Ausgabe 
16.1.1929
 
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cs sich nicht nehmen lassen, diese Kurse durch ihre Mitwirkung zu bereichern.

Neben seiner großen geistigen Mission, deut­scher Forschung und Lehre hier Im Baltikum eine Pflanzstätte zu bieten, hat das Herderinstitut auch eine fast noch wichtigere nationalpoli­tische Ausgabe zu erfüllen. Es gilt, den deutschbaltischen Studenten die Mög'ichkeit zu geben, wenigstens einen Teil ihres Studiums in der Heimat in ihrer Muttersprache zu betreiben, wodurch auch diejenigen, die später zur Beendi­gung ihres Studienganges ins Ausland gehen, die Gelegenheit erhalten, einige Semester in engen Wechselbeziehungen untereinander wie auch mit den führenden Kreisen des deutschbalti.chen Volks- tums in die besonderen nationalen Probleme und Aufgaben ihres Landes einzudringen. So wird in diesen jungen Menschen das Verständnis geweckt und der Wille gestärkt für die Aufgabe, nach Beendigung ihres Studiums w'e)er in die Heimat zurückzukehren und einzurücken in die Front der­jenigen, die auf dem gen Rordosten vorgescho­benen Posten des Deutschtums standhalten und unter viel ach schwierigen. Entsagung heischenden Verhältnis en die nationale Sache vertreten.

Ein großer Teil der am Herderinstltut Stu­dierenden ist gleichzeitig auch an der staatlichen Universität immatrikuliert, und ihre Mehrzahl gehört einer der sechs an der Universität be­stehenden sarbentragenden und schlafenden deut­schen Korporationen an. deren älteste be­reits auf ein mehr als hundertjähriges Bestehen zurückblicken können. Seit ihrer Gründung, die zum Teil in Dorpat erfolgte, sind dese deut­schen Korporationen immer die Stätten gewesen, an denen deutschbaltische nationale Ge Innung bewußt und nachdrücklich gepflegt wurde, und auch heute unter den völlig veränderten Ver­hältnissen sind diese Verbindungen dazu berufen, in der deutschbaltischen Jugend den aufrechten, ehrbewußten nationalen Geist der Väter lebendig zu erhalten.

So sind das Herderinstitut und die deutschen Korporationen die Träger und Pslanzstä'ten deut­schen akademischen Geistes im neuen Lettland, und der Fortbestand einer geistig führenden deutschen Schicht im Baltikum ist aufs engste mit dem Ge­deihen dieser Institutionen verknüpft.

Wirtschaft.

3. G Karbemndustrie im Jahre 1928.

Im Jahresbericht 1928 der Frankfurter Han­delskammer veröffentlicht die I. - G. - Farben­industrie, A. - G.. Frankfurt a. M. einen Bericht, dem wir folgendes entnehmen:

Auf dem Farbengebiet ist die Entwick­lung im Laufe des Berichtsjahres 1928 weiter ansteigend gewesen. Insbesondere hat auch die fortschreitende Festigung der politischen Verhält­nisse im fernen Osten zu einer Steigerung der Farbenausfuhr geführt. Dabei ist die allent­halben sich mehr und mehr durchsetzende Um­stellung des Verbrauchs auf wertvollere Farb­stoffe mit besseren Echtheitseigenschaften bemer­kenswert. Am 15. August 1928 ist die durch das Londoner Abkommen von 1924 Deutschland auf» erlegte Sonderverpflichtung zur Lieferung von Farbstoffen unter Reparation fortgefallen, wo­durch in einer Reihe von Ländern eine bessere Bewegungsfreiheit erzielt wurde.

In C h e m i k a l i e n hat sich der Absatz weiter­hin gut entwickelt. Insbesondere ist zu erwäh­nen, daß Leichtmetall lebhaftes Interesse bei der Automobil- und Flugzeugindustrie findet. Es ist gelungen, den Herstellungsprozeh weiter zu vereinfachen. Reuanlagen zur Anpassung der Produktion an den wachsenden Bedarf sind in Dau.

Auch das Losungsmittelgeschäft hat einen guten Aufschwung genommen. Der Absatz der Ritrozelluloselacke ist erheblich gestiegen.

Auf dem Gebiete der Pharrnazeutika sind wiederum eine Reihe neuer wertvoller Prä­parate herausgebracht worden, die gute Auf­nahme gefunden haben.

