Prozent auf 10 Millionen) aus- zuschütten. Der Rest von 159 384 (i. V. 156 662) Mark soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

* Commerz- und Privat-Bank A.-G., Hamburg. In der G.-V. entwickelte sich die übliche, recht ausgedehnte sozialpolitische Debatte. Der Angestelltenvertreter Marx formulierte seine Forderungen in zwei Anträgen, wonach aus dem Gewinn von 1928 dem Reservefonds nur 1,5 Mill, statt 2,5 Mill. Mk. überwiesen und der so gewonnene Betrag von 1 Mill. Mk. als Ab­schlußgratifikation an die Angestellten verteilt werden solle. Ferner solle zur Vermeidung von Härten aus eventuell nötig werdendem weiteren Abbau 1 Mill. Mk. zwecks Abfindungen bereit­gestellt werden. Beide Anträge wurden abgelchnt. Der Geschäftsgang im neuen Iah re sei einiger­maßen befriedigend. Die Dividende wurde auf 11 Prozent festgesetzt.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 17. April. (Eigner Drahtbe­richt desGieß. Anz.") Tendenz: freundlich. Rachdem noch im heutigen Vormittagsverkehr im Anschluß an die gedrückte Stimmung der gestrigen Abendbörse die Haltung weiter lust­los war, machte sich zu Beginn der heutigen Börse eine allgemeine Beruhigung be­merkbar. Hinsichtlich der Pariser Ver­handlungen war man optimistischer gestimmt, da bei der heutigen Vollsitzung endlich ein d e u t- schesMemorandum vorgelegt werden wird, und man hofft, daß auf dieser Grundlage die Verhandlungen weitergesührt und zu einem er­träglichen Abschluß gelangen werden. Auch nahm das Geschäft in Spezi al werten wie­der lebhaftere Formen an, da sich in­folge der günstigeren Auffassung der allgemeinen Situation die Spekulation, sowie das Ausland etwas reger am Geschäft beteiligten. Zur zu­versichtlicheren Stimmung trug noch der wei­tere Rückgang der Arbeitslosigkeit im Reiche bei. Auch machen sich Anzeichen, wenn auch nur in bescheidenem Maße, einer internationalen Geld- markterleichterung bemerkbar. Dem schwankenden Verlauf der gestrigen Reuyorler Börse wurde auf der anderen Seite kaum Beachtung beige­messen. Die Tendenz war freundlich, und es traten gegenüber der gestrigen Abendbörse Besse­rungen bis zu 2 Proz. ein, für bevorzugte Werte darüber. Im Vordergründe des Interesses stan­den Elektrowerte. Bei lebhafterem Umsätze ge­wannen Siemens 3,75, Schuckert 3,5, Licht und Kraft 3 und Bergmann 2,5 Proz. Vernachlässigt lagen dagegen Chade-A't'.en mit minus 1 Mk. Rachsrage bestand noch für Laurahätte mit plus 3 Proz.: sonst waren die Umsätze am Montan­markt sehr bescheiden, nur Mannesmann und Ilse Bergbau, die bis 1.5 Proz. höher eröffneten, waren noch gesucht. Kaliaktien bis 3 Proz. höher. Der Farbenmarkt schloß sich nur z"aernd der Auf­wärtsbewegung an. Farben gaben zur ersten Rotiz 3 und Schei'oeanstalt 1,5 P.oz. nach. Dank­werte waren zumeist bis 1,5 Proz. gebessert. Eine Ausnahme machten hier Reichsbankanteile, die bei lebhafter Rachfrage mit einem Gewinn von 3,5 Prozent aus dem Markt genommen wurden. Schiffahrtsaktien uneinheitlich. Am Automarkt waren Daimler leichter gedrückt. Von internatio­nalen Werten bestand noch für Svenska mit plus 6 Mark etwas regere Rachfrage. Auch Kupfer­werte waren auf höhere Londoner Kupferpreise gesucht, und Mansfelder gewannen etwa 2,5 Pro­zent. Zellstoffpapiere bis 1,5 Prozent abgeschwächt. Renten still. Deutsche Anleihen eher angeboten und leicht gedrückt. Im Verlaufe wurde das Ge­schäft im großen und ganzen wieder ruhiger, doch bestand für Spzialwerte weiter Interesse. Das Kursnivcau konnte sich bei diesen Papieren weiter bis zu 1,5 Prozent heben. Bergmann plus 3 Pro­zent. Später traten auf Gewinnsicherungen ver­schiedentlich Schwankungen ein, die Kursgestaltung war daher uneinheitlich. Am Geldmarkt trat für Tagesgeld mit 6,25 Prozent eine Erleichterung ein. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2175, gegen Pfund 20,476, London-Kabel 4,8540, gegen Paris 124,26, gegen Mailand 92,70, gegen Madrid 32,75, gegen Holland 11,0825.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 17. April. Infolge der schwächeren Auslandsnotierungen, die allgemein auf die Stimmung drückten, verkehrte der heutige Produktenmarkt in schwacher Haltung. Das An­gebot wurde infolge dieser Lage größer und die Provinz gab in ihren Forderungen beträchtlich nach. So waren besonders Brotgetreide bei stär­kerem Angebot bis 0,25 Mk. niedriger. Auch am

