Ausgabe 
12.2.1929
 
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Südwestdeutsche ATVer-Tage.

Der 'Akademische Turnbund, der Verband der Turnverbindungen und Turnvereine auf den Hochschulen des deutschen Sprachgebietes, batte leine Verbindungen aus Marburg. Gießen, Frankfurt a. M.. Darmstadt. Heidelberg und Freiburg und seine südwestdeutschen Altherren- verbände kürzlich zu einer Zusammenkunft noch Frankfurt a. M. berufen. Hochfchul- politische Vorträge am Samstagvormittag, die Fragen der deutschen Studentenschaft, des Waffcnstudententumö und der inneren Verbands- arbeit zum Gegenstand hatten, eröffneten die Tagung Ein unter Leitung des Prof. Dr. Rissom und Turnrat Dr. Matthes (Heikel- berg- ausgezeichnet gelungenes Schauturnen, das zugleich der turnerischen Vorschau auf das 9. ÄTV.-Fest (Juli 1929 in Klagenfurt-Kärnten) diente, vereinte 150 aktive Turner und über 200 Gäste in der festlich mit den Vundesfahnen geschmückten Frankfurter Stadionhalle. in der am Abend ein gut besuchter Kommers stattfand, auf dem nach den begeistert aufgenommenen Vundes- und Vaterlondsredt.n des Prof. Dr. Kräusel und Dr. Jung freudig begrüßt. Prof. Dr. K l a u s i n g die Grüße der Frankfurter Do­zenten überbrachte.

Feierlicher Mittelpunkt und Höhepunkt des Ganzen war die Gefallenengedenkfeier am Sonntagvormittag in der Ehrenholle der Frankfurter Universität, bei der der bekannte Pfarrer an der Paulskirche Professor K. V e i d t die von der Versammlung tief empfundene Weihe­rede hielt. In dem bis auf den letzten Platz gefüllten großen Hörsaal der Universität sprachen am Lonntagnachmittag Direktor O. Ding- l i n g e r über die Stellung und führende Arbeit des ATV. in der Hvchschulturn- und -sportbewegung und Prof. Dr. Neuen« dorff über Forderungen und Aufgaben der seit Jahren im ATV. gerade durch die Verbin­dung dieser Arbeit mit der Pflege der Leibes­übungen erfolgreich durchgeführten Grenz- l a n b a r b e i t. die in diesen Jahren ihren Höhe­punkt in dem Klagenfurter Vundesfest des ATV. und den verschiedenen anschließenden Grenzlanb- sahrten finden wird. Prof. Dr. Kräusel sprach über Klagenfurt und Kärnten. Stadt und Land des 9. ATV.-Festes und zeigte aus beiden her­vorragend gute Lichtbilder.

Den Abschluß der eindrucksvollen Tagung bil­dete ein Gesellschaftsabend int Haus der Fechter am Sonntagabend.

Kleine Strafkammer Gießen.

Gießen. 8. Febr. Wegen Körperverletzung war ein Schmelzer vom Amtsgericht zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden. In der Berufungsinstanz lag dem Gericht ein Gutachten vor. wonach der Angeklagte nicht als geistig zurechnungsfähig anzusehen ist. Demgemäß erfolgte Freisprechung.

Eine größere Sache gegen mehrere Angeklagte wegen Betrugs mußte vertagt werden, da ein wichtiger Zeuge plötzlich erkrankt war.

Ein auswärtiger Kraftfahrer war in erster Instanz wegen fahrlässiger Körperverletzung frei- gesprochen, dagegen wegen älebertretung der Kraftfahrer-DerkehrSordnung zu 20 Mk. Geld­strafe oder vier Tage Haft verurteilt worden. Gegen dieses Urteil legte der Angeklagte De» rufung ein. um seine völlige Freisprechung zu er- zielen. Der Nebenkläger hatte ebenfalls D> rufung eingelegt mit dem Antrag, den Angv- klagten auch wegen fahrlässiger Körperverletzung zu verurteilen. Nach längerer Beweisaufnahme gelangte das Berufungsgericht zur Frei­sprechung. da dem Angeklagten auch hinsicht­lich der LIebertretung ein Verschulden nicht nach­gewiesen werden könne.

