Ur. 157 Erster Blatt
179. Jahrgang
Sreltag, 14. Juni 1929
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DerVölkerbundsrai stimmt demMinderheitenbericht zu
Stresemann wahrt Deutschlands grundsätzliche Stellungnahme zum Minderheitenproblem.
Das Rheinland lehnt die Verewigung der Kontrolle ab.
Eine Entschließung der bürgerlichen Parteien gegen die geplante „Feststellung«!- und Vergleichskommission".
das Zusammenleben der Völker betont und dis Souveränität als Grundpfeiler des Friedens bezeichnet. Das deutsche Ratsrnit- glied konnte diesem Gedanken um so lebhafter zustimmen, als auch Deutschland gerade jetzt begründete Hoffnung hat, die volle Souveränität über sein gesamtes Gebiet endlich wieder zu erlangen.
Madrid. 13. Juni. (WTD.) Nachdem der Dölkerbundsrat vor Eintritt in die Tagesordnung eine Mitteilung des chilenischen Ratsinit- gliedes über die Beilegung des Tacna- Arica-Zwischenfalles entgegengekommen und alle Mitglieder ihren Beifall hierzu ausgesprochen hatten, verlas 2l d a t s ch i den Bericht über die Verbesserung des Verfahrens bei Behandlung von Minder- heitenbeschwerden. Vach einer Erklärung Dandurands, der auf die erzielten Verbesserungen, insbesondere hinsichtlich der Erweiterung der Informationsquellen des Völkerbundes hinwies, erklärte
Reichsaußenminister Or. Stresemann:
Der Bericht, den Sie, verehrter Herr Präsiden, in Ihrer Eigenschaft als Berichterstatter uns heute unterbreitet haben, wurzelt in den Beschlüssen, die der Rat als Kommission gefaßt hat und die eine wesentliche Verbesserung der bisherigen Behandlung der Minderheitenfrage in sich bergen. Wenn die mit der Vorprüfung der Petitionen beauftragten Komitees von jetzt ab die Pflicht haben, das Ergebnis ihrer Arbeit den einzelnen Ratsmitgliedern m i t- zu teilen, so wird dadurch den Ratsmitgliedern die Entscheidung darüber, ob sie wesentliche Fragen vor den Rat bringen wollen, wesentlich erleichtert werden. Der vom Rat ausgesprochene Wunsch, daß das Ergebnis der Verhandlungen so oft wie nur möglich der Oeffent- keit bekanntgegeben wird, wird wesentlich zur Beruhigung beitragen, da, wenn das Komitee sich diesen Wunsch bei jedem einzelnen Falle vor Augen hält, die Möglichkeit gegeben wird, daß die Petenten schon nach Abschluß des Vorverfahrens wenigstens auf diesem Wege von dem Schicksal ihrer Beschwerde Kenntnis erhalten. Wenn dank der Intervention des verehrten Vertreters von Kanada weiter zweifelsfrei klargestellt worden ist, daß die Komitees hinsichtlich der De- schasfung des nötigen Materials für die Aufklärung der vorliegenden Fälle keinerlei Beschränkungen unterliegen, also ergänzende Informationen in geeigneter Form auch von den Beschwerdeführern einholen können, so scheint mir auch dies ein wertvoller Gewinn unserer Beratungen zu sein.
Ich verkenne in keiner Weise die tatsächliche und psychologische Wirkung dieses unzweifelhaft verbesserten Verfahrens. Ich bedauere jedoch, daß eine Anregung, die in der deutschen Denkschrift begründet worden ist, nicht die Zustimmung des Rates gefunden hat. Sie betrifft die Frage der Ausschließung der Vertreter stammverwandter Länder von der Teilnahme an der Vorprüfung der Beschwerden. Die Anregung der deutschen Regierung entspricht dem Geiste des Völkerbundes. Untere Arbeit wird stets zum Mißerfolg verdammt sein, wenn wir von dem Mißtrauen der Dölkerbunds- staaten ausgehen und wenn wir nicht Wunsch und Pflicht der Objektivität untereinander anerkennen.
