tief im Urwald mit der Kamera zu belauschen. Die Seelöweninsel wird besucht und immer weiter geht es nach dem Süden. Den Höhepunkt der Reise aber, die Plüschow in seinem Buche „Silberkondor über Feuerland" beschreibt, bildet die Darstellung des Feuerlandes selbst mit seinen Gletschern und Schneebergen, seinen Urwäldern und Fjorden. Als erstem gelingt es ihm, mit seinem Flugzeug, dem „Silberkondor", nach lan- Sem, geduldigem Warten auf gut Wetter die i'nfcl bis zu ihrer Südspihe am Kap Horn zu überfliegen und so ein Gebiet in Wort und Bild festzuhalten, das noch keines Menschen Auge zuvor gesehen hat. Das Buch ist lebendig und ungekünstelt geschrieben. Drei Karten und 19 doppelseitige Tafeln versuchen den Bericht noch lebendiger zu gestalten.
Hessischer Schreinermeister- Verbandstag.
Pb. Butzbach, 11. Rov. Am 9. und 10. d. M. hielt der Landesverband der Hessisch. Schreinermeister seinen diesjährigen D e r - bandstag in unserer Stadt ab. Am Samstag- nachmittag fand zunächst im Hotel „Deutsches Hans" eine Ausschuhsihung statt, bei der in eingehender Weise über Organisationsfragen und die Belange des Berufs gesprochen wurde. Abends war dann im kleinen Saal des Hotels „Hessischer Hof" eine Begrüßungsfeier, bei welcher der Vorsitzende der Butzbacher 3n* nung, Schreinermeister Weigel, die aus allen drei Provinzen Hessens erschienenen Gäste willkommen hi:h. Weitere Ansprachen hielten Bürgermeister Dr. 3 a n s e n , Landtagsal^eordneter und Vorsitzender des Verbandes Schreinermeister Lautenbacher (D'e'rnrg), Schlossermeister Hetz (Friedberg), Syndikus Dr. Reif (Friedberg), sowie Schreinermeister Hassemer (Bingen). Die Feier wurde verschont durch Musikvorträge, durch Gesangsdarbieiungen des Gesangvereins „Orpheus" und turnerisch« Darbietungen des Turn- und Sportvereins.
Am Sonntagvormittag fand die Hauptversammlung statt, die der Verbandsvorsihend« Lautenbacher eröffnete. Ramens der Regierung und des Kreisamts Friedberg begrüßte Regierungsrat Dr. Meyer, namens der Stadt Bürgermeister Dr. Jansen, namens der Hand- werkskammer-Rebenstelle Friedberg Schlossermeister Heß, namens der Handwerkskammer Darmstadt Syndikus Dr. Reif und namens der Butzbacher 3nnung Schreinermeister Wei - ger die Erschienenen. Weiter war noch Landtags- abgeordnetec Prof. Dr. Werner erschienen, der ebenso wie die Vorgenannten in seiner Ansprache betonte, daß sich in heutiger Zeit auch die selbständigen Betriebe und Gewerbe organisieren müßten, um ihre Belange in den Parlamenten vertreten zu können. Hierauf wurde in die Tagesordnung eingetreten und beim Geschäftsbericht besonders darauf hingewe'en, daß bei der Räumung dec ersten Zone etwa 45 000 -Zimme-Kinrichtunce r freigeworden seien, die zum Teil an Kriegsbeschädigte und andere Personen unter dem Marktpreis abgegeben wurden. Bei der Räumung der zweiten Zone müsse unter allen Llrnständen darauf gesehen werden, daß diesmal keine Verschleuderung vor- komme. Hierauf hielt der Vorsitzende einen Vortrag über die Frage: „W ie können wir mit Erfolg an der Hebung unserer wirtschaftlichen Lage Mitarbeiten?" Er betonte hierbei, daß eine größere Produktionsmöglichkeit als fri'cher vorhan en sei, daß aber der Absahkreis gegen die Vorkriegszeit sich um beinahe 90 Pro e it vermindert habe. Von weiterer Wirkung sei die neuzeitliche Kunstrichtung, die maschinelle Herstellung, sowie die moderne Sachlichkeit und Zweckmäßigkeit, die wesentlich das Schreiverhandwerk beeinflußten. Er forderte Preiswirtschaft auf gesunder Grundlage, streif!« die Reichsverdingungs- ordnung, das Submissionswesen und d e Tarif» und Ausbildungspolitik, forderte Beitritt zu den Parteien und Mitarbeit im Parlament, dem Stadtrat usw. Lieber d'ese Frage fand eine ergiebige Ausspra' e statt, woran sich die Meister Schmutz l (Worms), Htas ferner (Gau-Alges- heim), Engelmann (Alzey), Heß (Friedberg), Lenz (Gießen) u. v. cu beteiligten. Letzterer betonte ebenso w'e die anderen Vertreter, daß die ein'e.nen Meister einer Partei beitreten sollten. Er sprach dann weiter über die Verhältnisse der Hegemag und gemeinnützige Baugenossenschaften. Weiterhin beteiligten sich noch Regierungsrat Dr. M e h e N und Bürgermeister Dr.
