Ausgabe 
13.11.1929
 
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tief im Urwald mit der Kamera zu belauschen. Die Seelöweninsel wird besucht und immer weiter geht es nach dem Süden. Den Höhepunkt der Reise aber, die Plüschow in seinem BucheSil­berkondor über Feuerland" beschreibt, bildet die Darstellung des Feuerlandes selbst mit seinen Gletschern und Schneebergen, seinen Urwäldern und Fjorden. Als erstem gelingt es ihm, mit seinem Flugzeug, demSilberkondor", nach lan- Sem, geduldigem Warten auf gut Wetter die i'nfcl bis zu ihrer Südspihe am Kap Horn zu überfliegen und so ein Gebiet in Wort und Bild festzuhalten, das noch keines Menschen Auge zuvor gesehen hat. Das Buch ist lebendig und ungekünstelt geschrieben. Drei Karten und 19 doppelseitige Tafeln versuchen den Bericht noch lebendiger zu gestalten.

Hessischer Schreinermeister- Verbandstag.

Pb. Butzbach, 11. Rov. Am 9. und 10. d. M. hielt der Landesverband der Hessisch. Schreinermeister seinen diesjährigen D e r - bandstag in unserer Stadt ab. Am Samstag- nachmittag fand zunächst im HotelDeutsches Hans" eine Ausschuhsihung statt, bei der in eingehender Weise über Organisationsfragen und die Belange des Berufs gesprochen wurde. Abends war dann im kleinen Saal des Hotels Hessischer Hof" eine Begrüßungsfeier, bei welcher der Vorsitzende der Butzbacher 3n* nung, Schreinermeister Weigel, die aus allen drei Provinzen Hessens erschienenen Gäste will­kommen hi:h. Weitere Ansprachen hielten Bürger­meister Dr. 3 a n s e n , Landtagsal^eordneter und Vorsitzender des Verbandes Schreinermeister Lautenbacher (D'e'rnrg), Schlossermeister Hetz (Friedberg), Syndikus Dr. Reif (Fried­berg), sowie Schreinermeister Hassemer (Bin­gen). Die Feier wurde verschont durch Musik­vorträge, durch Gesangsdarbieiungen des Gesang­vereinsOrpheus" und turnerisch« Darbietungen des Turn- und Sportvereins.

Am Sonntagvormittag fand die Hauptver­sammlung statt, die der Verbandsvorsihend« Lautenbacher eröffnete. Ramens der Re­gierung und des Kreisamts Friedberg begrüßte Regierungsrat Dr. Meyer, namens der Stadt Bürgermeister Dr. Jansen, namens der Hand- werkskammer-Rebenstelle Friedberg Schlosser­meister Heß, namens der Handwerkskammer Darmstadt Syndikus Dr. Reif und namens der Butzbacher 3nnung Schreinermeister Wei - ger die Erschienenen. Weiter war noch Landtags- abgeordnetec Prof. Dr. Werner erschienen, der ebenso wie die Vorgenannten in seiner An­sprache betonte, daß sich in heutiger Zeit auch die selbständigen Betriebe und Gewerbe organi­sieren müßten, um ihre Belange in den Parla­menten vertreten zu können. Hierauf wurde in die Tagesordnung eingetreten und beim Ge­schäftsbericht besonders darauf hingewe'en, daß bei der Räumung dec ersten Zone etwa 45 000 -Zimme-Kinrichtunce r freigeworden seien, die zum Teil an Kriegsbeschädigte und andere Personen unter dem Marktpreis abgegeben wurden. Bei der Räumung der zweiten Zone müsse unter allen Llrnständen darauf gesehen werden, daß diesmal keine Verschleuderung vor- komme. Hierauf hielt der Vorsitzende einen Vor­trag über die Frage:W ie können wir mit Erfolg an der Hebung unserer wirtschaftlichen Lage Mitarbeiten?" Er betonte hierbei, daß eine größere Produk­tionsmöglichkeit als fri'cher vorhan en sei, daß aber der Absahkreis gegen die Vorkriegszeit sich um beinahe 90 Pro e it vermindert habe. Von weiterer Wirkung sei die neuzeitliche Kunstrich­tung, die maschinelle Herstellung, sowie die mo­derne Sachlichkeit und Zweckmäßigkeit, die we­sentlich das Schreiverhandwerk beeinflußten. Er forderte Preiswirtschaft auf gesunder Grundlage, streif!« die Reichsverdingungs- ordnung, das Submissionswesen und d e Tarif» und Ausbildungspolitik, forderte Beitritt zu den Parteien und Mitarbeit im Parlament, dem Stadtrat usw. Lieber d'ese Frage fand eine er­giebige Ausspra' e statt, woran sich die Meister Schmutz l (Worms), Htas ferner (Gau-Alges- heim), Engelmann (Alzey), Heß (Friedberg), Lenz (Gießen) u. v. cu beteiligten. Letzterer betonte ebenso w'e die anderen Vertreter, daß die ein'e.nen Meister einer Partei beitreten soll­ten. Er sprach dann weiter über die Verhältnisse der Hegemag und gemeinnützige Baugenossen­schaften. Weiterhin beteiligten sich noch Regie­rungsrat Dr. M e h e N und Bürgermeister Dr.