Die Arbeit der Mächte, die hier im Völkerbundsrat vereinigt sind, kann nicht darin bestehen, Interessenkämpfe untereinander auszukämpfen. Sinn und Geist des Völkerbundes ist, darüber hinaus Wege zu finden, um unter Anerkennung überstaatlicher Gedanken neben dem naturgemäßen nationalen Empfinden den Ausgleich zwischen den Aufgaben der Staaten und Völker zu suchen. Ich versage es mir, auf die vielfache irrtümliche Auffassung hinzuweisen, die sich an die deutsche Anregung knüpft, eine ständige Kommission zur Verfolgung der Minderheitenfrage einzurichten, und beschränke mich auf das, was darüber auf deutscher Seite in der Sitzung der Kommission selbst ousgeführt worden ist.
wenn Ich dem Bericht zu st Imme, weil ich die Verbesserungen anerkenne, die er mit sich bringt, so muh ich doch gleichzeitig feststellen. dah der grundsätzliche Standpunkt, wie er in der deutschen Denkschrift und in den Erklärungen in der Kommission niedergelegt ist, in vollem Umfange aufrecht erhal- t e n wird. Ich darf darauf Hinweisen, daß die Anregung der deutschen Denkschrift auf Einsetzung eines ständigen Komitees auch in einer Tagung der Völkerbundsligen zum Ausdruck gekommen ist, ein Wunsch gerade derjenigen Organisationen, die sich die Propagierung des Völkerbundsgedankens in allen Ländern zur Aufgabe sehen und die diejenige organisierte Bewegung darslellen, von der der Völkerbundsgedanke bei unseren Völkern getragen wird.
Es ist von einer Körperschaft wie dem Völkerbunds- rat zu erwarten, daß die jetzt beschlossene Regelung durch weitere Verbesserungen ergänzt werden wird, wenn die praktische Durchführung den gehegten Erwartungen nicht entsprechen sollte. Nach dieser Richtung hin wird jedes Ratsmitglied sich v o l l e F r e i - he i t für die weitere Behandlung der jetzt zur Durchführung gekommenen Anregung vorbehalten müssen. Der Bericht bedeutet in seinen praktischen Folgerungen einen Lösungsversuch, der dem Dölkerbundsrat eine wertvolle Handhabe für die Praxis gibt. Er wird denjenigen, welche die dem Bericht beigegebenen Unterlagen studieren, zeigen, welche gro
ßen Probleme sich hinter dieser praktischen Arbeit verbergen. Eine grundsätzliche Einigung der Auffassungen über Umfang und Begrenzung der dem Völkerbundsrat zustehenden Rechte und Pflichten ist nicht erfolgt. Der Beschlußtz des Rates, dieses gesamte Material allen Mitgliedern des Völkerbundes zuzustellen, wird diesem Gelegenheit geben, zu prüfen, ob nicht in dieser Frage eine Einigung erzielt werden kann und erzielt werden muß. Auch denjenigen Mächten, die dem Rat nicht angehören, die aber ihr Interesse an der Behandlung des Problems bereits bekundet haben, steht selbstverständlich das Recht zu, ihrerseits zu dem ihnen übermittelten Bericht Stellung zu nehmen, ebenso wie jedes Mitglied des Völkerbundes sich Vorbehalten muß, alle in den Satzungen des Völkerbundes gegebenen Möglichkeiten zur Klärung dieser Frage in Anspruch zu nehmen. Dem Bericht in der jetzt vorliegenden Form und Fassung stimme ich zu!"
