Dienstag, 13. August 1929
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhesfen)
Nr. (88 Zweites Blatt
Turnen, Sport und Spiel
renz, Fleischer). Griesheim Elektron (D ü h L
nen keine Siegeschancen.
in Diez.
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in den Einzelläufen die 1900ennnen noch nrcht so, recht mitkonnten, so wurden sie doch im Hochsprung durch Frl. P. R i ch t b e r g aufs beste vertreten. Sie übersprang mit Frl. Wend eis, Kölner Ballspiel-Club. 1.35 Meter, muhte dieser aber beim Stechen den Sieg überlassen. Dritte wurde Frl. Lotz. Diez. Vierte Frl. Müller. K.B.C.. beide mit 1,30 Meter. Die Frankfurterinnen (darunter Frl. Fleischer) waren zum Ausscheiden gezwungen. Auch die 4xl00-Meter- Frauenstaffel in der Aufstellung P. Richt- berg. H. Ai) e i e r s h ä u s e r . G. Deling. D. Vickel qualifizierte sich für den Endlauf und kam hier auf den zweiten Platz, hinter Griesheim Elektron, vor Kölner D.C. 3m Kugelstohen zeigte Frl. Beling eine wesentliche Formverbesserung (8.26 Meter), hatte aber durch die Anwesenheit von Frl. Fleischer. Franksurt (11,90 Meter!) und anderen bekannten Werferm-
das Versäumte nachzuholen. Gießen forciert nun seinerseits das Tempo, dem der Gegner, der sich in der ersten Spielhälfte anscheinend zu stark verausgabt hatte, nicht mehr fplgen kann. Dis zum Schluß kann V. f. D. noch zweimal ein- senden und so das Endergebnis auf 3:3 stellen, hat aber dabei noch Pech mit seinen Schüssen, denn zweimal verhindert die Torlatte einen sicheren Erfolg. Auch dieses Treffen hat erneut deutlich gezeigt, daß es jedem einzelnen der Mannschaft immer noch stark an Schnelligkeit und Wendigkeit mangelt, eine Tatsache, die
Liga — Klein-Steinheim Liga 3:3.
Ligareserve — Homberg I. 5:2.
III. — Dieber 17:1.
Der Spielausschuh hatte mit der Verpflichtung der Liga des Sportvereins Klein-Steinheim (bei Hanau) einen recht guten Griff getan. Die Gäste zeigten mehr als man von ihnen erwartet hatte.
ö Der V. f. B. Diez hatte seine am Sonnig statt gehabten Wettkämpfe ganz großzügig aufgezogen. Aeben einer tadellosen Organisation war
nisse: Dreikampf. Oberstufe: 1. Dietz, Lollar, 65 P.. 2. Frank, Lollar. 60, 3. Grohhaus. Lollar, 58. Hochsprung: 1. Frank. Lollar, 1,60 Meter, 2. Dietz, Lollar, 1.55. 10 0-Meter- Lauf: 1. Grohhaus. Lollar, 12 Sek., 2. Frank. Lollar. 12,4. Weitsprung: 1. Wissemann 5,40, 2. 3ung 5,20 (sehr schlechte Dahn). Speerwurf: 1. Dietz 44,60 Meter. Diskus: 1. Dietz 28,40 Meter. Weithoch mit Drett: 1. Frank 1.50 Meter hoch. 2.80 Meter jprett ab. 2. Wissemann.
Jugend: Dreikampf. 1. Seipp, Lollar. Lieber ICO Meter wurde Seipvs Meldung nicht anerkannt. Hochsprung: 1. Seipp 1,50 Meter, 2. Klein 1,45, 3. Deibel 1,40. Weitsprung: 1. Klein. Lollar, 5,10 Meter, 2. Klinke! 5,05.
Oberstufe. Kugelstohen: 1. Dietz, Lollar, 10,30 Meter.
Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900.
Gutes Abschneiden bei den Oranienkampfspielen
schafft?"
„Eine unaufschiebbare und leider nicht
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genehme Veranlassung."
Sofort wußte Druno Markenthin. was jungen Kaufmann, der uneingeladen nie Haus betrat, heute am Sonntag zu ihm getrieben. Aber er lieh sich nicht Las geringste merken, seine Höflichkeit legte nichts von ihrer plumpen Herzlichkeit ab. er bat seinen Besucher, frei von der Leber weg zu sprechen.
„Mir wird nichts anderes übrigbleiben —“
Aber schon hielt Klaus inne. 3ede Miene seines Gesichtes zeigte das qualvolle Demühen, des immer aufs neue emporsteigenden Widerwillens Herr zu werden, vor diesem Manne in solcher Angelegenheit zu stehen.
„Es handelt sich um den Vertrag, nach dem ich Ihnen innerhalb dreier Monate die besagte Menge von Kartons und Packpapier zu liefern habe.
„Ganz recht. Die Sache ist ja wohl längst in Ordnung und die Frist, wenn ich recht unterrichtet bin. erst in zwei Wochen abgelaufen. Weshalb, wenn ich mir die Frage gestatten darf, bemichen Sie sich deshalb noch zu mir?"
2lm Sonntag folgten die Leichtathleten Turnverein Lollar einer Einladung des Turnvereins Vordeck (Rabenau) und konnten gegen starke Konkurrenz glänzende Erfolge erzielen. Einzelne Leistungen litten sehr unter den un- aünstigen Platzverhältnissen und unter starkem Gegenwind. Z. D. wurden alle Wurfkonkurrenzen und der ICO-Meter-Lauf gegen starken Gegenwind ausgetragen und trotzdem schöne Leistungen erzielt. Grohhaus (über 18 3ahre) und Se x pp als Jugendlicher liefer trotz harter Dahn die 100 Meter in der guten Zeit von 12 Sekunden. Wissemann warf im Dallweitwurf unter den erwähnten Schwierigkeiten 80J0 Meter. -Alles in allem kann der Turnverexn Lollar stolz sein auf die erzielten Leistungen. Die Ergcb-
besriedigen. , . f r,
1900’8 zweite Jugend verlor in einem Gesellschaftsspiel gegen Lollars erste Jugend 3:1. da der Sturm die besten Torgelegenheiten aus- lieh.
D. f. B.
titut Lucius bei Echzell 112 km ron Bad-Nau- mt mit 40 Schillern. Oberrealschule und .Unterricht In klein, tl. levangeL) Sinn ge- Lebensweise. Beste os d. Dr. Lucius.
Hamburger - Zigarren hin.
„Wie? Richt eine von der auserlesenen Marke? Sie bevorzugten sie. als wir vor längerer Zeit einmal die Freude hatten — ich habe es mir wohl gemerkt. Run sagen Sie mir freundlichst. was mir heute schon bei nachtschlafender Zeit die unerwartete Ehre Ihres Besuches **"
Dämonen der Zeit.
Vornan von Arthur Brausewetter.
2. Fortsetzung. Nachdruck verboten.
Meinen Sie. ich merkte es nicht? Ich hätte Vicht gefühlt, daß all die übermütigen Scherze und Extravaganzen, in denen Sie sich sonst nicht zu gefallen pflegen, nichts als ein etwas wilder Humor gewesen, in dem Sie sich Luft machen wollten?" «
So ...das hätten Sie gemerkt?
Halb ablehnend erwiderte er es und halb ver- toenn Sie sich nun irrten? Wenn ich nichts runderes bezweckt hätte, als meine Gaste zu unterhalten, wie es dem guten Wirte zu- kommt, sowie er sieht, dah ihre Laune zu rosten ^^Rein ich irre mich nicht", sagte sie ganz leise und ganz langsam. Und in ihren blauen klugen die sonst so viel Lust und Glückseligkeit in die Welt hinausleuchteten, glimmte em leidvoller Trotz auf. „Ihr Leben lang haben Sie mtt mir Versteck gespielt. 3a. das Haden Sie. 3ch blieb für Sie immer das kleine dumme ®xng. Das ist nun vorbei. Heute täuschen Sie mich nicht mehr. Aber das eine möchte ich Sie doch fragen: Bin ich denn wirklich so wenig wert daß man nicht auch kameradschaftlich em großes Leid mit mir tragen könnte?"
Wieder sah er sie an, sah sie, wie er sie bisher noch nie gesehen hatte, sah das Zucken um den knospenden Mund und den Zug von frühem -Ahnen und Wissen in dem liebreizenden Gesicht.
„Ein grobes Leid.. wiederholte er
3a, so ist es ... vielleicht so groß, dah Sie trotz aller Kraft und Energie nicht mit ihm fertig werden. Lind wenn Sie jemand «brauchen, der es 3hnen tragen helfen könnte..."
Einen Augenblick lebte es in ihm auf. zuckte es wie eine lockende Versuchung durch sein Herz
„Aber ich bitte Sie... das ist ja alles Lln°
ist darum noch kein Llnsinn. weil Sie es nicht zugeben wollen. Aber so war es ]a immer immer wollten Sie auf sich selber fteben. Lind ich wäre doch so glücklich, wenn ich 3hnen einmal helfen könnte ...
Ihre Blicke trafen sich. frejtcn
Gedämpft und leidenschaftlich zugleich Uangj Die Musik zu ihnen herüber, trug sie auf siwexmer Welle in ein entferntes Land ... vorbei - - - vorbei^
Oder vielleicht doch nicht vorbei? Wenn«es! chm morgen gelänge. Markenthin zu gewinnen, wenn Tenerissen sein Versprechen wahrmachte... Reue Hoffnungen zogen durch s ein Herz, gaukelten ih lichtere Bilder--
Kurz und kühl reichte die Terlinden Klaus die Hand und ging mit den letzten Gästen.
*
3n dem mit mehr Prunk als Behagen aus- gestatteten Schlafzimmer lag das Markenthinsche Ehepaar noch in festem Schlummer, als es durch ein Pochen an die Tür unsanft geweckt wurde: Herr Körber hätte zum zweitenmal angefragt: Wann er den Herrn im Laufe des Vormittags sprechen könnte, cs handelte sich um eine geschäftliche Angelegenheit. 3eht wäre er selber da.
„Am Sonntag lasse ich mich in geschäftlichen Dingen überhaupt nicht sprechen", antwortete Herr Markenthin ebenso verdrießlich wie entschie- den. änderte aber dann seine Ansicht: „Bestellen Sie Herrn Körber, dah ich in einer Viertel- stunde zu seiner Verfügung wäre."
Er reckte sich noch einige Male, klagte feiner Frau, obwohl diese, unbeirrt weiterschlafend, nicht eine Silbe vernahm, was für eine miserable Vacht er gehabt, wie er es jeden Morgen tat, nahm zwischen dem Ankleiden eine Tasse schwarzen Kaffees und begab sich in sein Arbeitszimmer.
„Guten Morgen, verehrtester Freund,' begrüßte er Klaus Körber, lud ihn zum Sitzen ein und schob ihm die Kiste mit den schweren
xz. Fleischer). Griesheim Eienron iBühl- ! Die Cigarcferbe erzielte in Warburg aus dc>. ier) und Kölner Ballspiel-Club. Wenn auch | Sportplatz ®ammtt>cflgegen SuW*1« «J — iQtWrinnen -noch Nicht so i entschieden 3.3 (Halbzeit 2.1 für G De 2" .
Begegnung war schön und fair. Zu bemangun waren auch hier beiderseits die 6türmerleUtungern 1900 hatte zahlreichen Ersatz in seinen Reihen. 1900’6 dritte Elf konnte auch das Ruckspiel gegen Cappels zweite Mannschaft siegreich gestalten. Gießen spielte durchweg leicht überlegen. besonders nach der Pause. Resultat 5:2 (Halbzeit 2:2). 3n der Giehener Els gefielen besonders die jungen Ersatzleute.
Die erste 3ugend trug vormittags auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe ein Schiedsrichterbelehrungsspiel aus, das der Prüfung Zugendlicher galt, die sich dem Schiedsrichterberuf widmen wollen. 1900 gewann das Spiel nach ständiger Lleberlegenhett mit 2:0 Toren, dem Spielverlauf nach aber viel zu knapp. Die Sei jungen der jugendlichen Spielleiter konnten sehr
„3hnen zu sagen, dah es unmöglich ist. unter den abgemachten Bedingungen zu liefern."
„Llnmöglich? Wir schlossen damals fest und verbindlich ab."
„Aber keiner von uns konnte die Entwicklung der Dinge voraussehen. Das Papier stieg in kurzer Zeit zu einer Höhe, die selbst die kühnste Phantasie unter sich lieh. Llnd Hand, in Hand damit ging die völlige Geldentwertung."
Benno Markenthin »sah sein Gegenüber mit einem halb verlegenen, halb ungeduldigen Blicke an.
3a, was erwarten Sie nun von mir, lieber Körber? Was soll ich tun? 3ch weih es wirklich nicht."
„Es gäbe nur zwei Möglichkeiten. Entweder Sie entbinden mich von diesem unausführbaren Auftrag, oder Sie nehmen zu heutigen Preisen ab."
Richt die leiseste Bewegung, kaum ein Erstaunen glitt über Markenthins glattes Gesicht. Er behielt dieselbe liebenswürdige Miene bei. dieselbe verbindlich ergebene Haltung.
„Dem Sohne meines weit übers Grab verehrten Freundes wäre ich zu jedem Dienst bereit, zu jedem, sage ich:.. Selbst wenn er mein Untergang wäre."
„3hr Untergang, Herr Markenthin?"
Und Klaus Körber muhte vergessen haben, dah er hier als ein Bittsteller sah, auf Gnade und Ungnade dem anderen ausgeliefert, er hätte sonst nicht einen so höhnischen und unwilligen Ton in seine Frage legen können.
Aber auch über diesen ging Benno Markenthin hinweg.
„Ich sage nicht zuviel, mein lieber Körber. Denn eine Stunde später, als ich diese nach meiner Ansicht ganz unumstöhliche Abmachung mit 3hnen getroffen, habe ich auf Grund der mit 3hnen vereinbarten Bedingungen selber Aufträge für Zigaretten zu den entsprechenden Preisen übernommen. Und tarne ich jetzt dem Besteller mit derselben Bitte, entweder zurücktreten zu dürfen oder zu heutigen Preisen zu zahlen — nicht wahr. Sie verstehen, dah das im kaufmännischen Leben etwas Unmögliches ist. Wenn ich jetzt also auf 3hren Wunsch einginge, Sie von der Ueberlassuna der Kartons und des Papiers zu entbinden oder 3hnen die schwindelhaft gestiegenen Preise zahlte — ja, sage ich zuviel, dah ich dann ein ruinierter Mann wäre?"
„So bin ich der ruinierte.“
Schwersällig erhob sich Benno Markenthin von seinem Stuhl, ging auf sein Gegenüber zu, legte ihm beide Hände auf die Schulter.
„Rein! Das wird nie geschehen, solange Benno Markenthin lebt. Muh es einer von uns beiden sein — bann ich. Sie aber, den mir der st'ep- bende Vater auf die Seele gebunden... ja. mir und Tenerissen —" (Fortsetzung folgt.)
„Was war dir nur heute abend?"
Zum zweitenmal hörte Klaus Körber die Frage. Diesmal von den schmollenden Lippen der schönen Terlinden, als sie beide für einen kurzen Augenblick ungestört und unbeobachtet von den anderen an der grohen Eingangstür des Saales zusammentrafen. „Vicht ein einziges- mal hast du dich um mich gekümmert, nicht einen Blick oder Händedruck für mich gehabt."
Dafür hatte ja Gomprecht um so mehr für dich." _ .
„Du weiht, dah er mir gleichgültig ist. wie die anderen alle, dah mir der ganz: Abend Der» dorben war. weil du nur Auge und Ohr für die kleine Studnih warst."
„War ich das?" antwortete er zerstreut und doch ganz ernsthaft.
Wenn sie dir so gefällt, warum heiratest du sie'nicht? 3ch werde dir nicht im Wege fein —'
„Wen soll ich heiraten? Die Tenerissen?"
„Ach, mach dich zum Varren", sagte sie. schon wieder versöhnlicher gestimmt und ihr melodisches Lachen anschlagend, das sie auf der Bühne unwiderstehlich machte... „Die Tenerissen! Das wäre Selbstmord, und zu dem hast du ja Gott sei Dank, keine Veranlassung. Sage mir lieber, ob du nachher noch auf ein Plauderstündchen zu mir hinüberkommst. 3n einer Viertelstunde bin ich umgezogen."
„Was würde deine Qlnni davon denken?
”®ic ist auf eine Hochzeit gegangen — ich bin ^Vein — heute nicht. 3ch kann hier nicht alles im Stiche lassen."
Eine Sekunde zögerte sie. Dann streifte leise und verstohlen ihr Arm den fernen. „Oder soll ich cs machen, wie heute vor einem Iahr an deinem Geburtstag...? Vur zum Echem mich verabschieden und dann da drüben in deinem kleinen Privatkontor auf dich warten?'
Er sah den sehnsuchsvollen Blick ihrer um- schleierten Augen, sah ihn harren suchen, locken, kämpfte eine Sekunde und erwiderte dann hasttg. fast rauh: „Vein, auch das nicht.'
„--Auch dcxs nicht mehr?
Es sind zu viel fremde Leute im Hause," lenkte er" begütigend ein, „und ich habe heute Grund, unnötiges Gerede zu vermeiden." „
„So ängstlich bist du geworden? „
Ich werde dir morgen meinen Besuch machen.
'Morgen finge ich die Aida. Da muh ich nachher meine Ruh^ haben."
Der Glanz in ihren Augen war erloschen, ihr Ton hatte keine Schwingen mehr.
Man war im Aufbruch begriffen. Der größere Teil der Gäste hatte sich bereits in d,e Garderobe begeben. Einige wenige nur verabschiedeten sich noch unter Redensarten und Verneigungen.
Großer Erfolg der Mnner-Turnvereins bei den Deutschen Meisterschaften in Kastel.
Bei den im Kasseler Stadion veranstalteten Volksturnmeisterschaften der deutschen Turnerschaft waren auch die Farben des M. TV. Giehen vertreten. Die Turnerinnen Else Bickel- Haupt und Erna Alt Haus, die beide die Kreismeistcrschast 1929 — erstere im Hochfprung. letztere im Weitfprung — erringen konnten, hatten sich durch diese Erfolg das Recht erworben, an den Endkämpfen um die deutsche Meisterschaft teilzunehmen.
3m Weitsprung tonnte Erna Althaus. die an 6. Stelle lag. sich nicht mehr für die Ent- scheidung qualifizieren, da nur 5 Turnerinnen für die Entscheidung zugelassen wurden. Mit einem Sprung von 4.86 Meter setzte sie sich jedoch noch vor Frl. B a u s ch u l t e - Osnabrück, die in diesem 3ahre schon 5,51 Meter sprang, und vor Frl. W il l r a t h - Berlin, denen eine ernste Anwartschast auf die deutsche Meisterschaft zugefprochcn wurde. 3m Hochfprung war der Mittelrheinkreis durch die Kreismeisterin Else Dicke lh aup t vertreten. 3n den Borkämpfen am Samstag konnte sich Else Bickelhaupt sowie die vorjährige Olympiasiegerin und D. T.-Re- kordhalterin. Frl. Rotte- Düsseldorf, beide mit 1,48 Meter, an die erste Stelle sehen. Auch die Entscheidung änderte zunächst nichts. Frl. Dickelhaupt. Giehen. und Frl. Rotte, Düsseldors. behaupteten mit gleicher Höhe den ersten Platz: erst durch längeren Stichkampf konnte die Düsseldorferin unsere hiesige Vertreterin, die sich leider in schlechter Verfassung befand. aus den 2. Platz verweisen. 3hre vorjährige Bezwingerin. Frl. Meyer, Siegen, landete erst an 5. Stelle. Trotz dieses Peches kann aber der Mittelrheinkreis, insbesondere aber der Män- nerturnverein Giehen, stolz fein auf diese ausgezeichneten Erfolge, da Wan immerhin bedeuten muh. d<xh Else Dickelhaupt neben Frl. Rotte die beste Hochspringerin von Deutschland ist.
Handballabteilung des Turnvereins Grvßen-Linden.
Tv. Rieder-Ohmen — Tv. Grohen-Linten 1:5 (1:2).
Vergangenen Sonntag trug Großen-Linden in Nieder-Ohmen ein Freundschaftsspiel aus. Großen- Linden war der Platzmannschaft in Technik, Zusammenspiel und Schnelligkeit überlegen und hatte das Spiel noch höher gewonnen, wenn nicht der Tormann der Nieder-Ohmener die unglaublichsten Bälle gehalten hätte.
Turn-Verein Lollar.
Abteilung Leichtathletik.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
ö. 1900 weilte bereits am Samstag mit der gezogen, -neoen emvi luutuuitn , Ligaelf in Fulda. Die Unfähigkeit des Sturmes
es besonders das sowohl in Güte wie an Zcchl vor dem gegnerischen Tore Treffer zu erzielen
ausgezeichnete Aufgebot von Wettkämpfern und (im Feldspiel leistete er Beachtenswertes). ergab
Wettkämpferinnen, das die Veranstaltung auf für die Giehener die zweite Viederlage in der
ein hohes Viveaxi erhob. 3n der Leichtathletik neuen Saison. Wenn diese auch nur 1:0 lau-
bestens bekannte Vereine, wie „Eintracht" Frank- tote, so ist sie doch beschämend, da sie dem
furt Fuhballsportverein Frankfurt. Elektron Spielverlauf nach nicht verdient war und das
Griesheim Darmstadt 98. V. f. R. Mannheim, Resultat eher umgekehrt lauten durfte. Das De-
Hassia Dingen, Koblenz 1900, Kölner DM Piel- bäuerlichste babei war, dah ^einzige Fuldaer . He^'unaekünstelten, dafür aber
klub und S. C. Köln-Marienburg, Tusp. Bochum Erfolg etwa in ber 13. OKmute nad) e ^9 rationellen Fuhball und waren babei bemerkens- usw. hatten ihre Vertreter entsandt. Für die aus einem ganz unsmnigen Rückspiel Gieße «üw $ s D.-Els muhte mit Ersah
Spielvereinigungsleute waren daher zumal sie ner fast von bei: Mittellinie: resulttee. treten ber ersten Halbzeit enttäuschte sie:
nicht in stärkster Besetzung fahren konnten, bie fand sich nur schlecht auf bem kleinen Umbau anv e ^m flinken Gegner an Start-
Siegesaussichten gering. Wenn es trotzdem zu begriffenexi Platz zurecht. lag.aber doch zw Laufvermögen Wendigkeit und Körperbe-
vier zweiten und einem Dritten Platz reichte, so Drittel des Spieles un Angriff besonders nach unterlagen Rach Dem Wechsel
ist das als eine beachtenswerte Leistung anzu- dem Wechsel war die Ueberlegeiiheit drucke . Platzmannschaft bedeutend besser und
sehen. Don den Erfolgen entfallen Drei auf die Die Giehener Elf wies die weit besseren Einzel- war d e■. ¥> & nicht restlos, befriedigen. Der
Herren-, die beiden anderen auf die Frauen- pieler^aust hber $rammg6arbClt ^6 eng- t^ar tu r^ge gittert. folgender:
abteilung. Für die ersteren war. wie bereits in lichen ^.rainers. den sich Germania, sulda z tx,m JMoh verpaßt V. f. B. eine
LÄÄUit.|ä^n6&t,aL7nBu6irpSÄSlJ ge
gen. Sie Wiesbadener, die die Staffel in der das das erste der neuen Saifon in Sutoa toar. I w.rlt gegenunet Aeinheim das
SWÄ-’ÄÄ ÄWa'ife KÄ tBi'nln. ein!
®Xn?n%aXMmanaÄÄ Ä sich I Zen Toren wurden immer wie- | "Lei "ch. mehr, und mehr
bekannte Vereine, wie Griesheim Elektron, S. C. Köln-Marienburg. Fuhballsportv. Frankfurt und V. f. R. Mannheim im geschlagenen Felde, be- fcmden. Einen wertvollen zweiten Platz belegte auch Seipp 1900 im Weitfprung mit 6,29 Meter Erster war hier Rodenkircherr, Köln- Marienburg. mit 6,50 Meter, an dritter Stelle landete Dach. Sp. D. Wiesbaden, mit 6,02 Meter.
Von den Sprintern kam nach erfolgreichem Vor- und Zwischenlauf Guyot in den Endkanft>f. Er placierte sich hier hinter Stein, „Eintracht' Frankfurt, und Seng Heimer, Hassia Bingen, an dritter Stelle.
Die Frauenwettkämpfe erhielten eine betontere Bedeutung durch die Anwesenheit ber vorzüglichen Kräfte von „Einttacht". Frankfurt (L o -
züalichen Leitung sehr fair. Die heikelsten gehen, '-llach oem '^vecyiei anuert iiuj uu» Situationen vor Den Toren tourDen immer wie- D- f. D. ftnDet sich mehr "^d me^ zusammen, der durch Die überragenDen Leistungen Der bei- feine Akttonen werden schneller und settie Konv Den ebenbürtigen Hüter gebannt. Der Gastgeber bination genauer. Tr°hdeni muh er sich noch wehrte Die vielen ungestümen Angriffe Der Blau- ein Drittes Tor gefallen lassen, um Dann aber weihen fast ftänbig mit verstärkter VerteiDigung mit Der anfangs vermißten Energie unD Wucht ab. Das Eckenverhältnis lautete 9:4 für Gießen. 1 »lofion forciert nun
Verwertet würbe keine Ecke, obwohl fast alle schön vors Tor kamen. Eine glänzenbe Partte lieferte Der Giehener Ersatzmittelläufer (Der von Der Marine hier auf Urlaub weilenDe Fritz Balser), Der, Dank seiner Körpergröße, sich ftänDig in Den Besitz Des Balles sehen konnte. Auch beim Plahverein gefiel der fllte Mittelläufer mit am besten. Die Stürmerreihen waren, beiderseits sehr schußschwach. Der der Giehener war wohl aktiver, schoh aber zu unplaciert,
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