Ausgabe 
16.4.1929
 
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malern Geschäft 8 v.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an.

(Selb

Berlin

Frankfurt a M.

Datum

464

52,5

130

120,25

120

114,6

Danknoten.

315,5

313,75

315

160,5

163,25

126,5

151

180,75

132,75

61

52,5

456

271

225,5

201

270,5

167

160,25

163,25

160,5

163,25

114

131

226,5

201

130 18,75 117,5

213 i 151,75 1

151

132.5

130 18,75 115,75

213 152,5

306

252

463

355

269.25

114,5

211,25

61,25

54,75

115

131,5

134

226

200,5

271,5

167,5

160,5

163

16.445 168,93

22,12 112,16

59,08

2,49 112,35

81.14 (3,31

12,43

73,20

. 10 . . 8 . 10

. 15 . 12 . 18 . 14 . 12 . 12 . . 7 . . 8 . . 0 . . 0 . . S

. 10 . . 0 . . 5 . . c . . 0 . . G . 11 . . 0 . . A . . 8 . . 8 . 10 . . 8 . . 8 . 10 . . 8 . . 8

4% . 8 . 8

10 . 8

10

10

12

11

12

10

10

10 . 9 . 8

12

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a M.

Telegraphische Auszahlung.

62,5 !

86 |

12,5

71,25

bejahen. Die Eisen- und Stahlindustrie erwartet von der Wiederaufnahme der Bautätigkeit eine rnerk-

lRechtsgutschten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

TB. Sch. in £. Nach § 3678 des Strafgesetzbuches ist das Schießen an bewohnten oder von Menschen besuchten Orten ohne polizeiliche Erlaubnis verboten. Diese Erlaubnis kann verweigert werden. Wenden Sie sich durch Vermittlung Ihrer Bürgermeisterei mit einem Gesuch an das zuständige Kreisamt.

270,5 ! 271,25

167,5 I 167,5

allgemeinen befriedigend bis günstig.

In der Gesamtheit kann also gesagt werden, daß die Grundlage für eine Besserung der Konjunktur, auch über die saisonmäßig eintretende Belebung hinaus, gegeben ist.

* Frankfurter Handelsbank A. - G. vorm. Frankfurter Viehmarkts- bank, Frankfurt a. M. 3m Jahre 1928 er­höhten sich die Einnahmen aus Provisionen auf 131 936 (101 998) Mk. und aus Zinsen auf 156 301 (150 729) Mk.. während sich die Gewinne aus Effekten, Devisen usw. aus 8613 (28 895) Mark ermäßigten. Aus dem Reingewinn von 57 557 (45 024) Mk. werden Wieder 10 Prozent Dividende auf 0,5 Mill. Mk. Stamm- und 15 Prozent auf 12 500 Mk. Vorzugsaktien vorge- schlagen. 300 000 Mk. neue Stamm- und 7500 Mark neue Vorzugsaktien nehmen nur zur

132,5

304 , 250 !

455 I 347

266 187

114,25 1

210,5 '

61 54,13 53,25

213,25

31,5 | 91,75

296,25 I 61.75

86,5

71

94,5

296,9

119,9

155,25

114,5

131,5

134,65

226,25

200

CUfl. Deutsche Eisenbahn . Hamburg-Amerika Paket . Hamb.-Südam. Dampslch. Hansa Dampsschiss .... Norddeutscher Lloyd . . . Slllg. Deutsche CrcbltontL . Barmer Banloerein . . . Berliner HandelSgelellsch. - Commerz- und Privat-Ban! Darmst. u. Nationalbank . Deutsche Bank.....

Di-konto-GeseNschasl Ant.. Dresdner Bank ... Mitteldeutsche Credttbanl . Metallbant.......