Auf dem photographischen Gebiet ist die Rachfrage derart gestiegen, daß eine Erwei­terung der Fabrikationsanlagen für alle Pro­dukte vorgenommen werden muhte, älm auch in Amerika eine gesicherte Produktionsbasis zu schaf­fen, ist mit der Firma Ansco PhotoproductS Inc., Reuhork, ein Zusammenschluh erfolgt; unter der Firma Agfa-Ansco Corporation in Ding- hamton wird dort die Fabrikation von photo­graphischen Artikeln aller Art betrieben.

Trotz der rückläufigen Konjunktur in Textilien gelang cs, den Absatz in Kunstseide- Produkten weiter zu steigern. Im Laufe des Jahres wurde die Anlage für Kupferammoniak­seide in Dormagen auf eine Kavazität von 5000 Kilogramm täglich ausgebaut. Des weiteren hat

die Gesellschaft durch UeBernafjmc einer Minder­heitsbeteiligung an der British Breda Silk Limi­ted in London Interesse genommen.

Die der I. G. nahestehende Firma Kalle & C o., A.-G., Biebrich betreibt die Fa­brikation von Cellophan und Lichtpauspapier Ozalid und hat bei gleichzeitiger Senkung der Selbstkosten Produktion und Absatz erheblich stei­gern können.

Der Absatz in Stickstoffdüngemitteln und technischen Stick st offprodukten hat sich befriedigend toeiterenltoidelt. Insbeson­dere erstreckt sich der Zuwachs auf Leunasalpeter, Kalksalpeter und Ritrophoska. Vor allem hat Ritrophska in 6en verschiedenen Zusammen­setzungen den Erwartungen entsprechend gute Aufnahme gefunden. In den letzten Wochen konnte mitgeteilt werden, dah nunmehr der Land­wirtschaft unter Dem 01 amenKalkammonsalpeter I. G." ein neues Düngemittel angeboten wird, dos ungefähr 20,5 Prozent Stickstoff und außer­dem 36 bis 40 Prozent kohlensauren Kalk ent­hält.

Auch Der AuslanDabsah in Den Stlck- stoffproDukten entwickelte sich weiterhin zu- frieDenftellenD. Die I. ©. ist im Laufe des letzten Jahres mit Der norwegischen Gesellschaft Rorsk HyDro-elektrisk Kvaelstofaktielselskak, Oslo, in en­gere Beziehung getreten. Die ein Zusammen­arbeiten in Produktion und Berkaus bezweckt. Diese Gesellschaft wird ihre Anlagen auf eine Leistungsfähigkeit von rund 80 000 Tonnen Stick­stoff ausbauen.

Die Arbeiten auf Dem Gebiete Der Kohle­verflüssigung haben nach HebertoinDung Der bei einem solchen Prozeß naturgemäß anfänglich auftrctenDcn Schwierigkeiten einen befriedigen­den Verlauf genommen und gehen programmäßig weiter.

Irn Einklang mit dem allgemein befriedigen- Den Geschäftsgang stehen auch die erzielten G e - winnergebniffe, Die im Jahre 1927 einen günstigen Abschluß bewirkten und auch in diesem Jahre Entsprechendes erwarten lassen.

Oie Kohlenprodukiion in Hessen.

Die monatliche Statistik Der KohlenproDuklion des Volksstaates Hessen weist für Den Monat Dezember 1 9 28 unD das Jahr 1 928 fol­gende Zahlen nach: An Rohbraunkohlen wurden gefördert im Dezember 1928 : 44 554 Tonnen, im Jahre 1928: 457 137,72 Tonnen; verkauft wurden davon im Dezember 1923: 13 683 Tonnen und im Jahre 1928: 152417,5 Tonnen. Der größte Teil der Rohkohle wurde weiter verarbeitet. Aus Den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelereiprodukten erzeugt: itn Dezember: 116 Tonnen Braunkohlenbriketts, im Jahre 1928: 1120 Tonnen; im Dezember: Tonnen Raßpreßsteine, im Jahre 1923: 989 Tonnen. Unter Berücksichti­gung Der aus Vormonaten übernommenen Be­stände sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschluh absatzfähig: 8886 Tonnen Rohkohlen, 307 Tonnen Briketts, 66 Tonnen Raßprehsteine, zusammen 9259 Tonnen Braunkohlen und Braunkohlenprodukte im Ge­samtwerte von 51 012 Mk.

