Ausgabe 
12.11.1929
 
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Gietzener Wochenmarktpreise.

ES kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 210 bis 220 Pfennig das Pfund, Matte 30 bis 35, Wirsing 12 bis 15, Weihkraut 8 bis 10, Rotkraut 12 bis 15, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 25 bis 35, > Rö­mischkohl 10 bis 12, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 40 bis 45, Feld­salat 100 bis 120, Tomaten 30 bis 50, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 80, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kürbis 5 bis 8, Kartoffeln 4,5 bis

stauration (Stuhlkonzert), Rauchverbot, volksbil- dendcs Programm, reine 'T?e ' i ibung mit Thea­ter, Tanz dl er Couplets. Die Eint. ittspre.se du.- fen bis zu 1 Mark in den fünf

größten Städten (Darmstadt, Mainz, Worms, Gießen und Offenbach) jedoch bis zu 2 Mark. 3n allen Fällen können jedoch 10 Prozent der vorhandenen Saalplätze teuerer sein. Bei dem Eteuerbesreiungsantrag muß unbedingt ein Pro­gramm beigesügt werden (es kann dies auch handschriftlich angefertigt sein). Das Gesuch gebe man zweckmäßig in zweifacher Ausfertigung an die Geschäftsstelle des Hessischen Sängerbundes. Hm Ablehnung des Gesuches zu vermeiden, ist daraus zu sehen, daß bei den Gesuchen alle vor­stehenden Bedingungen erfüllt sind. Es empfiehlt sich noch, die zuständige Steuerstelle von der Einreichung des Gesuches in Kenntnis zu sehen.

Englische Sprachkurse. Der Fremd- sprachllub Gießen beginnt am Mittwoch im Kauf­männischen D.reinshaus, Rcrdanlcge, seine eng­lischen Sprachturse unter Leitung des englischen Gymnasiallehrers Mr. E. F. Jones von der Universität London. Anmeldungen bei Herrn M a ck im Haus Schwarz (©5X21.) sind noch möglich. (Siehe heutige Anzeige.)

* Musikalische Unterhaltung in der Heil- und Pflegeanstalt. In anerkennens­werter Weise hatten am Sonntag die Herren Kam-

Wenn Ihre

Empfehöungsanzeige

in der Freitags- oder in der Samstags­nummer des Gießener Anzeigers durch sorgfältige, wirksame Satzausstattung

werben soll

dann geben Sie sie bitte spätestens im

Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerslags in der Geschäftsstelle auf

Anzeige. .

Der Zentralverband der Ange­stellten veranstaltet am Mittwoch, 13. Rov., 20,30 Uhr im GewertschaftshauS einen Vortrag des Herrn Motteck, Frankfurt a. M. über Ste Absahsinanzierung im Einzelhandel". (Siehe heutige Anzeige.)

Eine neue O r t s b a u s a h u n g für das Gebiet zwischen Marburger Straße und Wie- secker Weg wird von der Stadtverwaltung in unserem heutigen Anzeigenteil veröffentlicht. Interessenten seien auf diese Bekanntmachung besonders hingewiesen.

* Steuerbefreiung bei Stuh Ikon- zerten. Rach Mitteilung des Kultusministe­riums müssen die Gesuche um Steuerbefreiung für Stuhlkorzerte mindestens vier Wochen vorher eingereicht sein. Steuerfreiheit wird gewährt bei folgenden Voraussetzungen: Konzerte ohne Re-

1. Ferd. Keil Ettingshausen für Schwarzloh» Ehrenpreis PH. Raumann, Großen-Linden für Marburger Feh, 2. G. Harig, Gießen für Lux, 2. und 3. W. Cidmann, Mar, für Kastorex, 3. Hch. Decker, Gießen, für Havanna.

B. Geflügel. Den Dundcsehrenprers für beste Gesamtleistung erhielt hier Wilh. Keil II., Ettingshausen. 1. und 2. Ioh Rikolai, Dreßen, für Rodeländer, Ehrenpreis und 2. W. Keil 1L, Ettingshausen, für Orpington, 1. und 3. L. Kreiling, Gießen, für Zwerg-Wyandottes und Silber-Brackcl, 1. und 3., K. Starck, Ettings­hausen, für Hamburger, 2. W. Keil II., Ettings­hausen, für Weiße Leghorn, 3. Ferd. KerL Ettingshausen, für Rheinländer, 1. Rud. Vock, Stangenrod, für Brieftauben.

Große Strafkammer Gießen.

