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sicherlich mitbestimmend sein wird für den QIuS* gang der demnächst beginnenden Derbandsspiele und deshalb bei der Äufstellung des Training­plans für die kommenden Wochen unbedingt Berücksichtigung finden muß. Sn der Ballbehand­lung und im -Zuspiel waren die Leistungen in Anbetracht dessen, daß es das erste Spiel nach der Sommeriperre war, recht ansprechend. Man darf sich jedoch nicht darüber täuschen, daß die Gesamtleistung erheblich besser sein muß, wenn nicht die Punktspiele gegen die stärkeren Gegner verloren gehen sollen. Schiedsrichter Philipp, Großen-Buseck, leitete korrekt und sicher.

Die Ligareserve schlug die erste Mannschaft Hombergs auf Heren eigenen Platz glatt mit 5:2. Homberg spielte zwar eifrig und ausdauernd, war aber der besseren Ballbehandlung und ge- nalleren Kombination Gießens nicht gewachsen. Der Sieg der B. f. B.-EIf war verdient, das Resultat entsprach dem Spielverlauf.

Die dritte Mannschaft schlug auf eigenem Platz die Elf des Sportvereins Bieber mit 17:1; sie hätte jedenfalls besser gefallen, wenn sie, anstatt eine so hohe Tordifferenz herzustellen, die in Anbetracht der geringen Spielstärke des Geg­ners durchaus nicht als besondere Leistung zu betrachten ist, den Gästen, die noch Anfänger sind, eine Art Lehrspiel vorgeführt hätte.

Kußball in Großen-Buseck.

Spiel- u. Sportverein Burg (Liga) $.(£. 1926 Grotzen-Buscck L 2:2 (1:2).

Ein beachtenswerter Erfolg war der 1. Mann­schaft des F.C. 1926 Großen-Buseck beschieden, in­dem die junge Elf gegen die komplette Ligamann- schaft des Spiel- und Sportvereins 1921 Burg (Dillkreis) das obige Resultat erzielte. Burg kann von Glück reden, daß es die Rückreise nicht mit einem hohen Berlust antreten mußte; denn die Torgelegenheiten der Busecker waren direkt ge­geben. Trotz der großen Hitze hielten beide Mann­schaften das Spiel von Anfang bis zu Ende in schnellem Tempo durch, und der Zuschauer mußte zugeben, daß der Großen-Busecker Mannschaft für das ritterliche Verhalten gegen die kampferprobte Burger Liga ein Gesamtlob gebührt. Von Beginn des Spieles lag Großen-Buseck fortwährend vor dem Burger Tor; nur der tüchtige Torhüter konnte Erfolge vereiteln. Die Halbzeit beschloß man mit 2:1 Vorsprung der Großen-Pusecker, Burg glich bald nach der Pause aus und mit diesem Stand trennten sich beide Mannschaften. Schiedsrichter Spurt (V.f.B. Butzbach) gefiel ausgezeichnet. Zur Mannschaftskritik fei folgendes zu sagen: Vor allem gefielen bei Burg die gesamte Verteidigung, der Mittelläufer, sowie der linke Flügel, der öfters gefährlich wurde. Der Sturm wurde gut geführt, nur merkte man in der Mannschaft starke Nervosi­tät. Die F.C.-Elf gefiel restlos. Vor diesem Spiel lieferte die zweite Mannschaft des F.C. 26 Großen- Buseck gegen die Ligareserve von Burg ein sehr eifriges Spiel, das Großen-Buseck mit 6:5 Toren für sich entschied. Die neu auf die Beine gebrachte Busecker Zweite gab einen vollkommen gleichwer­tigen Gegner ab, der Sieg ist verdient. Hier leitete Herr Keil, Ettingshausen.

$. C Teutonia Steinberg.