Relchsbank

Sius 4,5 v. S). höher und standen im Vordergrund.

s ch e r s l e b e n und W e st e r e g e l n je plus 1,5 v. $). AEG, Bergmann, AllgemeineElet- trizität, Schuckert und Siemens eröffneten bis 1,75 v. H. höher. Licht 8t Kraft leicht gedrückt. C h a d e a k t i e n gut behauptet. Farben verloren nach eher etwas lebhafterer Nachfrage im vorbörs­lichen Verkehr zur ersten Notiz 0,75 o. H. Am A u ta­rn a r k t war die Haltung geteilt. Von Kupfer-

Berliner Börse.

Berlin, 16. April. Schon die gvftrige Frank­furter Abendbörse zeigte eine freundlicher» Ten­denz, die beßeren Meldungen aus Paris waren hier die Ursache, und auch heute vormittag blieb die Stimmung unverändert freundlich. Die Börse eröffnete ebenfalls beruhigter und zuversicht­licher, wenn auch eine gewisse Zurückhaltung un­verkennbar war. Die Nachricht, daß der Vorschlag der alliierten Mächte nur informatorischen Cha-

los..Rechten. . - . - -

Soldos..........,

«JE.®, dbg. BorkriegS-ObUgation..

rückzahlbar 1993 4% Schweiz. BundeSb^Ank.. . . 4% Lösterreichische Goldrte.. . - 4,20% Oetzerr. Stlberrle.....

<% Oesterreich, etnhetll. Rte. . - 4% Ungarische Golvrte.. . . 4% Ungarische StaatSr. v. 1910 . 4Vi% bcigl. von 1913 4% Ungarische Kroncnrte 4% Türk. Zollanleihe v. 1911 . - 4% Türkische Bagdadbahn-Anl..

Serie I...........

4% deSgl. Serie II 4% Rumänen contiett. Rte. . - 4 y»% Rumänen Doldanl. von 1913

Monaten des laufenden Jahres auf das Gesamt- s w e rte n auf die rückläufige Bewegung der Kupfer ergebnis des Jahres 1929 nicht ohne weiteres zu greife Mansfelder 1 v. H. niedriger. P h o n i x " ' - - zogen 0,5 v. H. an. Rheinstahl und Mannes­

mann 1,25 o. H. fester. Banken uneinheitlich. Die Besserungen und Verluste hielten sich die Waage. Schiffahrtswerte etwas nachgebend, ber­einigte ©lang ft off eröffneten jedoch bei mint- ~ " . H. höher. Deutsche Lino- Re n t e n still aber behauptet.

liche Zunahme der Nachfrage auf dem Jnlandmarkt. Die Entwicklung des Auslandmarktes wird von der Eisenindustrie zuversichtlich beurteilt, die Erhöhung des Produktionsprogramms bei der Internatio­nalen Rohftablgemeinschaft um zwei Millionen Tonnen pro Jahr bestätigt diese Auffassung. Die Maschinen-, Metallwaren- und Kleineisen-Jndustrie haben wenigstens teilweise durch gesteigerte Aus­fuhr die rückläufige Beschäftigung auf dem Jn­landmarkt ausgleichen können. Die Waggonbau­industrie steht bekanntlich wegen eines 100-Millionen- Auftrages mit der Reichsbahn in Verhandlungen, der ihr befriedigende Beschäftigung bis Ende 1929 geben würde. Die Berichte aus der chemischen, Kali- und elektrotechnischen Industrie lauten im

Phiupp Holzmanu . . . Heidelberger Cement. dement Karlstadt . .

Wayst & Freitag ....

Schultheis Padenhoser

Ostwerre.......

Bcr. Glan,stoss .... Beinberg.......

§ellstoss Waldhos . . ellftojs «schassenb'na

(5harlottenburger Wasser Dessauer GaS .... Dalmler Motoren . . Deutsckie Maschinen-Fab Adlerwerke Klever . .

Ludw. Loewe .... Rat. Automobll . . . Orenftcin & Koppel . Leonhard Tietz . . » Bamag-Meguin . . . Franls. Maschinen . . Gritzner .....

Heyligcnstaedt ... IunghanS. ..... Lechwerke. ....

