Ausgabe 
11.7.1929
 
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Oie Staatskrise in Rumänien

wochnachmittag auf dem

der be- am

Ministeriums, des Reichswirtschaftsministeriums und des Auswärtigen Amtes, den Hauptteil der Arbeiten übernehmen werden. Reben dem Or­ganisationsausschuß für die Bank für inter­nationale Zahlungen ist von ganz be­sonderer Wichtigkeit der Organisationsausschuß für die Anpassung der nach dem Da- wes-Plan erlassenen deutschen Ge­setze. Dieser Ausschuß wird drei Unteraus­schüsse haben, die aus je zwei von der Repara­tionskonferenz ernannten Gläubiger-Vertretern und je zwei von der deutschen Regierung ernann­ten deutschen Mitgliedern bestehen sollen. Zwei .fu.. /am fiwtt< hon (vta «

in der Luft. Der Flug wird fortgesetzt.

Oelüberschwemmung im Emdener Hafen.

Aus Emden wird gemeldet: Ein Oeltank RütgerSwerke A.-G. in der aus zwei Tanks stehenden Anlage auf der Benzindole ist

riese Vorlagen erst nach der Verwaltungsreform. Vorlage einzureichen.

DerRegentschastsrat gibt nach.

Bukarest, 10. Juli. (WTB.) Die Mei. nungsverschiedenheiten, die zwischen der Regierung Maniu und dem Regent, sch af t sr a t über den Gesetzentwurf zur Ver­waltungsreform entstairden find, sind heute bereinigt worden, und es wurde ein Kom- pro miß erzielt, durch das die drohende Re­gierungskrise beseitigt zu sein scheint.

Nchen Zuspitzung der La Atz' wiWe dhte olche Feier nur eine Verschärfung der Gegensätze innerhalb der Studierenden zur Folge haben."

wieoermn Vom« öle «onferenzorl Vorschläge« werde.

/Eimes meldet: Das Kabinett konnte in seiner gestrigen Sitzung zu keiner endgültigen Ent- scheidong über den Tagungsort der bevor­stehenden Reparationskonferen; gelangen, da die französische Regierung den Vorschlag, Con­bon als Ort der Zusammenkunft zu wählen, noch nicht angenommen hat. Die anderen interessierten Mächte sind bereit, nach London zu kommen, aber die französische Regierung beharrt Immer noch auf ihrer Auffassung, daß die Zusammenkunft in Lu­zern oder einer anderen Schweizer Stadt statt- sinden sollte. Man ist sich klar darüber, daß die end- gültige Entscheidung ungefähr bis morgen fallen muß. Aber das Kabinett hofft noch immer, daß die französische Regierung bk 'Berechti­gung der britischen Auffassung aner­kennen wird, daß Minister, die erst seit einigen Wochen im Amte sind, nicht ausgesordert werden sollten, London wegen der Konferenz zu ver­lassen.

England hat bei der Räumung freie Hand.

Conbon, 10. Juli. (WTV.) 3m Unterhaus stellte bet Abgeorbnele Wedgwood die Anfrage, ob die Regierung der französischen Regierung gegen­über irgendwie gebunden oder verpflichtet sei, ohne Einwilligung Frankreichs oder ohne die gleichzeitige Räumung seilens der französischen Truppen das Rheinland nicht zu räumen. Der Staatssekretär für auswärtige An­gelegenheiten, Henderson, beantwortete die Frage mitRein" und führte dazu aus:

Die britische Regierung hak völlig freie Hand, die englischen Truppen aus dem Rheinland zu jedem Zeitpunkt, in dem es ihr richtig erscheint, zurückzuziehen."

Wedgwood fragte darauf weiterhin noch: Können wir, wenn das der Fall ist, in die Lage gebracht werden, daß wir hinsichtlich des Young- verichts oder in anderer Beziehung Konzes­sionen machen müssen, auf diese Art Frank- re i ch s Z u st i m m u n g zu der von dem englischen Volk so sehr gewünschten Räumung des Rhein­landes durch die britischen Truppen erkaufen? Henderson antwortete: Der Herr Abgeordnete darf nicht annchmcn, daß wir das Bestreben haben, ein Tauschgeschäft in der von ihm beschrie­benen Art vorzunchmen.