6proz. Hessische Br aunkohlen- Roggen-Anleihe. In Anwendung Der An­leihebedingungen für Die 6proz. Hessische Draun- kohlen-Roggen-Anlelhe hat Die hessische Staats­schuldenverwaltung die am 1. Februar 1929 fälligen Zinsen unter Zugrundelegung des Durch­schnittspreises für eine Tonne gesiebte Förder­kohle und einem Zentner Roggen in Den Mo­naten Oktober 1927 bis einschueßlich März 1928 auf 50 Pf. nach Abzug der Kachitalertrags- fteuer für eine Einheit festgesetzt. Da Die Schuld­verschreibungen der Anleihe auf 1/4, Vs« 1. 2 und 5 Einheiten lauten, so entfallen auf Den fällig werdenden Zinsschein fünf Beträge von 0,13, 0.25, 050, 1 und 2,50 Mk.

* Um Die Kunstseide-Konvention. Wie Die ,. Franks.- Ztg." erfährt, ist die deutsche Kunstseidc-KonrentiLn kürzlich ab cai auf en und zu­nächst nicht verlängert worden, weil Die I.-G.- FarbeninDustrie crüärt hat, sie erk.mne keine Preisbindung an, solange Die ausländischen Un­terbietungen fort heftet) m. Die Vereinigten Glanz- stoffabriken haben Demgegenüber in Der Konven- tionssihung angekündigt, daß sie bereit seien, jeden Preis zu unterbieten, wenn er auch noch so billig sei. Es wird versucht, bis zu einer wei­teren Sitzung am 30. Januar Die Konvention er­neut zustande zu bringen unter Einbeziehung Der Soie De Chatillon als Der wichtigsten Aus» landkonkurrentin. Dis Dahin bestehen keine Preis­bindungen.

* Rumänische Anleihe in Deutsch­land. Tie Verhandlungen Der DresDner Dank unD Der Firma Kampffmeyer mit Der Rumäni­schen Dank wegen eines Kredites von 530 000

Pfund Sterling in Verbindung mit Den ©e- trelDelicferungen für Die Roestandsgebiete sind zum Abschluß gelangt Damit toirD Die gestrige Bukarester Meldung auch «von deutscher Seite bestätigt.

* Keine Preisermäß i gung für Chilesalpeter. Das Komitee für Chilesal­peter in Berlin teilt mit: Während des am 30. Juni 1929 endenden Sal^eterjahr s wird un­ter keinen Umständen eine Veränderung Des Chilesalpeterpreifes für Das lauf mde SUpeter- jahr fcorgenommen werden. Wie sich Die Lage nach Dem 30. Juni 1929 gestalten wird, und ob Dann irgendwelche Schritte erfolgen, wird zur gegebenen Zeit erwogen werden, ohne dah bis jetzt irgendwelche Beschlüsse seitens der Verkaufs- organifation oder Der chilenischen Regierung hier­über vorliegen. Rur eins steht jetzt schon fest, Daß Die chilenische Regierung ihr? Politik ent­schlossen fortfetzen wird mit Dem Ziele, Die chile­nische Salpeter-Industrie zu stärken, die ein von Der Landwirtschaft der ganzen Welt benötigtes Produtt liefert.

* Brauerei Henninger-Kempff- Stern A.-G., Frankfurt a. M. Die gestrige G.-D. fetzte die Dividende auf wieder 10 Proz. fest Aus Anfrage von Aktionärfelle, warum Die Gesellschaft im Gegensatz $u Den meisten anderen Brauereien kein günstigeres Ergebnis als im Vorjahre erzielt habe, wurde vom Vor­stand auigeführt. daß Die Gesellschaft sich stets einer sehr vorsichtigen Dividendepolitik bedient habe, wobei es Grundsatz war. Die Rücklagen zu stärken, um für evtl, schlechtere Jahre ge­rüstet zu fein. Von diesem Grundsatz fei Die Gesellschaft auch in diesem Jahre ausgegangen und riet deshalb im Interesse Der Aktionäre und des Unternehmens von einer Dividenden­erhöhung ab. Der momentane Au'blick für die Brauereien zeige verschiedene zur Vorsicht mah­nende Momente. Die Verwaltung bezweifle, ob durch Die in Aussicht stehende neue Diersteuer- crhohung Die erwartete Wirkung, dem Staate neue Mittel in erheblichem Maße zuzuführen, erreicht werde. In Frankfurt a. M. sei Der Dierabsatz noch nicht auf die Hälfte des durch­schnittlichen Vorkrieg'ab'atzes gekommen. Bei Dem zur Zeit langsam steigenden Absatz würde bei den heutigen Steuersätzen die Diersteuer mehr ein» bringen, als eine Steuererhöhung bei voraus­sichtlich sinkendem Absatz. Die geplante Dier- steuererhchung, die nicht von den Brauereien und ebenfalls nicht von Dem bereits feit langem sehr notleidenden Wirtestand getragen werden könne, bedinge eine weitere Erhöhung des Aus­schankpreises und einen voraussichtlich recht fühl­baren Konsumrückgang. Ein verminderter Bier- konsum und dadurch bedingter Wenigerbedarf Der Rohmaterialien würde auch die notleidende Landwirtschaft empfindlich treffen. Die Gesell­schaft habe sich bei der Goldbilanz-Zusammen­legung auf das äußerst notwendige Maß von 10:6 beschränkt. Auch aus diesem Grunde sei eine Dividendenerhöhung nicht opportun.