Mainkraftwerle ... yttafl........

Nckars ulmer .... Peterö Union .... Gebr. Roeder .... Voigt 4 Haessner . . Südd. Zucker ....

schritt verschiedentlich zu Deckungen, die bei Der En« des Geschäftes Kursbesserungen von 1 bis 2 Folge hatten. Der

ratter gehabt haben soll, und daß er jetzt auf an­derer Basis ausgearbeitet werden solle, hatten na­türlich eine freundlichere Auffassung der Situation hervorgerUfen, zumal man auch der Ansicht ist, daß Amerika für eine für Deutschland eher tragbare

l e u m plus 2 v. H.

Nach den ersten Kursen blieb die Tendenz freundlich, doch war eine nennenswerte Geschäftstätigkeit nicht zu verzeichnen, da die Spekulation immer noch ver­hältnismäßig zurückhaltend war und auch Aufträge kaum Vorlagen. Nur in Spezialwerten war das Geschäft etwas großer. Besonders Mannes- mann waren mit plus 3 v. S). lebhafter gefragt, da Gerüchte, die noch der Bestätigung bedürfen, um­laufen, wonach entgegen den sonstigen Mutmaßungen doch eine Dividende, und zwar in Höhe von 7 v. H. zur Ausschüttung gelangen soll. Auch die übrigen Werte und besonders Elektroaktien konnten vis zu 1,5 o. $) gewinnen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 o.H. weiter angespannt. Am De­visenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2070, gegen Pfund 20,575, etwas leichter; London gegen Kabel 4,8545, gegen Paris 124,25, gegen Mai­land 92,65, gegen Madrid 29,70, etwas schwächer, gegen Holland 12,0913.

noch einmal erfolgreich sein und so mit obigem Re­sultat die ersten Punkte erzielen.

Raunheim I Gießen Ib 3:2.

Gießen Ib war in Naunheim zu Gast. Nach flot­tem, scharfen Spiel, bei dem beide Mannschaften zeitweise im Vorteil waren, konnte Naunheim bei Schluß mit 3:2 als glücklicher Sieger das Feld verlassen.

Rodheim I Meseck H 1:2.

Beide Mannschaften trafen sich zum fälligen Serienspiel in Rodheim. Die Gäste, nur mit zehn Mann, lieferten dem reichlich hart spielenden Platz­besitzer ein gleichwertiges Spiel. Bei Halbzeit führte Wieseck 2:0. Erst kurz vor Schluß konnte Nodheirn sein einziges Tor erzielen und mußte so die Punkte den Gästen überlassen.

Hungen I Staufenberg I 4:2.

Staufenberg, das als Neuling der 2. Klasse in Hungen antrat, lieferte den Einheimischen ein schönes Spiel. Erft der Schluß des Spieles zeigte Hungen mit obigem Resultat als Sieger.

Oppenrod I Beuern I 5:0.

Auf dem Sportplätze Annerods trafen sich beide Mannschaften zum fälligen Serienspiel. Oppenrod, das seinem Gegner in technischer Beziehung über­legen war, konnte ihn mit einer empfindlichen Nie­derlage nach Hause schicken.

Hachborn I Grünberg I 2:0.

Hachborn hatte Grünberg auf eigenem Platze zum Gegner. Zwei glcirocrtige Mannschaften ran­gen hier um den Sieg. Nur mit viel Gluck konnte Hachborn die nicht vollzähligen Gäste mit obigem Resultat abfertigen.

Treis I Baubringen I 1:7.

Baubringen, das feinem Gegner in technischer Beziehung weit überlegen war, konnte hier mit leichter Mühe zwei wertvolle Punkte mit nach Hause nehmen.

Raunheim Jugend wieseck Jugend 2:1.

Beide Mannschaften trafen sich in Naunheim. Erst in der letzten Minute konnte Naunheim, das seinem Gegner körperlich überlegen war, mit viel Glück die beiden Punkte erringen.