Kündigung von englischen Äesahungsangestellten.

Der Luitmarschall Sir Sefton B r a n ck e r be­grüßte die Flieger im Ramen des Luftfahrtmini­sters. Kapitän Kingsford Smith erklärte, daß er nach dem Verlauf des Fluges die Einrichtung eines ständigen Luftdtenstes zwischen Großbritannien und Australien für durchaus «möglich halte. Der in Etappen durchgeführte Flug Australien-England hat 50 Tage bean­sprucht.

200 Stunden in der Luft.

Culver City (Kalifornien), 10. Juli. (WTB.) Das FlugzeugAngelanv" mit den Fliegern Mendell und Reinhart an Bord befand sich heute abend bereits 200 Stunden

WSR. Wiesbaden , 10. Juli. Auf Dor. bereitunaen für den baldigen Abzug der -----, , ~

e na lisch en Be s a h u n g s b e h ö r de dürfte dieser Unterausschüsse weroen sich mit den üra- die Tatsche hindeuten, daß die englischen Mitt- gen der Anab hängrg . e i t d er Re lchs- tärbehörden bereits einer Anzahl Ange stell, bank bzw. der Unabhängigkeit der ter in ihren Bureaus zum 1. September D e u t s ch e n A e i ch s b a h n ge s e l lsch af t be- Wt fin bi at baben schäftigen. Der dritte Unterausschuß wird für die

««kündigt im Benehmen mit den Treuhändern vorzu-

Dalavier I nehmende Anpassung deS Systems zu-'

....... -(x #r _ I sorgen haben, nach dem die für die Dawes-

fotbtn fofimigc Räumung. Anleihe bestellten Sicherheiten verwandt werden.

Paris, 11. 3uii. (WTB. Funkspruch) Zur Nriand vtant eine europäische Rheinlandräumung äußert sich in seinem . « e" k i*

OrganLa Republique" der Vorsitzende der Radi- Wirtschastsfooeratwn.

(eilen Partei, Abg. Daladier, wie solgk: ^nttnruchZ Der-

ohne den Deutschland seine wirtschaftliche Wiederauf- s ch a f t s f a d e r a t i 0 n al l e r R a[ i o n e richiung nlchl snrlsehen kann. Diese nene «olle des Europas nns;nwersen und d°b °r d,e^n M°n ki r e d n S ah eines entscheidenden pol,, aus der kommenden R c p « «>,

tischen Druck,nslrnmen,es Is! aus der Re- ermahnen werde. Drmndo 2dee Ist noch Ziemlich un- pa nNon-konseren, in die Lrscheinnng gelrelen. Die bestimml. aber er ha. einen> plan^oorbere M Seffen pesehung, vor allem in ihrer gegcnwSrligen $orm, «>ch»gs en Te.l das Problem der Zollsch an- würde keine ernste SicherhcilsMranlie sein tonnen; ke n auf dem europäischen gonhncnl behandelt.

Bukarest, 10. Juli. (WTB.) Die Verhandlun­gen über die Verwaltung Lreform vor- läge haben zu einer Regierungskrise ge­führt. Die Oppositionsparteien haben g e - meinsam gegen die Vorlage Front gemacht und drohten selbst mit ihrem Auszug aus dem Parla­ment für den Fall, wenn die durch sie beanstande­ten Artikel der Vorlage nicht gestrichen würden. Infolge der Aktion der Opposition hat der Regent­schaftsrat die Regierung zur Aenderung der be­anstandeten Artikel aufgefordert, welcher Aufforde­rung die Regierung teilweise auch Genüge leistete.

Der Regenkschafksrat gab sich jedoch mit der Modifizierung nicht zufrieden, während die Regierung keine weiteren Zuge- st ä n d n i s s e machen konnte, da diese einen völligen Bruch mit dem Parteiprogramm be­deutet hätten. Aus diesem Grunde hat Minister­präsident maniu gestern formell seine De­mission gegeben.

Der Regentschaftsrat hat die zur Einbringung des Entwurfs im Parlament nötige Genehmigung erteilt.

Die Regierung wird in Durchführung ihres Programmes demnächst den Entwurf über eine Umbildung der Ministerien vorlegen, von denen drei fortfallen sotten.

Kein Rücktritt Manius.