Gießen. 5. Rov. Ein Maschinenarbeiter und ein Händler waren in erster Instanz vom Bezirksschöffcn^ericht wegen Rückfallsdicb- st a h l s bzw. Begünstigung hierzu zu einem Jahr Gefängnis bzw. 50 Mark Geldstrafe ver­urteilt worden: eine wegen Beihilfe mitangeklagte Ehefrau war dagegen mangels ausreichenden Be­weises frcigefprochen worden. Wegen dieser Frei­sprechung verfolgte die Staatsanwaltschaft Be­rufung. In der Berufungsinstanz gestaltete sich die Beweisaufnahme höchst belastend für die An­geklagte, so daß der Staatsanwalt Verurteilung zu 5 Wochen Gefängnis beantragte, dabei das Leugnen der Angeklagten als strafschärfend Her­vorhebend. Rach dem Plädoyer des Anklage­vertreters legte die Angeklagte auf Vorhalt des Gerichts ein Geständnis ab. Rur wegen dieses Geständnisses sah das Gericht noch einmal bei der allerdings seither unbestraften Angeklagten von einer Freiheitsstrafe ab und erkannte auf eine Geldstrafe von 50 Mark eventuell 10 Tage Gefängnis.

Ein ausländischer Arbeiter hat einen Förster, der sich im Dienst befand, in der unflätigsten Weise beschimpft. Das Amtsgericht hatte ihn zu 60 Mark Geldstrafe verurteilt. Seine um Herabsetzung der Strafe bezweckende Be­rufung wurde verworfen, dem Beleidigten auch die Publikationsbefugnis hinsichtlich des Urteils

5, AepfÄ 10 bis 15, Birnen 10 bis 15. Dörrobst 1 30 bis 35, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Gänse 100 bis 120, Rüsse 40 bis 50 Pfennig das Pfund: Käse (zehn Stück) 60 bis 140, Tauben 70 bis 90 Pf. das Stück, Eier 17 bis 18, Blumen- 1 kohl 30 bis 100, Endivien 10 bis 20, Ober- Kohlrabi 10 bis 15, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 Pfennig das Stück: Radieschen 15 bis 20 Pfennig das Bund: Kar­toffeln 3,50 bis 4 Mark der Zentner, Wirsing 10 bis 12, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 10 brs 12. Aepfel 8 bis 12, Birnen 8 bis 10 Mark der Zentner.

Säten für Mittwoch, 13 November

Sonnenaufgang 7.13 Uhr, Sonnenuntergang 16.15 Uhr. - Mondaufgang 15.02 Uhr, Mond­untergang 2.22 Uhr.

1848: der Musikschriftsteller Hans v. Wc/zogen in Potsdam geboren: 1862: der Dichter Lud­wig Uhland gestorben: 1868: der italienische Komponist Gioachino Rossini in Passy gestorben (geboren 1792).

Llnser neuer Roman.

In der heutigen Rümmer desGießener An­zeigers" bringen wir den Abdruck des Romans Liebe in Ketten" von Hans Mitteweider zu Ende. 2n der morgigen Ausgabe unseres Blattes beginnen wir mit der Veröffentlichung eines neuen großen Romanwerles. Es kommt diesmal wieder eine Autorin zu Worte, die den Lesern und Leserinnen unseres Blattes seit einiger Zeit nicht mehr unbekannt, sondern, wie wir anneh­men dürfen, in der besten Erinnerung ist. Der Roman heißt

Das Erbe des Herrn von Anstetten" von 3- Schneider-Foerstl

und behandelt, mit wechselnden Schauplätzen unter der Glutsonne Indiens und auf heimat­licher Scholle, auf einem deutschen Rittergut und Herrensitz spielend, das abenteuerliche Schicksal einer Familie, die Geschichte einer zu jedem Opfer bereiten Männerfreundschaft und einer großen, leidenschaftlichen Liebe.