Futtermittelmarkt zeigte sich größeres Angebot, so daß auch hier Abschwächungen im Ausmaße bis zu 0,25 Mk. eintraten. Das Mehlgeschäft war schleppend, doch blieben die Preise des we­nig vorhandenen Materials gut behauptet. Es wurden notiert: Weizen 1, gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 23,75; Roggen 22,75, Som­mergerste für Brauzwecke 24; Hafer, inländischer, 24,0024,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 22,50 bis 22,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 33,0033,50; Roggenmehl 30,0031,00; Weizcn- kleie 13,50; Roggenkleie 14,2514,50. Tendenz: schwach.

Frankfurter Pserdemarkt.

Frankfurt a. M., 16. April. Der heutige Pferdemarkt war mit 627 Pferden und 67 Wagen befahren. Der Handel setzte bereits in aller Frühe ein, und der erzielte Umsatz war größer als aus den Märkten in den Vormonaten. Die Preise bewegten sich etwa in den folgenden Grenzen: mittelschwere Arbeitspferde belgischen Schlages 1100 bis 1300 Mk., leichtere Arbeitspferde 750 bis 950 Mk. und Laufpferde 400 bis 600 Mk. Einzelne Tiere wurden auch zu Preisen über Rotiz gehandelt. Gesucht waren Schlachtpferde, besonders junge fette Ware. Bezahlt wurde für erste Qualität 42,50 Mk. je 50 Kilo und für zweite Qualität 37,50 Mk. Der nächste Pferde­markt findet am 13. Mai statt.

Frankfurter Eiergrotzhandelspreise.

Frankfurt a. M., 16. April. Die kalte Witterung, in deren Zusammenhang die Preise für Gemüse, daS für Eiermahlzeiten in Betracht kommt, ziemlich hoch sind, blieb nicht ohne Ein­fluß auf den Eierabsatz. Obwohl sich die Eier­preise weiter senken konnten, erfuhr das Ge­schäft keine besondere Belebung. Die Groß­abnehmer sind daher sehr zurückhaltend, und die Stimmung ist flau. Das Angebot von Inland- sowie von Auslandseite ist sehr stark. Preise waren wie folgt zu hören: Deutsche Sier: 1. Vollfrische Trinkeier von 52 bis 58 Gramm 8,5 bis 9,25, von 59 bis 65 Gramm 10,75 bis 11, 2. aassortierte, kleine und Schmutzeier 71/2 bis 8 Pf. Aus land ei er: Holländer, Belgier, Italiener und Memelländer von 57 bis 62 Gramm 8,25 bis 9,75, von 63 bis 68 Gramm 10 bis 10,75 Pf. das Stück.

Büchertisch.

