zur Herstellung von künstlichem Gold entschließen wollte, so käme vielleicht Quecksilber als Ausaangs- material in Betracht. Im Qecksilberatom kreisen 80 und im Goldatom 79 Elektronen; man müßte also ein Elektron aus dem Atom entfernen, und da die Elektronen sehr fest aneinander gekettet sind, kann man ihnen mit groben Mitteln nicht beikommen. Als Hilfsmittel kämen höchstens sehr starke elektrische oder magnetische Kräfte in Frage; deshalb versucht man z. B., am Monte Generoso durch Blitzentladungen Spannungen von mehreren Millionen Volt zu erzeugen, um Atomkerne zu zertrümmern. Den einzigen Erfolg in dieser Richtung hatte bisher Professor Rutherford, dem es gelang, mit Alphastrahlen Stickstoffgas zu zerlegen; er schoß aus dein Atomkern einen Bestandteil heraus, aber auch dabei handelte es sich um außerordentlich geringe Mengen. Man sieht daraus, daß mit einfachen Apparaturen und mit der Mischung irgendwelcher Chemikalien, wie sie der Klempner Tausend offenbar benutzt hat, nichts anzufangen ist — ganz abgesehen davon, daß auch mit hohen elektrischen Spannungen oder ähnlichen Kräften vorläufig nur Spuren von Gold erzeugt werden können. Größere Mengen können nur durch Taschenspielerei in die Retorte gelangt sein.
Im Jahre 1924 glaubte Professor A. M i c t h e mit seinem Mitarbeiter ein Verfahren gefunden zu haben, um in einer Ouecksilberbogenlampc, die mit einem Strom von 170 Volt gespeist wurde, künstliches Gold Heraustellen. Auch dabei wurden freilich nur Spuren gefunden, und man berechnete damals, daß ein Kilogramm des auf diese Weise hergestellten Goldes 400 Millionen Goldmark kosten würde. Einträglich wäre die Goldmacherei also nach jenem Verfahren nicht gewesen — wenn nicht bald darauf die Gelehrten aller Länder festgestellt hätten, daß die ganze Sache auf einem Irrtum beruhte. Bei eingehender Nachprüfung zeigte sich nämlich, daß die beiden Forscher wenig sorgfältig vorgegangen waren. Das Gold, das sie vorweisen konnten, war nichi durch Zersetzung anderer Elemente entstanden; es war vielmehr schon ursprünglich in Spuren in der Apparatur vorhanden, nämlich in den Zuleitungs- clektronen, durch die der elektrische Strom in die Bogenlampe eingeführt wurde. Diese geringe Beimischung genügte, die falschen Ergebnisse hervorzurufen und die Welt monatelang in Atem zu halten. — Hätte Meister Tausend aber wirklich den „Stein der Weisen" gefunden: warum borgte er sich dann große Beträge, statt sich durch sein Verfahren selbst das nötige Betriebskapital zu verschaffen?
Wirtschaft.
Oie Arbeitslosigkeit.
Nach den endgültigen Berichten der Landes» Arbeitsämter ist in der zweiten Septemberhälfte die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung um nicht ganz 14 000 Personen oder 1,8 v. H. g e st i e g e n. Don den am 30. September gezählten rund 750 000 älnterstützten waren 566 000 Männer und 183 000 Frauen. Auch in dem vorliegenden Berichtszeitraum beschränkte sich die Zunahme der Unter» stützten ausschließlich auf die Männer (plus 20 000), während bei den Frauen wiederum eine Abnahme zu verzeichnen war (minus 6500). Die gleiche Erscheinung ließ sich auch in der Krisen- unterstühung feststellen. Die weiblichen Hauptunterstühungsempfänger nahmen hier um rund 1 v. H. ab, während die männlichen um rund 2 v. H. anstiegen. Die Gesamtzunahme belief sich auf 1500. so daß die Zahl der Unterstützten in der Krifenunterstühung nunmehr rund 162 000 beträgt.
