Ausgabe 
11.12.1929
 
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fälifchen Wirtschaft unserer Tage wurde hier schon mehrfach hingewieien. Der soeben erschie­nene 3. Band behandelt den Höhepunkt der schwe­ren Krisis des Ruhrbergbaus, die Abwehr des Franzosen-Einmarsches. Heute, wo wir hoffen dürfen, in absehbarer Zeit das ganze Rheinland vom Feinde frei zu sehen, haben wir ja fast schon vergessen, welch schwere Erschütterungen die westdeutsche Wirtschaft und namentlich der Ruhrbergbau in dem furchtbaren Iahr 1923 hat aushalten müssen. Spethmanns außerordentlich lebendige Schilderung, die alle nur möglichen Quellen benutzt hat und sehr viel Interessantes, der breiten Oessentlichkcit bis dahin unbekanntes Dokumentenmaterial zum Teil verarbeitet, z. T. im Abdruck oder faksimiliert wiedergegeben hat, ruft die -Zeit des Fcanzoseneinmarsches, des pas­siven Widerstandes, der Verhandlungen mit der Micum und des schließlichen Abbaus der Be­setzung wieder in die Erinnerung zurück. Wir sehen heute im Rückblick auf diese Iahre stärksten nationalen Aufschwungs und furchtbarster wirt­schaftlicher Zermürbung vieles anders und kriti­scher ^ils damals; aber vergessen wir nicht, daß auch die Politik des passiven Widerstandes trotz ihres schließlichen Zusammenbruches not­wendig und nützlich war. Denn bevor den Fran­zosen nicht bewiesen war, dah sie mit Gewalt nichts zu erreichen vermochten, war der Weg der Verständigung, der Luther und Stresemann über die Daweskonferenz nach Locarno führte, ungangbar. So ist das Werk von Spethmann für die Geschichte der Rheinlandbesatzung und der Reparationen unentbehrlich.

Joachim Kühn: Das Eirde einer Dynastie. Kurhessische Hofgeschichten 1821 bis 1866 nach ungedruckten Dokumenten, Brückenverlag Berlin w 10. (664) Der Verfasser schildert eines der trübsten Kapitel deutscher Geschichte im 19. Jahr­hundert, die kurhessischen Familienwirren, die in ihren Auswirkungen den vorzeitigen Zusammen­bruch einer der ältesten deutschen Dynastien und eines der ältesten deutschen Staatsgebilde zur Folge hatten. Der romanhafte Aufstieg zweier bürgerlicher Frauen, die den beiden letzten hessischen Kurfürsten zum Schicksal wurden, ist ein Stoff, dessen fesselnde Darstellung, auf Grund neuen Aktenmaterials auch heute noch außerordentlich interessiert. Dem Buch sind eine Reihe Porträts-Wiedergaben beigefügt.

Verschiedenes.

Carl Hagenbecks Reich. Don Lud­wig Z u k o w s k y. Mit 39 Illustrationen und einem Geleitwort von Heinr. und Lorenz Hagen- beck. lVolksverband der Bücherfreunde. Weg­weiser-Verlag G. m. b. H., Ter^n-Charlottenburg. Halbleder gcvunden 4,60 Ml.). (667) Ludwig ZukowskY, seit 16 Iahren wissenschaftlicher Leiter des Hagenbeckschen Tierpar es, veröffent­licht in diesem köstlich und farbenprächtig ge­schriebenen Buche die reichen Erlebnisse und Erfahrungen seiner langen Schaffenszeit. So zu- sammenfassend wie hier sind die von den Hagen­beckschen Reisenden ausgeübten Fangarten noch in keinem Werke geschildert. Wir begleiten^ die verschiedenartigsten Fangexpeditionen in die Tier- gegenden aller Erdteile und erleben durch die ein­fache, aber um so plastischere Crzählungsweise das mühevolle und dramatische Schauspiel des Tierfanges und des Tiertransportes so lebendig in allen seinen Phasen, als seien wir selbst Expe­ditionsteilnehmer. Eine andere Reihe von Ka­piteln vermittelt eine Vorstellung der vielgestal­tigen Arbeit, die sich, dem Besucher unvorstell­bar, hinter den Kulissen des Tierparkes abspielt. Der reiche Bildschmuck erhöht die Freude am Besitz dieses interessanten Buches, das nament­lich als ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk für unsere verständigere Jugend empfohlen werden kann.