Bukarest, 10. Juli. (WTB.) Die Agentur Orient Radio teilt mit: Der Nachricht, daß M t. nisterpräsident Maniu zurückgetre­ten sei, können wir das allernachdrücklichste Dementi entgegenstellen. Die RegierungManiu seht ihre Arbeit ohne Anstand und in vollem Einvernehmen mit dem Regentschaftsrat und dem Volke fort. Für einen Rücktritt liegt kei­nerlei Grund vor.

Der Putsch erledigt. Carol nicht dabei.

Bukarest, 10. Juli. (WB.)Adeverul" schreibt: Der P utschv ersuch kann als end­gültig erledigt und die Armee als von politischen Einflüssen frei angesehen werden. An kompetenter Stelle wird hervorge­hoben, daß keinerlei Beweise dafür Dor- Hegen, daß Prinz Carol an dem Komplott beteiligt war oder von ihm Kenntnis hatte.

Reue Verhaftungen.

Bukarest, 10. Juli. (WTB.)Lupta" mel­det, daß im Laufe des gestrigen Tages zehn neue Verhaftungen unter den Arbeitern der militärischen Flugzeugwerkstät­ten vorgenommen wurden, während derAde­verul" von einer heute erfolgten Verhaftung eines Obersten wissen Witt. Das Kriegsgericht, das die Untersuchung beschleunigt fortsetzt, soll neue wichtige Schriftstücke und belastendes Ma­terial aus K r o n st a d t erhalten haben. Trotz der beschleunigten Untersuchung glaubt man, daß der Beginn des Prozesses kaum vor dem Herbst möglich sei.

' g auf dem Flugplatz in Crohden glatt gelandet. Zum Empfang der Flieger hatte sich eine große Menschenmenge eingefunkten.

Dienstag durch Bruch des Ventilstuhens plötz­lich leck geworden, und fein Inhalt von insgesamt 230 000 Kilogramm Teerol, der unter dem gewaltigen Druck in einem riesi­gen Strahl herausschoß, drohte die Wasserober­fläche des Hafens mit der gefährlichen entzünd­baren Flüssigkeit zu bedecken, was zu einer unab­sehbaren Katastrophe hätte führen können. Wasserbauamt und Hafenpolizei wurden sofort alarmiert, und der RegierungsdampferEms- hörn" wurde mit einer zur Aufnahme des Oels bestimmten Schute im Schlepptau an die Unfatt- stelle entsandt. Da die Schute sich aber zur Aufnahme der immer stärker hervor quellenden Oelmengen als unzureichend erwies, sah man sich genötigt, das Oel auf freies Gelände abzu­leiten. Dis spät In die Rächt hinein war es noch nicht gelungen, den Oelström abzudämmen. Der Schaden kann augenblicklich noch nicht ab- gefchätzt werden, da noch nicht feststeht, inwie­weit das Oel wieder nutzbar gemacht werden kann. Der Inhalt des Tanks insgesamt hat einen Wert von rund 175 000 Mk.

Aulo-Sattomorkale über einen Baum.

Der Kraftwagen des Direktors Fritz Oppen­heimer aus Berlin stieß gestern an einer Straßenkreuzung in Spandau mit einem Last­kraftwagen, dem Direktor Oppenheimer aus- weichen wollte, mit voller Wucht zusammen. Da­bei verlor der Privatwagen die Richtung, sauste gegen einen Baum, fuhr den unter der Last sich biegenden Daum bis in d ie Krone hinauf, überschlug sich, brach einen zweiten Daum und blieb auf dem dritten Baum vollständig zertrümmert liegen. Als die entsetzten Zeu­gen des Unglücksfalls herbeieilten, krochen zu ihrem Erstaunen die drei Insassen Opvenheimer, der den Wagen geführt hatte, und seine zwei Degleiter aus den Trümmern hervor. Sie hatten alle drei Wohl äußere Verletzungen erlitten, konnten aber nach Anlegung von Rote verbänden in ihre Wohnungen entlassen werden. Der Zustand der drei wie durch ein Wund« mit dem Leben Davongekommenen ist völlig im* bedenklich.

Segelboot mit fünf Insassen in der Ostsee vermißt.

