toalhmg wir- der geistllchon Behörde unterstellt. Las Blatt bemerkt dazu, bat) d.eZ In Anbetracht &er Hunderte von Millionen, die dort jährlich kingehen. von großer Bedeutung sei. Ferner werde die Autorität der Bischöfe durch die neuen Terträge durch deit Staat derartig geschützt werden, daß zum Beispiel der Staat solchen Geistlichen, die von ihren Dorgesetzten suspendiert worden sind, das Tragen der geistlichen Kleidung verbiete. Cs werde jetzt untersucht, welche überflüssigen Diözesen auszu- schalten seien, jedoch nehme man dabei Rücklicht auf uralte Bistümer. Die'e Maßnahme dürfe sich in der Weise abwicleln, daß beim Tode von Bischöfen fktr.cc Diözesen kein Nachfolger mehr ernannt würde. — Das Blatt weist auch darauf hin, daß nach den neuen Vertrügen Attentate gegen den Pap st in Italien bestraft würden, wie Attentate gegen die Sicherheit Les Staates.
Das Geheimnis um Trohki.
Wird der Oppositionsführer in Angora * interniert ?
Konstantinopel, 14. Febr. (Deuter.) Eine geheimnisvolle Atmosphäre umcibt hier die Bewegungen Trotzkis. Die türkischen Behörden nehmen eine sptzinxhafte Haltung ein, und die Presse schweigt. Trotz Gerüchten, daß Trohki in der Dacht nach Angora gesandt werden wird, war das Sowjetkonsulat heute vormittag noch geschlossen und von Geheimagenten bewacht. Dec Sowjelbotschas.er in Angora besuchte gestern den türkischen Außenminister und hatte, wie man annimmt, mit ihm eine lange Besprechung über Trotzkis Unterbringung in Angora. Man vermutet allgemein, daß er in einem kleinen Gebäude neben der dortigen Sowjetbotschast interniert wird. Während seines Aufenthaltes in Konstantinopel wird Trotzki scharf von einem Offiz er und drei Unterbcamten der G. P. II. bewacht.
Die türkischen Zeitungen haben Weisung erhalten, von der Anwe enhsit Trotzkis keine D o t i z zu nehmen, die türkische Polizei bestätigt jedoch, daß Seipoff (Trotzki) in Begleitung von vier Männern, einer Frau und zwei Kindern (vermutlich Defektive, seine Frau und seine Kinder/ aus dem Dampfer „Zllitsch' eingetroffen ist, und als seine Wohnung das Sowjetkonsulat angegeben hat, ein Grund, ihn sorgfältig zu bewachen ist der Umstand, daß ein Mordanfall auf ihn nicht unmöglich ist.
Massenmord in der Unterwelt von Chicago.
Alloholschmugglcr öeseitiqcn die Konkurrenz.
Lhlkago, 14. Jebr. (DD.) Line Anzahl TTTän- net, die sich als Polizeibeamle ausgaben, drangen in das Hauptquartier einer Alkohols chmugglerbande im Norden der Stabt ein und trieben die dort Anwesenden in einem hinterzimmer zusammen, wo sie sie zwangen, sich an der wand auszustellen und sie bann mit Gewehren und Maschinengewehren kurzerhcmb niederschossen. Sechs ber lleberfallenen würben getötet, zwei schwer oerrounbet Die ZHötbcr waren in zwei Lastautos vorgesahren. Line Nachbarsfrau, offenbar die einzige Person, wctche die Schießerei vernahm, alarmierte die Polizei, die die sechs Leichen von kugeln buchstäblich durchlöchert, anjsand. Jedes der Opfer, einschließlich der Der- ronnbelen, hatte sechs bis zehn Schußwunden erhalten. Das Blutbad ereignete sich in einer Garage, die offenbar nur dem Alkoholschmuggel bient Ls handelt sich nach Ansicht der Polizei um den Racheakt einer rivalisierenden Schmugglerbande, welche die Gelegenheit wahrnehmen wollte, die Gegner, die sich zu einer Sitzung versammelt hatten, auf einmal auszu - rotten. Der heutige llebersall stellt in den Lhlkagoer Banbenfriegcn eine Neuheit dar. Bisher war es üblich, die Rivalen zu einerAutosahrt zu verleiten, um sie bei dieser Gelegenheit zu beseitigen. Zu einem derartigen kaltblütigen Blaffenmorben war es noch nie gekommen. Bon den Mördern, die in ihren Autos entkamen, fehlt bisher jede Spur.