Brief

16.505

169.61

22,20

112.60

59.32

2.51

112.79

61,46

63.59

12.49

73,50

Französische ilioten . . .

Holländisch« Roan .....

Italienische Nottn......

Norwegische Noten Deutsch Oestcrr., L100 Kronen Rumänische Noten Schwedische Noten .

Schweizer Noten .....

Spanische Noten ..

Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten.......

Hälfte am Gewinn teil.

* Adlerwerke vorm. Heinrich K l e h e r A. - G.. F r a n k s u r t a. M. Vach dem Geschäftsbericht der Geselffchaft. deren G.-V. am 1. Mai die bekannten Sanierungsvorschläge ge- . .....

nehmigen soll, erhöhte sich der Gesamtumsatz im Zahlungsweise eintreten wird. Jedenfalls sind die Jahre 1927/28 um 20 Proz. Das Bruttoerträgnis Befürchtungen eines vorzeitigen Abbruchs der stellte sich auf (alles in Mill. Mark) 6,31 (5,92). Konferenz im Moment zerstreut. Der Rückgang der Vach Abzug von 3,33 (2,30) Unkosten, 2,28 () I Maklerdarlehen und die Verminderung der Bank- Steuern und Abgaben, 1,53 () Zinsen und 1,27 frebite in Neuyork riefen ebenfalls Befriedigung (0,77) Abschreibungen ergibt sich ein Verlust von hervor. Beachtung fand auch das Zustandekommen 2,01 (i. V. 5 Proz. Dividende aus 1,05 Vein- Derbandsvertrages des internationalen Nqhrcn- gewinn). 3m neuen Jahre habe man bie CRatic» tarteUs und vor allem die Erleichterung des Hirst- nalisierung fortgesetzt; die betriebstechnische Or- gen Geldmarktes. Die heute zur Rückzahlung ge* ganisation stehe bis auf den Ausbau der Trans- langten 150 Millionen des Reiches hatten eine Portanlagen zwischen den Werken vor dem Ab- starke Entlastung gebracht, doch herrschte in bezug schloß. Die Hebung des Inlandabfatzes sei mit auf Ultimooorbereitungen eine gewisse Unsicher- gutem Erfolg eingeleitet; dabei sei noch mit Aus- Das Geschäft war heute wieder sehr .ujig. gaben zu rechnen, da die Ausdehnung bet in* Einzelne Auslandorders lagen vor, und die Sptfu»

und ausländischen Derkaussorganisation sich erst lation, die gestern ßeeroertäufe oorgenommen hatte,

nach einer gewissen Zeit auswirk^n könne. j ~

Schade & Füllgrabe Ql.-®., Frank* En« des Geschäftes Stiirsbe.

f u r t a. M. Die Gesellschaft hat eine Kapital- D H und vereinzelt darüber zur ,

erhöhung von 800 000 Mk. auf 1 Mill. Mk. vor- gleftromarft, der durch die Gründung enter genommen durch Ausgabe von 200 000 Mk. Vor- neuen Schweizer Holdingsgefellschaft zur Finanzie- zugsaktien zum Vennwert, ausgestattet mit einer runQ DOn Nektrounternehrnungen, an der die Corrn kumulativen Sprozentigen Vorzugsdividende. merz-Bank beteiligt ift, angeregt wurde, hatte e.was flirtet* «örfe lebhafteres Geschäft. K u n st s e i d e we r t e waren

Frankfurter wne. t gehalten und lagen bis zu 8 o. H. fester. Auch

Fra n kfurt a. M., 16. April. Tendenz: beruhigt. $ali merte, Deutsche Linoleum und Die günstigeren Nachrichten aus Paris, wonach die I «Bergmann waren 5 bis 6 v. $).. imb Po ! y - Reparationsverhandlungen weitergeführt werden so p 0 n g D- f). höher. Chemische Heyden daß die Abbrechungsbefürchtungen in den Hutter- konnten sich nach dem starken Verlust von gestern gründ traten, hatten zu Beginn der heutigen Börse um 4 5 D erholen. Deutsche Anleihen eine allgemeineBeruhigungzur Folge und uraren geschäftslos. Ausländer lagen nicht ein­führten zur Entspannung der in den letzten Tagen jo h^ich. Pfandbriefmarkt still und imuer- kritischen Lage der Börsensituation. Die Tendenz war Tagesgeld war mit 6 bis 8 v. H. und bar-