Swinemünde, 10.Juli. (WB.) Am Sonn­tag gegen 4 Uhr fuhr ein Badegast, der Kaufmann Männe aus Berlin, mit zwei Damen und zwei Herren in einem kleinen Segelboot von Koserow aus in See. Das Ziel der Fahtt sollte Rügen sein. Das Boot mit den fünf Insassen ist feit dieser Zeit verschollen. Es bleibt nur die Annahme übrig, daß dem Boot unterwegs ein Unglück zugestoßen ist und daß es hilflos auf dem Wasser treibt oder untergegangen ist.

Lin Amokläufer.

In plötzlich ausbrechendem Wahnsinn ver­letzte ein Arbeiter namens Wachtel tn Meter- sen (Kreis Pinneberg) fünf Personen, die an seinem Anwesen vvrübergingen, mit einer Mist­gabel. Die Passanten, zwei Frauen, zwei Kinder und ein Mann, erhielten schwere Stich­wunden am Kopf und mußten ürs Kranken­haus gebracht werden. Bei drei Personen besteht Lebensgefahr. Der Täter wurde verhaftet.

Todesopfer bet Hitze in Renyork.

Durch die in Aeuhork immer noch andau­ernde Hitze wurden vier Personen ge­tötet. Auch aus der näheren Umgebung wer­den mehrere Todesfälle gemeldet. Man rechnet damit, daß die Hitzeperiode bald enden wird.

Schwerer Erdrutsch in Japan.

Wie aus Tokio gemeldet wird, ist das Dorf Uchinura in der Präfektur Kagoschima von einem katastrophalen Erdrutsch vernichtet worden. Infolge schwerer Regengüsse löste sich oberhalb des an einem Bergabhang gelegenen Dorfes eine riesige mit Felsen durchsetzte Erb­masse los und stürzte, die Häuser des Dorfes mit sich reißend, ins Meer. Sechs Personen wurden getötet, 26 verletzt.

Aus aller Welt.

Ein Sowjetslugzeug in Berlin.

Das dreimotorige SowjetverkehrsflugzeugFlü­gel der Sowjets", das in Moskau unter Führung i>es Sowjetflugzeugpiloten Gromoff gestartet war, ist am Mittwochnachmittag im Tempelhofer Flughafen glücklich gelandet. An Bord befanden ich neben dem Flugzeugführer und einem Dord- monteur neun Personen, darunter Sardar. Hauptinspekteur der zivilen Sowjetluftflotte, Pogodin, Direktor der russischen Luftverkehrs­gesellschaft, K l e w e o f f, stellvertretender Ge­neralsekretär der Osoaviachin, Jotoie einige ruf» ische Pressevertreter. Zu ihrer Begrüßung toaren u. a. erschienen: der Botschafter Krestinski. Vertreter dxs Auswärtigen Amts und des Reichsverkehrsministeriums, der Deutschen Luft­hansa und derDeruluft". Die Flieger wer­den sich einige Tage in Berlin aufhalten, um dann über Paris nach Rom und von dort über Wien und Warschau zurück nach Moskau zu liegen.

Das TransozeanflugzeugPathfinder" in Rom gelandet.

Rom, 10. Juli. (WTB.) Das Flugzeug Pathfinder" ist um 7,22 Uhr tn Rom gelandet.

Daskreuz de» Südens" In London.

London, 10. Juli. (T. U. Funkspruch.) Das FlugzeugKreuz des Südens" ist am Mitt-

ahndet werden soll. Wahrscheinlich wird man sich aber entschließen, in dem neuen Entwurf einen verschärften Strafschutz aufzunehmen. Die Ausarbeitung der Vorlage wird mit größ­ter Beschleunigung durchgeführt, und in unter­richteten Kreisen rechnet man damit, daß die Regierung, da keinerlei besondere politische Schwierigkeiten zu befürchten sind, die Verab­schiedung so rechtzeitig vornehmen kann, daß sich der Reichstag noch in seiner August- tagung mit dem neuen Gesetz beschäftigt. Allerdings steht noch nicht genau fest, wann der Reichsrat, in dem im übrigen auch keine besonderen Widerstände zu erwarten sind, die Annahme des Gesetzes vornehmen kann. Mit einer gewissen Sorge sehen die zuständigen Stel­len der geplanten Kundgebung der Kommu­nisten am 1. August entgegen. Man befürch­tet eine provozierende Taktik der Kommunisten, und damit im Zusammenhang die Rotwendigkeit, den Paragraphen 48 der Reichsver­fassung in Kraft zu sehen, was angesichts des bevorstehenden zehnjährigen Derfassungs- tages natürlich die größten Bedenken Hervor­rufi.