Oie Arbeit der Sachverständigen.
Paris, 14. Febr. (WTB.) Wie Havas berichtet, war der grüßte Teil der heutigen Bormittags- sitzung des Sachverständigenausfchusses durch ein sehr vollständiges Expose des stellvertretenden deutschen Delegierten Dr. Melchior über die Handelsbilanz Deutschlands ausgefüllt. „Journal des Debets" glaubt in ber Lage zu (ein, mitteilcn -u können, daß die Delegierten in der morgigen Sitzung die Kapltalbewegung auf den internationalen Märkten, insbesondere die in Deutschland, zu studieren haben werden. Sie würden dabei die Faktoren der Zahlungsbilanz im einzelnen auseinandersetzen, also Kapitaleinfuhr durch Touristen und Kapitalflucht, und sie werden außerdem den Wert dieser Fak- toren abzuschätzen haben.
WLffensuO im sozialdemokratischen Patteihaus in Wien.
Wien, 15. Febr. (WTB. Funks iruch.) 3m sozialdemokratischen Part ei Hause wurden burd> «ine Poklzeikommisf o r neben dem Bereinsver- mögen eines behördlich genehmigten 3agd° und Schützenvereins Waffen und Munition beschlagnahmt. Dazu melden die Blätter, daß e t to a 3 0 0 Gewehre verschiedener S y st e m e mit der dazu gehörigen Munition. 30 003 neue Infanteriepatronen, eine große Anzahl von Ae - v olvern sowie mehrere Kisten mit Ma schi - nengewchr - Bestandteilen beschlag- nahmt wurden. Auch Feldiclephonansagen wurden beschlagnahmt, alle Waffen ins Gericht gebracht. Die Dorgeschichte der Beschlagnahme wird in den Blättern folgendermaßen dar estellt: 3n allen Wiener Bezirken wurden Arbeiterschühen- beweine geschaffen, um einen Deckmantel für die Aufrichtung des Aepublikschutzbun- deS zu bilden. Jeder dieser Vereine be'aß Schieß stände. Geschäftsführer des Ar- bsitcr-Iagd- und Schützenverbandcs. der S^itzen- organis ttionen der einzelnen Schützender, ine war zugleich Wassenreferent des LepublU- schußbundes.
Deutschlands Steuerlast und das Ausland.
Ein schwieriger Vergleich.
Von unserer Berliner Redaktion.
Berlin. 14. Febr. W e man aus den indirekten Informationen über den Verlauf der Pariser Sachverständigen-Berhandlungen er,ä;rt, ist gestern neben dec allgemeinen Wirtschaftslage, dem Stand der deutschen Industrie, der Handelsbilanz und dem Lebenshaltungsniveau Deutschlands, das bekanntlich nach dem Dawes- Plan nicht unter dasjenige anderer Kulturvölker herabgedrückt werden soll, der Vergleich der deutschen Steuern mit denjenigen der Lasten ausländischer Steuerzahler angeschnitten worden. Die Berichte bezeichnen selbst diese Frage al- heikel, verwickelt und spröde.
Tatsächlich ist eine Vergleichung der Steuerbelastung ungefähr die schwierigste Detailaufgabe, mit der sich die Sachverständigenkonfo- renz zu befassen haben wird. Denn die Steuersysteme oller Länder weichen außerordentlich voneinander ab. 3n Frankreich gibt es die Hauptquelle unserer Steuereinnahmen, die allgemeine Einkommensteuer, nicht, dagegen eine viel größere Zahl indirekter Steuern aller Art. besonders Stempelsteuern von beträchtlicher Höhe, die z. B. auch bei Abschluß von Hypotheken und dergleichen bezahlt werden müssen. 3n England bildet wieder die Vermögenssteuer eine Hauptgrundlage der fiskalischen Einnahmen: alle andern Länder aber haben nicht die Verschachtelung der Belastungen, die bei uns trotz der Erzbergerschen Finanzresorm noch in weitem Umfang durch das Bestehen von Deichs-, Landes- und Kommunallasten nebeneinander vorliegt. Auch bezüglich der indirekten Steuern gibt es kaum zuverlässige Der- gleichsmaßstäbe: denn z. D. der höhere oder geringere Grad von Verstaatlichung, Kommunalisierung und Sozialisierung der großen öffentlichen Betriebe verwischt vollkommen die Grenzen zwischen dem Leistungsentgelt, etwa für Versorgung mit Gas, Walser und elektrischem Strom, für Cisenbahnfahrten und für sonstige Transport- leistungen, und zwischen der indirekten Steuer,
die in dieser Form doch auch gezahlt wird, wenn bei vergleichsweise höheren Preisen die Einnahmen an den FiskuS gelangen.