* Aus dem Klöckner-Konzern. Die zum Klöckner-Konzern gehörenden Mannstädt- Werke haben ihre Abteilung Maschinenfabrik zum Konzern-Werk Humboldt und ihre Zementfabrik nach der Georgs-Marienhütte verlegt. Durch diese Aationalisierungsmahnahmen werden weit über 100 Arbeiter entlassen. Durch Entlassung im Eisenwarenbetrieb, die durch Beendigung der Dausaison notwendig werden, werden jetzt 130 Arbeiter betroffen.
-• Entlassungen bei der Deschimag. Die Deutsche Schiff- und Maschinenbau-A.-G. (Deschimag), Bremen hat, wie WTB.-Handels- dienst erfährt, sich gezwungen gesehen, auf ihrem Werk QI.-®. Weser, Bremen einer großen Anzahl von Beamten zu kündigen. Die Zahl der gekündigten Beamten dürfte sich auf etwa 200 bis 250 belaufen. Es handelt sich um eine endgültige Maßnahme, die mit der Lage des deutschen Schiffsbaues begründet wird. Die Arbeiterzahl wurde bereits nach Olblieferung der „Bremen" von 10 000 auf 3000 Mann beschränkt. Seit einiger Zeit arbeitet das Werk nur fünf Tage in der Woche.
Stadt und Land gehören zusammen
Eine Aussprache über den Absatz heimischer Erzeugnisse.
WSN. Da rmstadt, 14. Ott Unter der Leitung des hessischen Arbeits- und Wirtschaftsministers K o r e l l fand heute im Wirtfchaftsministerium eine Unterredung statt, in der Stadt und Land, Erzeuger, Handel und Verbraucher, zusammengeführt wurden, um den Absatz heimischer Produkte zu fördern. Es waren erschienen Vertreter der Hausfrauenorganisationen, des Einzel- und des Großhandels, der Konsumgenossenschaften, der Marktgenossenschaften, der Gastwirte, der Handels- und Handwerkskammern und des Mühlengewerbes, sowie der Präsident und der Generaldirektor der Hessischen Landwirtschaftskammer.
Minister K o r e l l ging in seiner einleitenden Ansprache von der Verantwortung aus, die die Regierung der Landwirtschaft gegenüber fühle. Die propagierte Produktion ssörderung sei bereits weit vorangetrieben, während die Regelung der Verteilung noch sehr dahinter zurückbleibe. Der Minister schlug daher vor, daß sich Verbraucher und Erzeuger in aller Öffentlichkeit über ihre Sorgen und Anstände aussprechen möchten.
Vonseiten der Landwirtschaftskammer wurde dann ein Bild über die Preisgestaltung dieses Jahres gegeben. Obwohl z. B. die Obsternte gut ausgefallen sei, erhalte der Erzeuger einen so niedrigen Preis, daß der Städter selbst darüber erstaunt sein müsse. Heber die Güte und Ueberlegenheit der heimischen Produkte brauche man kein Wort mehr zu verlieren. Der Preisspanne sei nachzugehen, aber gleich,zeitig müsse betont werden, daß von einer Ausschaltung des Handels nicht die Rede sein könne.
Ein Vertreter der Konsumgenossenschaften schilderte darauf die Erfahrungen mit dem Absatz der heimischen Erzeugnisse, insbe
sondere der hessischen Markenbutter, des sog. deutschen Frischeis und eines guten Roggenbrots.
Dom Einzelhandel wurde die Defiche- rung gegeben, daß man den Absatz deutscher Er- Zeugnisse gern fördern werde. Auch die Hausfrauen erklärten, biere Bestrebungen unterstützen zu wollen.
Diesen Erklärungen gegenüber betonte der Präsident der Landwirtschaftskammer feinen besonderen Dank. Gerade die Gedankenlosigkeit sei im Käuferpublikum noch sehr verbreitet. Der Qualitätsmahstab müsse vom Verbraucher angelegt und anerkannt werden.