$yrant?urtcr Börse.

Frankfurt a. M., 16. Jan. Tendenz: schwach. Zu Beginn der heutigen Börse machte sich infolge ungünstig lautender Meldungen eine große Lust- losigkeit und Zurückhaltung bemerkbar. Der schwache Verlaus der gestrigen Neuyorker Börse, hervorgerufen durch die verschlechterte Geldmarkt­lage am dortigen Platze, und der jetzt beginnende Preiskampf in der Kunstseidenin- d u st r i e veranlaßte die Spekulation zu Glattste!» lungen und zu größeren Abgaben. Das herauslom- mende Material fand bei der Aufnahmeunlust des Marktes nur mit Verlusten bis zu 4,5 v. H. gegen­über der gestrigen Abendbörse Unterkunft. Die Tendenz war ausgesprochen schwach. Der weiter flüssige Geldmarkt bot kaum eine Anregung. Es herrschte fast völlige Geschäftsstagnation. da die Orderlosigkeit verstimmend wirkte. Besonders stark angeboten waren am Elektromarkt Siemens mit minus 4,25 v. H., Licht & Kraft mit minus 4 bis 5 v. S). und Schuckert mit minus 5,5 v. $)., Gesfürel minus 3 v.H., Chade-Aktien minus 2,50 Mark; A. E. G. dagegen knapp gehalten. Farben-Aktien bei wenigen Umsätzen 2,5 v. H. und Scheideanstalt 1,25 d. Sy niedriger. Kaliwerte durchweg bis 4 v. S). ge­drückt. Am Montanmarkt waren Mannesmann mit minus 2,25 v. H. und Klöckner minus 1 v. ch. stär­ker angeboten. Einige Nachfrage bestand dagegen weiter für Eisenwerte, die Kurse vlieben jedoch knapp behauptet. Bankwerte lagen meist knapp ae- halten, und die Verluste gingen hier kaum über 1 d. Sy hinaus. Reichsbank stark vernachlässigt mit 4,5 v. H. angeboten. Von Autowerten lagen Adler­werke minus 05 v. H., Daimler minus 1,25 v H.; Schiffahrtswerte bis 0,75 v.ch. niedriger. Deutsche Linoleum bei größerem Angebot 5 v. H. schwächer. Renten ebenfalls ohne Umsatz. Deutsche Anleihen und Ausländer eher etwas niedriger. Im Freiver­kehr nannte man Glanzstoff mit 490 v. H. minus

10 v. $). Von amerikanischen Kunstseidenwerketz waren Bemberg mit 100 Dollar und Glanzstoff mit 76 Dollar besonders schwach. Im Verlaufe trat eine allgemeine Beruhigung ein, und die Ten­denz zeigte ein fceudlicheres Aussehen. Die Grün« düng einer amerikanischen Holdinggesellschaft der I.-G.-Farben und die vereinzelten Deckungen der Baissespekulation führten zu Kurserholungen bis zu 2 v. H. I.-G.-Farben mit plus 2,5 v. H. stark im Vordergrund. Auch Schuckert konnten bis 5 v. H. zurückgewinnen. Das Geschäft blieb jedoch re la üd klein. Der Geldmarkt erfuhr mit 5,5 v. H. eine Versteifung. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2075, gegen Pfund 20,4050, gegen Paris 124,13, London gegen Kabel 4,85, gegen Mailand 92,71, gegen Madrid 29,71, gegen Holland 12,0960.

Berliner Börse.