3 a n s e n an der Aussprache. Lieber die Hand- Werker-Rovelle und die Wahlen sprach Geschäftsführer Köhler, über den neuen Manteltarif für das Holzgewerbe Schreiner- meister Schmuhl (Worms). Rach der Wahl des Vorstandes fand eine Entschließung Annahme, in welcher der Landesverband sich ge­gen die Handhabung der Vergebungen sowohl durch den Staat als auch die Kommunen wendet, da nach wie vor der Billigstbietend« den Zu­schlag erhält, ohne zu prüfen, ob bei einer sol­chen Berechnung eine Derdienstmöglichkeit besteht. Er verlangt bei Vergebungen größeren Llmfangs vorherige Prüfung durch Sachverständige, um Preisunterbietungen wirksam entgegenzutreten. Er lehnt jede Tariferhöhung ab, da für das Hand­

werk nicht die gleichen Voraussetzungen zutref­fen wie für Großbetriebe. Ebenso lehnt er nach wie vor die Einbeziehung des Lehrvertrags in den Tarifvertrag ab, da der Lehrvertrag «in Erziehungs- aber lein Arbeitsvertrag ist. Weiter­hin wendet er sich gegen die geplante Aenderung bezüglich der Sondergebäudesteuer, die für die Folge in noch höherem Maße zur Ausbalan­cierung des Etats benutzt werden soll.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäfts st eile zu richten.

Wirtschaft.

Wirtschaftliche Konzentrationen.

Die neuerlichen Vorg änge in der Kabel- industrie, der Elektroindustrie, der Porzellan­industrie, der Automobilindustrie und der Dank­welt zeigen, daß über die deutsche Wirtschaft eine neue Konzentrationswelle herein­gebrochen ist. 3n erster Linie ist für diese ver­stärkte Fortsetzung der Rationalisierung, die mit dem Ende der 3nflation und der Stabilisierung der Währung und dem Beginn neuer Bewer­tungssätze eingesetzt hat, der anhaltende deutsche Kapitalmarkt verantwortlich, der gerade in der letzten Zeit durch das Aus­bleiben größerer Auslandkredite, einige wenige Fälle ausgenommen, ein besonders starkes Aus­maß angenommen hat. Allerdings sind die Mög­lichkeiten der Rationalisierung und ihr Erfolg nicht mehr in dem Umfange wie vor 3ahren auf technischem bzw. technisch-kaufmännischem Gebiete vorhanden, sondern heute liegen die Verhältnisse so, daß nur noch die Vollfusion, die Zusammen­fassung gleichartiger Betriebe oder solcher, die sich gegenseitig ergänzen, zu einer Herabsetzung der Produktionskosten und damit zu einer Er­höhung der Gewinne führen kann. Dieser Kon­zentrationsprozeß ist aber in vielen Fällen ein Vorgang, der sich aus der Rotlage der einzelnen Unternehmungen ergibt, und diese infolgedessen, ungeachtet ihrer traditionellen Herkunft, zur Um­stellung und zur Aufgabe ihrer wirtschaftlichen Selbständigkeit zwingt. Sicherlich könnte der Äon» zentrationskurs folgerichtiger und, unabhängig von ausgesprochenen Zwangsnotwendigkeiten, zweckmäßiger durchgeführt werden, wenn in Deutschland die Kapitalnot nicht so groß wäre.