Ein wesentlicher Teil der Aussprache galt dann der Frage der Herstellung eines hessischen Markenbrotes, wofür die Landwirtschaftskammer zur Herausgabe von Richtlinien angeregt wurde. Außerdem wurde für wichtig erklärt, daß es mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Vermahlungszwang der Mühlen nicht getan sei. Notwendig erscheine ein Beim ahlungs- zwang.
3n seiner Schlußbemerkung faßte Minister K o - r e l l dann die Ergebnisse der Aussprache zusammen, die eine erfreuliche Einigkeit und den geschlossenen Willen, der heimischen Wirtschaft zu helfen, gezeigt habe. Die gegebenen Anregungen würden in gemeinsamem Zusammenwirken weiter verfolgt und auch durch systematische Aufklärung in der Schule vertieft werden. Es gelte vor allem aber, in alle Kreise des Volkes hineinzutragen, was bisher auf dem Gebiete der Produktionsverbesserung in Hessen schon geleistet worden sei. Die heutige Unterredung sei nur ein Anfang gewesen, Stadt und Land zusammenzuführen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 15. Okt. Tendenz: uneinheitlich. — 3m vorbörslichen Verkehr machte sich zunächst — ausgehend vom Farben-Markt. an Dem im Zusammenhang mit der heutigen ersten amtlichen Notiz der 3.-G.-Bezüge einige Käufe vorgenommen wurden und die den Kurs bis auf 201 Prozent anziehen liehen — allgemein eine etwasfreundlichereStimmung bemerkbar. Zu Beginn der offiziellen Börse griff jedoch eine ständig wachsende älnsicherheit Platz, und die Abgabeneigung überwog. Große Verkäufe wurden namentlich am Elektromarkt beobachtet, angeblich in erster Linie für schweizer Rechnung. Ferner verstimmte auch der durch die Erklärung des Herrn Siemens deutlich gewordene Gegensatz zwischen dem AEG.- und dem Siemens- Konzem. Auf die allgemeine Tendenz von ungünstigem Einfluß war die Stockung bei den Verhandlungen mit dem Schweden-Trust, der unbefriedigende Monatsbericht der Maschinen» bauiikvustrie und nicht zuletzt der allgemeine Ordermangel. Am Elektromarkt lagen AEG.. Schuckert und Siemens bis 2,5 Prozent schwächer, Licht & Kraft 4 Proz. gedrückt, während Chade-Ak- tien auf die schwache Qtotierung des Peseta-Kurses erneut 7 Mk. nachgaben. Farben gaben gegen den vorbörslichen Kurs etwas nach, konnten aber gegen gestern noch 2 Prozent höher einsehen. 3.-G.-Bezüge wurden nach 4.15 vorbörslich mit 4 im Freiverkehr gehandelt. 3m Einklang mit Farben lagen Rheinstahl 1,25 Prozent höher. Sonst blieb das Geschäft am Montanmarkt still. Banken eröffneten bei kleinen Umsätzen etwa behauptet. Niedriger lagen Glanzstoff mit 7,75 Prozent, und Deutsche Linoleum mit minus 3 Prozent. Zellstoff Waldhof konnten 1 Prozent an» ziehen. Am variablen Markte lagen Kleyer 1,5 Prozent höher. Auch Wayh & Freitag plus 1,5 Prozent, auf die Mitteilung über guten Geschäftsgang und voraussichtlich wieder Vorjahrsdividende. Deutsche Anleihen waren behauptet. Von ausländischen Renten Türken etwas gefragter. 3m Verlaufe wurde die Stimmung, anscheinend auf Interventionen, etwas freundlicher. Nennenswerte Umsätze verzeichnete aber lediglich der Farben-Markt. an dem I.-G.-Bezugs» rechte bei lebhaftem Geschäft auf 4,85 Prozent anzogen, so daß auch die Farben-Aktie 1,25 Prozent anziehen konnte. Tagcsgeld unverändert. 8,5 Prozent. Am Devisenmarkt lag die Peseta etwas erhöht. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1915, gegen Pfund 20,41, London gegen Kabel 4,8690, gegen Paris 123,89, gegen Madrid 33,19, gegen Mailand 92,92.
Berliner Börse.