3 a n s e n an der Aussprache. Lieber die Hand- Werker-Rovelle und die Wahlen sprach Geschäftsführer Köhler, über den neuen Manteltarif für das Holzgewerbe Schreiner- meister Schmuhl (Worms). Rach der Wahl des Vorstandes fand eine Entschließung Annahme, in welcher der Landesverband sich gegen die Handhabung der Vergebungen sowohl durch den Staat als auch die Kommunen wendet, da nach wie vor der Billigstbietend« den Zuschlag erhält, ohne zu prüfen, ob bei einer solchen Berechnung eine Derdienstmöglichkeit besteht. Er verlangt bei Vergebungen größeren Llmfangs vorherige Prüfung durch Sachverständige, um Preisunterbietungen wirksam entgegenzutreten. Er lehnt jede Tariferhöhung ab, da für das Hand
werk nicht die gleichen Voraussetzungen zutreffen wie für Großbetriebe. Ebenso lehnt er nach wie vor die Einbeziehung des Lehrvertrags in den Tarifvertrag ab, da der Lehrvertrag «in Erziehungs- aber lein Arbeitsvertrag ist. Weiterhin wendet er sich gegen die geplante Aenderung bezüglich der Sondergebäudesteuer, die für die Folge in noch höherem Maße zur Ausbalancierung des Etats benutzt werden soll.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
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Wirtschaft.
Wirtschaftliche Konzentrationen.
Die neuerlichen Vorg änge in der Kabel- industrie, der Elektroindustrie, der Porzellanindustrie, der Automobilindustrie und der Dankwelt zeigen, daß über die deutsche Wirtschaft eine neue Konzentrationswelle hereingebrochen ist. 3n erster Linie ist für diese verstärkte Fortsetzung der Rationalisierung, die mit dem Ende der 3nflation und der Stabilisierung der Währung und dem Beginn neuer Bewertungssätze eingesetzt hat, der anhaltende deutsche Kapitalmarkt verantwortlich, der gerade in der letzten Zeit durch das Ausbleiben größerer Auslandkredite, einige wenige Fälle ausgenommen, ein besonders starkes Ausmaß angenommen hat. Allerdings sind die Möglichkeiten der Rationalisierung und ihr Erfolg nicht mehr in dem Umfange wie vor 3ahren auf technischem bzw. technisch-kaufmännischem Gebiete vorhanden, sondern heute liegen die Verhältnisse so, daß nur noch die Vollfusion, die Zusammenfassung gleichartiger Betriebe oder solcher, die sich gegenseitig ergänzen, zu einer Herabsetzung der Produktionskosten und damit zu einer Erhöhung der Gewinne führen kann. Dieser Konzentrationsprozeß ist aber in vielen Fällen ein Vorgang, der sich aus der Rotlage der einzelnen Unternehmungen ergibt, und diese infolgedessen, ungeachtet ihrer traditionellen Herkunft, zur Umstellung und zur Aufgabe ihrer wirtschaftlichen Selbständigkeit zwingt. Sicherlich könnte der Äon» zentrationskurs folgerichtiger und, unabhängig von ausgesprochenen Zwangsnotwendigkeiten, zweckmäßiger durchgeführt werden, wenn in Deutschland die Kapitalnot nicht so groß wäre.