Deutsches Eherecht. Von Rechtsan­walt Dr. A. Marx. Verlag W. Stollfuß, Bonn. Mk. 1,25. (142.). In der volkstümlichen Samm­lungHilf dir selbst" wird hier von autoritativer Stelle über Verlöbnis, Eingehung der Ehe, Rich­tigkeit und Anfechtbarkeit, Wirkungen der Ehe, Güterrecht und Ehescheidung in gemeinverständ­licher Weise alles gesagt, was jeder wissen sollte, gleichviel ob Verlobung bzw. Heirat bevorsteht oder letztere bereits erfolgt ist. Eine übersicht­liche und klare Darstellung der reichsgesetzlichen Bestimmungen.

Fritz Cronheim, Erweckung und Gefolgschaft im Urchristentum. Band 325 der Weltgeist-Dücher Verlags-Gesellschaft m. b. H., Berlin - Charlottenburg 2 (151). Richt um der theologischen oder historischen Proble­matik willen betrachtet und untersucht Cronheim die Vorgänge religiöser Erweckung und Gefolg­schaft im frühesten Christentum, sondern, weil er bereits im Akt der Bekehrung das neue Din- dungsprinzip als Keim neuen, staatlichen Le­bens erkennt. So erfaßt er durchweg auf das Wort der Evangelien, der Aprokryphen und der apostolischen Briese gestützt mit der Gründ­lichkeit des Philosophen und der Darstellungs­kraft eines Künstlers Wesen und Werk des Religionsstifters und seiner das christliche Reich entwickelnden nahen und fernen Folger.

Letzte Nachrichten.

Schweres Eisenbahnunglück in Belgien.

B r ü f f e (, 17. April. (TU. Drahtbericht.) Auf der Strecke Brüssel Mons, dle der Pariser Schnellzug am Mittwochmorgen durchfuhr, ereignete sich ein schweres Eisenbahnunglück. Der Schnellzug fuhr in einen Gülerzug hinein und schob sich durch den Harken Anprall ineinander. Bisher wurden lOToteundZOBerlehte aus den Trümmern geborgen. Bei den verletzten ist der Zustand einer großen Anzahl besorgniserregend. Der belgische Lisenbahnminister ist sofort nach Bekanntgabe des Unglücks an die Unfallstclle, die sich bei h a l (Pro­vinz Brabant) befindet, abgereist.

KurszeiieL der BerSmsr und Krankfurier Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6,5 Prozent, Lombardzinsfuß 7,5 Prozent.

Frankfurt a M.

Berlin

Schluß- Kure

1 Uhr- Kure

Schluß-!Ansang> Stur? I Kurs

Datum

16-4.

17-4.

16 4.

17 4.

6% Dt. Relchsauleihe o. itiz,

87,13

87,5

-

Dl. MnL«IMblöL«<sd)ulb mit AuL

lvs.-Rechlen

53,7

53,7

53,75

DeSgl. ohne AuSIos^Rechte .

12

11,95

12

11,8

7% Franks. Hyp.-Bk. Äoldpf. kündbar bis 1932.

UN

89

Rheinische Hhp^Bank ßlau..

©olbpr.. -.........

e.6.@. abg. BorkriegS-Obligatton.

rückzahlbar 1933

88

4% Schweiz. Bundeilb.-Anl..

_

_

_

4% Lilsterreichische Goldrte..

31,25

31,7

4,20% Lesierr. Silberne. . .

2,9

_

2,9

_

4% Oesterreich, etnhetil. Rte.

Hnnm4(d>r ffinlhrtf*. .

24 9

4% Ungarische Staatür. v. 1910

_

2b25

</>% desgl. von 1913 . .

22,13

_

4% Ungansche Kronenrte.. .

2,13

2,1

2,15

2,13

4% Türk. Zollanlethe v. 1911 . .

4% TürNsche Bagdadbahu-Anl..

10,3

10,5

Serie l........

10,25

10

4% desgl. Serie 11.....

10

_

10

10,25

4% Rumänen convert. Mte. .

8,65

_

*% Rumänen QSolbanL von 1913

17,75

17,9

Lllg. Deunche Eisenbahn . .

4%

_

_

_

Hamburg-Amerika Paket . .