1. Mannschaft D. f. B. A.-h.-Mannschafl 8:0 (5:0). 1. Schüler B.f.B. 1. Schüler 2:2 (1:0).

Am vergangenen Sonntag trug der Fußball­klubTeutonia" Steinberg fein zweites Spiel auf dem neuen Sportplätze aus. Als Gegner stand der 1. Mannschaft die V. f. B. QL H.-Mann­schaft gegenüber. Die Gäste waren körperlich weit überlegen, aber die junge flinke einhei­mische Mannschaft lieferte ein technisch schönes Spiel und war schon in der ersten Halbzeit mit 5:0 Toren überlegen. Sn der zweiten Halbzeit war das Spiel manchmal sehr hart. Trotz der hohen Torzahl behielten die Gäste ein offenes Feldspiel.

Die 1. Schülermannschaft hatte als Gegner di? B.f.B. 1. Schülermannschast. Sn der ersten Halbzeit hatte die einheimische Hintermannschaft schwer zu kämpfen. Das Spiel stand bis vier Mi­nuten vor Schluß 2:0 für Steinberg. B. f. B. war technisch im Vorteil. Der Schiedsrichter war gut.

Von der Stiegergruppe

am Polytechnikum Friedberg i. H.

* Fliegerlager Wasserkuppe, 12. Aug. Nachdem in der vergangenen Woche mit derFried­berg" (TypPrüfling") »verschiedene Flüge von mehreren Minuten Dauer ausgeführt worden waren, schritt man zur Montage der Echulmaschine (Typ Zögling"). Den ganzen Dienstag über wurde mit demZögling" eifrig geschult; es wurden insgesamt 20 Flüge ausgesührt. Unter anderem legte cand. ing. Hollstein seine B-Prüfung ab mit einer F'ug- dauer von 1 Minute 15 Sekunden. Mittwoch morgen gab's beim ersten Flug leichten Bruch, der jedoch bis

zum Abend repariert werden konnte. Donnerstag vormittag wurden drei Flüge ausgeführt; dann drehte der Wind auf Nordwest, Nebel zog herauf, es regnete und es regnet leider noch.

Ausklang

der Deutschen Tennismeisterschaften.

Mit den Endspielen im Herren- und Gemischten Doppel fanden die Internationalen Deutschen Tennis-Meisterschaften in Hamburg ihren Abschluß. Den Titel im Gemischten Doppel holten sich C o l y e r - L e e, die in einem keineswegs überragenden Spiel das deutsche Paar R o st - Mo l - denhauer 6:4, 6:8, 6:2 abfertigten. Im Her­ren-Doppel waren die Franzosen Brugnon- B o u s s u s keineswegs zu schlagen. Ohne besondere Anstrengung gewannen sie das Schlußspiel gegen Spence-Landry mit 8:6, 6:2, 6:4. Damit waren die Internationalen Deutschen Tennis-Mei­sterschaften beendet, deren Ergebnisse für Deutsch­land recht mäßig sind.

Wirtschaft.

Werbung und Wirtschaft.

Sm Zusammenbang mit der Tatsache, daß die Veränderung in den Wirtschaftsformen auch not­wendigerweise eine Veränderung in den Wirt- schaftsmethvden mit sich bringen muh, erscheint es notwendig, sich doch noch einmal gerade in dem Augenblick, wo in Berlin der Welt- reklamekongretz zusammentritt und die Re­klameschau eröffnet wird, die Bedeutung der Werbung zu vergegenwärtigen. Die Zeiten sind vorüber. in denen die Werbung sinn­los, sporadisch und mit billigen Mit­teln arbeitete. Die Reklame ist heute eine Weltorganisation geworden. Sn der sogenann­ten International Advertising Association sind die Reklamefachleute der ganzen Welt organisiert. Diese Organisation besteht aus drei Blocks, dem amerikanischen, dem britischen und dem kontinen­tal-europäischen Block. Die Verfassung der Inter­nationa) Advertising Association ist in drei Or­gane gegliedert, der Advertising Club Board, Advertising Commission und dem Board ot Go­vernors. Sm ganzen ist die International Adver­tising Association in 18 Distrikte eingeteilt, und zwar umfassen die ersten 13 Distrikte die ameri­kanischen Klubs, der 14. den sogenannten Briti­schen Reklameverband, der 15. Kanada, der 16. Australien und Reuseeland und der 17. den sogenannten Kontinentalen Reklameverband, also Europa ohne Großbritannien und Srland, wäh­rend der 18. die sonstigen Gebiete und den Orient umfaßt. Diese 18 Distrikte sind wiederum in 246 Klubs gegliedert.

