Ausgabe 
13.2.1929
 
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Bet der hiesigen zweite tung aus dem Grüni

mit dem billigeren Nutzholz decken.

Stirnen, Sport und Spiel

Nachdruck verboten

6 Fortsetzung.

Ich beugte mb

vor wahrhaftig, keine fünf

Das große Grauen,

Roman von A. A. von Byern. .Uih.'ber-Aeä.tsschuh b-:rdj Verlag Oskar Weister. Werdau.

In den Aluminivinbcchern duftete der aromau° sche Trank:Muht halt fürlieb nehmen. Merle, und leg' an ordentlicher Grund, vor Mittag san ma nct z'ruck, geh', steck dir noch a Paal ein." THein Freund legte ein dünnes, festes Hanfseil in Klängen über die Schultern.38 nur für den Notfall..dann huckte er den Rucksack auf und blickte noch einmal prüfend durch die spiek,elblanlen Läufe dec Doppelbüchse. Don mir aus kann's losgehn, bist serti?"

Ein Gust Walser auf das zischende Herdfcuer, kreischend drehte sich der Schlüs.el in dem ver­rosteten Schlost. und nun lag die Hütte finiter und schweigend da, nur über das steinbeschwerte Schindeldach spielten silberschimmcrnde Reflexe.

Ich tapNe dicht hinter dem Vinzenz drein.

Hin Weilchen hätten wir vuhig noch liegen bleiben können, es ist ja stockdunkel, man sieht kaum hie Hand vor den Augen!"

..Macht nix, in ar halben Stund' Ham ma Düchsenlicht, droben wird's bald hell."

Run schwiegen wir beide, nur die Eisenspitzen dec Bergstöcke knirschten auf dem Geröll, und bei jedem Schritt flirrten Feuersunken auf unter den grobgenagelten Sohlen. Steiler wurde der Hang, ging über ein breites Felsband, auf dem spärlicher Graswuchs wuchert«. Und dann zuckte das erste fahle Leuchten über den östlichen Horizont.

Schau!" Mein Freund deutete in hie Höhe. Gleich dem Kelch einer Riesenblume hob sich die von rosigen Tinten überhauchte Rheiderspitze aus dem dämmernden Grau, feurige Lohe flutete über das Urgestein^ rann wie flüssige Lava her- nieder, vergoldete bte Zacken und Zinnen, Schrof- sen und Schrunden. Und sieh': nun flammte es auch drüben am Hochkogel auf, Frühlicht witterte um die Derghäuptec, leuchtende Strahlengarben schossen empor, zuckende, sprühende, tanzende Flammen, die das Auge blendeten, die Schleier der Rächt hjnwegzogr.a und immer neue Sachen- spiele entzündeten. Rur drunten im Tal wogte und wallte noch der Rebel, ein gischtendes grau­weißes Meer, dessen Vellenlämme der Morgen- wind peitschte, sturmze.zauste Wipfel barm gleich Dunklen Inseln. Gin dumpfes Rau chen klang h r- aus, schäumend, in tosenien Wirbel ergos en sich die Passer der Wifdach in die Klamm, bildeten in strudelndes Chaos vnd jagten dann zwischen p -nmelanragenlen Felswänden hinah kv-rch die C' :lucht dem See zu.

mit dem Mund und mit der Körperkraft. Sin Moment verdient hier besonderer Erwähnung. 3n der Gchlustminute erhält 1930 einen Frei­stoß drei Meter vor dem V. f. D.-Tor yige» sprochen. Der Schiri pfeist an und prompt führt der V. f. B--Tormann den Fre.stvh aus, den er selber verwirkt hat. Der Schiri merkte das gar nicht. Allgemeines Kopfschütteln beim Pu­blikum.

1900'8 zweite Jugend wartete auf Stein­bergs erste Jugend vergeblich.

Die dritte Jugend weilte zum Rückspiel in Queckborn. Die große Kalte lieh das Spiel nicht ganz zur Durchführung kommen. ES wurde auf allgemeinen Punsch vom Spielleiter vor­zeitig beendet, da schon vorher mehrere Gieße­ner wegen der Witterung ausscheiden muhten. Daß dadurch Queckborns erste Jugend mit 3:0 in $ront kam, nahm weiter kein Wunder.