wieder freundlicher, doch blieb eine getpiffe Zuruckhal- ^nter angeboten. Monatsgeld 7,5 bis 8,5 v. H.,

tung und Vorsicht bestehen, da in Börsenkreisen die Warenwechsel über 6,5 d. j). Nach den ersten Kur-

von den reparationsberechtigten Mächten geforderten I jen die Tendenz weiter freundlich, meist er« Zahlen als zu hoch und nicht tragbar erachtet werden, gaben sich noch 0,5- bis 2-v. H.-Gewinne gegen An-

Das Geschäft bewegte sich daher in engen Grenzen | ;Qng Polyphon konnten 5 v. H. anziehen auf

und beschränkte sich auf die bevorzugten Werte, zumal angebliche Transaktionen mit ßinbftröm. auch von Auslandseite keine Orders vorgelegen haben ittinHiirier rcibtOörfc loüen Die erfolate Unterzeichnung des Verbands- FraNlsUrrer vytiLCitftviurjv.

Vertrags des internationalen Röhrenkartells wurde I Frankfurt a. ^- ^0. April. Am heutigen

tätigfeit konnte sich am K a l i m a r k t und in L l e k - Mark. Tendenz. geschaftSlos.

troa Ftien entwickeln. Salzdetfurth waren ÄricffaftCft ÖCF Ifcöötfion.

Wirischafi.

OieKonjunkturlage und ihreAussichien

Zn den Berichten amtlicher Stellen und von pri­vater Seite über die gegenwärtige K 0 njunk ° turlage und ihre Aussichten wird im allgemeinen der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die zu erwartende Saisonbelebung eine Steigerung des industriellen Tatigkeitsgrades bringen wird, be­sonders, da der verstärkte Rückgang der Konjunktur im wesentlichen durch den lange anhaltenden und scharfen Frost hervorgerufen worden ist. Es läßt sich natürlich noch nicht mit Bestimmtheit sagen, ob mit dem Saisonübergang und seinen günstigen Aus­wirkungen gleichzeitig auch ein Wechsel in der Kon- unkturentwicklung in Richtung einer über das aisönmäßige Maß hinausgehenoen Belebung Platz weifen wird. Es muh aber festgestellt werden, daß >ie Widerstandskraft der Wirtschaft gegenüber den Einflüssen des Konjunkturrückgangs sich als ziem­lich groß erwiesen bat, und daß demzufolge von einer Krise der Wirtschaft bzw. krisenhaften Erscheinungen nicht gesprochen werden kann.

Für den Arbeitsmarkt steht mit dem Einsetzen und Anhalten wärmerer Witterung eine Verringe­rung der Arbeitslosenziffer um etwa 1,5 Millionen Kopfe in Aussicht, bei denen es sich um solche Ar­beitslose handelt, die aus saisonrnähiaen Gründen beschäftigungslos geworden sind. Die Landwirtschaft und vor allem das Baugewerbe werden erhebliche Arbeitskräfte wieder aufnehmen. Die Nachfrage nach Baukapital ist groß, und die Beschäftigung der Baustoffindustrie ist zur Zeit schon lebhafter gewor­den. Für die Textilindustrie ist mit einer größeren Zunahme des Äeschäftigungsgrades zu rechnen, vornehmlich in der Bekleidungsindustrie und im Schuhaewerbe. Die Wäsche-, Leinen- und Kunst­seideindustrien berichten von einer Besserung des Geschäftsganges, desgleichen die Hutindustrie und die Tuchfabrikation. Die Lage der Baumwoll­industrie, der Spinnerei und Weberei ist allerdings nach wie vor schlecht, und die Möglichkeit größerer Betriebseinschränkungen in dieser Jndustriegruppe mit ihren 100° bis 120 000 Arbeitern bleibt bestehen. Für den Bergbau ist der lang anhaltende Winter von Vorteil gewesen. Noch im Monat März, der bereits wärmere Witterung gebracht hat, brauchten Feierschichten wegen Absatzmangels nicht eingelegt zu werden; die arbeitstäglicbe Forderung hat sogar eine weitere Steigerung erfahren. Besonders gün­stig ist die Lage des Koksmarktes. Da es sich heute noch nicht übersehen läßt, in welchem Umfang der verstärkte Verbrauch, besonders in Koks, auf die Witterung oder auf die industrielle Belebung zurück­zuzuführen ist, ift die Frage der Einwirkung der besseren Konjunktur des Bergbaus in den ersten