So schwierig also die 93ergleid)ungen auch sind, ist ober nicht das, fonbern ein ganz anderer Gesichtspunkt maßgebend, wenn man ein objektives Urteil über die Belastungen der Bevölkerung durch die öffentliche Hand gewinnen will. Und hierauf muß besonders Gewicht gelegt werden, wenn man diese Vergleichung im Sinne der Dawes- beftimmungen durchfuhren will. Denn selbst wenn das deutsche Volk nur die gleich« oder sogar eine etwas geringere Steuerlast trüge, als die Völker feiner Gläubigermächte, und selbst wenn diese Last auf den Kopf der Bevölkerung errechnet, im Verhältnis zum Volkseinkommen nicht größer oder gar geringer wäre als etwa in Amerika, England ober Frankreich, würde es sich trotzdem um eine schwerer« Belastung handeln. Und zwar aus dem cinfa'd)cn Grunde, weil die wichtigsten Teile des deutschen Dokksvermögens durch den Krieg, die Abtretungen, die Beschlagnahme von Kolonien, Handelsflotte und Auslandguthaben und schließlich durch die vollkommene Vernichtung der Mittelstandsoermägen im Wege der Inflation, kurz, well die Kapitalgrundlage aus ein Minimum reduziert worden ist, auf welcher sich die Ein- kommen aufbauen. Wenn aber jemand, wie das bet den Gläubigervölkern fast überall der Fall ist, noch ein entsprechendes Vermögen hat, auf das er entweder zur Deckung seiner Steuerverpslichtungen oder aber als Notbehelf dann zurückgreifen kann, wenn ihm die Steuerlasten zeitweilig mehr von seinem Einkommen wegnehmen, als er zu ertragen vermag, so ist das ein gänzlich anderer Sachverhalt, als wenn die gesamte Steuerlast bei fehlender Ver- Mögensgrundlage ausschließlich aus dem laufenden Einkommen bestritten und auch bei dessen Rückgang oder zeitweiligem Ausfall aufgebracht werden muß. 9n dieser Lage befinden sich aber mehr als 90 o. H. aller deutschen Steuerzahler, und wenn sie deshalb in der Tat ebensoviel oder mehr aufbringen als andere, so leisten sie viel mehr als diese.
Don sozialdemokratischer Seite wird betont, daß zwischen dem aufgelösten Jagd- und Schützenverband und dem Depubli.schuhbund kein Zusammenhang bestehe und daß es sich nicht um ein geheimes Dafsenla^.er handelt, sondern um Waffen, die aufbewahrt wurden zum Schuhe der Druckerei und des Parteihauses, was nach den Ersahrungm, die in den letzten 10 Jahren in Deutschland und Station in sozialdemokratischen Dedakt'onen gemacht wurden, nicht verwunderlich erscheine. A'ch wird betont, daß sich die Heimwehrleute selbst wiederholt ganz offen mit Maschinengewehren photographieren ließen.
Oie LcmdwirischafiskrislS in Krankreich.
Poincars über ein srotagrarprogramm.