Die ebenfalls in Queckborn spielende dritte Seniorenmannschaft erzielte ein Unentschieden 22 (Halbzeit 2:0 für 1900). Queckborns erster Mann­schaft sagte der hohe Schneeboden und die große Kälte anscheinend besser zu und lieh sie besser durchstehen.

B. f. Ä

Die Ligamannschaft verlor am Sonntag im dreizehnten Spiel der Derbandsfpielserie drn ersten Punkt, indem sie sich in Riedergirmes mit einem mageren 1:1 begnügen mußte. DaS Resultat, das im Dau Dießen-Wetzlar die lieber« raschung des Sonntags bildete, kann keineswegs als Maßstab für das Können beider Mann­schaften angesprochen werden. Wohl zeigte die Gießener Mannschaft in technischer Beziehung be­deutend mehr alS der Gegner. Der Sturm, in dem einige Spieler gänzlich versagten, lieh je­doch in seiner Gesamtheit die Snergie und bamii die Durchschlagskraft, die eben zum Sieg gegen eine Mannschaft wie Niedergirmes unbedingt not­wendig ist, stark vermifsen. Die Läuferreihe war nicht schlecht, sie hat aber auch schon bessere Spiele geliefert- So wenig sich der Sturm durch­zusetzen vermochte, so erfolgreich und sicher war

Gpielveremigung 1900 Gießen.

ö. Die Butzbacher Rasenspieler weil­ten am Sonntag zum Meisterschafts-Rückspiel bei her Spielvereinigung 1933. Das Tressen endete 2:2 (Halbzeit 2:0 für 1930). Dem Spielverlauf nach ein recht schmeichelhaftes Resultat für die Gäste. 1900 spielte von Anbeginn an mit größtem Elan, so daß es um die Butzbacher schlecht be­stellt schien. Aber trotz starker Feldüberlegenheit konnten die Platzbesitzer nur zwei Treffer er­zielen, da die Stürmerreihe in Toresnähe fast vollkommen versagte und günstige Torgelegen­heiten ausließ. Beide Tore erzielte Balser durch schöne scharfe Flachschüsse. Auch nach der Pause hatte 1900 mehr vom Spiel, wenn auch Butzbach jetzt mehrmals in bedrohliche Nähe beS Gießener Tores kam. Die Dlauwrißen traten nach der Pause nur mit zehn Spielern an, da Heilmann als Ersaymittelläufer vor dem Wechsel verletzt wurde. Dein sehr guten und erfolgreichen Spiel dieses Gießeners hatte 1930 in der Haupt­sache feine große Feldüberlegenheit zu verdanken. Er wurde allerdings von feinen freiben Reben­leuten sehr wirksam unterstützt, besonders der Rechte zeigte großen Eifer. Wenn auch der Gießener nach einiger Zeit wieder eintrat, so war er für die Folge doch in feinem Können stark be­einträchtigt. Waren bei Butzbach Querlatte und Pfosten mehrmals Retter in letzter Rot, so waren Die Gäste in dieser Hinsicht glücklicher, da eS ihnen gelang, einen vom Pfosten zurückprallen- den Ball durch die Beine zweier Gießener hin­durch einzulenken. Der bald oosigatorische Elf­meter brachte dann ben Gästen den Ausgleich, dec dem Spielverlauf nach nicht verdient war. Degen Schluß ließ der Kampfgeist bedeutend nach, wozu der fwhe Schnee und glatte Boden viel beitrugen.

Vorher war das kleine Gießener Lolaltressen. 1 9006 1. Jugend kämpfte gegen die 1. Ju­gend vom DereinfürDewegungsspiele. Auch dieses Spiel endete 2:2 (Halbzeit 2:1 für 1900). Sportlich wurde, mit Ausnahme der ersten Hälfte, wenig geboten, dafür aber um so mehr

gescheucht. Seit dieser Zett versuchte schon mancher, den Gast aus dem Norden zu Gesicht zu bekom­men. Zum Gluck ist er dadurch nicht vertrieben worden. Hossentlich findet sich kein Jäger, der hier sein Jagdglück versucht und die Gans ab- schießt. Am Samstagabend zeigte h unserer Kirche Missionar Laut aus Frankfurt den Indiens ilm .Bon Heiligtum zu Heiligtum". Nach einem gemeinsam gesungenen Lied wußte er in trefflichen Brgleitworteu die Bilder zu erklären und zu vertiefen. Mit besonderem Inter­esse wurde der erste Teil des Filmes verfolgt, wo man die 6ingcb r nen bei ihrer Alltagsarbeit sehen konnte. Auch die übrigen Teile machten einen nachhaltigen Eindruck auf die Zuschauer. Für Missionszwecke konnten der Basler Mission 95,80 Ml. zugeführt werden.

