Handball der O. T.
Turnverein 1846 Gießen.
Das Spiel der 1. Mannschaft gegen die Stadtmannschaft Weilburg siel aus, bcs Weilburg nicht antrat.
Die 2. M ann schäft verlor — nur mit 9 Monn spielend, nach der Pause waren es nur noch 8 — gegen Lv. Wetzlar 2. Mannschaft 2:7. nachdem das Spiel bei Halbzeit noch 2 : 2 stand.
Die (Zugendmannschaft trug in Butzbach ein Freundschaftsspiel aus und verlor 5 : 1, Halbzeit 1:1. Butzbach hatte Spieler der A- Klasse eingestellt, die den Ausschlag gaben.
Tv. Marburg — Tv. Grohen-Vuseck 2:5 (2:1).
Merkwürdigerweise durfte ein Spieler vom Lv. 1846 Gießen, der noch wegen Schiedsrichterbeleidigung in einem Spiel gegen Großen-Buseck gesperrt war, als Schiedsrichter wirken. Trotz 13 Verwarnungen und 27 Strafstößen, die gegen die Dusecker ausgeteilt wurden, wurde obiges Resultat erzielt. Marburg hatte ausnahmsweise seine Mannschaft vollzählig beisammen, und konnte in der ersten Halbzeit stark drücken. 3n der zweiten Halbzeit konnte dann der besser eingespielte Dusecker Sturm seine Schuhkraft beweisen.
Techn. Hochschule Karlsruhe — Universität Gießen 9:5 (5:2)
3n der 8. Minute führten die Gießener bereits 2:0. Dann wurden drei Spieler auf ein und dieselbe Art spielunfähig getreten, so daß Karlsruhe dadurch stark im Vorteil war. Da die ^Iniversitätsmeisterschast im Pokalsystem aus- gespielt wird, scheidet Gießen mit diesem Spiel in der Zwischenrunde aus. 3n der Endrunde spielen jetzt Karlsruhe und Frankfurt.
D. f. B. Handball.
Das in der Freitagsvor-schau angesogte Rückspiel der Handballmannschaft gegen die Meisterelf des Turnvereins Garbenteichs kam infolge Absage der Turner nicht zustande und wurde auf einen späteren Termin verlegt.
D. f. B.
Die B. f. B. - L i g a errang wieder einen glänzenden Sieg, indem sie ihren Verbandsspielgegner, V. f. R. - B u tz b a ch , mit nicht weniger als 9:0 abfertigte und damit zwei weitere wertvolle Punkte errang. Der Sieg ist um so höher zu bewerten, als gerade Butzbach es war, das dem Wetzlarer Sportverein ein Unentschieden lieferte und damit einen Punkt, und der Gießener Spieloereinigung durch einen 2:1-Sieg sogar beide Punkte abnehmen konnte. V. f. B. hat erneut bewiesen, daß er seine Spitzenstellung im Lahnkreis zu Recht einnimmt und mindestens eine Klasse besser ist, als die meisten seiner Gegner: trotz mancherlei widriger Mißstände, wie gänzlich unzulängliche Platzverhältnisse und anderes mehr, in zehn Spielen zehn Siege und ein Gesamttoroerhältnis von 45:8 hercmszuholen, zeigt von einem beachtenswerten Können und einer starken Ueberlegenheit gegenüber den anderen Vereinen. Trotzdem soll zugegeben werden, daß die Spielweise der Mannschaft noch stark verbesserungsbedürftig ist. Der Sturm war bisher das Schmerzenskind in der Mannschaft, legte ober diesmal bedeutend mehr Durchschlags- und Schußkraft an den Tag, als in den letzten Spielen. Immerhin hätte er noch mehr Tore schießen können, wenn er seine Aktionen noch etwas wuchtiger gestaltet hätte. Die Läuferreihe leistete in punkto Zerstörung, wie immer, Vorzügliches, ließ dagegen in Bezug auf Aufbau des Spiels manches zu wünschen übrig. Ihre Vorlagen an den Sturm gingen meist über diesen hinweg, landeten bei der gegnerischen Verteidigung und waren infolgedessen für die eigene Angriffsreihe nur schwer zu erreichen, oder oft gar wertlos. Die Verteidigung einschließlich Tormann war auf der Höhe. Wenn die Mannschaft sich bemüht, den ihr eigenen flachen Kombinationsstil noch zu vervollkommnen, dürfte ihr die Meisterschaft des Lahnkreises sicher sein. Zum Spielverlauf sei kurz folgendes berichtet: Sofort von Anbeginn zeigt sich V.f. B. überlegen und trägt eine Reihe planvoller Angriffe vor, von denen der gut aufgelegte Sturm bereits in der ersten Viertelstunde drei mit Erfolg obschließt. Butzbach läßt sich nicht entmutigen und
Lache Vajiarro!