Rechtsregierung in Mecklenburg.

Schwerin, 10. Juli. (WTB.) In der heu­tigen Sitzung des Landtags wurde die Wahl des Ministerpräsidenten und der bei­den S t a a t s m i n i st e r vorgenommen. Von dem deutschnationalen Abgeordneten Dr. v. Oertzen wurden für den Posten des Ministerpräsi­denten der Landwirtschaftskammer-Präsident Eschenburg, der Spitzenkandidat der Ein­heitsliste nationaler Mecklenburger, und für die beiden Ministerposten Ministerialrat Haack und Ministerialdirektor Dr. Schlesinger in Vor­schlag gebracht. Jeder der 3 Kandidaten erhielt in der Abstimmung 26 Stimmen. Für den früheren Ministerpräsidenten Schroder (Sozialdemokrat) waren jedesmal 22 Stimmen abgegeben worden. In allen drei Wahlgängen waren drei Stimmen ungültig. Die Gewählten nahmen die Wahl an.

Oie preußischen Universitäten und das Kultusministerium.

Berlin, 11. Juli. (Priv.-Tel.) DemD.T." zufolge waren gestern auf eine vom preußi­schen Kultusministerium ergangene Auf­forderung die Rektoren aller preußi­schen Universitäten in Berlin. Im Lause des Vormittags fand im Kultusministerium eine gemeinsame Aussprache über das Verbot der Universitäts-Versammlungen am Versailles-Tage statt. Auch die studenti­schen Ausschreitungen der letzten Zeit dürsten er­örtert worden sein. Den Kultusminister, der ver­hindert war, an dieser Unterhaltung teilzuneh­men, vertrat Ministerialdirektor Dr. Richter. Am Rachmittag hatte bann ber Kultusminister Dr. Becker bie Rektoren zum Tee zu sich ein­geladen. Bei den meisten Teilnehmern zeigte sich, wie das genannte Blatt schreibt, Abneigung gegen eine Verschärfung der Mei­nungsverschiedenheiten und der Wunsch nach Verständigung.

Berliner Universität und Verfaffungsfeier.

Berlin, 11. Juli. (Priv.-Tel.) Dor einigen Tagen sprach ein Vertreter der freiheit­lichen Studentenschaft zugleich im Ramen des sozialistischen Hochschulausschus­ses bei dem Rektor der Berliner Univer­sität, Prof. H i s, vor und bat um die Genehmi­gung, eine Verfassungsfeier im Vorhof der Universität veranstalten zu dürfen. Ein Hoch­schullehrer wollte dabei die Festrede halten. Prof. H i s erwiderte, er müsse gemeinsam mit dem Universitätsrat überlegen, ehe er einen Bescheid erteile. Die Antwort ist jetzt ergangen. Es heißt darin.Ich sehe mich zu meinem Bedauern nicht in der Lage, Ihrem Qlntrage stattzu- geben, da es nicht den Gepflogenheiten ber Universität entspricht, in ihren Räumen ber- artige, von einer Gruppe veranstalte­ten Feiern zuzulassen. Bei der augenblick-

fkjft in millMiiche- h'n.ich' °°N "-it.eimä6ig,m Einschränkung des englischen Zwischen Deuischlanb und Frankreich wäre Flotienbüuprogramms. loyale Bcrflänbiqung die unerläßliche vedln- v ~

gung für Organifallon ber mopilffrn la»j

Solloaritat. bie Regierung nicht beabsichtige, das Flot-

Die Besetzung hüll eine Atmosphäre des Miß- tenbauprogramm des alten Kabinetts in trauens, des Argwohns und der latenten Aufreizung seiner Gesamtheit forttusehen. Gegenwärtig aufrecht die für Frankreichs nationales Interesse seien die Kabinettsmitglieoer dafür, den Teil fchäblich ist. des Bauprogramms, der sich auf An ter fee.

boote bezieht, fallen zu lassen.

Der Kanzler geht zur Konferenz.