Berlin, 15. Okt. Nachdem bei ruhigem Geschäft der heutige Dormittagsverkehr einen noch im großen
und ganzen freundlichen Grundton gezeigt hatte, war zu Beginn der offiziellen Börse bereits eine kleine Verschlechterung der Stimmung festzustellen. Diese war aber weniger auf allgemeine Momente (Maschinenbaubericht für September, mit weiterem Nachlassen des Auftragseinganges und Beschäftigungsgrades, langsam steigende Arbeitslosigkeit, unregelmäßiges Neuyork, oder innerpolitische Lage usw.) zurückzuführen, als auf einen plötzlichen Rückgang der Karstadt-Aktie und einiger anderer Spezialpapiere. Die Kursentwicklung wurde dadurch im allgemeinen uneinheitlich, und Kursgewinnen bis zu 2,5 v. H. standen Abschwächungen in gleichem Ausmaß gegenüber. Etwas lebhafter ging es, angeblich auf Auslandinter- effe, am Farbenmarkt zu, an dem außerdem die heutige erste Bezugsrechtnotiz anregte. Das Dementi einer Kapitalerhöhung bei Chade hatte bei diesem Papier einen Kursrückgang von 9 Mk. zur Folge. Auch Svenska lagen trotz Berücksichtigung des Di- oidendeabschlages von 5,60 Mk. auffallend schwach. Das Hauptgeschäftsthema war aber eine Veröffentlichung der heutigen Fachpresse über den Grund zur Verzögerung der Zulassung der jungen Karstadt-Aktien. Man wollte von einem angespannten Status wissen und schätzt die kurzfristigen Verbindlichkeiten der Gesellschaft auf fast 150 Millionen Mark. Darauf erschienen Karstadt-Aktien mit Minus- Minus-Zeichen und notierten 8 v. H. niedriger. Sonst fielen noch BMW. durch schwache Haltung auf. Deutsche Anleihen behauptet. Ausländer geschäftslos. Pfandbriefmarkt still. Der Geldmarkt war zum Medio steifer. Tagesgeld 8,10, Monatsgeld 9,25 bis 10,5 o. $)., Warenwechsel zirka 7,75 v. H. Von der schwachen Haltung der bereits gemeldeten Spezialwerte ausgehend, zeigten die Kurse im Verlaufe allgemein eher rückgängige Bewegung,. Es wird versucht werden, für die Aku-Aktie (Allgemeine Kunst- seiden-Umie) eine erste Notiz per Kasse zustande zu bringen. Kunstseidenwerte verloren im Verlaufe zirka 3,5 v. H., Polyphon 4 v. H., Svenska 3 Mk., BMW. zirka 2,75 v. H. Später konnte man auf diesem ermäßigten Niveau leichte Jnteroentionstätig- keit der Banken feststellen, die auch vereinzelt Erholungen zur Folge hatte.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 15. Okt. Auftrieb: 1728 Rinder (darunter 355 Ochsen, 91 Bullen, 672 Kühe, 516 Färsen), 413 Kälber, 104 Schafe, 4643 Schweine. Es wurden notiert: Rinder (Ochsen): vollfleischige, auZgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 57 bis 60 Mk., (ältere) 53 bis 56; sonstige vollfleischige (jüngere) 48 bis 52; (Bullen): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 54 bis 57; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 48 bis 53; (Kühe): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 46 bis 49; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 42 bis 45;
fleischige 37 bis 41; gering genährte 30 bis 36; (Färsen — Kalbinnen, 3ungrinder —): vollfleischige, auZgemästete, höchsten Schlachtwerts 57 bis 60; vollfleischige 53 bis 56; fleischige 48 bis 52. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 79 bis 82; mittlere Mast- und Saugkälber 74 bis 78; geringe Kälber 68 bis 73. — Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 88 bis 90; vollfleischige Schweine von etwa 160 bis 300 Pfund 88 bis 91; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 84 bis 88 Mk. — Marktverkauf: Rinder ruhig, Lleberstand. Kälber und Schafe mäßig-rege, ausverkauft. Schweine rege, ausverkauft.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Die Viehhofanlage in Gießen.