Oer französische Außenminister Briand beglückwünschte den Völkerbund zur Lösung einer Frage, die vielleicht die heikelste sei, die ihm Vorgelegen habe. Er wiederholte seine Erklärungen vom März über die Heiligkeit der Minderheitenrechte, denen aber der Grundsatz der Souveränität der Staaten als Grundlage des gesamten Völkerbundes gegenüberstehe. Er sprach die Befürchtung aus, daß die Minderheitenfrage wie in der Vergangenheit auch künftig im Dienste politischer Interessen als Operationsfeld zur Schaffung und Ausbeutung von Unbehagen und Tlnzu- friedenheit benutzt werden könnte, woraus sich eine Erschütterung des Völkerbundes ergeben würde. Niemand verlange vom deutschen Ratsmitglied die Preisgabe seiner Tleberzeugungen. Er danke dem deutschen Vertreter für den von ihm bewiesenen Geist der Versöhnlichkeit und des Entgegenkommens, der für das Bestehen des Völkerbundes unerläßlich sei.
Dr. Stresemann stimmte in einer kurzen Erwiderung Driand darin zu, daß es sich bei der Minderheitenfrage um eine sehr heikle Angelegenheit handle. Er erinnerte ferner daran, das Chamberlain im März d. I. ausdrücklich von der chm zugeschriebenen sogenannten A s s i - milationstheorie abgerückt sei und erklärt habe, daß seine früheren Aeuherungen mißverstanden seien und er niemals gesagt habe, daß die Minderheiten kulturell in der Mehrheit aufgehen sollten. Er hoffe, die Worte Driands dahin verstanden zu haben, dah unbeschadet der selbstverständlichen Loyalität der Minderheiten gegenüber ihrem Staat ihre sprachliche, kulturelle, religiöse und ethnische Eigenart gewahrt werde. Was die Notwendigkeit betreffe, die Souveränität des Staates zu achten, so stimme niemand mehr als der Vertreter des Deutschen Reiches den Worten Briands zu.
Damit war die Debatte geschlossen. Der Vorsitzende stellte fest, dah Einmütigkeit über den Bericht erzielt sei, dessen Vorschläge sofort in Kraft treten und bereits heute nachmittag bei den Arbeiten eines Dreierkomitees zur Anwendung kommen werden.
Oie Auffassung der deutschen Oelegation.
Madrid, 13. Juni. (WB.) Mit seinem heutigen Beschluß zur Minderheitenfrage hat der Völkerbundsrat den dritten der von Dr. Stresemann am letzten Dienstag empfohlenen Wege für die weitere Behandlung des Minderheitenproblems beschritten, nämlich den der Verabschiedung der Verbesserungen, über die eine Einigung erzielt werden konnte, während alle Fragen grundsätzlichen Charakters der Zukunft vorbehal- t e n bleiben sollen. Die deutsche Delegation sieht, wie dies Dr. Stresemann heute ausdrücklich erklärte, die Entwicklung nicht für abgeschlossen an. Die jetzt beschlossene Regelung wird durch weitere Verbesserungen ergänzt werden müssen, wenn ihre praktische Durchführung den gehegten Erwartungen nicht entsprechen sollte. Was die Lage selbst anlangt, so kann kein Zweifel bestehen, daß Deutschland in der grundsätzlichen Frage ziemlich allein steht. Trotzdem wurde eine Aenderung des Verfahrens erreicht, aus der bei richtiger konsequenter Anwendung für die Minderheiten erhebliche Vorteile erwachsen können. Vor allem werden die Arbeiten des für die Prüfung der einzelnen Beschwerdefälle eingesetzten Dreierkomitees aus dem bisherigen Dunkel in das volle Licht der Oeffentlichkeit gerückt werden. Die Tatsache, dah künftig die Oeffentlichkeit mit ihrer Kritik einsehen kann, wird die Dreierkomitees stark dahin beeinflussen, sich mit der Intensität und Objektivität an die Arbeit zu machen, die diese wichtigen Fragen verdienen. Weiter wird der älmstand, daß das Völkerbundssekretariat jährlich über die Verhandlungen der Dreierkomitees Bericht erstatten muh, dazu beitragen, immer weitere Kreise am Minderheitenproblem zu interessieren und die ganze Frage in Fluß zu halten. Bei diesem Charakter der heute beim Dölkerbundsrat beschlossenen Verbesserungen kann gesagt werden.