Deutschland hat 17 Mitglieder des Kon­tinentalen Reklameverbandes aufzuweisen, eine Zahl, die von keinem der anderen kontinentalen Staaten übertroffen wird. Die deutschen Mit­glieder sind der Deutsche Reklameverband, der Deutsche Werbeklub, der Bund deutscher Ge­brauchsgraphiker, der Verband deutscher An­noncenexpeditionen, der Verband deutscher Ver­kehrsreklameunternehmungen, der Reichsverband Deutsche Reklamemesse, der Verband deutscher Offset- und Steindruckereibesiher, der Bund der chemigraphischen Anstalten, der Reichsverband deutscher Zeitschriftenverleger, der Verband deut­scher Waren- und Kaufhäuser, der Reichsverband der Plakatanschlagunternehmen, die Arbeits­gemeinschaft deutscher Annoncenexpeditionen, die Spitzenorganisation der deutschen Filminduftrie, der Reklameschuhverband und der Verband der Firmen- und Reklgmeschilderhersteller.

Diese Weltorganisation hat deshalb eine Be­deutung, bie weit über ihren Rahmen hinaus- geht Sowohl in kultureller als auch in wirt­schaftlicher, wie vor allem aber auch in politi­scher und nicht zuletzt außenpolitischer Hinsicht be­deutet die Organisation der Werbung ein Glied in der internationalen Zusammenarbeit der Völ­ker, das nach keiner Richtung hin unterschätzt werden darf. Die Reklame bedeutet, wie Coo- l i d g e in seiner seinerzeitigen Botschaft anläß­lich der Sahresversammlung der American Asso­ciation of Advertising Agencies betonte, Er­ziehung. Sie bedeutet aber auch damit den aus­schlaggebenden Faktor auf dem Wege zur Pro­sperität der Wirtschaft.

* Behringwerke A.-G., Marburg a. d. L. Das bisherige Vorstandsmitglied der Behringwerke A.-G., Direktor Schünemann-Hofer, ist auf feinen Wunsch von der Leitung der Behringwerke A.-G. zurückgetreten. Als Nachfolger wurde Fabrik­direktor Wilhelm R. Mann, Köln-Marienburg, zum ordentlichen Vorstandsmitglied bestellt.

* Zuckererzeugung Und Zuckerver­brauch. LautWirtschaft und Statistik" wur­

den im Surti 1929. in Rohzuckerwert berechnet, noch 44 931 Doppelzentner Rübenzucker erzeugt. Die gesamte Herstellung belief sich in der ZÄt vom 1. September 1928 bis 30. Sunt 1929 in Rohzuckerwert auf 18 533111 Doppelzentner, int gleichen Zeitraum des Vorjahres auf 16 619 599 Doppelzentner. Die Zuckerausbeute stellt sich im laufenden Betriebsjahr in den Rübenzuckerfabri­ken bis einschließlich Suni 1929 auf 16,2 Pro­zent. Vom 1. September 1928 bis Ende Suni 1929 sind aus 616 439 Doppelzentner Zuckerrüben und 1077 Doppelzentner Melasse insgesamt 129 687 Doppelzentner Rübensaft gewonnen worden, im gleichen Zeitraum des Vorjahres aus 1 076 202 Doppelzentner Zuckerrüben und 4298 Doppel­zentner Melasse 208 638 Doppelzentner Rüben­saft. Sn den Stärkezuckerfabriken wurden vom 1. September 1928 bis 30. Sunt 1929 insgesamt 55 947 Doppelzenter Stärkezucker in fester Form, 418 332 Doppelzentner Stärkeshrup. 22 533 Dop­pelzentner Zuckerfarbe und 7050 Doppelzentner Stärkezuckerabläufe gewonnen gegenüber 69 764 Doppelzentner, 395 744 Doppelzentner, 18 335 Doppelzentner und 12 035 Doppelzentner im glei­chen Zeitraum des Vorjahres. An Verbrauchs- zucker wurden int Suni 1929 3.96 Prozent mehr versteuert als im Suni 1928. Vom 1. September 1928 bis 30. Suni 1929 ergibt sich gegenübel der gleichen Zeit des Vorjahres ein Mehr an ver­steuertem Verbrauchszucker von 2,10 Prozent. Auf die in den freien Verkehr übergeführten Mengen entfielen an Zuckersteuer int Suni 1929: 14273 280 Mk., seit dem 1. September 1928 ins­gesamt: 126 542 083 Mk.