Die Inanspruchnahme ausländischer Kapitalien seitens der Wirtschaft hat gerade jetzt wieder die viel erörterte Frage der Ueberfrembung in den Vordergrund gerückt. Man ist sich wohl heute dar­über klar, daß bei der schmalen Kapitaldecke die deutsche Wirtschaft ohne eine Inanspruchnahme von Auslandkapitalien nicht auskommen kann, aber mit der Ueberfremdungsfrage ist die Form dieser Ka- pitalinanspruchnahme gemeint, und darüber gehen die Ansichten auseinander. Eine Jnteressennahme des Auslandes kann entweder in der Form der Uebernahme von Aktien, oder von Obligationen vor sich gehen. Die Beteiligung am Aktienkapital bedeu­tet eine Heranziehung des ausländischen Kapitals zur Tragung des geschäftlichen Risikos, welches nun einmal in jedem Unternehmen liegt. Es muß nur bei der Hergabe von Aktien an ausländische Kapi­talgruppen dafür gesorgt werden, daß diese nicht einen ausschlaggebenden Einfluß auf das betreffende Unternehmen gewinnen. Die verringerte Auf­nahmefähigkeit des deutschen Inland- mar k t e s und der sich daraus ergebende Wunsch, einen Ausgleich im Export zu schaffen, ha­ben sicherlich neben der Kapitalnot auch zu einer Förderung des neuerdings eingetretenen Konzen­trationsprozesses geführt. Denn man muß bedenken, daß gerade im Export es nicht nur auf die Quali­tät des Fabrikats, sondern auch auf eine finanziell starke Position ankommt, die ein Unternehmen in die Lage versetzt, den schweren Konkurrenzkampf durchzufechten. Wenn sich daher zwei oder mehrere Unternehmungen in dem gemeinsamen Bestreben nach Erhöhung ihres Auslandabsatzes bei gleicharti­ger, oder ergänzender Fabrikation zusammenschlie­ßen, so ist das nur selbstverständlich. Zu diesen Gründen kommen dann noch schließlich preispo­litische Gesichtspunkte, die in vielen Fäl­len eine Zusammenfassung gleichartiger Unterneh­mungen befürworten, um die untereinander be­stehende und die Rentabilität gefährdende Kontur- renz zu beseitigen.

* Liquidation der L a n d w i r t s ch a f t s - bank A.-G., Mainz. Die Generalversammlung beschloß die Liquidation der Gesellschaft. Veranlas­sung zu diesem Beschluß war, daß die an die Grün­dung der Bank geknüpften Erwartungen sich nicht erfüllt haben. Die Bank sollte in den durch die Be­setzung abgeschlossenen hessischen Gebieten den land­wirtschaftlichen Genossenschaften in der Weise dienen, daß sie Geschäfte, die nicht ohne weiteres in den Rahmen der Genossenschaften paßten, ausführte. Es hat fick jedoch im Laufe der Entwicklung gezeigt, daß diese Geschäfte durch die Genossenschaftsbanken ge­tätigt werden. Die Bilanz schließt mit einem Ver­lust von 600 Mark ab. Zu Liquidatoren sind die ge­schäftsführenden Direktoren der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank in Darmstadt ernannt worden.