In einem weiteren, ähnlich liegenden Falle, in dem ein Autofahrer wegen fahrlässiger Körper- perlehung Verletzung beim Zusammenstoß zweier Autos in erster Instanz zu einer Geld­strafe von 100 Mk. verurteilt wurde, erging nach Vernehmung des Hauptzeugen und Anhörung der Sachverständigen Gertchtsbeschlutz, durch wel­chen zunächst ein Augenschein an Ort und Stelle des Zusammenstoßes und die Besichtigung des beschädigten Autos angeordnet wurde.

DrS Schicksal des Sallons -Darmstadt".

Frankfurt a. M., 11. Febr. Wie von der Insel Schiermonnigkoog (Holland) gemeldet wird, bat man dort gestern vormittag einen Luftbal­lon wahrgenommen, der sich, von Osten kom­mend, in schneller Fahrt näherte und in westlicher Richtung über die Nordsee verschwand. Da zu dieser Zeit heftiger Sturm herrschte, kann der Ballon als verloren betrachtet werden. Höchst­

wahrscheinlich handelt es sich um den gestern vor­mittag in DaiMistadt abgetriebenen Ballon Darmstadt" der Technischen Hochschule.

Wirtschaft.

Der Jahresabschluß der preuß. Staatsbank

Der Derwaltungsbericht. den die Preuß. Staatsbank (Seehanblung) für das Geschäftsjahr 1923 vor.egt, läßt erkennen, daß es dem Institut 1928 ebenso wie in den letzten Jahren gelungen ist, geschäftlich befrie­digende Ergebnisse zu erzielen. Der Reingewinn beträgt trotz reichlicher Abschrei­bungen 5114 871 Mk.. gegen 5139 076 Mk. in 1927. Im einzelnen wurden an Zinsen 9 376 474 Mark verdient, gegen 9 273 953 Mk. im Jahre vorher, aus Provisionen 859 431 Mk. (i. V. 753 655 Mk.), aus Gemeinschaftsgeschäften und Wertpapieren 76 032 Mk. (61 528 Mk. im Vor- jähre). Zu dieser letzgenannten Zahl wird im Geschästsbericht bemerkt, daß ein Teil des auf dem Konto ^Eigene Wertpapiere" erzielten Nutzens zu Abschreibungen auf die Bestände be­nutzt wurde. Insgesamt betrugen die Einnahmen einschließlich des Vortrages 10,5 Mill. Mark gegen 10,1 Mill, im Vorjahr. Aus der Aus­gabenseite stehen 4 870 456 Mark Verwaltungs­kosten (im Vorjahre 4 400 186 Mk.). Es ist ge­lungen. mit einer weiteren Verringerung Der Zinsspanne auszukommen. Sie betrug im Durch­schnitt des Jahres 1928 0,98 v. H. gegen 1,05 v. H. im Vorjahre und 1,14 v. H. im Durchschnitt des Jahres 1926.

Von dem erzielten Reingewinn werden, wie im Vorjahre. 1 Million Mark entsprechend der Vestintmung des Staatshaushalts an die Ge- neralstaatskas e abgeführt. Weitere 3 Mill. Mark werden dem Grundkapital. 1 Million Mark den Reserven überwiesen und restliche 114 871 Mark (L V. 139 077 Mark) auf neue Rechnung vor­getragen. Das Grundkapital erreicht alsdann die Ziffer von 15 Millionen Mark, während die Reserven auf 7 Millionen anwachsen.

Die Bilanz ist nach dem neuen Schema auf­gestellt, welches Anfang 1928 für die Zwischen­bilanzen eingeführt wurde. Arif der Wtiv-Seite hat sich der Bestand an Schecks. Wechseln und unverzinslichen Schahanweisungen von 161 Mil­lionen auf 109 Millionen verringert. Dagegen sind die Dostroguthaben bei Danken und Vank- firmen von 66 auf 88 Millionen, die Debitoren in laufender Rechnung von 651 auf 699 Millionen angewachsen.