bald wieder abzufallen. Die Platzmannschaft . zeigte viel mehr Verständnis untereinander und s legte einen bedeutend größeren Kampfeseifer an den Tag. Der Spielverlauf war fol­gender: Sofort vom Anstoß an kommt Marburg vor das Gießener Tor und kann auch überraschend schnell durch einen Schuh von Fischer in Führung < gehen. Die Platzmannschaft drückt mächtig aufs , Tempo. Ein äußerst scharf geschossener BaN springt dem Gießener Tormann von den Hän­den ab über ihn hinweg und wird von ihm < beim Bemühen, ihn abzuschlagen, ins Tor be­fördert, Eigentor. 2:0 für Marburg. Erst jetzt findet sich Gießen langsam zusammen und vermag dem Gegner eine einigermaßen gleichwertige Par­tie zu liefern. Bei einer gut hereingegebenen Flanke des Gießener Rechtsaußen passiert einem Marburger Verteidiger dasselbe Mißgeschick, wie vorher dem V. f. D.-Tormann; von seinem Knie springt der Ball ins Veh, der jedoch auch ohne­hin Öen Weg dorthin genommen hätte. Vach dem Wechsel fällt D. f. B. Gießen gänzlich ab und führt das zerfahrenste Spiel der Saison vor, ohne dies auch durch Umstellungen wesentlich ändern zu können. Der Plahelf gelingt es in dieser Zeit auf 4:1 zu erhöhen. Dann erst rafft sich V. f. D. auf, um seinerseits das Kommando zu übernehmen und das Tor des Gegners zu belagern, dabei das Resultat auf 4:2 verbessernd. Bei etwas weniger Pech (Lattenschuß) wäre ein drittes Tor fällig gewesen. Dis zum Schluß war das Spiel im allgemeinen verteilt.

Die Ligareserve machte ihre Sache ent­schieden besser. Sie zeigte sich ihrem Gegner in jeder Weise überlegen und gewann nach spannen­dem Kamps verdient mit dem umgekehrten Re­sultat wie die Liga.

Die Dritte erhielt von der gleichen Mar- burgs eine Absage und lieferte dafür der Heu­chelheims auf dortigem Platz ein Gesellschafts­spiel, das sie mit 3:1 gewinnen konnte.

Die A. H.-M a n n s ch a f t mußte gleich zu Be­ginn ihrer Spielsaison von den Alten Herren des Wetzlarer Sportvereins eine Viederlage hinneh- men. Entscheidend für den Ausgang des Treffens war das Mitwirken von Paulus einerseits und die schwache Ausstellung der V. f. D.-Elf ander­seits. Den Umständen entsprechend darf das 7:3- Resultat noch als recht günstig bezeichnet werden.

Fußballklub 1926 Großen-Buseck.

Sportverein Vanzenbach (Diügruppe) I gegen F. L. 1926 Grohen-Duseck (kombiniert).