Erziehung zum Skilaufen. Ein Iahresarbeitsbuch von H. Uhlig. Kart. Mark 4,20. In Leinenband Mark 5. Verlag Quelle & Meyer, Leipzig. (446) Da für den Geländelauf im Winter nur wenig Wochen zur Verfügung stehen, sollten die vielen tausend Schneeschuhläufer schon vor Winters­anfang ihren Körper auf den Skisport trai­nieren, um beim ersten Schnee mit den Bret­tern losziehen zu können. Zu diesem Zweck hat der Verfasser eine ausgeprobte Skighm- nastik mit Lockerungs-, Gelenkigkeits- und Ge- schicklichteitsübungen zusammengestellt, die dem Körper die notwendige Elastizität geben. Daran schließen sich Vorbereitungsübungen mit den Brettern an und endlich ein gut durchgearbei­teter Geländelehrganq, der bis zu den schwie­rigsten Hebungen führt.

Wirtschaft.

Normale Entlastung -er Reichsbank.

Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. Dezember hat sich die gesamte Kapi­talanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten in der ersten Dezember- Woche um 227,5 Millionen auf 2439,5 Millionen verrinaert. Im einzelnen haben die Bestände an Reichsschatzwechseln um 15 Millionen auf 26,8 Mil­lionen Reichsmark, die Bestände an sonstigen Wech­seln und Schecks um 104,9 Millionen auf 2263 Mil­lionen Reichsmark und die Lombardbestände um 107,6 Millionen auf 57,1 Millionen Reichsmark abgenommen.

An Reichsbanknoten und Rentenbank­scheinen zusammen sind 257,8 Millionen Reichs­mark in die Kassen der Bank zurückgeflossen. Der Umlauf an Reichsbanknoten hat sich um 232,4 Mil­lionen auf 4684 Millionen Reichsmark, derjenige an Rentenbankscheincn um 25,4 Millionen auf 368,7 Millionen Reichsmark verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Renten- bankscheincn auf 41,5 Millionen Reichsmark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 438,7 Millionen Reichsmark eine Abnahme um 6,6 Millionen Reichs­mark.

Die B estände an Gold und deckungs­fähigen Devisen haben sich um 5,9 Millionen auf 2643,4 Millionen Reichsmark erhöht. Im ein­zelnen haben die Goldbestände um 4,3 Millionen auf 2244,6 Millionen Reichsmark, die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 1,6 Mill, auf 398,8 Millionen Reichsmark zugenommen.

Die Deckung der Noten durch Gold allein besserte sich von 45,6 v. H. in der Vorwoche auf 47,9 v. H., diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 53,6 auf 56,4 o. H.

Der Ausweis der Reichsbank vom 7. Dezember zeigt eine durchaus als normal anzusprechende Entlastung. Rach dem schweren Novemberultimo find bereits rund 38 Prozent der Inanspruch­nahme durch diesen ausgeglichen. Die Valuta­lage hat sich durch das weitere Anhalten des Gold- und Devisenzuflusses wiederum verbessert. Die Entlastung auf dem Lombardkonto ist beson­