Dor einiger Zeit las ich in 3hrer Zeitung ein Eingesandt des Herrn Stern, Gießen, über die Viehhofangelegenheit, und die Ant.wort der Stadt Gießen. Die Gründe der Stadt Gießen begreifend, womit die Verzögerung dieses Baues als unumgänglich dargelegt wird, möchte ich aber im 3nteresse des Diehhandels und der Volkswirtschaft darauf aufmerksam machen, daß ein Wirtschaflsgebilde wie der Gießener Markt mit einem regelmäßigen Auftrieb von weit über 1000 Tieren nicht mehr unter freiem Himmel abgehalten werden kann. Der an sich kapitalschwache Viehhandel hat an den Gefahren deS Markthandels und an den Konjunkturen desselben ohnehin genug zu leiden. Er kann es sich nicht leisten, die Gesundheit seiner Tiere auch noch den Gefahren der winterlichen Witterung auszusetzen. Es kann dem Viehhändler auch nicht zugemutet werden, daß er seine eigene Gesundheit dadurch gefährdet, daß er sich stundenlang in Wind und Wetter hinstellt. Aber auch die in ihrem Dermögensstand geschwächte Volkswirtschaft kann es sich nicht leisten, derartig immense Werte diesen Gefahren monatelang auszusetzen. Wenn auch für dieses 3ahr keine Qlenberungi mehr möglich sein wird, so möchte ich allen berufenen Stellen doch ans Herz legen, raschestens ans Werk zu gehen. Staat und Stadt haben eine moralische Verpflichtung, daß sie ihrem Kinde, das sie mit Hilfe des Diehhandels großgezogen haben, nun auch baldigst für die notwendige Unterkunft sorgen. S. St.
Amtsgericht Gießen.
* Gießen, 8. Okt. In einem Dorf der Umgegend hatten eines Sonntags junge Burschen aus einem benachbarten Orte stark gezecht. Auf dem Heimweg begegnete ihnen in dem Dorf der Wachtmeister, den sie aber wegen der Dunkelheit, nicht erkannt haben wollen. Sie fielen über ihn her, warfen ihn zu Boden und schlugen bann gemeinsck-aft- lich auf ihn ohne jede Veranlassung ein, so daß er einige Zeit bewußtlos liegen blieb. Der nämliche Vorgang spielte sich später am Ausgang des Dorfes nochmals ab. Der Wachtmeister konnte nicht feststellen, wer die Angreifer waren. Auch die beiden einzigen Tatzeugen, die ihm zur Hilfe eilten, erkannten nur zwei von ihnen. Diese beiden wurden auch von einem Mitangeklagten, der seinerseits unumwunden zugab, mit den andern dreingeschlagen zu haben, als Täter bezeichnet. Das Gericht hatte keinen Anlaß, dem Mitangeklagten keinen Glauben zu schenken, zumal seine Angaben durch die beiden Tatzeugen unterstützt wurden. Während bezüglich des einen dieser Angeklagten, der erst 16 Jahre alt war, das Gericht sich für unzuständig erklären und die Sache insoweit an das Jugendgericht verweisen mußte, erhielt der andere wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung zwei Wochen und der geständige Mitangeklagte 10 Tage Gefängnis. Die übrigen Angeklagten wurden trotz erheblicher Verdachtsgründe wegen mangelnden Beweises freigesprochen.
Ein Fuhrmann und sein Knecht wurden aus Nachbarhäusern beobachtet, als sie die vor einem stark beladenen Wagen gespannten Pferde, weil sie infolge eines Hindernisses nicht weiter vorwärts gehen wollten, roh mißhandelten. Die Anforderungen, die sie an die Zugkraft der Pferde stellten, waren offensichtlich viel zu hoch. Beide erhielten im Strafbefehlsverfahren ansehnliche Geldstrafen. Der Fuhrmann zahlle, der Knecht erhob Einspruch. Heute stellte sich heraus, daß ersterer der treibende Teil war und der Knecht ganz unter dem Einfluß seines Dienstherrn stand, dem zu Gefallen glaubte er so handeln zu müssen. Das änderte aber an der Tiermißhandlung nichts. Doch setzte das Gericht die Strafe um die Hälfte herab.