daß der im Kampf um die Wahrung der Rechte der Minderheiten in Madrid erreichte Abschluß natürlich nur eine Etappe bedeutet. In seiner Antwort an Briand fand Dr. Stresemann übrigens eine sehr glückliche Wendung. Der französische Außenminister hatte gegenüber den Rechten der Minderheiten die Bedeutung der vollen Souveränität der einzelnen Staaten für
Köln, 13. Juni. (TU.) Fünf große politische Parteien des Rheinlandes, die Zentrumspartei, die Deutsche Volkspartei, die Deutsche nationale Volkspartei, die Deutsche Demokratische Partei und die Reichsparlei des Deutschen Mittelstandes (Wirtschafts- Partei) faßten zur Rheinlandräumung folgende Entschließung:
„Die nach Abschluß dec Reparationskonferenz in den Vordergrund des öffentlichen Interesses tretende Frage der Rheinlandräumung veranlaßt die unterzeichneten politischen Parteien des Rheinlandes erneut, dem einmütigen Willen der rheinischen Bevölkerung feierlichen Ausdruck zu verleihen. Das Recht Deutschlands auf sofortige Räumung des gesamten besetzten Gebietes kann ernsthaft nicht bestritten werden. Auch nach vollzogener Räumung bedeuten die einseitigen Enlmilltari- sierungsbestrebungen des Friedensdiktates eine untragbare Belastung des Rheinlan- des. Widerrechtlich ist Frankreichs hartnäckiger versuch, die Einsetzung einer ständigenFest- stellungs- und Vergleichskommission
London. 14. Juni. (WTB. Funkspruch.) In großer Aufmachung und unter der Ueberschrlft „Kriegsakt der Sowjetregierung in China" berichtet „Daily Expreß" aus Peking: Rußland Hal den ersten direkten Kriegsakt gegen China unternommen als Folge der kürzlichen chinesischen Herausforderungen in der Mandschurei, wo der Kamps um den Besihder chinesischen Ost bahn gehl. Sowjellruppen haben bereits die sibirische Grenze überschritten. Posten sind in Khailar (Mongolei) errichtet worden und Sonderzüge eilen mit Verstärkungen auf der Transsibirischen Eisenbahn herbei. Diese neuen Truppen werden an der russisch-chinesischen Grenze zusammengezogen werden. Der Diktator der Mandschurei, Tschanghsüliang, der Sohn und Nachfolger Tschangsolins, hat einen dringenden Appell nach Nanking gesandt, in dem er Maßnahmen zum Schuhe seines Gebietes fordert. Eine Vollsitzung des Zentral- oollzugsrats ist in Eile einberufen worden, um die drohende Lage zu erwägen. Die Regierung in Nanking erhielt auch Telegramme von chinesischen Konsuln in Rußland, wonach die chinesischen Konsulate von russischen Truppen umstellt sind.
Nach einem Bericht des „Daily Telegraph" aus Peking hat Tschanghsüliang der Nanking-Regierung versichert, dah er die Grenze ausreichend zu schützen vermöge. Tschanghsüliang schätzt die Zahl dec nördlich der Großen Mauer stehenden chinesischen Truppen auf 300 000 voll ausgerüstete Mannschaften, die
Heute Unterzeichnung des Konkordates.
Berlin, 14. Juni. (Priv.-Tel.) Rach dem Abschluß der Verhandlungen zwischen dem Vertreter des Heiligen Stuhles Nuntius P a c e l l i und dem preußischen Ministerpräsidenten Dr. Braun wird Freitag im preußischen Staatsministerium der zwischen beiden Teilen vereinbarte Vertrag unterzeichnet werden. Der preußische Staat wird außer vom MiniflerprLsi- oenten durch den Kultusminister Becker und den Finanzminister Höpker-Aschoff vertreten sein, die Kurie außer durch den Nuntius Pacelli durch den Nuntiaturrat Alois C e n t o z und P. Gehrmann. Der Vertrag wird im Wortlaut nach älnterrichtung der Presse durch den preußischen Ministerpräsidenten und Kultusminister Becker im Laufe des Freitags veröffentlicht werden.