ders stark gewesen, da eine Abnahme der Lom­bardverpflichtungen um mehr als 100 Mill. Mk. eingetreten ist, eine Tatsache, die das verhältnis­mäßig feste Aussehen des Geldmärk­te s in der vergangenen Woche erklärt. Infolge­dessen hat auch der Zahlungsmittel­umlauf einen beträchtlichen Rückgang erfahren, er liegt nur noch unbeträchtlich über den zur gleichen Zeit des Vorjahres. Damit ist die seit Ende Oktober erkennbare Ausdehnung des Zahlungsmittelumlaufs anscheinend beendet, wenngleich durch den bevorstehenden Iahres- ultimo immer noch die Gefahr einer Ausweitung besteht. Die verhältnismäßig geringen Wechsel­einreichungen der Danken lassen den Schluß zu, dah von diesen stärkere Rückgriffe auf aus­ländisches kurzfristiges Geld vorge­nommen sind, welches sich bei der bestehenden Zinsspanne infolge der unterlassenen Ermäßigung des deutschen Diskontsatzes billig stellt und reichlich angeboten wird. Der vorliegende Ausweis berechtigt, die Frage einer Diskont- ermäßigung im positiven Sinne zu entschei­den, wenn nicht die Kassenschwierigkeiten des Reiches und der unverändert anhaltende erheb­liche Geldbedarf der öffentlichen Hand nach wie vor stark auf den Geldmarkt und damit auch auf die Hebertoinöung des Iahresultimos drücken würden. Selbstverständlich hat eine Diskont­ermäßigung für den Dezember keinen Sinn mehr, aber sie wird unmittelbar nach Heber­windung des Hltimos aktuell werden, um so mehr, als sich die Kreditansprüche der Wirt­schaft, wie nach dem Verlauf der Konjunktur nicht anders zu erwarten, in durchaus normalen Grenzen bewegen. Selbst der Bargeldbedarf für das Weihnachtsgeschäft scheint nach der bisheri­gen Entwicklung nicht übermäßig groß zu fein.

Internationale Zusammenarbeit der Automobilproduzenten.

Brüssel, 10.Dez. (WTD.) 3m Laufe des heutigen Tages fand eine Zus ammenkunf t europäischer und amerikanischer Automobilproduzenten statt, bei der

Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland und Amerika vertreten waren, während Eng­land und Italien an der Konferenz nicht teil­nahmen. Cs handelt sich um eine unverbind­liche Fühlungnahme zur Besprechung vonMah- nahmen zum Schuhe der Produktion im eigenen Lande und dementsprechend zur Kontingentierung der amerika­nischen Automobileinfuhr. Irgend­welche Beschlüsse wurden vorläufig nicht gefaßt. Es ist vorgesehen, die Besprechungen weiter fort- zuführen mit dem Ziele der Einberufung einer allgemeinen Automobillonferenz.

Frankfurter Gasgesellschast,Frankfurt a.M.

Die gestrige G.-D. genehmigte den bekannten Abschluß (1,73 Mill. Mk. Derlust, der aus der Reserve gedeckt wird) gegen 8 Stimmen »einer Opposition. Die Entlastung des Aufsichtsrates erfolgte gegen 4 Stimmen. Die Beschlußfassung über die Entlastung des Dorstandes wurde ausgesetzt, da noch nicht feststehe, ob gegen den Dorstand Ersatzansprüche geltend gemacht werden können. Die Aufsichts- ratswahlen wurden ebenfalls zurückgestellt bis zu einer baldigen a. o. G.-D., um den öffentlich- rechilichen Organen Zeit zur Ernennung ihrerVer­treter zu iahen. In der Diskussion bemängelte die Opposition die Höhe des Gaspreises, die an­geblich zu niedrige Koksausbeute, die Höhe der Kosten für Reklame und die Belastung der Gas­gesellschaft durch die Rossenraher Kohlenfelder. Auch müsse die Derwaltung den Dorschlägen der Prüfungsgesellschaft Price Waterhouse & Co., die Verluste bei der Abstoßung der Gewerkschaft Friedrich bereits in der Bilanz für 1928 aus­zuweisen usw., folgen, sonst werde die Bilanz nicht genehmigt. Stadtrat A s ch (Frankfurt) wies demgegenüber darauf hin, daß Vorstand und Aufsichtsrat nach reiflicher Heberlegung zu dem Entschluß gekommen sei, den Vorschlägen von Price Waterhouse nicht zu entsprechen und dah die Gründe hierfür hinreichend klargelegt seien. Die Bemängelung der Höhe des Gaspreises wies er als unberechtigt zurück, da in verschiedenen Städten der Tarif höher fei. Die Kohlenfelder könnten naturgemäß noch keinen Ruhen abwer­fen, da sie noch nicht erschlossen seien. Auch der Aufsichtsrat halte eine Einschränkung der Re­klamekosten für notwendig. Im übrigen stehe fest, daß der Verkauf der Gewerkschaft Friedrich an die Preag ein vorteilhaf­te s Geschäft gewesen sei.