. b

120,25

120,75

120,5

120,5

Hamb.-Südam. Dampssch. .

. b

Hansa Dampsschiss.....

10

155,75

155

Rorddeulscher Lloyd ....

. b

114,5

114,25

114,25

Allg. Deutsche Creditanlk. . .

10

131

130,9

130,9

Barmer Bankverein ...

10

134

___

134,4

Berliner Handelkgeselisch. . .

12

226,5

227

227,75

227,5

Commerz, und Privat-Bank .

11

201

202,5

200,5

201,75

Darmst. u.Rationalbank . .

12

272,65

270,5

270,25

Deutsche Bonk . . .

10

167

168,25

167,5

168,3

Ditkonto-Gesellschost AM.. .

10

160,25

160,5

160,5

161

Dresdner Bonk - .

10

163

164.25

163 95

164 5

Mitteldeutsche Erebtrdauk . .

. 9

191.25

Melallbank ...... .

. 8

_

12

315

318,25

316,25

318,5

Frankfurt o M.

Ber-in

Schluß.

l-Ubt-

Schluß-

Anfang

fln re

Kurs

Kurs

Kurs

Tatum

16.4.

17.4.

16.4.

17-4.

A.E...........

. b

174

175,25

"iTTjT

174

Bergmann........

. 1)

225

227,5

226,5

226,75

Elcktr. Lieferungen .....

10

168,5

169

Licht und Kraft......

10

217,25

220,25

217,5

220,25

Felten L Guilleaume. » . .

. 6

140

141,75

138,65

141,25

Ges. s. Elektt. Untern.....

10

230

233

231,5

233,75

Hamb. Elektt. Werke ....

10

-

Lihciii. Elektt........

. 9

170

210,5

Schlei. Elektt........

10

211,5

Schuckert.........

. 8

242,5

246

242,75

246

Siemens 4 Halske .....

1'2

392

395,75

392,25

393

Transradio . . ......

. 8

152

152,75

Lahmeyer 4 Co...... .

10

171

170,75

171,25

Buderus...... . .

. 5

77

Deutsche Erdöl ......

. C

124

124,5

124,9

124,5

123,25

Gelsenkirchener ... t. 'A 3. 4

131,5

131,6

132,13

131,6

Harpcner ........

. 6

138

138,5

138,75

Hoesch Eisen. .......

. 8

124,65

3>je Bergbau.......

. 8

214

216

215

Klöcknermcrkc .......

105,5

106,75

106,13

Köln-Neuessen. ......

. 9

123,75

124,5

Mannesmann.......

. b

119

120,25

119

120,5

Mansfelder ........

132,25

134

132,25

132,75

L berfchles. Eifcnb. Bedarf . .

. 'j

88,65

88,5

Oberschlef. Koküwerke. . . .

. c

104,C5

104,5

Phönix Bergbau......

d'/r

94,5

95,13

95,25

Rheinische Braunkohlen. . .

10

287

287

286,5

Rheinstabl . . s. % Jahr

VA

124

124

124

122,75

Riebcck Montan......

7/2

Bereinigte Stahlw. ....

. C

92,4

_

Olavi Minen . . .....

2 sh

66,65

67,4

Kali Aschersleben .....

10

242

244,75

243,75

244,25

Statt Westeregeln......

10

248

248

04 g

Kaliwerk Salzdetfurth ...

1b

376

378

377

377

3 G. Farben-Jnbusttie . . .

12

248

248,75

248,75

248

Dynamit Nobel ......

. 6

116

ScheioeanstaU. ......

. 9

166,5

Goldschmidt . ......

. 6

90

90,65

90,75

Nütgerswerke . ......

. 6

93,13

93,25

93

MelallgcleUlchaft. . . . . .

11

135

136

135,5

136

Banknoten.

Franlfuri a. M.

Berlin

Schluß- Kurs

1-Unr- Kurs

Schluß. Kur«

Anfang Kurs

Datum

16.4.

17.4.

16.4.