- Winnerod, 12. Febr. Pfarrer Marauth ist vorige Woche noch Södel verzagen. Da ts nicht nach dem Sinne unseres Pfarrers ist, Ruhm zu empfangen, soll hier nur kurz berichtet werden, daß sein Wegzug allgemein bedauert wird. Die Liebe und Dankbarkeit der Gemeinden des Kirch­spiel», dem er fast elf Jahre in großer Treue ge­dient hat, zeigte sich bei feinem Abzüge in vielen einzelnen Beispielen. An dieser Stelle soll berichtet werden, daß der Frauenverein Lindenstruth in An­erkennung dieses, was Pfarrer Marauth dem Verein war, ihm in einer kleinen Avfchichsfeier einen Sesfel als Zeichen der Dankbarkeit überreichen ließ. Ebenso fand am Sonntag "in« Pbschiedsfeier in Bersrod statt. Hier hat der Fvauenoerein in dankbarer Anerkennung für die Dienste des Pfar«

cp Grüningen, 12. Febr. Der Gesang­vereinEintracht" feierte am Sonntag­abend im vollbesetzten Denderschrn Saale sein diesjähriges Stistungssest, das einen schöne-n Ver­lauf nahm. Gut vorgetragene Chöre deS Der- eins, schön gespielte Theaterstücke und Musik- Vorträge füllten den Abend in bester Weif« aus. Rach Ablauf des reichhaltigen Programms folgte der übliche Tanz, der di« Besucher noch einige Stunden in bester Stimmung beisammen hielt. Bei der hiesigen tinetten Holzversteige­rung aus dem Grvningrr und Dors-Eiller Markwald kamen außer Brennholz größere Mengen Nutzholz zum Aus. edot. Wahrend die Preise für B ennholz sich aus der bei der ersten Versteigerung erreichten Höh? hielten, konnte be­züglich der Preise für Nutzholz eine erhebliche Abschwächung festgestellt werde,:. Diele Käufer konnte« infolgebrfen ihren Bedarf an Brennholz

Fuß unter uns hing der Dpck in einer Latsche Gott sei Dank, bte Krücke war heil und un­versehrt!

Wart amal, i seil' mi an! Der Vinzenz schlang das Geil doppelt um einen Felsblock. kletterte vorsichtig hinab und stemmte sich mit Knien und Rücken gegen die Wände des Kamin. .Ziag a öisserl an!" Mit beiden Füßen ver­ankerte ich mich an einet Steinplatte, zerrte, daß die Muskeln zu bersten drohten.Hjuooal"

Weidmannsheils Gnat is gang«, i gralul er!

Da lag es vor mir, mc jn erstes Gams, ich kniete nieder, betastete immer von neuem die dicht mit Latschenpech überzogenen Schläuche, den am Halsansatz sitzenden Einschuß. Mein Freund holte ein Bandmaß aus der Joppentasche.

»Zeig mal Sakra, neunzehn Zentimeter in der Hrhne, siebenundzwanzigeinhalb in der Krümmung, zehn Zentimeter Umsang und sech­zehn Zentimeter Auslag', so a Kruckn hab i noch net an der Wand st'

.Mir wär's lieber gewesen, hu hättest ihn ge* schpssin!"

»Bist halt a g«ate¥ Kerl, i hab' dir'S aber glei g sagt, den Bock vergunnt mir der anbre net!

.VinArnz!"

,3s schon so. Schau', siehst da drvb-en hie Steindohl' sitzens"

da, yllndertundfünfzig Schritte schätze ich.

»No, dann paß' mal auf." Mein Freund griff nach seinem Stutzen, entsicherte, ging frei­händig in Anschlag:Pang!" Wie ein Lappen fiel der Dogs! zusammen.®bi. am Zeugl hats also net glegen und an mir aa net!"