Die Inanspruchnahme ausländischer Kapitalien seitens der Wirtschaft hat gerade jetzt wieder die viel erörterte Frage der Ueberfrembung in den Vordergrund gerückt. Man ist sich wohl heute darüber klar, daß bei der schmalen Kapitaldecke die deutsche Wirtschaft ohne eine Inanspruchnahme von Auslandkapitalien nicht auskommen kann, aber mit der Ueberfremdungsfrage ist die Form dieser Ka- pitalinanspruchnahme gemeint, und darüber gehen die Ansichten auseinander. Eine Jnteressennahme des Auslandes kann entweder in der Form der Uebernahme von Aktien, oder von Obligationen vor sich gehen. Die Beteiligung am Aktienkapital bedeutet eine Heranziehung des ausländischen Kapitals zur Tragung des geschäftlichen Risikos, welches nun einmal in jedem Unternehmen liegt. Es muß nur bei der Hergabe von Aktien an ausländische Kapitalgruppen dafür gesorgt werden, daß diese nicht einen ausschlaggebenden Einfluß auf das betreffende Unternehmen gewinnen. Die verringerte Aufnahmefähigkeit des deutschen Inland- mar k t e s und der sich daraus ergebende Wunsch, einen Ausgleich im Export zu schaffen, haben sicherlich neben der Kapitalnot auch zu einer Förderung des neuerdings eingetretenen Konzentrationsprozesses geführt. Denn man muß bedenken, daß gerade im Export es nicht nur auf die Qualität des Fabrikats, sondern auch auf eine finanziell starke Position ankommt, die ein Unternehmen in die Lage versetzt, den schweren Konkurrenzkampf durchzufechten. Wenn sich daher zwei oder mehrere Unternehmungen in dem gemeinsamen Bestreben nach Erhöhung ihres Auslandabsatzes bei gleichartiger, oder ergänzender Fabrikation zusammenschließen, so ist das nur selbstverständlich. Zu diesen Gründen kommen dann noch schließlich preispolitische Gesichtspunkte, die in vielen Fällen eine Zusammenfassung gleichartiger Unternehmungen befürworten, um die untereinander bestehende und die Rentabilität gefährdende Kontur- renz zu beseitigen.
* Liquidation der L a n d w i r t s ch a f t s - bank A.-G., Mainz. Die Generalversammlung beschloß die Liquidation der Gesellschaft. Veranlassung zu diesem Beschluß war, daß die an die Gründung der Bank geknüpften Erwartungen sich nicht erfüllt haben. Die Bank sollte in den durch die Besetzung abgeschlossenen hessischen Gebieten den landwirtschaftlichen Genossenschaften in der Weise dienen, daß sie Geschäfte, die nicht ohne weiteres in den Rahmen der Genossenschaften paßten, ausführte. Es hat fick jedoch im Laufe der Entwicklung gezeigt, daß diese Geschäfte durch die Genossenschaftsbanken getätigt werden. Die Bilanz schließt mit einem Verlust von 600 Mark ab. Zu Liquidatoren sind die geschäftsführenden Direktoren der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank in Darmstadt ernannt worden.
* Siegerländer Eisenerzbau und Hüttenindustrie im Oktober. Auch bei den Siegerländer Gruben machte sich im Oktober der Rückgang in der Roheisenerzeugung bemerkbar. Zwar sind noch keine Arbeiterentlassungen auf den Gruben vorgenommen worden, doch wird dies nicht zu vermeiden sein, wenn der zur Zeit schwächere Abruf der Hütten längere Zeit anhalten sollte. Der Roheisenabsatz der Hüttenindustrie hielt sich ungefähr auf der Höhe des Vormonats, da die Anforderungen des Roheisenverbandes ziemlich unverändert blieben und auch der Selbstverbrauch der Werke nicht unter den des Vormonats sank. Der Bedarf an Halbzeug war nach wie vor schwach, da es der weiterverarbeitenden Industrie an Aufträgen fehlte. In Stabeisen hielt sich jedoch der Absatz auf der Höhe des Vormonats. In Mittel- und Feinblechen hat sich das Geschäft nicht nennenswert geändert; einstweilen ist die Beschäftigung noch genügend. Die Mittel- und Feinblechpreise sind unverändert geblieben. Der Absatz in verzinkten Blechen war mangelhaft.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 13. Rod. Tendenz: Lustlos. — Auch zu Beginn der heutigen Börse war die Tendenz weiter lustlos, zumal Orders wieder kaum Vorlagen. Hinzu kamen die erneuten Kursrückgänge an der gestrigen Reuyorker Börse, die einen äußerst nachteiligen Eindruck machten und zur Zurückhaltung mahnten. Die Tendenz neigte zur Schwäche, und es ergaben sich gegenüber der gestrigen Abendbörse, obwohl dringendes Angebot nicht festzustellen war, bei Spezialwerten Abschläge bis zu 5 Proz. Anregungen fehlten auf der anderen Seite vollkommen. Die weiter zunehmende Arbeitslosigkeit im Reiche trug weiter zur Verstimmung bei. An den Rebenmärlten blieben jedoch die Abschläge verhältnismäßig gering. Am Elektromarkt waren Siemens mit minus 5 Proz. etwas stärker angeboten; auch Chadeaktien büßten 5 Mark ein; AEG. und Schuckert lagen bis zu 2 Proz. schwächer; Licht und Kraft eröffneten knapp gehalten. Don Chemiewerten gaben 3.