5>ie Verfasserin diefes neuen Romanwerkes, Frau Schncider-Fvrrstl, hat mit ihren früheren Veröffentlichungen imGießener Anzeiger", ganz besonders mit dem hier vor einiger Zeit erschie­nenen großen RomanLache Bajazzo!", e.nen so starken Anklang in den weitesten Leserkreisen unseres Blattes ge'unden. daß wir uns mit Recht der Erwartung hingeben dürfen, auch d:ese neueste Erzählung aus ihrer Feder, mit deren Abdruck wir jetzt beginnen, und die an Span­nung, Phantasie und fesselnder Handiung ihren Vorgängern nichts nachgibt, werde eine recht große und dankbare Lesergemeinde finden.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Stadlt.xatcr:Robert Guiölard" undScme- trius", 19.30 bis 22 Uhr. Volkshochschule: (Beginn der Vortragsreihe überHöchstleistung", 20 Uhr, Hörsaal 44. Deutsche Dolkspartei: Wählcrversammlung. 20.15 Uhr, im Cafe Leib. - Mieterverein Gießen: Mieterversammlung, 20 Uhr, im Kath. Dercinshaus. - Spielvereim» gung 1900: Außarordentl. Generalversammlung, 21 Uhr, im Vereinshaus Doller. Lichtspiel­haus Bahnhofstraße:Rarkose". Astoria- Lichtspiele:Der Rächer der Grenze" undDas Findelkind von Singapore".

Aus dem Stadltheaterbureau wird uns geschrieben: Dir h.utige Vorstellung Robert Guiskard" von Kleist undDrmetriu " von Schiller beginnt 19»/r Uhr. Morgen, Mitt­woch, geht der erfolgreich.' amerikanisch? Schwank Hochzeitsreise" von Math.wii und Richols das erste Mal durch das Abonnement. Al> nächste Premiöre ist Derstls neues LustspielScribbys Suppen find die besten" in Vorbereitung. Das Stal ttfeatcr Gießen hat die füdwestdeutfche Erst­aufführung diefes Lust,Piels erwerben. Das ^ertück ist bereits an allen größeren Bühnen zur Auf­führung angenommen. Spielleitung hat Pet.r F a f s o t.

EineWahlversammlungderS. P. D. findet am Freitag im Eaf6 Leib statt. Redner: Minister des Innern Leuschner. Näheres siehe

mer-Konzertmeister Willy Kruse (Kassel), Musik­lehrer Georg Kruse (Gießen) und Pianist Jean Dürr (Gießen) ihre bewährte musikalische Kunst der Heil- und Pflegcanstalt zur Verfügung gestellt. Im Solo- und Ensemblespiel (W. Kruse Solo- und 1. Violine, Gg. Kruse 2. Violine, Jean Dürr Klavier) bei bester Auswahl und Spielfolge haben sie einer großen Zahl andächtig und ergriffen lauschender Kranken zu einem hohen und reinen, fürwahr nicht alltäglichen Genuß vc^ halfen, für den sie einmütig- bewundernden und danlbar-herzlichen Beifall fan­den. Den Künstlern sei auch an dieser Stelle herzlich gedankt.

6. Kreisverbands Kaninchen- und Geflügel-Ausstettunq.

-.- Gießen, 10. Rov. Eine gut beschickte Kaninchen- und Geflüaelaus stell un g veranstaltete der Kreis Gießen Oberhessischer Kaninchenzüchter im Hessischen Landesverband gestern und heute hier bei Gastwirt Sieck. Am Samstagabend ging ein Familienabend im dor­tigen Saale voraus, bei dem der Kreisverbands- vorsihende -Ludwig Kreiling, Gießen, und der Vorsitzende des hiesigen Vereins, W. Ulrich, Ansprachen hielten. Als Preisrichter für das vorzügliche Zuchtmaterial hatte man für die Ab­teilung Kaninchen Röhler, Kassel, für Ge­flügel Södler, Rieder-Gemünden, gewonnen. Die Ausstellung wies einen guten Besuch auf. Die Prämiierung hatte folgendes Ergebnis:

Für beste Gesamtleistung in den beiden Abteilungen erhielt L. Kreiling, Gießen, einen Vun'cesehrenpreis.

A. Abteilung Kaninchen: Für beste Gesamtleistung in dieser Ao.eilung wurde dem Züchter Gg. Schellhaas, Gießen, ein Bun­desehrenpreis z'.erkannt. 1. Belgische Rie­sen: 1. und 2. Preis Wilh. Opper, Saubringen, 3.Pr. Heinr. Decker, Gießen. 2. Weiße Rie­sen: Ehrenpreis, 1. und 3. Pr. Gg. Schellhaas, Gießen, 1. und 2. W. Eidmann, Maar, 2. H. H. Seipel, Maar. 3. Französische Silber: 1. und 3. I. L. Wilhelm, Homberg. 4. Deutsche Großsilber: 3. R. Bock, Stangenrod. 5. Chinchilla: 1. O. Queckbörner, Stangen­rod, 1., 2. und 3. L. Kreiling, Gießen, 2. G. Schellhaas, Gießen, 3. Ioh. Merlau, Alsfeld. 6. Blaue Wiener: 1. und 3. G. Schellhaas, Gießen. 7. Weiße Wiener: 1., 2. und 3. K. Kirchner, Gießen, 2. Ioh. Merlau, Alsfeld. 8. Rhein. Schecken: 1. und 3. W. Ulrich, Gießen. 9. Kleinsilber: Ehrenpreis, 2. und3. Otto Steih, Gießen, 2. H. George, Großen- Linden, 2. und 3. Ph. Zimmermann, Großen- Linden. 10. Hermelin: Ehrenpreis und 2. O. Steih, Gießen, 1., 2. und 3. W. Fuchs, Daubringen, 3. Ph. Raumann, Großen-Linden, H. Preis, Daubringen. 11. Sonstige Rassen:

Aus der provinzialhaupistadi.

Gießen, den 12. Rovember 1929.

Autolinie

Gießen - Launsbach - Wißmar.

Aus Wißmar wird uns geschrieben: Nörd­lich von Gießen liegen die beiden preußischen Dörfer Wißmar und Launsbach mit 3000 Einwohnern, deren wirtschaftliche Interessen vollständig zu der 5 bzw. 6 Kilometer entfern- ten hessischen Provmzialhauptstadt Gießen gehen. Eng damit zusammen hängt die Tatsache, daß aus beiden Dörfern die Gießener Kranken­anstalten und die Gießener Kultureinrichtungen (Theater, Schulen, Lichtspielhäuser, Vorträge) in starkem Maße in Anspruch genommen werden. Das sollten Gründe genug fein, daß sich die Gießener Geschäftswelt und Stadtbehörde endlich damit befassen würden, den Bewohnern von Wiß­mar und Launsbach die Möglichkeit zu geben, zu gelegener Zeit nach und von Gießen zu kommen.

Zwischen Lollar und Wetzlar verkehrt wohl die sog. Kanonenbahn, die auch in den beiden Dörfern Haltestellen hat. Wer aber weih, daß man bei Benutzung dieser Bahndie Kirche ums Dors herumträgt", d. h. von Wißmar 11 Kilometer und von Launsbach 13 Kilometer nach Gießen fährt, dazu in Lollar umsteigen und dabei Marschmarschtempo anfchlagen muß, der wird diese Verkehrseinrichtung nicht als eine ideale Lösung ansehen können, um nach und von ®ie- fjen zu kommen. Diese Tatjache wäre noch nicht so schlimm, wenn man wenigstens diese Umfahrt nach Gießen benutzen könnte, sobald man sie braucht. Die Züge auf der Strecke Lollar- Gießen sind aber nur auf den Arbeiterverkehr eingestellt uno ermöglichen nur einen Verkehr nach Gießen morgens um 7 Uhr und abends um 18 Uhr und von Gießen mittags um 13 Uhr, um 18.30 und um 19.30. In der Haupt­geschäftszeit fehlen die Verbindun­gen, die zu schaffen ja auch nicht im Intereise der Bahn liegt, da nur zwei Dörfer dafür be» sondere Verwendung haben. Zu dieser schlech­ten Zugverbindung fornmt noch, daß einem die Bahn erst ans äußerste Westend Gießens bringt, und daß man heimwärts auch wieder erst dorthin muß.

Die einzige Lösung in dieser Verkehrsnot bildet der Autoverkehr, der bereits zwei Jahre für die Strecke WißmarGießen notöüifhg einge­richtet war, aber trotzdem gezeigt hat, wie stark allein in diesem Dorf das Bedürfnis dafür ist. Nachdem der Omnibusverkehr feit August d. I. ruht, haben wir wieder die trostlosen Verkehrsoerhällnisse von ehedem. Es hat sich schon gezeigt, daß sich das kaufende Publikum nach Lollar und Wetzlar hin­zieht, weil man dahin wenigstens noch eingerrnaßen gelegen hinkommen kann. Alle Reklametätigkeit der Gießener Geschäftswelt und Kulturunternehmen ver­fehlt ihren Zweck, solange nicht die regelmäßige undgünstigeAutooerbindung die eine Lebensnotwendigkeit geworden ist ge­schaffen ist. «, , ..