»Aber vielleicht am 3agbfie&er, beim Schuh auf ein kapitales Stück Wild tritt einem doch zuweilen das Herz in Hand und Auge."

.Haft d' dös fqjon amal bei mir erlebt?

Das stimmte, der Dinze:iz von Andrian war die Kaltblütigkeit selbst, setzte einem Kudu oder einer Rap enantiloge die Kugel ebenso sauber aufs Blatt wie einem Rehbock. Er wies mit der Hand nach bet Wildacyklamm, in der auf" steigende Rebelschwa den brauten.

D' Leut sagen, ber Hubertus Silvester liegt da drunt, weih net, ob s wahr ist. g'sirnden hat ihn koaner..." Dam, verstaute er mit ein paar raschen, sicheren Grifsen ben Kapitalen im Rucksack.

»Komm', Alterle, bist wohl rechtschaffen müh', han?"

Nun merkte ich erst, haß mir die Knie von per ungewohnten Anstrengung zitterten, feucht klebte mir das Unterzeug qm Leib. Und der Vmzcnz schritt so elastisch vor mir h-r, als gme« er auf Stahlfedern, nur einmal beugte er sich weher, hrockle ein paar braune Almröserl: »Hast ja noch kein' Bruch, np, bist d z'frishen?"

»Ich danke dir!" war alles, was ich sagen konnte.

»Ich banke dir, Vinzenz!" Und er lächelte fein strahlendes, sonniges Lächeln, Has ich noch heute vor mit sehe...

Der letzte Tag, der letzte Morgen. Ge^ fühlsbuselei ist sonst nicht meine Sache, aber bas Herz wurde mir schwer beim Abschied. Roch einmal blickte ich nach den blauenden Bergen hinüber, die ich liebgewonnen hatte, denen ich unvergeßliche Stunben weibfroher Erinnerung perbankte. Ändert hatte meine Koffer schon in die Halle getragen, nur bas sorgfältig verpackte Eiweiß und -in Kistchen, in dem sichele Krücke befand, lagen noch au, dem Tisch PW Schatze vertraute ich den Clsenbahnftskus nicht an, fuhr lieber die ganze Strecke lang 3, Klasse, um mich nicht pon ihnen trennen zu müssen.

Ein leises Klopsen. Wirb wohl her Ändert sei«, dachte ich, »dank' dir noch.

»Ao, schon g stief tt und g'spornt?" Mein Freund zog die Tür hinter sich zu: .Wollt dir gleich hier leb' wohl und auf Wieberschaup sag n, weißt ja, heut' kann i net mttfqhr'n bie> Bregenz, rnuaß noch packn."

.Aber Vinzenz, das ist doch selbstverständlich. hu und ich dank' dir noch.**

»Ah haß, wofür denn nacha?" (Fortsetzung folgt)

Der Vinzenz klopfte mich auf die Schulter: Komm, Alterle. jetza muff n ma einisteig n ins Wander!!" Damit schwang er sich auf einen Tritt und klomm Imigfam empor. Ich fah mir die Geschichte erst einmal von unten an hm aber da hals nun alles nichts, blamieren durste ich mich nichtI Es ging besser, als ich gedacht hatte: überall fand der suchende Fuß Halt, hier einen Riß, da einen Vorsprung, nun noch zwei Met.r, bann war ich glücklich drobe n Vor uns laj eine kleine, zum Teil mit Latschengestrüpp bewachsene Terrasse. Mein Freund suchte mit dem Glas das Gewänd ab:Schau amal, dort drüben!"

Ein zwei drei vier fünf sechs gelbbraune Punkte...

Donnerwetter ia. Gemsen!"

Gams!" verbesserte der Vinzenz schmunzelnd. Rik G'schcit's, lauter G ras el, Eunnt aber fei, daß irgendwo noch a guater Bock bei dem Schari steht."

Können wir denn da hinüber?"

Wann b" a Schneib hast?"

_Allemal, wird schon gehen," entgegnete ich, ohne das Pcrspesiiv von den Qiagen zu nehmen, müssen wir über ben Kamm?"

Koa Spur net, da weih i an nähern Weg. z'erst am Grasband hin, nachat schräg aufsi und die Reitz'nnunto, no wirst'- scho sehn, pack' ma's halt an!"