Paris. 14. Febr. (WTB) 3m Senat sand heute eine große Aussprach« über die Landwirt- schastspoliiit der Dcgierung statt, zu der Ministerpräsident Potncars in längeren Ausführungen Stellung nahm. Tie französische Landwirtschaft leide unter einer latenten Krise; zurückzuführen sei sie auf wirtschaftliche und soziale Ursachen und vor allem auf die Konkurrenz, dir die 3 n d u st r i e der Landwirtschaft mache. Tiefes Phänomen nehme einen bedrohlichen Charakter an. Tie bebaute Fläche in Frankreich fei um fast zwei Millionen Hektar zurückgegangen. An ihre Stelle seien Weide und sogar Brachland getreten. Als eine der Hauptursachen der Krise bezeichnete Poin- (arö den Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitern. Besonders im südwestlichen Frankreich mache sich die Landflucht stark bemerkbar. Alle bisher angewandten Maßnahmen zur Behebung der Krise könnten jedoch nur als Bchelfsmittel angesehen werden. Pcin- cate entwickelte alsdann ein toci gehendes landwirtschaftliches Wicderaufdaupro- g r a m m ; u. a. trat er ein für die Wieoerher- stellung der 3 o 11 ft a b i t i t ä t. Sollte diese Maßnahme nicht genügen, dann würde die Ae- gierung eines Tages untersuchen müssen, ob der Zollschutz für landtrittschast.i.^e Produkte ausreiche. Der Senat sprach der Regierung das Der- traucn für diese in dieser Hinsicht betriebene Politik aus.
Lockerung der Wohnungszwangswiri- schast in den hessischen Landgemeinden.
Darmstadt, 14. Febr. Der Gesetzgebungsaus- schuß des Hessischen Landtags behandttte eine Eingabe des Vorsitzenden des Hessischen Landgemeinde- tages betreffend Lockerung der Wohnungszwangs- wirtschaft in den Landgemeinden. MinisterK o re 11 erklärte, die Aushebung der Zwangswirtschaft sei zurzeit noch nicht möglich, in der Praxis würden aber die kritisierten Zwangsbestimmunacn fast garniert angewandt. Auf der formellen Beibehaltung der Bestimmungen müsse er jedoch bestehen, um bei Uebergriffen lokaler Stellen eingreifen zu können. Der Minister stellte eine Lockerung der Zwangswirtschaft für größere und teuere Wohnungen sowie für Läden in Aussicht. Aus der Debatte ging hervor, daß mit Ausnahme der Sozialdemokraten, die auf Beibehaltung der Bestimmungen bestanden, der größte Teil des Ausschusses eine allmähliche und teilweise Aushebung der Zwangswirtschaft für dringend notwendig hält. Die Regierung wurde ersucht, sie möge allmählich mit der Lockerung der Zwangswirtschaft «inen Anfang machen.
Oie Etatberatungen im Finanzausschuß des Hessischen Lanotags.
Darmstadt, 14. Febr. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtags erledigte in seiner heut.gen Sitzung zunächst die restlichen Kapitel des Ministeriums für Kultus und Bildungs- wesen. Kapitel 68 (Technische Hochschule Darm- stadt) wurde einschließlich der im Nachtragsetat an- geforderten Beträge für bauliche und innere Aus- geftaltungen angenommen, ebenso Kap 69 (Landes- bibliotM), wozu von der Regierung eine neue Vorlage angekündiat wurde, Kap. 70 (Landes- museum), Kap. 71 (Förderung der Landesgeschichte), Kap. 73 (Hochbauwesen) einschließlich der im Nach-
tragsetat vorgesehenen Forderungen und Kap. 74 (Denkmalpflege). — Der Ausschuß behandelte dann die Kapitel des Justizministeriums (100 bis 107), die ohne wesentliche Debatte angenommen wurden. — Zn gleicher Weise wurden die Kapitel des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft angenommen, so zunächst Kap. 75 bis 82. Bei Kap. 83 (Vodenverbesserung und Wasserversorgung) sand ein Antrag Dr. Niepoth (D. 23p.), Best (Vrp.) und Fenchel (Bbd.) Annahme, der den Staatszuschuß zu den Ko ft en der Feldbereinigung von 30000 auf 50000 Mark jährlich erhöhen will; der Zuschuß soll in Form von Zinszuschüssen gegeben werden. Die Regierung wird ersucht, eine Nachweisung vorzulegen, aus der hervorgeht, in welchen Gemeinden und in welcher Höhe Zuschüsse in den Rechnungsjahren 1924 28 gemacht worden sind. Genehmigt werden ferner Kap 84 bis 87. Bei Beratung des Kap. 88 (Arbeitsnachweise, Wohlfahrtspflege ufw.) entfpinnt sich eine lebhafte Debatte über StaatsZuschüsse zu gemeinnützigen Rechtsaus- funfts ft eilen, wofür 25 000 Mark eingesetzt sind. Auf Antrag Houry, diesen Betrag zu streichen, wurde das Kapitel vorläufig zurückgcstellt
Aus aller Wett.