im Rheinlande gegen die Räumung einzuhandeln. Die Einsetzung einer solchen Kommission würde eine weitere Einschränkung der deutschen Souveränität und eine neue dauernde Entrechtung des rheinischen Gebietes bedeuten. Auch die wirtschaft- liche Freiheit und damit die wirtschaftliche Kraft dec Rheinlande würden hierdurch auf das schwerste betroffen. Line solche Kommission entspricht, wenn sie auch den Namen „Versöhnungskommission" trägt, nicht dem Streben nach Frieden, indem sich alle vernünftigen Menschen einig sind, sondern sie bedeutet die Verewigung des 21 n f r ie- b'e n s. Mit einem solchen untragbaren Opfer will die rheinische Bevölkerung die Räumung niemals ertauft wissen. Sie lehnt eine solche Kontrollkommission einmütig und einschränkungslos ab. hierin ist sie sich einig mit dem ganzen deutschen Volke. Die Reichsregierung wird bei der Ablehnung dieser neuen Bindung über alle Parteigrenzen hinaus st ä r k st e n Rückhalt in der gesamten Bevölkerung finden."
über Feldgeschütze, Haubitzen und reichliche Munition verfügen. Die Nanking-Regierung hat jedoch, nach dem Bericht des „Daily Telegraph", den Zentralvollzugsrat einberufen, um über diplomatische Aktionen Beschluß zu fassen. Die Haltung Japans werde eingehend verfolgt. Man nehme an, daß Tokio eingreifen werde, wenn Beweise vorhanden seien, daß die russische Invasion ein Ausmaß annehme, das die ganze Mandschurei gesährden könne. Die chinesischen Truppen seien bereits in einer Art Mobilisierung begriffen.
In einem Leitartikel führt „Daily Telegraph" aus, wenn die Information des Gouverneurs der Mandschurei den Tatsachen entspreche, könne sich die Lage sehr ernst gestalten, abgesehen davon, daß diese Aktion die Aufrichtigkeit der Annahme des Kelloggpaktes von feiten der Sowjetregierung in merkwürdiger Weise beleuchte. Rußlands Absicht gehe vielleicht dahin, die äußere Mongolei zu annektieren, die eine nominell unabhängige und hilflose Republik bilde, und ferner einen Teil der chinesischen Mongolei zu besehen, bis Genugtuung für die 21 e b e r f ä 11 e auf die russischen Konsulate gegeben werde. Sollte die Mandschurei selbst angegriffen werden, so könne dies ein Eingreifen Japans zum Schuhe feiner ausgedehnten Wirtschaftsinteressen in dieser Provinz zur Folge haben. Wenn es wirklich zu Feindseligkeiten komme, so könne dadurch die gesamte internationale Lage im fernen Offen in die ungewisse und gefährliche Lage zurückgeworfen werden. aus der sie herausgelangt zu sein schien.
Die Deutsche Demokratische Fraktion des Preußischen Landtags hat folgendes Schreiben an den Ministerpräsidenten gerichtet:
Die Deutsche Demokratische Landtagsfraktion ist bereit, an der Verabschiedung einer Vereinbarung mit der Kurie mitzuarbeiten. Sie seht dabei voraus, daß dem Landtag nach Bekanntgabe des Wortlautes des Vertrages ausreichende Gelegenheit gegeben wird, in eingehenden Ausschußberatungen zu den Einzelheiten deS Vertrages Stellung zu nehmen. Die Fraktion seht weiter voraus, daß ohne Verzug Verhandlungen mit den evangelischen Kirchen eingeleitet werden. Sie wird den Vereinbarungen mit der katholischen Kirche mit Rücksicht auf die Wahrung des konfessionellen Friedens und der Parität nicht zustinnnen tönneru wenn nicht das Zustandekommen auch dieser Vereinbarungen gesichert ist. Die Fraktion bereitet entsprechende Anträge vor.
Kriegsgefahr im Fernen Osten.
Russische Truppen überschreiten die Grenze der Mongolei. — Um die chinesische Ostbahn. — Waö macht Nanking? — Oie japanische Sphinx.