Berlin, 11. Juli. (Priv.-Tel.) Der Gesund- DüS NSUS ASpLMlkfchUYgesetz. M Ä Lgkncheim ?ol ungünstig, daß Der wegsallcndc Kaiscr-Paragrapl). mit seiner Teilnahme an der politischen Repara- Vorlagen im AttgNst

^nnteDn,be&^mb= E Ä Ä ««»" -rahiberich. desSiebener Nigers" Konferenz schon Mitte Juli beginnen werde. Berlin, 11. Juli. Sofort nach der Ableh- Jetzt darf als feststehend gelten, daß die Regie» nung der Verlängerung des alten Republik- rungskonferenz, gleichgültig ob sie in Lon- schuh ge sehes im Reichstag hat sich das don oder in der Schweiz tagen sollte, auf den Reichsinnenrntnisterium, wie totr von gut un- 5. oder 6. August einberufen werden wird, terrichteter Seite Horen, an die Ausarbeitung Da sich das Befinden des Reichskanzlers in- eines neuen Entwurfes gemacht. Entspre- zwischen erheblich gebessert hat, dürfte laut chend der parlamentarischen Situation soll das Voss. Ztg." die ursprüngliche Dispositton ge» " neue Gesetz, dessen erster Entwurf bereits in ändert werden. Reichskanzler Müller- seinen Umrissen feststeht, keinerlei Der- Franken wird die Führung der deutschen fassungsändernde Paragraphen ent- Delegation übernehmen, da auch alle anderen I halten, und somit zu seiner Annahme auch keine Mächte durch die Regierungschefs vertreten sein Zweidrittelmehrheit benötigen. Gegenüber dem werden. alten Republikschuhgesetz wird also der soge-

' , nannte Kaiser-Paragraph Wegfällen

©BC öetlm&e ScreTefUttti m dsn unb ^rner werden jene Bestimmungen geftri- vvMifw/vjvvHiWMi y HO vmi bie in erster Linie mit dem Artikel 124 in Widerspruch stehen. Es handelt sich hierher um die Paragraphen, die

Berlin, 10. Juli. (TU.) Rachdern das I das Ve r s a m m l u n g sr ech t betreffen und die R ei ch s k a b i n e 11 sich in letzter Zeit mit der nun eine wesentliche Milderung erfahren müs- Frage der im Voung-Plan vorgesehenen sen. Jrn übrigen wird sich der neue Gesetzent- Organisationsausschüsse beschäftigt hat, Wurf sehr eng an das alte Republikschuhgesetz ist, wie die Telegraphen-Union erfährt, bereits anpassen, und nur in einigen wenigen unwich- die Entscheidung u. a. auch darüber gefallen, tigeren Punkten kleine Abänderungen vorneh- welche Persönlichkeiten Deutschland in die men. So werden auch die im Republikschutzgeseh Ausschüsse entsenden will. Uebcr die Ramen der vorgesehenen ötrafbeftimmungen im gro- deutschen Vertreter hüllt man sich an zuständiger ßen und ganzen in die neue Vorlage übernom- Stelle jedoch noch in Schweigen. Da es sich vor- men Dazu gehört auch der Passus über die wiegend um die Ausarbeitung eingehender Ent- Beschimpfung der Reichsfarben und der Reichs­würfe für bestimmte technische Fragen handelt, form, während noch nicht feststeht, inwieweit ist anzunehmen, daß die Fachreserenten l der Mord an Reichspräsidenten und an Mini- öcr Ministerien, also des Reichsfinanz-1 stern durch verschärfte Stralbestimmungen gc-

Die Lage ist kritisch. Es ist jedoch wahrscheinlich, daß die Krisis im Laufe des heutigen Tages be­seitigt werden kann auf die Weise, daß der Regent- jchaftsrat, wie auch die Regierung Zugeständ­nisse machen, um nicht das Land neben der be- stehenden Wirtschaftskrise einer politischen Krise aus- zusetzen. Die Nachgiebigkeit des Regent­schaftsrates erscheint um so wahrscheinlicher, da Vorlagen vor der Einreichung stehen, die vom Gesichtspunkt der Milderung der Wirtschaftskreise wichtig und dringend sind und deren Aufschub die chweren finanziellen Verhällnisse nur noch ver- chlimmern würde. Die Regierung beabsichtigt aber,

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