-G.°Farben 2 Proz., Deutsche Erdöl 1 Proz. nach, Goldschmidt waren kaum verändert. Z e l l - stoffwerte und Schiffahrtsaktien lagen bis 1,75Proz. abgeschwächt. Kali Salzdetfurth verloren 3 Proz., während Westeregeln knapp behauptet bliebm. Am Montanmart l gingen die Verluste bis zu 1 Proz. Stahlverein waren gehalten. Rur Mansfelder schlugen hier aus dem Rahmen und büßten 3,75 Proz. ein. Anlaß hierzu boten der Taris- konslikt bei Mansfelder und das Ausscheiden eines Direktors bei diesem Llntemehmen. Bank- werte waren allgemein 1 Proz. niedriger. Commerzbank 3 Proz. schwächer, Reichsbankanteile lagen 6 Proz. abgeschwächt. Eine Ausnahme machte der Rentenmarlt. Hier waren besonders Zvlltürken aus den schon bekannten Gründen leb
hafter gehandelt und erneut 0,20 Proz. fester. Auch im Verlaufe blieb das Geschäft leblos. Die Kurse konnten sich aber allgemein bis zu 1 Proz. bessern. Die anfangs stärker gedrückten Papiere lagen bis zirka 2 Proz. fester. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6,5 Proz. weiter erleichtert. Am Devisenmarkt war London international fester, die Mark lag to:iter etwas gedrückt. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1805. gegen Pfund 20,40, London gegen Kabel 4,8768, gegen Paris 123,85, gegen Mailand 93,15, gegen Madrid 34,70, gegen Holland 12,08.
Berliner Börse.
Berlin, 13. Rov. Heute lag eine ganze Reihe ungünstiger Momente vor (schwache Auslandbörsen, Absahrückgang im Stickstvffkonzern und Mont-Cenis, trostlose Lage des Arbeitsrnarktes usw.), so daß man schon vormittags mit einem schwächeren Börsenbeginn rechnen konnte. Die ersten Kurse waren aber nicht so schwach, wie man befürchtet hatte; da das herauskommende Material leinen größeren Umfang annahm, gingen die Abschläge mir selten über 1 bis 3 v. H. hinaus. Rur die vom Ausland stärker abhängigen Papiere lagen wirklich schwach. So verloren Svenska 7,50 RM., Polyphon 8,5 v. H. Chadeaktien 3,50 Reichsmark, RWE. 5,25 v. H. und Reichsbank 8,25 v. H. Elektrische Licht & Kraft und Ham- burg-Süd zeichneten sich durch Festigkeit aus. Bei letzteren regten anscheinend die gemeldeten Baupläne an. Auf den Mansseld-Markt konnten die diversen Erklärungen nicht genügend wirken, der Kurs gab um weitere 3,5 v. H. nach. Deutsch« Anleihen ruhig. Reubesitz-Anleihe weiter abbröckelnd. Ausländer behauptet. Pfand- briefmarkt still. Der Geldmarkt war unverän- dert. Tagesgeld war mit 6 bis 8 v. H., Monatsgeld mit 8,5 bis 10 d. H. und Warenwechsel waren mit etwa 7,40 v. H. notiert. Der heran- nahenöe Steuertermin (am 15. d. M. sind bekanntlich Gewerbe- und Vermögenssteuer fällig), machte sich noch nicht sonderlich bemerkbar. Rach den ersten Kursen wurde es allgemein etwas freundlicher. Die Rachricht eines Mittagsblattes. daß der Doung-Plan ohne Rücksicht auf den Volksentscheid noch im 3ahre 1929 perfekt werden soll, regte etwas an. Vereinzelte Deckungen führten zu 1- bis 2-v. H.-Kurs- erholungen; besonders die anfänglich stärker gedrückten Werte wie Feldmühle, Reichsbank, Polyphon usw. wurden hiervon stärker betroffen. Rur Svenska lagen weiter schwach und gaben erneut um 3,50 Reichsmark nach. Chadeaktien weitere 2 Reichsmark niedriger.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 13. Rov. Am heutigen Hauptmarkt war die Haltung wieder ausgesprochen flau. Die Getreidepreise mußten sich eine erneute Reduzierung gefallen lassen. Weizen gab 0,50 Mk. und Roggen ebenfalls 0,50 Mk. nach Am Mehlmarkt lag Weizen- und Roggenmehl j« 0,50 Mk. niedriger. Auch in Futtermitteln hielt di« schwache Haltung an. Mais, Weizenkleie und Roggenklei« verloren jeweils bis 0.50 Mk. Es wurden notiert: Weizen 24,50 bis 24,75; Roggen 17,75; Sommergerste für Brauzweck« 19 bis 19,50; Hafer, inländischer 18; Mais (gelb) für andere Zwecke 18; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 37 bis 37,50; Roggenmehl 25,50 bis 26,50; Wei- zenklei« 9,25 bis 9,35; Roggenkleie 9,50. Tendenz: flau.