Run ist bekannt geworden, daß sich die Reichspost der Sache annehmen will. Hand in Hand damit soll die Vertrustung der Post in den beiden Gemeinden gehen. Beides wird hier als die beste Lösung angesehen und freudig begrüßt. (Die praktische Gestaltung des Fahr­planes soll hier vorerst unerortert bleiben. Sie wird sich schon in der Praxis ergeben.) Wichtig aber ist, daß sich nun das größere Gemeinwesen Gießen, dazu die Gießener Geschäftswelt aktiv an der Förderung des Planes der Reichspost beteiligen. Es ist doch so, daß diese beiden In­teressenten sich ganz besonders dafür erwärmen müßten, haben sie doch den größten Vorteil davon. Es ist auch so, daß in den Dörfern immer ein Prozentsatz Bewohner vorhanden ist, der jeder Reueinrichtung wenn nicht ablehnend, so doch abwartend gegenübersteht und zu finan­ziellen Opfern nicht zu haben ist. Die Benutzung der Autoverkehrseinrichtung ist trotzdem gesichert und wird sich immer mehr steigern, je mehr Zu­trauen man in das Unternehmen haben kann, was ja von vornherein bei der Post als Unter­nehmer gegeben ist.

Es wird sicher in allernächster Zelt zu Ver­handlungen zwischen Post und den beteiligten Gemeinden kommen. Da ist es unbedingt er­forderlich, daß S t a d t v e r w a l t u n g G i e ß c n und Verkehrsverein einschl. Gießener Geschäftswelt sich beteiligen und helfen, kleinliche finanzielle Bedenken durch eigene Be­teiligung aus dem Wege zu raumen, damit recht bald das Werk zustande kommt. So wie bisher kann es nicht weiter gehen!n.

zugesprochen.

Ein seither unbestrafter Unternehmer wurde in erster Instanz vom Amtsgericht wegen Haus­friedensbruchs, Sachbeschädigung, Widerstands gegen die Staatsgewalt und Beleidigung in eine Gesamtgefängnisstrafe von 14 Tagen genommen. Er legte Berufung ein und begehrte heute Ver­wandlung der Freiheits- in eine Geldstrafe. Rachdem der Staatsanwalt mit Rücksicht auf die Unbestraftheit und die erwiesene Trunkenheit des Angeklagten sich mit nicht zu niedrigen Geld­strafen einverstanden erklärt hatte, erkennt das Derufunosgericht auf 20, 20, 30 und 30 Mark Geldstrafe. 5>em Beleidigten wird die Befugnis zuerkannt, das Urteil auf Kosten des Verurteilten zu veröffentlichen, außerdem treffen den Angeklagten die gesamten Kosten des Ver­fahrens.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Reiskirchen. Der Bruder der Frau des Bürger­meisters iit als Gemeinvevertreter wählbar, da nur solche Personen nicht wählbar sind, die mit dem Bürgermeister (oder dem Beigeordneten) in gerader Linie verwandt oder verschwägert, oder im zweiten Grade der Seitenlinie ver­wandt sind. In Ihrem Falle liegt nur eine Schwägerschaft zweiten Grades vor.

Wilrugi. 1. Eine gesetzliche Verpflichtung für einen ! Arzt, Praxis auszuuoen, besteyt nicht. Er kann I auch nach Belieben die Behandlung eines Kran­ken ablehnen. Ob und inwieweit er hierdurch etwa gegen die ärztliche Standesehre ver­stoßt, ist eine andere Sache. Strafbar macht sich jedoch jeder, also auch der Arzt, der, bei Unglücksfällen oder gerneinerGefahr oder Rot von der Polizeibehörde zur Hilfe aufgefordert, keine Folge leistet, obwohl er der Aufforderung ohne erhebliche eigene Ge­fahr genügen konnte. Straf höhe: Geldstrafe bis 150 Mk. oder Haft, § 360,10 Strafgesetzbuch. 2. Wer ein offenes Geschäft betreibt, ist nach herrschender Auffassung verpflichteL seine Waren zu verkaufen. 5>er Kunstliebhaber hat das Recht, das Verkaufsangebot des anderen anzunehmen.

Berliner Börse.

Berlin, 12.Rov. (WTD. Funkspruch.) Der heutige Frühverkehr zeigte das schon gewohnte geschäftslose Bild. Eine Tendenz ist noch nicht I erkennbar, doch rechnet man unter dem Eindruck der gestrigen schwachen Reuhorker Börse eher mit weiteren kleineren Kursrückgängen. Am 5>evisen- I markt nannte man London gegen Paris 123,89, London gegen Mailand 93,1550, London gegen Spanien 34,60 zu 34,67, London gegen Kabel 4,8775 zu 4,8780, London gegen Berlin 20,40, I Kabel gegen Berlin 4,1825.__

Sprechstunden der Redaktion.

1 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag