Ausgabe 
12.7.1929
 
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Turnen, Sport und Spiel

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Bullrich-Salz

Kugelstotz Alter

(3 bis 6 Meter).

Lahn-Dünsberg-Gau.

Turnverein Londorf Gau-Handballmeister. Tv. Garbenleich I To. Londorf I 3:4 (3:3; 1:2) nach Verlängerung.

Am Sonntag trafen auf dem Wiesecker Platz Garbenteich und Londorf im Ent­scheidungsspiel um die Handball­meisterschaft des Lahn-Dünsberg- Gaues zusammen, in dem Londorf durch dre hervorragenden -Leistungen des Torwarts zum erstenmal die Handballmeisterschaft erringen konnte. Das Spiel, das in der ersten Hälfte von Garbentcich leicht überlegen durchgeführt wurde, sah in den ersten Minuten bereits Londorf durch einen schnellen Vorstoß mit schönem Torschuh in Führung gehen. Der Ausgleich von Garbenteich lieh nicht lange auf sich warten, worauf aber Londorf durch ein weiteres Tor bis zur Pause mit 2:1 die Führung wieder an sich rih. Aach Wiederbeginn erzielte Garbenteich bald den Aus­gleich, nach dem Londorf kurz darauf durch cm

weiteres Tor die 3:2-Führung wieder über­nahm. Garbenteich kämpfte nun mit aller Macht um den Ausgleich, der chm auch kurz vor Schluß der regulären Spielzeit durch einen scharfen Schutz des Halblinken gelang. 3n der folgenden Verlängerung spielte Londorf meist überlegen, und konnte bereits in der ersten Hälfte der Ver­längerung das Siegestor erzielen:

Dei dem Sieger gefiel die ganze Mannschaft durch ihr äußerst aufopferndes Spiel. Besonders hervorzuheben ist die Leistung des Torwarts, der die unglaublichsten Sachen hielt. Der Sieg Lon­dorfs ist um so höher einzuschätzen, als die Mannschaft in den letzten Wochen nicht gespielt hat, während Garbenteich an den letzten Sonn­tagen dauernd spielen konnte. Dei Garbenteich war der sonst so gute Sturm vor dem Tore zu unentschlossen, dazu kam noch, daß der gefähr­liche Halbrechte stark abgedeckt und die linke Sturmseite zu wenig bedient wurde. Die Läufer­reihe war der beste Mannschaftsteil Garben­teichs neben dem linken Verteidiger, während die Leistungen des Torwarts nie überzeugen konnten.

Der Gaumeister muß am nächsten Sonntag schon, zur Ermittlung des Verbandsmeisters, in Dorheim bei Friedberg spielen.

Turn- und Sportabzeichen.

Am Sonntag. 14. Juli, ist Gelegenheit zur Prüfung in Gruppe V Radfahren zwecks Erlan­gung des Deutschen Turn- und Sportabzeichens gegeben. Rähres siehe heutige Anzeige.

Eine Prüfung für das Turn- und Sportabzei­chen im Schwimmen findet am Montag, 15. 3uR, 18 Uhr, in der Müllerschen Badeanstalt statt.

D. f. B.

Am kommenden Sonntag finden auf dem Wald­sportplatz auf Anordnung und unter Leitung der Schiedsrichter-Vereinigung Gießen zwei De- lehrungsspiele statt, die einer Anzahl junger Spielleiter Gelegenheit geben sollen, ihre Regel­kenntnisse zu erweitern und bei entsprechender Leistung sich die Bestätigung als Schiedsrichter zu erwerben. 3m ersten Spiel stehen sich die QL H. des V.f.D. und die erste aktive Mannschaft des Sportvereins Braunfels gegenüber. Dor einigen Wochen mußten sich die Alten Herren auf dor­tigem Platz eine 2:6-Riederlage gefallen lassen. 3n stärkster Aufstellung sollte es ihnen diesmal möglich sein, mit umgekehrtem Resultat zu ge­winnen. Das zweite Treffen sieht eine Paarung der dritten Mannschaft des V.f.B. mit ter ersten Elf des F.C. Grohen-Buseck vor. Die Gäste haben in letzter Zeit chre Spielstärke bedeutend gehoben und werden der Platzmannschaft aller Voraussicht nach das Rachsehen geben.

B.f.B. Leichtathletik.

V.f.D. entsendet zu dem am kommenden Sonn­tag stattfindenden 3ugendspvrtfest ter Turn- und Sportgemeinde Eintracht Frankfurt acht jugend­liche Leichtathleten. Rübi amen hat für 1500m und Gruber für Hochsprung und Speerwerfen der Klasse A gemeldet. Die 4xl00-m-Staffel mit Steuerwald. Hellmeher. Stroh und Kirchheimer könnte unter Um ft ernten in der B-Klasse einen Achtungserfolg erringen. Außer­dem beteiligen sich Steuerwald, Stroh und Kirchheimer an ter 100- und Hellmeher an der 300-m-Konkurrenz. 3n Klasse B stößt Luh noch die Kugel; Happ bestreitet das 50- m-Laufen der Klasse C.

Arbeiter-Turn- und Sport-und.

Zum letzten Spiel ter Frühjahrsrunde hat am kommenden Sonntag Wieseck I Heuchelheims I. zu Gast. Die Gäste, die in letzter Zeit eine starke Formverbesserung zu verzeichnen haben, werden alles aufbieten, das kommende Spiel für sich zu entscheiden. Wieseck. das am vergangenen Sonn­tag eine mäßige Leistung vollbrachte, wird schon einen festen Siegeswillen mitbringen müssen, wenn es den Erfolg an seine Fahne heften und sich so mit seinem Partner Raunheim mit gleicher Punkt­zahl an die Spitze der Tabelle setzen will.

Vor diesem Spiel treffen sich die Zugendmann­schaften beider Vereine. Auch dieses Spiel dürfte interessant werten, da sich zwei gleichwertige Gegner gegenüberstehen.

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stehend au.. 75°Meter°Lauf (14 bis 10 Sek.). Weitsprung (3,20 bis 5,20 Meter). Steinstvßen

ausgetragen:

Oberstufe (3ahrgang 1910 und alter): Vierkampf, bestehend aus 100-Meter-Lauf (16 bis 12 Sek.). Kugelstoßen, 10 Kg. mit An­lauf (5,50 bis 9,50 Meter), Weitsprung (4 bis 6 Meter), Hochsprung (1,10 bis 1,60 Meter). Einzelkämpfe: Weitspringen und Steinstoßen.

Unterstufe (3ahrgang 1911 und jünger): Dreit'ampf, bestehend aus 100-Meter-Lauf (17 bis 13 Sek.), Hochsprung (0,90 bis 1,40 Meter), Kugelstoßen 5 Kg. (7 bis 10 Meter.) Einzel­kämpfe : Weitspringen und Kugelstoßen. ,

Knaben (3ahrgang 1915 und junger): Dreikampf, bestehend aus 75-Meter-Lauf (10 bis 14 Sek), Hochsprung (0,70 bis 1,20 Meter);

"" - 5 Pfund (5 bis 9 Meter).

rnen in zwei Klassen (35 bis c 40 3ahre): Dreikampf, be-

** Umgruppierung in der hessischen Polizei. Am 1. Juli ist der Leiter der hessischen Schutzpolizei, Kommandeur und Polizeioberst von Carraciola, in den Ruhestand getreten. Zu seinem Nachfolger wurde Polizeioberstleutnant Schröder unter Beförderung zum Polizeioberst

Wasserball im Gau Hessen D. T.

Mtv. I. Gießen TV. 1846 II Gießen.

-o- 3m Rahmen ter Vorrunden um die Gau­meisterschaft ter B-Klasse trafen sich die beiden Gießener Turnvereine am Mittwochnachmittag in ter Müllerschen Badeanstalt als Spielgegner. Veite Mannschaften besetzten das Spielfell», das unter Leitung des Gauwarts für das Wasser­ballspiel, Christian Weeg, Tv. 1846 Gießen, stand, vollzählig, doch war damit zu rechnen, daß die Spieler des Männerturnvereins gegen die spielerfahrenere zweite Mannschaft^ des Turnvereins einen schweren Stand haben wurden. 3n ter Tat mußten die Männerturner die erste Halbzeit ohne Tor abschließen, während die 46er zwei Tore vorlegten. Auch das erste Tor der zweiten Halbzeit gehörte ihnen; durch auflebendes gutes Zusammenspiel gelang es indessen den Unterlegenen, mit stolzem Wurf In das Tor des Gegners zu treffen. Mit dem letzten Tor machte Tv. 1846 seinen Sieg 4:1 vollständig. 3m ganzen hatte ter Ablauf des Spieles lebhafter sein dürfen, was allerdings leichter gesagt, als bei der niedrigen Wassertemperatur getan war. 3e- tenfalls konnten die Männerturner auch aas diesem unter ihren ersten Wettkämpfen aus­sichtsreich an Land gehen. Als Schiedsrichter leitete Ferdinand Goh vom Tv. Wetzlar sehr gut. Die zweite Mannschaft des Tv. 1846 wird nunmehr den Endkampf um die Gaumeisterschaft ter B-Klasse mit ter zweiten Mannschaft vom Tv. Wetzlar auszutragen haben und dort einen ebenbürtigen Gegner vorsinden. 3n der A-Klasse vollzieht sich ter End kam Pf zwischen der ersten Mannschaft des Tv. Wetzlar und derjenigen des Tv. 1846 Gießen, so daß also beiden Städten Gelegenheit gegeben ist, die Gaumeisterschaft in beiden Klassen an chre Farben zu heften.

Rhöniurnfest.

= Das 2 3. Rhonturnfest, eines ter be­liebtesten Bergfeste der Deutschen Turnerschaft, das auch aus unserer Gegend von jeher gern besucht wird, findet am 14.3uli auf der Masse r- kuppe statt. Es werden folgende Wettkämpfe

men. Und auch gegen Wassertrinken zum Obst- essen läßt sich bei m ä 6 i g e m Genuß von Wasser und Obst grundsätzlich nichts einwenden; gesunde Verdauungsorgane, namentlich wenn sie daran gewöhnt sind, werden keinen Schaden davon­tragen.

Aus der Provinzialhaupistadt

Gießen, den 12. 3uli 1929.

Ratschläge für Wanderer und Sportler im Sommer.

Don Dr. med. Mosbacher, Äerlin.

Der Sommer ist vornehmlich die Zeit des Sportes im Freien. Vor allem wird von Alt und 3ung dem Wandersport gehuldigt, dem immer noch besondere Reize eigen sind. Auch beim Sport gibt es allerhand gesundheitliche Regeln, deren 3nnehaltung erst den vollen Ge­nuß und die Fernhaltung störender Zufälle ge­währleistet.

Ein wichtiges Problem ist z. D. der Durst, der während der Bewegung im allgemeinen nicht durch hemmungsloses Trinken gestillt werden sollte, da durch die oft erheblichen Flüssigkeits- mengen sonst leicht eine Abnahme^ der Leistungs­fähigkeit hervorgerufen wird. Spülen des Mun­des mit kaltem Wasser, Saugen an einer Zitro­nenscheibe sind bewährte Mittel, um auf der Wanderung und während der sportlichen Be­tätigung die quälendsten Durstgefühle zu lindern. Erst nach Beendigung derBewegung" dürfen langsam, in mäßigen Mengen alkoholfreie, nicht zu kalte Flüssigkeiten getrunken werden.

Auch die Auswahl der Kost ist für Wan­derer und Sportler nicht gleichgültig. Mit Recht hebt Medizinalrat Professor Dr. Müller von der preußischen Hochschule für Leibesübungen hervor, oah während des Sportes und auf der Wande­rung schwerverdauliche Speisen gemieden werden ollen, die den Verdauungsapparat, zum Rachteil jer Muskulatur, unnötigerweise beanspruchen. Vor allem ist es wichtig, daß die festen Speisen gut durchgekaut werden, und daß die Kost wenig­stens zum Teil aus gut verdaulichen, nahrhaften Suppen besteht.

Was die Kleidung angeht, so erfreuen sich leichte, poröse, gut schweißaufsaugente und zugleich gut waschbare, Helle Stoffe ter größ­ten Beliebtheit. Man sollte es nach Möglichkeit vermeiden, schon einmal durchgeschwihte Klei­dungsstücke wieder anzulegen, ohne sie vorher gewaschen oder zum mindesten gründlich durch­gelüftet zu haben. Auf der Wanderung wird dem erhitzten Körper ein Luftbad hinter der ge­schützten Hecke oder ein Freibad, aus dem Sport­platz wird ein Brausebad die ersehnte Kühlung und Erfrischung bringen; zugleich haben auch die im Schatten aufgehängten Kleider Gelegen­heit, auszukühlen und den Schweiß verdunsten zu lassen.

Ein ausgezeichnetes Mittel, um die von der Hitze ermatteten Sportler und Wanderer wie­der zu erfrischen, ist auch das Eintauchen der Hände, vornehmlick der Handgelenke, in kaltes Wasser; auch das Auflagen eines wassergetränk­ten Tuches auf den Racken bringt angenehme, wohltuende Erfrischung und Abkühlung mit sich. Sobald sich jedoch zu den Durstgefühlen und zu ter Abspannung, zumal an heißen, schwülen Tagen. Kopfdruck, Flimmern vor den Augen. Ohnmachtsanwandlungen, also Anzeichen von dro­hendem Hihschlag, zugesellen, muh unbedingt mit dem Sport bzw. Wandern ausgesetzt wer­ten. Man lagere sich im Schatten, öffne alle beengenden Kleidungsstücke und trinke schluck­weise kühlende Flüssigkeiten gegen die Wärme­st auung im Körper.

Richts ist der ganzen Sportbewegung schädlicher als falscher Ehrgeiz mit seinen oft recht bedenk­lichen Folgen.

Hindenburg an die Schützen.

Der Herr Reichspräsident vop Hindenburg hat folgendes Danktelegratnm an den Ver­band gesandt:

Sehr geehrte Herren I Für die mir vom XXX. Verbandsschießen des Badischen, Mittelrheinischen und Pfälzischen Schützenbundes übermittelten treuen Grüße spreche ich meinen Dank aus und erwidere sie herzlich. von Hindenburg."

Daten für Samstag, 13. Juli.

Sonnenaufgang 3.58 Uhr, Sonnenuntergang 20.13 Uhr. Mondaufgang 12.12 Uhr, Mond­untergang 23.29 Uhr.

1816: der Dichter Gustav Freytag zu Kreuz­burg in Schlesien geboren.

Vornotizen.

Tageskalender für Freitag. Schützenfest: Turnerische und sportliche Darbie­tungen Gießener Vereine. Konzert. Lichtspiel­haus Bahnhofstraße:Hotelgeheimnisse",Die Helden an der Spritze" undVon Hessens Haupt­stadt ins Weserland" (Kulturfilm).

und Kommandeur der Schutzpolizei ernannt. Sein bisheriger Arbeitsbereich wurde aufgeteiÜ und an die Polizeimajore Geppert (Leitung des Bereit­schaftsdienstes) und F r e y e r (Leitung des Polizei- dienstes) abgegeben. Polizeihauptmann Brendel wurde zum Polizeioberft ernannt, Polizeioberleut, nant Bellos zum Polizeihauptmann, Polizei- meister Gr umbach zum Polizeileutnant. Versetzt wurden Polizeimajor Wagner von Offenbach nach Darmstadt zur Landespolizeischule, Polizeihaupt­mann Bornscheuer von Friedberg nach Darm­stadt, Polizeioberleutnant Schmidt von Darm­stadt nach Offenbach und Polizeioberleutnant Rük - tert von Darmstadt nach Friedberg.

Schulpersonalien. Der Schulamtsan­wärter Ludwig Fuhr aus Beuern wurde zum Lehrer ar. der Volksschule zu Rudingshain, Kreis Schotten, mit Wirkung vom Tage des Dienst-

Sott 100 Jahren unübertroffen geg. alle Verdauungsstörungen, Magenbeschwerden, Sodbrennen etc. 250 g 0.60, Tabletten 0.25 u. 1.50. Nur echt m. d. Bilde des Erfinders. Berlin W 57.

antritts an ernannt. 3n den Ruhestand ver­setzt wurde der Lehrer an der Volksschule zu Ober-Secmen, Kreis Schotten, 3ohannes Kel­ler, auf sein Rachsuchen vom 1. August an.

** Vom Schützenfest. Das Programm tes Festes sieht für heute, Freitag abend 8 Uhr in der Volkshalle turnerische und sportliche Darbie­tungen von Gießener Vereinen mit Konzert vor; der Besuch sei auch an dieser Stelle empfohlen. Morgen nachmittag 3 Uhr findet ter 3ugend- sestzug statt, abends 8 Uhr in der Volkshalle: Rheinischer Abend", Konzert der Kapelle Topp. (Räheres ist aus den heute und morgen erschei­nenden Anzeigen zu ersehen.)

* Klubwirt Stein scheidet vom Hoherodskopf. Der bei allen Vogelsberg- Wanderern bestens bekannte Gastwirt 3ohs. Stein, der die Bewirtschaftung der Klubhäuser auf dem

Hoherodskopf schon seit über 40 Jahren kn brr Hand hat, hat den Pachtvertrag auf den 1. Ok­tober d. 3. gekündigt. Dem künftigen Pächter soll auch die Vermietung des 3ägerheims über­tragen werden.

** Kein Geld in gewöhnliche oder eingeschriebene Briese! Von der Ober- postdirektion Darmstadt wird mitgeteilt: Immer wieder läßt sich das Publikum dazu verleiten, ba­res Geld oder Wertsachen in gewöhnlichen ober eingeschriebenen Briesen zu versenden. Es bietet hierdurch ungetreuen Elementen innerhalb und außerhalb der Postbeamtenschaft Anreiz und Ge­legenheit, sich auf eine verhältnismäßig bequeme und leichte Weise Geld zu versäjaffen. Den Scho den trägt in der Regel der Absender; denn wird der Geldinhalt ter Briefe entwendet, so erhält er bei gewöhnlichen Briefen überhaupt keinen und bei eingeschriebenen Briefen nur dann Ersatz, wenn ter ganze Brief, also ter Brief mitsamt dem Geld- inhalt, in Verlust geraten ist. Wird der Einschreib­brief dagegen nur seines Wertinhalts beraubt, so zahlt die Deutsche Reichspost nach den Bestim- mungen tes Postgesetzes keinen Ersatz. Darum ver­sende kein Geld in gewöhnlichen oder eingeschrie­benen Briefen! Die einzige richtige Ard, Geld zu verschicken, ist die mit Postanweisung, Zahltarte ober Gelbbrief.

* Eine Hochschulgruppe des Stahl­helm. Am Mittwochabend wurde in einer Ver­sammlung von geladenen Personen im Gasthaus Hindenburg die Gründung einer Hochschulgruppe des Stahlhelm, Bund ter Frontsoldaten, an un­serer Uniberfität beschlossen, wie solche bereits in den meisten deutschen und österreichischen Uni­versitäten und technischen Hochschuten bestehen. Man hofft, daß die neue Hochschulgruppe deS Stahlhelm bis zum Winter schon Kompagniestärke erreichen wird.

* Ein Missivnsfest am letzten Tage be­schützen festes zu halten, mag als ein Wagnis erscheinen. Trotztem will ter Kirchenvorstand der Luthergemeinte ein solches Fest stlller und geistlicher Art veranstalten. Man hofft beson­ders für den Waldgottesdienst am Rachmittag um 3.15 Uhr auf der Waldbühne auf den Besuch der Missionsfreunde aus ter ganzen Stadt. Der Festprediger. Missionsinfpektor a. D. Pfarrer Michel, Dresden, hat selbst im Dienst ter Leipziger Mission draußen in ter Arbeit gestan­den und wird demnächst auch wieder als Mis­sionar hinausgehen. (Siehe heutige Anzeige!)

** Vorsicht beim Obsternten in der Rähe von Starkstromleitungen! 'Bei Beginn ter Obsterntezeit sei auf die Gefahren aufmerksam gemacht, die beim Ernten von Obst in unmittelbarer Rähe von Starkstromleitungen entstehen Es ist hierbei mit größter Vorsicht zu verfahren. Das Berühren der Leitungen und herabhängenden Drähte mit Leitern, Stangen, Stricken, Seilen usw., direkt oder indirekt, ist mit Lebensgefahr verbunden. Stehen Bäume in unmittelbarer Rähe von Freileitungen, so ist der Bürgermeisterei von der beabsichtigten Ernte Mit­teilung zu machen, die bei ter zuständigen ElektrizitatSgesellschaft entsprechende Mitteilung macht.

' Eine Schwindlerin. 3n den letzten Tagen trat in Frankfurt a. M. eine Betrü­gerin mit folgendem Trick auf: Sie gibt sich als Beauftragte eines bekannten Frankfurter Schirmgeschäftes aus und erbittet, von Haus zu Haus gehend, Schirme zur Reparatur. 3n den meisten Fällen sind ihr auch reparaturbrd-tef- tige Schirme übergeben Worten, ohne daß sie diese wieder zurückgeliefert hat. Rachfragen bei ter genannten Firma ergaben, daß die Aagai^n unwahr waren.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Mülleimer.

Es gibt mehr oder weniger dringliche Ausgaben. Für eine der dringlichsten halte ich die Beschaffung von vorschriftsmäßigen Mülleimern. Es wird dauernd über die Notwendigkeit hygienischer Maß­nahmen geredet und geschrieben. Wenn die Stadt­verwaltung dieser berechtigten Forderung nach­kommt durch staubfreie Müllabfuhr, sollte ihr die restlose Durchführung nur diese gewährt die Be­seitigung der lästigen üblen Gerüche und Staubent­wicklung nicht erschwert, sondern von jedem Haushallsvorstand bereitwillig erleichtert werden. Mit mir werden viele, denen auch beim Passieren der zeitgemäßen Müllwagen immer noch an vielen Stellen Staubwolken entgegenschlagen, die Fest­setzung des Endtermins begrüßen. Lieber einen vor­schriftsmäßigen Mülleimer beschaffen als unnötiger Gelegenheit zur Vermehrung von Krankheiten Vor­schub leisten. _________L-

Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst Dlumschein,

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