* Aus der französischen Automobil­industrie. Anfang 1928 gab es in Frankreich 76 verschiedene Automobilkonstrukteure. Im Laufe des Jahres verschwanden etliche, andere wieder tauchten neu auf, und Ende des Jahres betrug die Zahl sogar 77. Im Oktober meldete der Präsident der Soci6t6 Chenard 8- Walker die Bildung einer Gruppe von fünf Konstrukteuren: Ari6s, Chenard, Donet, Delahaye und Rosengardt. Die Produktion Rosengardts war 1928 nur gering. Die Konstrub- tionskapazität dieser Gruppe soll rund 30 000 Wa­gen betragen. Jedes Werk bewahrt seine Selb­ständigkeit. Dagegen sollte für alle der Einkauf, technische Studien und der Verkauf auf Grund der geschaffenen Organisation gemeinsam sein. Im Jahre 1928 verteilte sich die französische Automo­bilfabrikation der Konzentration nach wie folgt: drei Herstellerfirmen, Citroen, Renault, Peugeot), die 4 Prozent der Gesamtzahl der Konstrukteure ausmachen, erzeugten 75 Prozent gleich 165 000 Wagen. Vier Herstellerfirmen (Berliet, Chenard, Sonnet, Mathis), 6 Prozent der Gesamtzahl der Konstrukteure, erzeugten 14 Prozent gleich 32 000 Wagen. Vereinigt man diese beiden Gruppen, so sieht man, daß sieben Herstellerfirmen, d. h. etwas weniger als 10 Prozent der Gesamtzahl, 89 Pro­zent der Automobilfabrikation innehatten und 69 Herstellerfirmen, d. h. 90 Prozent der Gesamtzahl, nur 11 Prozent produzierten.

* Französischer Kredit f ü r die pol­nischen Stickstoffwerke. Eine französische Gruppe unter Leitung der Französisch-Polnischen Bank hat den staatlich polnischen Stickstoffwerken einen Kredit von 25 Millionen Franken gewährt. Dieser Kredit ist durch die staatliche Landwirtschafts­bank garantiert.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 13. Aug. Tendenz: freundlich. Angeregt durch die feste Haltung der gestrigen Reuhorker Börse und den flüssigen Geldmarkt am dortigen Platze, eröffnete die heutige Börse "in freundlicherer Haltung. Das Geschäft konnte aber kein größeres Ausmaß an» nehmen, da Orders fast gar nicht Vorgelegen haben dürsten. Rur Spezialwerte traten etwas mehr hervor. Gegenüber der gestrigen Abendbörse traten im allgemeinen Besserungen von 1 bis 2 Prozent ein. Am Elektro- markt gewannen AEG. nur 0,5 Prozent, wäh­rend Licht & Kraft, Felten, Schuckert und Siemens von 1 bis 2 Prozent fester lagen. Die hiesige bessere Geldmarktversassung bot eine gewisse Anregung, doch verhielt sich die Spekulation abwartend. Rur in einigen Wer­ten, in denen noch ein besonderer ausschlagge­bender Faktor vorhanden war, nahm die Speku­lation vereinzelt Sntevessenkäufe vor. Dies wirkte sich besonders am Montanmarkt aus. Hier boten die höheren Kohlenpreise in England und der gesteigerte Kohlenabsah im Ruhrgebiet einen Anreiz. Gelsenkirchen, Harpe- n e r und Phönix lagen je 2 Prozent fester. Stahlverein gewannen auf die Verlänge­rung des Erstlieferungsvertrages mit G räu­ge s b e r g 2,5 Proz., Glanz st offaktien konnten, nachdem dieses Papier gestern mittag schon stark gesucht war, aber nachbörslich seinen Gewinn wieder hergeben mußte, erneut 6 Proz. anziehen. Deutsche Linoleum lagen 2,5