Mit geringer Verstärkung von Spielern aus der 1. Mannschaft holte sich die 2. Elf des Klubs am Sonntag einen 4:2-Sieg. Durch gutes Verständnis in der Besetzung konnten die F. Cer von Anfang an die Führung übernehmen und während der Spiel­dauer das Feld beherrschen. A l b a ch im Tor zeigte gutes Ballfangen und war ganz bei der Sache, so daß es den Gastgebern nicht möglich war, auszugleichen. Auch die übrigen Mannschaftsteile, Läufer und An­greifer konnten genügen, wenn es auch hier und da manchmal haperte. Die 2. Mannschaft kann mit dem errungenen Siege zufrieden fein.

Sportverein 1921 Ettingshausen.

Am Sonntag weilte die 1. Mannschaft des Kußballvereins Grünberg in EttingS- Hausen, um ein noch rückständiges Verbandsspiel ui erledigen. Das Spiel wurde von Anfang bis Ende mit der größten Fairnih ausgetragen, was in der Hauptsache wohl auch auf die gute Lei­tung durch Schiri Beck, V.f.B. Gießen, zurück- zuführen sein dürfte. Beide Mannschaften liefer­ten sich ein fast gleichwertiges Spiel, doch ver­stand eS Ettingshausen besser, aus den heraus- gearbeiteten Torchancen etwas zählbares zu er­reichen. Ergebnis 4:2 (2:1) für Ettingshausen.

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Alsfeld I Lollar l 0:2.

Lollars erste Mannschaft weilte in Alsfeld, um gegen die dortige erste Mannschaft xum Serienspiel anzutreten. Der Spielbeginn brachte ein flottes Feldspiel, doch wurden auf beiden Seiten die sicher­sten Sachen vermasselt. Die Gäste setzten sich aber allmählich durch und konnten in Führung gehen. Alsfeld versuchte zum Ausgleichtore zu kommen, das ihm aber versagt blieb. Lollar konnte seine Torzahl auf zwei erhöhen und mit diesem Resul­tat als sicherer Sieger den Platz verlassen.

Grotzen-Linden I Wetzlar! 2:0.

Eine Ueberraschung brachte das Spiel dieser Mannschaften in Großen-Linden. Großen-Linden, das als Neuling der ersten Klasse sein erstes Serien- spiel austrug, bewies, daß es ein nicht zu ver­achtender Gegner wird. Wetzlar, das nur mit zehn Mann antrat, konnte sich auf dem ungewohnten Platze nicht finden. Großen-Linden ging bald in Führung. Die Gäste gaben sich alle Mühe, zum Ausgleich zu kommen, konnten jedoch nichts errei­chen. Dis zum Schluß konnten die Einheimischen

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

v - --- - ---- Reichsbankdiskont 6,5 Prozent, LombardzmSfuß 7,5 Prozent.

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- pure 1

I-Uhr- Shire

Schiub-IAnsang

Kurs

Kurs

Datum

15.4. |

16.4.

15-4.

16.4.

irr

775725"

171,75

172,4

Dektr. Ltesenmgen.....

9

10

10

221,5 164,5 217,5

222,5

217,25

221,5

166,5

216,5

223,75

217,5

Reiten 6 Guilleaume. . . . ®ef. f. (Hettr. Untern.. . . .

. 6 10

137

136

237,5 |

133

229,75

Hamb. DeM. Wer!« .

Rhein. ..............

10 . 9

168,5

169

145,75

169

170

Schlei, ..............

Schuckert......

10

. 8

241,5

242,50

208

239,13

216

241,75

Siemen- & Halste .

12

391,5

393,25

389

392

TranSradto . ..

. 8

151

10

170

170,25

171

.............. J

Deutsche Erdöl ....... 6

Essener Steinkohle . 8

Gelsenkirchener ... L Vt y-4 Harpener......... -6 Hoesch Eisen. ....... .8

76,5

123,5

132

136,5

11 Illi

76,5 123

122,4

132

137,4

123,25

76 123,91 123,25

132 137,5

125

Ilse Bergbau ....... Klöcknerwerke .......

. 8 . 7

213

106

214

105,5

106

Köln-Reuessen. ......