Lieber die ersten fünfhundert Meter bot der Aufstieg feine Schwierigkeiten, wenn man schwin­delfrei war, doch dann kam eine unangenehme Stelle, mit dem rechten Bein mußte man nach einem Vorsprung tasten, schwebte dabei für den Bruchteil einer Sekunde frei in der Luft über den wohl an taufend Fuß tiefen Abgrund----

.Wolln ma anfeil'n?"

Ich schüttelte nur den Kopf, atmete aber doch auf, als ich drüben war- Und nun begann wieder die Kletterei, dabei muhten wir darauf achten, dah kein Steinschlag die Dams vorzeitig rpglig machte. Endlich war die zweite Terrasse er­reicht, von der sich ein Wasserriß schräg ab­wärts zog. Aber Plötzlich fühlte ich, wie mein Freund mich yiekerzog.

A Fetzenbock! Er iss!'

Gerade auf uns zu zog der Gants, feine zwei? hundert Gänge entfernt, ein kohlschwarzer Teusel, die Krücke weit gehakelt.

»Vinzenz! Den Mehr Pur

.Äpa Gedanke -1'

Doch! Ich Wil! dich von deinem Aberglauben kurieren, daß du im Serofaler Revier kein Weid­mannshell hast!"

Ah so!"

3a, tu' es mir zuliebe, bitte!

»Ro - meinetwegen -

Fast ohne Deckung lagen Wir hinter einer I schrägen Fslsplatte, schätzten in Gedanken die

rett ihm ein Chaiselongue verehrt Die besten Wünsche aller Gcmeinbeglieder begleiten ben ab- ziehenden Seelsorger zu seiner neuen Arbeit. Das Spezialvikariat unserer Pfarrei hat Pfarrer Döll (Wirberg) übernommen. 2n Lindenstruth über­nimmt Pfarrer Frank (Reiskirchen) die Gottes- dienste, in Winnerod und Bersrod wird abwechfelnd Gottesdienst gehalten. Alle Derwattungsgefchäfte und die Konfirmanbenstunde übernimmt der Spezialoikar. bei dem auch die einzelnen Amts­handlungen anzumelden sind.

D. f. A. lieft.

Die Zweite hatte am Sonntag gegen Larr- bachs Zweite spielen müssen. Da aber Lich keine 11 spielberechtigte Spieler zur Ver­fügung hatte, schrieb es dem Gegner ab und verpflichtete sich dafür die erste Mannschaft von Steinbach zu einem Gesellschaftsspiel. Da die Gaste lieber gegen Lichs Erste hatten spielen wollen, verstärkte man die Zweite durch drei Spieler aus der Ersten. In der ersten. Spielhälstr war ausgeglichene- Spiel (0:0). Nach bet Pause nahmen die Rasenspieler das Heft in die Hand und liehen die Gäste nur noch vereinzelt in Lichs Hälfte kommen. 3n regel­mäßigen Abständen wurden bis zum Schlußpfiff fünf Tore geschossen und fp dos Resultat auf 5:0 für Sich gestellt.

B» f. B. Sandball.

Die Handbalkmannfchaft muhte sich der 2. Kompagnie mit 11:1 geschlagen bekennen» Das Resultat entspricht dem ungleichen Kräfte­verhältnis, kann aber von D. f. B., komplette un- stärkste Aufstellung vorausgesetzt, korrigiert wer­den. Vor ollem war B. f. B. durch oaS Aus­bleiben zweier plötzlich erkrankter Spieler zahlen- mähig unterlegen, bann aber auch burch die Ein­stellung von Ersah für bte in der Militärmann- schost mitwirkenden und anderer verhinderten Spieler stark geschwächt. Die Gäste lieferten ein sehr gutes Spiel und zeigten ein beachtenswertes Können, dem die von vornhsrein im Hinter- treffenden liegenden D. f. B.er nur ihren Eifer entgegenstellen konnten.