In der Verringerung des Wechfelbestandes kommt nicht nur die allmähliche Erleichterung der Geldmarktlage, sondern auch die verstärkte Inanspruchnahme der Staatsbank für die Inter­essen der öftentlichen Hand zum Ausdruck. Zum Lombardgeschäft ist bemerkenswert, daß als Unterpfand immer noch die Aktie vorherrscht, während festverzinsliche Werte ganz im Gegen­satz zur Vorkriegszeit zu diesem Zweck noch immer nur in geringem Umfang benutzt werden. Der Bestand an eigenen Wertpapieren ist um eine Kleinigkeit zurückgegangen, nämlich von 32.3 auf 30.6 Mill. Mark. Konsortialbeteiligungen stehen mit 6,8 gegen 7.0 Millionen im Vorjahre, dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Vankfirmen mit 4,3 gegen 4,5 Mill. Mark zu Buch. Auf der Passivseite find die Kreditoren mit 1026 Millionen gegen 1025 Millionen im Vor­jahre ausgewiesen. Darunter befinden sich 243 Millionen Einlagen von deutschen Banken, Bank- firmen, Sparkassen usw. (L D. 190 Mill. Mark). Hier ist auf die Einrichtung der Sonderkonten hinzuweisen, von der in steigendem Maße Ge­brauch gemocht worden ist. Die Bilanzsumme ist weiter etwas gestiegen, nämlich von 1046 auf 1053 Mill. Mark. Dazu ist besonders hervor­zuheben, daß die Staatsbank voa der Möglich­keit. kurzfristige Gelder aus dem Auslande heranzuziehen, aus grundsätzlichen Erwägungen heraus auch im abgelaufenen Jahre so gut wie gar nicht Gebrauch gemacht hat.

Lieber das Emissionsgeschäft der Staatsbank werden ausführliche Mitteilungen ge­macht. Insgesamt wurden 22 Emissionen abge­wickelt. gegen 11 im Jahre 1927, und zwar alle unter Führung der Staatsbank, mit Aus­nahme der Reichsbahn-Vorzugsaktien, bei denen die Reichsbank führte.

Der Bericht enthält im übrigen längere Dar­legungen über die Lage des Kapital­marktes und über die Beanspruchung desselben durch die öffentliche Hand. Er kommt zu dem Ergebnis, daß die Aufnahmefähigkeit des Marktes in der zweiten Hälfte des Jahres 1928 und noch mehr zu Anfang 1929 stark enttäuscht hat, und daß die Leistungsfähigkeit des deut­

schen Kapitalmarktes unter dem Druck der Re­parationslasten abgenommen hat.

Die neue Auslandanleihe der Frankfurter Hypothekenbank. Die Zeichnungen, die auf die in Holland im Betrage von 2.9 Mill. Mk. aufgelegten kprozentigen Gold­pfandbriefe der Frankfurter Hypothekenbank ab­gegeben wurden, werden, wie aus Dankkreisen verlautet, in ötrflem Umfange zu gewiesen.

3. P. Beinberg, 01.=©.. Barmen. Die Generalversammlung setzte die Dividende auf 14 Prozent fest und beschloß. Das Kapital der Gete lschaft um 12 auf 40 Millionen Mark zu erhöhen. Die neuen Aktien werden den ulten Aktionären im Verhältnis 7:3 zu 160 Prozent angeboten. In Ergänzung des Geschäftsberichtes wurde zur Begrün düng der Kapitalerhöhung u. a. mitgereilt: Der Absatz von Kunstseidengarnen fei um rund 20 Prozent gestiegen. Die Aus­sichten für die Kunstseide seien weiter günstig. Der Herabsetzung der Gestehmigskoften werde Dvz größte Ausmeck.amkeit zugewandt. Die aus der letz'.en Kapitalerhöhung he.e'.ngelommer.en Mittel hätten zum größten Teil der Erreichung solcher Ziele unter gleichzeitiger Produktionserhöhung gedient. Bei Errichtung der Anlagen in Siegburg würden alle Erfahrungen der letzten Jahre ver­wertet, so daß Siegburg das rationellste Werk der Gesellschaft sein wird. Die Auslandunter­nehmungen machten gute Fortschritte, besonders das amerikanische Werk. Die Bauarbeiten bei der British Demberg Ltd. dürsten in aller­nächster Zeit beginnen. Es sei natürlich, daß Die mannigfachen neuen Aufgaben und Projekte Mit­tel erforderten, für die Die letzte Kapitalerhöhung keine ausreichende Deckung mehr übrig gelaßen habe. Durch die neue Kapitalerhöhung werde Die Gesellschaft Beträge hereinbekommen, dte sie zur Durchführung der vorliegenden Aufgaben nötig habe.

frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 12. Febr. Tendenz: zu­rückhaltend. Entgegen den allgemeinen De- fürchMngen blieben Die Diskontsätze von Neuyork und Amsterdam unverändert, und im Vormittags­verkehr konnte daraufhin eine Besserung fest­gestellt werden. Auch der feste Verlauf Der gestri­gen Reich orker Börse tour De günstig beurteilt, so daß Die Tendenz ein freundliches Aus­sehen annehmen toimte. Die hierbei erzielten Kursgewinne gingen jedoch schon beim Beginn des offiziellen Dörsenbeginns zumeist wieder ver­loren, Da Die nach tote vor bestehende OrDer* lofigkeit auf Die Stimmung drückte und all­gemein zur Vorsicht mahnte. Die Spekulation ver­harrte rn ihrer Reserviertheit und schritt nur selten zu Deckungen. Die günstigen Momente wur­den kaum noch beachtet, doch zeigte die Tendenz im Grundton infolge des leichten Geldmarktes und Der etwas freundlicheren Beurteilung Der gestern begonnenen Reparationsverhandlungen eine ge­wisse Widerstandsfähigkeit. Bei der großen Jn- tevesselosigkeit blieb das Geschäft jedoch äußerst klein unD beschränkte sich meist mir auf Spezialwerte, die auch gegenüber der gestrigen Abendbörse Erhöhungen bis zu 2 Prozent zu verzeichnen hatten. Im Dorder- grunde standen am Elektromarkt Gesfürel mit pluS 2,5 Prozent, auch Licht und Kraft waren mit 3 Prozent etwas lebhafter begehrt. Schuckert und Siemens lagen um je 2 Prozent erholt. Schon kleinste Aufträge führten hier zu diesen Erholun­gen, A.C.G. waren nur knapp behauptet. Am Ehemiernarkt waren Scheideanstalt 1 Prozent und J.--G.-Farben, bei nur kleinen älmfätzen, 0,25 Prozent höher notiert. Die wenigen Doste­rungen, die am Montanmarkt zustande kamen, zeigten ebenfalls Besserungen bis zu 2 Prozent. Einiges Interesse bestand sür Phönix und Rhein­stahl. Kaliaktien waren aus die letzten starken Kurseinbrüche auf Rückkäufe wieder etwas ge­bessert. In Schiffahrtswerten war das Angebot nur klein, es bestand eher Kaufneigung, so daß besonders Nordd. Lloyd 1,25 Prozent anziehen konnten. Don Bankwerten waren Reichsbank stärker gesucht und 6 Prozent höher. Autowerke uneinheitlich, doch blieben die Verluste und Ge­winne minimal. Zellstoff Waldhof vernachlässigt und 1,25 Prozent nachgebend. Renten fast ohne Umsatz. Schutzgebiete etwas höher. Späterhin wurde die Grundstimmung freundlich, doch waren Umsätze in nur sehr seltenen Fällen zu verzeich­nen. Bei den bevorzugten Werten traten weiter kleine Besserungen bis zu zirka 1 Prozent ein. Siemens plus 1.25 Prozent, Schuckert plus 0,5 Prozent, Farben plus 0,75 Prozent und Daimler plus 0,5 Prozent etwas gefragt. Am Geldmarkt war Tagesgeld zu 4 Prozent unverändert. Am Devisenmartt nannte man Mark gegen Dollar 4.2148, gegen Pfund 20.460, London-Kabel 4.8548, gegen Paris 124.35, gegen Madrid 31.00, gegen Mailand 92.75, gegen Holland 12.12.

Berliner Börse.