* Siegerländer Eisenerzbau und Hüttenindustrie im Oktober. Auch bei den Siegerländer Gruben machte sich im Oktober der Rückgang in der Roheisenerzeugung bemerkbar. Zwar sind noch keine Arbeiterentlassungen auf den Gruben vorgenommen worden, doch wird dies nicht zu vermeiden sein, wenn der zur Zeit schwächere Abruf der Hütten längere Zeit anhalten sollte. Der Roheisenabsatz der Hüttenindustrie hielt sich unge­fähr auf der Höhe des Vormonats, da die Anfor­derungen des Roheisenverbandes ziemlich unver­ändert blieben und auch der Selbstverbrauch der Werke nicht unter den des Vormonats sank. Der Bedarf an Halbzeug war nach wie vor schwach, da es der weiterverarbeitenden Industrie an Aufträ­gen fehlte. In Stabeisen hielt sich jedoch der Absatz auf der Höhe des Vormonats. In Mittel- und Fein­blechen hat sich das Geschäft nicht nennenswert ge­ändert; einstweilen ist die Beschäftigung noch ge­nügend. Die Mittel- und Feinblechpreise sind un­verändert geblieben. Der Absatz in verzinkten Ble­chen war mangelhaft.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 13. Rod. Tendenz: Lustlos. Auch zu Beginn der heutigen Börse war die Tendenz weiter lustlos, zumal Orders wieder kaum Vorlagen. Hinzu kamen die erneuten Kursrückgänge an der gestrigen Reuyorker Börse, die einen äußerst nachteiligen Eindruck machten und zur Zurückhaltung mahnten. Die Tendenz neigte zur Schwäche, und es ergaben sich gegen­über der gestrigen Abendbörse, obwohl dringen­des Angebot nicht festzustellen war, bei Spezial­werten Abschläge bis zu 5 Proz. Anregungen fehlten auf der anderen Seite vollkommen. Die weiter zunehmende Arbeitslosigkeit im Reiche trug weiter zur Verstimmung bei. An den Rebenmärlten blieben jedoch die Abschläge verhältnismäßig gering. Am Elektromarkt waren Siemens mit minus 5 Proz. etwas stärker angeboten; auch Chadeaktien büßten 5 Mark ein; AEG. und Schuckert lagen bis zu 2 Proz. schwächer; Licht und Kraft eröffneten knapp gehalten. Don Chemiewerten gaben 3.-G.°Farben 2 Proz., Deutsche Erdöl 1 Proz. nach, Goldschmidt waren kaum verändert. Z e l l - stoffwerte und Schiffahrtsaktien lagen bis 1,75Proz. abgeschwächt. Kali Salz­detfurth verloren 3 Proz., während Wester­egeln knapp behauptet bliebm. Am Montan­mart l gingen die Verluste bis zu 1 Proz. Stahlverein waren gehalten. Rur Mansfelder schlugen hier aus dem Rahmen und büßten 3,75 Proz. ein. Anlaß hierzu boten der Taris- konslikt bei Mansfelder und das Ausscheiden eines Direktors bei diesem Llntemehmen. Bank- werte waren allgemein 1 Proz. niedriger. Com­merzbank 3 Proz. schwächer, Reichsbankanteile lagen 6 Proz. abgeschwächt. Eine Ausnahme machte der Rentenmarlt. Hier waren besonders Zvlltürken aus den schon bekannten Gründen leb­

hafter gehandelt und erneut 0,20 Proz. fester. Auch im Verlaufe blieb das Geschäft leblos. Die Kurse konnten sich aber allgemein bis zu 1 Proz. bessern. Die anfangs stärker gedrückten Papiere lagen bis zirka 2 Proz. fester. Am Geld­markt war Tagesgeld mit 6,5 Proz. weiter erleichtert. Am Devisenmarkt war London international fester, die Mark lag to:iter etwas gedrückt. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1805. gegen Pfund 20,40, London gegen Kabel 4,8768, gegen Paris 123,85, gegen Mailand 93,15, gegen Madrid 34,70, gegen Holland 12,08.