Berlin, 16. Jan. Nach der freundlichen Ten­denz der gestrigen Abendbörse machte sich schon im heutigen Vormittaasoerkehr ein ft ä r t e r e r Stimmungsumschwung bemerkoar. Dieser war auf schwaches Neuyork und steifes Tagesgeld drüben (bis zu 9 v.H.) zurückzuführen. Es lagen aber noch einige andere Momente vor, die zur Zu­rückhaltung mahnten. Das Anwachsen der A r - beitslosenziffer verstimmte, ferner der an- haltende Ordersmangel bei den Banken; vor allem aber der Preiskampf in Der K u n st - feibeninDuftrie. Angeblich für belgische Rech, nung bestand auf den führenden Kunstseidenmärkten stärkeres Angebot, das auch die übrigen Märkte verstaute. Die Börse selbst oerhielt sich abwartend. Die große Spekulation ist überhaupt schon seit eini­ger Zeit in Berlin recht uninteressiert und hat ihr Tätigkeitsfeld nach Paris verlegt. Die Widerstands­fähigkeit war nur sehr gering, so daß relativ kleine Angebote Kursrückgänge bis zu 3 v.H. und bei den schwereren Werten bis zu 7 v. H. zur Folge hatten. Den stärksten Verlust hatten naturgemäß Bemberg mit minus 12 v.H. und Glanzstoff mit minus 17 v. H. Für Montanwerte erhielt sich eini­ges Interesse, so daß hier die Kurse recht wider» standsfähig lagen. Man wollte hier von Tausch­operationen seitens der Schweiz wissen, die Eleltro- werte gegen Montane gebe. Deutsche Anleihen be­hauptet. Ausländer ruhig. Alte Prioritäten zum Teil etwas befestigt. Bosnier und Mexikaner eher schwächer. Der Pfandbriefmarkt war geschäftslos und nicht einheitlich. Geld war heute im Zusammen­hang mit den Steuerterminen gefragter, Der Satz blieb jedoch noch unverändert. Tagesgeld 4 bis v v. H., Monatsgeld 7,25 bis 8,5 v. H., Warenwechsel etwa 6 25 v. Sy Der Verlauf zeigte kein einheitliches Bild. Die anfänglich besonders stark gedrückten Pa- piere konnten sich bis zu 2 v. Sy erholen, da Die Baissespekulation teilweise Deckungen vornahm. Leb­hafter blieb es mir in I.-G.-Farben unD am Mon­tanmarkt. In KunstseiDenwerten schien wie­der interveniert zu werden. Die Äurfe waren hier großen Schwankungen ausgesetzt.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 16. 3art Der Produkten- markt verkehrte heute in, stiller Haltung. Das Geschäft bewegte sich in kleinsten Grenzen, Da die schwächeren Auslandnotierungen etwas verstimm­ten unD Die Händler zur Zurückhaltung mahn­ten. Die Preise blieben jedoch int allgemeinen gut behauptet. Einige Rachfrage bestand weiter für Sommergerste. unD zwar von feiten der Braue­reien bei plus 0,25 Mk. Am Wehlmarkt war Das Geschäft still, nur für April- unD Mai- Abladungen bestand einiges Interesse. Es wur­den notiert: Weizen 23,50; Roggen 23, Sommer­gerste für Brauzwecke 24,25 bis 24,50; int Hafer 23,25 bis 23,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 23 bis 23,25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 32,75 bis 33,25; Roggenmehl 29,50 bis 30,25; Weizewlleie 13,65 bis 13,75; Roggenkleie 14,25 bis 14,50 Oliatf. Tendcnz: stetig.

Vermischtes.

(Ein neues heiliges Iohr.

Wie der römische Vertreter DerKölnischen Volksztg." melDet, t)ai Pius XI. anläßlich des Gedenkjahres seines goldenen Priesterjubiläums soeben eine bedeutsame apostolische Konstitution er­lassen, in der ein annum sanctum extra ordinem, Dem Beispiel Leos XIII. folgend, für den ganzen katholischen Erdkreis verordnet, und die besonderen geistlichen Gnadenprioilegien dieses Iubilaumsjah- res festgelegt werden.

Milliardenhaushalt der Stadt Berlin.

Der Entwurf des Stadthaushaltsplanes für 1929 ist jetzt vom Magistrat fertiggestellt und geht nun Den Stadtverordneten zu. Er schließt in Annahme und Ausgabe mit 1 120 948 620 Mark ab. In der nächsten StaDtverorDnetensitzung am 17. Januar wirb Der StaDtkämmerer Den Entwurf vorlegen und in längerer Rede begründen.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben Die Höhe der zuletzt befchlostenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent. LombarDzinsfuß 8 Prozent.

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