* Verfehlungen bei der Dcknkf irrna Fiorino & Sichel in Kassel. Zu der Angelegenheit der Bankfirma Fiorino & Sichel in Kassel teilt die Iustizpressestelle mit: Die In­haber der Firma' haben in dem staatsanwalt- schaftlichen Ermittlungsverfahren bei ihrer ver­antwortlichen Vernehmung vor dem hiesigen Amtsgericht zugegeben, daß Depots in erheb­lichem Umfange verpfändet worden sind. Sie behaupten indes, daß sie zu diesen Verpfändun­gen in den meisten Fällen berechtigt gewesen seien, und sie erkennen nur für einzelne Fälle die Unzulässigkeit der Verpfändung an.

* Basalt- A.°G. Linz a.Rhein. Wie die Verwaltung mitteilt, ist, soweit heute übersehbar, für das laufende Geschäftsjahr ein ähnliches Er­gebnis zu erwarten, wie im vergangenen Iahre. Außer Unkosten und Zinsen dürften Abschreibun­gen annähernd in der gleichen Höhe wie im ver­gangenen Iahre (1,15 Millionen Mk.) verdient sein. Die Wiederaufnahme der Dividendenzah­lung kommt demnach nicht in Frage. Die heutige Geschäftslage sei der Iahreszeit entsprechend be­friedigend, ebenso der Auftragsbestand für 1930.

* Rheinische A.--G. für Braunko hlen- bergbau und Brikettfabrikation, Köln. In der Aufsichtsratssitzung der Rheini­schen A.-G. für Braunkohlenbergbau und Drikett- fabrifation, Köln, wurde die Halbjahresbilanz vorgelegt, die ein befriedigendes Ergebnis aus­weift. Auch für die zweite Hälfte des Geschäfts­jahres 1929/30 kann, wenn der Absatz gut bleibt, mit einem entsprechenden Gewinn gerechnet wer­den. Im übrigen wurden größere Ergänzungs­und Ausbauten auf einzelnen Werken der Gesell­schaft beschlossen und laufende Angelegenheiten erledigt.

* Ostwerke A.-G. ----- Schultheis- Pahenhofer Brauerei A.-G., Berlin. In den Aufsichtsratssitzungen der Ostwerke A.-G. und der Schultheis-Patzenhofer Brauerei A.-G. wurde beschlossen, den auf den 6. Ianuar ein» zuberufenden Generalversammlungen eine Divi­dende von wieder 15 Proz. auf die Schultheis- Pahenhofer-Stammaktien, sowie wieder 12 Proz. auf die Ostwerke-Stammaktien und die sahungs-

gemäße Dividende von 6 Proz. auf die Vor­zugsaktien vorzuschlagen. Der Geschäftsgang der Brauereien in den ersten vier Monaten des' neuen Geschäftsjahres wurde bei steigendem Bier­absatz als günstig bezeichnet. Auch bei den Hnternehmungen, an denen die Ostwerke als Holding-Gesellschaft beteiligt sind, befriedigt der Geschäftsgang allgemein, und die Hmsätze ent­wickeln sich steigend.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., 11.Dez. Tendenz: zurück­haltend. Zu Beginn der heutigen Börse war Geschäft fast wieder nicht zu ver­zeichnen. Es fehlten Anregungen und vor allem Aufträge. Die wenigen Kurse, die zur Erstnotiz zustande kamen, lagen gegen die gestrige Abendbörse zumeist etwas niedriger. Material kam aber nicht an den Markt, so dah der Grund­ton der Börse trotz der Hnsicherheit. an der gestrigen Reuhorker Börse recht widerstandsfähig war. Eine Ausnahme machte der Kunstseide- markt, auf die Festigkeit der internationalen Plätze. Die Tendenz wurde, hiervon ausgehend, etwas reger, so dah der heutige Markt vor größeren Abschlägen bewahrt blieb. AKH. konn­ten zur Erstnotiz 3 Prozent, Bemberg 5 Prozent gewinnen. Die Rachfrage war etwas reger. I.-G.-Farben lagen leicht gedrückt. Dagegen konnten am Chemiemarkt Deutsche Erdöl leicht anziehen, und Goldschmidt gewannen 0,75 Prozent. Elektrowerte waren weiter gut behauptet. Am Montanmarkt ergaben sich zumeist Abschwächun­gen bis zu 0,5 Prozent. Von Dauunternehmun- gen lagen Holzmann 1,75 Prozent niedriger. Von Bankwerten waren Barmer Bank etwas höher, Dresdner und Commerz-Bank etwas nachgebend. Am Rentenmarkt war die Hmsatztätigkeit gering, die Kurse waren rückgängig. Im Verlaufe war die Stimmung eher etwas freundlicher, das Ge­schäft konnte sich nur in einigen Spezialwerten etwas lebhafter gestalten. AKH. traten weiter etwas hervor und gewannen erneut etwa 3,5 Prozent. Die übrigen Werte konnten sich eben­falls allgemein etwas bessern. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 Prozent flüssig. Am De­visenmarkt war die Lage unverändert. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1755, gegen Pfund 20,393, London gegen Kabel 4,8842, gegen Paris 123,89, gegen Mailand 93,27, gegen Madrid 35,05, gegen Amsterdam 12,0925.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a.M., 11.Dez. Am Produkten- marft war die Haltung ruhig. Geschäft war kaum zu verzeichnen, trotz der festeren Auslandmeldun­gen. Die Stimmung war jedoch etwas zuversicht­licher; das Angebot nahm im Verlaufe etwas zu, so daß Weizen und Roggen etwas nachgeben mußten. Im Einklang hiermit unterlagen auch Weizenmehl und Roggenmehl einem geringfü­gigen Verlust. Es wurden notiert: Weizen 26,25; Roggen 19,25; Sommergerste für Brauzwecke 19,50 bis 20; Hafer, inländischer 18; Mais, gelb, für Futlerzwecke 18,25; Weizenmehl, süddeutsches, Spezial 0 38,75 bis 39,50; Roggenmehl 28,50 bis 29,50; Weizenkleie 10 bis 10,15; Roggenkleie 10,50 Mark. Tendenz: sehr ruhig.

Letzte Nachrichten.

Oie Reichstagsabgeor-neten Koch uub Reichertnicht aus -er -eutschnationalen

Fraktion ausgeschieden.

Berlin, 11.De;. (WTB. Funkfpmch.) Zu der IHelbung aus Düsseldorf über die Stellung­nahme des Landesverbandes Düssel­dorf-Ost der Deutschnationalen Volks­partei zu den Austritten aus der Fraktion hören wir von unterrichteter deutschnationaler Seite, dah die beiden Abgeordneten des Wahlkreises, Minister a. D. Dr. koch und Dr. Reichert nicht aus der deutschnationalen Reichstagssrak- tion ausgetreten sind.

Strafantrag gegen -en Grafen Stolberg.

Hirschberg, 11.De;. (WTB. Funkspruch.) 3m Prozeß gegen den Grasen Christian Fried- rich zu Stolberg-Wernigerode bean­tragte nach l^stündigem Plädoyer der Vertreter der Anklage gegen den Angeklagten wegen fahr­lässiger Tötung eine Gefängnis st rase von einem 3 ahr dr e i Monaten, unter Anrech­nung der Untersuchungshaft.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die höhe der zuletzt beschlossesten Dividende an. Reichsbankdiskont 7 v. h., Lombardzinsfuß 8 o. h. itrantfurt a M Berlin

«chluß»!

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I-Uhr Kure

Schlug Kure

Anfang. ftur>

Datum

10-12-

11.12

10 12-

11 12.

6% 2 eu lche titcKDeamciQe

on 1^7 ........

87,5

?% Deutsche ReichSanleihe

von 1929 .........

Dl. Am.-Ablös.-Lchuld mit AuL

99

99

los.-Rcchlen........

50,1

50

50.1

-

TeM nbn* An«1oi. Rechte 8% Hess. Volköstaat von 1929

8

7,7

7,85

7,75

(ruckzahlb. 102%) ...

Oberhelsen Provinz-Anleihe mit

89,5

89

Ausloj.-Nechten......

46

Deutsche Komm. Sammclabl.

Anleihe Serie 1 ....

B% Franks. Hnp.-Bank Goldpfe.

46,1

46,3

XIII unkündbar bis 1934 . .

f% Rranlf. Hnp.-Bank Goldpfc. unkündbar dis 1932 .....

96,5

85

<yt% Rheinische Hyv -Bank

LIqu. Goldpse........

8% Pr. Landespsandbrtefansialt,

79,13

Pfandbriefe R. i?.....

8% Pr. Landeepsandbriesangalt,

98

98

Komm.-Obl. R. 16.....

95

-

95

_

9% Pr. Lanbeopsandbriesan statt,

Pfandbriefe 81.10.....

tLli.i». aog. Borrnegs-Obligation.

rückzahlbar 1932 ......

89

89

<% Oesterreichische Ooiörte.. .

24,5

_

24,7

4,20% Cfften. eUbrrtt.- .

4% Ocsierreichilche Elnheilliche

2,75

Rente..........

-

2

_

4% Ungarische Goidrte.....

21,6

21,65

21,6

4% Ungarische Etaatdr. v. 1910

19,4

19,5

4^% deSgl von 1913.....

20,9

2

4% Ungarische Kronenrke.. . .

2

4% Dürk. Zollanleihe v. 1911 .

4% Türkische Bagdadbahn-Anl.

7,2

7,1

7,15

Serie 1..........

7

7,15

7,15

4% deSgl. Serie 11.....

5% Rumüniich, vereinh. Rente

7

7,1

7,15

von 1903 . . . .

4y,% Rnmüntlch, verrinh. Rente

8,8

on 1918 . .......

14,25

t% RumaaScheeretnh. Biente .

7,15

,Frankfurt a M

Berlin

cd)iuB*|

I.unr

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Anfang»

KnrS |

Kur.

Kure

Kure

Datum

10 12

11 12

10. 12-

11. 12.

Hamburg-Amerila Pakei . .

98

97,75

97,4

Hamb.-Südam. L ampssch. .

. 8

Hansa Damrfjchiss.....

10

Norddeutscher Llohd ....

. h

96

96,75

96

Allg. Deutsche lirebitanlL . .

10

117,25

_

117,75

117,75

Barmer Bankverein ....

11

115,5

116

115,5

116

Berliner HandelrgeseUsch. . .

12

173,5

174,25

172,5

Commerz- und Privat-Bank.

11

152,5

152

152,25

151,9

Tarmst. ii. Nakionawank . .

1.

.32,25

232,25

231,75

Deutiche Bank......

1(

148

147,75

147

Diiconto-Gesellschast, Ant. .

10

Dresdner Bank......

H

147,25

146,5

147

146,5

Reichsbanl ......

1.

272

274

273,75

8LG.®.. . ....

157,5

157,5

157,5

Bergmami . .

Elektr. Lieferung Lgelcllschaft

11

160,65

159

Licht und Kraft .

1(

155

156

154,25

Felten 4 Guilleaume....

7 K

116

-

115

Ges. f. Elektr. Untern.. . . .

10

156,5

156,75

153,75

Hamb. Elektr »Werke ....

1

_

129

Rhein. Elektr........

4,

_

_

Schlei. Elektr.......

10

_

148.25

11

177,5

177,5

177

Siemens & Halske . » . .

TranLradw........

16 . 8

281,5

281,5

281,75

"281,

10

161

161,5

Buderus...... . .

. 6

60,5

60,9

60,6

Deutiche ErdSI ......

. 6

92,13

92

91,75

Essener Steinkohle.....

. f

125,5

Gelsenkirchener ......

. 8

122,75

123

122,75

Harpener.........

. t

132,5

132,5

132,75

Hoelch Eilen........

6 V.

107

ylie Bergbau.......

10

214

Klücknerwerke.......

- /

89,5

89,5

89

89,75

Söln-Ncuessen - ....

106

105.75

Mannesmann.Nöhreo . . .

. 7

90,5

90,75

90,75

90,75

Manrscldcr Bergbau ....

. (

112

110

110

Lderich'ei. Eiicn.eoarf . . .

Obcrschlcj. KokSwerke....

. 7

_

94,5

93,9

PHSnir Bergbau......

6Vi

100

99,5

100

99

Rheinische Braunkohlen. . .

10

240,5

240

239

Rbcinstahl ... . . , . .

. 6

103

103,75

102,25

Ricbeck Montan ......

1*

Frankfurt a M

Berlin

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Datum

10-12-

11 12

10. 12

11. 12

Bereinigte Slahlw ....

101,5

101,5

101,5

100,75

Otavi Ailnen . . . . . 16'/»

54,75

54,75

ft al werke AicherÄeben ... lu

180

177

179

ftai werke Westeregeln . . . 10

187,5

187

187

Kaliwer e Satzdetlurrh ... 15

309

310,25

309

9. G sFarben.Industrie . . . 12

Dynamit Nobel.......6

176,5

176,25

177

175,75

82,25

EcheideanstaU. ....... t>

139

Goldschmidt

63

63,5

63,5

64,5

Rütgerswerke ......6

69

69

69,25

69

Metällgeiellichaft. ...... 8

114

114,25

113,9

Philipp Hofmann . .... 7

Semen werk Heidelberg ... 10

83

81,251

82

81,25

117,5

Eemeniwerk Karlstadt ... 10

»

Wayg 4 ,rrey ag......8

82,5

86 |

83

Schultheis Patzenhoser ... 15

-

275

272,5

Ostwerke.........12

213,25

210,75

Ber. Glanzstosf......18

118

121

117,75

122,5

Bemberg..... 14

145

150

146,25

147

yelKlofi Waldhos .... 1

176,75

175,5

Zellsloj, Aichassrnbnra ...

Ehartolienburger Wager ... 8

136

135,75

134,5

91,5

91

Desiauer Gar....... 9

153,5

153,25

Daimler Motoren ...... u

37,5

37,5

37,5

Deutsche Linoleum .....

235,5

235,25

236

235,5

--

39,4

39,25

Obirrrom .- ttl pr ...... 0

uuow. Loew ......io

156,75

154,5

Not. Automobll ....... O

*

19,13

Crenftein & Koppel ..... 6

68.25

L-wndard Tieg ...... 10

147,5

146,25

SvenSko ...

325

325

yrankf. Malchtnea ...... 4

Grtyner..........8

42

42

47

49

Heyltaeastaedt.......0

6,25

aungrjani..........6

Lechwerke. . 8

45,5

103

45,25

Malntraftwerke HOchsk a. flJt . 8

106

105,5

-

Miag. . . .10

120

119

Gebr. Roeder.......10

Botgt 4 Haeffner ...... . 9

109

-

222

222

Südd. Zucker 10

161,5

161,5

1 -

Banknoten.

Berlin, 10- Dezember

Geld

Bries

Amerikanische Noten .....

4,1645

4,1845

Belgische Noten. ......

58,28

58,52

Dänische Roten ........

111,73

112.17

Englische Roten . .......

20,348

20,428

Französische Noten .......

16,395

16,455

Holländische Noten .......

168,15

168,83

Italienische Noten........

21,71

21,79

Norwegische Noten.......

111,71

112,15

Deutich-Oesterreich, 4 100 Schilling

58,56

58,80

Rumänische Noten.......

2,47

2,49

Schwedische Noten .......

112.26

112,70

Schweizer Roten . .......

81,19

81,51

Svanische Noten ........ Tschechoslowakische Roten.....

57,98

12,33

58,22

12,39

Ungarische Noten .......

72,80

73,10

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

10 Dezember

11. Dezember

Amtliche Notierung

Amtliche Notiening

Geld

Bries

Geld

Bre

168,42

168.76

168,44

168,78

Bucn.-Aires

1,726

1,730

1,728

1,732

Brsf.-Antw-

58,395

58,515

58,395

58,515

Cbristiania.

111,85

112,07

111,87

112,09

.Kopenhagen

111,99

112,21

112,0)

112,23

Stockholm .

112,51

112,73

112,57

112,79

HelüngforS.

10,483

10,503

10,485

10,505

Italien. . .

21,83

21,87

21,835

21,875

London. . .

20,368

20.408

20,368

20,408

Neuyork . .

4,1705

4,1785

4,1715

4,1795

Parts....

16,42

16,46

16,425

16.465

Schweiz . .

81,04

81,20

81,005

81,225

Spanien.

58,15

58,27

57,94

58.06

Japan . . . Wo de Jan

2,045

2,049

2,043

2.047

0,482

0,484

0,477

0,479

Wien in D-° Ceft abgest

58,705

58,825

57,94

58,06

12,377

12,397

12,381

12,401

7,403

7,417

7,402

7,416

Budapest. .

73,035

73,17 j

73,06

73.20

Bulgarien

3,017

3,023

3,017

3.023

L'ffabon

18,80

18,84

18,80

18,84

Danzig. . . .»pnltantto.

81,40

81,56

81,38

81,54

1,920

1,924

1,963

1,967

Athen. .

5,435

5,445

5,43

5,44

Tanada .

4,131

4,139

4.131

4,139

Uru uatj.

3.996

4.004

3,966

4,979

Sairo . .

20,89

20,93

20,89

20,93

Oos 6

nr. 291

Die

Gieb-n-r heimel

Die £

Ulonats^'

2.20 Aelchrf

*ll scheinen eE infolge

ScrnlP^ txnterSammf yn|d)rifl

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Berlin, mitgetelll: 3r kabinclls rou bei ergab M bet ihr den Ml. g k 2 ni in eine Reichstage

Vas Heichski voll oornhcrei zuhallen, dah i llnoerä nde und daß sie flehe und j Lnlfcheidung. fie nicht nur t Programms, j ausdrückli Inges für schließlich bett Die Heg Jinanjprogran lag abgeben. B im Reichstag sen. Die Sitzu sprochen Hal, c Samstag wir! A b st i m m u i Rach der Bei lionen )u|amn bevorstehender

Tie 9)(öglii

Berlin, 1 Regierung, dic lUxcn ISnt die den Regü ter berichten, Regierung a fprcchungen Rkög 1 ichke 1u n g zu gel Ergänzung i> Darauf hi», tchloffene rungspar "nt abfinben unö die von dein A g ollem müsse werden, daß »onnte, wenn hung der ^ofenverf Die Dollspa ^ntholtsa onttoertung t> M ihrer wie Wode fcä Kr d-mr je ''.<h wirklich nm!?18 einzel 2? 3U Vers. Mr M di °"ders ges 'ung für , U.n übern feett am hr< Irlich £ d'e von ihr, «U verwL ^Jierung xJ "Ulfen, daß "^zprokU

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