Roman von 3- Schneider-Foersil.
Urbeberrechtsschutz Oskar Meister, Werdau i. Sa.
45. Fortsetzung. Nachdruck verboten.
Hettingen wehrte mit einem schwachen Heben der Rechten. Gr fühlte, wie die Augen des Polizisten mit durchdringender Schärfe auf ihm ruhten, und wendete in maßloser Qual das Gesicht etwas zur Seite.
„Die Herren vermögen mir also keinerlei Auskunft zu geben," wandte sich der Beamte an Diebow. „Sie haben keinen Schrei gehört oder Schritte oder sonst irgend etwas, das uns ein Fingerzeig ist, wo wir die Spur aufzunehmen haben I"
„Rein!" sagte Diebow ehrlich. „Wir haben die ganze Rächt zusammen hier geschlafen, Baron Hettingen und ich!" Er zeigte nach dem Strohlager, über das die Decke noch unordentlich zu Boden hing.
„Wann sind die Herren herausgekommen?"
Kurt sann nach. „So gegen ein halb zehn Uhr - Baron Hettingen war schon hier, als ich kam! Gs ist wirklich Zeit, daß du zu liegen kommst," sagte er teilnehmend, und versuchte den Freund auf das Lager zu drücken.
Ohne eine weitere Frage gestellt zu haben, entfernte sich der Polizist. Diebow sah ihn draußen eindringlich mit dem anderen sprechen, der ihm scheinbar Untergebener war, denn er verneigte sich mehrmals zustimmend.
„3ft das nicht entsetzlich, Achim! — Ein Mädchen mit durchschnittener Kehle! Und so nahe 6ei unserer Hütte! Vielleicht hat dich ein unbestimmtes Ahnen von dem Grauenhaften schon gestern abend so nervös gemacht. Du scheinst für solche Dinae sehr sensibel zu fein. 3ch selber habe ja auch schon seit 3ahren nicht mehr so schlecht geschlafen! Wenn ich dich nicht immer wieder an meiner Seite verspürt hätte, wäre ich glattweg auf und nach Bellinzona hinunter. So unheimlich kam es mir vor."
Turnen, Sport und Spiet.
versucht unter Aufbietung aller Energie das Resultat zu verbessern. Seinem Sturm, der nicht schlecht ist, und verschiedentlick sogar recht gute Leistungen zeigt, fehlt jedoch die Unterstützung der Läuferreihe. Immerhin vermag der Gegner vis kurz vor der Pause weitere Erfolge der im Feldspiel überlegenen Platzmannschaft zu verhindern, muß dann aber doch noch ein viertes Tor hinnehmen. Rach dem Wechsel kommt V. f. B. mehr und mehr auf und beherrscht allmählich vollkommen das Feld. Der Gegner kommt nur noch in vereinzelten Durchbrüchen vor, die jedoch von der Verteidigung rechtzeitig abgestoppt werden. Der Sturm der Platzmannschaft ist in einer selten guten Form, und vermag trotz verzweifelter Gegenwehr der recht guten Verteidigung und des glänzenden Tormanns, dessen hervorragendes Können seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage bewahrte, noch fünfmal einzuschießen und jo das Schlußresultat auf 9:0 zu stellen. Nicht unerwähnt darf die vorzügliche Leistung des Schiedsrichters Z u 11 (Spielvereinigung 1900) bleiben, der mit seiner umsichtigen und korrekten Leitung ein gut Teil Verdienst an dem fairen und ruhigen Ver- lanf des Treffens, wofür auch den beiden Mannschaften volle Anerkennung zu zollen ist, hatte.