D e rlin, 12. Febr. Im Gegensatz zu der Festigkeit des hsuttgen Vormittagsve-kehrS er- öffne.e Die offizielle Börse in uns icherer Haltung. Die Spekulation hatte am Tele­phon zu decken versucht. Da Die Befürchtungen über Diskonterhöhungen in Amsterdam und Reu- york nicht Wirklichkeit geworden sind und Die Deuyorker Börse selbst einen sehr festen Verlauf genommen hatte. Ferner stimulierten Der Erfolg der Harpener Anleihe, eine leichte Steigerung des Ruhrkohienabsatzes und die gestrigen Prognosen Der Demberg-Generalversammlung. Auch der Reichsöankaustrels von gestern wirkte nach. Der Abfch.uh dec Seehandlung war Dagegen weniger günstig, hatte aber kernen starken Einfluß auf Die Tendenz. Daß Die ersten Kurse Dann über­wiegend schwächer wurden, war nur so zu er­klären: Die Spekulation wurde, als sie Die Order- losigkett bei Den Danken sah (es waren sogar eher kleine Verkaufsorders festzustellen) totiDer zurück­haltender und nahm zunächst von weiteren Deckungen Abstand. (Sintge Spezialwerte wiesen immerhin noch kleine Besserungen auf. Allgemeine Lokal- und Kraft gewannen 4 Prozent, Reichsöank 4,5 Prozent, Bemberg 5 Prozent. Allg. Wests. Elektrizität 3 Prozent Chade-Aktien 3 Mk. usw. Dagegen verloren Deutsche Kabel und Feldmühle, Die durch bc^ sondere Schwäche auffielen, je 4 Prozent. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer geschäftslos. Mexi­kaner schwächer. Der Pfandbriesmarkt war noch unentwickelt. Der Geldmarkt blieb unverändert leicht. TageSgeld 4 bis 6 Prozent, Wonatsgeld 7 bis 8 Prozent, Warenwechsel etwa 6.12 Proz. Nach Den_ ersten Kursen setzten angeblich kleme Auslandkaufe ein, Die sich anscheinend besonders auf Den Slektromarkt erstreckten. Das Geschäft wurde aber auch allgemein etwas lebhafter. Kurserholungen bis 1 Prozent waren Der Durch­schnitt. Danatbank und Reichsbank, Licht und Kraft, Bergmann, Schlesische D.-Gas. Salzdet- surth gewannen etwa 3 Prozent. Glanzstoff lagen 5 Prozent über Anfang. Auch Die Deckungen Der Spekulation traten wieder stärker hervor. Im weiteren Verlaufe konnten sich Die Höchstkurse nicht immer behaupten, das Geschäft wurde ruhi­ger, und die Tendenz bröckelte eher toieDtr etwas ab.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 12. Febr. Der heutige Produktenmarkt verkehrte in ruhiger Haltung Das weiter starke Frostwetter und die festeren Auslandnotierungen hatte eine etwas freund­lichere Stimmung zur Folge, doch blieb das Geschäft äußerst gering, da Die Händler starke Zurückhaltung übten und nur im Bedarfsfälle zu Deckungen schritten. Die Preise blieben int allgemeinen unverändert. Rur für Weizen be­stand einiges Interesse bei einer Erhöhung für geringere Qualitäten. Auch Roggen geringerer Qualität erfuhr eine geringe Steigerung. Es wurden notiert: Weizen 1, gut. gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs, 23.75; Roggen 23.50; Sommergerste für Vrauzwccke 24.50 bis 24.75; Hafer, inländischer, 24.0024.50, Mais (gelb) für Futterzwecke 23.5024.00; Weizem mehl, süddeutsches Spezial 0, 33.2534.25: Rog- gemnehl 30.7531.25; Weizenkleie 14.25; Rog^ genHcie 15.00. Tendenz: ruhig

Kunst und Wissenschaft.

Albert Steinrück 7.

Der bekannte Schauspieler Albert Stein rück ist, einer Berliner Meldung zufolge gestern nacht nach zweitägiger Krankheit in seiner Zehlendorfer Wohnung gestorben.

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Mit Steinrück, Der früher in München spielte, zuletzt vorwiegend in Berlin unter verschiedenen Direktoren, wie Reinhardt. Robert, Varnowskv beschäftigt war, ist ein ausgezeichneter Eharaktcr- spieler der älteren Generation und eine viel­seitige Künstlerperfönlichkeit Steinrück war tm Nebenberuf" und aus Liebhaberei auch ein Maler und Zeichner von beachtlichem Können. aus dem Leben geschieden.

Dem Provinzpublikum Dürfte sein Name vor allem vomFridericus"-Film her geläufig sein, wo er mit Der Gestaltung des Königs Friedrich Wilhelm I. eine große. Den ersten Teil ent­schieden beherrschende Leistung vollbrachte.

Wer Steinrück einmal im Schauspiel gesehen hat, wird ihn nicht sp leicht vergessen. Sein Wehrhahn imBiberpelz" (mit der Höflich), sein Kanzler Göran Persfon in Strindbergs Erich XIV/', sein Crofts inFrau Warrens Gewerbe" von Shaw um nur einiges heraus^ zugreifen sind Höhepunkte seines Schaffens gewesen. Steinrück hat übrigens auch, wie manchen noch erinnerlich sein dürfte, vor einer Reihe von Jahren am Gießener Stadttheater gaftiert

Kurszettel der Berliner und Krankfurier Börse.

Oie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt befchlosienen Dividende cm. Reichsbankdiskont 6,5 Prozent, Lombardzinsfuß 7,3 Prozent.

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