Prozent gebessert. Am Chemiemarkt er­öffneten Farben nur behauptet. Eine Erst- notig kam erst spät zustande. Die heute etwas mehr bevorzugten Papiere sollen teilweise auf holländische Rechnung aus dem Markt genom­men fein. Sonst lagen die übrigen Märkte ver­nachlässigt. Renten still, schlossen sich aber der etwas besseren Marktlage an. Sm Verlaufe schrumpfte das Geschäft wieder stark ein. Auch die anfangs etwas stärker gesuchten Werte tra­ten in den Hintergrund, doch blieben die Kurse allgemein gut behauptet. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6.5 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt war das Pfund auf dem in­ternationalen Tiefstand unverändert. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1997, gegen Pfund 20.36, London gegen Kabel 4.8479, gegen Paris 123.98, gegen Mailand 92,75, gegen Madrid 33.00, ge­gen Holland 12.1025.

Berliner Börse.

Berlin, 13. Aug. Trotz einer gewissen Un­sicherheit, die durch die ernste Lage der Verhand­lungen auf der H a a g e r K o n f e r e n z bedingt war, hatte sich schon im Vormittagsverkehr ein freundlicher Grundton eingestellt, der durch den festen Verlauf der gestrigen Reu- horker Börse und die relativ leichte Derfassurrg des hiesigen Geldmarktes einen Rückhalt bekam. Auch eine Diskonte rhöhung in England erscheint weiter recht unwahrschein­lich, da die Amerikaner trotz der Demarche von Goldkäufen abgesehen haben, man hofft, daß die Bank von England das heute ankommende südafrikanische Gold kaufen wird. Sonst lagen nennenswerte Momente nicht vor, daher waren die ersten Kurse im allgemeinen wenig ver­ändert, und die Spekulation zeigte bei den fehlen­den Orders nur geringe Decftingsneigung und verhielt sich ziemlich reserviert. Ein großer Teil der ersten Rotierungen mußte mangels Umsatz ausfallen. Größere Kursabweichungen gegen gestern waren ziemlich selten. Lorenz, BMW., RAG., Schlesische Textil und Deutsche Linoleum lagen etwa 2 bis 2,5 Proz. fester, Eifenbahnverkehrsmittel plus 5 Proz. Deutsche Waffen, Westeregeln und Svenska etwas stärker gedrückt. Deutsche Anleihen weiter freundlich. Ausländer geschäftslos. Pfandbriefe eher leicht nach­gebend. Der Geldmarkt war unverändert ziemlich leicht. Tagesgeld 6,5 bis 8,5 Prozent, Monaisgeld 9 bis 10,25 Proz., Warenwechsel etwa 7,75 Proz. Auch nach den ersten Kursen war die Stimmung freundlich, das Geschäft aber ziemlich still. Meldungen über eine baldige Rheinland räum ung Englands riefen, verbunden mit den Mitteilungen von einer Er- höhung^der englischen Kohlenpreise, stärkere Rach- frage für M o n t a n to c r t c hervor, die die Kurse bei ziemlich lebhaften Umsätzen um 1 bis 2 Proz. 'steigerten. Polyphon zogen 3 Proz. an, ©Ian 8 ft off 3,5 Proz. höher. Später wurde es aber wieder etwas ruhiger, und die Höchst­kurse konnten sich nicht behaupten.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 13. Aug. Sm Zusammen­hang mit den niedrigeren Auslandnotierungen war die Haltung am heutigen Rebenmarkt all­gemein abgeschwächt. Das Snlanbangebot in Weizen und Roggen neuer Ernte hat sich ver­stärkt, so daß die Preise hierfür erneut nachgeben mußten. Auch am Mehlmarkt war die Tendenz schwächer und die Preise lagen hier um je 0,25 Mark niedriger. Futtermittel blieben vernach­lässigt, doch gab es auch hier Preisrückgänge. Es wurden notiert: Weizen 26,25; Roggen 21 bis 21,25; int. Hafer 21,50; Mais 21,50; Weizen­mehl 38,25 bis 41; Roggenmehl 29,75 bis 31; Weizenkleie 10,50; Roggenkleie 11,75 Mark. Ten­denz: schwach.

Vermischtes.

Mißglückter Poslraub.

Sn der Schalterhalle des Chemnitzer Post­amts I versuchte am Montagabend während der verkehrsstärksten Zeit ein 19jähriger Bursche einen dreisten Postraub, indem er einen Brief so durch das Schalterfenster warf, daß sich der Beamte nach ihm bücken mußte, und diesen Augen­blick benutzte, um das auf dem Schaltertisch liegende Geld an sich zu reißen. Er ergriff die Flucht, konnte aber gestellt und fest ge­nommen werden. Bei seiner Festnahme ver­suchte er, mit einem Dolch gegen die Beamten vorzugehen. Das geraubte Geld in Höhe von etwa 2000 Mark wurde restlos bei ihm vorge­funden. Bei seiner Abführung versuchte ein un­bekannter Mann unter der Angabe, er sei Krimi­nalbeamter, ihn zu befreien, so daß man annimmt, daß der Räuber mit Mehreren Genossen gearbeitet hat.

Lombardzinsfuh 8,5

Prozent.

Berlin, 12. Äugust

Geld

Brief

^ran>öfitrt)e Noten. . .

16,42

16,48

Holländische Noten . . .

167,78

168,46

Italienische Noten . . .

21.99

fönrtairntfrfit» .

111.48

111 92

Deutsch Oesterr , 5100 Kronen

59J2

59,36

Rumänische Noten . . .

2,47

(schwedische Noten . . .

Schwei;cr Noten ...

- .

80^76

' 8 U 08

Spanisch' Noten ....

Tschechoslowakische Noten

12,399

12,459

Ungarische Noten . .

72,95

73,25

Sebifenmartt Berlin-Frankfurt

a. Rl.

Telegraph

ische Auszahlung.

12. August

13. August

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

iveld

Bne'

lÄeld

Brief

Amst.-Rott. 168,12

168,46

168,03

168,37

Bum. AireS 1,760

1,764

1.759

1,763

Brss.-Antw. 58,35

58,47

58,31

58,43

Cliristiania. 111,76

111,98

111,69

111,91

Kopenhagen 111,76

111,98

111,67

111.89

Stockholm 112,39

112,61

. 112,34

112.56

Hclstngsors. 10,543

10,563

' 10,538

10,558

Italien. . . 21,95

21,99

21,939

21,975

London. . . 20,35

20,39

20,336

20,376

Neuyork . . 4,1975

4,2055

4,195

4,203

Paris. . . . 16,41

16,45

16.40

16,44

Schwei; . . 80,725

80,885

80,655

80,815

Spanien . . 61,49

61,61

61.54

61,66

Japan ... 1,964

1,968

1,9/0

1,974

Rio de Jan. 0.4975

0,4995

0,4975

0,4995

Wien in D.»

Ocst. abgcst. 59,11

59,23

59,07

59,17

Prag .... 12,419

12,439

12,413

12,423.

Belgrad . . 7,366

7,380

7,365

7,379

Budave't. . 73,20

73,34

73,17

73,31

Bulgarien . 3,034

3,040

3,034

3.040

Lissabon . . 18.78

18,82

18,78

18,82

Danzig... 81,36

81,52

81,32

81,48

Konstantin. 2,00a

2,009

2,013

2,017

Athen. . . 5,425

5,435

5,42

5,43

Canada 4,176

4,184

4,171

4,179

Uni uay - 4,128

4,134

4,126

4,134

Cairo . . 20,87

20,91

20,86

20,96

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Danknoten

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Ho

der

Dividende an.

7,5 $

niauljun a u>i.

Benin

tSranljuM a

Berlin

cdihifr Kur« I

>-llhr lliir:-

Schluß 1 Hur« |

Anfang. Kur-

Echlub- Kurd

1-Uhr Kur?

Echluh-1

Kure |

Anfang- Kur:

Datum

12-8. |

13.8.

12 8.

13.8.

Datum

12-8.

13.8.

12-8.

13-8.

5% Tt. Neichöanicihe o. 1927 Tt. Anl.-Ablös.-Schulv mit

2tu&

87,5

87,5

'A.E.G........

Bergmann.....

. . . 8

. . . 9

202,75

203,25

202,4

228

202,9

228

los.-Hechten.......

TciflL ohne AuSIos.-Rechte .

UN-

51,9

11

11,2

51,75 11

51,8

11,2

Elektr. Lieferungen. .

Licht und Kraft . . .

. . 10

. . 10

207,5

209

168

207

168,75

208,5

7% lytanli. Hyp.-Bk. Goldps

85,5

Selten & Guilleaume.

-

. 6

140,5

142

141,25

141

lunruat dis 1932.......

1 Rheinische Hhp^Bank 2iqu.-

Gef. f. Elektr. Untern.. Hamb. Elektr. Werke .

. . 10

. . 10

211

210,75

142

211,5

Goldps............

abfl. BorlriegS- Obligation.,

76,9

Rhein. Elektr.....

Schief. Äektr.....

-

. . . 9

. . 10

149,5

t -

150,75

181,5

226,75

ruazah-dar 1933 .....

89

Schmiert......

. . . 8

228,75

227,9

:% 2chwci;. Bundeeb.-Ani..

98,75

Siemens 4 Halske . .

. . 12

381,5

383,5

381

382,5

4% Cösterreichische Goldrte.

29,25

29,1

TranSradlo . . ...

1,20% Ocsterr. Lilberrle. .

2,35

Lahmeber & Co.. . .

171

171

>% L esterreich. cinheitl. Rte.

1,775

74

73,75

112,5

134,75

133,9

144,5

127,25

214,13

1% Ungarische Goldrte......

4% Ungarische Llaatör. v. 1910 . !!',% PeSgl. von 1913.....

l% Ungarische Kronenrte.....

.% Türk, Zollanleihe v. 1911 . . .1, Türkische Aagdaddahit-Anl.,

serie 1...........

:% oe4gl. Serie II.......

Rumänen convert. Rte. . . .

. . % Rumänen Goldanl. von 1913

22,4

21,65

1,75

7,5

Illi"-

22,4

21,65

1,8

7,5

1,8

Deutsche Erdül . . . Cfsener Steinkohle . . Gelsenkirchener . . . Harpener......

Hoesch Eisen.....

Ilse Bergbau .... Klöckneriverke .... Köln-Neuessen.... ManneSmann.... ManSselder.....

. . . 6 ... 8 nI 4 . . . G . . . 8 . . . 8

134 143,75

215

136

145,75

111,75

134,75

144,75

7,55

7,5

7,55

17

... 9

... 8

... 7

109,75

117

117,75

110,25

123,9

116,75

138,5

110 124,25 116,6 138,5

Obersch'-es. Eisenb. Bedac

... 6

_

85

> z. Deutsche Eisenbahn . nlnburg-'.'lmerika Paket . ^ainb.-Tüvam. Tampssch. V uifa Tanipsschlst ....

t -iddeutscher Lloyd . . . '.'tilg. Deutsche üreditanst. .