Das Spiel der vierten Mannschaft gegen die Erste Steinbachs wurde verschoben.
Spielvereimgung 1900 Gießen.
1900 Gießen (Liga) — Herborn (Liga) 3:3. (Halbzeit 0:2).
ö. Die Gießener spielten am Sonntag wider Erwarten auf eigenem Platz gegen Herborn nur unentschieden. Spiele, die mit solcher Schärfe durchgeführt werden, gehören au fdern Sportplatz an der Liebigshöhe zur Seltenheit. Das Publikum nahm regen Anteil an den Geschehnissen auf dem Spielfeld, besonders der zahlreiche Herborner Anhang. Die 1900er mußten dieses schwere Spiel gegen den derzeitigen Tabellenzweiten ohne ihren bewährten Tormann Brambach und ihren besten Stürmer Heilmann machen, da beide erkrankt sind. Sie nahmen anfangs das Spiel viel zu leicht, so daß Herborn etwas mehr vom Spiel hatte, insbesondere da die körperlich gut disponierte Mannschaft durch großen Eifer immer wieder in den Besitz des BaUes kam. Erst als der Platzverein mit 0:2 Toren im Hintertreffen war, ging er mehr aus sich heraus und erzielte mehrere äußerst günstige Torchancen, so daß der Ausgleich bis zur Pause verdient gewesen wäre. 3n der Pause erhielten die Mannschaften neue Instruktionen, die besonders bei den 1900cm fruchteten. Die Gießener Elf legte in der zweiten Halbzeit mit einer Energie los, der die Herborner doch nicht gewachsen waren. Die Vereinigten erzielten denn auch den Ausgleich. Ein weiteres Tor, bei dem der fair angegangene Herborner Torwart den Ball ins eigene Retz warf, erkannte der Schiri aus unbefanntem Grund nicht an. Dann lieh der Gießener Ersah- Hüter einen Schuß des Linksaußen Herbvrns aus den Händen springen, der Gegner führte wieder nach kurzem Geplänkel 3:2. Aber nochmals erzielte 1900, das zeitweise stark überlegen war, den mehr als verdienten Ausgleich. Alle drei Gießener Treffer erzielte der Halbrechte, Erb. Abgesehen von Durchbrüchen, spielte sich das Spiel in der zweiten Hälfte im Spielfeld Herborns ab. Man weiß nicht, wie es geworden wäre, wenn der Gießener Rechtsaußen nicht eine halbe Stunde vor Schluß so verletzt worden wäre, daß er zunächst ausscheiden und später nur noch als Statist mitwirken konnte.
Tas vorher angesehte Spiel 1900 Reser - Den gegen Herborns Res erven gewann 1900 kampflos. Der Gegner hatte vorgezogen, zu Hause zu bleiben, da die Bahnverbindung dem Spielbeginn nicht günstig war.
Das am Vormittag zum Austrag gekommene Spiel 1 9 0 0 dritte Mannschaft gegen V. f. B. dritte Mannschaft ging für den Platzverein mit 1:2 Toren verloren. Der Tormann soll nicht ganz schuldlos an den beiden Treffern des Gegners sein.
Fußball in Heuchelheim.
Die erste Mannschaft des Sportvereins Heuchelheim wartete am Sonntag vergeblich auf ihren Gegner, F. C. Teutonia, Laubach.
Hettingen brachte keinen Ton über die Lippen. Klatschend vor Rässe hing ihm das Hemd um den Leib. Zwischenhinein machte ein Schüttelfrost seinen Körper erzittern, daß et haltlos gegen die Bretter fiel.
Diebow stillte nach dem Brunnen, ein Glas Wasser für ihn zu holen, sah zwei Herren, die er als Beamte des Gerichtes in Bellinzona erkannte, auf sich zugehen, die baten, noch einmal eintreten zu dürfen.
Er bejahte höflich mit dem Ersuchen, falls sie weitere Fragen zu stellen hätten, diese ausschließlich an ihn zu richten, da sein Freund völlig am Zusammenbrechen sei.
Ein scharfer Blick flog zu 3oachim, der reglos auf dem Bette saß und vor sich hinsah.
Daß es so leicht war, das Rätsel zu lösen, hatten die Beamten nicht erwartet. Hier fand sich alles, was zur Klärung der Sache nötig wat.
Man mußte nur mit etwas Vorsicht zu Werke gehen, daß der Täter nicht zu früh Verdacht schöpfte und womöglich Selbstmord beging. Die Hauptsache blieb, ihn in sicheren Gewahrsam zu bringen, das andere ergab sich dann ganz von selbst.
Der Zufall war ungemein günstig, denn draußen hielt eben der Kraftwagen, den 3ankes heraufgeschickt hatte, um den Baron zu holen.
Diebow ging neben dem Freunde her nach dem Auto und drückte ihn sorglich in die Lederpolster. „3n fünf Minuten sind wir zu Hause, Achim!" sagte er tröstend und nahm an seiner Seite Platz. Einer der Beamten bat höflich, ob es ihm nicht gestattet wäre, mitzukommen. Es bedeute für ihn eine große Zeitersparnis.
Diebow öffnete ohne weiteres den Schlag wieder. den er bereits zugeklappt hatte. „Sie können ruhig mlttommen.“ Zurückblickend, bemerkte er, wie einer der Polizisten dem im Wagen sitzenden ein Zeichen gab. Aber er legte nicht den mindesten Wert daraus, sah nur besorgt nach 3oa- chim, der schweigend in den Polstern sah.
„Wenn man nur erst zu Hause war. Dann würde alles rasch wieder gut fein.“
Als der Wagen vor der Villa 3ankes hielt, bat der Beamte, mit hineinkommen zu dürfen, um
allenfalls noch einige Fragen an die Herren richten zu können.
Diebow gewährte mit einem leichten Ricken. Zu dreien gingen sie den breiten befieften Weg hinauf, der zum Eingang führte. Hettingen vermochte sich kaum mehr auf den Füßen zu halten und schleppte sich nur mehr mit Mühe die Stufen zur Terrasse hinauf.
Die Halle war leer! Rur ein Diener rollte die Stühle zur Seite und säuberte mit einem Luxapparat den riesigen Teppich.
Als Kurt seinen Arm unter den 3oachims schieben wollte, um ihn nach seinem Zimmer hinaufzubegletten, trat der Beamte dazwischen und legte dem Baron die Hand auf die Schulter.
„3m (Hamen des Gesetzes erkläre ich Sie für verhaftet, Baron Hettingen!"
Ein momentanes Erstarren des stattlichen Körpers — dann ein Sprung zur Seite! — Mit einem Griff hatte Joachim eines der Gewehre des kunstvoll geschnitzten Ständers herausgerissen, als der Beamte es ihm mit einem kräftigen Schlag aus der Hand stieß.
Blitzschnell fuhr eine Gliederkette um seine beiden Gelenke, und die Stimme des Polizisten klang drohend zu ihm auf: „Durch nichts hätten Sie 3hre Täterschaft einwandfreier bestättgen können, als durch diesen Versuch, sich zu entleiben. Verhalten Sie sich vollkommen ruhig, Baron! 3eder Fluchtversuch wäre vollkommen zwecklos. Sie würden mich nur zwingen, Sie über den Haufen zu schießen. Das möchte ich unter allen ilmftäriben vermeiden. Wir brauchen erst noch 3hr unumwundenes Geständnis!"
Diebow erwachte allmählich aus seiner Betäubung, die ihn vollkommen wort- und tatlos gemacht hatte. Mit beiden Händen fuhr er nach dem Arme des Beamten. „Das ist ja Wahnsinn." schrie er ihn an. „Sie vergessen, wen Sie vor sich haben! — 3ch bin Zeuge, daß mein Freund die ganze Rächt an meiner Seite gelegen ist und keine Minute von mir wegging! Das muß 3hnen doch genügen!“
„Das genügt mir nicht! Sie kamen erst gegen neun älhr nach der Baracke! Die Tragödie kann
Infolgedessen kamen die Heuchelheimer kampflos zu zwei Punkten.
$. (5 Teutonia Steinberg.
Erste Mannschaft — Lollars Zweite 1:0 (0:0);
Eckenverhältnis 5:2.
Am Sonntag weilte die 2. Mamrschaft des Sportvereins Lollar in Steinberg zum fälligen Derbandsrückspiel. Lollar kam in verstärkter Auf
stellung. Steinberg mußte wegen Krankheitsfälle nur mit 10 Mann spielen. Das Spiel ging mit 0 :0 in die Pause. Slli.iberg war in der zweiten Halbzeit überlegen, konnte aber nur den siegesbringenden Treffer erzielen. Da der angesehte Schift Hofmann, Heuchelheim, nicht zur Stelle war, einigten sich beide Mannschaften auf den Schirianwärter Fr. Müller, Steinberg, ber das Spiel korrekt leitete.
Eki-Rennen aufdemHohew-skopf
Der Wald von Ski, der am Sonntagabend vom Bahnhof in Gießen einzog, verriet, daß das diesjährige interne Rennen des Ski- Kl u b s Giehen auf dem Hoherods- k o p f gut besucht gewesen war. Aber nicht nur zahlenmäßig, sondern auch sportlich kann der Ski-Klub mit Befriedigung auf das Unternehmen zurückschauen.
Zwar war die Schneedecke an den Hängen nach Breungeshain etwas dürftig. 3nfolge des Frostes liefen jedoch die Ski auch über gelegentliche Grasbüschel glatt hinweg. Um so besser waren die Schneeverhältnisse im Oberwald. Die Langläufer jagten im Pulverschnee dahin. Auf der großen Sprungschanze war durch Aufschütten von Schnee nach^eholfen worden. Am Sonntag in der Frühe erwartete man einen sonnigen Tag, wie es der Samstag zuvor gewesen war, an dem die Rennleitung sich Mittags im Freien die 3anuarfonne in die Kaffeetassen scheinen ließ. Aber am Renntag überzog sich im Lauf des Vormittags der Himmel, und zum Sprunglauf am Mittag hatte man wieder einmal den altbekannten Vogelsberger Rebel zu Gast.
Samstagabend in den Klubhäusern des VHC.: das übliche Bild. Rennungen, Startnummern, Bekanntgabe der Bedingungen. Dann ein Fackellauf am Hang, der sich leider etwas allzu sehr im Gelände verbarg. Später Gesang, Tanz und Bettruhe für den kommenden Tag.
Die L a n g l a u f strecke war sehr geschickt angelegt. Sie führte vom Klubhaus aus am Waldrand entlang durch den Oberwald, um von Rorden her (Flößerschneise) in flottem Gefälle die 3lbeshäuser Landstraße zu erreichen, von wo es an der Lauterbacher Hütte vorbei zum Teil quer durch den Wald zum Hoherodskopf zurückging. Länge: 10 Kilomeier. Höhendifserenz: etwa 200 Meter. Der Damen- und 3ugenölauf bog früher ab und war 4,3 Kilometer lang.
Die Langlaufzelten
waren gut. l)r. mell. Dobrowolny (Assistent am 3nftitut für Körperkultur) hat als 1. Sieger bewiesen, daß er nicht nur im Amt, sondern auch im weißen Gelände Rachfolger des in den Vorjahren als Sieger bekannten Dr. Heiß (jetzt in Berlin) geworden ist. Beachtenswert ist auch tne Laufzeit Wittings, der im vorigen 3ahr noch in der 3ugendgruppe als 1. Sieger gelaufen war und jetzt in der 1. Klasse (Läufer zwischen 18 und 32 3ahren) den 3. Preis davongetragen hat. Leider hatte der Laufwart des Gießener Ski- Klubs, von Grolman, unterwegs Dindungs- bruch. Durch die Reparatur verlor er wertvolle Minuten und einen Siegerpreis. Trotzdem ging er als Fünfbester mit 50,18 Minuten durchs Ziel. Die Konkurrenz in den beiden H.'rrenlanglauf- klassen war eine recht scharfe, zumal sich die Ski- Mannschaft des Hessischen Polizeisport- vereins beteiligte 3n der Klasse II. bewies der 1. Sieger, Kurt Georgi, daß er nicht nur als Ruderer, sondern auch auf anderen Aggregatzuständen des Wassers etwas zu leisten versteht.
Die Läufer der Altersklasse waren zwischen 30 und Mitte 40 3ahre alt. Die beiden Sieger, Daurat Mangold und Direttor Schultze (Rodheim a. d. B), sind als solche nicht unbekannt.
Dasselbe gilt von den beiden ersten Siegerinnen im Damenlauf, Frl. 3 a e ge r und Drill, während Frl. C h a 111 e r als 3. Siegerin den Beweis erbracht hat, daß sie Ende vorigen Winters auf dem Arlberg (Tirol) etwas dazugelernt hat.
Die männliche 3ugend zeichnet sich von 3ahr zu 3ahr durch brauchbarere Leistungen aus. Wcl er H e u ß e 1, zugleich 1. S eger im Abfahrtslauf, hat das Zeug zu einem tüchtigen Sports
mann. Auch der weiblichen 3ugend fei anerkennend gedacht.
Der Abfahrtslauf
ging diesmal von der 3ugendherberge durch den Oberwald, am ehemaligen 3aegerfchen Hcrus vorbei. den Westhang hinunter zwischen Fichten- beständen hindurch bis zum Rand des untersten Bestandes. Die Sicherheit der Läufer auf dem infolge des mangelhaften Schnees schwierigen, zum Teil verharschten Gelände bewies, daß man im Vogelsberg die Bretter beherrscht. Hierbei erreichte in der Klasse I der seither im Vogelsberg noch nicht befannte Mölders die beste Zeit. Grünbergs bester Läufer Kappes, der im Langlauf den zweiten Platz gehalten hatte, war im Abfahrtslauf 3. Sieger. Auch in der Altersklasse wurde gut gefahren. Auch hier wieder bekannte Sieger: Direktor Schultze und Staatsanwalt S ch u d t. Die Damen hielten bei den Siegen im Abfahrtslaus genau dieselbe Reihenfolge ein, wie im Langlauf, bei der männlichen 3ugendgruppe wechselten der 2. und 3. Sieger.
Reu war in diesem 3ahr die Beteiligung 3ugendlicher am Sprunglauf. Das was man bei den 3ugendlichen Borgmann und P o p p e r t an Sprungleistungen gesehen hat — es wurde auf dem kleinen Sprunghügel mit Tvuren-Ski gesprungen —, berechtigt zu den besten Hoffnungen. Sämtliche Sprünge dos Siegers Borgmann waren gestanden. Wie immer zog
der Sprunglauf
auf der großen Schanze die meisten Zuschauer an. Die Sprungweiten blieben freilich hinter denen des Vorjahres zurück, erreichten auch nicht die der älebungssprünge des Vortags. Der Rebel hatte den Schnee abgestumpft, so daß die Gleitwirkung schlecht war. Als neue Größen im Sprunglauf waren zu sehen: M ö l d e r s (der 1. Sieger im Abfahrtslauf) und vor allem Bartel, der durch die schnit ize Art, wie er sich dem Absprung näherte, auffiel. Beim letzten Sprung entrißen ihm freilich zwei schlechte Haltungs- noten (Haltung in der Luft und beim Aufsprung) den 1. Preis, den sich auch In diesem 3ahr wieder von Grolman yolte, der — vielleicht vom ersten Aufsprung abgesehen — sich wiederum als der sicherste Springer bewies.
Zum ersten Male wurden in diesem 3ahr für den
kombinierten Lauf (Langlauf und Sprunglauf) Roten erteilt Alle Si:ger, die n ur am Sprunglauf oder nur am Langlauf teilgenommen hatten, kamen bei dieser Wertung naturgemäß nicht in Frage. 1. Sieger blieb auch bei dieser Wertung von Grolman, dem Kappes-Grün- berg als 2. Sieger folgte.
Die Ski-Meisterschafl des Ski-Klubs Gießen fiel auch in diesem 3ahr" von Grolman zu, der sie bereits im vorigen 3ahr errungen hatte.
Von auswärtigen Sft^Klubs waren vertreten: Ski-Klub Grünberg. Marburg, Wetzlar und „Ski- Zunft hoher Westerwald Wetzlar", sowie der hessische Polizei-Sportverein, dessen Sportsmannschaft sich zur Zeit unter Führung von Polizeihauptmann Philippi auf der Ski- Hütte bei Rudingshain aufhält Diese Mannschaft konnte zwei Preise davontragen, obgleich sich eine Reihe ihrer besten Läufer zur Zeit im Schwarzwald befindet. Es steht zu hoffen, daß in den kommenden 3ähren diese Slimannschast, die sich in größerer Zahl am Lang- und Abfahrtslauf beteiligt hat, in den kommenden Zähren auch die Konkurrenz auf der großen Sprungschanze verschärfen hilft Leider war infolge einer Verkettung mißlicher ilmftänbe der sonst
sich ganz gut schon vorher abgespielt haben! Begreifen Sie, Herr Diebow?"
„Rein!" Das Haus hallte wieder von diesem Rein!
Dann rann Kurt ein Strom von Eiseskälte über den Leib. Hettingens sonderbares Benehmen, als er kam. Sern offensichtliches Bestreben, ihn weg $u haben! Das sonderbare Geräusch, das er beim ersten Sindösen gehört hatte! Die offene Türe, von der er bestimmt wußte, daß sie kurz zuvor noch geschlossen gewesen war.
Er mußte erst alle Kraft des Geistes aufbieten, eh er all dieses Häßliche von sich zu schieben vermochte. Beide Hände legte er auf 3oachims gefesselte.
„Sprich doch! — 3ch bitte dich um alles in der Welt, nur ein einziges Wort, das dich entlastet! Du Eannft es ja! Du brauchst ja nur ben Mund aufzutun! 3oachim, hörst du mich denn nicht!"
Er schüttelte ihn in zorniger Verzweiflung an den Schultern, sah, wie er schon in der nächsten Minute zusammenbrechen würde, lief nach dem Speisezimmer und kam mit einem Glase Rotwein zurück, das er ihm an die Lippen führte. Aber seine Finger zitterten derart, daß ein Teil des 3nhaltes auf Hettingens Hemdbrust floh.
„3ch danke dir, Kurt!" Es war das erste Wort aus 3oachims Mund. Aber seine Stimme war eine ganz andere! „Laß den Dingen ruhig ihren Laus! Das Leben hat für mich ja doch keinen Zweck mehr! Wenn nur schon alles aus und vorüber wäre!"
Zankes kam von oben fjerabgelaufen, sah die gefesselten Hände und Hettingens qualdurchfurchtes Gesicht und war in der nächsten Sekunde an seiner Seite. Zorngerötet wandte er sich an den Polizisten: „Mit welchem Recht vergreifen Sie sich an einem Gaste meines Hauses? — Baron, ich möchte Sie bitten, die Schmach, welch« man 3hnen in meinen vier Wänden angetan hat. nicht auf meine Schullern wälzen zu wollen. — Sprechen Sie, bitte!" die Aufforderung war an den Beamten gerichtet.
(Fortsetzung folgt.)
I 2 a n i 10 Rilomet •pobroiDolnr ©rünberg, Klasse II Schüßln 5 Sporl-Dere
2. 2an g meter): 1. Schultze, 2
3. Lan Mmeter) ■Still 30,1
4. Lan Kilometer Bruchhaus
5. San Jahren, 4.1 2. Hiltrud
6. 2ldsa 1,3 Jtilomrt 451. 2. ®r. pes, Sriink Verner §ch Dol.'Lport'
?. Absa 1,3 Kilomel' 2. Staatsar
S. Absa 1,3 Kilometz ■Brill 5,00.
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