Auf einer treibenden Eisscholle erfroren.
Lindau, 14. Febr. (WB.) Bei Wasserburg am Bodensee wurden heut' früh gegen acht Ahr acht Personen bemerkt, die mit einer Eisscholle ine offene Wasser des Sees hinausgetrieben worden waren. Mit großen Schwierigkeiten gelang es, fünf der Treibenden im bedenklichen Zustand zu retten, wobei es sich her- ausstellle, daß sie sich schon seit gestern nachmittag auf der Scholle befanden. Sie hatten sich auf das See-Eis gewagt, das mit ihnen ins Treiben gekommen war. Ihre Hilferufe wurden nicht gehört. Es handelte sich um f ü n f ft n a b e n im Alter von 8 bis 13 Jahren und um drei Erwachsene, die sich später auf die Suche nach dcn ftin- dern begeben haben und mit ihnen zusammen abgetrieben worden sind. Die drei Erwachsenen und zwei finaben sind gerettet worden. 3m Lause des Nachmittags bemühten sich der Schraubendampfer „Ocfferrcid)“ und die Wasserpolizei Lindau, zu den drei finaben zu gelangen, die auf der zweiten Eisscholle abgetrieben waren. Der Lindauer Wasserpolizei gelang es, bis zu den finaben oor- »ubrinnen. Sie färb zwei erfroren auf der Eisscholle, während der dritte nicht aufzufinden war und vermutlich ertrunken ist. Den den am Bormittag geretteten fünf Personen mußten drei mit schweren Erfrierungen ins Spital nach Hoyren gebracht werden, während die anderen beiden mit leichteren Erfrierungen baoongefommen sind.
D Kölner fiarneual ein geschäftlicher Mißerfolg.
Eine Umfrage der „Kölnischen Zeitung" bei den maßgebenden Stellen des Kölner karnevalistischen Lelens (bei KarnevalS^esell^chaften, Dallo.'alen, Kaf ce', Vesta:rart). Dergnü^ungs- Palästen und Dekorationsfirn e i) hat die Tatsache er;e;en, daß der diesmalige Karneval infolge des großen Geldmangels ein starker geschäftlicher Mißerfolg gewesen ist. Bei fast allen Karnevalsgesellscha'ten ist die Mitgliederzahl teilweise bis zur Halste zurück gegangen, wodurch die Go'ellschas ten selbst in große Ge.dschwierigk iten geraten sind. Bei allen Teranftaltungen (Sitzungen, Kostümfesten^ und Maskenbällen) ist der Verzehr sehr z u r ü ck g e g a n g c n . dagegen der Verbrauch an Mineralwasser stark gestiegen. Sekt wurde fast überhaupt nicht getrunken. Es wurde in zahlreichen Fällen auch versucht, Weine und Butterbrote von zuhause in d i e Balllokale ein zu schmuggeln, was in einigen Fällen zu „ Zollrevisionen" durch Wirte und Kellner - auch bei den weiblichen Besuchern — führte. Ein Umsatz von 4,53 Mk. pro Person auf einem Ball soll eine Diefenausnabe gewesen fein. 3n einem der größten Säle setzten 620 Personen insgesamt 839 Mk. um. 3n den DergnügungSpalästen, Kas eeS und Restaurants wird der Rückgang der Einnahme» auf 30 bis 40 Prozent geschätzt.
Unter Anklage des Versicherungsbetrugs.