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Banknoten.
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Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M. ^-elegraphische Auszahlung.
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I ® Farben-Industrie. Dynamit Wobei .... Echeideau statt..... Goidlchmto« ..... Rütgerswecte ..... Metallgeielll chatt. . . .
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4% Schweiz. Bundefib.-Anl.. . .
4% Lesierreichilche ®olbrte.. . .
4,20% Oesterr. Silberne.....
4% Oesterreich, eintzeitl. Rte. .
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4% Türk, Zolianteihe v. 1911 . .
4% Türkische Bagdadbahn-Anl..
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68
76
121
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7.5 Proze
Lllg. Deutsche Estenbahn . Hamburg-Amerika Paket . Lamb.-Sützam. Dampssch. Hansa Dampfschiff .... Rorddeuticher Lloyd . . .
8111g. Deutsche Eredilanst. .
Barmer Bankverein . . . Berliner Handeifigelellsch. . Evmnierz- und Prtvat-Bant Darmst. u. Nalionalbauk . Deutsche Bank.....
Difikonlo-Gelelllchaft Aut..
Dresdner Baut.....
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Frankfurt a M.
Berlin
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Datum
14.1 .
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Dl. Anl.-Miöl.-Schuld mit Aufi-
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Defigl. ohne Aufilol.-Rechte . . . 7% Frankl Hyv -Bl. Goidpf. un-
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Ifintbar bis 1932.....
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A.E.G. aba. BorkriegS-Obligation.
rückzahlbar 1932.....
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Berlin
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Datum
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Geld
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Holländische Noten ......
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Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Deutsch-Oesterr,5100 Kronen
21,93
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58,70
58,94
Rumänische Noten......
2,471
2.497
Schwedische Noten ......
112,17
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Schweizer Noten.......
80,74
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Spanische Noten...... .
Tschechoilowakische Noten . .
Ungarische Noten ...
58,88
12,345
72,85
59,12 12,405
73,15
14. Oktober
15. Oktober
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
iseiD
Briet
Geld
Brief
Ämst.'Rott-
168,46
168,80
168.48
168,82
Buen.>AireS
1,759
1,763
1,757
1,761
Brss.-Antw
58,425
58,445
58,435
58,555
Christiania. Kopenhagen
111,91
112,13
111,93
112,15
111,95
112,17
111,95
112,17
Stockholm . Helsingfors. Italien. . . London. . .
112,35
112,57
112,35
112,57
10,52
21,93
10,54
21,97
10,517
21,92
10,537
21,96
20,383
20,423
20,38
20,42
Neuvork . .
4,1880
4,1960
4,1865
4,1945
Paris....
Schweiz ..
16,44
16,48
16,445
16,485
80.97
81,13
58,86
80,965
81,125
Spanten. .
58,74
59,82
59,94
Japan . . . Nio de Ian.
2,001
0,498
2,005 0,500
1,998 0,438
2,002 0,500
Wien In D--
Ceft abgest.
58,85
58,97
58,83
58,95
Prag . . . .
Belgrad . .
12,394
12,414
12,388
12,408
7,393
7,407
7,391
7,405
Budapest. .
73,07
73,21
73,07
73.21
Bulgarien .
3,032
3,038
3,030
3,036
Lissabon
18,78
18,82
18,82
18,86
Danzig. . . Konstantin.
81,44
1,995
5,435
81,60
1,999
81,45
1,994
81,61 1,998
Athen. . .
5,445
5,435
5,445
Canada
4,141
4,149
4,141
4,149
Uruguay. .
4,096
4,104
4,096
4,104
Cairo . . •
20,905
20,945
20,903
20,945
Berlin. 14. Oktober
Geld
«rief
Amerikanische Noten .....
Belgische Noten .......
Dänische Noten ........
Englische Note»........
4,169
58,32
111,75
20,355
4,189
58,56
112,19
20,435