. 9

123,25

124

ManneSmann.....

. 8

116,5

117,75

116,5

117,75

ManSfelder........

. 7

133,5

132,5

132,5

133,25

Lberschles. Eisenb. Schari. .

. 6

87,25

88,4

Lberschlcs. Kok-werke . . - -

. 6

104,13

104.75

Phönix Bergbau......

6y,

94,5

94,75

94.5

Rbeiniickie Braunkohlen. . .

10

285,5

284,5

287,25

Rbeinltahl - - 1.Jahr 4>/-

123,75

124

123,65

123,25

Rlcbeck Montan......

7,2

144,25

Vereinigte Stahlw. . Otavi Minen.....

Kali Aschersleben.....

. 6

2 sh

92

92

92

67

92

66,75

10

240

241,25

237,5

241

KaN Westeregeln. . . . . .

10

246

247,25

242,5

247,4

Kaliwerk Salzdetfurth . . .

Id

375,5

380

373,75

378,4

3. (9. Farben-Industrie . . .

12

249

248.25

246.75

248,25

Dynamit Nobel-......

. 5

Scheideanstalt.......

. $

165

. r

90

89,5

93

90,4

RütgerSwerke ....... Metallgeiestschaft. - . . . .

92,5

92,4

92,50

11

135

135

Frankfurt a.M.

Beüin

Schluß. Kur»

l-UYr- Kur«

Schiust» Kurs

Anfang Kurs

15-4-

16.4.

15 4.

16 4.

87,25

87,4

53,7

53,75

53,8

12,10

12

12

89

80,5

88,5

-

__-

2,9

2,9

-

__

24,9

_

21,4

21,25

_

22,13

2,15

2,15

10,3

10,5

_

10,3

10,25

10

10,3

10,13

8,65

18,1

17,9

Schluß- Kurs

i Utir- Sure

Schlust-IAnfang. Kur« 1 Kurs

Datum

15.4.

16.4-

15.4. 16-4.

15. April

16. Avril

Amtliche Nokienina

Geld i Brief

Amtliche Notierung

Meld J Brief

iimit.« Nott.

169,19

169,53

169,15

169,43

Bne». AireS

1,772

1.776

1.771

1,775

Brss.-Antw-

58.515

58.635

53.505

58,625

Christiania -

112,36

112,58

112,56

112,34

Kopenhagen

112,35

112,57

112,32

112,54

Stockholm .

112,53

112,75

112,55

112,77

HelnngforS.

Italien. . .

10,595

10.615

10,594

10.614

22,09

22,13

22,065

22.105

London - ..

20,456

20,496

20.449

26,489

Neuvork . .

4,2130

4,2210

4.2130

4,2210

Baris....

16,465

16,505

16,46

16.50

Sckwei; ..

81,115

81,275

81,11

81,27

Spanien.

62.59

62,71

62,74

62.86

5kapan - - -

1,876

1,880

1,875

1 .879

Wo de Ian.

0.500

0,502

0,4995

0.5015

Wien in D-- Ceft. abgcst

59,17

59,29

12,486

59,02

59,18

Prag - - - -

12,466

12,446

12.466

Bel irad ..

7,407

7,421

7,421

7,407

Budapest. . Bulgarien.

73,38

3,042

73,52

1,048

73,51

3,053

73,37

3,047

Lissabon -

18,85

18,89

18,87

18,91

Danzig. -

81,73

81,89

81.74

81,90

ikonstontin.

2,078

2,082

2,074

2,078

Athen. .

5,465

5,475

5,48

5,49

Canada .

4,180

4,188

4,180

4,181

Urn.'uay.

4,186

4,194

4,176

4,184

Cairo . -

20,98

21,02

21,02

20,98

Berlin, 15. April

Geld

«rief

yimeritnniime Noten .....

4.219

4,239

Belgische Noten ........

53,33

58,57

sj?oten .*..**

112,08

112,52

italische Noten. .......

20.49

20,57