17 4-

Phuipn voizmann......7

125

125

Heidelberger Gement .... 10

150,75

-

Gement Karlstadt ...... 8

179

Waob & Freitag......10

132,25

132

133

Schultheis Pahenhofer ... 15

305,13

304,25

253

253.5

3er. Glanzstoss......18

463

463

464

462

Bemberg.........14

361

359,5

Zellstoff Waldhos.....12

268,25

269,25

268

Icllslojf Aschaffenburg ... 12

189,5

188,75

Eharlottcnbnrgcr Wasser ... 7

115,75

115,25

Schauer Gas........8

212

213,75

Daimler Motoren......0

61

60,75

61,25

60,75

Deutsche Maschinen-Fabrik . . 0

54,9

55

Adlcrwerke Ktever......ö

52,25

52,75

52,25

Lubw. Loewe..... . 10

216,5

218,75

Nat. Automobil.......0

31,25

Orenstein & Koppel.....6

97,65

96

Leonhard Tiey . ...... 6

293,5

297,75

Bamag-Meguin ....... 0

_

Franlf. Maschinen......6

61,13

-

0) rinnet...... 11

86,5

_

86,5

_

Heyligenstaedt ....... 0

Fnnghans..........4

70,75

_

71

__-

Lechwerkc....... 8

114

_

_

Mainkraftwerke ...... 8

117

-

Mag........ io

130

_

130

129,5

Nekarfulmer ........ 8

18

_

18,9

Peters Union ........ 8

119

119,25

117,5

_

Gebr. Roeder ....... 10

116,5

_

Voigt & Haesfner......8

213

_

213

Sübd. Zucker...... . 8

152

153

152,5

Berlin, 16. April

(Selb

Brief

Ameritani'che 'Jioten.....

4,218

4,238

Belgische Noten........

58,42

58,66

Tonische Noten ........

112,05

112,49

Englische Noten........

20,46

20,54

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

Berlin 16. April

Geld

«rief

französische 'Jioteii.....

16,43

16,49

Holländische Noten......

168,86

169,54

Italienische Noten ......

22; 08

22,16

Norwegische Noten......

112,16

112,60

Deutsch-Oesterr., 4100 Kronen

59,09

59,33

Rumänische Noten......

2,49

2,51

Schwedische Noten......

112,40

112,84

Schweizer Noten.......

81,15

81,47

Spanische Noten.......

63,46

63,74

Tschechoslowakische Noten ..

12,43

12,49

Ungarische Noten.......

73,20

73;50

16. April

17. April

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung '

Well»

«ncr

(Selb

Brief

Amtt-.Rott.

169,15

169,49

169,22

169,56 '

Bue 11. Aires

1,771

. 1,775 58,625

1.772

1.776

Brff-Antw-

58,505

58,52

58,62

Chrirtiania.

112,56

112,34

112,35

112,57

Kopenhagen

112,32

112,54

112,35

112,57

Stockholm -

112,55

112,77

112,54

112,76

Helnngfors.

10,594

10,614

10,59

10,61

Italien. . .

22,065

22,105

22,06

22,10

London. . .

20,449

20,489

20,452

20,492

WcuDort . .

4,2130

4,2210

4,2130

4,2210

Paris...

16,46

16,50

16,45

16,49

Schweiz . .

81,11

81,27

81,10

81,26

Spanien.

62,74

62,86

62,44

62,56

Japan .. . Rio de Jan

1,875

1,879

1,871

1,875

0,4995

0,5015

0,500

0,502

Wien in D-- Ceft. abgcst

59,02

59,18

59,14

59,26

Prag . . . .

Belgrad . .

12,446

7,421

12,466

12,46

12,48

7,407

7,407

7,421

Budapest. .

73,51

73,37

73,37

73:ä

Bulgarien .

3,053

3,047

3,04

Lissabon . .

Danzig. . .

18,87

18,91

18,85

18,89

81,74

81,90

81,73

81,89

Konst.nlin-

2,074

2,078

2,078

2,082

Athen. . -

5,48

5,49

5,455

5,465

Canada

4,180

4,181

4,177

4,185

Uru uat). .

4,176

4,134

4,166

4,174

Cairo .

21,02

20,98

20,98

21,02