die DerteiDigung. Di« MgewShnllch« Kälte eft per g atte Schneeboden stellten an beide Wann- fchaiten sehr hohe körperliche Anforderung«^ Zum Tell kann dies für die D. f. D.-Mannschaft o.s EurfchuWigung für ihr wenig günstiges Ab­schneiden angeführt werden, da sie infolge der physischen Änstrengungen ntibt auch noch bie übrigen Schwierigkeiten und Hemmnisse, wie bi« unzu.änglichen Platzrschälttttsse usw-, überwinden konnte und lücht mehr in Per Lage war, sich entsprechend einzustellen. Trotz alledem hätte V« soviel an W lleu aufbringen müssen, wenigstens einen knappen Sieg herauSzuholen Die Platz­mannschaft spielte primitiv, kämpfte aber hart, energisch und vor allem zähe. Sie darf mit: Rechl stolz sein auf diesen Erfolg, ben das Unent­schieden 1:1 für sie unstreitig bedeutet. Schon bet Hagelt stand das Spirl 1:1. Nach dem Wrchiel g.aubtc man Gießen, zumal es den Wind im Rücken hatte und sich auch schon vorher m vielem der Platzelf überlegen gezeigt hatte, in Front zu feßen. Man sah sich jedoch getäuscht. Der Geg­ner wog durch verdoppelten Eifer das bessere Können Gießens auf und hielt das Spiel bis zum Ende offen. Gerade in bet zweiten Halbzeit boten sich dem D. f. B.-Slurm bei der Unsicherheit beS Niederg:rmeser ttormannd einige sehr sichere Chancen, dir er unbedingt hatte ausnutzen können wenn er energisch nqchgesetzt wär,. Trotz biee$ Unentschieden und des Veriustpunktes bleibt dir Spitzenste-lung des V. f. B. mit großem Vor­sprung weiterhin behauptet. Schiedsrichter Busch, Butzbach, leitete das Spiel gerecht und umsichtig.

Auch die Ligareserve zeigte sich nicht auf der gewohnten Höhe, errang aber immerhin einen in Anbetracht Per BrrhältMe als angehende Leistung zu wertenden klaren 4: 2-Sieg.

Die Pierre Mannschaft trat infolge unent- schuldigten Ausbleibens einiger Spielet zum Vet- bandSsPiel gegen Lollars Zweite nicht an.

Die zweite Jugend hatte sich zu einem Ge­sellschaftsspiel Leihgesterns erste Jpgenv nach hier etngelabsn und auch dessen Zusaae er­halten. Die Gäste ließen jedoch vergeblich ruf sich warten.

Auch dir erste Schülermannschaft Mltf* ohne Spiel, da Heuchelheims Schüler ohne vorherige Absage zum fälligen Pflichttreffen nicht antraten.

Entfernung, biS zu dem hellen Stein, bann mochte es reichen...

Der Bock äugte zurück, sicherte, drüben zog ein Jährling aus ben Latschen, eine Geiß...

Mein Freund lag längst im Anschlag. Aus- konlmen konnte das Gams nicht mehr, aber bet Schuß* spitz von vorn war gewagt, es hieß abwartcn. Hundettzwanzig Meter, hundert Me­ter, achtzig Meter stellte sich bet Bock breit...

Pang!" Eine Spanne zu hoch spritzten die Steine...Pang!"..Hi.nmelhöllsakra!" Kern­gesund flüchtete der Kapitale schräg aufwärts, ich riß die Büchse hoch, fuhr mit, faßte vorn an.Pang! Klatsch!" Im Knall warf es das Gams zusammen, der Bock überschlug ficb, kam ins Rutschen, Steine lösten sich, pulvernder Staub, bann in die Reih n hinein, unb nun war nichts zu sehen als eine graubraune Wolke.

Teisi, Trift, wenn er sich nur net verfallt in der Wildachflamm, hätt'st halt glei g'schofs n, jetzt müss'n ma seh n, wie die G'schicht' ganga is-"

Ein übermäßig geistreiches Gesicht habe ich schwerlich gemacht, schweigend stiegen wir in den steil abfallenden Wasserriß unb stemmten die Bergstöcke em Schon von weitem konnte man die Rotfährte erkennen, nun kam ein enger Kamin und bann...

Alterle, da liegt er!"

dir Vereine der benachbarten Dörfer hatten Mt- glieder al6 Vertretung entsandt, und so verUcsen bei Kaffee und Kuchen die Stunden frofrm Bei­sammenseins viel zu schnell. Allgemein wurde bedauert, daß die frühere Vorsitzende beß Ver­eins, Frau Lehrer Kurz, die ihren Wohnsitz seit einigen Wochen nach Gießen verlegt hat, an diesem schönen Abend nicht teUnehmen konnte.

> ®aubringen, 12. Febr Am SamStag hat der hiesige O b st - u n d G - r t e n b a u v e r - eia einen erfolgreichen Werbetag veranstal­tet. Nachmittags sand ein Gemartungsrunk^ang durch die Obstanlagen unter Führung be» Obst- bauinspektprS Enkler, Geßen. statt. Es wurde zunächst die vor einigen Jabren gepflanzte größere Baumanlag« der Gemembe an der Alten- Busecker Straße begangen, wobei der Ftzhrer e n auteS Urteil über die fach- und fachgemäße An­sage, sowie über Pflege. Schnitt und Behandlung der Jungbäum« abgeben konnte. Deun Durch­schreiten der privaten Baumstucke gab Obstdau- inspektor Cnkler auf Anfragen praktische und anregende Belehrungen. Sine am gleichen Abend veranstaltete Versammlung war noch stärker be­sucht alS Per Lundgang. Seit Bestehen PeS Ver­eins Dürfte e n Prrartiaer Abend keinen größepen Besuch auszuweisen gehabt haben. Nach der Be­grüßung durch ben Borsitzenben Wi helm^D a l - Iber VII. hielt Herr Enkler einen Vortrag aus bem Grbie.e des Obstbaues. Erne Aussprache folgte Dem Dortrage. Den Schluß PcS wohl- gelungenen Tages bildete eine Verlosung. 3»^des WitslieP erhielt Purch Freilos einen Preis. Als Zugabe konnte jeder Gewinner noch mit einem Päckchen Gemüse- ober Blumenfamen bedacht werden. Die Zahl Per Mitglieder hat sich an diesem Tage um 8 erhöht und beträgt nunmehr 46. Für ben Herbst ist eine ObstauSstellung geplant.

- Großen-Bufeck. 12. Febr. Der Gel ang- pere inGermania" Großen-Dufeck beging am Sonntag fein 66. & t i f I u n flöf e ft im überfüllten Saale des Mitgliedes W. Wagner V. Nachdem der Derein einige Chöre unter der Lei­tung seines bewährten und 'beliebten Chormeisters, Musiklehrcr Alhert Äaften (Gsitzen) gut zu Gehör gebracht hatte, begrüßte der Präsident Karl Donarius die Anwesenden unb gab einen kurzen Rückblick auf da- verflossene Ver- einsjahr. Er dankte, und dies mit Necht, den Sängern für ihren aufopfernden Fleiß, und er­wähnte auch Die Untefchjede Zwilchen Wri streiten einerseits und Wcrtungssingen in größeren Sängerorganifglipnen ander eits. Ansch iehend wurden ein aktiver unb sechs passive Sanger zu Ehrenmitgliedern ernannt Auch aus dem Ge­biete der Theateraufsührung, durch altere und jüngere Sänger, zeigte der Verein ein großes Können, das durch reichen Beifall der Zuschauer anerfamu wurde. Weiter konnte der Verein seine Mitgsic'aer durch eine mit schönen und wertvollen Gcbrauchsgegenständen ausgestattete Ber^osung überraschen. Die Gegenstände waren sämtlich Stistungen der Sänger und Gönner des Vereins. Wie alljährlich, hielt der zweite Teil Der Ver­anstaltung Die Anwesenden - alt wie jung - bei Tanz und Schmaus tu aemütlicher Stimmung bis in die frühen Morgenstunden beisammen.

Z Rödgen, 12. Febr. Seit etwa 14 Tagen ist in der Nähe unseres Dorfes an einem offenen Wiesenbächlein eine Wi IdganS, im DolkS- mund oft SchneeganS genannt, zu beobachten. Sie ist etwa so groß wie eine HauSgans, qber etwas schlanker unb hat einen längeren Hals. Das Gesieder ist gtau, die Fittiche haben zwei schwarze Bänder Selbst bei vorsichtiger Annähe­rung erhebt sich das Tier rasch und gehl tn leichtem, schlanken Fluge etliche hundert Meter oberhalb ober unterhalb des Beschauers nieder. Verschiedentlich wurde behauptet, eS wäre noch ein zweites Tier am Anfang gesehen worden, aber nach einigen Tagen sei es verschwunden gewesen. Holzarbeiter haben die Wildgans nach einer Holzversteigerung zum erstenmal zufällig auf-