Vermischtes.
Zehntausend Wähler suchen einen Kandidaten.
Der Berliner Zentrumspartei ist ein herbes Mißgeschick widerfahren. Einer ihrer Vertrauensleute hat vergessen, die Stadtver- ordnetenoorschläge einz ureichen, und jetzt hat ein ganzer Bezirk keinen Zen- t r u m s f a n b i b a t e n für bie Wahl am 17. November. Es hanbelt sich um ben Bezirk Charlotten- burg, ber bisher einen Stabtoerorbneten der Zentrumsfraktion für das Berliner Rathaus stellte. Rund 10 000 Zentrumswähler in Eharlottenburg haben keinen Parteikanbidaten.
heldenehrung in Frankreich.
Wie aus Arras gemeldet wird, hat sich gelegentlich des Waffenstillstands- t a g e s eine deutsche Deleea ion unter Führung d s Oberpräsidenten der Rheinpro- v i n z nach dem deutschen Kriegerfriedhof von Maison Blanche bei Reuville-St. Da ast begeben und dort Blumen niedergelegt. Die Delegation hat die gleiche Geste auf dem benachbarten französischen Soldatenfriedhof von LaTargette wiederholt.
Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt belchlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 v. H., Lombardzinsfuß 8 o. H.
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110
—
'Bliafl. ... 10
121
*
120
119
Gebr. Roeder . ......10
104,5
—_
Boigt 4 taefjna ......9
222
_
222
_
Südd. Zucker ....... 10
156,5
156
—
Banknoten.
Berlin, 12. November
Geld
Bries
Amerikanische Roten . . .
Belgilche Noten ......
Dänische Noten .......
Englische Noten . ....... französische Noten.......
Holländische Noten..... .
Italienische Noten........
Norwegische Noten..... .
Dcutsch-Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten.......
Schwedische Noten.......
Schweizer Noten . . ...... Spanische Noten........
T'chechojlowakische Noten.....
Ungarilche Noten .....
4,bl 58,25
111,68
20,347
16,42
168,36 21,835 111,63
58,58 2,475
<11,93 80,86 58,63
12,335 72,80
4,191
58,45
112.12
20,427
16,48 169,04 21.915 112.07
58,82 2.495
112,37
81.18
58.87
12.395
73.10
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H.
12 Novemdei
13- November
Amtliche Notierung
Am'.iiche Nonerung
td
Brtel
Geld
«riel
Am't.-Nott
168,68
169,02
168.65
168.99
Buen.-AireS
1.732
1,736
1,721
1,725
Brfl.-Antw
58,46
58,58
58.45
58.57
Christiania
111,93
112,15
111.91
112 13
fiDpenbaQ.’n
111.98
112,20
111.95
112,17
Stockholm -
112,24
112.46
112.26
112,48
HelsingforS
10,503
10,523
10,50
10.52
stallen. .
21,875
21,915
21,88
21,92
London. . .
20.38
20,42
20,375
20.415
Neuhork . .
4,1790
4,1870
4,1780
4,1860
Paris. . .
16,45
16,49
16,45
16,49
Scbweß ..
80,985
81,145
80,965
81,125
©Da” len .
58,61
58.73
58,61
58,73
Japan . . . 'Hlo de Jan
2,041
2,045
2.036
2,040
0.491
0.493
0.491
0 493
Wien in D-- Cefl. abfltfi
58,74
58.86
58.73
58,85
Prag .
12,379
12,399
12.379
12.399
Pelirad -
7,391
7,405
7.390
7.404
vudapekt.
73,03
73.17
73,01
73,15
Bul arten
3,012
3,018
3,012
3.018
Lissabon Danzig. . . .Ponft..ntin. Athen. .
18,80
18.84
18.80
18.84
81,47
81,63
81,47
81.63
1,973
1,977
1,973
1.977
5,425
5,435
5,425
5,435
Tanada
4,101
4,109
4,096
4,104
Uru uat) .
4,056
4,064
20,935
4,066
4.074
t-atro . . -
20,895
20,885
20,935