Berliner Börse.

Berlin, 13. Rov. Heute lag eine ganze Reihe ungünstiger Momente vor (schwache Auslandbörsen, Absahrückgang im Stickstvffkonzern und Mont-Cenis, trostlose Lage des Arbeitsrnarktes usw.), so daß man schon vormittags mit einem schwächeren Börsenbeginn rechnen konnte. Die ersten Kurse waren aber nicht so schwach, wie man befürchtet hatte; da das herauskommende Material leinen grö­ßeren Umfang annahm, gingen die Abschläge mir selten über 1 bis 3 v. H. hinaus. Rur die vom Ausland stärker abhängigen Papiere lagen wirklich schwach. So verloren Svenska 7,50 RM., Polyphon 8,5 v. H. Chadeaktien 3,50 Reichsmark, RWE. 5,25 v. H. und Reichsbank 8,25 v. H. Elektrische Licht & Kraft und Ham- burg-Süd zeichneten sich durch Festigkeit aus. Bei letzteren regten anscheinend die gemeldeten Baupläne an. Auf den Mansseld-Markt konn­ten die diversen Erklärungen nicht genügend wir­ken, der Kurs gab um weitere 3,5 v. H. nach. Deutsch« Anleihen ruhig. Reubesitz-Anleihe wei­ter abbröckelnd. Ausländer behauptet. Pfand- briefmarkt still. Der Geldmarkt war unverän- dert. Tagesgeld war mit 6 bis 8 v. H., Monats­geld mit 8,5 bis 10 d. H. und Warenwechsel waren mit etwa 7,40 v. H. notiert. Der heran- nahenöe Steuertermin (am 15. d. M. sind bekanntlich Gewerbe- und Vermögenssteuer fäl­lig), machte sich noch nicht sonderlich bemerkbar. Rach den ersten Kursen wurde es allgemein etwas freundlicher. Die Rachricht eines Mit­tagsblattes. daß der Doung-Plan ohne Rücksicht auf den Volksentscheid noch im 3ahre 1929 perfekt werden soll, regte etwas an. Ver­einzelte Deckungen führten zu 1- bis 2-v. H.-Kurs- erholungen; besonders die anfänglich stärker ge­drückten Werte wie Feldmühle, Reichsbank, Poly­phon usw. wurden hiervon stärker betroffen. Rur Svenska lagen weiter schwach und gaben er­neut um 3,50 Reichsmark nach. Chadeaktien wei­tere 2 Reichsmark niedriger.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 13. Rov. Am heutigen Hauptmarkt war die Haltung wieder ausgespro­chen flau. Die Getreidepreise mußten sich eine erneute Reduzierung gefallen lassen. Weizen gab 0,50 Mk. und Roggen ebenfalls 0,50 Mk. nach Am Mehlmarkt lag Weizen- und Roggenmehl j« 0,50 Mk. niedriger. Auch in Futtermitteln hielt di« schwache Haltung an. Mais, Weizenkleie und Roggenklei« verloren jeweils bis 0.50 Mk. Es wurden notiert: Weizen 24,50 bis 24,75; Roggen 17,75; Sommergerste für Brauzweck« 19 bis 19,50; Hafer, inländischer 18; Mais (gelb) für andere Zwecke 18; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 37 bis 37,50; Roggenmehl 25,50 bis 26,50; Wei- zenklei« 9,25 bis 9,35; Roggenkleie 9,50. Tendenz: flau.

Vermischtes.

Zehntausend Wähler suchen einen Kandidaten.