Dor dem Erweiterten Schöffengericht Meferitz begann heute der Prozeß gegen, den kanadischen Staatsangehörigen Eckoff. Dem Angeklagten wird Versicherungsbetrug zur Last gelegt, Verleitung zur falschen Aussage, um eine Versicherungssumme zu erhalten und Erdichtung eines Staub- Überfalls, um sich in den Besitz einer Versicherungssumme zu setzen. Der Angeklagte ist 1896 im Kaukasus geboren und hieß ursprünglich Ikajesf. Mit 16 3ahren wanderte er mit Verwandten nach Kanada aus. Er hatte in seiner amerikanischen Heimat verschiedene Berufe, wie Artist, Barbier, Hotelbeü^er, Farmer, Dentist und Photograph. S.in großes Vermögen will er sich durch Pelzhandel erworben haben. 1927 kam Eckoff in Bremerhaven mit seinem in Kanada erworbenen Auto an in der Absicht, über Deutschland^ nach seiner Heimat zu fahren. 3n Berlin brgao er sich zu einer Versicherungsgesellschaft, um aus Geheiß eines Unbekannten fein Auto versichern zu lassen. Auf dem Wege nach Polen hatte er zwei Autounfälle. Beim zweiten brannte sein Auto aus, und er selbst wurde verletzt. Als er geheilt war, fingierte er am 23. 3uni v. 3. den Aaubüberfall bei Bodelwitz, um sich in den Besitz der Llnfallversicherungssumme in Höhe von 200 000 Mk. zu sehen. Die von der Kriminalpolizei aufgenommenen Ermittlungen ergaben, daß Eckoff sämtliche Llnglücksfäli« nur hervorgerufen hatte, um sich In den Besitz der abgeschlossenen Versicherungen zu setzen. Ein Chauffeur sagte aus, bah Eckoff ihm 20 Mk. gegeben habe, damit er auf der Berliner Chaussee an einer verabredeten Stell« warten sollte, an der Eckoff seinen Wagen zur Explosion bringen wollte. Der Zeuge sollte bann vor Gericht bezeugen, daß Eckoff verunglückt sei. Der Angellagte habe ihm 1503 ML. als Belohnung angeboten.
fturzschluh.
In der nordspanischen E.adt Cuenca geriet in einem Hause der Transformator der elektrischen Lichtanlage i.t Brand, der auf das gesamte Gebäude Übergriff. Als der Besitzer und seine Frau versuchten, die Leitung zu durchschneiden, wurden sie von dem elektrischen Schlage tödlich getroffen. Ch Hausangestell.er. der den Körper eines Ge töteten berührte erhielt ebenfalls einen Schlag und wurde schwer verletzt
Todesopfer einer fiohlenoxtzd^asvergiflung.
In Düsseldorf wurden vier zu einem Haushalt gehörige Personen durch Kohlenoxydgas vergiftet besinnungslos aufgefunden. Der Feuerwehr gelang es, drei von ihnen wieder ins Leben zurückzurufcn. Das Hausmädchen der Familie war bereits tot. Die Kohlengase waren durch eine undichte Stelle in der Rohrzuführung der Zentralheizung in die Zimmer gedrungen.
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Wettorvoraussttge.
Wettervorau ssage für Samstag: Nebelig-wolk.g bis bedeckt, Abschwächung des Frostes,- Neigung zu Schneefällen.
Witterungsaussichten für Sonntag: Weiterer Rückgang des Frostes, vereinzelte Niederschläge.
Lufttemperaturen am 14 Februar: mittags — 1?. Grad Celsius, abends —14,7 Grad Celsius, am 15. Februar: morgens —16,5 Grad Celsius. Max^ . in um —12,7 Grad Celsius, Minimum — 19,1 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe: am 14. Februar: abends —5,9 Grad Celsius: ach 15. Februar: morgens —5,4 Grad Celsius
winterfportmeldungen der hesi. Dcllerdiensfsleste.
Vogelsberg (Hoherodskopf): Heiter, —20- Grad Ottlsius, 35 Zentimeter Pulverschnee, Ski ueb" Rodel sehr gut. — (Herchenhainer Höhe): Heiter, —18 Grad Celsius, 40 Zentimeter Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut
Odenwald (Tromm): Heiter, —18 Grad- Celsius, 38 Zentimeter Pulverschnee, Ski und Rodel gut. — (Neunkirchen): Heiter. —18 Grad Celsius, 38 Zentimeter Pulverschnee, Ski und Rodel gut
Sauerland (Winterberg): Bewölkt, —19 Grad Celsius, 45 Zentimeter Pulverschnee, Ski und Rodel gut
Schwarzwald (Ruhcstcin): —17 Grad Celsius, 73 Zentimeter Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut
G0 rMisch • Partenkirchen: Heiter, —22 Grad Celsius, 43 Zentimeter Pulverschnee, Ski und Rodel lehr gut. — Berchtesgaden: Lcichtet Schneefall, —17 Grad Celsius, 46 3entüneter verschnee, Ski und Rodel gut - •