W, . 8 . 8

10 . 8

10

121

113,5

126,5

<11111

120,75

185

113,25

126,5

113,5

126,13

Lberschles. Kokswerke.....6

Phdnir Bergbau......5%

Rheinische Braunkohlen... 10

Rheinstahl ... |. % Jahr 4%

Riebeck Montan......7,2

Bereinigte Stahlw .....,

Otavt Minen.......2 sh

102,75

284,5

110,75

104,5

123,5

113,5

106,5 102,6>

284,25

123

111,25

65

236 389

103,13

285

122,75

111,75

64,75

234

390,5

:j .rmer Bankverein . . .

Berliner Handelsgesellsch. .

NI merz- und Privat-Bauk u-.mt. u. Aalivnalbank .

10 ie

11

12

128

207,5

182,5

275

182,25 275

128,5

207 182,25 274,5 167,5 153.5

128,5

207

182,25

275

167,5

153,25

159

Kall AjcherSleben . . Kali Westeregeln. . . Kaliwerk Salzdetfurth

. . 10

. . 10

. . 15

230

236

389

? nlsche Bank.....

; ilkvtito-Tesellschast Ant..

10

10

167 153

3. G starben-Industrte Dynamit Nobel . . .

. . 12

. . . 6

423,25

223,25

223,13

106.25

223,4

e.oner Bank.....

10

158,25

158,75

159

SchetdeanstaU....

. . . 9

156

_

.Vu tallbnn I ...... .

. 8

Goldschmidt ....

. . . 5

74

74,5

83

125,25

licidjebanf.......

12

295

296

298

295

RütgerSwertc ....

Metallgesellschast. . .

. . . 6

. . 11

83

125,6

83,5 125,75

Frankfurt a M.

Berlin

Schlups

KurS |

l-Uhr Kur

Schluß Kur»

Anfang. Kurs

Datum

12-8.

13. 8-

12.8.

13 8.

Philipp Hoizmann . .

. e

106

106

104

Heidelberger Cement .

e

. 10

132,5

133,5

üement Karlstadt . .

. . 8

186

Wayß & Freitag . . .

. 10

101

101

Schultheis Payeuboser

.

297,25

298,5

Lstwerke......

. 12

232,75

233,75

Ber. Glanz stoss . . .

. 18

412

418

414

415,5

. 14

319

320

Zellstoff Waldhos . .

. 12

235.75

Beilsiofs Aschaffenburg

. 12

155

156

155

Charlottenburger Wasser .

7

106,5

107

Dessauer Gor ....

. . 8

191.4

191,4

Daimler Motoren .

. . 0

51,5

52.25

54,5

Deutsche Maschinen-Fabrik

. . 0

55,25

Adlerwerke Klever . .

. . 5

49

Luvw.Loewe ....

. 10

--

193.5

Na«. Auwmobil . . .

. . O

22,75

23,4

Prellstein & Moppel .

. . 5

89,75

88,75

Leonhard Dien . . .

. . 6

205,5

206,75

Bamag-Megmn . . .

. . 0

Franks. Maschinen . .

. . 6

54

55

©rinnet......

. 11

64

64

Heyligenslaedt . . .

. . 0

Iunghanr......

. . 4

64,25

64,13

64

Lechwerse. . . . .

. . 8

106

Mainkras«werte . . .

. . 8

106,25

Mag........

. 10

125

124,5

125,5

Nekars ulmer ....

. . 8

-

Peters Union ....

. . 8

119,5

120

119,5

__

Gebr. Roeder ....

. 10

111,5

_

Böig, & Hoessner . .

. . 8

222

222

_

Slldd. Zucker ....

. . 8

153

W

152,5

' Berlin, 12- August

ideld

Brief

Amerikanische Noten.....

Belgische Noten........

Dänische Noten ........

Englische Noten........

4,174

58,37

111.48

20,325

4,194

58,61

111,92

20,405