Der Berliner Zentrumspartei ist ein herbes Mißgeschick widerfahren. Einer ihrer Ver­trauensleute hat vergessen, die Stadtver- ordnetenoorschläge einz ureichen, und jetzt hat ein ganzer Bezirk keinen Zen- t r u m s f a n b i b a t e n für bie Wahl am 17. No­vember. Es hanbelt sich um ben Bezirk Charlotten- burg, ber bisher einen Stabtoerorbneten der Zen­trumsfraktion für das Berliner Rathaus stellte. Rund 10 000 Zentrumswähler in Eharlottenburg haben keinen Parteikanbidaten.

heldenehrung in Frankreich.

Wie aus Arras gemeldet wird, hat sich ge­legentlich des Waffenstillstands- t a g e s eine deutsche Deleea ion unter Führung d s Oberpräsidenten der Rheinpro- v i n z nach dem deutschen Kriegerfriedhof von Maison Blanche bei Reuville-St. Da ast begeben und dort Blumen niedergelegt. Die Delegation hat die gleiche Geste auf dem benachbarten französischen Soldatenfriedhof von LaTargette wiederholt.

Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt belchlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 v. H., Lombardzinsfuß 8 o. H.

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8% Pr. LandeoplandbrleianNalt

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8,5

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von 1903 . . . .

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4% Rumänische vereinh. Rente .

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Commerz- und Privat-Bank .

1

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Stiener Steinkohle.....

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Geilenkirchener ......

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Phönix Bergbau......

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103,5

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103,25

Rhrtniiche Braunkohlen. . .

10

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248,5

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Malchinenbau A.-G......O

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Griyner .........6

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Boigt 4 taefjna ......9

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Südd. Zucker ....... 10

156,5

156

Banknoten.

Berlin, 12. November

Geld

Bries

Amerikanische Roten . . .

Belgilche Noten ......

Dänische Noten .......

Englische Noten . ....... französische Noten.......

Holländische Noten..... .

Italienische Noten........

Norwegische Noten..... .

Dcutsch-Oesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten.......

Schwedische Noten.......

Schweizer Noten . . ...... Spanische Noten........

T'chechojlowakische Noten.....

Ungarilche Noten .....

4,bl 58,25

111,68

20,347

16,42

168,36 21,835 111,63

58,58 2,475

<11,93 80,86 58,63

12,335 72,80

4,191

58,45

112.12

20,427

16,48 169,04 21.915 112.07

58,82 2.495

112,37

81.18

58.87

12.395

73.10

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

12 Novemdei

13- November

Amtliche Notierung

Am'.iiche Nonerung

td

Brtel

Geld

«riel

Am't.-Nott

168,68

169,02

168.65

168.99

Buen.-AireS

1.732

1,736

1,721

1,725

Brfl.-Antw

58,46

58,58

58.45

58.57

Christiania

111,93

112,15

111.91

112 13

fiDpenbaQ.n

111.98

112,20

111.95

112,17

Stockholm -

112,24

112.46

112.26

112,48

HelsingforS

10,503

10,523

10,50

10.52

stallen. .

21,875

21,915

21,88

21,92

London. . .

20.38

20,42

20,375

20.415

Neuhork . .

4,1790

4,1870

4,1780

4,1860

Paris. . .

16,45

16,49

16,45

16,49

Scbweß ..

80,985

81,145

80,965

81,125

©Da len .

58,61

58.73

58,61

58,73

Japan . . . 'Hlo de Jan

2,041

2,045

2.036

2,040

0.491

0.493

0.491

0 493

Wien in D-- Cefl. abfltfi

58,74

58.86

58.73

58,85

Prag .

12,379

12,399

12.379

12.399

Pelirad -

7,391

7,405

7.390

7.404

vudapekt.

73,03

73.17

73,01

73,15

Bul arten

3,012

3,018

3,012

3.018

Lissabon Danzig. . . .Ponft..ntin. Athen. .

18,80

18.84

18.80

18.84

81,47

81,63

81,47

81.63

1,973

1,977

1,973

1.977

5,425

5,435

5,425

5,435

Tanada

4,101

4,109

4,096

4,104

Uru uat) .

4,056

4,064

20,935

4,066

4.074

t-atro . . -

20,895

20,885

20,935